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Thema: Gelbe Wiese - was ist hier passiert?

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    Avatar von Nils
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    Gelbe Wiese - was ist hier passiert?

    Ich bin schockiert.
    Eine bis dato grüne Wiese ist nun plötzlich gelb.
    Was hat der Bauer da gemacht? Unkrautvernichter draufgesprüht?

    Warum macht man sowas? Ich bin fassungslos....

    Will er nächstes Jahr Raps anbauen, der dann das (vermutliche) Glyphosat wieder aus dem Boden holt und meinen Bienen als Nektar verkauft? Leckere Neonicotinoide für mein Volk?

    Die Wiese befindet sich 2,4 km Luftlinie von meinen Bienen entfernt. Ich kann nur hoffen, daß sie nächstes Jahr was besseres finden und nicht dort hin fliegen. Immerhin liegt das ganze Dorf dazwischen.

    Ich begreife es nicht! Wie blöd muß man sein um sowas zu machen?

    Nils


    GelbeWiese.jpg


    GelbeWiese2.jpg



    GelbeWiese3.jpg

  2. #2
    Avatar von the czar
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    Vielleicht wird es ein Maisfeld

  3. Folgender Benutzer sagt Danke zu the czar für den nützlichen Beitrag:


  4. #3

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    Das schaut aus als ob der Bauer Jauche auf die Wiese ausgebracht hat. Da bei trockenen Wetter und Sonnenschein,
    wird das Gras durch die Jauche verbrannt, zumindest schaut es auf den Bildern so aus. Daher bringen die meisten
    Bauern die Jauche bei Regenwetter aus, da die Jauche bei Regen verdünnt in den Boden gelangt, und nicht mehr so scharf ist.

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    EwaldK (19.06.2020)

  6. #4
    cornelius
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    Da was auf den Bildern zu sehen ist, ist leider Standart in Sachen Bodenbewirtschaftung! Hier wurde die Wiese wahrscheinlich mit einem Pestizid/ Herbizid berieselt, um diese dann später umzubrechen und um diese Fläche dann später mit Mais oder anderen landwirtschaftlichen Kulturen zu bewirtschaften. Wetten?

    Selbst wenn dies aber nicht passiert ist, so verstößt der betreffende Landwirt gegen EU- Regelungen, welche die Gülleausbringung nur zu Vegetationszeiten, bei gleichzeitigen und unverzüglichen einarbeiten der Gülle, gestattet. ( Innerhalb von vier Stunden!)
    Dieser Link bezieht sich auf die Gülleausbringung in Bayern: http://www.alf-pk.bayern.de/pflanzenbau/22530/index.php Und ganz wichtig ein entsprechender Zeitungsartikel dazu:

    http://www.augsburger-allgemeine.de/...d15962311.html

    Je mehr ich darüber nachdenke und mir die Bilder zu Gemüte führe, so komme ich zu dem Schluß, dass das Feld mit einem Glyphosat, also einem Herbizid behandelt worden ist.

  7. #5

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    Hallo,
    solche Bilder kenne ich nur, wenn der Landwirt eine Wiese zum Acker machen will. Dann sprüht er ein Unkraut-Vernichtungsmittel. Wenn das Gras usw. abgestorben ist, wird umgepflügt. Nächstes Jahr ist der Acker für die Saht dann „sauber“. Man erkennt dies an den scharfen Kanten und an der gleichmässigen Verteilung des Sprühgutes. Mit Gülle, dass kenne ich auch von hier, kriegt man das so nicht hin. Das ist dann eher fleckig, weil Gülle sich anhand der Feststoffanteile nicht so gleichmässig verteilen lässt, wäre aber dennoch denkbar. Du wirst es ja nächstes Jahr sehen, ob das Gras weiter genutzt wird oder ein Acker daraus wird.
    Gruss aus dem Nordschwarzwald
    Herbert

  8. #6
    Avatar von Norbee81
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    Hallo!

    Solche Bilder kann man seit 2 - 3 Jahren bei mir in der Gegend immer häufiger sehen (nicht um diese Zeit, da bei uns nach so einer Vorbehandlung zu 90% Mais gebaut wird). Jedes mal wenn ich das sehe bin ich wirklich deprimiert. Sogar die Feldraine werden so behandelt, damit sie nicht gemäht werden müssen!!
    Biene: Buckfast, Carnica. Beute: Kompatibles Beutensystem Dadant, Zander. Stände: Wald/Auwald 500m - 800m ü.A.

  9. #7
    Avatar von gartenmundl
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    Will er nächstes Jahr Raps anbauen, der dann das (vermutliche) Glyphosat wieder aus dem Boden holt und meinen Bienen als Nektar verkauft? Leckere Neonicotinoide für mein Volk?
    ...
    Ich begreife es nicht! Wie blöd muß man sein um sowas zu machen?

    Hallo Nils:

    Ein paar Fakten zu deinem Gesagtem:

    Raps sät man Mitte August, es wird defintiv ein Maisfeld und ja es wurde ein Herbizid, ein sog. Totalherbizid eingesetzt um die Grasnarbe abzutöten, bevor man ackert. Aber: Ein Herbizid enthält ganz sicher keine Neonics, bitte aufpassen.
    Neonics sind eine bestimmte Wirkstoffgruppe bei den Insektiziden wie sie z.B. bei der Rapsglanzkäferbehandlung unter Umständen kurz vor der Rapsblüte zum Einsatz kommen oder als Beizmittel beim Mais gegen den Drahtwurm bei der Aussaat im Frühjahr. Dann kannst dir Gedanken machen um deine Bienen.....

