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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Keine Futterreserven???



Fanto
02.01.2014, 13:58
Hallo und guten Tag,
Ich hoffe Ihr seid alle gut reingerutscht.

Am 31.12. habe ich rechtzeitig vor dem Jahreswechsel meine beiden Völker mit Oxalsäure gegen Varroa behandelt.
Als erstes war das Volk an der Reieh welches in der Zanderzarge wohnt. Ein sehr kleines Volk, also 30ml in die Wabengassen und ich hatte das
Gefühl das das Futter zur neige geht. Ich habe nicht weiter reingeschaut, da die Damen es sowieso nicht gut fanden das ich die Ruhe störe.
Beim Blick in den Warreekasten war es dann so wie Ihr es auf dem Foto seht. Kein oder kaum noch Futter vorhanden.
Zur Orientierung, die "Zargen" haben eine Kantenlänge von 30X30X30cm.
Ich hab mich entschlossen einen Futterteig a la Drohne herzustellen und dann Portionsweise mit einer Art Distanzstück auf der Zarge bzw die Winter-
traube zu legen.
Die Zanderbeute wird vorsorglich auch gefüttert.

Wenn Ihr euch die Bilder betrachtet, würdet Ihr auch füttern???

Vielen dank schonmal im vorraus

Gruß
Derek

edlBee
02.01.2014, 14:24
Wenn Ihr euch die Bilder betrachtet, würdet Ihr auch füttern???
Ja, schaut schon recht leer aus, also Futter direkt oben auf die OT legen, und gut abdecken das die Wärme denn FT erreicht und auch behaltet

vielwind
02.01.2014, 14:44
Das schaut recht gut aus doch Du hast von unten fotografiert und das Futter
ist oben.Ist das eine Mini-Plus? Wie schwer ist die Zarge? Daran kannst Du abschätzen
wie viel Futter noch drinnen ist. Josef´s Futterteig ist die beste Wahl zum Notfüttern
aber das mußt Du abschätzen. Verkehrt ist es aber nicht schon bald etwas Futterteig aufzulegen.
Vielleicht Bild von oben?

Fanto
02.01.2014, 15:02
Ich habs mir gedacht.
Wie ich schrieb is das eine Warree Beute (Zarge=30 X 30 X 30 cm).
Anbei ein Bildchen von oben. Das ist bereits die oberste Zarge, darüber kommt dann ein Abstandshalter und die Abdeckung der Beute.
Natürlich noch eine Folie.
Die Folie hab ich übrigends nur im Winter darüber, mir geht nämlich die Feuchtigkeit auf den Pinsel. Ich denke aber das die Wärme eher im Stock
verbleibt.

Danke schonmal

Milb
02.01.2014, 15:03
Interessanter wäre die Ansicht von oben

Sind die Bienen schon oben in der Beute angekommen ?
Ist von oben noch verdeckeltes Futter zu sehen ?

Von unten sieht man noch Futter
also sollte auch noch genug drin sein,
vorausgesetzt es wurde genug eingefüttert

Gruß Milb

Nachtrag: Hat sich überschnitten mit dem Bild

Ich würde sagen die haben genug drin, kann es aber von hier aus nicht wiegen.
Weiter beobachten und nicht zu früh mit Futterteig dran gehen

Palma40
02.01.2014, 15:23
Ich würde sagen die haben genug drin, kann es aber von hier aus nicht wiegen.
Weiter beobachten und nicht zu früh mit Futterteig dran gehen

Würde ich auch so sehen. Vielleicht kannst Du die Beute auch wiegen, dann bist Du auf der sicheren Seite. Auf jeden Fall musst Du das Volk im Auge behalten.

edlBee
02.01.2014, 15:50
Wo habt ihr von unten Futter gesehen, ja jetzt oben alles klar

obi
02.01.2014, 17:16
Um diese Zeit sollte eigentlich keine

Futterdebatte aufkommen.

Denke jetzt brauchen unsere Bienen nur die Ruhe von uns!!

Fanto
02.01.2014, 19:12
Ich kann Morgen mal (Bin auf der Arbeit--Spätdienst) eine Leere Zarge wiegen.
Etwa im September habe ich das letzte mal reingeschaut und da war die Zarge "mächtig" schwer.
Zur Historie: Das Volk war ein kleines Schwärmchen welches ich im Mai gefangen habe. Ich habe nichts geerntet, da
es nur eine Zarge stark war. Im September habe ich dann 5Kg Zuckerwasser (2 Teile Zucker auf 1 Teil Wasser) aufgefüttert.

Es kuschelt sich bereits von unten an den Oberträgern, deshalb möchte ich gerne Notfüttern.
Ansonsten sehe ich nur lehre Waben.

Gruß

Malte Niemeyer
02.01.2014, 19:38
Hallo,

5 Kilo Zuckerwasser ist verdammt wenig... Wir füttern 21-25 Kilo ein... Das sind mindestens 30-40 Kilo verdünnt...

Besser Futterteig geben, bevor er dir verhungert.

Mfg Malte Niemeyer

Palma40
02.01.2014, 19:49
Hallo,

5 Kilo Zuckerwasser ist verdammt wenig... Wir füttern 21-25 Kilo ein... Das sind mindestens 30-40 Kilo verdünnt...

Besser Futterteig geben, bevor er dir verhungert.

Mfg Malte Niemeyer


Ja 5 kg wären echt wenig, aber er schreibt ja, er hat nichts geerntet und alles dem Volk gelassen, dann waren da schon einige Kilo vor dem Auffüttern drin. Es ist, ohne Wiegen, schwer zu sagen wie viel Futter vor dem Winter zur Verfügung stand. Also im Auge behalten.

vielwind
02.01.2014, 19:58
Mir fällt gerade auf, die haben die Waben ja richtig schön quer unter die
Leisten gebaut. Wabe ziehen ginge gar nicht. Sehr unangenehm.
Aber 5 Kg können jetzt noch nicht weggefuttert sein. Da kann man nur
wiegen und abwarten.Wenn Du meinst die haben Futternot hau einen Fladen rauf und in Ruhe lassen.

Tschiwi0
02.01.2014, 20:03
Was ich gelesen habe:

In einem alten Bienen Monatsblatt aus 1941.
Zu dieser Zeit war natürlich der Honig beliebt (musste ja auch einer abgegeben werden) und der Zucker teuer.
Da gab es pro Volk einen Bedarfsschein für 4,8 kg Zucker.
Die Völker werden sich da durchhungern haben müssen.
Da werden die Waben im Frühjahr *gerauscht* (wie halt leere Waben klingen, wenn man mit der flachen Hand drüber streicht) haben.
Da können unsere Völker jetzt richtig prassen.
Gruß
Fritz

Chrigel
02.01.2014, 20:07
[QUOTE=Fanto;117790

Es kuschelt sich bereits von unten an den Oberträgern, deshalb möchte ich gerne Notfüttern.
Ansonsten sehe ich nur lehre Waben.

Gruß[/QUOTE]

Hallo Fanto
Lass die Wiegerei und die langen Diskussionen, denn du hast grosse Chancen, das Volk vor dem Verhungern zu retten, aber nicht mit Futterteig
Die Wetterverhältnisse in den nächsten 10 Tagen in Frankfurt u.U. lassen eine Flüssigfütterung mit Sirup zu. Die Bienen werden den Sirup begierig aufnehmen. Nimm die leere Zarge nicht zum Wiegen, sondern um darin die 2 bis 4 Futtergläser (Gurkengläser), deren Deckel du mit einem Nagel 10 bis 12 mal durchlöchert hast, nur durch ein 5mm dickes Leistchen vom Oberträger getrennt direkt über die Bienentraube zu stellen. Wärme das Futter vor dem Einstellen auf Körpertemperatur an. Wenn sie in den nächsten Tagen 3 bis 5 Gäser abnehmen, bist du aus dem Schneider. Mit einer Wolldecke oder Schaumstoff die Gläser oben herum gut zudecken hält die Wärme besser zusammen.
Siehe untenstehendes Bild
42190
mfG Christian

Fanto
02.01.2014, 20:13
Das mit dem Zuckerwasser und den Gläsern hab ich auch überlegt.
Aber dann geht die gesamte Wärme über der Traube verloren. :(

Chrigel
02.01.2014, 20:33
Aber 5 Kg können jetzt noch nicht weggefuttert sein.

Urteile aus dem hohlen Bauch heraus sind da nicht weiterführend. Man halte sich vor Augen:
5kg Futter 2 : 1 enthalten rund 3.5 kg Trockenzucker, was nach Faustregel 3.5 kg eingleagertem Futter entspricht. Die Fütterung erfolgte im September und die Brutperiode im Rheintal dauert nach Angaben örtlicher Imker bis heute an.
Der Winterfutterbedarf eines Mini Plus Volkes beträgt 0.35 kg pro besetztes Rähmchen. Ich sehe in 6 Wabengassen Bienen.... alles Weitere überlasse ich dem geneigten Leser.

