Autor: Umweltinstitut München, 01.10.2013

Gentechnikkonzerne vs. Verbraucherschutz

Transparenz und Verbraucherschutz zählen offensichtlich nicht zu den großen Stärken der Agrarkonzerne: Mit millionenschweren Spenden finanzieren diese eine PR-Kampagne gegen die Kennzeichnungspflicht für genmanipulierte Nahrung in den USA. Weil die Verbraucher keine Gentechnik in ihrem Essen wollen, stemmen die Konzerne sich mit aller Macht gegen eine Wahlmöglichkeit.
Im November stimmt der US-Bundesstaat Washington nun über eine verpflichtende Kennzeichnung von genmanipulierten Zutaten in Lebensmitteln ab. Weil sie einen Dominoeffekt befürchten, der zu einer flächendeckenden Kennzeichnungspflicht führen könnte, versuchen die Agrarkonzerne, das Abstimmungsergebnis in ihrem Sinne zu beeinflussen. Monsanto lässt sich das laut einem Medienbericht 4,6 Millionen Dollar kosten. Auch Bayer und BASF sind mit 600.000 bzw. 500.000 US-Dollar dabei und unterstützen die Kampagne gegen die Kennzeichnungspflicht.