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Thema: AW: Brutentnahme, ist dies ein schwerer Eingriff ins Volk?

  1. #1
    Administrator Avatar von Josef Fleischhacker
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    AW: Brutentnahme, ist dies ein schwerer Eingriff ins Volk?

    Zitat Zitat von mahagugu Beitrag anzeigen
    Die totale Brutentnahme ist schlimm genug, weswegen ich sie auch nicht bei allen Völkern
    gemacht habe -
    Das möchte ich nun gerne weiterführen und dies doch noch eingehender besprechen.

    Immer wieder liest man "schwerer Eingriff ins Bienenvolk", darf ich fragen was man darunter versteht und inwiefern imkerliche Eingriffe überhaupt Schaden anrichten könnte?

    Hier kann über alles und jedes gesprochen werden, einzig imkerliche, aber auch bienenmäßige Interessen sollten primär sein.

    Josef

  2. #2
    Avatar von Hagen
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    AW: Brutentnahme, ist dies ein schwerer Eingriff ins Volk?

    Hallo,

    da möchte ich mich gleich mal anschließen und
    meine Erfahrungen in meiner bislang kurzen Zeit
    schildern.
    Gerade weil ich mich in diesem Jahr entschlossen habe, die
    totale Brutentnahme als Alternative durchzuführen.
    Hintergrund war, dass ich letztes Jahr ein Volk hatte, in dem
    wohl mehrmals Reinvasion in exorbitantem Maße statt fand und ich
    nach AS dann in der Not OS in verschiedenen Formen einsetzte.
    Immer Mit Pausen, und mit Varroafallzahlen gegen 10 000.
    Der Grund lag bei Bienenvölkern im Flugradius, die nicht bis
    garnicht gepflegt wurden.
    In diesem Jahr gab es nun ein Volk, das 18 Milben pro Tag hatte, und eines das
    4 Milben pro Tag hatte.
    Alle anderen Völker lagen bei weniger als 1 Milbe pro Tag.
    Da das Volk mit den exorbitanten Milbenzahlen zwar den Winter überstand,
    dann aber nicht mehr richtig durchstartete, wurde deutlich, dass eine Behandlung
    (gleichgültig welche) eben doch Nebenwirkungen hat.
    Ich entnahm bei oben genannten Völkern die Brut, packte diese in eine
    Beute mit nur wenig aufsitzenden Bienen, unterzog diese Beute dann sofort
    außerhalb des Standes einer AS - Dauerbehandlung (Nassenheider horiz. mit 60%)
    und die beiden Standvölker erhielten einen komplett neuen Satz ausgebauter Waben aus
    den ehemaligen Honigräumen (also jungfräulich) und wurden sogleich gefüttert.
    Es zeigt sich ein wunderbarer Stockaufbau mit sehr viel Brut, Futterkränze wie im Bilderbuch
    und sehr vitalen Bienen.
    Ich schätze einen solchen Eingriff zur richtigen Zeit daher deutlich sanfter und weniger
    invasiv ein, als ausgedehnte AS oder OS Behandlungen.
    Ich glaube an die Unantastbarkeit und an die Würde jedes einzelnen Menschen. Ich glaube, dass allen Menschen von Gott das gleiche Recht auf Freiheit gegeben wurde. Ich verspreche, jedem Angriff auf die Freiheit und der Tyrannei Widerstand zu leisten, wo auch immer sie auftreten mögen.
    (Gelöbnis auf die Freiheitsglocke zu Berlin)

    "Ich bin bekannt für meine Ironie. Aber auf den Gedanken, im Hafen von New York eine Freiheitsstatue zu errichten,
    wäre ich selbst nicht gekommen.
    George Bernard Shaw

  3. The Following 2 Users Say Thank You to Hagen For This Useful Post:

    Josef Fleischhacker (15.08.2013), Zucker (15.08.2013)

  4. #3
    Administrator Avatar von Josef Fleischhacker
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    AW: Brutentnahme, ist dies ein schwerer Eingriff ins Volk?

