Umfrage: Futterkranzprobe

Futterkranzprobe einführen, ja, oder nein?


  • Umfrageteilnehmer
    24

Josef Fleischhacker

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18 Jan. 2007
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73
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3710 Fahndorf 86
Imker seit
1976
Heimstand
JA
Wanderimker
Ja
Rähmchenmaß/Wabengröße
ÖBW
Schwarmverhinderung wie
ZWA -Zwischenableger
Eigene Kö Zucht ja/nein
Ja
Bekanntlich kann Faulbrut ganze Bienenstände zugrunde richten, dies muss nicht sein, passiert aber dennnoch und leider immer wieder. Nun meine Frage: Soll eine flächendeckende Futterkranzprobe eingeführt werden?

Dieses Thema ist sehr wichtig, deswegen sollten hier wirklich alle Mitglieder unseres Bienenforum auf entweder ja, oder nein votieren. Ausnahmsweise und um möglichst viele User zu erreichen, werde ich hier sogar ein Massen Mail aussenden. Ich kann mir durchaus vorstellen, unser Ergebnis der AGES zur Kenntnis zu bringen.

Los geht´s also und Dankeschön für´s mitmachen.

Josef
 
Hallo Josef,

gib bitte noch den Punkt ein:

Ich bin für eine verpflichtene Futterkranzprobe aller Imker eines Faulbrutsperrgebiet nach dessen Aufhebung und dies für die 2 daraufolgenden Jahre.

Ein Problem sehe ich im korrekten Ziehen der Futterkranzprobe.

Gruß
Astacus
 
Dieses Faulbrutthema wird uns ganz sicher noch sehr häufig beschäftigen Astacus, bleiben wir doch vorläufig bei lediglich Ja oder Nein. Wenn dann ja die Mehrheit hat, werde ich noch mehr ins Detail gehen, dabei werde ich auch das Problem Gesundheitswarte ansprechen.

@ User

aus fernen Ländern, auch Euch betrifft dieses sehr wichtige Thema, deswegen bitte fleißig mitmachen.

Josef
 
Hallo

Um mich zu entscheiden muss ich wissen wieviel sowas kostet. Es ist doch auch eine Kostenfrage für den Wochenendimker

LG
Michael
 
Hallo Michael,

als Mitglied des Imkerbundes kostet dich dies pro Stand 11€ (Sammelprobe von 6 Völker).

Wennst mehr als 6 Völker am Stand hast, sollst trotzdem nur von 6 Völker die Probe ziehen, um einen Verdünnungseffekt auszuschließen.

Gruß
Astacus
 
mwarlich schrieb:
Hallo

Um mich zu entscheiden muss ich wissen wieviel sowas kostet. Es ist doch auch eine Kostenfrage für den Wochenendimker

LG
Michael
Lieber Michael
Das heißt am falschen Platz sparen.
Gerade wenn die Bienen im Faulbrutsperrbezirk oder auch nur in der Nähe stehen, ist das nur ein kleiner Betrag im Vergleich mit den Sanierungskosten.
 
Hallo

Ja das ist wirklich ein kleiner Betrag, da wäre sparen falsch da geb ich dir recht

LG
Michael
 
Astacus schrieb:
als Mitglied des Imkerbundes kostet dich dies pro Stand 11€ (

Erst gestern wurde bekannt, dass die EU Förderung für Österreich von 26 auf 32 Millionen aufgestockt wurde, Für Imkerinnen müssten als keinerlei Kosten anfallen. Also meine Herrschaften Funktionäre, hat einmal ordentlich auf den Tisch, die Zeit ist reif für sinnvolle und gravierende Änderungen.
 
Ich muss gestehen, dass ich eine derartige Umfrage für wenig hilfreich halte. Welche Qualität der Meinungsäußerung soll denn bitte herauskommen, wenn ein Rudel Hobbyimker mit ein paar eingestreuten Imkermeistern abstimmt? Nicht böse sein Josef, aber wer soll denn das ernst nehmen?

Derartige Entscheidung müssen auf professioneller Risikoabschätzung basieren, der die entsprechenden Kosten gegenübergestellt werden.

Aus dem Stegreif halte ich so eine Maßnahme für Geldverschwendung ersten Ranges.

Die tatsächlichen Kosten betragen nicht € 11,- denn das ist nur der Selbstbehalt. Der förderbare Betrag für die AFB-Untersuchung ist € 45,-. Jetzt kann sich jeder selbst ausrechnen, was das bei ca. 22.000 Imkern mit ca. 280.000 Völkern kosten wird.

Dem stehen 2009 gezählte 122 AFB-Fälle gegenüber.


lg,
Sebastian
 
Hallo,

und ich muß zu Bedenken geben dass schon die Eröffnungsmail reichlich reisserisch ist.

