Nils

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Heute bei mir auf dem Flugbrett:

hornisse.jpg

Mistviech...
Aber Hornissen mag ich auch...
Die ist jeden Tag hier anzutreffen und zwar ziemlich oft. die kann ich so oft ich will mit Wasser ansprühen, bis sie am Boden liegt - dann fliegt sie weg und kommt in 15 Minuten wieder. *grrr*
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Hamamelishonig

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Nee, die will auch leben

und Hornissen fangen i.d.R. nur die abgeschafften Bienen, wenn 2000 Bienen pro Tag neu schlüpfen und wieder abgehen, dann trauere nicht jeder einzelnen Biene nach - das ist der Lauf der Natur

und ein Bienenschädling ist die Hornisse auch nicht....
 

Nils

Mitglied
Klar darf sie leben - trotzdem finde ich das fies, wenn sie am Flugloch rumschwebt und sich eine der heimkehrenden Bienen (oder abfliegenden Jungbienen) schnappt. Dabei lägen doch so viele tote vor dem Flugloch rum! *grummel*

Natürlich werde ich ihr nix tun - sonst müsste ich ja auch jedes Auto das vorbeifährt und Bienen "mitnimmt" verfolgen und ...

Nils
 

OliverRoedel

Mitglied
Eure Hornissen sind gefährlicher oder Eure Bienen sanfter!?
Ich hab hier Hornissen direkt um die Beuten lungernd, aber die schaffen es lediglich tote Bienen wegzuschleppen. Kommen sie dem Flugloch zu nah, werden sie sofort angegriffen und gerne auch getötet.
Auch die Irapúas (einheimische Räuberbienen, ohne Stachel), schaffen es nicht in die Beuten einzudringen...
 

Josef Fleischhacker

Administrator
Teammitglied
Eure Hornissen sind gefährlicher oder Eure Bienen sanfter!?

Gut beobachtet Oliver, unsere Bienen sind tatsächlich schafähnlich sorglos, bis die oft überreißen das hier Gefahr droht ist die Hornis auch schon wieder mit ihrer Beute weg. Auch fliehen sie vor nichts, kommt z.B. der Rasenmäher sind Wespen auf Obst sofort weg, unsere Bienen erkennen auch diese Gefahren nur äußerst selten.

Aaaber, überschnallen sie die Gefahr, ist es um jede Hornis sofort geschehen.

Josef
 

Hagen

Mitglied
Hallo Josef,

hast Du das schon mal beobachten können?

Ich habe schon öfter darüber nachgedacht, dass unsere Bienen
eigentlich zu sanftmütig sind.

Viele Grüße,
Hagen
 

Josef Fleischhacker

Administrator
Teammitglied
Immer wieder Hagen und mein damaliger Lehrer WL Schrenk meinte schon dazu, unsere Bienen seinen viel zu dumm und viel zu harmlos um ernsthafte Gefahren erkennen zu können. Kommt z.B. der Bauer mit dem Schlägler, so bleiben sie stur auf den Blüten sitzen.

Nils Hornis ist eine perfelte Mörderin, sie packt die Biene dermaßen geschickt das keinerlei Gegenwehr stattfinden kann.

Josef
 

Nils

Mitglied
Stimmt Josef, da wehrt sich keine mehr. Ich kann/darf/muß dieses Schauspiel mittlerweile jeden Tag mehrfach beobachten und sobald die Hornisse eine Biene hat, bewegt sich die Biene auch schon nicht mehr. Die Hornisse fliegt meist nur wenige cm neben dem Flugloch oder "pflückt" sich die Bienen sogar von der Zargenwand. Im Strauch daneben zerlegt sie die Beute dann ganz in Ruhe...

Sie fliegt stets mitten in den Bienen, selbst bei stärkstem Flugverkehr oder Vorspielflug. Und keine Biene scheert sich darum. Dabei wäre die Hornisse doch gleich hinüber wenn sich nur mal 20 Bienen darauf stürzen würden.

Und jetzt kommen auch noch Wespen daher - zwar nur Feldwespen, aber die wollen sogar ins Flugloch rein...
 

