Futterwaben von totem Volk

boloka

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Hallo,
hab heute meine Völker mit OS behandelt. Leider ist eines von vier über den Jordan. Bei diesem Volk war der Milbenfall im Spätsommer und Herbst enorm hoch, daher gehe ich von einem Varroaschaden aus.
Soll ich die vollen Futterwaben aufheben oder wegschmeissen?
Grüße Stipe
 

Josef Fleischhacker

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Soll ich die vollen Futterwaben aufheben oder wegschmeissen?

Unter keinen Umständen im Frühjahr anderen Völker zuteilen, da könnten Viren, Bakterien und was auch immer vorhanden sein, auch keine Ableger damit zwangserfreuen. Wenn diese Waben aus Deinem eigenen Wachskreislauf sind, so würde ich sie etwas erwärmen, ausschleudern und ausschmelzen.

Josef
 

Norbee81

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1 mal Zellen brechen, ist das wirkungslos wird die Königin entfernt
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Hallo!

Ja da stimm ich dem Imkmeister Josef auch zu. Zwar ist es gängige Praxis solche Waben zu verwenden, aber raten würde ich das keinem. Im Zweifel weg damit.

Schönen Gruß
Norbert
 

boloka

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Danke für die Antworten. Leider habe ich im Moment weder die Möglichkeit die Waben zu erhitzen noch auszuschleudern . Ein eigenen Wachskreislauf habe ich auch nicht...hmm!?
Dann bleibt wohl nur ausschneiden und in den Müll damit.
Grüße Stipe
 

Roland94

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Weiselzellen entf., Ableger bilden
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Ich würde die Waben über den Winter noch aufheben. So kann man im Notfall schnell eine Futterwabe dazu hängen falls bei einem Volk das Futter ausgeht. Im Frühling kann man sie dann immernoch Einschmelzen.
 

Josef Fleischhacker

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Ich würde die Waben über den Winter noch aufheben.


Wir sollten solche Dinge nicht wirklich empfehlen Roland, ist Not erkennbar, sollten verantwortungsvolle Imker anders agieren als Futterwaben von EX Völkern zu geben!

Meine Überzeugung ist, jährlich frischer Wabenbau und für Notfälle gibt es eigenen Futterteig, aber Du weißt ja bereits, ich empfehle nur, agieren müssen die Bienenhalter selber.

Josef
 

Malte Niemeyer

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weg damit

Hallo,

obwohl ich mich selber manchmal dabei erwische, wie ich die schönsten Waben aus den gestorbenen Völker rette, kann ich auchnur empfehlen, solche Waben aus dem Kreislauf auszusondern.

Das Volk könnte mit dem chronischen Paralyse Virus infiziert gewesen sein oder Flügel Deformations Viren sind in Überzahl vorhanden. Es heißt zwar immer, die würden ohne lebenden Organismus nicht lange leben aber sicher ist sicher..

Auf jeden Fall könnten Faulbrutsporen übertragen werden und wenn das Volk schon länger tot ist hat sich Schimmel mit seinen Toxinen breit gemacht..

Wenn du noch keine Schleuder hast, kannste einfach die Waben ausschneiden und in nen Kessel mit kochendem Wasser werfen, dann schmilzt das wachs, der Zucker löst sich im Wasser und den "Dreck" schwimmt oben auf. Wenn du den Schmutz abgesiebt hast und alles abgekühlt ist, kannste dein eigenes Wachs abnehmen.

Mfg Malte Niemeyer
 

honigmaul

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Hallo Bienenfreunde!

Interessant, was man in ein paar Futterwaben von eingegangenen Varroavölkern alles hineininterpretieren kann. Von Virusbefall bis Faulbrut ist alles drin.

Was sollte ein Virus bei einem gesunden Volk verursachen. Bekanntlich sind die Viren so wie so latent vorhanden und richten keinen Schaden an. Ist das Volk aber durch Varroa geschädigt, dann erleidet es mit und ohne umgehängter Waben einen Virusschaden.

