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Thema: Desinfektionskessel

  1. #1
    Avatar von Bienen Sepp
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    Desinfektionskessel

    Hallo Bienenfreunde!

    Da im Umkeis meiner Bienen immer wieder Faulbrutfälle auftreten und ich bisher
    verschont blieb, möchte ich vorbeugend meine Beuten so gut als möglich desinfizieren.
    Bisher habe ich die leerstehenden Beutenteile abgeflämmt, dieses Verfahren geht
    zum einen auf die Substanz der Holzteile, zum zweiten werden nicht alle
    Ritzen und Nischen der Beutenteile erreicht.
    Für den heurigen Winter habe ich mir vorgenommen einen "Desinfketionsbehälter" zu bauen.

    Eckpunkte:
    - Edelstahlwanne 60x60x60 cm
    - Beheizung mittels Gasbrenner
    - Temperaturanzeige
    - Regelung keine ???
    - Einlegerost - auf welcher Höhe???
    - 2 Ablasshähne auf unterschiedlicher Höhe

    Natürlich fehlen mir zu diesem Thema die Erfahrungen und auch im Imkereibarf ist
    nicht viel brauchbares zu finden.
    Somit möchte ich Euch um Erfahrungsberichte und Anregungen zu diesem Thema bitten.

    Gruß Sepp

  2. #2
    Avatar von WalterRojky
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    Re: Desinfektionskessel

    Hallo Bienenfreunde
    Eine Desinfektion der gesamten Imkerausrüstung inkl. Beuten wird in Italien mit radioaktiver Bestrahlung durchgeführt.
    Es gibt dort die Möglichkeit, eine Euro-Palette bis zu 2,5m hoch aufzustapeln, mit Folie eingewickelt in eine Halle gebracht wird. Danach wird sie von Mitarbeiter in einen Reaktorähnlichen Raum gebracht.
    Nach ca. 2 Stunden kann die Ware voll desinfiziert wieder abgeholt werden. Den Preis weiß ich allerdings nicht mehr.
    Man müsste fragen ob Seibersdorf so eine Desinfektion anbietet.
    Ist eine Möglichkeit die allerdings nicht alle Imker (inkl. mich) anspricht.
    mfg Walter

  3. #3

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    Re: Desinfektionskessel

    Hallo
    Eine weitere Möglichkeit wäre eine Wärmekammer oder Trocknungskammer. Dort kannst Du das gesammte Material über mehrere Stunden einstellen Temperatur einstellen und richtig durchbacken.
    Teilweise sind solche Kammern in der Industrie vorhanden.
    Mit freundlichem Gruss
    Hugo

  4. #4

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    Re: Desinfektionskessel

    Hallo

    der Desinfektionskessel ist etwas zu schwach für Faulbrutsporen, diese sind extrem widerstandsfähig.

    Wachsbetriebe müssen deshalb zum Entseuchen sehr aufwändige Überdruckkessel bereithalten - inkl. Protokollschreiber.

    Ein Wachsklärkessel ist trotzdem eine tolle Idee. Er sollte aber doppelwandig (am besten Thermoöl) und dick isoliert sein. Zwei Hähne sind sehr empfehlenswert.

    Bestrahlung wird in Australien schon lange relativ erfolgreich im kommerziellen Bereich angewandt (und stark subventioniert), ist aber sehr aufwendig.

    Ob trockene Hitze die Kunststoff- oder Holzartikel schadlos überstehen ausreicht m Faulbrutsporen sicher abzutöten zweifele ich dagegen an.

    Gruß vom verregneten Mindelsee

    Michael
    Michael T. Mader
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  5. #5
    Administrator Avatar von drohne
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    Re: Desinfektionskessel

    Zitat Zitat von Mindelsee
    Ein Wachsklärkessel ist trotzdem eine tolle Idee. Er sollte aber doppelwandig (am besten Thermoöl) und dick isoliert sein. Zwei Hähne sind sehr empfehlenswert.
    Der Sepp ist vom Fach und kann mit E-Stahl bestens umgehen, deswegen benötigt er genau solche Ratschläge, lassen wir also bitte Bestrahlungen ect. besser weg und geben ihm mehr Tipps auf was er beim Selbstbau so alles achten sollte. Ich bin fest davon überzeugt, das er mit unseren Tipps und Hinweisen ein tolles Gerät zustande bringt.