    Danke Hagen für diese wunderbare Schilderung Deiner bisherigen Erfahrung und Deiner Eindrücke.

    Zitat Zitat von Hagen Beitrag anzeigen
    Ich schätze einen solchen Eingriff zur richtigen Zeit daher deutlich sanfter und weniger
    invasiv ein, als ausgedehnte AS oder OS Behandlungen.
    Wie ich schon im Vorjahr und eben auch wieder aktuell erkennen konnte schadet Brutabsonderung mit der Absicht völlig neuen und frischen Wabenbau zu errichten in keinster Weise, die Bienen sind völlig ruhig, sogar ruhiger als Völker mit Brut und der sich darin befindlichen Milben, sie nehmen in aller Ruhe Futter an und bauen sich ein sehr schönes Nest.

    Überhaupt bin ich der Meinung Bienen sind imkerliche Eingriffe völlig egal, sie stellen sich unverzüglich den neuen Herausforderungen, da kann kommen was auch immer mag.

    Josef

  5. #4
    Avatar von mahagugu
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    AW: Brutentnahme, ist dies ein schwerer Eingriff ins Volk?

    Mir ist jetzt nicht klar was an meiner Aussage "schwerer Eingriff" so aufregend war.
    Totale Brutnahme heißt immerhin, das Brutnest wird total zerlegt, Brutwaben werden
    bienenfrei gemacht, usw. ...

    "leichter Eingriff" wäre bei mir sowas wie "Honigraum abnehmen" oder "ein paar Randwaben
    entfernen" - (wo eh nix drauf is...).

    Da kann und soll man als Anfänger ruhig Smoker und Schutz verwenden und nicht trödeln
    beim Arbeiten und vor allem genau und überlegt arbeiten und vor allem aufpassen , dass
    man die Königin nicht umbringt.

    Will ja nicht , dass jeder was das erste Jahr in seinem Leben Bienen hat glaubt, das wär
    jetzt von der Einfachheit her ein "Honiglecken" und da kann nichts schief gehen.
    Vor allem als Anfänger schafft mans immer wieder was falsch zu machen, --- ja und
    dann schreibt man dann hier sowas wie "Pannonische Killerbienen"
    (( der A. war ich nämlich vor ca. 2 Jahren selber )) oder "Königin versehentlich
    ins Gras gehaut" und dergleichen ...

    und ja , man schaffts als A. auch friedliche pannonische Carnica zur Weißglut zu bringen
    und bei erfahrenen Imkern schaff ich das scheinbar noch immer
    -----------
    -O<">[_]
    .... so , das wars bis jetzt von Mathias

  6. #5
    Avatar von heinz-egon
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    AW: Brutentnahme, ist dies ein schwerer Eingriff ins Volk?

    Zitat Zitat von drohne Beitrag anzeigen
    Danke Hagen für diese wunderbare Schilderung Deiner bisherigen Erfahrung und Deiner Eindrücke.



    Wie ich schon im Vorjahr und eben auch wieder aktuell erkennen konnte schadet Brutabsonderung mit der Absicht völlig neuen und frischen Wabenbau zu errichten in keinster Weise, die Bienen sind völlig ruhig, sogar ruhiger als Völker mit Brut und der sich darin befindlichen Milben, sie nehmen in aller Ruhe Futter an und bauen sich ein sehr schönes Nest.

    Überhaupt bin ich der Meinung Bienen sind imkerliche Eingriffe völlig egal, sie stellen sich unverzüglich den neuen Herausforderungen, da kann kommen was auch immer mag.

