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Thema: Räuberei

  1. #1
    Avatar von Hagen
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    Räuberei

    Hallo an Alle

    ich wollte mal zu folgendem Eure Meinung und auch
    eure Prognose lesen:

    Volgender Vorfall:

    Ich hatte zwei Völker mit pechschwarzen Waben (erhaltene Jungvölker).
    Nach der Methode die ich hier las, habe ich 2 Brutwaben (nicht ganz so schwarz) in eine mit
    frischen Mittelwänden bestückte, neue Zarge gehängt und das ganze mit
    Königin über ein Absperrgitter aufgesetzt, so dass die Brut in den alten Waben
    ausläuft.
    Dies war nun der Fall, und ich habe die alten Waben alle heraus genommen,
    Absperrgitter entfernt und wiederum neue Mittelwände eingehängt.
    Die Völker sind mittlerweile auf 2 Zargen ziemlich voll und haben auch
    recht viel Futter eingetragen.

    Mein Fehler:
    Ich habe die alten Waben in eine Kiste, die ich immer mit Bienendichtem Deckel
    verschließe gestellt.
    Leider viel mir nicht auf, dass der Deckel auf einer Kiste verrutschte, und eine
    recht große Anzahl Bienen dies entdeckte.
    Ich vertrieb die Bienen aus der Kiste und verschloss den Deckel.

    An diesem Tag blieb alles ohne Folgen.

    Als ich am darauf folgenden Tag von der Arbeit kam und meinen Rundgang machte,
    stellte ich fest, dass vor dem Flugloch eines dieser Völker erhebliche
    Kämpfe statt fanden.
    Ich deutete das als beginnende Räuberei, da auch Bienen abgestochen wurden.
    Verwunderlich fand ich, dass das Beräuberte Volk zwei Zargen voll ausfüllt.

    In meiner Not fand ich einige Tipps (neben fatalistischen Prognosen) im internet.
    Unter anderem auch folgende Vorgehensweise:

    Man bestreut die Bienen des beräuberten Volkes vor dem Flugloch, wo die Kämpfe statt finden,
    mit Mehl, und achtet darauf,
    ob am eigenen Stand mehlige Bienen an einem anderen Volk an kommen.
    Dies war auch der Fall - ein Volk das mir in den letzten Wochen durch eine
    recht hohe Stechfreudigkeit und Aggression aufgefallen ist. Ein Gang an den
    Biokomposter ca. 20m vom Stock entfernt führte zu Stichen und Angriffen der Bienen.
    An diesem Volk kamen die Mehl-Bienen an, die sich dann vor dem Flugloch ausgiebig putzten
    und in das Volk einmarschierten.

    Gemäß dem Tipp eines alten Imkers, holte ich aus der Scheuer unter meiner Wippkreissäge
    ca. 1 Liter Sägespäne, öffnete das Räubervolk, nahm eine Zarge runter, legte auf den Gitterboden
    Papier, und schüttete die Sägespäne durch die Wabengänge der ersten Zarge in das Volk.

    Das Volk sollte damit mit Putzen beschäftigt werden und das Räubern lassen.

    Das Räubern hörte auch innerhalb der folgenden 20 min auf.

    Ich befestigte danach noch "Räubergitter" an den Fluglöchern sämtlicher Ableger und
    Völker.

    Nach der heutigen Kontrolle konnte ich feststellen, dass die Sägespäne vollständig aus dem
    Stock gatragen wurden, und es keine Anzeichen von Räuberei mehr gibt - bei keinem der Ableger oder Völker.
    Alles friedlich und betriebsamer Flugbetrieb - auch einige Stunden nach entfernen der Räubergitter (nicht an den Ablegern).

    Frage:
    Kennt jemand diese Vorgehensweise?
    In wie weit kann ich mich (nach meinem dummen Fehler) darauf verlassen, dass die Räuberei nun wirklich
    zu Ende ist?

    2. Frage:
    Macht es Sinn das "aggressive Volk" umzuweiseln?
    Man kann nicht mal den Varroaschieber begutachten ohne angegriffen zu werden und
    gestochen zu werden. Das passiert sonst bei keinem meiner Völker.
    (Die Kö habe ich selbst gezeichnet und ist auch sonst prächtig und fleißig am legen, die Entwicklung
    des Volkes würde ich sonst als super bezeichnen).