  6. #6

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    Re: Desinfektionskessel

    Hallo Forumfreunde
    In der letzten "Biene Aktuell " ist von der Fa Puff ein Desinfektor beschrieben.

    mfg. Johann.

  7. #7
    Avatar von Bienen Sepp
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    Re: Desinfektionskessel

    Hallo!

    Voerst mal Danke für Eure Bemühungen.
    - Mein Wachsklärbehälter (ca. 30Liter) arbeitet schon seit dem letzten Winter, habe ich aus Edelstahl doppelwandig ausgeführt.
    anstatt dem giftigen Thermoöl (ist in dem meisten Fällen Trafoöl) verwende ich Fritierfett - geht bei "trockenen Wachs" bis 150°C problemlos
    Temperatursteuerung mittels Tauchthermostat (0 - 150°C) und Sicherheitstemperaturbegrenzer (160°C)
    Kosten für Material und Hilfeleistung meiner Kollegen ca. € 300
    - für den heurigen Winter möchte ich das Problem der Beutendesinfizierung lösen
    - der von Puff angebotene Behälter ist eine "Ente" - wird mit 3%iger AS Lösung betrieben - stinkt und hat keine Wirkung auf Faulbrutsporen
    - nun überlege folgende Varianten:
    1. Desinfektionsbehälter 60x60x60 mit Heizung wie von Fritz angeboten
    2. Geschirrspüler mit externer Steuerung, d.h. Ätnatronlösung soll nicht nach jeden Spülvorgang in den Kanal gelangen
    3. Desinfektionsbehälter mit Heißwachs - Wachs auf ca. 130°C erhitzen und Beutenteile darin tauchen.
    Hat erst mal den Nachteil, dass damit nur Holz desinfiziert werden kann
    - auf keinen Fall in Frage kommt Radioaktivität und sonstige Chemiekeulen
    - bezüglich Wärmekammer bin ich eher abgeneigt, da auch nur für Holz und Metall geeignet

    Gute Ideen sind immer Willkommen und sollte das Gerät funktionieren werde ich natürlich darüber berichten.

    Gruß Sepp

  8. #8

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    Re: Desinfektionskessel

    Hallo Bienen Sepp,

    zum dritten Ansatz gibt es sehr gute Erfahrungen aus Australien und, inzwischen, auch Nordamerika.

    Zargentauchen ist ein guter, nachhaltiger (wenn entsprechende Wachse/Harze verwendet werden) und schneller Schutz für alle Holzteile. Geht wirklich einfach: altes Fass oder entsprechend geschweißten Rechteckbehälter auf einen Bock stellen und Gasringbrenner drunter.

    Wie glücklich hiesige Gesundheitswarte/Bienensachverständige damit sind lasse ich mal offen. Mir ist kein Fall bekannt in dem dieses Verfahren zur Sarnierung hier angewandt wurde.

    Gruß vom nebeligen Mindelsee

    Michael
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  9. #9

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    Re: Desinfektionskessel

    Hallo Sepp !

    Ich verwende zur Desinfektion und Reinigung der Rämchen und Beuten einen alten Kartoffeldämpfer. Díeser wird mit Wasser gefüllt, entsprechend der Wassermenge eine 4 %ige Ätznatronlauge durch Zugabe von Ätznatron hergestellt, und das Ganze anschließend mit Holzbefeuerung zum kochen gebracht. Darin werden dann die zusammen gebundenen Rämchenstöße, Magazine, und Beutenteile, unter Beschwerung, ca 10 Min lang ausgekocht. Danach mit kaltem Spritzwasser absülen.Damit ist alles sauber und desinfiziert. Bei dieser Arbeit das Gesicht, Hände, und Vorderkörper gegen Spritzwasser mit einem Plastikschurz, Gummihandschuhen, und Schutzbrillen schützen. Bei Kontakt mit der Ätznatronlauge diese eifach mit kaltem Wasser abspülen.

    LG v libro

  10. #10

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    Re: Desinfektionskessel

    Hallo Sepp

    Der Desinfektor von Puff ist nicht unbedingt eine " Ente ", kann auch mit Ätznatron betrieben werden.
    Die kochende Lauge trägt wohl zur Desinfektion bei. zB. Styroporbeuten werden nur kurz in diese Lauge
    getaucht. Beuten abgratzen und mit der Lötlampe schwarz machen ist nur eine Alibi Handlung.

    mfg. Johann

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