Ganze Bienenstände werden icht von AFB sondern von schlampigen und faulen Imkern hingerichtet. Jeder einigermaßen geschulte Imker erkennt AFB Symptome rechtzeitig um eine Kunstschwarmsarnierung durchzuführen und erhält dadurch vitalere Völker als zuvor. Wir wissen heute auch das selbst Beuten nicht unbedingt dem Tode geweiht sind. Einzig das aktuell eingelagerte Futter/Honig, das Wachs und die Rähmchen sind verloren und werden von der Tierseuchenkasse erstattet (BRD).

Kritisch für Futterkranzprobe ist, neben der korrekten Entnahme, insbesondere der optimale Zustand der Völker. Nur wenn diese intensiv und umfangreich offene Brut pflegen und direkt um das Nest ausgeprägte offene Futterkränze mit FRISCHEM Futter haben wird das Ergebnis was taugen.

Der neue Typ wird übrigens, gerade bei Mischproben, im Labor manchmal übersehen da er meist in geringer Sporenanzahl vorhanden ist und sich langsamer vermehrt.

Neben Sebastians toll geschriebenen Argumenten besteht die Gefahr dass sich Imker nach negativer Futterkranzprobe sicher schätzen und die Brutkontrolle vernachlässigen - eine sehr fatale Fehleinschätzung!

"gravierende Änderungen" wäre wohl die Verpflichtung aller Imker zu hoher Wabenerneuerung.

Gruß vom herbstlichen Mindelsee

Michael
 
Hallo,
bei uns ist das Gesetz und wird vom Staat bezahlt. Leider bringt es in unserem Kleingartengebiet bisher nichts. Hier bricht jedes Jahr die Faulbrut aus und weil es so gross und unübersichtlich ist, haben die den Verursacher immer noch nicht gefunden. Aber grundsätzlich finde ich es sehr gut, in normal übersichtlichen Gebieten. Dann kann relativ schnell eingedämmt und eingegrenzt werden wo sich ungefähr der Seuchenherd befinden muss
Gruss
Susanne
 
Ich bin für die Verpflichtung, wenn in diesem Bezirk ständig Faulbrut auftritt!
Aber ich bin dagegen, dass es jeder Imker die Futterkranzprobe durchführen muss !!!
lg
 
@ Sebastian

je mehr Imker/innen da mitmachen -müssen-, desto billiger wird das ganze, keine Frage. Und, alleine das schon zu wissen, dass jährlich und 100% ig eine Kontrolle zum Bienenstand kommt, wird viele Bienenbetreuer zu bedeutend mehr Sorgfalt veranlassen.

Schon da gewesen, dass Kleinimker FB zwar erkennen, diese Waben herausnehmen und ins nächste Gebüsch werfen. Wie der Stefan schon richtig anmerkte, was soll sich den ein 5 Völker Imker schon große Sorgen machen. Nicht Erwerbsimker verbreiten Krankheiten, diese bekommen lediglich die Prügel und ernten in eventue Spott und Hohn.

Mindelsee schrieb

Ganze Bienenstände werden icht von AFB sondern von schlampigen und faulen Imkern hingerichtet.

Genau dies ist wie ich vorhin meinte der springende Punkt! Kümmern sich die GW nicht, wozu soll ich mich denn kümmern, primär ist in meinem Garten fliegen Bienen.

@ Marcel

was bitte spricht dagegen würde -sagen wir- der Josef jährlich zu Deinen Bienen kommen, hast etwa ein schlechtes Gewissen?
 
Hallo!

Ich kann Sebastian und Michael nur zustimmen.
Wirkungsvoller wäre es wenn mehr Bienenhalter den Weg zu Schulungen oder anderer Bildung ( vielleicht liest wer auch mal die Bücher die er hat :roll: ) finden würden, nicht nur jene, die eh immer dabei sind....

Eine Verbesserung mancher Völkerführung würde ja nicht nur den Bienen und Nachbarimkern zugute kommen, sondern vitale, starke Völker verbessern auch die betriebswirschaftliche Seite einer Imkerei.
Das wäre eventuell auch ein Anreiz sich genauer um seine Völker zu kümmern :pfeif:

Gruß
Norbert
 
Ein frommer Wunsch Norbert, nur, erkläre mir bitte wie es zu 122 FB Fällen kommen kann, offenbar stimmt da hinten und vorne was nicht.
 
Hallo Susanne,

Danke für das Beispiel dass Futterkranzproben alleine nicht helfen.
Naja, es mag in der Landesverordnungen punkto Bienen für Bremen stehen und bezahlt wird es auch nicht vom Staat (BRD) sondern vom Land, vermutlich mit Unterstützung von EU-Mitteln die Imkern dann nicht für anderes zur Verfügung stehen?

Hallo Drohne,

Mehr=Billiger geht da nicht (mehr) wirklich. Probenaufbereitung und Laborkultur ist echt nervige Handarbeit. Soo viel automatisieren kann man da nicht.

