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Thema: Natürlicher Milbenfall nach Thymolbehandlung - ab wann?

  1. #1
    Avatar von Nils
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    Natürlicher Milbenfall nach Thymolbehandlung - ab wann?

    Hallo Leute,

    es wird immer ruhiger im Forum und auch bei den Bienen scheint der Winter zu nahen.
    Zeit für eine weitere Anfängerfrage....

    Ich habe mich für eine Thymolbehandlung mit Api Life Var entschieden. Zur Erfolgskontrolle wäre es ja nun (bzw. im Oktober) notwendig, den natürlichen Milbenfall zu ermitteln. Der soll dann über die Notwenigkeit einer Winterbehandlung Auskunft geben.

    Nun befinden sich aber immer noch die Thymolstreifen im Volk - und laut Imkerhof Salzburg soll man die bis zur Winterbehandlung auch ruhig drinnen lassen. (Wenn nicht gar bis März).

    Doch ich frage mich, wie man da den natürlichen Milbenfall ermitteln kann? Eigentlich ja nur, indem man die Streifen rausnimmt, eine Zeit lang wartet und dann die Milben zählt.
    Wie lange sollten die Streifen heraussen sein, um den Milbenfall beurteilen zu können? Das Thymol wirkt ja doch sehr lange nach.

    Oder gibt es da noch andere Möglichkeiten? (ausser Puderzuckermethode oder Bienen auswaschen). Denn eigentlich liegen die Streifen gut drinnen und können so ja noch eine Zeit lang nachwirken. Und die Bienen scheinen sich daran gewöhnt zu haben, über die älteren Streifen krabbeln sie mittlerweile ohne weiteres drüber.

    Wie machen's denn die erfahrenen Thymol-Anwender?
    Oder gibts bei Euch prinzipiell eine Winterbehandlung?
    Und wieviel ml Bienenwohl verwendet ihr für die Winterbehandlung? (mehr als 10 ml?)
    (Ja, ich weiß, nicht zugelassen in Deutschland...)

    Danke Euch,

    Nils

  2. #2

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    Nils,
    ich bin erfahrener Api Life Var Anwender, aber oute mich als Nicht Diagnostiker.

    Persönlich kenne ich keinen großen Imker, der Milben zählt und da ich auch noch "größer" werden will, mache ich es auch nicht.
    Ich mache Stichproben und alle Völker eines Standes werden nach Punkt und Beistrich gleich behandelt.

    Ich würde dir empfehlen die Völker in Ruhe zu lassen, die Plättchen in Ruhe zu lassen, in dich zu gehen, hier viele Beiträge zu schreiben und dann im November oder Dezember eine Restentmilbung mit Bienenwohl zu machen.

    Gruß aus Tirol,

    Wolfgang

  3. #3
    Avatar von Marcel
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    Ich verwende nun 5 Jahre ALV und zähle keine Milben mehr!!

    Eine Restentmilbung sollte ein Muss sein.

    Lg

  4. #4
    Avatar von Nils
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    Danke für Eure Antworten!

    Eines gleich vorweg: Milben zählen werde ich nieeeee wieder! Zumindest nicht in diesem Ausmaß...


    Da ich ja nun mal ein kleines Imkerlein bin und alles neu ist für mich, gehört das Zählen noch dazu. Im nächsten Jahr wird das bestimmt anders und einfacher. Aber als alter Statistiker habe ich nun mal das tägliche Zählen angefangen - jetzt muß ichs auch durchziehen... *grins*

    @Wolfgang:
    Danke für Deine Empfehlung - genau so hatte ich es auch vor, alles seinen Gang gehen zu lassen. Das Milbenzählen stört meine Völkchen ja nicht. Doch ich denke schon immer einen Monat weiter und die nächste schwierige Sache wird die Winterbehandlung, die da auf mich zukommt.

    @Marcel
    "zähle keine Milben MEHR" - also hast Du auch mal :-) *grins*

    Gut zu wissen, daß ihr die Winterbehandlung IMMER macht. Denn ich bin mir bei einem Volk unsicher. Da habe ich - trotzdem ALV drinnen ist - einen geringen Milbenfall von 0-2 pro Tag (1,2 im Schnitt der letzten 5 Tage). Der letzte Streifen kam vor 6 Tagen rein, es sollte also durchaus noch wirken - auch wenns kalt ist.
    Ihr würdet also auch dieses Volk behandeln im November/Dezember?

