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Thema: Winterbehandlung - verzichtbar?

  1. #21

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    Winterbehandlung verzichtbar? Restentmilbung? Zum Nachdenken!

    Zitat Zitat von Astacus Beitrag anzeigen
    Hallo,

    ich würde auf keinen Fall auf eine Restentmilbung verzichten, dies zeigen alleine schon meine Abwurfzahlen nach der diesjährigen Restentmilbung:

    stärkster Abfall bei einem Volk mit natürlichen Abfall von 10 Milben/Woche waren 876 Milben wäre ein Rechenfaktor von 613

    Also zum Abschätzen der Varroazahlen muß ich bei meinen Völkern den natürlichen Abfall x mindestens 600 multiplizieren und auf den Faktor komme ich schon seit Jahren, ich kann jedenfalls die Meldungen von Kollegen von einem Abfall < 10 Milben bei der Restenmilbung nicht nachvollziehen, dies habe ich in meinem ganzen Imkerleben noch nicht gehabt. Mein Tiefstrekord lag einmal bei 43 Milben.


    Gruß
    Hans Peter
    Hallo,
    auf Grund der hohen Milbenabfallzahl des stärksten Volkes von Hans Peter, bei der "Restentmilbung" möchte ich an etwas erinnern.
    Die Entmilbung wurde optimal ausgeführt, ich gehe von einem Wirkungsgrad von 95 % aus, trotzdem sind die verbliebenen
    5 % bereits 46 Milben. Wenn man davon ausgeht, daß sich die Milbenanzahl jedes Monat verdoppelt, so sind im August 5888 (theoretisch) im Volk. So gesehen würde ich es eher nicht als Restentmilbung bezeichnen.

    Durch die rasante Vermehrung ist sicher auch bereits im Mai, Juni durch Verflug und Drohnenflug mit einem verstärkten
    Eintrag von Milben zu rechnen, sodaß meist Drohnenbrut schneiden erfolgt.

    Was spricht eigentlich gegen eine "Kontrollbedampfung" im Oktober oder Anfang November? Eine genaue Kontrolle des Milbenfalls natürlich vorausgesetzt. Die Milbenanzahl wird bereits massiv verringert. Läßt sich auch bei "Fischermühle - Varrox" etwas nachlesen.

    Ich mache dies so und habe keinerlei Probleme. Die Restentmilbung wird tatsächlich zur Restentmilbung.
    Der Abfall ist durchwegs unter 10 Milben, bei einigen Völkern hatte ich auch schon 0!!! Ich habe 25 Völker.
    Den Milbenabfall beobachte und notiere ich nach wie vor (jedoch nicht täglich).
    Die 1. Milbe ist heuer am 25. Mai gefallen - eine lebende.
    Es ist im darauffolgenden Jahr absolut kein Drohnenbrutschneiden erforderlich.

    Gruß
    Manfred


    (Hans Peter, es soll keine Kritik an Deiner Restentmilbung sein. Über den hohen Milbenfall bei der Restentmilbung liest man immer wieder).

  2. #22
    Avatar von Astacus
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    Hallo Manfred,

    mit deiner Rechnung von 46 Milben im Volk bin ich voll bei dir. Meine Abfallzahlen Mitte Juli bei der Hauptentmilbung liegen so bei 2500 Milben und dies nach 3maligen Drohnenschneiden. Mit dem Faktor 600 wollte ich Nils meine Berechnung offen legen um den Varroabefall einzuschätzen. Da ich seinen natürlichen Abfall vor der Bedampfung nicht kenne, sollte es ihm als Hilfe dienen.
    z.B. er hatte einen natürlichen Abfall von 1 Milbe / Tag und es sind bei dem Bedampfen 330 Milben abgefallen, würde ich ihm sagen, die Bedampfung im November war definitiv zu früh und er sollte noch mit >200 Milben rechnen. An der Imkerschule wurde mir der Faktor 300 gelehrt, doch aus meinen eigenen Erfahrungen habe ich ihn bei Vollvölkern (bei der Kirschblüte schon 1. Honigraum oben) auf 600 erhöht.
    Mit <50 Milben im Volk nach der Restentmilbung kann ich gut leben.

    @Nils ein Volk, welches 5 Wabengasse besetzt und den 1.1. erlebt, ist bei mir noch nie eingegangen.