    Josef
    Hallo. Eine komplette Brutentnahme in dieser Jahreszeit habe ich noch nicht gemacht. Wohl aber nach der ersten Schleuderung. Hatte dazu eine Beitrag gelesen von einem Kanadier, der es im zeitigen Frühjahr gemacht hat. Habe dazu an anderer Stelle nachstehenden Beitrag verfasst .Nach der Vorgabe des Kanadiers in etwa zusammengefast, so wie ich es seit einigen Jahren handhabe. Ich habe es nur zu einem späteren Zeitpunkt gemacht, aber auch mit Erfolg, wusste aber nicht worauf sich dieser aufbaut.
    Trogbeuten i Bienenhaus / Trogbeute m Baura,i Schied/ Bienenhaus Anflug unten in die Trogb.
    Oben in d Ableger
    Varroa Dezimierung mit wenig Chemie? Finde den Beitrag sehr gut und als Bestätigung meiner Betriebsweise ab 2006 nachdem ich meine neuen Trogbeuten gebaut habe. Die Trogbeute fasst 18 Kuntschwaben + 1 Schied mit Sichtfenster oder Absperrgitter. 2 von meinen Honigräumen aufeinander gesetzt ergeben mit einem offenen Boden einen Ablegerkasten. Dieser Kasten wird nach der ersten Schleuderung, bei uns in normalen Jahren ca 25.4 -5.5. bestückt mit der alten Königin, zwei Leerwabe, das Schied mit Absperrgitter und 6 Brutwaben ( davon Zwei mit ansitzenden Bienen , von den anderen vier stoße ich die Bienen zuvor in die Trogbeute) auf das untere Volk vorne auf die Trogbeute gestellt. Die Bienen fliegen also oberhalb der alten Beute aus. Die restlichen Brutwaben meist 4-6 kommen in einen Sammelbrutableger, auch hier nur zwei mit anhängenden Bienen. Dieser erhält vom gutem Volk eine offene Brutwabe und von 2 Völkern die überzähliegen Brutwaben. ( Brutscheune) Behandlung zum rechten Zeitpunkt mit MS. Alle Flugbienen vom alten Volk und auch die aus dem Ableger und der Brutscheune fliegen wieder ins alte Volk mit den 2 Brutwaben mit der offenen Brut + zunächst ca 6-8 Leerwaben und Mittelwände, sowie 2 Futterwaben vorne und hinten. Bei guter Tracht werden die zügig ausgebaut und mit Honig gefüllt, da keine oder nur wenig Brut zu pflegen ist. Breche keine WZ aus, haben sie bisher immer alleine geregelt. Der obere Ableger mit der alten Königin, die ja abgesperrt war wird nach dem Schlupf der Bienen mit MS behandelt, die neuen Brutwaben werden aus dem Bereich der abgesperrten Königin dem Sammelbrutableger zugegeben. Den ganzen Vorgang immer nach Begutachtung des Volkes, um das gesamte nicht wesentlich zu schwächen. Sicherlich habe ich einige Kg Honig weniger, aber dafür 1. Keine Schwärme, 2. Neues Brutnest auf frischen Waben, 3. Nur bei Bedarf Chemie, 4. Wie ich meine gesündere Bienen.
    Das Problem ist der Verflug der Bienen der nicht nach diesem Schema behandelten Völker.
    Günstig ist der Beginn, wenn die ersten WZ angeblasen werden, zu sehen bei mir im Fenster des Schieds, zu betrachten durch die hintere Klappe in dem Trogbeutenbrutraum. Ableger bilde ich aus den Sammelbrutablegern nach der Freiluftschwarm Methode von Sklenar. Meist mit 2 zugekauften Königinnen, alle 2 Jahre. Das alte Volk mit der neuen Königin und die Bienen aus dem Ablegerkasten können problemlos vereinigt werden, indem der Ablegerkasten entfernt wird und die Bienen dann von oben in die untere Beute fliegen, indem die Abdeckung 1-2 cn freigemacht wird. Natürlich ohne die alte Königin. Brutwaben ? Den Zeitpunkt kann eine Tracht entscheiden oder der Herbst ob Vereinigung oder nicht. Auch bei Ausfall der Begattung der neuen Königin kann die alte das Volk wieder übernehmen. In den Jahren zuvor hatte ich nur gut die Hälfte der Brutwaben entnommen und dabei festgestellt, dass die Altvölker mit der neuen Königin für den Rest des Jahres immer weniger Varroa hatten als die welche ich nicht nach diesem Schema behandelt hatte. Musste oft feststellen, dass ich mir die Winterbehandlung ersparen konnte. Das ganze kann man verfeinern, indem fast verdeckelte Drohnenwaben mit eingebaut werden. Ist alle Jahre gut gelaufen bis auf das letztes Jahr wo ich im Herbst bei allen Völkern ungewöhnlich viel Varroa hatte, allerdings auch viel Honig. Auch bei den Ableger. Ist scheint mir eine Alternative. Durch den veränderten Ablauf dieses Jahres habe ich es nicht ausgeführt, sondern nur bei 2 Völker. Varroa bis Heute nur wenige. Heinz Egon

