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Thema: Gelbe Wiese - was ist hier passiert?

  1. #31
    cornelius
    Gast
    Ergänzung zum Beitrag Nr.11
    Die Nährstoffversorgung der Pflanzen ist ausgewogen und bedarfsgerecht zu gestalten. ... .. dass der Befall durch
    Schadorganismen nicht gefördert wird. "
    "Sofern praktikable und umweltverträgliche nichtchemische
    Abwehr- und Bekämpfungsverfahren zur Verfügung stehen, sind diese zu bevorzugen".

    Und diese praktikablen Verfahren zur Abwehr und Bekämpfung von Schadorganismen ohne Pflanzenschutz(gift)mittel stehen jedem Landwirt zur Verfügung. Nur diese werden von den Lobbyisten der Pestizidindustrie verneint und in Bausch und Bogen verurteilt.
    Wer sind diese Lobbyisten: http://fnl.de/fnl/organisation.html
    Und der Deutsche Bauernvewrband ist führend in dieser Mafiaähnlichen Organisation FNL.
    Statt nun offen zuzugeben, dass z.B Herbizidresistenz eine Folge des Irrweges war, wird mit Empfehlungen herum gedocktert, die den Irrweg noch verlängern. Das Eingeständnis des Versagens müsste bei Bayer & Co doch die Konsequenz auslösen, derartige Produkte vom Markt zu nehmen. Aber dies zuzugeben und korrekt zu handeln, das hätte zur Folge, dass die Gewinne wegbrechen und Renditeziele von mindestens 20% vollends zu Luftblasen würden. Diesen Absturz will sich kein Management leisten, zumal das eigene 7-stellige Jahreseinkommen in diesen Etagen massiv schrumpfen würde.
    Also wird ein "Ausweg" gesucht, die Chemieprodukte doch noch an die Landwirte (und letztlich an die Verbraucher) zu bringen.
    Der Berater Th... W... von Bayer weiss sicherlich ganz genau, dass der richtige Weg der Rückkehr zu einer lang erprobten Fruchtfolge wäre, und die sorgfältige Reinigung des zu verwendenden Saatgutes, sowie die pingelige Säuberung der Erntemaschinen zwischen den Einsätzen auf verschiedenen Schlägen wäre. Aber statt dessen wird von Bayer&Co suggeriert, man könnte Zeit sparen, indem man die verschleppten Beikräuter durch Herbizide tot schlägt. Aber die Natur schlägt zurück - z.B mit Herbizidresistenzen!


    Hinweis: Ein Name wurde von mir gekürzt
    Drohne

  2. #32
    Avatar von kuttel
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    Zitat Zitat von Jena Beitrag anzeigen
    Du willst also den Landwirt verteufeln, weil er die ihm anvertraute gute fachliche Praxis mit Leben erfüllt.
    Dafür kann der Landwirt aber nix, der Segen dafür kam aus anderem Munde! Vielleicht solltest du dich an jene Architekten wenden.
    Was würdest du sagen, forderte der Landwirt im Gegenzug von dir, die gute fachliche Praxis der Milbenzucht (Varroabehandlung) einzustellen? Aus meiner Sicht ist das eine legitime Forderung.

    Jena
    ..und ich habe wirklich Deinen ersten Beitrag hier als gut gesetzte Satire angesehen und konnte mein Schmunzeln und meine
    Hochachtung für das Geschick dabei nicht verhehlen.
    Jetzt muss ich wohl meinen Irrtum erkennen und bin einigermaßen entsetzt.
    Muss man in den ersten Antworten nach dieser Erkenntnis noch einmal nachdenken, kann man sich diese Mühe im letzten Satz ersparen.
    Der Vergleich mit einer "fachlichen Praxis der Milbenzucht" ist wirklich (mir fällt kein besserer Ausdruck ein) hirnrissig !
    Wir brauchen nämlich nur die Berücksichtigung der guten landwirtschaftlichen Praxis einfordern, bei deren Einhaltung kein einziger
    Landwirt seine Existenzgrundlage verliert, während Du mit diesem Versuch eines Vergleiches das Sterben der Tiere( hier Bienen)
    forderst.
    Aus meiner Sicht keine legitime, mehr eine idiotische Forderung !
    mfg
    Hartmut

  3. #33
    Avatar von the czar
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    Zitat Zitat von Jena Beitrag anzeigen
    Gute fachliche Praxis ist u.a. die wissenschaftlich immer wieder als unbedenklich für Bienen festgestellten Neonics nach den vom Hersteller/Gutachter als richtig erkannten Aplikationstechnologie auszubringen.