Ist das Volk tatsächlich durch Faulbrut eingegangen, dann ist der Stand so wie so verseucht und muss saniert werden. Da kommt es auf die umgehängten Waben auch nicht mehr an.

Ich finde die Anweisungen zum Entsorgen der Waben total übertrieben. Mich wundert es nicht, dass die Imkerei oftmals als komplizierte Sache angesehen wird, wenn aus einem toten Varroavolk ein alles verseuchendes Ungeheuer gemacht wird.

Ich finde, dass saubere Futterwaben von Varroavölkern (nicht verkotet) eine geeignete Reserve für Ableger und zur Notfütterung (was nicht notwendig sein sollte) darstellen.

MfG
Honigmaul
 

Josef Fleischhacker

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Mich wundert es nicht, dass die Imkerei oftmals als komplizierte Sache angesehen wird, wenn aus einem toten Varroavolk ein alles verseuchendes Ungeheuer gemacht wird.

Gerade das Gegenteil ist doch der Fall, bedenkliche und mitunter verschimmelte Futterwaben (no na net) aufzubewahren ist nun einmal komplitzierter als sie in einer Grube zu thermisch zu entsorgen. Benötige ich Futter so steht mir außerhalb der Flugzeit Futterteig und während der Flüge flüssiges Futter zur Verfügung. Ist doch wesentlich einfacher und bedeutend Bienengenehmer.

Solch falsch Sparsamkeit und entbehrliche Arbeiten sind es wobei Nosema & Co immer wieder fröhliche Urständ feiern können.

Josef
 

Palma40

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Ich finde die Anweisungen zum Entsorgen der Waben total übertrieben.
Ich finde, dass saubere Futterwaben von Varroavölkern (nicht verkotet) eine geeignete Reserve für Ableger und zur Notfütterung (was nicht notwendig sein sollte) darstellen.

MfG
Honigmaul


Hallo Honigmaul,

leider ist es ja so, daß wir mit dem bloßen Auge nicht immer erkennen können, ob nun eine Wabe verseucht, mit Vieren oder sonstigen Krankheitserrgern belastet ist und schon aus diesem Grund ist es einfach sicherer, die Waben zu entsorgen und man hat ganz sicher kein Risiko.
 

Josef Fleischhacker

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Dieses Thema ist ein sehr sensibles Thema, da wird nun einiges an Fingerspritzengefühl notwendig, auch wollen wir uns keinesfalls ImkerInnen stürzen denen diese Waben für andere Völker doch noch etwas Wert sind. Bei mir gilt eisern das Prinzip, jedes Volk baut sich im Brutbereich sein eigenes Wabenwerk und andere bekommen diese niemals zu Gesicht.

Heute erreichte mich folgende E-Mail

Kommentar von Honigmaul im Bienenforum
http://www.bienenforum.com/forum/showthread.php/7560-Futterwaben-von-totem-Volk

Dieser und weitere Kommentare im Bienenforum zum Thema, wohin mit den
Honigwaben aus verstorbenen Völkern, tragen dazu bei das die gesunden
Völker ebenfalls verrecken.

Will es nicht in die Köpfe der betroffenen und ratgebenden Imkern, das
die Honig/Futterwaben vergiftet sein könnten? Warum werden keine
unabhängigen Untersuchungen der Honig/ Futterwaben empfohlen. Diese
Untersuchungen sollten immer in das Thema eingeführt werden. Haben die "
Ratgeber " Angst vor der Öffentlichkeit oder den Honigkunden, das diese
keinen Honig mehr kaufen?

F.B.

Ich denke dieses Schreiben sollten wir uns unbedingt zu Herzen nehmen.