Malte Niemeyer

Super-Moderatoren
Teammitglied
Mittelmaß

Hallo,

das Problem kenne ich auch. Ab und zu finde ich in dem Futtergeschirr ein oder zwei tote Wespen.

Da frage ich mich auch: Sind unsere Bienen zu friedlich?

Eine Biene sollte auch ein wenig stechen und sich vor allem sofort gegen sowas verteidigen..

Mfg Malte Niemeyer
 

Tigerbiene

Mitglied
Ich hab hier Hornissen direkt um die Beuten lungernd, aber die schaffen es lediglich tote Bienen wegzuschleppen. Kommen sie dem Flugloch zu nah, werden sie sofort angegriffen und gerne auch getötet.
Auch die Irapúas (einheimische Räuberbienen, ohne Stachel), schaffen es nicht in die Beuten einzudringen...

Sind das Scutellata oder Ligustica?
 

Hagen

Mitglied
Zwei meiner Völker sind da etwas anders drauf.
Da sind Weisel die sie selbst nachgeschaffen haben.
Viele Bienen tragen auch den orangenen Ring der Buckfast
während die meisten wie normale Carnica aussehen.
Ich denke, dass sich da Buckfast darunter gemischt hat.
Bei beiden Völkern kann ich eigentlich nicht ohne Schutz öffnen.
Weiterhin greift das eine Volk schon bei einem Abstand von ca 10m an,
etwa wenn ich zum Kompost gehe (nicht immer).
Ich dachte schon darüber nach die Weisel zu wechseln, denn bei allen
anderen kann ich ohne Schutz arbeiten.
Aber:
Das aggressive Volk ist
1. am fleißigsten beim Sammeln gewesen
2. brütet am besten
und
3. greift Wespen und Fliegen am Flugloch direkt an.

Ich muss zugeben, dass ich das nicht schlecht finde. Auch wenn ich gerade
gestern 3 Sekunden nach dem Deckel abheben schon 4 Stiche hatte.
(o.k. - Deckel wieder zu, Schutz anziehen - dann weiter machen).

Das mit dem "an den Kompost gehen" ist etwas zu viel
:)
da muss ich noch über die Lufthoheit und den Überflugrechten verhandeln ;)

Viele Grüße,
Hagen
 

OliverRoedel

Mitglied
Ich sprach von Ligustica (reine Linie italienischer aus Argentinien), was ich spannend finde, da meine Ziegen sich an den Beuten scheuern, das Flugloch versperren, auf die Beuten hüpfen und nichts passiert.
Scutellata kennt nur zwei ernste Gegner Tatu (Gürteltier) oder einige Ameisenarten die in Millionenstärke alles angreifen was ihnen auf dem Weg vor die Beisser kommt (gibt sogar eine Art die frisst auch Rinder, aber diese nur im Norden Brasiliens).
Hornissen wären ziemlich dumm sich auf dieses Abenteuer einzulassen :)

Interessant ist hier bei meinen Ligustica die sind super sanft. Man kann mit Ihnen traumhaft arbeiten, ABER sind zugleich extrem defensiv gegen Feinde.
Wieso weshalb soetwas möglich ist. Ich weiss es nicht und kann es auch nicht erklären. Nicht mal die Züchter. Es scheint aber dass das Sanftmut-Gen und das Defensiv-Gen zweierlei Gene sind und Agressivität nicht ein Zeichen für gute Verteidigungsstrategie ist.

Scutellata ist ja auch kein guter Soldat. Die brechen mit dem gesamten Volk aus um alles zu töten und zu verfolgen was im Umkreis von hunderten von Metern vor den Stachel kommt. Nicht sehr intelligent, oder? Eher brachiale Gewalt. Die Ligustica greifen nur an was eine Gefahr bedeutet.
Ich müsste mehr über die Herkunft der Ligustica lesen und deren Verhalten und Feinde im Herkunftsland. In Argentinien wo diese Linie seid zwei Generationen selektiert wurde, gibt es keine Scutellata. Also nichts um eine Defensive-Bienen zu selektieren.

Vielleicht sollten die Züchter so ein Verhalten in das Zuchtwerk aufnehmen, wer weiss ob dieses bei der Varroa nicht auch hilft. Oder umgekehrt, eine Biene die Varroa als Gefahr erkennt und abtötet könnte sich auch besser gegen Hornissen verteidigen!?!?!?
 