Ich sehe gerade, dass Fanto Bedenken wegen des Wärmeverlustes über der Traube hat. Wozu brauchst du Wärme über der Traube? die Bienen erzeugen bei der Abnahme des Futters und der Einlagerung soviel Aktivität, dass über die Massen Wärme entsteht. Ich möchte auch nicht verhehlen, dass ein allfälliger erneuter Bruteinschlag erfolgt - das ist aber alles besser als dass dir das schöne Völklein im Februar verhungert.Sirup kein Zuckerwasser

Ich wiederhole noch einmal - nicht lange studieren und diskutieren, sondern die milde Witterung ausnützen und richtig handeln.
mfG Christian

vielwind
02.01.2014, 20:46
Beim flüssig füttern müssen die Bienen auch noch das überflüssige Wasser verdampfen
was bei Josef´s Futterteig völlig entfällt.Die Wärme kommt den Bienen natürlich zugute.
Im Moment sinds in Norddeutschland 8 Grad. Ein Volk von mir hatte heute richtig viel Flugbetrieb.
Warum nur das eine ist mir schleierhaft. Alle anderen waren braf am lenzen.
Edit: Syrup ist natürlich viel angebrachter als Zuckerwasser.

Fanto
02.01.2014, 21:09
Unter Sirup versteht ihr "Zuckerwasser" im Verhaltnis 1:1 oder 2:1 ???

vielwind
02.01.2014, 21:24
Ich mixe dazu 2 kg Zucker auf 1 Liter Wasser , macht 33 % Wasser
Edit: Gekaufter Sirup hat noch weniger Wasser und ist in der Zusammensetzung besser für unsere Bienen.

meister-miezebien
02.01.2014, 21:37
Mhm also ich als Anfänger sehe hier Bienen und glaube etwas Futter zu erkennen.
Aber von Reserven sehe ich nichts.
Oder ich muß wirklich demnächst zum Optiker gehen.
Darum würde ich füttern, je eher desto besser.
Denn wie Christian/Chrigel schon sagt, wer weiß wie das Wetter im Februar/März wird.


gruß

bernhard

Chrigel
02.01.2014, 22:03
Ich blicke etwas in (Unkenntnis-) Abgründe:

Zwischen Futtersirup und Zuckerwasser besteht ein wichtiger Unterschied:

Zuckerwasser enthält Sacharose, ein Zweifachzucker, den die Bienen zuerst invertieren müssen in die beiden Einfachzucker Frucht- und Traubenzucker.
Dazu muss das überschüssige Wasser verdunstet werden. Dazu brauchen die Bienen Wärme. Nicht umsonst verarbeiten die Bienen im Spätherbst solches Futter nur noch sehr zögerlich.

Futtersirup (aus dem Imkerbedarfshandel) ist bereits invertiert, muss von den Bienen nur aufgenommen und umgelagert werden, da der Wasseranteil so niedrig ist, dass kein Wasser verdunstet werden muss. 1 kg Futtersirup ergibt auch um 1 kg eingelagertes Futter.
Und vor allem - die Abnahme ist auch zu dieser Jahreszeit zügig.
mfG Christian

Selurone
02.01.2014, 22:07
Futtersirup (aus dem Imkerbedarfshandel) ist bereits invertiert, ...
...z.B.: Apiinvert wäre solch ein Sirup.

Viktor
02.01.2014, 22:12
Unter Sirup versteht ihr "Zuckerwasser" im Verhaltnis 1:1 oder 2:1 ???
Das ist was du brauchst.
http://www.futterkiste-shop.de/WebRoot/Store16/Shops/17649654/51D7/E486/59D2/B74A/98CC/C0A8/29B9/D47C/IMG_3956.JPG
oder so was
http://www.bienenweber.de/Bienenfutter%20Futtersirup%20Futterteig.html
Gruß

Fanto
02.01.2014, 23:23
Aha, vielen dank für den Siruptip

Ich meld mich

brettljause
03.01.2014, 10:05
Hallo,
hat denn schon jemand mal das Nachfüttern um diese Jahreszeit
erfolgreich praktiziert ?

Meine Erfahrung und Meinung ist....
Es wird nur eine verschwindend geringe Menge Futter abgenommen, die zum überleben kaum reicht.
Die Damen müssen den Sirup oder Teig erst aufspalten bzw. umarbeiten. Auch wenn er invertiert ist
reichern sie ihn trotzdem noch mit Enzymen etc. an. Eingelagert wird auch nichts weil das ja noch mehr
Energie kostet. Bei Kälte, die meistens im Winter herrscht ;-) , ist die Brutkugel
sehr kompakt und damit die Laufwege der Bienen nicht weit. Also muss das Futter in Nähe der Winterkugel
gebracht werden. Dazu reißt man aber stellenweise das eh schon geschwächte Brutnest auseinander und
schwächt sie noch mehr.

Wenn man zu füttert, dann wäre es besser Honig zu geben. Den Honig sollte man in die Wabengassen nah an die
Winterkugel drücken. Honig ist hygroskopisch , somit läuft er manchmal wieder aus den Waben / Wabengassen raus und liegt auf dem Bodenbrett. :(
Nicht umsonst hat die Biene den Zelldeckel erfunden. ;)

@Fanto: Sollte wirklich kein Futter mehr vorhanden sein, was ich anhand deiner Bilder nicht beurteilen kann, würde ich mit Honig nach füttern.
Auch wenn ich dir, wie oben beschrieben, keine großen Hoffnungen auf Erfolg machen möchte. Es ist aber immer noch besser als nichts zu tun.


VG
Hendrik

Nils
03.01.2014, 10:51
Ich finde das Thema recht interessant - denn nach der Varroa-Sorge kommt jetzt die Futter-Sorge :-)
Wieviel Futter sollte ein Volk jetzt noch haben? 6 kg?
Januar 1 kg, Februar 2 kg, März 3 kg?

Bei welchen Temperaturen würde ihr mit Zugwaage mal wiegen?
Mein "magerstes" Volk hatten Anfang November ungefähr 12 kg - wie es jetzt aussieht weiß ich aber nicht. Sorge mache ich mir, weil sie so lange gebrütet haben (bzw. immer noch brüten).

Servus,

Nils

Viktor
03.01.2014, 18:22
[QUOTE=brettljause;117830]Hallo,
hat denn schon jemand mal das Nachfüttern um diese Jahreszeit
erfolgreich praktiziert ?

Ja Ich. Und es war von 3 Jahr, auch nach dem Neujahr. In Folien Beutel Sirup und flach oben drauf. Und so habe Ich in kürze je 9 kg den zwei Völker gegeben. Das Wetter soll noch einige masse warm sein. Wie schon Christian gesagt hatte.
Gruß Viktor.

Fanto
06.01.2014, 18:28
So, ich hab Heute Futterteig a la Drohne gemacht.
Vielen dank für die vielen Antworten und Hilfestellungen.
Anbei 2 Bilder von der Teigherstellung.
Da muss man ganz schön ranklotzen !!!
Aber ich will ja nicht klagen, is ja schliesslich meine Schuld das die Mädels
kein Futter haben.
Jetzt ruht er und Morgen wird gefüttert.
Ich werd auch von der Raubtierfütterung ein paar Bilder machen.

Gruß

b-chris
06.01.2014, 20:16
Dann wünsche ich mal gutes Gelingen!

So sehr ich Josef (Drohne) als erfahrenen Imker hier sehr, sehr schätze, hätte ich -angesichts der Umstände- in diesem konkreten Fall wohl Chrigel`s Ratschlag mit Fertigsirup befolgt...
Ausserordentlich warmes Wetter, keine Invertierung, kein zusätzlicher Wasserbedarf... sprechen meiner Meinung nach für Fertigsirup.

Fanto
06.01.2014, 20:34
Nun, es gibt immer mehrere Meinungen.
Es war auch kein Vorschlag vom Josef das ich die Bienen mit diesem Teig füttern soll.
Ich habe mich dafür entschieden.

5 Imker 6 Meinungen :)

Ich werde weiter berichten.

Gruß

Nils
06.01.2014, 20:48
Na, zumindest hats du jetzt Muskelkater Fanto :-)

Ich habe heute das Flugwetter genutzt und einige Völker mit der Zugwaage gewogen. 9 kg Futter sollten rechnerisch drinnen sein, aber ich weiß nicht wie weit ich den Berechnungen trauen kann :-)

Außerdem waren die Böden teilweise recht feucht. Weiß zufällig jemand, wieviel Liter (kg) Feuchtigkeit so ein Boden aufnehmen kann? Sollte man da lieber 1-2 kg mehr Leergewicht rechnen?

