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Thema: Winterbehandlung - wann und wie oft bedampfen?

  1. #21
    edlBeeFit
    Gast
    Zitat Zitat von Salsa Beitrag anzeigen
    Wie meinst du das genau? Tropfen finden heißt noch lange nicht dass sie noch wirken! Außerdem werden beim Flugwetter fremde Tropfen schnell entsorgt.
    Warum sollte ein Tropfen vom Mittel nicht mehr wirken? das sind natürlich noch x 100 winzige Tröpfchen....

  2. #22
    Avatar von gartenmundl
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    Also jetzt mal langsam und nochmals für mich zum mitdenken:
    Wenn ich OS verdampfe, schlägt sich in der gesamten Beute ein weißer Oxalsäuredihydratfilm nieder, richtig?
    "Verdampfen" ist deshalb vielleicht eher irreführend. Es ist schlichtweg feinzerstäubtes Oxalsäurepulver!
    Deshalb glaube ich wirkt das weit mehr als eine Stunde, denn die Biene kommt ja ständig in Kontakt damit?
    Kann mir sogar vorstellen, dass das bis in das Frühjahr hinein wirkt....in geringer Dosis...bis die Beute wieder "sauber" ist.
    Das würde vielleicht auch das schlechtere Auswintern erklären nach mehrmaligem Bedampfen?

    Grüße
    Raimund

  3. #23
    Avatar von Salsa
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    Zitat Zitat von edlBeeFit Beitrag anzeigen
    Warum sollte ein Tropfen vom Mittel nicht mehr wirken? das sind natürlich noch x 100 winzige Tröpfchen....
    Ich meinte beim Träufeln, nicht beim Besprühen, da kann man kaum noch Tropfen nach einem Tag finden, mit denen die Bienen später noch in Kontakt kommen. Entweder tropfen die Tropfen durch den Boden durch oder sie werden von Putzbienen entsorgt. Bei Verdampfen oder Besprühen ist es bestimmt anderes, da können die winzigen Tröpfchen vielleicht länger winken, wenn sie nicht entsorgst werden
    Carnica und Buckfast in der 12er Dadantbeute

  4. #24
    Avatar von honigmaul
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    Hallo Bienenfreunde!

    Die Wirkungsweise der OS ist nicht richtig erforscht. Man weiß zwar, dass sie wirkt, aber auf welche Art und Weise, das ist eher unbekannt.

    Wenn ich alles, mir bisher bekannte Material gedanklich zusammen fasse, dann könnte ich mir vorstellen, dass die Milbe einen direkten Kontakt mit der OS braucht um abzusterben. Beim Träufeln würde dieser Kontakt durch das gegenseitige Putzen der Bienen erzeugt, beim Bedampfen durch den direkt fein abgelagerten Staub auf der Milbe (und vermutlich auch durch das gegenseitige Putzen).

    Vermutlich wird auch eine gewisse Dosis nötig sein, um eine Milbe zu töten. Auch wenn noch feinste OS-Kristalle oder Tröpfchen in der Beute sein sollten, aber wie gelangen die zu den Milben? Die Kristalle gelangen höchstens auf die Bienenbeine oder werden durch die Bienen mit dem Rüssel aufgenommen. Offensichtlich ist die Dosis zur Milbenbekämpfung zu gering. Es ist unbestreitbar, dass zumindest beim Verdampfen noch Rest-OS in der Beute feststellbar ist, aber die Wirkung fehlt.

    Weiters vermute ich, dass die OS bei der Milbe auf die richtigen Stelle treffen muss. Soweit ich weiß, ist es nicht bekannt, wodurch genau der Milbenfall ausgelöst wird. Ist es notwendig, dass die Fraßwerkzeuge verätzt oder die Milbenbeine verätzt werden, oder wirkt die OS überhaupt auf eine ganz andere Art und Weise?

    Vor Jahren hat es Versuche mit OS-Knapperstreifen gegeben. Der Grundgedanke war, dass durch das langsame Abschroten laufend OS zugeführt wird. Die erhoffte Wirkung blieb aber aus. Dieses Erkenntnis untermauert meine Annahme über die Wirkungsweise.

    Wenn man sich eine Bedampfung eines Bienenvolkes während der Brutphase vorstellt. Ich nehme an, dass die gesamte Oberfläche der Beute, die Zellinnenflächen, die knapp vor der Verdeckelung stehenden Larven selbst, das Futter der Larven, die Bienen selbst und alles andere auch mit Oxalsäurekristallen übersäht ist. Und trotzdem dringen kurze Zeit später die Milben unbekümmert in die Brut ein und verrichten ihr Geschäft. Eigentlich müsste so eine OS verseuchte Bienenlarve mit ihrem OS verschmutzen Futter eine milbenfeindliche Gegend sein, aber weit gefehlt.