    Den Völkern, die es nicht unbedingt brauchen, würde ich es halt gerne ersparen. Ich selbst nehme ja Antibiotika auch nur dann, wenn ich es brauche...

    Meinem stark befallenem Volk wird das aber nicht erspart bleiben. Die dritte ALV-Behandlung läuft und die Fallzahlen sinken. Bleibt die Frage: wegen der Temperatur oder weil's tatsächlich endlich mal weniger Milben werden???
    Immerhin sinds bis heute an die 8.000 Milben...

    Danke für Euren Rat und Eure Meinung,

    Nils

  5. #5
    Administrator Avatar von Hagen
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    Hallo Nils,

    bei mir läuft das gerade in die andere Richtung.
    Getrieben von der Befürchtung, die Varroabehandlung könnte
    unzureichend sein, nehme ich immernoch jede einzelne Milbe
    in meine Stockkarten auf.
    Im Zusammenhang mit der jeweiligen Behandlungsmethode
    versuche ich die Wirkung von den Behandlungen zu erkennen.
    Während ich während der Trachtzeit die Windel immer beäuge ob nicht
    doch schon eine Milbe zu sehen ist, zähle ich während der Behandlung nach der Trachtzeit
    recht zeitaufwändig alle herabgefallenen Milben eines jeden Volkes.
    Wohl frage ich mich, wie das Imker tun die den "Hobbybereich" längst
    verlassen haben - aber ungeachtet dessen ist es mir sehr wichtig dabei
    zu lernen, was ich da tue.

    So habe ich in jetzt gelernt, dass der Burmeisterverdunster deutlich weniger
    verdampft als der Nassenheider (Vertikal), der Nassenheider (Horizontal) sehr leicht
    zu viel verdampft (Königinnenverlust), der Vertikale auch an die Obergrenze heranreicht
    aber gegen die Milben sehr gut einzusetzen ist.
    Weiterhin habe ich die Erkenntnis gewonnen, dass die Oxalsäuresublimierung
    deutlich Bienenschonender ist, aber mehr Aufwand bedeutet, und, richtig angewendet
    (Rhythmus 5 mal im 4 Tage - Abstand) der AS Verdampfung im Nassenheider Vertikal
    von der Wirkung her sehr nahe kommt.
    Eine weitere Erkenntnis ist, dass zur sicheren Auswertung des Totfalls der Milben immer frische
    Krabbelsperren gegen Ameisen wichtig sind. Denn eingie Leimringe um die Säulen waren nichtmehr
    hinreichend, um die Verschleppung der herabgefallenen Milben durch Ameisen zu verhindern.
    Bei einem Volk wiegte ich mich dabei in einer nur scheinbaren Sicherheit, wobei die
    Schadschwelle schon erreicht gewesen ist (war gerade noch rechtzeitig).

    Die von mir in diesem Jahr getestete Beschallung (angeregt eines hier genannten Patentes)
    mit 15kHz Ultraschall erwies sich als nur wenig bis mittelmäßig wirksam.
    Ich werde diesbezüglich im kommenden Jahr noch weiter berichten, da ich noch andere
    Frequenzen austesten möchte und gewisse Imponderabilien ausschließen möchte.
    Nur so viel:
    Es fallen bei einer Beschallung (2W, 15kHz bei zwei Zargen) deutlich "agilere" Milben herab,
    die dann auch noch auf der Windel umherlaufen,
    teilweise auf Pollenkörnchen sitzen oder diese auf dem Rücken liegend mit den Beinen "drehen",
    offenbar in dem verzweifelten Versuch daran wieder in die richtige Lage zu gelangen.
    Der Milbenfall selbst ist aber etwa nur zweifach erhöht.
    z.B. bei dem einen getesteten Volk: Vor Beschallung 3,5 Milben / Tag
    während der Beschallung 7,5 Milben /Tag.
    (Hier ist ein Unsicherheitsfaktor zu berücksichtigen, weil die Leimringe offenbar
    zu alt gewesen sind und Milben evtl. von Ameisen deportiert wurden).
    Eine nachgeschaltete AS - Behandlung nach der Tracht erzeugte einen
    Milbenfall von bis zu 60 Milben / Tag (dies wurde dann ermittelt mit erneuerten Leimringen).

