Ergebnis 1 bis 10 von 48

Thema: offener oder geschlossener Boden?

Hybrid-Darstellung

Vorheriger Beitrag Vorheriger Beitrag   Nächster Beitrag Nächster Beitrag
  1. #1
    Avatar von Josel
    Registriert seit
    01.06.2010
    Ort
    Niedersachsen
    Alter
    46
    Beiträge
    358
    Imker seit
    2011
    Danke Thanks Given 
    0
    Danke Thanks Received 
    0
    Thanked in
    Bedankt : 0
    Tops
    Erhalten: 8
    Vergeben: 1

    offener oder geschlossener Boden?

    Ich überlege gerade, ob ich die Völker im Winter auf offenem oder geschlossenen Boden halten soll. Es sind ganz normale Holzbeuten, oben drüber kommt eine Gewebeplane, weil der Winter hier oft mehr so eine Art sehr kalte Regenzeit ist. Temperaturmäßig war es nur die letzten zwei Jahre sehr kalt, davor mal ein bisschen Frost, sonst eher mild.

    Mir wurde schon geraten, die Völker zusammenzustellen und mit Folie oder dergleichen zu umwickeln. Tut das echt not? Außerdem möchte ich die Völker ungern verstellen, weil sie wegen Naturbau genau in der Waage stehen und dann müsste ich erst wieder einen Stellfläche basteln. So sibirisch ist es hier nun auch wieder nicht.

    Ich dachte, offener Boden = lange keine Brut = wenig Futterverbrauch und wenig Bienenverluste.

    Wie macht ihr das?
    Ist ein Keks, der unter einem Baum liegt, nicht ein wunderbar schattiges Plätzchen?

  2. #2

    Registriert seit
    05.09.2008
    Ort
    Österreich
    Alter
    55
    Beiträge
    1.906
    Imker seit
    längerem
    Heimstand
    25
    Wanderimker
    Manchmal
    Rähmchenmaß
    Zander
    Danke Thanks Given 
    4
    Danke Thanks Received 
    46
    Thanked in
    Bedankt : 57
    Tops
    Erhalten: 66
    Vergeben: 20
    Ohje, das ist eine reine Streitfrage, natürlich nicht beabsichtigt von dir

    Wir haben hier Imker die geschlossene Böden haben, darunter unser Forenchef, und damit sehr gut fahren. Und wir haben hier Imker die offene Böden haben, darunter ich, und damit auch sehr gut fahren.

    Meine Frau und ich machen es so:

    Wir gehen davon aus, dass Bienen Wärme brauchen um das Brutnest auf Optimaltemperatur zu halten. Nur deshalb gibt es gut isolierte Beuten.

    Die sind nicht dafür gebaut, dass sie es auch im Winter fein warm haben.

    Die Beuten müssen deshalb nach unserer Ansicht nicht zusammengestellt werden. Wir machen es so, dass wir jene Völker, die auf einer geschlossenen Unterlage stehen, auf Balken stellen im Winter, damit mehr Luft zukommt. Alle anderen Völker stehen eh nur auf Balken alleine, somit ist Zirkulation gewährleistet.

    Wir machen alles auf, was aufmachbar ist! Flugloch auf- Luft muss zukommen.

    Probehalber haben wir schon Völker auf die schlechtestmögliche Position gestellt und dort im Wind überwintern lassen, alleine auf weiter Flur.
    Im Frühjahr war dieses Volk überhaupt nicht schwächer als die anderen Völker, es war kein Unterschied feststellbar. Ich umwickle nichts mit Folie und wenn ich das täte, dann aus reinem Wetterschutz.

  3. #3
    Avatar von Josel
    Registriert seit
    01.06.2010
    Ort
    Niedersachsen
    Alter
    46
    Beiträge
    358
    Imker seit
    2011
    Danke Thanks Given 
    0
    Danke Thanks Received 
    0
    Thanked in
    Bedankt : 0
    Tops
    Erhalten: 8
    Vergeben: 1
    Flugloch ganz auf? Aber Mäusegitter davor, oder?



