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Thema: Besitz von Oxalsäuredihydrat strafbar

  1. #21
    Avatar von Nils
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    AW: Besitz von Oxalsäuredihydrat strafbar

    Das Video von Kai ist leider nicht mehr verfügbar, auch nicht wenn man sich bei YT anmeldet.
    Vielleicht hat ihm sein Anwalt geraten, das Thema nicht so breit an die Öffentlichkeit zu tragen.

    Leider habe ich mir das Video nur einmal angesehen und mir die genannten Paragraphen nicht mitgeschrieben!
    Soweit ich es aber noch in Erinnerung habe, wird ihm wohl nicht der Besitz selbst vorgeworfen, sonder der Besitzt MIT DER ABSICHT es als Medikament für seine Bienen zu verwenden. Die Absicht ist wohl der Knackpunkt.

    Ein kleiner, juristisch aber wohl wichtiger Unterschied.

    Zitat Zitat von Chrigel Beitrag anzeigen
    Ich würde euch empfehlen, die Sache nicht für bare Münze zu nehmen, denn auf diesem Weg erfahrt ihr die wirklichen Hintergründe nicht. Mit dem einen Video bekommt ihr eine sehr einseitige Sicht der Dinge.
    Deinen Einwand kann ich nicht ganz nachvollziehen Christian. Ich denke das zitierte Schreiben des Staatsanwaltes wird wohl echt sein und das Strafverfahren auch.

    Natürlich muß man sagen, daß Kai es wohl selbst provoziert hat, da stimme ich zu.
    Sorge bereitet mir jedoch, was es für Auswirkungen auf die Imkerschaft haben wird. Denn ein einmal gesprochenes Urteil ist ein Urteil! Und per Referenz wohl sofort auch für jeden Kleinimker anwendbar...
    Einen Dienst hat er uns Imkern damit sicherlich nicht erwiesen.


    Nils
    Es ist ein Jammer, daß die Dummköpfe stets so selbstsicher sind
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    Don Quijote (21.06.2021)

  3. #22
    Administrator Avatar von miguelito
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    AW: Besitz von Oxalsäuredihydrat strafbar

    Ich bin ja nun wirklich kein Freund von obrigkeitshoerigem Verhalten und unterlaufe dies auch wenn ich kann. Aber nicht in dem Sinne, dass andere Leute geschaedigt werden.
    Aber es ist schon sehr unklug, Methoden in der Offentlichkeit zu bewerben, wenn sie nicht zugelassen oder untersagt sind.
    Es besteht dabei immer die Gefahr, dass Feinde, Neider, Hasser, Missguenstige und selbsernannte Ordnungskraefte sich aufschwingen und Aerger bereiten. Gerade in der momentanen Zeit scheint das ja in Mode zu sein.
    Warum kann man nicht sein Ding machen und den Mund halten....
    Jetzt hat sich ein StA an der Sache festgebissen und es kommt zum Prozess oder im besten Fall zu einem Strafbefehl.
    Eine Rechtschutzversicherung wird wohl auch kaum eintreten und so kommt die Sache teuer, weil man alles aus dem eigenen Hosensack zahlen muss.
    Michael
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    die glaubt niemand! Max Frisch

  4. #23
    Avatar von Oberlausitz
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    AW: Besitz von Oxalsäuredihydrat strafbar

    Naja, seiner Argumentation nach, benutzt er beim Oxalsäure verdampfen eben kein Medikament sondern ein Pflegemittel. Er hat das in einem Video schon mal genauer erklärt. So gesehen befindet er sich, nach meinem Rechtsempfinden, im Recht und kann das benutzen. Kohlestaub ist auch nicht als Varroabekämpfungsmittel zugelassen, aber wenn's einer erfolgreich probiert.....nur ein blödes Beispiel.
    Schöne Grüße Ronny
    In der allergrößten Not sind die Dicken dünn und die Dünnen tot.

  5. #24
    Avatar von Nils
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    AW: Besitz von Oxalsäuredihydrat strafbar

    Eine ähnliche Argumentation las ich mal auf der Seite von Alfranseder. Die Oxalsäure-Partikel werden von den Bienen nicht aufgenommen und wären somit keine Arznei, weil sie ja nur zur Pflege der Bienenbehaarung dient. Oder so ähnlich begründet er es. Leider finde ich die Seite nicht mehr, vielleicht hat er sie aus dem Netz genommen.

    Juristisch wahrscheinlich eine ziemlich wackelige Interpretation, denn laut §2 AMG gilt ein Stoff als Arznei, der:

    Arzneimittel sind Stoffe oder Zubereitungen aus Stoffen, 1.die zur Anwendung im oder am menschlichen oder tierischen Körper bestimmt sind und als Mittel mit Eigenschaften zur Heilung oder Linderung oder zur Verhütung menschlicher oder tierischer Krankheiten oder krankhafter Beschwerden bestimmt sind
    Und da Varroa als Bienenkrankheit gilt, sind wohl alle Stoffe die zum Tod der Milbe führt, Arzneimittel in diesem Sinne.
    Aber das müssen wohl Juristen klären.

    Wir könnten noch eine neue Kirche gründen! Die "Bekämpfer der Varroa"! Dann könnten wir versuchen die Oxalsäurebedampfung als religiöse Zeremonie zu definieren und wären somit durch Religionsfreiheit geschützt! Oder so...