  7. #6
    Avatar von Palma40
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    AW: Brutentnahme, ist dies ein schwerer Eingriff ins Volk?

    Zitat Zitat von drohne Beitrag anzeigen
    Überhaupt bin ich der Meinung Bienen sind imkerliche Eingriffe völlig egal, sie stellen sich unverzüglich den neuen Herausforderungen, da kann kommen was auch immer mag.
    Schade das wir die Bienen nicht fragen können. Egal wird es ihnen vermutlich nicht sein, aber da hast Du schon Recht Josef, sie sind in der Lage mit jeder Situation fertig zu werden. Es ist überhaupt erstaunlich, was unsere Bienen sich gefallen lassen.
    Gruß aus dem Schwarzwald


    Jeden Tag geht die Sonne auf auch wenn wir sie nicht sehen.

  8. Folgender Benutzer sagt Danke zu Palma40 für den nützlichen Beitrag:

    Hagen (16.08.2013)

  9. #7

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    AW: Brutentnahme, ist dies ein schwerer Eingriff ins Volk?

    Zitat Zitat von drohne Beitrag anzeigen
    Überhaupt bin ich der Meinung Bienen sind imkerliche Eingriffe völlig egal, sie stellen sich unverzüglich den neuen Herausforderungen, da kann kommen was auch immer mag.
    Ich habe die total Brutentnahme schon mehrfach gemacht, aber ich denke nicht dass es so gut funktioniert, weil sich die Bienen eben nur einer neuen Situation stellen, sondern ich denke es funktioniert, weil totale Panik herrscht und massiv etwas getan werden muss, damit man den Winter überleben kann. Es ist also eine reine Überlebensfrage.

    Ihr alle kennt doch bestimmt tragische Fälle von Menschen die vor dem Nichts standen, verursacht durch Hochwasser oder Brand. Die Menschen besinnen sich, helfen alle zusammen und irgendwann ist auch diese schlimme Situation gemeistert. Danach sieht es oft besser aus als vorher, aber selbst im Nachhinein hätte sich diese Situation niemand gewünscht.

    Wir Imker stellen die Bienen immer wieder ganz selbstverständlich vor das Nichts. Wir entfernen zum Beipiel total bewusst Königinnen, entnehmen alle Brut, etc.

    Ich glaube nicht, dass diese Eingriffe bienengemäß sind. Sie werden einfach angewandt, weil sie ein honiggieriger Imker als zweckmäßig erachtet. Selbstverständlich nehme ich mich selbst da nicht aus.

  10. The Following 5 Users Say Thank You to Alpenimker For This Useful Post:

    lupi (16.08.2013), Nils (16.08.2013), Spessartbiene (16.08.2013), Zucker (16.08.2013)

  11. #8
    Administrator Avatar von Josef Fleischhacker
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    AW: Brutentnahme, ist dies ein schwerer Eingriff ins Volk?

    Zitat Zitat von mahagugu Beitrag anzeigen
    Mir ist jetzt nicht klar was an meiner Aussage "schwerer Eingriff" so aufregend war.
    Überhaupt nicht, wir wollen lediglich darüber reden und nicht immer nur die Seite der Imker betrachten, sondern eher jene der Bienen sehen.

