Honigpreise 2020

BieneHildesheim

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Hallo Zusammen,

wie der Name "Hobbyimker" schon sagt, ist es in erster Linie für die nicht Berufsimker ein Hobby, welches sich per se nicht refinanzieren muss. Geht einer golfen, zahlt er für Ausrüstung und Mitgliedschaft auch eine 4 stellige Summe pro Jahr. Geld zu verdienen ist für den Hobbyimker sicherlich der falsche Ansatz.

Aber: ich sehe das genauso wie viele andere. Wenn Honig verkauft wird, sollte er auch entsprechend seiner Qualität eingepreist werden. Alleine schon, um den Kollegen, die davon leben müssen, nicht die Preise zu vermiesen.
Bei mir kommt noch hinzu, dass ich Etiketten von hoher Qualität nehme und auch die edelsten Gläser. Etiketten und Gläser kosten mich alleine schon 75 Cent. Ich habe schon Honig in den Händen gehabt, die von Berufsimkern waren, den würde ich nicht einmal in den Tee tun.

Ich habe zwei eigene Gesetze/Regeln für mich definiert:

- mein Glas Honig (500 g) kostet 6,50 und es gibt kein Rabatt. Natürlich verschenke ich auch Honig (Weihnachten, Geburtstag..), aber wenn ihn einer kaufen will, muss er den vollen Preis zahlen. Ansonsten wird die Skalierung unmöglich. Irgendwann beschwert sich ein Nachbar, dass er zahlen muss, der andere Nachbar aber nicht oder weniger. Wenn ich einem Kollegen den Honig kostenlos oder günstiger überlasse, kommen die Woche drauf alle anderen und wollen die gleichen "Konditionen". Also behandle ich alle gleich ! Und alle wissen, wie die Preise zustande kommen.

- Qualität setzt sich durch. Jeder Kunde ist herzlich eingeladen, meinen Bienenstand zu besuchen, mit mir in die Beuten zu schauen und den Schleuderraum zu inspizieren. Wenn die versierten Kunden das dann sehen, sagen Sie, dass selbst 6,50 zu günstig ist.

Unter dem Strich wage ich sogar zu behaupten, dass der Honig von Hobbyimkern, die das mit viel Amore betreiben sogar besser ist, als von manchen Berufsimkern. Alleine schon weil der Hobbyimker eben nicht darauf angewiesen ist, so viel Profit wie möglich zu machen.

Grüße
Jörg
 

Sturmimker

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Unter dem Strich wage ich sogar zu behaupten, dass der Honig von Hobbyimkern, die das mit viel Amore betreiben sogar besser ist, als von manchen Berufsimkern. Alleine schon weil der Hobbyimker eben nicht darauf angewiesen ist, so viel Profit wie möglich zu machen.

Unsinn!
Bitte überdenke deine Überlegungen. Deine Behauptung (Honig vom Hobbyimker vs. Erwerbsimker) kann ich so nicht stehen lassen. Sicher ist auch der ambitionierte Hobbyimker im Stande qualitativ hochwertigen Honig zu erzeugen. Warum das dem Berufsimker nicht gelingen soll erschließt sich mir nicht.
Der Profi kann es sich nicht leisten, seine Bienen schlecht zu behandeln. Er kann es sich nicht leisten minderwertigen Honig zu liefern. Er hat i.d.R. weitaus mehr Erfahrung mit der Völkerführung, wesentlich mehr Einblick über den Zustand der Völker und kann somit imkerliche Maßnahmen (z.B. die Honigernte oder auch Varroabehandlungskonzepte...) besser einschätzen und planen. Muss er auch, denn er lebt davon und kann sich keine Fehler leisten.
Der Hobbyimker hat 2, 3, 10 oder 20 Völker.
Der Erwerwerbsimker hat 100, 300, 1000 oder 10000 Völker.

Ich kenne keinen dieser "manchen" Berufsimker...
LG Michael
 

Josef Fleischhacker

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Nun ja Michael, vieles stimmt, jedoch sind meine Erfahrungen schon auch etwas anders.

* Amateure haben keine Trockenmaschinen, Profis schon und die setzen diese Geräte sehr wohl ein.

* Profis setzen überwiegend auf Quantität anstatt Qualität, Masse bringt Kohle

* Profis haben oft zig Bienenstände, hier werden vorerst die Bringer betreut, Waagstpckdaten lassen grüßen und auch motivieren.

* Honige die ich selber nicht verkaufen wollte landeten im Großhandel, Pitouch und die Ex Genossenschaften wussten ein Lied davon zu singen.

Also lassen wir die Kuh im Dorf und lassen wir mehrere Meinungen gelten.

Josef
 

BieneHildesheim

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Warum das dem Berufsimker nicht gelingen soll erschließt sich mir nicht.

Guten Morgen,

sorry Michael, ich glaube Du hast mich da etwas falsch verstanden. Grundsätzlich gebe ich Dir absolut recht, dass der Profi natürlich sehr viel mehr Wissen und Erfahrung hat. Und ich hatte das relativiert indem ich sagte, dass EINIGE Hobbyimker in der Qualität sicherlich an so MANCHE Profis herankommen.
Letztendlich geht es in dem Thread um die Preise und damit wollte ich unterstreichen, dass auch Hobbyimker selbstverständlich "hohe" Preise verlangen können, auch wenn sie eben keine Profis sind.
Und wie Josef schon sagte: manchmal kommt Quantität dann doch vor Qualität. Das letzte Glas aus dem Reformhaus von einem BIO Profi Imker hatte dann auch satte 19,2 %. Sicherlich nicht die Regel.
Aber wie schon gesagt, in dem Thread geht es ja auch um die Preise.
LG
Jörg
 
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