Malte Niemeyer

Super-Moderatoren
Teammitglied
verwunderung

Hallo,

ich staune immer über eure Erzählungen. Unsere Buckfast-Bienen gehen so halbwegs, die paar Ligustica Völker die ich mal bearbeitet habe, waren einfach nur schrecklich Stechlustig. Ich denke mal es liegt am Klima. In Italien und brasilien ists einfach Wärmer, da fühlen die sich wohl.

vllt kann man eure Monsterameisen mit den Bienen kreuzen, dann würden die sich gegen alles und jeden wehren :)

Mfg Malte Niemeyer
 

OliverRoedel

Mitglied
Hallo,

ich staune immer über eure Erzählungen. Unsere Buckfast-Bienen gehen so halbwegs, die paar Ligustica Völker die ich mal bearbeitet habe, waren einfach nur schrecklich Stechlustig. Ich denke mal es liegt am Klima. In Italien und brasilien ists einfach Wärmer, da fühlen die sich wohl.

vllt kann man eure Monsterameisen mit den Bienen kreuzen, dann würden die sich gegen alles und jeden wehren :)

Mfg Malte Niemeyer

Noch ein Frankenstein ;-)
Da lassen wir doch lieber die Finger davon :)

Eins ist wichtig zum Thema Sanftmut: öffnest Du ein zwei Beuten mit aller Gemütlichkeit, bleiben die Bienen auch friedlich. Öffnest Du dutzende oder hunderte von Beuten, also mit weniger Zeit pro Beute, werden selbst sanfte Bienen wütend.

Kenne einen Imker der 400 Beuten ALLEINE am Wochenende betreut. Dies geht nur mit guter Schutzkleidung, da er von Beute zu Beute hasten muss um ein Maximum an Beuten pro Tag/Wochenende zu betreuen.

Deshalb sieht man den Profi-Imker immer in Schutzkleidung und den Hobby-Imker höchstens mit einem Schleier ;-)
 

Malte Niemeyer

Super-Moderatoren
Teammitglied
Sichtweise

hallo,

ich denke mal es liegt generell am Verhalten des Imkers und am Wetter. Ich hab schon über 100 Völker am Tag Schwarmkontrolle und erweitern gemacht und das ging ohne Schleier und Handschuhe.

Andersrum hab ich mal einen ganzen Nachmittag mit Brutkontrolle, erweitern und Füttern von 20 Ablegern verbracht, weil die Bienen nervten ohne Ende und fast alle Völker Katastrophenvölker waren.

mfg Malte Niemeyer
 

Salsa

Mitglied
Gut beobachtet Oliver, unsere Bienen sind tatsächlich schafähnlich sorglos, bis die oft überreißen das hier Gefahr droht ist die Hornis auch schon wieder mit ihrer Beute weg. Auch fliehen sie vor nichts, kommt z.B. der Rasenmäher sind Wespen auf Obst sofort weg, unsere Bienen erkennen auch diese Gefahren nur äußerst selten.

Aaaber, überschnallen sie die Gefahr, ist es um jede Hornis sofort geschehen.

Josef

Hallo zusammen,

also ich habe sehr sanfte Bienen und vor den Fluglöchern meiner Ableger ist immer ein Wespenfriedhof. Das ist mir erst aufgefallen, seitdem ich die Ableger auf dem Balkon auf einen Teppich habe und da keine Ameisen hoch kommen. Interessant finde ich auch, dass ich keine tote Bienen vor den Fluglöchern finde, denn tote Bienen werden weit weg entsorgt, aber die Wespen schmeißen sie direkt vor dem Flugloch!

Im Garten bei meinen Vollvölkern ist ein riesiges Hornissennest, nur einmal habe ich die Hornissen bei den Bienen gesehen, und zwar als Futter von einer Beute runter tropfte. Momentan ist das Hornissennest sehr stark, da fliegt jede Menge rein und raus, aber zu den Bienen gehen sie nicht. Vielleicht haben sie ne bessere Quelle gefunden.

