Guten Abend, Imkeranfänger, die auch eigenes Wachs haben wollen!
Hab einmal zugesehen, wie ein Imker, der 30 Völker hatte, mit der vom Verein geliehenen Mittelwandform seine Mittelwände machte. Er hatte alles schön vorbereitet und arbeitete schon so rationell, wie es mit so einem Gerät geht.
Es ging trotzdem nicht voran und ich habe mir daraufhin vorgenommen, meine Mittelwändd auf einer Maschine machen zu lassen.
Das Erste Mal 2008. Ich hatte die vom Wachsverarbeiter gewünschte Menge von 20 Kg nicht ganz zusammen, Hab ihm versprochen, nächstes Mal umso mehr zu bringen, und er hat ein Auge zugedrückt.
Hab irgendwo gelesen, dass manche Verarbeiter auch mit 10 Kg zufrieden sind.
Jetzt aber zu meinem Vorschlag:
Mittelwände kaufen bei einem vertauenswürdigen Imker in der Nähe. Einem, der seit Jahren eigenes Wachs hat.
Hab auch schon an Anfänger kleinere Mengen Mittelwände abgegeben.
Waben mit Mittelwand sind deutlich schwerer als Naturbauwaben, weil die Walzmaschine die Mittelwände dicker macht, als die Bienen. Und beim Einschmelzen sind die mit Mittelwand entsprechend ergiebiger.
Und:
Standardmässig immer einen Behälter für Wachs dabei haben. Es fällt immer etwas an, und wenn es nur ein paar Spielnäpfchen sind.
Immer eine Deckelgabel oder eine angespitzte Gabel aus dem Essbesteck dabei haben und sowas wie Verbauung, Weiselzellen usw mit dieser Gabel rausheben, nicht reindrücken. Gibt sofort etwas Wachs.
Hauptsächlich "gable" ich, weil das schönere Waben gibt. Durch rausziehen mit der Gabel beiben die übrig bleibenden Teile der Zellwänden aufrecht stehen und werden von den Bienen perfekt instandgesetzt.
Sonnenwachsschmelzer in der Nähe der Bienen ist optimal, dann wird man das gesammelte Wachs schnell wieder los und Drohnenwaben auch.
Dronenwaben schneiden ist gut, jedenfalls früh im Frühling. Man denke an den Obstbauer, der früh im Frühling im Obstgarten Mäuse fängt. Er will die Mütter erwischen, die den Winter überlebt haben, bevor sie Junge bekommen. Das ist effektiv. Gradeso, wie Milben in Dronenbrut fangen, auch so früh wie möglich.
Auch bevor sie Junge bekommen.
Altes Futter und alte Pollen schmelze ich normalerweise mit ein. Tote Brut auch.
Verschimmelte Pollen und stinkende alte Brut nicht.
Man braucht noch einen anderen Schmelzer, denn nicht immer, wenn grade eingeschmolzen werden sollte, scheint die Sonne. Gut geht es in einem elektrisch beheizten Einkochgefäss. Kaufen bei Ebay oder bei der Arbeitslosenselbsthilfe.
Geschmolzenes Wachs abkühlen lassen in einem hohen, schlanken Gefäss. Gerne unten etwas kochendes Wasser einfüllen, dann das heisse Wachs drauf. Kaffeewärmer oder Pappkarton drüberstülpen, damit es
Langsam abkühlt. Dann bleibt die Zeit zum Absetzen der Verschmutzungen.
Grosse 1l, 1,5 l,, und 2 l Plastik Wasserflaschen kommen in Frage. Anderntags aufschlitzen, Wachs raus,
Wachs unten vom Dreck befreien mit Messer.
Nochmal: schlank und hoch sollte die Form sein, dann gibt es unten nur eine kleine Fläche, die man abkratzen muss.
Hab beim Wachsverarbeiter genau das Falsche gesehen. Da lag eine ca 3 cm dicke, ovale Scheibe aus Wachs.
Die offensichtlich in einen grossen Farbeimer gegossen worden war. Sicher ohne Wasser, denn die Form des Eimerbodens war perfekt abgeformt. Und diese Unterseite der Wachsscheibe war voller kleiner eingeschlossener Schmutzpartikel. Vielleicht Pollen.
Wäre etwas heisses Wasser in diesem Eimer gewesen, wäre das Wachs dann auf dem Wasser geschwommen und die Schmutzpartikel wären grossteils unten herausgefallen aus dem flüssigen Wachs.
Dann klebt nach dem Abkühlen nur noch ein Teil der Schmutzpartikel am Wachs. Und die lassen sich dann abschaben. Aber wer will schon die Fläche eines grossen Farbeimers abschaben. Drum Flasche.
Abgeschabtes schmutziges Wachs schmelze ich später wieder mit ein. Es ist nicht so, dass dann immer mehr und mehr Dreck da wäre.
Genug Wasser, das Dreck aufnimmt, ist wichtig, besonders wenn Futterreste mit eingeschmolzen werden. Denn viel Zucker löst sich nur in viel Wasser
Die Flaschen sind für wenig Wachs. Wirds mehr, Ausschau halten nach einem schlanken, hohen, konischen
Eimer.