    Gruß
    Hans Peter

  3. #23
    Avatar von Nils
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    Hallo Hans Peter und Manfred,

    Einen natürlichen Milbenabfall vor der Bedampfung kann ich leider nicht liefern, denn ich hatte vorher Api Life Var eingelegt (Anfang August). Die Bedampfung erfolgte, als mir die Temperaturen im Oktober zu niedirg und die Milbenzahlen immer noch zu hoch erschienen.

    Wie erwähnt habe ich bei zwei Völkern in den letzten 3 Wochen keine Milbe auf der Windel, bei einem Volk sogar seit 5 Wochen. Und das mit nur 2x bedampfen im Oktober/November.

    Mein stark belastetes hatte 0,65 Milben/Tag in diesem Zeitraum - es wurde erst 3x mit Thymol und dann bis November 6x im Abstand von ca. 4 Tagen bedampft, dann habe ich mich nicht mehr getraut - die armen Bienen!...

    Die Windel habe ich wieder eingelegt und werde in einigen Tagen nochmal vorsichtig kontrollieren. Zu Weihnachten soll es hier +9 Grad warm werden, da werden sie mir die Windel-Störung hoffentlich verzeihen.

    Eine Bedampfung in deren Folge keine einzige Milbe fällt, halte ich für überflüssig und sollte -meiner Meinung nach - vermieden werden. Auch wenn die Bienen das scheinbar gut vertragen ist es trotzdem eine Belastung. Wie sollen sie in der Traube ohne Bienenflug die Säuren wieder rausbringen?
    Und genau das ist ja mein Problem: wann ist es genug? Oder anders: wann ist der Nutzen höher als der Schaden?
    Ich denke mit meinen Völkern bin ich an eben dieser Grenze sehr nah dran...

    Mir ist wichtig dass ich meinen ersten Bienenwinter nicht versaue. Das ist mir wichtiger als Milbenfreiheit (die es eh nicht gibt). Habe ich im nächsten Frühsommer dann ein Milbenproblem werde ich es rechtzeitig erkennen, denn das Zählen werde ich nicht mehr aufhören. Einen natürlichen Milbenfall von 30 Milben pro Tag will und werde ich nie wieder haben!!!

    Es ist schwer zu entscheiden ob ich nochmal bedampfe oder nicht. Denn beide Seiten haben gute Argumente. Sowohl die Taschenrechner-Spielchen als auch die Erfahrungen von langjährigen Imkern sprechen für sich…

    Der Alfranseder Erich empfiehlt die letzte Abschlußbehandlung schon Mitte / Ende November. Meine war Anfang November. Da hätte ich vielleicht noch 1x bedampfen sollen, denn die Bienen flogen noch aus. Sie hätten die Säure also noch ausscheiden können.

    Bedampfe ich jetzt, sitzen sie wohl bis Februar/März im sauren Milieu - das missfällt mir…

    Nönö, ich muß sagen eine Dezemberbehandlung finde ich mehr und mehr zum davonlaufen! Ich werde mich mal genauer mit dem Theama "frühe Winterbehandlung im November" beschäftigen...


    Servus,

    Nils


    P.S.:
    @Gartenmundl: du kriegst eine PM von mir…
    @papa: auh ja, 70 Völker, her damit! Dann dreh ich völlig durch *grins*

  4. #24
    Avatar von Salsa
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    Zitat Zitat von Nils Beitrag anzeigen
    Nönö, ich muß sagen eine Dezemberbehandlung finde ich mehr und mehr zum davonlaufen! Ich werde mich mal genauer mit dem Theama "frühe Winterbehandlung im November" beschäftigen...
    Hallo Nils,
    mMn ist eine Dezemberbehandlung besser als eine frühe Winterbehandlung im November. Im beiden Behandlungen belastest du die gleichen wertvollsten Winterbienen. Doch im Dezember erwischst du die Milben viel besser. Ich würde eher die Winterbienen im November schonen und nur einmal in Dezember belasten.
    LG Salsa
    Carnica und Buckfast in der 12er Dadantbeute

  5. Folgender Benutzer sagt Danke zu Salsa für den nützlichen Beitrag:


  6. #25
    Avatar von Nils
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    Da hast Du bestimmt auch recht Salsa, denn jede Behandlung ist eine Belastung für die Bienen.
    Allerdings können die Bienen im November nochmal richtig aufs Klo gehen und einen Reinigungsflug machen, während die jetzt bedampften Völker bis zum Februar in dem saueren Milieu bleiben müssen. Die OS bleibt sowohl auf den Waben als auch auf und vielleicht sogar in den Bienen bis sie endlich wieder fliegen können.