    Blöd ist dieser Landwirt bestimmt nicht, er wird seine Gründe haben warum er es so macht. Ein Landwirt steht im Zwiespalt zwischen Ökonomie und Ökologie und handelt hoffentlich nach "guter fachlicher Praxis". Ich bitte dies zu bedenken!

    Grüße
    Raimund

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  11. #8
    Administrator Avatar von Josef Fleischhacker
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    Bei mir melden sich laufend besorgte User der ersten Stunde, Natur- und Bienenliebhaber, eingetragene Freunde, ja selbst Imker und Landwirte die im Forum bisher nicht allzu sehr aktiv waren, einer dieser erwähnten Mitglieder unserer Runde hat mir heute folgende PN übermittelt.

    Ich möchte dir nur etwas meinen Standpunkt darlegen.

    Ich P... R... bin Landwirt (konventionel,aber integriegter Pflanzenbau) bei mir steht aber schon lange die Ökologie im Vordergrund ich setze aber auch Pflanzenschutzmittel ein. Ich bin Imker weil die Bienen mein Ruhepol sind mich mit einer inneren Ruhe erfüllen die ich vorher noch nicht gekannt habe, ich habe inzwischen 40 Wirtschaftsvölker wandere mit den Bienen bis in die Heide. Wir haben einen Hofladen in dem wir superviele selbsterzeugte Produkte verkaufen und die meisten Kunden wissen das wir kein Biobetrieb sind und auch, das ich es aus Überzeugung nicht bin, sie wissen aber auch ( weil ich es ihnen zeige) das ich top gesunde Nahrungsmittel produziere. Unser Betrieb liegt 20, 50 und 100 km von der nächten größeren Stadt entfernt, wir haben im nächsten Ort 6 Supermärkte, (keine Stadt) aber wir vermarkten von 6ha das Gemüse ab Hof.

    ... seit dem letzten Jahr bin ich Vorsitzender des Imkerverein H...

    Mir ist es ein absolutes anliegen, das Imker und Landwirte sich verstehen, zumindest miteinander reden und ich habe nicht viel Zeit gebraucht um meine Landwirtskollegen und meine Imkerkollegen entweder über mich miteinander sprechen, oder direkt. Wo ich aber immer eingreifen das ist Hetze das lasse ich nicht so einfach zu ich streite nicht aber ich argumentiere, weil es in unserer Imkergemeinschaft so viele ungeschickte Jungs gibt, die ihre eigene Argumentation zu nichte machen, weil sie sich nicht ordentlich informieren.

    mfg P...
    Man sieht hier, Imkerei und Landwirtschaft kann mit etwas Vernunft durchaus miteinander funktionieren.

    Josef

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    Imker2306 (24.11.2012), Nils (22.11.2012)

  13. #9
    Jena
    Gast
    Ja, in Oasen ist das möglich. Und die Oasen sind auch der maßgebliche Trend der aktuellen Strukturentwicklung in der Landwirtschaft wie im Gartenbau. Daher sind Bilder von gelben Wiesen höchstens noch in Archiven zu finden.

    Jena

  14. #10
    cornelius
    Gast
    Mir ist es ein absolutes anliegen, das Imker und Landwirte sich verstehen, zumindest miteinander reden und ich habe nicht viel Zeit gebraucht um meine Landwirtskollegen und meine Imkerkollegen entweder über mich miteinander sprechen, oder direkt. Wo ich aber immer eingreifen das ist Hetze das lasse ich nicht so einfach zu ich streite nicht aber ich argumentiere, weil es in unserer Imkergemeinschaft so viele ungeschickte Jungs gibt, die ihre eigene Argumentation zu nichte machen, weil sie sich nicht ordentlich informieren.
    Aha, mit den Landwirten reden? Das bringt garnichts oder nur in Einzelfällen. Solange die Mehrheit der Bevölkerung in obrigkeitshöriges Denken verfangens ist, wird sich nichts ändern.

    Es geht nicht darum die Anwender von Pflanzenschutz(gift)mitteln (PSM) an den Pranger zu stellen, sondern es geht darum das die korrupten Zulassungsumstände durch die " Fachbehörden " offen gelegt werden. Welcher Landwirt liest schon seitenlange Datenblätter zur Anwendung der Pestizide, wenn diese " amtlich " zugelassen sind?

    Es kann nicht sein das die Pestzidhersteller z. B. firmeneeigene Mitarbeiter kostenlos den Zulassungsbehörden überlassen. Es kann nicht sein das Studien zur Zulassung von PSM als Betriebsgeheimnisse deklariert werden. Es kann nicht sein das die Anträge zur Zulassung von PSM nicht oder nur unzureichend von den Zulassungsbehörden abgesegnet werden. Dies ist nur eine kleine Auflistung von Schandtaten der Zulassungsbehörden. Diese Liste ließe sich fast unbegrenzt im Sinne von " Tango Corrupti "verlängern.

  15. Folgender Benutzer sagt Danke zu cornelius für den nützlichen Beitrag:


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