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Thema: Bienenfresser- eine Gefahr?

  1. #11
    Avatar von Astacus
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    Re: Bienenfresser- eine Gefahr?

    Hallo,

    da steht meiner Meinung das Wohlbefinden der Bienenfresser eindeutig vor den 4 Völkern. Dies wäre ja einen Ausflug wert, um dieses Schauspiel der Bienenjagd anzusehen. Heuer wird es aber schwer sein, den Honigverlust durch die Bienenfresser zu beurteilen, denn das Wetter ist ja anders als optimal.

    Karl: ich würde mir nicht zu große Sorgen machen, um dieser Zeit ist der Bienennachwuchs nicht zu unterschätzen.

    @Drohne: ich hab ein Rauchschwalbennest 50m neben den Bienenstand und einen Nistkasten mit einer Blaumeisenfamilie 2m vom Bienenstand entfernt und freu mich sehr diese Vögerl zu sehen, und ich könnte jetzt nicht von einem bewußten bedrohlichen Raubzug dieser Vögel sprechen.

    Gruß
    Astacus

    PS: Ich überleg mir jetzt schon sehr stark mal wieder meine Schwiegermutter in Schönberg zu besuchen
    Meine Herkunft liegt im Südburgenland, auch wenn ich jetzt lieber in die Südstadt heimkomme. http://www.imker-burgenland.at

  2. #12
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    Re: Bienenfresser- eine Gefahr?

    Zitat Zitat von Supernova
    Wir hatten unser Bienenhaus vor 15 Jahren mitten zwischen vier Bauernhöfen bei denen die Schwalben noch nach Herzenslust nisten konnten. Der Begattungserfolg oder auch die Verlustquote unterschied sich nicht von der heutigen.
    Mag alles richtig sein, vor 15 Jahren schwirrten bei unserem Biotop Unmengen von Libellen & Co herum, heutzutage muss man viel Geduld aufbringen um noch den einen oder anderen zu sehen. Vor 50 Jahren haben wir Schuhschachteln voller Kartoffelkäfer händisch eingesammelt, wer kennt und sieht diese heutzutage noch? Was ich damit sagen möchte, Insektenfutter wird vermutlich noch rarer, sollen da eventuell unsere Bienen und wir Imker/innen einspringen?

    @ Astacus

    ist ja nicht weit von Schönberg zum Karl, bringe ihm doch ganz einfach vier Völker vorbei, somit verringert sich sein Verlust um 50%.

  3. #13
    Supernova
    Gast

    Re: Bienenfresser- eine Gefahr?

    Zitat Zitat von drohne
    Zitat Zitat von Supernova
    Wir hatten unser Bienenhaus vor 15 Jahren mitten zwischen vier Bauernhöfen bei denen die Schwalben noch nach Herzenslust nisten konnten. Der Begattungserfolg oder auch die Verlustquote unterschied sich nicht von der heutigen.
    Mag alles richtig sein, vor 15 Jahren schwirrten bei unserem Biotop Unmengen von Libellen & Co herum, heutzutage muss man viel Geduld aufbringen um noch den einen oder anderen zu sehen. Vor 50 Jahren haben wir Schuhschachteln voller Kartoffelkäfer händisch eingesammelt, wer kennt und sieht diese heutzutage noch? Was ich damit sagen möchte, Insektenfutter wird vermutlich noch rarer, sollen da eventuell unsere Bienen und wir Imker/innen einspringen?

    @ Astacus

    ist ja nicht weit von Schönberg zum Karl, bringe ihm doch ganz einfach vier Völker vorbei, somit verringert sich sein Verlust um 50%.
    Bist halt ein Imker vom alten Schlage!
    Dass es weniger Libellen und Kartoffelkäfer gibt hat wie du sicher weisst ganz andere Gründe (die sind nicht im Futtermuster der Bienenfresser!).

    Wir könnten noch eine ganz andere Rechnng aufmachen. Wie viel fliegende Bienenmasse ist in acht Völkern? Wie viel Futter benötigt ein nicht mal 100g leichter Vogel?

    Und noch was. So ganz urplötzlich werden die Vögel nicht da gewesen sein. Sicher waren sie eher da als die Bienenvölker. Also wer hat die älteren Rechte?