Wenn ihr nur eine schnelle Schwarzweiß-Antwort wollt nehmt doch den auf dem Markt hinlänglich erhältlichen AFB-ELISA (Schnelltest, gleich den medizinischen Schnelltests z.B. für Schwangerschaften).
Nur der ist leider völlig fehlerbehaftet und deswegen im Amtsgebrauch nicht einsetzbar (also auch für Bienensachverständige). Kurzum Pseudo-Sicherheit.

Regelmäßige Standkontrollen durch BSV/GV oder zumindest Kollegen finde ich sehr gut. Hier ist das für alle die Bienen bewegen wollen Pflicht; einzig echte Standimker unterliegen dieser Pflicht nicht. Standkontrollen und das damit einhergehende private und beratend-kollegiale Verhältnis zwischen BSV und Imker bringen viel mehr als Labortests die jeder fälschen kann der will.

122 AFB Fälle? Waren das wirklich 122 getrennte Infektionsherde in Österreich 2010? Das kann ich mir nun wirklich nicht vorstellen! Aber jeder ist auch ein bischen seines eigenen Glückes Schmied und kann dazu beitragen dass die GVs seines Lokalvereins aktiv sind bzw. diese unterstützen.

Gruß vom sonnigen Mindelsee

Michael
 
Hallo!

drohne schrieb:
wie es zu 122 FB Fällen kommen kann
Sicherlich kann die AFB auch die Völker gewissenhafter Imker treffen.
Der Ausbruch der Erkrankung dürfte aber bei vernachlässigten Völkern viel eher vorkommen.
Dort mit Kontrollen drüberzufahren ist auch nicht der richtige Weg, denn dann würde dieses Spiel in Endlosschleife laufen müssen. Sinnvoller wäre es das Eigeninteresse der Imker an der Bienengesundheit zu fördern.
Wenn noch dazu die Vereine mit dem Gesundheitswart, der als Imkerfreund und Kollege auftreten sollte, sich mehr um ihre "Schäfchen" kümmern würden, hätte das für möglicherweise beratungsresistente Kollegen nicht den Charakter einer Leibesvisitation ;-)
Aber mir ist schon klar, nicht Alle können so einfach erreicht werden...

Gruß
Norbert

P.S.: Bei meinen Völkern werde ich eine Futterkranzprobe machen um mir nicht aus Ungewissheit unnötig Sorgen zu machen und das freiwillig!
 
Norbee81 schrieb:
...Sinnvoller wäre es das Eigeninteresse der Imker an der Bienengesundheit zu fördern...
Das kannst du getrost vergessen, solche Leute kannst du in jedem Imkerverein an einer Hand abzählen. Es ist einfach so daß der AFB Herd meist bei verwahrlosten und nicht genügend gepflegten Ständen zu finden ist, ist Tatsache.

Norbee81 schrieb:
Wenn noch dazu die Vereine mit dem Gesundheitswart, der als Imkerfreund und Kollege auftreten sollte, sich mehr um ihre "Schäfchen" kümmern würden...
Und wie soll das bitte funktionieren? Erkläre uns das mal. Denn genau diese Leute die in der obigen Umfrage mit Nein abgestimmt haben lassen sicher keine fremde Hand an Ihre Beuten.

Allerdings bringen flächendeckende Kontrollen auch nicht den gewünschten Effekt, wer nimmt die Proben, wer bezahlt?
Ich wäre für "zufällige" Kontrollen durch GW oder BSV, bestimmt durch den Amtstierarzt.
 
Hier im schwäbischen Teil Bayerns ist das Faulbrutproblem noch nicht so groß.
Ganz schlimm ist es in Franken/Nürnberg und in Württemberg, Reutlingen bis Radolfszell. Servus Michael
Allerdings gibt es einen Sperrbezirk fast vor der Haustür, ca. 6 km von Oberwaldi. :evil:
Hier der Faulbrutkataster für Deutschland, Österreich und Schweiz.
http://imkerkataster.de/fbk.php
 
Hallo Lupi!

Ich habe bei der Umfrage auch mit nein abgestimmt und lasse gerne andere Leute in meine Beuten schauen, bin ich einmal in Fahrt kann so eine Standschau auch mal 2 oder 3 Stunden dauern 8)

Bisher war ich erst einmal in einem AFB Sperrgebiet und der betroffene Imker hat genau so reagiert wie es wünschenswert wäre.
Vielleicht würde ich als Imker der jedes Jahr in eine Sperrzone fällt und zittert der Nächste zu sein auch direkter an einer Lösung suchen.

Wie ich schon sagte ist es nicht einfach alle Kollegen zu erreichen. Immerhin kommen bei uns im Verein mehr als die Hälfte der Mitglieder zu jedem Monatsstammtisch und ca 80 % der Mitglieder schauen öfters mal vorbei.

Gruß
Norbert
 
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