    Nils
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  6. #25
    Avatar von WalterRojky
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    AW: Besitz von Oxalsäuredihydrat strafbar

    Hallo Nils
    Bin mir nicht sicher ob die Varroa als Krankheit definiert werden kann, auch wenn es immer als solche beschrieben wird. Die Varroa ist ein Parasit und daher keine Krankheit, eine Zecke oder ein Floh ist auch keine Krankheit sondern ein Parasit!
    Glaube aber, daß aus Lebensmittelsicht die Oxalsäure als bedenklich gesehen wird und die möglichen Rückstände im Honig sicher ein Problem darstellen!
    mfg Walter

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    Nils (24.06.2021)

  8. #26
    Avatar von Nils
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    AW: Besitz von Oxalsäuredihydrat strafbar

    Zitat Zitat von WalterRojky Beitrag anzeigen
    Hallo Nils
    Bin mir nicht sicher ob die Varroa als Krankheit definiert werden kann, auch wenn es immer als solche beschrieben wird. Die Varroa ist ein Parasit und daher keine Krankheit,
    Das sehe ich genau so wie Du Walter!
    Hat man Läuse, ist man ja auch nicht Laus-Krank sondern hat eben Parasiten!
    Wieso das ausgerechnet bei den Bienen anders ist, habe ich noch nie verstanden. Aber die "Varroose" gilt als Bienen-Krankheit!
    Als Krankheit der Bienenbrut sogar.



    Zitat Zitat von WalterRojky Beitrag anzeigen
    Glaube aber, daß aus Lebensmittelsicht die Oxalsäure als bedenklich gesehen wird und die möglichen Rückstände im Honig sicher ein Problem darstellen!
    mfg Walter
    Das glaube ich wiederum weniger, denn selbst wenn jemand ab August regelmässig bedampft kann nichts in den Honig kommen, denn der ist ja abgeräumt. Möglicherweise wird das Bienenfutter etwas damit angesäuert, glaube ich jedoch auch nicht. Laut Alfranseder löst sich der feine Staub in normaler Stockluft nicht zur Säure, sondern bleibt Staub. Da müsste es schon direkt in die Zelle fallen.
    Der Staub wird von den Bienen so schnell rausgeputzt, da glaube ich nicht an Rückstände.

    Und bis der Honigraum wieder drauf kommt, wären alle Rückstände, die sich evtl. im Brutraum befinden, schon wieder abgebaut.

    Genauso könnte man ja auch mit Ameisensäure argumentieren.
    Beides sind ja natürliche Bestandteile des Honigs...

    Servus,

    Nils
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  9. #27
    Avatar von WalterRojky
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    AW: Besitz von Oxalsäuredihydrat strafbar

    Hallo Nils
    Bestandteile schon, es kommt auf die Konzentration an! Wenn die Konzentration im Honig über den natürlichen Gehalt steigt, bist Du damit ein Gefärder von Lebensmittel und wirst zur Verantwortung gezogen. In A ist der Besitz nicht strafbar!
    mfg Walter

  10. #28
    Avatar von Mike54
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    AW: Besitz von Oxalsäuredihydrat strafbar

    Walter,

    ich glaube Nils möchte damit sagen:

    In Deutschland ist jegliche Behandlung mit Varroabekämpfungsmitteln von Bienenvölkern welche zur Honiggewinnung dienen, ab 31.12. Mitternacht verboten.

    Völker die in dem Jahr nicht für die Honiggewinnung genutzt werden, dürfen behandelt werden.

    Die ersten Honigräume werden erst Ende März je nach Gegend und Tracht aufgesetzt.

    Somit haben die Bienen 3 Monate Zeit, die evtl. Oxalsäurekristalle aus den Beuten zu bringen, ergo kann auch nichts in den Honigwaben an Resten sein.

    Ob sich Oxalsäure (verdampft) irgendwie im Holz der Bruträume ablagert und dadurch noch in die Honigräume gelangen kann, glaube ich eher nicht.

    Vielleicht gibt es Untersuchungen dazu.
    volle Honigtöpfe wünscht Mike 54

    https://www.dreschhausenimker.de/

  11. Folgender Benutzer sagt Danke zu Mike54 für den nützlichen Beitrag:

    Don Quijote (24.06.2021)

  12. #29
    Avatar von Josef Gruber
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    AW: Besitz von Oxalsäuredihydrat strafbar

    Zitat Zitat von Mike54 Beitrag anzeigen
    In Deutschland ist jegliche Behandlung mit Varroabekämpfungsmitteln von Bienenvölkern welche zur Honiggewinnung dienen, ab 31.12. Mitternacht verboten.
    Völker die in dem Jahr nicht für die Honiggewinnung genutzt werden, dürfen behandelt werden.
    Die ersten Honigräume werden erst Ende März je nach Gegend und Tracht aufgesetzt.
    Somit haben die Bienen 3 Monate Zeit, die evtl. Oxalsäurekristalle aus den Beuten zu bringen, ergo kann auch nichts in den Honigwaben an Resten sein.
    Vielleicht gibt es Untersuchungen dazu.
    Hallo Mike!

    Ist in DE Varromed nicht zugelassen?
    Das Behandlungskonzept von Varromed sieht eine Frühjahrsbehandlung kurz vor dem Aufsetzen der Honigräume vor.
    https://www.ema.europa.eu/en/documen...rmation_de.pdf

    Gruß Sepp

  13. #30
    Avatar von Beespace
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    Zitat Zitat von Mike54 Beitrag anzeigen

    Vielleicht gibt es Untersuchungen dazu.
    Das habe ich mal gefunden ist nur schon einige Jahre alt https://www.mellifera.de/download.ht...i%2FOS0110.pdf
    Grüße
    Tom

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