Bienen fliegen im Glashaus!!

einstein

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Als ich gestern abens um 9 h die 2 Apideas vom Keller raufgetragen und ins Glashaus gestellt hatte, war in der Magengegend ein leichtes mulmiges Gefühl.
Ich habe die 2 Kästchen abgestellt, den Fluglochschieber geöffnet und bin dann raus und habe mich zur Ruhe begeben.
Heute morgen war die Neugierde groß, aber keine Biene war zu sehen - 9 h- wollen wohl so früh nicht raus, um 12 h immer noch nichts los, um 12h30 die erste raus, kleine Orientierungskreise vorm Flugloch, dann ein wenig größer, noch größer - dabei ist sie gegen die Scheiben - ich interpretiere das mal so - sie war total verblüfft, ist noch ein paar mal gegen die Scheiben dann nicht mehr. Sie ist wieder in das Kästchen rein. 2 Miunuten später waren es 3 Bienen die rauskamen und die Kreise zogen, wieder das gleiche Spiel, orientiert, die Kotblase entleeert und wieder rein.
Auch wenn ihr das Folgende zum Lachen findet, es war immer gut 1/3 des Volkes draußen und hat sich orientiert - das waren immer ca. 20 Bienen!! Das Völkchen habe ich mit ca. 100 Bienen in den Keller gestellt, jetzt sind es noch 64 - 65 mit der Queen.
Ich habe heute auch gleich die 2te Miniwabe gezogen, es gibt Stifte!!!
Beim anderen Kästchen sind ca. 120 Bienen + Queen am Werken. Da habe ich noch nicht nachgesehen, was die treiben.
Muß unterbrechen, denn ich gehe wieder ins Glashaus um nachzusehen, was los ist.
Gruß





Jetzt eine gute 1/2 Stunde später, Bild 1. Das Glashaus 2,5x3,6 m, Bild 2 im Vordergrund beginnt eine Mimose zu blühen, Bild 3 das Völkchen reagiert auf "reinblasen", das wollen die nicht. Bild 4 war wohl zu stark in mußte weichen.
 

Josef Fleischhacker

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Einfach unglaublich, gäbe es keine Fotos, wäre dies nur sehr schwer zu glauben. Dabei wird immer wieder behauptet, Bienen finden sich im Gegensatz zu Hummeln in Glashäusern nicht zurecht. Albert, verfasse einen Bericht und gebe dies inkl. Fotos an den Red. G. Engleitner von Bienen aktuell weiter.

Sind dies tatsächlich Buckfaster, ich sehe lediglich eine einzige Biene mit braunen Ringen. :huh

Ich bedanke mich für den wirklich sehr interessanten Bericht.

Josef
 

einstein

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Josef, der Wunsch ist mir Befehl!
Die finden darum zurück, weil ich sie vorher einem Intelligenztest unterzogen habe und nur die vifzacks durften raus, die anderen müssen den Stock hüten.
Daher Frauen an den Herd oder bleibt im Stock!!!
Gruß Einstein
 

abelo

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Dabei wird immer wieder behauptet, Bienen finden sich im Gegensatz zu Hummeln in Glashäusern nicht zurecht.

In der Gärtnerei, in der ich lange Jahre gearbeitet habe, versuchten wir, durch den Einsatz von Bienenvölkern, die gezielt ins Gewächshaus gestellt wurden, die Bestäubung von Cinerarien zu verbessern. Gebracht hat dies wenig, zudem lagen Unmengen toter Bienen im Gewächshaus rum und die Völker schienen mir damals nach einiger Zeit sichtlich schwächer zu werden.
Ich kann mir schon vorstellen, daß durch die Brechung des Lichts in den Gewächshausscheiben die Orientierung der Bienen gestört wird.

Liebe Grüße,

Martin
 

einstein

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Ich denke ich weiss warum, aber ich will erst Gewissheit, bevor ich es veröffentliche.
Gruß Einstein
 
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Mein Haus ist auch "ein Glashaus". Wenn eine Biene mal zufällig reinkommt und nicht mehr rausfindet, fliegt sie so lange gegen das Fenster, bis sie erschöpft liegenbleibt. Könnte es sein, dass das eine Quälerei für die Bienen ist? :roll:
 

Josef Fleischhacker

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Nicht unbedingt Hannes!

Deine Besucherin möchte unter allem Umständen nach Hause, Einstein Bienen fliegen sich aber völlig neu ein. Eh schon wissen, Gesicht zum Flugloch und somit immer größere Kreise ziehend, dies dürfte des Rätsels Lösung sein?
 

einstein

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Josef, Du must diese Fragen der Laien entschuldigen, da wird zuerst mal Tierquälerei vermutet, obwohl nicht mal die Grundregel der Orientierung bekannt ist. Aber ,,.... jeder hat mal angefangen.
Gruß Albert
 

xmike13

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wie groß sollte denn so ein glashaus denn mindestens eurer meinung nach sein, damit der aktionsradius nicht zu sehr eingeschränkt wird und so ein versuch mit den apideas funktionieren könnte?
lg
mike
PS: eine geniale idee, denn man kann dann unsere eifrigen freunde das ganze jahr beobachten
 

Josef Fleischhacker

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Bei einem Zwutschkerlvolk von 100 Bienen wird die Größe des Glashauses wohl völlig egal sein, denn die haben ja alles was sie so brauchen bereits eingelagert. Da fliegt fallweise die eine oder andere aus um nach den Rechten zu sehen. Passt alles und der Einstein, oder seine Tiere machen keinen Lärm, wird sie glücklich und zufrieden heimkommen und sich auf den nächsten Ausflug freuen.