    Zitat Zitat von Wolli Beitrag anzeigen
    Ohje, das ist eine reine Streitfrage, natürlich nicht beabsichtigt von dir
    Nein, natürlich nicht, ich wollte einfach nur noch eine siebzehnte Meinung einholen. In manchen Foren (auch bei nicht-Imkern ) gibt es aber solche Selbstläufer, wo man einfach nur eine von diesen zahllosen Kernfragen stellen muss und sich bequem zurücklehnen, eine Tüte Chips aufreißen und auf aktualisieren klicken. Das ist dann wie Fernsehen.
    Ist ein Keks, der unter einem Baum liegt, nicht ein wunderbar schattiges Plätzchen?

  4. #4
    himbeertom
    Gast
    ich denke es steht, 50:50 bei den Imkern mit offenen und mit geschlossenen Böden.

    Ich kann den Boden gar nicht verschliessen und wenn ichs könnte, würde ich es wohl nicht machen. Ich mache aber aus thermischen Gründen schon eine kleine Veränderung. Bei mir kommen oben, also über die Folie noch 2 Lagen (Maler)Abdeckflies, höchstwahrscheinlich ist das aber auch nicht nötig. Die Wärme, die sicherlich in einem Volk gebraucht wird, steigt ja nach oben, deshalb ist für mich eine "Isolierung" nach oben sinnvoller als ein geschlossener Boden.

    Was ich vielleicht nicht unbedingt machen würde, wenn das Flugloch Richtung osten steht, würd ichs wohl nicht unbedingt öffnen, Zugluft scheint mir da nicht förderlich.

  5. #5

    Registriert seit
    05.09.2008
    Ort
    Österreich
    Alter
    55
    Beiträge
    1.906
    Imker seit
    längerem
    Heimstand
    25
    Wanderimker
    Manchmal
    Rähmchenmaß
    Zander
    Danke Thanks Given 
    4
    Danke Thanks Received 
    46
    Thanked in
    Bedankt : 57
    Tops
    Erhalten: 66
    Vergeben: 20
    Zitat Zitat von himbeertom Beitrag anzeigen
    Die Wärme, die sicherlich in einem Volk gebraucht wird, steigt ja nach oben, deshalb ist für mich eine "Isolierung" nach oben sinnvoller als ein geschlossener Boden.
    Und ich denke, dass hier eben das Missverständnis beginnt. Die Wärme wird für die Brut im Sommer benötigt, aber nicht im Winter, um den es hier ja geht.

    Gruß,
    Wolfgang

  6. #6
    Avatar von Milbi
    Registriert seit
    21.01.2009
    Ort
    www.Mettlach.de
    Beiträge
    655
    Imker seit
    1977
    Heimstand
    .
    Wanderimker
    gelegentlich
    Rähmchenmaß
    Dadant US
    Danke Thanks Given 
    6
    Danke Thanks Received 
    123
    Thanked in
    Bedankt : 76
    Tops
    Erhalten: 107
    Vergeben: 2

    Offener Boden

    Hallo Josel,

    weißt Du, wer die ersten offenen Böden entwickelt hat? Und wo?
    Wenn ja, weisst Du auch warum.
    In Gegenden mit einem eher "knackigen" Winter, sprich bei ausgeprägtem Kontinentalklima, wo es im Herbst auf einmal kalt wird und dann im Frühling wieder warm, ist es ziemlich gleich, ob Du mit oder ohne Schieber im Boden arbeitest. Den Bienen wären am liebsten -10° von November bis März.
    Was geschieht jedoch in eurem (unserem) eher vom Meer geprägten Klima?
    Die Temperaturen schwanken permanent, und es ist eher feucht. Die Beuten schwitzen, das Kondenswasser (nicht vom Brüten, alleine durch die Temperaturschwankungenn !) läuft in Strömen die Wände hinab, die Außenwaben schimmeln, die Bienen haben riesige Probleme ob des ganzen Wassers.
    Daher rate ich Dir (in Niedersachsen!), die Böden zu öffnen und auch die Fluglöcher nicht zu eng zu stellen. Die Bienen danken es Dir.
    Mit herzlichen kollegialen Grüßen