Einen Einzarger rechne ich mit 17 kg (Zander, Holz).
3,9 kg für die Zarge
3,3 kg Boden
1,8 kg Innendeckel (vom Weber)
1,6 kg Blechdeckel
3,7 kg für 10 Leerrähmchen
2,0 kg für Bienen und Pollen
0,7 kg Reserve
Ergibt 17 kg Leergewicht.
+ xxx kg Feuchtigkeit im Holz???


Bei 9 kg Futter brauche ich wohl nicht zufüttern derzeit?
Andererseits - wenn wieder so ein März wie letztes Jahr kommt...

Was meint ihr?

Palma40
06.01.2014, 22:50
Nun, es gibt immer mehrere Meinungen.

Ich habe mich dafür entschieden.

Gruß

Da staune ich schon wie Du Dich gegen die Meinung von erfahrenen Imkern entscheidest. Der klare Favorit ist, mit Futtersirup jetzt eine Notfütterung durchzuführen.

Palma40
06.01.2014, 23:19
Ergibt 17 kg Leergewicht.

Hallo Nils,

Ich rechne 15 Kg, allerdings ohne Blechdeckel und Reserve. Ich denke da sollte nichts schiefgehen.

fix
07.01.2014, 15:51
Die Völker die jetzt um diese winterliche Zeit gefüttert werden gehen wohl stark in Brut?

Nils
07.01.2014, 16:23
Eine gute Frage Max! Ich fürchte ja!
Trotzdem habe ich heute mein Volk mit dem wenigsten Futter mit der Gurkenglasmethode versorgt.
Erstens weil es 8 Gassen besetzt und somit sehr, sehr stark ist. Eines meiner stärksten Völker. Laut Chefimker vom Lehrbienenstand sind die stärksten Völker diejenigen, die zuerst verhungern!

Und weil ich befürchte daß der Winter erst noch richtig kommt. Und wenn dann bei 10 Grad minus das Nachfüttern nicht mehr geht schaue ich dumm.

Daß sie nun vermehrt in Brut gehen dürfte bei dem Volk auch schon wurscht sein - täglich ist fast die ganze Windel voll vom Gemüll frisch schlüpfender Brut. Ich weiß nicht was die vorhaben! Mal schauen, zum Schluß finden sie das Futter gar nicht, obwohl es nur 1,5 cm über ihrem Kopf liegt. Aber Christians Gurkenglasmethode wollte ich immer schon mal ausprobieren ;)

Servus,

Nils

fix
07.01.2014, 18:04
Danke Nils für den interessanten Beitrag!

Ich habe heute bei den warmen Temps die Völker auch kontrolliert, eins hat nur noch 5 Kg Futter, ein starkes Volk das laut Windel pausenlos brütet, ich habe heute versucht es mit der Gefrierbeutelmethode zu füttern, entweder war ich zu dumm dazu oder mir fehlt einfach die Erfahrung, es klappte hinten und vorne nicht, viel zuwenig Bienen interessierten sich für den Sirup, und er tropfte deshalb auf die Windel runter ....

Morgen füttere ich mit meinen Futtertrögen, ich muss in dieses Volk unbedingt Futter bringen, FW habe ich dieses Jahr keine, außer noch ein paar Meliwaben, die halte ich jetzt aber nicht geeignet dafür sie reinzuhängen.

Palma40
07.01.2014, 19:48
es klappte hinten und vorne nicht, viel zuwenig Bienen interessierten sich für den Sirup, und er tropfte deshalb auf die Windel runter ....

Hallo Max,

hast du die Löcher unten oder oben gemacht? Bei dieser Methode darfst Du die Löcher nur oben machen sonst läuft der Sirup aus.

Nils
07.01.2014, 20:16
Uihje, eine schöne Sauerei Max!!
Ich bin jedenfalls gespannt, wie das mit den Gurkengläsern funktioniert. Nach 2 Stunde war noch nichts auf die Windel getropft - mal schauen ob sie das Futter finden...

Apropos Futterverbrauch....
Ich habe Anfang November gewogen und gestern, also fast exakt 8 Wochen danach, erneut...

In diesen 8 Wochen verbrauchte mein sparsamstes Volk 1,2 kg.
Das hungrigste Volk dagegen gigantische 4,6 kg! (November und Dezember). Ich mußte 2mal rechnen, bevor ich das glaubte. Im Durchschnitt verbrauchten alle Völker je 2,8 kg in 2 Monaten.


Sofern die Waage stimmt, die Kästen nich zu viel Wasser gezogen haben, meine Leergewichte stimmen, dies und das nicht verkehrt ist usw. usf. :-)


Nils

WalterRojky
07.01.2014, 20:28
Hallo Nils
Vielleicht solltest Du auch das Leben und Sterben der Bienen beachten. Kleintier macht auch Mist.
MfG Walter

Nils
07.01.2014, 20:33
Hallo Walter,
du meinst der Gewichtsverlust stammt zum Teil vom Abgang der Sommerbienen? Das könnte natürlich auch sein!!!
Danke :-)

Nils

Chrigel
07.01.2014, 21:02
Der beruhigende Anblick am Fenster der HB
42609

mfG Christian

Chrigel
07.01.2014, 21:10
Uihje, eine schöne Sauerei Max!!
Ich bin jedenfalls gespannt, wie das mit den Gurkengläsern funktioniert. Nach 2 Stunde war noch nichts auf die Windel getropft - mal schauen ob sie das Futter finden...
Nils

Ich nehme an, dass du den Bienen zu Beginn etwas Sirup auf die "Nase" tropfen liesst beim Umkehren der Gläser, damit sie auch auf den Geschmack kamen (weil der Sirup wenig Geruch hat)

mfG Christian

Palma40
07.01.2014, 22:55
(weil der Sirup wenig Geruch hat)

Genau, dies ist aber auch ein Vorteil bei der Einfütterung, gibt es doch weniger Räuberei. Allerdings muss man den Bienen eine Spur legen damit sie das Futter finden, aber das ist ja kein Problem.

fix
08.01.2014, 08:36
hast du die Löcher unten oder oben gemacht?
Die Löcher habe ich selbstverständlich nur oben gemacht, ich habe die Filme und Fotos hier gesehen, eine Spur habe ich auch gelegt wie hier beschrieben, sogar ein paar Bienen neben die Löcher gesetzt, diese haben sofort den Sirup aufgenommen, aber es kamen sehr wenige nach um das Futter abzunehmen, bin gespannt wie es heute mit dem Futtertrog geht.

Das jetzt weniger Bienen drin sind als im Herbst habe ich beim Taragewicht vergessen zu berücksichtigen, aber das macht höchstens ein Kg aus, Dann hätte dieses Volk noch ca. 6 Kg Futter, drin, immer noch zuwenig. 5 Kg mind. sollten sie ja im März noch an Vorrat haben um eine starke Frühjahrsentwicklung zu gewährleitsten.

Fanto
08.01.2014, 12:54
Boah, dieser Anblick ist beruhigend
@ Chrigel

Nils
08.01.2014, 20:43
etwas Sirup auf die "Nase" tropfen

Ahaaa, ich wußte doch daß ich was vergessen hatte!!!
Es hat aber auch so geklappt, 2 Gläser mit je 0,75 Liter Sirup wurden in 24 Stunden geleert. Nur bei einem Volk nicht, da stand das Glas weiter hinten und ich hatte keine Spur gelegt.

Ein Problem tauchte bei der Sache allerdings auf: meine Bienen habe sehr viel Überbau gebaut im Herbst, ich lasse ihnen das gerne damit sie bequem die Rähmchen überqueren können. Nur, wo soll ich jetzt das Gurkenglas draufstellen? Denn es sassen viele Bienen AUF den Oberträgern und UNTER dem Überbau. War gar nicht so leicht und ich hoffe es gab keine Opfer....

Wenn sie nun die zweite Charge von heute auch noch leeren, dann kann ich beruhigt dem Winter entgegensehen, dann wären jetzt gut 10 kg Futter drinnen.

Soll Anfang März wirklich noch 5 kg Futter drinnen sein wie Max schreibt? Dann müssten das jetzt, Anfang Januar, also noch 8 kg Futter sein?? (Januar 1 kg, Februar 2 kg, Märzreserve 5 kg = 8 kg). Habe ich das richtig verstanden?

Servus,

Nils

Palma40
08.01.2014, 22:48
oll Anfang März wirklich noch 5 kg Futter drinnen sein wie Max schreibt? Dann müssten das jetzt, Anfang Januar, also noch 8 kg Futter sein?? (Januar 1 kg, Februar 2 kg, Märzreserve 5 kg = 8 kg). Habe ich das richtig verstanden?