Noch eine Beobachtung. damals als das Futter runter lief, habe ich eine Colaflasche als Wespenfalle hingestellt. Da waren zwei Hornissen drin, vielleicht haben die anderen Hornissen das gesehen und das hat ihnen abgeschreckt. Mir ist echt ein Rätsel, warum meine Bienen für die Hornissen bis jetzt total uninteressant sind.

Lg Salsa
 
Zuletzt bearbeitet:

stachel

Neues Mitglied
Hornissen !!

Hallo !
Möchte mich in die Runde einbringen und zum Thema Hornissen etwas sagen (schreiben) Ich finde Hornissen höchst interessant und schön ,auch ich habe ab und zu eine Hornisse an meinem Stand ,aber wenn man bedenkt ,dass ein Hornissennest 7-12 kg Mücken, Fliegen und Wespen vernichtet sind das eigentlich auch ganz nützliche Tier .
Im übrigen sind Hornissen und Wespen meiner Meinung nach viel friedlicher und sanfter als Bienen .
Ich bin bei uns in der Feuerwehr für die beseitigung der Wespen und Hornissennester zuständig, letztes Jahr immerhin 48 Wespennester und leider auch 2 Hornissennester weil eben Gefahr für Kinder und Menschen bestand. Ich habe alle diese Nester mit kurzer Hose und T-shirt beseitigt um eben den Menschen ein weing die Angst vor diesen Tieren zu nehmen .
Oft habe ich es auch abgelehnt ein solches Nest zu zerstören wenn keine Gefahr für die Menschen bestand .
Ich finde wir Imker sollten etwas Aufklärungsarbeit leisten zu diesen für mich netten Tieren.

Liebe Grüße aus Tirol
 

maxmex

Mitglied
Kein Vergleich ...

Heute bei mir auf dem Flugbrett:

Anhang anzeigen 9097

Mistviech...
Aber Hornissen mag ich auch...
Die ist jeden Tag hier anzutreffen und zwar ziemlich oft. die kann ich so oft ich will mit Wasser ansprühen, bis sie am Boden liegt - dann fliegt sie weg und kommt in 15 Minuten wieder. *grrr*
:SM_1_75:


Also die wirklichen Mörderhornissen waren letztens hier zu sehen: http://www.3sat.de/page/?source=/dokumentationen/163906/index.html - echt gruselig.

Blitzartig kann eine Horde Hornissen einen ganzen Staat von Honigbienen überfallen. In Wellen versuchen die Honigbienen, ihre Königin und ihren Stock zu verteidigen. Doch dem Ansturm der Hornissen ist niemand gewachsen, der Überfall wird zum Gemetzel. Innerhalb von nur drei Stunden können dreißig Hornissen 30.000 Honigbienen vernichtend schlagen. Die Arbeiterinnen werden alle getötet. Die Bienenlarven werden in den Hornissenstock transportiert und dem eigenen Nachwuchs verfüttert.
 

Salsa

Mitglied
maxmex vielen Dank für den Link, ich habe den Film gesehen, aber den Anfang verpasst und wollte den Link raussuchen, nun warst du schneller ;)

Superfilm mit tollen Aufnahmen und der Schluss ist das Beste, da wo der gute Imker die Hornissenkönigin auf seiner Hand weg fliegen lässt!
 

Nils

Mitglied
Ich kann als Anfänger nur staunen, wenn ihr von aggressiven Völkern schreibt. Schon das "an den Kompost gehen" verärgert manche Bienen?

Da habe ich wohl Glück gehabt, denn ich sitze oft nur 10 cm neben dem Flugloch und schaue zu. Und wenn eine mal besonders schöne Pollen dabei hat, halte ich den Kopf schon auch mal kurz direkt vor's Flugloch um besser zu sehen.

Mal schauen ob sie so friedlich bleiben oder ob ich auch mal stechlustigere Bienen haben werde - und wie sich das dann gestalten wird...

Die Hornisse jedenfalls holt sich fleissig ihre Opfer und hat nun auch schon einen Lehrling mitgebracht....

Am Wochenende beschädigten wir ein Feldwespennest beim Holz räumen. Die waren auch sehr sanftmütig. Jetzt muß ich mir nur noch überlegen, wie ich die am besten umsiedeln kann. Vielleicht in ein leeres Apidea?