    Ein "Explodieren der Kolonie" würde biologische Grundlagen auf den Kopf stellen, wird also nicht passieren. Da spielen noch ganz andere Faktoren eine bedeutende Rolle.

  4. #14
    Avatar von Astacus
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    Re: Bienenfresser- eine Gefahr?

    Hallo Drohne,

    Zitat Zitat von drohne
    Was ich damit sagen möchte, Insektenfutter wird vermutlich noch rarer, sollen da eventuell unsere Bienen und wir Imker/innen einspringen?
    Du jammerst ja, wie wenn du eine Förderung rausschlagen willst. Karl hat die Wahl abzuwandern oder sich als Naturfreund zu erweisen und dieser seltenen Vogelrasse die Brutpflege zu erleichtern.

    Ich würde ein Foto machen, und auf mein Honigglas raufkleben um meine Naturverbundenheit allen zu zeigen, ist sicher ein toller Gesprächsfaden mit dem Kunden.

    Gruß
    Astacus
    Meine Herkunft liegt im Südburgenland, auch wenn ich jetzt lieber in die Südstadt heimkomme. http://www.imker-burgenland.at

  5. #15

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    Re: Bienenfresser- eine Gefahr?

    Zitat Zitat von Astacus

    Ich würde ein Foto machen, und auf mein Honigglas raufkleben um meine Naturverbundenheit allen zu zeigen, ist sicher ein toller Gesprächsfaden mit dem Kunden.
    Mit dem Slogan drauf:
    "Meine Bienen schmecken nicht nur dem Bienenfresser" Superr

  6. #16
    Administrator Avatar von drohne
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    Re: Bienenfresser- eine Gefahr?

    Zitat Zitat von Supernova
    Bist halt ein Imker vom alten Schlage!

    Dass es weniger Libellen und Kartoffelkäfer gibt hat wie du sicher weisst ganz andere Gründe (die sind nicht im Futtermuster der Bienenfresser!).

    Ein "Explodieren der Kolonie" würde biologische Grundlagen auf den Kopf stellen, wird also nicht passieren. Da spielen noch ganz andere Faktoren eine bedeutende Rolle.
    Na gut, also bin ich nun ein Imker vom alten Schlage, wer bitte ist dann einer vom jungen Schlage, etwa jemand der im schönen Güssing imkert und weise Ratschläge erteilt? Tatsache ist, dass diese Vögel enorm futtern, mitunter sogar bis zu 35 FE pro Tag. Nehmen wir nun einen Extremfall an: Eine Kolonie besteht aus 40 Elternpaaren und jeweils sechs Jungtieren. Diese sechs Jungtiere benötigen somit 35 x 6 x 40 = 8.400 FE pro Tag. Libellen stehen sehr wohl auf deren Speiseplan, praktischerweise hat aber der Karl seine Bienen griffbereit, wozu also die Gefahr des Turmfalken eingehen um mühsam Libellen zu erbeuten. Was von den vier Völkern übrig bleibt, können wir uns nun ruhig bei einem Kaffeetscherl ausrechen. Es wäre somit durchaus zu rechnen, dass sich diese Kolonie sehr wohl freudig vermehrt.

    @ Astacus

    bisher bekam ich noch niemals eine Förderung, wozu auch und jammern tue ich schon gar nicht, bitte nicht falsche Vermutungen veröffentlichen. Wichtig ist mir einzig und alleine das wohlergehen unserer Bienen. Kormorane zeigen uns sehr deutlich was passiert, wenn vermeintliche Naturschützer falsche Eingriffe machen. Mangels natürlicher Feinde und bejagt dürfen sie ja nahezu nicht werden, futtern sie nun fröhlich und gut gelaunt ganze Fischereireviere leer.

    Also nur her mit den Bienenfressern, wir Imker/innen und unsere Bienen halten auch dies ja auch noch locker aus. feif:

  7. #17
    Supernova
    Gast

    Re: Bienenfresser- eine Gefahr?

    Zitat Zitat von drohne
    wer bitte ist dann einer vom jungen Schlage, etwa jemand der im schönen Güssing imkert und weise Ratschläge erteilt?
    Jemand der Begriffen hat was Ökologie ist
    "Die Ökologie (von griechisch ????? oikos „Haus, Haushalt“ und griechisch ????? logos „Lehre“, also „Lehre vom Haushalt “) ist diejenige Teildisziplin der Biologie, welche die Beziehungen zwischen Organismen untereinander und mit ihrer Umwelt erforscht."
    Nicht nur das Blicken auf einen kleinen (eigenen) Teil der Umwelt.