Ja Nils hast Du richtig verstanden, wobei noch zu erwähnen ist, dass bei einem entsprechenden Frühjahr die Bienen im März und April, ihren Futterbedarf zumindest schon teilweise decken können.

Malte Niemeyer
09.01.2014, 19:51
Hallo,

wir haben heute 8 Völkern einen Honigraum mit vollen Honigwaben vom Sommer gegeben. Damit sind über 1 000 Euro und unzählige Bienenleben gerettet. Bis zum März werden es noch einige sein. Die Völker die spät eine junge Königin gekriegt hatten und solche Völker die wir eingeengt hatten wegen zu schwach haben wahrscheinlich länger gebrütet und mehr Futter verbraucht. Und weil sie wenig bekommen hatten, weil sie schwach waren, ist jetzt zu wenig da für die vielen Bienen.

Achja, bei uns kam die letzten 3 tage Pollen rein, also geht das Brutgeschäft voll los.

Mfg Malte Niemeyer

fix
10.01.2014, 09:29
....dass bei einem entsprechenden Frühjahr die Bienen im März und April, ihren Futterbedarf zumindest schon teilweise decken können.
Und deswegen muss der Imker im Frühjahr auf Zack sein und wissen wieviel bringen die Bienen bereits natürliches Futter (Nektar) herein und wieviel verbrauchen sie vom Futtervorrat im Stock. Im Frühjahr wenn die Bienen stark in Brut gehen ist der Futterverbrauch sehr hoch und ein falsches Einschätzen des Futtervorrates kann schnell in die Binsen gehen, sei es das die Königin deswegen die Eilage einstellt oder zurückfährt was dann schwache Völker in der Tracht bedeutet, oder Völker gleich verhungern. Wie merkt man nun wieviel bringen sie von draußen rein?

Andere Imker fragen geht bei uns kaum, da im Voralpenland mit den vielen Höhenunterschieden die Trachtverhältnisse sehr verschieden sind, erfahrene Imker sagten mir sie hätten das im Gefühl und mit langer Erfahrung sei das kein Problem, ich muss sagen ohne die Stockwaagen würde ich es nicht wissen, oder noch nicht.

Astacus
10.01.2014, 10:17
Damit sind über 1 000 Euro und unzählige Bienenleben gerettet.

Ich hoffe, du sitzt nicht einem Trugschluß auf. Einen Honigraum mit vollverdeckelte Waben aufzusetzen, rettet deine Bienenvölker nicht automatisch vor dem Verhungern. Wenn die Völker jetzt Brut haben (Polleneintrag) und es kalt wird (Ende nächster Woche angekündigt), ist der Honigraum für sie nicht mehr erreichbar und nur unnötiges Volumen, welches die Wärme abzieht (heiße Luft steigt auf). Ein Bienenvolk verhungert nicht im Jänner. Interessanter wäre der Sitz des Bienenvolkes, ob es schon Hinten angelangt ist, bevor man einen gefährlichen Noteingriff macht.

Gruß
Hans Peter

Paperboy
12.01.2014, 23:16
Hallo zusammen
Ich habe da mal auch noch eine Frage..

Kann man nicht einfach den nicht Verkauften Honig den Damen geben?
Denn wenn das Wette so wird wie ich es Vermute dann werde ich bestimmt Nachfüttern müssen.

LG Mario

Spessartbiene
13.01.2014, 10:29
Kann man nicht einfach den nicht Verkauften Honig den Damen geben?

Kann man schon, wenn man sich überwinden kann, den mühsam geernteten Honig wieder zurückzugeben. Da sucht dann ein mancher nach Alternativen - zum Beispiel nicht alle Waben schleudern und als Futterwaben in Reserve halten.

Wenn Du keine Futterwaben hast ist das Füttern mit dem Honig natürlich den Bienen am "angenehmsten".

Gruß,
Hermann

ManfredH
13.01.2014, 12:27
Hallo Mario

Kann man nicht einfach den nicht Verkauften Honig den Damen geben?
Denn wenn das Wette so wird wie ich es Vermute dann werde ich bestimmt Nachfüttern müssen.
LG Mario
Hast du eine Futterkranzprobe machen lassen? AFB Sporen könnten durch das Füttern ins Volk gelangen!
LG Manfred

Spessartbiene
13.01.2014, 13:29
Hast du eine Futterkranzprobe machen lassen? AFB Sporen könnten durch das Füttern ins Volk gelangen!

Ein Hobbyimker,vom eigenen Honig? Ohne Verdachtsmoment?

Versteh' ich nicht.

Gruß,
Hermann

edlBee
13.01.2014, 13:36
Versteh' ich nicht.
Ich auch nicht, wenn da was drinnen ist dann ist es eh schon in den Völkern

Nils
13.01.2014, 13:40
Hallo Mario,
wenn es kein melizitosehaltiger Honig oder Waldhonig ist, ist das bestimmt die beste Alternative zu Sirup und Co.! Im Futterteig nach Josefs Rezept ist ja auch eigener Honig enthalten.

Ich frage mich bei Honigfütterung aber, wie man den dann am besten verabreicht. Einfach auf die OT schmieren? Tropft das nicht runter?

Servus,

Nils

Palma40
13.01.2014, 13:50
Ich frage mich bei Honigfütterung aber, wie man den dann am besten verabreicht. Einfach auf die OT schmieren? Tropft das nicht runter?


Die einfachste Möglichkeit ist auf einer Folie kristallisierten Honig zu geben, ist natürlich jetzt im Winter nicht so Toll, brauchen die Bienen doch Wasser dazu. Man kann aber den Honig mit warmen Wasser verdünnen und im Gurkenglas verfüttern.

ManfredH
13.01.2014, 14:25
Ein Hobbyimker,vom eigenen Honig? Ohne Verdachtsmoment?

Versteh' ich nicht.

Gruß,
Hermann
In NÖ kostet das ganze 14.-€ (http://www.noe-imkerverband.at/pdfformulare/Anmeldung%20auf%20Laboruntersuchung%20AMF%202013.p df). Wenn du mit den Bienen wandern willst oder Belegstellen aufführen, oder Völker verkaufen dann ist eine Futterkranzprobe ein guter Tip. Außerdem gibt es laut Arges einen großen Unterschied zwischen dem Ausbrechen von AFB und Nachweis der AFB Sporen.
lg Manfred

Spessartbiene
13.01.2014, 14:38
Wenn du mit den Bienen wandern willst oder Belegstellen aufführen, oder Völker verkaufen dann ist eine Futterkranzprobe ein guter Tip.

Für das Verfüttern von eigenem Honig an eigene Völker hat das aber nix zu tun und ist da sinnfrei.

Gruß,
Hermann

Fanto
29.01.2014, 18:30
So, nun ist meine Fütterung bereits 20 Tage her.
Heute habe ich nochmal gelunst (Hochdeutsch: Hineingeschaut).
Das eine Volk, ich nenne es Zandervolk hat alles bis auf ein Restchen weggeputzt.
Ich hab gleich wieder 2Kg nachgefüttert.
Das andere, ich nenne es Warrevolk hat "nur" etwa 50% vertilgt, dort habe ich nichts nachgefüttert.

Man könnte jetzt aus der Glaskugel lesen das das Warreevolk noch genug eigenes Futter eingelagert hat.
Oder???
Oder es den Teig nicht mag, oder?
Oder das Zandervolk den Teig eingelagert hat?
Oder, oder, oder ...
Ich drück den beiden Völkern die Daumen und werde besserung geloben und niemal mehr wieder zu wenig füttern.
Ich bekomm schon feuchte Augen wenn ich nur dran denke das ich die Völker habe verhungern lassen.

Gruß
Fanto

edlBee
29.01.2014, 18:39
Man könnte jetzt aus der Glaskugel lesen das das Warreevolk noch genug eigenes Futter
Du bist Dir aber schon im klaren das ein Warrévolk eben auch weniger braucht

Josef Fleischhacker
29.01.2014, 18:51
Du bist Dir aber schon im klaren das ein Warrévolk eben auch weniger braucht

Nun ist aber ein Erklärung notwendig Kurt, darf ich fragen warum Du dies so siehst?

Josef

edlBee
29.01.2014, 19:18
Nun ist aber ein Erklärung notwendig Kurt, darf ich fragen warum Du dies so siehst?

Das ist ganz einfach, weil ich gar nicht gleichviel Futter in eine Warré BR bringen kann, ich überwintere im Warré auf 2 Zargen

Ein Zitat in einen Warré Thread wo ich auch aktiv bin, was auch meine eigenen Beobachtungen bestätigt


Nochmal in den letzten Tagen alles an meinen Aufzeichnungen und werten überprüft.
Als Fakt hat sich herausgestellt das die Warre weniger verbraucht wie die Magazine (ich habe mal nach gewogen)
Die Warre hat bis Dato den geringsten verbrauch, und das Candy Board musste nur gering nachgefüllt werden .