    Jena
    Hast du dich selbst als Imker noch nie gefragt, ob an den unzähligen Gutachten, wissenschaftlich unabhängigen Studien, ja selbst Aussagen von unseren Bieneninstituten, die das Gegenteil behaupten, etwas dran sein könnte?
    Das ist man doch seinen Tieren schuldig, zumindest theoretisch solche Warnungen in Betracht zu ziehen und nicht noch öffentlich die Fahne für die Neonics zu schwingen.
    Ich selbst habe es am eigenen Leib erfahren müssen, wenn Neonics die eigenen Bienen schädigt, abertausende tote Bienen als Teppich vor den Beuten liegen und man machtlos zusehen muss. So etwas bricht einem das Herz
    Ich weiß welcher Druck auf Zulassungsbehörden liegt, wenn diese von milliardenschweren Konzernen bedrängt werden.
    Ich habe nicht vergessen wie dies 2008 im großen Stile in die Hose ging, obwohl es vorher bekannt war und kritisiert wurde.
    Würden alle so die Fahnen schwingen, hätten wir noch manchen Wirkstoff aus der Vergangenheit, die heute verboten, früher aber genauso zugelassen waren.

  4. #34
    Jena
    Gast
    Ist es nun gute fachliche Praxis hoheitlich als unbedenklich anerkannte und zur Anwendung empfohlene -untergewissen Voraussetzungen sogar hoheitlich angewiesene- Neonics auszubringen oder ist es das nicht?

    Und wer etwas gegen Pestizide einwendet, wendet sich damit zweckmäßig an wen?

    Jena

  5. #35
    Avatar von Nils
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    Es ist zumindest empfehlenswerte und gute fachliche Praxis nicht allzu hoheitsgläubig zu sein.

  6. #36
    Avatar von gartenmundl
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    Es ist schön zu sehen wie diese Disskussion ins Rollen kommt, Hauptsache sie bleibt sachlich!

    Ein paar Dinge die ich gerne ergänzen möchte:

    Peter:

    ALLE PSM-Mittel schaden den Bienen und hier können wir ruhig, wie du so schön sagst, pauschalisieren.
    Du irrst gewaltig, wenn du glaubst, die Fungizide seien harmlos.
    Ich habe nie behauptet Fungizide seien harmlos. Aber das heißt noch lang nicht jeder Landwirt , der mit der Spritze aufs Feld fährt ist ein "Umweltzerstörer" oder "Bienenkiller". Ich hab das mal etwas überspitzt dargestellt, aber genau das passiert leider so! Vielleicht hat der Bauer nur einen N-Dünger in der Spitze und düngt sein Feld? Deshalb : Bitte nicht pauschalisieren sondern die jeweilige Situation im Augen zu haben.
    Verstehst worauf ich hinaus will?

    Nils:
    Ich will den Menschen sagen, hey, schaut mal was da passiert ist, der hat das und das gemacht und das hat auf Bienen diese und jene Folgen. Schaut's Euch an und urteilt selber!
    Mach das, nur urteile nicht vorschnell!

    Und jetzt bin ich wieder da wo ich schon mal war:

    Hartmut alias Kuttel:

    Die Frage die Du dann beantworten musst ist aber dann, ob Du nicht siehst, dass in
    diesen Bereichen eine Entwicklung zu erkennen ist, die von der "guten Praxis" weg führt !?
    Ja es wird zu viel gespritzt, weil es immer noch zu billig ist oder sagen wir mal billiger als andere Pflanzenschutzmaßnahmen.
    Solange das so ist sollten wir Imker den Dialog suchen.

    @all:
    Deshalb: Geht mit Argumenten und freundlich auf Landwirte zu, aber verurtleilt sie nicht von vorneherein.
    Landwirtschaft betreibt auch Naturschutz, schon vergessen?


    Das hier hat mich damals sehr beeindruckt:
    http://www.bienenforum.com/forum/sho...ght=imkerthing
    Nur so etwas bringt uns weiter!


    "Imkerei und Landwirtschaft", ein sensibles Thema, dem man sich konstruktiv stellen sollte.
    Nur deshalb schreibe ich das alles hier!


    Grüße
    Raimund

  7. #37

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    Letztendlich ist jeder Bauer selbstverantwortlich, was er auf seinem Grund und Boden ausbringt oder hinterläßt!

    Schönen Abend, liebe Leut!

    Heisst auch: Verantwortung gegenüber der nächsten Generation.