Ist der Einstein im Glashaus jedoch nicht so brav wie er sein sollte, wird sie ihm halt den Stachel zeigen, sie ist ja die Beschützerin des Volkes.
 

Günther B.

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Einstein hat ja im Hersbst schon mal angekündigt, einige Apidea zu überwintern. Ich hab damals nichts gesagt.
Allerdings frage ich mich was das bringen soll. :huh

Versuche, mit wie wenig Bienen man ein überlebensfähiges Volk bilden kann, oder mit wie wenig Bienen man überwintern kann.

Ob das Tiergerecht ist?

Und ja, ich bin "Anfänger" im dritten Jahr und frag mich das trotzdem. Die Begeisterung von Josef kann ich auch nicht ganz nachvollziehen.
 

einstein

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Es sind im Herbst nach Entnahme der Königinnen oft Apideas mit Bienen übrig, die ziehen eine Weiselzelle - ergo eine Queen - diese hat aber kein Volk mehr, außer das kleine im Apidea - willst die abdrücken?
Eine weitere Möglichkeit - mir heuer passiert - bei der Restentmilbung - nur mehr eine Hand voll Bienen + Queen im Stock, was machst nun?
Abdrücken oder der Beschützerinstinkt bricht durch und du gibst sie ins Apidea und versucht das Minivolk zu überwintern.
Das wären auch Möglichkeiten oder??
Gruß Einstein
 

Josef Fleischhacker

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Günther B. schrieb:
Die Begeisterung von Josef kann ich auch nicht ganz nachvollziehen.

Kommt darauf an welchen Stellenwert die Imkerei hat. Ein Hobbyimker benötigt sicher keine Bienen im Glashaus, bestellt mir jedoch eine Gärtnerei zu Bestäubungszwecken Bienen, wird diese eben zu einem angemessenen Preis welche bekommen. Dienstleistung gegen Obolus könnte man dazu sagen.
 
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Günther B. schrieb:
Einstein hat ja im Hersbst schon mal angekündigt, einige Apidea zu überwintern. Ich hab damals nichts gesagt.
Allerdings frage ich mich was das bringen soll. :huh

Versuche, mit wie wenig Bienen man ein überlebensfähiges Volk bilden kann, oder mit wie wenig Bienen man überwintern kann.

Ob das Tiergerecht ist?

Und ja, ich bin "Anfänger" im dritten Jahr und frag mich das trotzdem. Die Begeisterung von Josef kann ich auch nicht ganz nachvollziehen.




Es sollen auch schon Wissenschafter festgestellt haben, dass Bienen stets freien Ausflug benötigen. Im Gegensatz zu Hummeln, die in geschlossenen Räumen gehalten werden können.

Wahrscheinlich lauter Anfänger ;-)
 
G

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Ich möchte dazu anmerken, dass Gewächshäuser in Gärtnereien schon mal 500-1.000m2 oder größer sein können.

Es gibt auch Menschen, die Hunde in Zwingern halten.
 

einstein

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Viel über 600-800 m2 wird nicht sein, denn dann wäre ein riesen Problem mit der Heizung - wenn man beheitzt - denn durch Konvektion hat man Taupunktprobleme, das Nasshalten der Blätter führte hier zu Pilzproblemen, die mit viel Gift behandelt werden mußten. Hatte selbst über 10 Jahre größere Glashäuser.
Hunde in Zwinger halten : Bundesheer, teilweise auch die Polizei zu gewissen Zeiten.

War bis vor kurzem wieder im Glashaus und habe gesehen, dass jetzt an 2ten Tag die Bienen bereits Abstand von den Glasflächen halten - ungefähr 2-3 cm. Jetzt fliegen sie das Glashaus ab und suchen an Blättern Nahrung (die ich gestern mit einem Wattestäbchen aufgetragen hatte) nehmen diese auf, fliegen zum Flugloch und zeigen ganz normalen Tanz.
Was mir aufgefallen ist, die Bienen müssen die Trachtquelle nicht nur optisch mitteilen können, denn die erste, die zurückkam, saß außen und tanzte, mit dem dazugehörigen Summen, es war aber keine Biene in Sichtweite und trotzdem kam einige Minuten später Bienen raus und suchten und fanden das Blatt, wo Honig war!!!!!
Es muß demnach auch eine akustische Möglichkeit vorhanden sein, wie eine Trachtquelle mitgeteilt wird.
Werde dies genau beobachten.
Gruß Einstein
 

Günther B.

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Ich meinte damit nicht nur diesen sondern auch andere Beiträge, die mich zum Nachdenken bringen.

78638741nx22723/arbeiten-im-april-f4/ein-voelk-chen-begonnen-mit-20-bienen-t1589.html

Ob manchmal nicht abdrücken die humanere Methode ist? Es gibt Imker die drücken nach einem Jahr ohnehin alle Kö ab und tauschen diese aus, ich gehöre allerdings nicht dazu. Und zum Überwintern gibt es elegantere Methoden als das Apidea, Mini plus zum Beispiel.

Ich hab auch meine letzte Kö aus dem Apidea in eine Mini plus umlogiert, etwas verstärkt und gut is.

Ich klinke mich an dieser Stelle aus, da eine weitere Diskussion für mich nichts bringt. :n99:
 

einstein

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Was ist aber wennst nicht verstärken kannst , wie beschrieben, dann kannst abdrücken oder nicht.
Nicht schreiben ich mach das und das und das, sonder was mache ich wenn......
Ich hatte die Wahl Abdrücken oder nicht, ich habe mich für dsas Lebenlassen entschieden, ist das so schlimm???
Gruß Einstein
 
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