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Thema: Verkauf von Blütenpollen einstellen?

  1. #1
    Administrator Avatar von drohne
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    Verkauf von Blütenpollen einstellen?

    In einem anderen Thread Klick haben wir uns über belastete Honigproben unterhalten.

    Belastete Honigprobe festgestellt
    Im Zuge von Lebensmitteluntersuchungen ist bei einer Honigprobe aus dem Leiblachtal eine Streptomycinbelastung knapp über dem Grenzwert festgestellt worden.
    Aber darum sollte es hier nicht gehen, sondern sehr gerne würde ich mich mit Euch über die Ernte und den Verkauf von Blütenpollen unterhalten.

    Nachdem wir Bio-Imker nun endlich nicht mehr nur ausschließlich Maschendrahtgitter zum Pollensammeln einsetzen müssen, sondern endlich auch die wesentlich Bienengenehmeren gestanzten verwenden dürfen, darum habe ich Jahrelang gekämpft, wollte ich ab der kommenden Saison vermehrt Pollen sammeln und natürlich auch in den Verkauf bringen. Nun liest und hört man immer wieder Pollen könnte eventuell ein Nervengift enthalten und so manche Imker/innen stellen die Pollenproduktion sogar gänzlich ein.

    Zwei Fragen hätte ich nun:

    * sollte man überhaupt Pollen sammeln lassen, wenn ja

    * Was kostet eine Untersuchung des geernteten Pollens

    Bin schon sehr auf Eure Meinung neugierig.

    Josef

  2. #2
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    Re: Verkauf von Blütenpollen einstellen?


    Hallo ich bin auch etwas verwirrt. Zumindest wurde auf der letzten Versammlung der Freunde des Bieneninstituts Celle ein Vortrag gehalten, in dem über untersuchungen berichtet wurde, dass Blütenpollen von bestimmten Blüten (Echinacea? ) in der Leber schlecht abgebaut werden können.
    Auch im Bienenjournal in diesem Jahr stand ein Artikel darüber?
    Was wißt Ihr davon?
    Friedrich Kramer

  3. #3
    Avatar von gärtner
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    Re: Verkauf von Blütenpollen einstellen?

    Ich werde heute abend mal nach dem Bienenjournal-Artikel kramen - ich hatte ihn bisher allerdings noch nicht gesehen oder gelesen.

    Diese Thematik finde ich auch höchst interessant - ad hoc fallen mir dazu mehrere Punkte ein:

    - Blütenpollen bestehen zu einem großen Teil aus Proteinen - diese haben, wie jedermann weiß, eine hohe allergene Potenz. U.U. können Konsumenten allergisch darauf reagieren - gibt es dazu irgendwelche Erkenntnisse oder Studien? Andererseits weiß ich von Fällen, wo Pollenallergien durch bzw. seit dem regelmäßigen Genuss von Blütenpollen zurückgedrängt werden konnten. Dieser Vorgang wird - wenn ich jetzt richtig rate - als Desensibilisierung bezeichnet.

    - Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Pollen von Giftpflanzen grundsätzlich ungiftig sind. Allerdings sind mir keine Studien bekannt, ob z.B. alkaloidhaltige Pflanzen tatsächlich auch giftige Pollen produzieren (z.B. bei den Hahnenfußgewächsen). Falls ja, geraten diese natürlich auch in die Pollenhöschen bzw. in den Honig. Andererseits sind mir auch kaum Massenvorkommen von Giftpflanzen bekannt (allerdings habe ich in den nördl. Kalkalpen schon Massenbestände von Eisenhut gesehen, der aber m.W. wiederum nicht von Bienen besucht wird) - es müsste also zu einem starken Verdünnungseffekt kommen.

    - Im Falle von Massentrachten ungiftiger Pflanzen sollte es zu weiterer Verdünnung evtl. giftiger Pollen kommen, so dass dadurch eine eventuelle Toxizität weiter abnehmen sollte.

    Ich würde daraus schließen (ohne es beweisen zu können), dass unter "Normalbedingungen" und besonders zu Zeiten von Massentrachten (Obstblüte, Linde, Sonnenblume) keine gefährliche Giftigkeit der Pollen gegeben sein dürfte. Die Robinie wäre in dem Zusammenhang allerdings noch einmal gesondert zu betrachten.

    Das jetzt nur mal schnell aus dem Ärmel geschüttelt. Gibt es Profi- oder Hobby-Botaniker in der Runde die evtl. mehr wissen?

    Gruß aus dem tiefen Winter mit noch mehr Schnee von
    franz.
    http://www.kleine-gaertnerei.de

    Gäbe es keine Menschen mehr, würde sich die Erde zu jenem wunderbaren Zustand der Balance zurückentwickeln, der vor 10.000 Jahren herrschte.
    Verschwänden aber die Insekten, würde die Natur ins Chaos stürzen.
    (E.O. Wilson, zitiert nach D. Goulson)

    Damit Bäume und Pflanzen sprießen, damit die Tiere, die sich von ihnen ernähren, gedeihen, damit die Menschen leben, müssen wir die Erde in Ehren halten.
    (Pierre Rhabi)

  4. #4
    Avatar von Norbee81
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    Re: Verkauf von Blütenpollen einstellen?

    Hallo!

    Zitat Zitat von Kiebitzmoor
    Auch im Bienenjournal in diesem Jahr stand ein Artikel darüber?
    Was wißt Ihr davon?
    Waren da die Berichte im Heft 8/2010 - Einfluss von Pyrrolizidinalkaloiden auf Honigbienen
    und Heft 9/2010 - Jakobskreuzkraut & Co. gemeint?
    Bis zu den Berichten im DBJ hab ich davon noch nichts gehört.

    Meiden sollte man Massenvorkommen von Jakobskreuzkraut, Borretsch(!?), Beinwell, Wasserdost, Natternkopf- diese Pflanzen wurden spez. vorgestellt.
    Dabei ging es aber primär um die Bienengesundheit soweit ich mich erinnern kann, müsste den Text nochmal lesen..

    Schönen Winterabend
    Norbert
    Biene: Buckfast, Carnica. Beute: Kompatibles Beutensystem Dadant, Zander. Stände: Wald/Auwald 500m - 800m ü.A.

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