Ficht
29.01.2014, 19:41
Ich glaube eher das die Namen willkürlich vergeben wurden!! ��

Norbee81
29.01.2014, 20:35
Hallo!

Entscheidend ist die Volksstärke und mögliche Bruttätikeit. Kleinere Wintertrauben brauchen weniger Futter, auch wenn sie durch ihren Massenachteil einen höheren Verbrauch je Biene :) haben sollten. Starke Völker wiederum brauchen im Gesamten wohl mehr Futter, je Biene aber weniger.
Die Völker in Warrè Beuten sind bestimmt nicht schwächer wenn genug Platz im Herbst war, brauchen also m.M. nach genau so viel Futter wie in anderen Hohlräumen. Sogar Styroporbeuten können ihren Isolationsvorteil nur unter bestimmten Bedingungen ausspielen.

Noch machen sich meine Völker rein auf Melizitose und Waldhonigwaben sitzenden Völker besser als die auf Zuckersirup und Honig - d.h. sie sind stärker (ja- ok, bei dem Winter..)! Nur möchte ich das nicht raten, weil es viele schlechte Erfahrungen damit gegeben hat. Ich selbst gebe aber ohne zu zögern auch Waldhonig, falls es mit dem Futter knapp werden sollte. Ansonst sind eigene Reservefutterwaben ideal. Am selben Stand von gesunden, zu gut versorgten Völkern Waben zu entnehmen und anderen zu geben, macht keine Probleme.

Fanto
29.01.2014, 22:55
Ich habe nur zwei Völker.
Eines in einer Zanderbeute und eines in einer Warreebeute.
Daher auch die Namen.
Beide Völker sind/waren eher klein. Es waren kleine Schwärme die ich gefangen habe.
Beide Völker sind in etwa gleich stark.

Hagen
29.01.2014, 23:16
Am selben Stand von gesunden, zu gut versorgten Völkern Waben zu entnehmen und anderen zu geben, macht keine Probleme.

Hallo Norbee,
ich habe mich noch nicht getraut im Winter Waben um zu hängen.
Haben die Bienen dabei kein Problem wenn im Winter die Waben
aus der Traube genommen werden und neue hinzu kommen?

VG
Hagen

Nils
30.01.2014, 09:26
Hallo Hagen,
ich habe da auch nur theoretishes Wissen - aber falls man Futterwaben zuhängt soll man sie immer nur AN die Traube hängen, nie IN die Traube. Also von der Seite beginnend die Randwabe raus, die anderen Waben verrutschen bis zur ersten Bienenbesetzten Wabe, dort dann daneben eine Futterwabe zuhängen, fertig, Deckel drauf. Die leere Randwabe bleibt dann heraussen.

Ich habe das letztes Jahr im Frühling bei einem Volk gemacht, da wars aber temperaturmässig nicht mehr so kritisch.

Servus,

Nils

Franzheimer
30.01.2014, 09:50
Hallo,

überlege auch, am Samstag erstmalig Futterwaben im Winter ans Brutnest zu hängen, bin aber noch unentschlossen. Wenns wirklich kalt wird, könnte es die Bienen retten, aber nach dem was ich gelernt habe macht man im Winter nicht an den Völkern rum. Vor Ende Feb. / Anfang März hab ich noch nie was gemacht außer Varroa-Behandlung

VG

Palma40
30.01.2014, 10:28
Vor Ende Feb. / Anfang März hab ich noch nie was gemacht außer Varroa- Behandlung

Das ist ja interessant. Was hast Du denn in dieser Zeit für eine Varroabehandlung gemacht? Säuren und andere Mittel kommen ja um diese Zeit nicht in Frage.

Hannes
30.01.2014, 10:39
Hallo,

überlege auch, am Samstag erstmalig Futterwaben im Winter ans Brutnest zu hängen, bin aber noch unentschlossen. Wenns wirklich kalt wird, könnte es die Bienen retten, aber nach dem was ich gelernt habe macht man im Winter nicht an den Völkern rum. Vor Ende Feb. / Anfang März hab ich noch nie was gemacht außer Varroa- Behandlung

VG

Hallo,

sollte wirklich kein Futter vorhanden sein, gibt es bei mir nur eins:
Leerwabe raus; Futterwabe rein (egal wie kalt) die Alternative hiezu ist das Verhungern lassen!!!

Einen einmaligen Eingriff verkraften die Bienen.

Vorbeugend sind Völker nur in ausreichender Volksstärke einzuwintern (schwache Völker auflösen),
während der Einfütterung ausreichend mit Futter versorgen (ohne daß das Brutnest verhonigt),
nach abgeschlossender Fütterung einfach hinten an der Beute mit einer Hand anheben und das Gewicht kontrollieren, gleichzeitig auch über die Windel den Sitz der Bienen feststellen. Sollte noch Futter fehlen: bei geringen Defizit nach füttern, bei mehr einen Futterwabe einhängen, bei großen Defizit auflösen (dieses Volk hat so gut wie keine Chancen mehr).


LG
Hannes

Nils
30.01.2014, 11:10
Hallo Franzheimer,

wie Hannes schon sagt: lieber einen Eingriff bevor sie verhungern! Schwierig ist es halt zu entscheiden, OB sie verhungern würden oder nicht.

Es gilt zwar allgemein als beste Lösung vorhandene Futterwaben zuzuhängen, aber ich habe Anfang Januar bei einem Volk Sirup zugefüttert mit umgedrehten Gurkengläsern. Meiner Meinung nach ging diese Form der Fütterung mit deutlich weniger Aufregung einher als es wohl beim Waben ziehen geschieht.

Ich habe einfach die Folie etwas zurückgezogen, die Gläse über die Traube gestellt, Leerzarge drauf und fertig. Ging sehr schnell und wurde von den Bienen innerhalb eines Tages aufgefuttert. Nachteil dürfte allerdings sein daß man die Bienen dadurch wohl dazu anregt stärker zu brüten (vermeintliche Tracht). Was bei Futterwaben ja nicht passiert.

Ganz so warm wirds am Samstag bei uns nicht, "nur" 6 Grad. Waben ziehen würde ich da nur ungern. Andererseits wäre eine solche Operation bei kühlen Temperaturen für den Imker einfacher, weil keine Bienen auffliegen :)

Viel Glück und berichte uns doch wie's dir ergangen ist!

Nils

waldundwiese
30.01.2014, 12:02
Mein Gefühl sagt mir, daß die Bienen nicht am Verhungern sind, nur der Imker ist übervorsichtig. Manchmal allerdings täuscht das Gefühl auch. Jeder, der ordentlich im Spätsommer aufgefüttert hat, braucht keine Angst haben, dass die Bienen verhungern. Und der Winter war bisher auch nicht so, dass die Bienen viel zehren mußten.
Jetzt (wir haben Ende Januar!) die Bienen stören (hier sind -3°C und leichter Hochnebel) würde ich nicht machen wollen, aus meinem Gefühl heraus.

Hannes
30.01.2014, 12:19
Schwierig ist es halt zu entscheiden, OB sie verhungern würden oder nicht.

In meinen Augen keine schwierige Entscheidung, (Betrachtung aus dem Kaltbau) die Völker sollten ca. in der Mitte sitzen und noch mehr als eine halbe Wabenlänge zum zehren haben. Beim Griff an die Kiste kann ich gut abwägen wieviel noch drin ist.


Sitz das Volk jetzt schon z.B. ganz hinten ist höchste Eisenbahn--> Hungertod.




Nachteil dürfte allerdings sein daß man die Bienen dadurch wohl dazu anregt stärker zu brüten (vermeintliche Tracht ). Was bei Futterwaben ja nicht passiert.

Das ist nicht das eigentliche Problem! Zudem die Bienen jetzt schon wieder das Brutgeschäft aufnehmen und der richtige Bruteinschlag erst mit den ersten Pollen einstzt. Das eigentliche Problem ist Sirup, Zuckerwasser und ähnliche Futtermittel erst von den Bienen umgestzt werden, dies belastet den gesamten Organismus. Bei Futterwaben ist das Ganze schon geschehen.



Jeder, der ordentlich im Spätsommer aufgefüttert hat, braucht keine Angst haben, dass die Bienen verhungern.

Allgemein betrachtet stimmt das schon, immer wieder sind aber Ausreiser zubeobachten. Mir ist einmal ein Volk verhungert, obwohl ich es wie die anderen gefüttert habe, Räuberei war auch keine festzustellen (offensichtlich!), dabei wurde es still und heimlich ausgeräumt.