    Eines ist interessant, mein TBH ist unwahrscheinlich ruhig, viel mehr jedenfalls als ÖBW Völker, so nimmt sogar meine Frau ohne Rauch und ohne jeden Schutz den sehr schweren Deckel ab, die Bienen sitzen wie Maikäfer drinnen, offenbar wissen sie bereits, kommt ihr Frauchen, so kommt auch Futter. Hier erfolgt nahezu kein Eingriff egal wo auch immer, einzig von oben wird dieses Volk beobachtet.

    Josef

  12. #9
    Avatar von Josef Gruber
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    AW: Brutentnahme, ist dies ein schwerer Eingriff ins Volk?

    Hallo!

    "Brutentnahme, ist dies ein schwerer Eingriff ins Volk?"

    Mit einen Kunstschwarm kann sich fast jeder identifizieren, aber bei der totalen Brutentnahme
    da scheiden sich die Geister.
    Ich praktiziere die Brutentnahme in verschieden Varianten schon das vierte Jahr.
    Und wenn mann einige Punkte beachtet, sind dies die stärksten Völker im nächsten Jahr.

    Meine Grundregeln:
    - Brutentnahme muß bis spätestens 20. Juli abgeschlossen sein
    - Völker welche nicht zwei Zanderzargen füllen würden, werden aufgelöst.
    Meist sind es jene Völker, die untern Durchschnitt liegen
    - die Völker müssen Polen zur Verfügung haben
    - die Völker werden im Zuge der Brutentnahme nicht auf andere Stände verbracht

    Als Problem betrachte ich die Verwertung der Brutwaben:
    - in Waldtrachtgebieten ist noch meist Honig auf den Brutwaben
    - die gängige Praxis Brutsammler auf einen anderen Standplatz zu bringen heißt aber auch
    den Nachbarimker mit einer geballten Ladung von Milben zu beglücken
    - der Honig dieser Brutsammler ist meist sehr feucht

    Bei mir verbleiben die Brutwaben am Stand.
    Die Brutwaben von 3-4 Völkern werden den schwächsten Völkern oder einen kleinen Ableger aufgesetzt.
    Nach dem Auslaufen der Brut werden auch diese Völker auf Mittelwände gesetzt und die Waben geschleudert.

    Abgesehen vom hohen Arbeits- und Materialaufwand gibt es nur Vorteile:
    - die Völker errichten in kürzester Zeit neuen Wabenbau
    - Bauerneuerung ist für den Rest des Jahres kein Thema
    - Krankheitskeime und Milben werden hinter sich gelassen
    - nur starke Völker mit einer guten Königinn schaffen es - in diesem Sinne eine Selektion für's nächste Jahr
    - der Einsatz vom Milbenbekämpfungsmittel kann wesentlich reduziert werden

    Heuer hab ich zum zweiten mal auf einen Stand Brutentnahme nach Horst Büchler durchgeführt.
    Ich glaub es ist sehr gut gelungen und die Tracht konnte wesentlich länger genutzt werden.

    Schöne Grüße Sepp
    Angehängte Dateien

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    Hagen (16.08.2013), mahagugu (16.08.2013)

  14. #10

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    AW: Brutentnahme, ist dies ein schwerer Eingriff ins Volk?

    Hallo Sepp, du hast nicht genau gelesen. Dass es super funktioniert bestreitet ja niemand.

    Manche, wie ich, sind nur der Meinung es sei ungefähr so bienengemäß, wie wenn dir jemand die ganze Hütte niederbrennt und nach zwei Jahren, in denen du dich fast zu Tode geschuftet hast, zu dir sagt: "Was willst du eigentlich Sepp? Hat doch super funktioniert. Schau dir an, alles wunderschön neu!"

    Als Reaktion könnte ich mir gut vorstellen, dass es ein ausdrucksstarkes Wörtchen oder eine Ohrfeige setzt.

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