    Michael

  7. #7
    Administrator Avatar von Josef Fleischhacker
    Registriert seit
    18.01.2007
    Ort
    3710 Fahndorf 86
    Alter
    70
    Beiträge
    37.214
    Imker seit
    1976
    Heimstand
    JA
    Wanderimker
    Ja
    Rähmchenmaß
    ÖBW
    Danke Thanks Given 
    5.492
    Danke Thanks Received 
    8.000
    Thanked in
    Bedankt : 5.116
    Tops
    Erhalten: 3.857
    Vergeben: 2.404
    Zitat Zitat von Wolli Beitrag anzeigen
    Und ich denke, dass hier eben das Missverständnis beginnt. Die Wärme wird für die Brut im Sommer benötigt, aber nicht im Winter, um den es hier ja geht.
    Genau hier liegt der Hase im Pfeffer lieber Wolli, im Sommer ist die Wärme wohl wurscht, diese benötigen meine Bienen aber spätestens Mitte Feber, ab diesem Zeitpunkt beginnt nämlich meine Reizfütterung, ich erinnere an meine Futterteiggaben. Als Mitte Jänner gehen die Völker erstmals in Brut, ab Mitte Feber schon sehr stark und auch nur weil ich Tracht vortäusche. Was würde nun bei Kälte und offenem Boden passieren, richtig, die Bienen müssten sich zusammenziehen und massenhaft würde Brut verkühlen.

    Ich erinnere, wir geben in Hundehütten warme Decken, wir selber, aber auch unsere Haustiere bekommen einen behaglich warmen Boden, helfen wir hier nicht, so tun dies unsere Mitbewohner, dies geht von der Maus angefangen bis zum Eichkatzerl hoch oben auf den Bäumen. Unsere Bienen könnten sich ein warmes Nesterl selber bereiten indem sie unten Querbau verrichten, diesen dulden wir aber nicht.

    Bei mir gibt es keinen offenen Boden, aber auch oben keine Folie ect, ab der ersten Behandlung kommt das Propolisgitter weg und dies bleibt bis zum zeitigen Frühjahr weg, im übrigen kennt auch die Natur keine Folienabdeckung.

    Josef.

  8. #8
    Avatar von Norbee81
    Registriert seit
    30.09.2009
    Ort
    St.Georgen im Attergau
    Beiträge
    1.440
    Imker seit
    2001
    Rähmchenmaß
    448 x 285, 42 x 22
    Danke Thanks Given 
    24
    Danke Thanks Received 
    66
    Thanked in
    Bedankt : 55
    Tops
    Erhalten: 37
    Vergeben: 0
    Hallo!

    Wenn das Flugloch groß genug ist, hat man auch schon Vorteile über den Winter (Mäuseschutz vorausgesetzt..).
    Die Beuten mit Folie zu umwickeln halte ich für keine gute Idee. Darunter kann ja die Feuchtigkeit überhaupt nicht raus.

    Ich halte die Gitterböden ganz offen. Bei meinen (Alt-)Völkern ist jetzt auch schon die letzte Brut geschlüpft, bei den jungen siehts nicht viel anders aus. Ob sie mit geschlossenen Böden länger Brut haben, kann ich nicht sagen. Geringe Unterschiede dürfte es aber geben.

    Wies aussieht dürfte daher bei meinen Völkern auch heuer schon wieder eine frühe Winterbehandlung möglich sein (im Vorjahr am 25.10.).

    Gruß
    Norbert

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  
This website uses cookies
We use cookies to store session information to facilitate remembering your login information, to allow you to save website preferences, to personalise content and ads, to provide social media features and to analyse our traffic. We also share information about your use of our site with our social media, advertising and analytics partners.