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Thema: Akazienhonig – Robinienhonig

  1. #1
    Administrator Avatar von Josef Fleischhacker
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    Akazienhonig – Robinienhonig

    In den Wäldern des Weinviertels blühen die Akazienbäume je nach Witterung etwa von 20. Mai bis Anfang Juni. Der Eintrag aus den Akazienblüten kann bei günstiger Witterung und vitalen Bienenvölkern durchaus eine Massentracht sein. Unter ungünstigen Wetterverhältnissen kann die Tracht von diesen überaus fragilen und sehr zarten Blüten innerhalb weniger Tage beendet sein. Sehr schlecht sind zB. frostige Nächte während der Entwicklung der jungen Trauben, föhnige und trockene Ostwinde können die Blüten innerhalb weniger Tage zum verblühen bringen, aber auch Gewitter mit heftigen Regenfällen und Hagelschauer während der Blüte, kann die Tracht jederzeit und abrupt beenden.

    Herrschen allerdings optimale Wetterverhältnisse und die Bienenvölker sind in sehr gutem Zustand, können unsere fleißigen Sammler pro Tag durchaus einige Kilo hochwertigen Akazienhonig einbringen. Es ist für den Bienenbetreuer immer wieder ein Erlebnis, wie die fleißigen Sammler die Wabenzellen bis zum äußersten Rand schneeweiß versiegeln.

    Manche Imker wandern mit ihren Völkern sogar zweimal hintereinander diese überaus wertvolle Tracht an. Um dies zu ermöglichen, wird mit den Völkern zuerst in den Pannonischen Raum gewandert, um in der Folge im nördliche Weinviertel abermals wertvollen Akazienhonig zu ernten.

    Der Akazienhonig ist überaus zart und mild im Geschmack und Abgang, vom aussehen her fast klar wie Wasser und schmeckt sehr angenehm süß. Dieser äußerst begehrte und geschätzte Honig bleibt nahezu zwei Jahre flüssig, eignet sich also bestens für Honigspender und Kunden die flüssigen Honig bevorzugen. Der Grund warum dieser Honig sehr lange flüssig bleibt, ist der hohe Anteil an Fructose.

    Zuckerkonzentration des Robinien Nektars etwa 45 - 55% - je nach Trachtstelle
    Honigwert pro Baum etwa 250 – 500g
    Pollenwert: Robinien zählen zu den ausgesprochen Pollenarmen Pflanzen.

    Reinen Bienenhonig wird nichts hinzugefügt und nichts entnommen, er ist deshalb zu 100% natürlich, also von Bienen produziert und vom Imkermeister geerntet.

    LG Josef

  2. Folgender Benutzer sagt Danke zu Josef Fleischhacker für den nützlichen Beitrag:

    Bumble Bee (06.06.2020)

  3. #2

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    AW: Akazienhonig – Robinienhonig

    Hallo Josef,

    Vielen Dank für die wertvollen Infos um die Robinienblüte und den Honig.

    Bei uns blühen die Robinien seit einigen Tagen, und schon hat es hineingeregnet.
    Die Robinie ist auch ein häufiger Baum hier in der Stadt, und durch die derzeitige Blüte auffällig. Aktuell blüht sie zeitgleich mit der Rosskastanie.
    Mehr als trocken war es die letzten Wochen, dazu der Wind, der alles förmlich ausgedörrt hat.
    Der Start deer Blüte lag in dieser Trockenheit.

    Mich würde Folgendes interessieren:
    Ab wann hören die Robinien wirklich zu honigen auf, oder vertragen sie zu Beginn doch noch etwas Regen oder Trockenheit?

    Zu den angesprochenen Rosskastanien: Stimmt es, dass die Hummeln die Rosskastanienblüten aufbeißen müssen, um an den Nektar zu kommen? Die Honigbienen (und die Imker) seien hier nur Nutznießer.

    Ja, spannend ob jetzt noch was reinkommt. Ansonsten heißt es warten.

    Grüße.

  4. #3
    Administrator Avatar von Josef Fleischhacker
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    AW: Akazienhonig – Robinienhonig

    Zitat Zitat von Bienenhiasl Beitrag anzeigen
    Mich würde Folgendes interessieren:
    Ab wann hören die Robinien wirklich zu honigen auf, oder vertragen sie zu Beginn doch noch etwas Regen oder Trockenheit?
    Regen und Trockenheit sind in der Akazie überhaupt kein Problem, an warmen Regentagen kann diese Tracht förmlich rinnen.