    Viele Fragen - ich weiß...

    Viele Grüße,
    Hagen

  2. #2
    Administrator Avatar von Josef Fleischhacker
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    Viele Fragen Hagen, aber jede einzelne werden wir besprechen, vor allem das beräuberte Volk und deren Kö werden wir noch sehr gehau unter die Lupe nehmen, ich denke dies ist weiterhin höchst gefährdet.

    Josef.

  3. #3
    Avatar von OliverRoedel
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    Zitat Zitat von Hagen Beitrag anzeigen
    ...
    Frage:
    Kennt jemand diese Vorgehensweise?
    In wie weit kann ich mich (nach meinem dummen Fehler) darauf verlassen, dass die Räuberei nun wirklich
    zu Ende ist?

    2. Frage:
    Macht es Sinn das "aggressive Volk" umzuweiseln?
    Man kann nicht mal den Varroaschieber begutachten ohne angegriffen zu werden und
    gestochen zu werden. Das passiert sonst bei keinem meiner Völker.
    (Die Kö habe ich selbst gezeichnet und ist auch sonst prächtig und fleißig am legen, die Entwicklung
    des Volkes würde ich sonst als super bezeichnen).
    Kannte ich nicht, aber interessante Idee.
    Die Räuber kommen aber immer wieder sofern sie es geschafft haben ein Volk zu invadieren. Die nächsten Tage werden die das wieder versuchen.
    Ich würde das Flugloch extrem klein lassen, so sollte sich das beraubte Volk verteidigen können, und die Königin der Räuberbande umweiseln.
    Oliver Rödel
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  4. #4
    Avatar von Hagen
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    Ich vermute mal, dass die es nicht geschafft haben rein zu kommen.
    Das beräuberte Volk füllt zwei Zargen voll aus.
    Da wollte ich eigentlich im laufe der kommende Woche den Honigraum aufsetzen.

    Was muss ich beachten bei den Beräuberten?

    Liebe Grüße,
    Hagen

  5. #5
    Avatar von Hagen
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    Jetzt habe ich den Salat.
    Das beräuberte Volk ist seit der Räuberei offenbar Weisellos.
    Es sind noch etwa 2 bis 3 Tage alte Stifte da,
    aber Nachschaffungszellen auf mehreren Waben.
    Klopfprobe ist positiv.

    Kann es sein, dass die Königin zu schwach war in dem Volk und
    deswegen die Räuberei bei diesem Volk statt fand?
    Eiablage war eigentlich von der Anzahl her o.k.

    Viele Grüße
    Hagen

  6. #6
    Administrator Avatar von Josef Fleischhacker
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    Zitat Zitat von Hagen Beitrag anzeigen
    Kann es sein, dass die Königin zu schwach war in dem Volk und
    deswegen die Räuberei bei diesem Volk statt fand?
    Genau dies habe ich bereits in meinem Anfangsposting gemeint, mit Sicherheit war da mit der Kö etwas nicht mehr in Ordnung. Ist dies der Fall, erkennen Räuberinnen schon sehr schnell ihre Chancen. Kurzfristige Abhilfen bewirken da zumeist gar nichts, denn spätetens bei der nächsten Trachtlosigkeit machen sich die Räuberinnen abermals über dieses Volk her. Richtig wäre gewesen das Flugloch einzuengen und versuchen so schnell als nur irgendwie mögliche eine junge Königin einzuweiseln.

    Josef

  7. #7
    Avatar von Hagen
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    Hallo Josef,

    Danke für den Tipp.
    Das Flugloch habe ich eng gestellt und mit einem Räubergitter versehen.
    Eine Junge Königin ist zunächst nicht greifbar.
    Ich werde zusehen dass ich schnellstmöglich eine beschaffe.

    Weiteres Vorgehen:
    Nachschaffungszellen bestehen lassen und 2 Tage vor dem Einweiseln der
    Neuen Kö die Nachgeschaffene herausfangen?

    VG
    Hagen

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