    Zitat Zitat von drohne
    Tatsache ist, dass diese Vögel enorm futtern, mitunter sogar bis zu 35 FE pro Tag. Nehmen wir nun einen Extremfall an: Eine Kolonie besteht aus 40 Elternpaaren und jeweils sechs Jungtieren. Diese sechs Jungtiere benötigen somit 35 x 6 x 40 = 8.400 FE pro Tag. Libellen stehen sehr wohl auf deren Speiseplan, praktischerweise hat aber der Karl seine Bienen griffbereit, wozu also die Gefahr des Turmfalken eingehen um mühsam Libellen zu erbeuten. Was von den vier Völkern übrig bleibt, können wir uns nun ruhig bei einem Kaffeetscherl ausrechen. Es wäre somit durchaus zu rechnen, dass sich diese Kolonie sehr wohl freudig vermehrt.
    40 Elternpaare? Das wäre schon ein SEHR stattliche Kolonie für unsere Verhältnisse. Turmfalken gibts auch? Also natürliche Feinde, die für Populationsregulation sorgen

    Zitat Zitat von drohne
    Wichtig ist mir einzig und alleine das Wohlergehen unserer Bienen.
    Ist das ein ökologischer Blick eines Bioimkers?
    Zitat Zitat von drohne
    Kormorane zeigen uns sehr deutlich was passiert, wenn vermeintliche Naturschützer falsche Eingriffe machen. Mangels natürlicher Feinde und bejagt dürfen sie ja nahezu nicht werden, futtern sie nun fröhlich und gut gelaunt ganze Fischereireviere leer.
    Ich hätte wetten können, das dieses Argument noch kommt!
    Zitat Zitat von drohne
    Also nur her mit den Bienenfressern, wir Imker/innen und unsere Bienen halten auch dies ja auch noch locker aus. feif:
    Mit Sicherheit tun sie das, sonst wären sie schon lange ausgestorben!

  8. #18
    Administrator Avatar von drohne
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    Re: Bienenfresser- eine Gefahr?

    Es soll nun kein Streit entstehen, sondern darauf hingewiesen werden, dass Bienenfresser sehr wohl ein sehr große Gefahr für so manche Bienenstände bedeuten. Es bleibt nun den Threaderöffner überlassen, welche Entscheidung er treffen wird, also abwandern oder bleiben.

  9. #19

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    Re: Bienenfresser- eine Gefahr?

    Im winter die Vögelchen schön brav füttern, und sie lassen die "grausigen" Bienen in Ruh, dafür bekommen sie leckere Sonnenblumenkerne 8)

  10. #20

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    Re: Bienenfresser- eine Gefahr?

    Hallo an alle Bienenfreunde!
    Ich bin echt überrascht welch großes Echo auf meine Anfrage ist und welch kontroverse Meinungen hier zutage kommen.
    Aber ich muß, ohne einen Streit anzetteln zu wollen, schon für die grundsätzliche Meinung von Drohne eintreten.
    Zum ersten wird ein Turmfalke = Rüttelfalke nie und nimmer einen Bienenfresser oder ähnliche schnell fliegende Vögel erbeuten. den einzigen den der Bienenfresser ins Beuteschema passt ist der Baumfalke (Wanderfalke) und der Sperber. Daher hat der Bienenfresser bei uns ähnlich viele Feinde wie der Kormoran.
    Zum zweiten ist es so, dass noch nie so viele Bienenfresser da waren wie heuer (vor allem vor der Brut)
    Es ist aber sowieso eine eher theoretische Diskusion, denn wirklich etwas gegen die Raubzüge der BF machen kann mann eh nicht.
    Abwandern oder Stand verlegen kommt nicht in Betracht also bleibt nur zu hoffen, dass der Nachwuchs der BF nicht zu üppig ausfällt und ende Juli ziehen sie sowieso wieder ab.
    Es ist jedoch schon so, dass die Summe der Faktoren ausschlaggebend sind, zumal das Spritzmittel in Landwirtschaft und Weinbau, der Milbenbefall und die sonstigen "natürlichen Feinde" Substanz von unseren Völkern kostet.
    lG.: Karl

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