    Zwei Dinge gibt es die fatal für diese Tracht sind, dies sind

    * heiße trockene Ostwinde, da ist der Nektar innert weniger Tage komplett versiegt

    * Temperaturen unter 20 Grad, diese Blüten lieben feuchte Wärme und schwüle Nächte

    Zitat Zitat von Bienenhiasl Beitrag anzeigen
    Zu den angesprochenen Rosskastanien: Stimmt es, dass die Hummeln die Rosskastanienblüten aufbeißen müssen, um an den Nektar zu kommen? Die Honigbienen (und die Imker) seien hier nur Nutznießer.
    Also das ist mir völlig neu und kann ich mir echt nicht vorstellen.

    Viele Wiener Parks und deren Kastanienalleen sind geradezu großartige Trachtgebiete, Wanderimker stellen sich reihenweise im dortigen Forstamt an um einen Standort zu bekommen. Besonders begehrt sind Augarten und Prater Hauptallee, viele von denen kenne ich persönlich, aber von Hummeln als gewissermaßen Wegbereiter für den begehrten Nektar hat noch niemand erwähnt.

    Josef

  5. #4

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    AW: Akazienhonig – Robinienhonig

    Hallo Josef,

    dieser Beitrag ist allerdings OT.

    Ich weiß nicht mehr, woher ich das mit den Rosskastanienblüten hatte, daher auch die Nachfrage.

    Laut dem Artikel über Hummeln in Wikipedia können Hummelarten mit kurzen Rüsseln durchaus Blütenkelche seitlich aufbeißen, um an den Nektar zu kommen. Das heißt Blüteneinbruch oder Nektarraub. So clever sind die Honigbienen dann schon, diese Nektarquellen auch zu benutzen. Ob es bei der Rosskastanie ggf. in untergeordnetem Maß der Fall ist, wer weiß.
    Allgemein notwendig scheint es nicht zu sein, sonst wäre es bekannter.

    Eine sehr interessante Information über die Rosskastanie
    findet nan hier: http://www.lwf.bayern.de/mam/cms04/b...anie_gesch.pdf

    Hier insbesondere der Abschnitt Blüte und Reproduktion.

    Grüße.

  6. #5
    Administrator Avatar von Josef Fleischhacker
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    AW: Akazienhonig – Robinienhonig

    Zitat Zitat von Bienenhiasl Beitrag anzeigen
    ... dieser Beitrag ist allerdings OT.

    Ich weiß nicht mehr, woher ich das mit den Rosskastanienblüten hatte, daher auch die Nachfrage.
    Da fachlich wertvoll ist dies überhaupt kein Problem und sollten noch mehr Beiträge von und über Rosskastanien kommen so kann ich dies ja immer noch in die richtige Abteilung übertragen.

    Josef

  7. #6
    Administrator Avatar von Josef Fleischhacker
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    AW: Akazienhonig – Robinienhonig

    Die Akazie ist in unserer Region bereits durch, gestern gab es trotz starker Flüge noch etwas Zunahme, Eigenverbrauch abgerechnet ergab die ein Minus von 0,1 Kilo.

    In diesen 2,5 Wochen stieg das Gewicht von 43 auf etwa 63 Kilos an, somit eine Schleudermenge von immerhin doch 20 Kilo. Ist in der Akazie eher bescheiden, bei guter Wetterlage wäre problemlos das Doppelte möglich, aber was soll´s.

    Do 04.06.20 15,3 22,8 65,0 79,0 Schmida... 62,9 -0,1 28,5
    Details..
    Mi 03.06.20 15,2 23,3 58,0 78,0 Schmida... 63,0 0,5 28,6
    Details..

    Dieser wertvolle Honig wird in den nächsten Tagen wird geschleudert, somit kann die Linde erwartet werden.

    Josef

  8. #7
    Avatar von Beespace
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    AW: Akazienhonig – Robinienhonig

    Da habt ihr es noch gut erwischt Josef bei uns dürfte die Akazie seit 1-2 Wochen durch sein und eine positive Gewichtsänderung wär maximal im einstelligen Bereich, da war dieses Jahr nichts zu holen.

    Linde bin ich gespannt ob wir diese hier noch spüren sonst kann man fast schon sagen das Bienenjahr ist um ich bereite mich auf die 5B Methode vor kalkuliere den Materialeinsatz (irgendwie hab ich immer zu wenig Beuten), richte die Rähmchen usw.

    Achja an einem Stand hab ich klebrige Blätter an der Buche bringt das auch was?
    Grüße
    Tom

  9. #8
    Avatar von Mike54
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    AW: Akazienhonig – Robinienhonig

    Zitat Zitat von Beespace Beitrag anzeigen
    Achja an einem Stand hab ich klebrige Blätter an der Buche bringt das auch was?
    das gibt leckeren Blatthonig, 2016 hatten wir das hier zuletzt.
    volle Honigtöpfe wünscht Mike 54

    https://www.dreschhausenimker.de/

  10. Folgender Benutzer sagt Danke zu Mike54 für den nützlichen Beitrag:

    Beespace (06.06.2020)

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