    Auch Herbizide zerstören Blühpflanzen und entziehen den Honigvögeln Nahrungsquellen.

    Zudem ist das Glypho schon längst in unserem Urin angekommen.

    Dass Glypho krebserregend ist und unfruchtbar macht hat schon vor 4 Jahren ein argent. Militärprof. veröffentlicht, doch niemand hats kapiert.

    Ant. Andriolo gab dem Genmais und der Gensoja vor 4 Jahren auch schon keine Chance mehr, weil zu kostenintensiv (durch verst. Glyphoeinsatz und doch nicht mehr Ertrag), was ich ihm kaum glauben konnte, mir aber wünschte, daß er recht hätte.

    Geronimo (parag. Campensino) stellte seine Film vor ca. 2 Wochen bei uns vor und behauptete sinngemäß dasselbe.

    Na gut, wir haben den Gendreck gottseidank noch nicht bei uns, aber die PSM setzen wir ein mit den selben Wirkstoffen.

    Seht Euch die Fotos an, was Glypho bewirkt. (Krebsgeschüre bei Kindern, die aus den Köpfen wachsen.)

    PSM sind Artenvernichter und letztlich auch Totengräber für den Menschen.

    Wer das nicht kapiert, dem gehört der Weltagrarbericht Morgens, Mittags und Abends um die Ohren gehaut!

    Gut Nacht!

    Simmerl

  8. The Following 3 Users Say Thank You to simmerl For This Useful Post:

    fix (17.11.2012), Nils (17.11.2012)

  9. #38
    Jena
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    Zitat Zitat von simmerl Beitrag anzeigen
    ...PSM sind Artenvernichter und letztlich auch Totengräber für den Menschen.
    Und einige Teilnehmer verheben sich dabei, die Verantwortung dafür den Landwirten zuzuweisen. Imker sollen sie in Gesprächen für die Umweltprobleme verantwortlich machen. Ihnen, wie den Imkern werden Pestizide als gute fachliche Praxis verkauft!
    Ist es so schwer zu verstehen, dass Landwirte und Imker (beide) die Opfer sind; sie (beide) werden benutzt! Und die, die Verantwortung dafür tragen, knallen in der Manege mit der Peitsche.

    Wer das nicht begreifen kann, der hat ein Problem mit sich!

    Jena

  10. #39
    Avatar von kuttel
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    Zitat Zitat von Jena Beitrag anzeigen
    ....
    Ist es so schwer zu verstehen, dass Landwirte und Imker (beide) die Opfer sind; sie (beide) werden benutzt! Und die, die Verantwortung dafür tragen, knallen in der Manege mit der Peitsche.
    ....
    Jena
    Vordergründig hast Du Recht ! Aber eben nur vordergründig !
    Die Mehrzahl der Imker begreift den Irrsinn dieser Entwicklung, die Mehrzahl der Landwirte eben nicht !
    An welchen Stellen während der Diskussion mit Landwirten kommt denn von diesen sinngemäss die
    Aussage: Ich weiss, dass es der guten fachlichen Praxis widerspricht aber anders komme ich durch den
    Kostendruck nicht klar ?
    Ich erlebe jedenfallst in den Diskussionen bei der geringsten Kritik an der ausgeübten Praxis sofort
    massive Vorwürfe, die in die Richtung gehen : keine Ahnung, Bauernhasser, das was wir machen ist
    notwendig, nicht anders machbar, also richtig !
    Für mich ist also die Frage, warum es kein gemeinsames Vorgehen gegen die "Peitschenknaller"gibt !?
    mfg
    Hartmut

  11. Folgender Benutzer sagt Danke zu kuttel für den nützlichen Beitrag:

    the czar (17.11.2012)

  12. #40
    Avatar von the czar
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    Zitat Zitat von kuttel Beitrag anzeigen
    An welchen Stellen während der Diskussion mit Landwirten kommt denn von diesen sinngemäss die
    Aussage: Ich weiss, dass es der guten fachlichen Praxis widerspricht aber anders komme ich durch den
    Kostendruck nicht klar ?
    Ich erlebe jedenfallst in den Diskussionen bei der geringsten Kritik an der ausgeübten Praxis sofort
    massive Vorwürfe, die in die Richtung gehen : keine Ahnung, Bauernhasser, das was wir machen ist
    notwendig, nicht anders machbar, also richtig !
    Für mich ist also die Frage, warum es kein gemeinsames Vorgehen gegen die "Peitschenknaller"gibt !?
    :thumbup:Ich kann das Geschriebene nur noch einmal unterstreichen.:thumbup:

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