Josef
 

Palma40

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Hallo,

am Tonfall dieser E-Mail kann man schon erkennen wer dieser Schreiber ist und so verwundert mich seine derbe Ausdrucksweise nicht. Aber eines sollte er wissen, die Kosten dieser Untersuchungen sind sehr teuer, das können sich nicht viele leisten und vorallem halte ich dies nicht für nötig, außer bei Vergiftungen.

Siehe hier: https://bienenkunde.uni-hohenheim.de/uploads/media/Preise_Rueckstandsanalyse.pdf
 

Josef Gruber

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Hallo!

Und stellt sich wirklich heraus, dass die Waben vergiftet sind, hast einen Hunderter investiert und darfst die Waben mit ruhigen gewissen Einschmelzen.
Ist nichts zu finden, ist genauso der Hunderter futsch, du kannst einige Waben verwerten, aber du hast immer noch nicht die Sicherheit das
sie frei von AFB Sporen sowie möglicherweise Träger von Sporen sind.
Solange die unerklärlichen Ausfälle pro Stand 10% nicht überschreiten geb ich kein Geld für solche Untesuchungenen aus.
Jedoch Wabenmaterial wird sehr kritisch verwertet, besteht auch nur der geringste Zweifel
wird Dampf gemacht.

Schöne Grüße Sepp
 

Palma40

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Genau so ist es Sepp, deshalb werden die Waben toter Völker einfach eingeschmolzen, fertig.
 
J

Jena

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Josef Fleischhacker

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Könntest du uns noch die Rückstände nennen, auf die dort untersucht wird!?


Hier wollen wir bitte beim Thema bleiben, ich denke dies interessiert vorerst wesentlich mehr als Waben von Ex Völkern auf Rückstände untersuchen zu lassen.

Selber bin ich klarer Gegner von Waben anderen Völkern zuzuteilen, andere wiederum haben andere Meinungen, genau dies wollen wir hier besprechen.

Josef
 

Malte Niemeyer

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jki

Hallo,

zieht euch mal den Vortrag von Jörg Bergstedt rein, dann werdet ihr verstehen, warum diese Untersuchungen beim JKI kostenlos sind.... damit keiner auf die Idee kommt ein anderes Labor zu beauftragen.

Fakt ist, das dieses Volk eigegangen ist, dieser Todesfall hat einen Grund. Das kann mit Varroa (die wird über die Futterwaben nicht direkt übertragen), mit Viren, Sporen oder (speziell Für F. B.) auch mit Pestiziden zu tun haben. Und Fakt ist, das die Bienen (die jetzt ja tot sind) mit diesen Futterwaben kontakt hatten.

Ende vom Lied: ihr braucht euch nicht über noch mehr Winterverluste wundern, wenn ihr die Waben wieder reinhängt.

mfg Malte Niemeyer

3 Zimmer wohnung zu vermieten, 60 qm ab 230 Euro warm. Besichtigungen ab Tatortfreigabe möglich!!
 

Beehouser

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Bevor mir ein Volk verhungert, werden auch gefüllte Waben von toten Völkern wiederverwendet. Schlecht wäre es allerdings, wenn da tote Brut dabei wäre.
 

Josef Fleischhacker

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Bevor mir ein Volk verhungert, werden auch gefüllte Waben von toten Völkern wiederverwendet.

Nein, nein und abermals nein, FuW aus fremden Ex Völkern sollten niemals und selbst auch nicht in Not leidende Völker kommen!

Relativ feuchter FuT, so um die 15 - 18 % Wasser, ist schnell zubereitet, dies kann selbst bei minus Grade verabreicht werden, damit müssen die Bienen auch nicht ins Freie um ein zuviel an Feuchtigkeit zu verbrauchen. Bitte probieren, funktioniert wunderbar.

Josef
 

Hoffmann Michi

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Im moment habe ich Sirup in Tüte getan und verschlossen (Ikeatüten). Dadrunter ein paar kleine Löcher reingepiekst und sind flach wie Futterteig
 
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