    Der letzte große Flugverkehr war heuer bei mir am 25.11.12.
    (Da gingen sie alle nochmal schnell aufs Klo und dann ritten sie los.... Ähm, nö, falscher Film )

    Welche Belastung für die Bienen nun verträglicher ist - darüber kann man vermutlich vortrefflich diskutieren...

    Servus,

    Nils
    der irgendwie nervös wird, wenn er diese Tage von alle liest, dass sie gerade winterbehandeln...

  7. #26
    Avatar von Palma40
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    Zitat Zitat von Nils Beitrag anzeigen
    Nils
    der irgendwie nervös wird, wenn er diese Tage von alle liest, dass sie gerade winterbehandeln...
    Nils, laß Dich nicht verrückt machen, Deine Bienen überstehen den Winter und nächstes Jahr sieht es wieder ganz anders aus und mit jedem Jahr wirst Du sicherer.
    Gruß aus dem Schwarzwald


    Jeden Tag geht die Sonne auf auch wenn wir sie nicht sehen.

  8. Folgender Benutzer sagt Danke zu Palma40 für den nützlichen Beitrag:

    Nils (19.12.2012)

  9. #27

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    Zitat Zitat von Nils Beitrag anzeigen
    Nils
    der irgendwie nervös wird, wenn er diese Tage von alle liest, dass sie gerade winterbehandeln...
    Du bekommst eine auf die Finger geschnalzt, wenn du auch nur in die Nähe der Beuten kommst, alles klar?
    Nicht weinen, alles wird gut

  10. Folgender Benutzer sagt Danke zu Alpenimker für den nützlichen Beitrag:

    Nils (19.12.2012)

  11. #28
    Avatar von Nils
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    Zitat Zitat von Wolli Beitrag anzeigen
    Du bekommst eine auf die Finger geschnalzt, wenn du auch nur in die Nähe der Beuten kommst, alles klar?
    Bin ja schon weg....





  12. #29
    Avatar von Milbi
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    Totbehandeln?

    Hallo Leute, Hallo Anfänger

    Ich möchte das Thema "totbehandeln" nicht ewig breit trampeln, aber in diesem Zusammenhang zeige ich euch
    gerne 2 Grafiken, die ich gestern und vorgestern bei meinem Waagvolk abgenommen habe.

    Mittwoch.jpg

    Die dunkelrote Kurve zeigt die Innenraumtemperatur in Wabengasse 5 meines Waagvolkes.
    Und die ging ziemlich genau gegen 14:00 Uhr signifikant nach oben.
    Was war geschehen?
    Genau: Ich hatte 2gr Oxalsäure verdampft. Mehr nicht, eine Aktion von 5 Minuten.
    Und dann schaut mal, wie lange die Bienen benötigten, um wieder auf Ausgangstemperatur zurück zu kommen.
    Donnerstag.jpg
    Selbst nach 24 Stunden waren die Bienen noch immer nicht vollständig wieder zur Ruhe gekommen.
    Faszinierend. Aber auch eine Warnung an uns Imker:
    Kein Eingriff bleibt ohne Folgen.
    Das gilt auch fürs schnell-mal-reinschauen- im Sommer.
    Diese Erkenntnis ist natürlich nichts Neues, aber es jetzt tatsächlich mal schwarz auf weiss zu sehen, hat mich doch
    etwas verblüfft und in meiner Grundmentalität bestärkt, die Völker nur so wenig zu stören wie irgend notwendig.
    Mit herzlichen kollegialen Grüßen


    Michael

  13. The Following 2 Users Say Thank You to Milbi For This Useful Post:

    fix (22.12.2012), Nils (21.12.2012)

  14. #30
    Avatar von Nils
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    Danke Michael,

    das ist eine sehr, sehr interessante Grafik! Es paßt zu dem, was ich vor einigen Tagen mit der HOBOS-Kamera beobachtet habe. Auch dort hat es einige Zeit gedauert, bis sich das Volk beruhigt hat! Was letztendlich auch der Anstoß für mich war zu fragen, ob ich auf die Bedampfung verzichten kann/soll/darf.

    Mittlerweile beschleicht mich der Verdacht, dass die Bienen es sogar irgendwie mitbekommen, wenn ich grad mal am Kasten vorbeigehe...

    Deine Messungen bestärken mich darin, nichts mehr zu tun!


    Nils

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