    Da ich von keiner Methode bislang überzeugt bin, setze ich noch meine Hoffnung
    auf "Bienenwohl" und OS - Sublimierung".
    ApiLiveVar werde ich im kommenden Jahr in Erwägung ziehen - aber auch zuerst
    sehr genau beäugen und testen.

    Aber um eine pingelig und punktgenaue Diagnose des Varroabefalls und möglichst
    genaue Überprüfung eines Behandlungserfolges sehe ich keinen Weg.
    Zumindest möchte ich an einer repräsentativen Anzahl von meinen Völkern
    immer diese genaue Beobachtung beibehalten.
    Um den zeitlichen Aufwand zu minieren, können dann parallel dazu die anderen
    Völker "Blind" behandelt werden. Dann möchte ich aber die Sicherheit erfahren haben,
    dass meine Behandlungsmethoden hinreichend sind.


    Viele Grüße,
    Hagen

  6. #6

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    Natürlicher Milbenfall nach Thymolbehandlung - ab wann?

    Hallo,

    meine Erfahrung ist, dass nach der Entnahme von Thymolstreifen oder Thymolrähmchen ca. 2 Wochen vergehen müssen bis sich der natürliche Milbenbefall wieder einstellt. Bei kühler Witterung sind es ca. 1,5 Wochen.
    Gruss aus dem Nordschwarzwald
    Herbert

  7. #7
    Avatar von honigmaul
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    Hallo Nils!

    Ich persönlich habe keine Erfahrung mit Thymolpräparaten.

    Ich kann dir nur die Empfehlungen meiner Imkerkollegen weiter geben. Unbedingt eine Restentmilbung durchführen. Unbedingt bei der Restentmilbung die Thymolstreifen entfernen, damit sich der Geruch bis zum Nektareintrag abbauen kann. Grundsätzlich sollte man mit der Thymolbehandlung so bald es geht nach der Honigernte beginnnen, da die Wirkung von Thymol erst verspätet einsetzt, da sich das Wabenwerk und die Beutenteile erst mit Thymol anreichern müssen. Erst wenn die notwendige Konzentration erreich ist, wirkt das Thymol auf die aufsitzenden Milben, was wieder eine Verzögerung von 12 Tagen (Verdeckelungszeit) nach sich zieht.


    MfG
    Honigmaul

  8. #8
    Avatar von Nils
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    AW: Natürlicher Milbenfall nach Thymolbehandlung - ab wann?

    Hihi,
    ich bin grad über einen alten Beitrag von mir gestolpert und lach mich schlapp....

    Zitat Zitat von Nils Beitrag anzeigen
    Eines gleich vorweg: Milben zählen werde ich nieeeee wieder! Zumindest nicht in diesem Ausmaß...
    ...
    Da ich ja nun mal ein kleines Imkerlein bin und alles neu ist für mich, gehört das Zählen noch dazu. Im nächsten Jahr wird das bestimmt anders und einfacher.

    So kann man sich irren.
    3 Jahre später zählt er immer noch und mehr denn ja..... *grins*.

    Nils

  9. #9
    Avatar von DN-Beute
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    AW: Natürlicher Milbenfall nach Thymolbehandlung - ab wann?

    Oh Franz,
    Dein Eric bringt mit sehr stark ans grübeln!
    Schockbehandlung mit Thymol und dann ApiLive Var (Thymol)
    In wie weit ist Thymol eine Schockbehandlung? Hat man mich schon wieder nur belogen?
    Durch den Duft von Thymol soll die Varroa nicht mehr den Zeitpunkt kurz vorm verdeckeln
    erriechen können.
    Und dann geht dein Freund Eric von Thymol nach einer Pause erneut auf Thymol, oder wie? Also Ja.
    Gruß
    Rudi

  10. #10
    Avatar von Nils
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    AW: Natürlicher Milbenfall nach Thymolbehandlung - ab wann?

    Euch ist schon klar daß dieser Thread 3 Jahre alt ist?

    Rudi:
    ApiLiveVar und ApiVar sind zwei verschiedene Mittel.
    ApiLiveVar ist Thymol, ApiVar ist nichts anderes als Amitraz.

    Nils

  11. Folgender Benutzer sagt Danke zu Nils für den nützlichen Beitrag:

    DN-Beute (14.10.2015)

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