    Die Wirkung der OS ist eben noch nicht richtig bekannt.


    MfG
    Honigmaul

  5. #25
    Avatar von Nils
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    Ja, das ist ein echter Jammer, daß hier zu wenig geforscht wird!

    Kann man nach dem Bedampfen wirklich OS-Staub auf den Waben finden? Ich habe nie nachgeschaut und finde nur oben auf den Oberträgern ein wenig Krümmel (ich nutze den Oxamat). Auf der Windel entdecke ich nur selten OS-Staub (nur wenn ich den Oxamat nicht gereinigt habe...).

    Alfranseder beschreibt, daß durch sein Umluftsystem der Staub so lange im Kreislauf geführt wird, bis er sich vollständig in den Bienenhaaren verfangen hat. Die Bienenhaare wirken also wie ein Filter. Und dort wirkt der Staub auf die Milben.

    Da die Atemöffnungen der Bienen durch dichtes Haarkleid besonders geschützt sind, sollte theoretisch die Biene diesen Staub auch nicht direkt einatmen (im Gegensatz zur Ameisensäure).

    Die große Frage ist nun, wieviel von diesem Staub nimmt die Biene beim putzen (von sich, von anderen Bienen, von Waben etc.) direkt in sich auf. "Frißt" die Biene den Schmutz? Katzen lecken sich ab und fressen so den Dreck - wie machen es eigentlich die Bienen?
    Ich vermute, die schroten den Schmutz mit den Mandiblen ab und lassen ihn einfach nach unten fallen. So landet er auf der Windel und nicht im Bienenmagen.

    Nach einer Untersuchung sind Bienen, die mit OS beträufelt werden, einige Zeit nach der Behandlung übersäuert, d.h. die OS ist in ihrem Magen/Darm nachweisbar. Ob das beim bedampfen auch so ist? Leider fehlen hier Studien - oder ich habe sie noch nicht gefunden.

    Es könnte (!) aber so sein, daß die Bienen mit Bedampfung weniger aufnehmen, dadurch weniger übersäuern und die mehrmalige Behandlung besser vertragen.

    Eine schlechtere Auswinterung nach mehrmaliger Bedampfung habe ich bisher nur von 2-3 Leuten gelesen (Palma, Simon, eldBeeFit). Dagegen von vielen anderen, die wirklich oft bedampfen und gut auswintern. Von einem Anfänger laß ich mal, daß er 13x bedampft hat (aus Unwissenheit) und im nächsten Jahr ein super Volk hatte.

    So vermute ich, daß die "schlechtere Auswinterung" auch andere Ursachen haben kann. Aber wahrscheinlich spielt alles ein bischen mit ein in diese komplexen Zusammenhänge namens "LEBEN".

    Mein stark befallenes Volk habe ich nun 3x mit Api Life behandelt und anschließend 6x bedampft. Mit dem bedampfen habe ich nochmal über 1.000 Milben rausgeholt. Wenn es schlecht auswintert bin ich eigentlich ganz froh - denn lieber schlecht als gar nicht!

    Und damit sind wir wieder bei der Ausgangsfrage "Winterbedampfung" - wann und wie oft.

    Ich fasse mal zusammen:

    Ende November/Anfang Dezember bei +5 Grad oder mehr.
    Einmalige Bedampfung sollte reichen.

    Nachfrage: ob eine zweite Bedampfung nötig ist oder nicht, wird vom Ergebnis der ersten Bedampfung abhängen. Fallen wenige Milben paßts, fallen hunderte wird wohl eine zweite Bedampfung nötig sein?
    Nur - wo zieht man hier wieder die Grenzen, wie lange wartet man?

    Imkerei ist schon was seltsames. Die Beantwortung einer Frage wirft gleich wieder zwei neue Fragen auf...


    Schönen verregneten Tag allerseits,

    Nils

  6. #26
    Avatar von Bienen Sepp
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    nicht was nach der Behandlung abfällt ist wichtig, sondern davor

    Hallo Nils!

    Eine Winterbehandlung mit OS in einer vermutlich brutfreien Zeit bekommen alle Völker.
    Heuer voraussichtlich Ende November / Anfang Dezember, denn Ende Oktober gab's den ersten Frost.
    4 Wochen später schaue ich wieder kritisch auf die Windeln, fallen mehr als 2 Milben / Woche
    wird nochmals bedampft.