Gruß
Hannes

Nils
30.01.2014, 13:33
Jeder, der ordentlich im Spätsommer aufgefüttert hat, braucht keine Angst haben, dass die Bienen verhungern.

Ja, mei, das ist leicht gesagt und kriegt man immer als Antwort wenns im Winter um Futtersorgen geht.
Als Anfänger ist man aber unsicher, kann den Verbrauch und die nötigen Vorräte nicht wirklich einschätzen. Und stell dir vor du mußt dir selbst als Anfänger vorwerfen daß du eine mögliche (!) Futternot vielleicht erkannt und dann doch nichts getan hast - mit dem Ergebnis daß ein Volk tot ist! Da füttere ich doch lieber zu, auch wenn das nicht optimal ist. :-)




die Völker sollten ca. in der Mitte sitzen und noch eine halbe Wabenlänge zum zehren haben
Ein halbe Wabenlänge ist derzeit viel genug? Interessant, denn bei einem Volk war/ist das schon weniger derzeit.
Aber was, wenn das Volk Brut hat und deswegen vorne hängen bleibt? Dann erkennt man das nicht so leicht.


Das eigentliche Problem ist Sirup, Zuckerwasser und ähnliche Futtermittel erst von den Bienen umgestzt werden, dies belastet den gesamten Organismus.

Ja, stimmt, aber Sirup ist schon invertiert und belastet den Bienenorganismus angeblich (!?) nicht so stark?


Servus,

Nils

Hannes
30.01.2014, 14:13
Ein halbe Wabenlänge ist derzeit viel genug? Interessant, denn bei einem Volk war/ist das schon weniger derzeit.
Aber was, wenn das Volk Brut hat und deswegen vorne hängen bleibt? Dann erkennt man das nicht so leicht.

Halt, so habe ich das nicht gesagt, das Volk sollte ca. in der Mitte sitzen! Das ist nicht das Selbe. (Meine Völker sitzen zur Zeit an der Stirnwand und brühten bereits).
Zudem ist der Einsatz der Fühtracht auch zubeachten, mann kann nicht alles über einen Kamm scheren.

Nils, ja Sirup ist invertiert aber das war es auch schon. Bei dieser Art der Fütterung muß alles noch von den Bienen umgetragen werden, bei Futterwaben sitzt er genau da wo er sein soll.

Franzheimer
30.01.2014, 15:47
[QUOTE=Palma40;119059]Das ist ja interessant. Was hast Du denn in dieser Zeit für eine Varroabehandlung gemacht? Säuren und andere Mittel kommen ja um diese Zeit nicht in Frage.

Hallo,

mit "Gemacht" meinte ich Völker im Winter aufreißen.

VG

Franzheimer
30.01.2014, 15:49
Mein Gefühl sagt mir, daß die Bienen nicht am Verhungern sind, nur der Imker ist übervorsichtig. Manchmal allerdings täuscht das Gefühl auch. Jeder, der ordentlich im Spätsommer aufgefüttert hat, braucht keine Angst haben, dass die Bienen verhungern. Und der Winter war bisher auch nicht so, dass die Bienen viel zehren mußten.
Jetzt (wir haben Ende Januar!) die Bienen stören (hier sind -3°C und leichter Hochnebel) würde ich nicht machen wollen, aus meinem Gefühl heraus.


Hallo,

am Futter im Kasten wird's nicht scheitern, sondern wenn (und das hab ich leider schon erlebt) am erreichbaren Futter von der Brut aus gesehen.

VG

Palma40
30.01.2014, 23:01
Hallo,

am Futter im Kasten wird's nicht scheitern, sondern wenn (und das hab ich leider schon erlebt) am erreichbaren Futter von der Brut aus gesehen.

VG

So sehe ich es auch, weil auch schon erlebt. Das Problem ist dann tatsächlich nicht das Futter sondern, man muss es leider so sagen, ein zu schwach eingewintertes Volk. Das Volk bildet ein Brutnest aber die Bienentraube erreicht das Futter nicht mehr weil die Traube zu klein ist, dies bezeichnen wir dann als Futterabriss.

Nils
31.01.2014, 13:02
Hallo,

somit wäre in einem solchen Fall also tatsächlich die Nachfütterung mit Sirup besser als das Zuhängen von Waben? Denn das Sirup-Futter wird dann ja wohl Brutnestnahe eingelagert und steht dann näher zur Verfügung als eine an den Traubenrand eingehängte Futterwabe.??

Servus,

Nils

Josef Fleischhacker
31.01.2014, 19:32
somit wäre in einem solchen Fall also tatsächlich die Nachfütterung mit Sirup besser als das Zuhängen von Waben?

Nerin, ganz sicher nicht, auch Waben sind nicht ganz ideal! Meine Begründung: Flüssigfutter hat einfach zuviel Wassergehalt, dieses Wasser muss unter allen Umständen beseitigt werden, dazu müssen Bienen ins Freie wo einzig der Tod auf sie wartet. Futterwaben hingegen werden als Winterfutter (Notfutter) betrachtet, läuft im Volk bereits das Sparprogramm, so bekommen die älteren Bienen davon nichts mehr, einzig die Jungbienen bekommen ihren Anteil, einzig diese gewährleisten das Überleben.

Für mich ist klar, einzig selbstgemachter FuT bedeutet frisches und brauchbares Futter und dies im Überfluss. Bitte beachten FuT wird wöchentlich und zumindest bis zur Obstblüte gereicht.

Josef

Ortus
01.02.2014, 17:16
Eine Frage, die mit dem aktuellen Thread zu tun hat.
Und zwar frage ich mich; Brut die im Dezember/Jänner/Februar kommt, sind das schon Sommerbienen oder noch Winterbienen. Wahrscheinlich weiß das niemand so genau auf der Welt aber was sind eure Vermutungen?
Wenn Sommerbienen, wie alt werden diese (>8 Wochen?).

Lg

Josef Fleischhacker
01.02.2014, 17:23
Brut die im Dezember/Jänner/Februar kommt, sind das schon Sommerbienen ...

Dies sind schon die ersten Trachtbienen welche ab Feber/März zum Einsatz kommen. Ich bitte hierzu beim Flugloch die Pollenträgerinnen zu beobachten, dies sind ganz junge, graue und voll behaarte Bienen. Im Gegensatz zu denen sind die Wasserträgerinnen wesentlich dunkler und älter.

Josef

Kuntzsch
01.02.2014, 19:39
Ich war heute bei den Bienen und bin mir nun sicher, dass schon die erste Brut ausläuft! ( Zelldeckel auf der Windel)
das ist gut einen Monat früher als normal!
Ich werde in diesem Fall wohl bald den ersten Futterteig auflegen, sicher ist sicher.
Komisches Jahr heuer, aber die Bienen sind sehr gut beisammen. Bisher keine offensichtlichen Verluste,
ich hoffe das bleibt so.
LG Lisi

Josef Fleischhacker
01.02.2014, 20:05
Freut mich Lisi, ist dies doch immer wieder eine Bestätigung für gute und richtige Arbeit.

Kommender Woche soll das Wetter wieder besser werden, gibt es da auch Bienenflüge so werde ich ebenfalls die ersten Fladen FuT auflegen, wäre schön, könnte ich da ebenfalls positives berichten.

Josef

Nils
03.02.2014, 13:33
In einem anderen Thread fragte ich, ob ich Futterwaben zuhängen kann, die noch viele offene Zellen enthalten (die aber mit Honig gefüllt sind).
Da es thematisch hier besser paßt zitiere ich Josefs Antwort nochmal:


Nein, selbst wenn ich nun öffentlich dafür geprügelt werde!

Bitte bedenke, geschlossene Zellen gewährleisten dem Volk im besten Falle das Überleben, falls diese notleidenden Bienen überhaupt die Wabe entdecken! Öffnest Du nun die Zellen per Gabel, oder was auch immer, so rinnt der nun offene Honig die Wabe runter und sehr oft sogar bis zum Boden, was eine ganz furchtbare Kleckserei mit vielen verendeten Bienen als Folge hat.

Bitte heb besser diese Futterwaben für Jungvölker auf, alles andere dürfte schon hinlänglich bekannt sein.

Josef

Josef, das sind Argumente die grundsätzlich gegen das Zuhängen sprechen.
Was mich aber brennend interessieren würde ist, ob die (seit Herbst) offenen Zellen mit etwas Futter noch verwendbar sind oder nicht! Sei es nun als zugehängte Futterwabe oder aber für die Jungvölker. Meine Sorge ist dabei die, daß der Honig in der langen Zeit möglicherweise in Gärung übergeht und dies den Bienen schaden könnte.

Also nochmal kurzgefaßt:
Kann man Bienen Waben mit offenen Futterzellen zuhängen, in denen Honig seit Monaten lagert? (im Keller).

Danke ;)

Salsa
03.02.2014, 21:31
Hallo,

Kann man Bienen Waben mit offenen Futterzellen zuhängen, in denen Honig seit Monaten lagert? (im Keller).
ja :)
Ich habe ein Volk bei meinem Bruder eine voll verdeckelte Waldhonigwabe gegeben, da ich unsicher war, ob das Volk genug Futter hat und ich bei ihm im Frühjahr nicht sicher kontrollieren kann. Offene Waben ziehen Wasser und viel Honig läuft dann runter, aber so lange die Waben nicht verschimmelt oder eklig riechen, macht das nichts aus.
Hier im Verein wird z.Z Meli-Honig geschleudert. Viele waben sind offen und lagerten im Keller, ja und? Der Honig ist feuchter, aber schlecht ist er nicht.


Halt, so habe ich das nicht gesagt, das Volk sollte ca. in der Mitte sitzen! Das ist nicht das Selbe. (Meine Völker sitzen zur Zeit an der Stirnwand und brühten bereits).
Bis gestern war ich auch immer der Meinung, dass alles in Ordnung sein soll, wenn die Völker zu dieser Zeit noch vorne sitzen, aber VORSICHT! Das gilt auch nur wenn sie genug Futter einlagern konnten!
Gestern habe ich meine Imkerfreundin besucht, die ich im letzten Jahr betreut habe. Eigentlich wollen wir nichts bei den Bienen machen, da alle summen und vorne sitzen, doch warum auch immer habe ich eine Beute von hinten angehoben und huchhh so leicht habe ich ne Dadantvolk noch nie erlebt. Dann haben wir rein geschaut. 2 Völker kurz vorm Verhungern, da ist kaum Futter mehr übrig und sie sitzen vorne. Warum sollten sie auch nach hinten wandern, wenn hinten nichts zu holen gibt!
Zum Glück hat die Imkerin noch Honigfutterteig bereit, zwei Fladen wurden aufgelegt und wenn das Wetter passt, wird sie mit Honig weiter füttern oder Futterwaben von anderen Völkern klauen. Was anderes bleibt ihr nichts übrig. Auch die schweren Völker hatten unerreichbares Futter hinter ZWEI Mittelwänden! Also auch das Gewicht kann täuschen.

So mein Fazit. Lieber Anfänger sitzt NICHT auf euren Händen und bleibt neugierig und kontrolliert noch mehr und mehr, bis ihr euch sicher fühlt, und eure Erfahrungen dann ausreichen, um sowas richtig einschätzen zu können.
Ich glaube nicht, dass mehr Völker durch Neugier der Anfänger eingehen als durch "ich traue mich nicht in dieser Zeit die Bienen zu stören"
In diesem Jahr sind die meisten Völker im Januar geflogen und eine einmalige Störung und sogar Öffnung der Beuten schadet die Völker nicht mehr als Verhungern!

Lg Salsa
P.S. ne keiner darf mich dafür verprügeln!

Malte Niemeyer
03.02.2014, 21:54
Hallo,

ich würde auch sagen, das ein paar offene Zellen nix Schaden, die sind dann im Lager ja auch nicht ausgelaufen. Allerdings würd ich keine großen Flächen entdeckeln, das endet sicher mit Klekserei... Die Bienen holen sich das schon wenn sie was brauchen.

Ich kann auch nur dran Appellieren: Nur weil Winter ist darf man nicht Zuhause hocken. Man muss permanent am Ball bleiben und Völker checken, Gewicht kontrollieren und nötigenfalls nachfüttern. Wir drehen derzeit entweder jede oder alle 2 Wochen die Runde und heben alle Völker einmal kurz an.. Sind jedesmal 250 Kilometer und über 20 Stände. Jedes mal 2 Tage zu zweit.. Aber selbst wenn wir nur 5 finden die ein Problem haben rechnet sich der Aufwand.

Mfg Malte

Josef Fleischhacker
03.02.2014, 21:58
Josef, das sind Argumente die grundsätzlich gegen das Zuhängen sprechen.

Unbedingt, verdeckeltes Futter ist einzig Notfutter, offenes vom Vorjahr ist mit Sicherheit nicht mehr sauber, man bedenke, Honig offen zieht Wasser, was somit passiert ist bereits hinlänglich bekannt.


Was mich aber brennend interessieren würde ist, ob die (seit Herbst) offenen Zellen mit etwas Futter noch verwendbar sind oder nicht! Sei es nun als zugehängte Futterwabe oder aber für die Jungvölker.

Siehe vorhin, aber was willst damit eigentlich erreichen??? Etwas Futter bedeutet eventuell 1 kg Honig pro Wabe, wäre dieser aber verdorben/verschmutzt, was ziemlich sicher der Fall sein wird, so würde dies nicht sonderlich gut für das Volk sein. Dies kannst nun locker überprüfen, press den Honig heraus und prüfe den Wassergehalt.


Meine Sorge ist dabei die, daß der Honig in der langen Zeit möglicherweise in Gärung übergeht und dies den Bienen schaden könnte.

Abermals größte Bedenken was gegen eine Verfütterung spricht, besser wäre den Inhalt dieser Waben zu verarbeiten, das Wachs ausschmelzen und den Bienen bekömmlichen FuT zu geben. Die Lehre für das heurige Jahr, erst gar keine Futterwaben aufzubewahren, sondern überzählige und selbst Futterwaben schleudern um dieses Produkt als Basis für FuT, aber auch Met/Likör zu verwenden.


P.S. ne keiner darf mich dafür verprügeln!

Deine Fürsorge und Zufall hat Leben gerettet, warum sollst dafür geprügelt werden!

Josef

Chrigel
03.02.2014, 22:10
Da in diesem Winter prall gefüllte Kotblasen eher nicht vorhanden sind, besteht bei einem notwendigen Eingriff oder einer kurzen Kontrolle auch kaum die Gefahr, dass die Bienen im Stock abkoten. Dieses Abkoten im Stock ist die gefürchtete Reaktion bei einer Störung und auch einer der Gründe, warum dem Anfänger eingehämmert wird, die Bienen in ihrer Winterrruhe nicht zu stören.
Fakt aber war schon von jeher - dass die Völker durch kurze, gezielte Eingriffe zu keiner Zeit des Winters existenziell gefährdet werden und dass durch solche Eingriffe mit Sicherheit schon mehr Völker vor dem Verhungern gerettet wurden als elendiglich verhungert sind.
Da halte ich es mit Salsa, mit der kleinen Einschränkung, dass durch die moderne Komunikation auch eine unnötige Aktionitis ausgelöst werden kann.
mfG Christian

Salsa
03.02.2014, 22:40
Deine Fürsorge und Zufall hat Leben gerettet, warum sollst dafür geprügelt werden!

Hallo Josef,

ich lese zur Zeit oft, auch in diesem Thema oben wird erwähnt, dass vor allem Anfänger im Winter die Völker auf keinem Fall stören sollen etc. Sehe was Nils oben auch geschrieben hat... immer die Antwort: "hättest du im Herbst richtig gefüttert" oder "Die Finger weg von Völkern" etc.
Ich bin nicht dieser Meinung und meine, dass vor allem Anfänger oft kontrollieren sollen. Diese Meinung gefällt bestimmt nicht viele erfahrene Imker, aber ich stehe dafür und möchte vor allen Anfängern ermutigen neugierig zu bleiben und zu kontrollieren auch im Winter und egal wann und bei welchem Temperaturen, wenn Bedarf und Not ist.
Mindestens ich habe noch nie gehört, dass ein Volk bei einem Anfänger eingegangen ist, weil das Volk vom Anfänger zu oft gestört wird, im Gegenteil Anfänger sind vorsichtig und trauen sich ohne hin kaum an den Völkern ran. Doch oft habe ich davon gehört, dass Völker verhungert oder vom Futter abgerissen sind! Eine Kontrolle hätte welche gerettet und die meisten Völker hätten diesen fiesen Eingriff bestimmt verkraftet, meine ich...

Lg Salsa

Edit: Chrigel war schneller und hat's besser beschreiben können als ich. Danke!
Ja natürlich nicht oft und ständig stören, auch nicht alle Völker, ich bezog mich nur auf Außnahmevölkern und Zweifeln. Da ist mir eine kurze Kontrolle lieber als auf die Hände zu sitzen.

Josef Fleischhacker
03.02.2014, 22:47
ich lese zur Zeit oft, auch in diesem Thema oben wird erwähnt, dass vor allem Anfänger im Winter die Völker auf keinem Fall stören sollen etc. Sehe was Nils oben auch geschrieben hat... immer die Antwort: "hättest du im Herbst richtig gefüttert" oder "Die Finger weg von Völkern" etc.