    Grundsätzlich sehe ich den Vorteil beim OS Verdampfen, dass:
    - die Beute in der kalten Jahreszeit geschlossen bleibt
    - das der Wärmehaushalt nicht gestört wird
    - das die Biene vermutlich weniger OS aufnimmt

    Versuche auch bei der OS mit sowenig als möglich durchzukommen.
    Habe im vorigen Jahr einige Völker dreimal mit OS behandelt und kein Volk von dieser Gruppe verloren.

    Der Oxomat von Alfranseder würde meinen Vorstellungen nicht entsprechen.

    Schöne Grüße Sepp

  7. #27
    cornelius
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    Ja, das ist ein echter Jammer, daß hier zu wenig geforscht wird!
    schriebt Nils.

    Erforschen?, wer soll forschen? Etwa die Bieneninstitute? Dafür gibt es keine Gelder und schon gar keine Drittmittel aus der einschlägigen Industrie. Auf diese Gelder sind die Institute dringend angewiesen und ohne Moos nichts los.
    Die Industrie verdient nichts an der Anwendung und dem Vertrieb von Oxalsäure.
    Die Wirkungsweise der Oxalsäureanwendung ist ähnlich wie ich es hier im Forum unter Beitrag 1 beschrieben habe:
    http://www.bienenforum.com/forum/sho...ise+Bienenwohl

  8. #28
    Avatar von Nils
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    Hallo BienenSepp,

    Dein Winterbehandlungskonzept kling interessant, so werde ich es wohl (nach)machen.
    Zwischen Deinen zwei Winterbedampfungen liegen also 4 Wochen? Dann kommt bei Dir also die zweite Bedampfung erst zu Weihnachten.

    Den Vorteil, die Beute nicht öffnen zu müssen habe ich mit dem Oxamat leider nicht. Ansonsten gefällt mir das Gerät ganz gut. Darf ich fragen, was Dir am Oxamat nicht so zusagt?




    Servus Cornelius,

    Geld regiert die Welt - leider ist das so...
    Du siehst also keine Unterschiede zwischen der Wirkungsweise von geträufelter OS und verdampfter OS?
    Die von Dir erwähnte Beschreibung (Bienenwohl) paßt nicht ganz zur OS-Verdampfung, da hier ja keine Zusatzstoffe dabei sind, welche Geruchsverwirrung bei der Milbe hervorrufen könnten.



    Grüße,

    Nils

  9. #29
    Avatar von Bienen Sepp
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    warum der Oxomat nicht das Gerät meiner Wahl ist

    Hallo Nils!

    Ich habe vor drei Jahren einen gasbetriebenen Oxalsäureverdampfer der Fa. GTM erworben
    und habe diesen Kauf noch nie bereut.

    Ich gehe davon aus der Oxomat bestens funktioniert ich habe mich aus folgenden Gründen nicht für dieses Gerät entschieden:
    - für jede Behandlung muß die Beute geöffnet werden
    - das "Durchblasen" stört den Wärmehaushalt
    - bei keinen meiner Bienenvölker gibt es eine Steckdose und es wär zusätzlich ein Aggregat erforderlich
    - besonders im Dezember Jänner ist es oft nicht möglich mit dem Auto zu den Bienenständen zu fahren.
    Dies war für mich ein weiteres Argument dagegen.

    Beim GTM Verdampfer
    - braucht keine Beute geöffnet werden
    - durch den Gasbetrieb ist Strom am Bienenstand keine Bedingung
    - der Verdampfer ist leicht und samt allen Zubehör passt alles in einen Kübel
    - das Verdampfen geht relativ rasch, ca. 3 Minuten pro Volk sind notwendig
    - eine Gaskartusche reicht für mehr als 50 Völker

    Schöne Grüße Sepp

  10. #30
    Avatar von Palma40
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    Zitat Zitat von Nils Beitrag anzeigen
    Den Vorteil, die Beute nicht öffnen zu müssen habe ich mit dem Oxamat leider nicht.
    Grüße,

    Nils
    Hallo Nils,

    Du kannst diesen Nachteil aber einwenig eindämmen. Deckel runter und den Oxamat auf die Folie setzen, dann die Folie unter dem Oxamat vorsichtig hervorziehen. Nach dem Bedampfen den Oxamat an einer Seite etwas anheben und die Folie einlegen und vorsichtig unter dem Gerät durchziehen, Oxamat runter Deckel drauf.

    Ich kenne verschiedene OS-Verdampfergeräte und eines haben alle gemeinsam, dass das Rohr immer verstopft ist und dies geschied mit dem Oxamat nicht.
    Gruß aus dem Schwarzwald


    Jeden Tag geht die Sonne auf auch wenn wir sie nicht sehen.

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