Mit Verlaub Salsa, dies liest von mir niemals, ganz im Gegenteil sogar, meine ich doch immer wieder zumindest einmal pro Monat die Windel anzusehen und wenn Bedarf sei so soll unverzüglich agiert werden, eben deswegen geben wir ja auch Windel zur Sicherheit als gewissermaßen Lesebuch in die Völker.

Josef

Salsa
03.02.2014, 23:10
Mit Verlaub Salsa, dies liest von mir niemals
das habe ich auch nie behauptet. ich meinte nicht dich damit ;)

Nils
04.02.2014, 11:30
Danke für Eure Antworten!

@Josef
Gedacht waren bzw. sind diese Waben hauptsächlich für die erste Erweiterung, also für den 2ten Brutraum. Eigentlich wollte ich sie als leere, ausgebaute Waben lagern, aber die Melizitose brachte alles durcheinander. Jetzt sind im Lager teilweise volle (Meli)-Waben die eben noch 50% offene Zellen haben (samt Inhalt).

@Salsa
danke für diese Worte Salsa! Zu oft hört man als Anfänger "Finger weg", was an und für sich richtig sein mag. Aber hin und wieder wäre es klüger gewesen letztes Jahr, wenn ich nicht so folgsam gewesen wäre :-)


Dann verwende ich die Waben mit offenem Futter also wie geplant als Brutraumerweiterung bzw. wenn's sein muß als Notfütterung. Ein Imker meinte zu mir, er würde das nicht tun, weil die Gefahr besteht daß der Honig bis zum Frühling gärt und man dadurch dann zu viele Hefepilze in's Volk bringen würde. Daher meine Frage.


Danke Euch,

Nils

edlBee
05.02.2014, 08:11
Eine interessante Variante der Nachfütterung (http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=TKyP13s0U5c)

Josef Fleischhacker
05.02.2014, 20:11
@Josef
Gedacht waren bzw. sind diese Waben hauptsächlich für die erste Erweiterung , also für den 2ten Brutraum . Eigentlich wollte ich sie als leere, ausgebaute Waben lagern, aber die Melizitose brachte alles durcheinander. Jetzt sind im Lager teilweise volle (Meli)-Waben die eben noch 50% offene Zellen haben (samt Inhalt).

Darf ich hier noch etwas mitreden und in Erinnerung rufen, die erste Erweiterung erfolgt besser nicht mit Honigwaben, diese würde eher sogar noch weiter angefüllt werden -Bienen benötigen Honig oberhalb des Brutnest´s- sondern per hochgezogener Brutwabe, man bittet also die Kö nach oben.

Josef

Tschiwi0
05.02.2014, 20:55
Mei, der mit seiner Notfütterung hat ein *Glump* beisammen.

Fritz

Nils
06.02.2014, 14:45
Mei, der mit seiner Notfütterung hat ein *Glump* beisammen.


Wen meinst du damit??


Bei strahlender Sonne sind sie heute alle geflogen, als ich wieder in die Arbeit mußte tat das direkt weh.
Ich nutzte die 10-12 Grad um auch mal wieder die Zugwaage hervorzuholen. Die Völker haben in den letzten 4 Wochen zwischen 2,8 kg und 0,4 kg Futter verbraucht. Im Durchschnitt 1,6 kg.

Wenn ich mich nicht mit meinen Leergewichten vertan habe und die Böden sich nicht mit allzuviel Wasser vollgesaugt haben, dann haben sie jetzt noch zwischen 8,5 kg und 15 kg Futter - eines gar noch 20 kg.

Das Volk, das ich mit Sirup nachgefütter hatte vor ca. 4 Wochen, hat die 3 kg in den letzten 4 Wochen fast verbraucht! (2,8 kg von 3 kg).
Entweder war es gut einzufüttern oder es hat dern hohen Verbrauch erst verursacht durch starken Bruteinschlag...

8,5 kg Futtervorrat Anfang Februar dürfte eigentlich ausreichen, so daß Anfang März die erforderlichen 5 kg noch drinnen sind - oder?
Eine Notfütterung ist derzeit somit nicht nötig - ich hoffe dass das Futter überall in erreichbarer Nähe liegt!

Servus,

Nils

Malte Niemeyer
06.02.2014, 19:48
Hallo,


Mei, der mit seiner Notfütterung hat ein *Glump* beisammen.

Fritz

Ich glaube tschiwi meint das Video in dem Link von Kurt.

Bei uns war heute auch Flugwetter, die haben mit den Pullover vollgekackt... Das warme Wetter ist gut, dann können die Bienen sich Futter ans Brutnest holen und überstehen einen plötzlichen Kälteeinbruch besser, weil kein Futterabriss droht. Außerdem reizt der Pollen der ersten Haselbüsche den Brutdurchsatz an..

Wochenende bin ich in Dortmund, da wird's noch wärmer sein. Wenn die Weide dort blüht läuft der run auf den ersten Honig 2014 :)

mfg Malte Niemeyer

Fanto
27.02.2014, 20:09
Hallo und Tach auch,
ich wollt nochmal kurz berichten.
Wir hatten die letzten Tage zwischen 10 und 15°, schönen Sonnenschein mit kleineren Wolkenfeldern.
Meine beiden Völker haben es offensichtlich überstanden.
Beide tragen anständig Pollen ein und sind quicklebendig.
Obs an der zufütterung gelegen hat oder es genug Reserven hatte vermag ich nicht zu sagen,
is mir auch wurscht.
Alles wohlauf.
Vielen dank erstmal für die vielen Antworten, bis bald

Gruß

Ficht
27.02.2014, 20:21
Hallo!

Hab mir auch überlegt mit Futterteig zu füttern so wie letztes Jahr.
Leider sind mir aber in der letzten Jännerwoche zwei und diese Woche ein Volk eingegangen. :(
Am Futtermangel ist es nicht gelegen weil noch genug drinnen ist, stutzig macht mich nur das keine einzige Biene im Stock war nicht einmal Totenfall!?
Bei den beiden noch vorhandenen scheint noch genug Futter da zu sein, Reserven hab ich jetzt auf jeden Fall genug! ;)
Aus dem Schwächeren der beiden, eine FZ 7 Rähmchen, werd ich wohl wenn es in ein paar Wochen ein bischen stärker ist 5 Ableger bilden und es so auflösen. Aber das ist ja wieder eine andere Geschichte...

GlG

brettljause
27.02.2014, 20:53
Hallo Christian



......stutzig macht mich nur das keine einzige Biene im Stock war nicht einmal Totenfall!?
GlG

im Frühjahr keine Bienen mehr im Stock ist immer ein Anzeichen von großen Milbendruck.
Hier solltest du deine Spätsommer / Winterbehandlung noch einmal gedanklich durchgehen
und evtl. optimieren.


Eine Frage... Hat das Füttern im vergangenen Jahr mit Futterteig um die Jahreszeit funktioniert ? Haben die Damen diesen abgenommen ?

Viele Grüße
Hendrik

Hannes
27.02.2014, 20:59
stutzig macht mich nur das keine einzige Biene im Stock war nicht einmal Totenfall!

Kann mich Hendrik nur anschließen, die Bienen sind ausgezogen und wo anderst untergeschlüpft. Varroadruck zu groß.

Bei den anderen Völkern dürft die Behandlung ja gepaßt haben, die dürfen sich aber mit den Milben der abgeflogen Völker rum ärgern.

Ficht
27.02.2014, 21:04
Danke Hendrik!
Was mich dabei wundert ist, dass ich im Dezember wie letztes Jahr kaum bzw. gar keinen natürlichen Abfall hatte!

Zum eigentlichen Thema, der Futterteig von Josef wurde gut und gerne angenommen! Lediglich ein Volk hat den Snack komplett verweigert! Vermutlich hatten sie genug, zumindest für ihr Empfinden nicht meines! ;)

Josef Fleischhacker
27.02.2014, 21:12
Christian, es gibt zahlreiche Gründe warum ein Volk in den Himmel kommt, nicht immer ist dies die Milbe, sehr oft ist auch eine Königin deren Ende ihrer Lebenszeit herankam daran beteiligt, auch Einflüsse von außen können da mithelfen, selber kann ich davon ein Lied singen.

Guck Dir das Wabenwerk, das Futter, eventuell die restliche Brut und was weiß ich noch alles ganz genau an, nimm auch Deine Aufzeichnungen heran und versuche zu ergründen was da los war, nur so kann man eruieren was da los war.

Josef

Beehouser
07.12.2017, 17:40
Der Thread steht im Dezember, eigentlich sollte der in den Februar....