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Thema: Völkerverluste von 2020 auf 2021

  1. #31
    Administrator Avatar von Josef Fleischhacker
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    AW: Völkerverluste von 2020 auf 2021

    Danke der wichtigen Frage und hoffentlich wird nun ein Unterschied zwischen Flugwetter und Winterruhe gemacht, einzig darum geht es.

    Beispiel, heute und oben haben wir angenehme +18 Wärmegrade, massenhaft sind Bienen unterwegs, hat unter solchen Verhältnissen jemand Problemvölker so kann ohne weiteres die eine oder andere kleine und möglichst dickflüssige Futtergabe geben. Könnte heute nicht alles verwertet werden und morgen käme eine Kaltwetterphase -was ohnehin schon prognostiziert wurde- im Volk, so würde schon morgen das gleiche Problem auftauchen.

    Futterteigreizfütterer wissen ganz genau was dienstlich für das Volk und was schädlich für jede einzelne Biene ist.

    Josef.

  2. Folgender Benutzer sagt Danke zu Josef Fleischhacker für den nützlichen Beitrag:

    BieneHildesheim (26.02.2021)

  3. #32
    Avatar von Dommy
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    AW: Völkerverluste von 2020 auf 2021

    Ich trau mich mal zurück zum Thema:

    Im Januar habe ich drei, letzte Wochen zwei weitere Kisten abräumen dürfen. Somit bin ich bei "von 24 auf 19".
    Damit bin ich bei uns offensichtlich bisher noch sehr glimpflich davon gekommen: Ich habe Meldungen mit "von 63 auf 25", "von 42 auf 20", "von 3 auf 0", "von 9 auf 6". Es gibt aber auch hier Imker, die bisher kein Volk verloren haben wollen.

    So ganz erklären erklärbar sind die Verluste zwischen Januar und März so für uns noch nicht: Die Völker der verschiedenen Imker waren wie immer behandelt und eingefüttert. Im Januar waren alle an den beiden schönen Tagen am fliegen, laut Windel unauffällig und überhaupt nicht klein. Dann kam der Februar mit bis zu - 20° C. Jetzt im März sind die "toten" Kästen weitestgehend bienenleer, viel Futter - aber keine Pollenwaben drin, keine einzige stehengebliebene Brutzelle, kein Kot auf den Waben, keine Weisel im (wenigen) Totenfall...

    Ein schönes Wochenende wünscht
    DOMMY
    Nur wer nichts macht, macht nichts falsch.

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    fix (27.02.2021)

  5. #33
    Moderator Avatar von Malte Niemeyer
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    AW: Völkerverluste von 2020 auf 2021

    Hallo,

    das die Völker aktiv Wassertropfen nach draussen tragen und abwerfen glaube ich eher weniger. Das man die Völker reizt und sich die Traube lockert ist wahrscheinlich, zumal es sich bei dem Zuckerwasser um pur Saccharose handelt. Allerdings fliegt bei Frost keine Biene raus ob nun Tagsüber oder Nachts ist da egal.

    Zuckerteig wäre sicher am Sympatischsten. Genutzt habe ich das Phasenweise vor unserer Bioumstellung 2015. Allerdings bin ich derzeit Technisch nicht dazu aufgestellt Teig herzustellen und zu füttern und wüsste auch garnicht wo ich deutschen Bio Rüben Puderzucker herbekomme.

    Daher haben wir die 2,3 Liter Plastikeimer im Gastrobedarf Bedarf besorgt und knapp 20 Völker damit nachgefüttert.

    Es handelte sich dabei um die eingewinterten Begattungseinheiten die recht spät noch vereinigt wurden.
    MfG Malte Niemeyer

    Wer sich lässt von Stichen schrecken, wird niemals süßen Honig schlecken!

  6. #34
    Administrator Avatar von Josef Fleischhacker
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    AW: Völkerverluste von 2020 auf 2021

    Einen Zusatz noch, folglich soll hier die Flüssigfütterung beendet werden, gerne können wir in einem anderen Thread weiterreden.

    Zitat Zitat von Malte Niemeyer Beitrag anzeigen
    Allerdings fliegt bei Frost keine Biene raus ob nun Tagsüber oder Nachts ist da egal.
    Sicherlich hast ebenfalls schon bemerkt, werden infolge Kälte die Flüge eingestellt so bleibt auch die Flüssigfütterung unberührt und verdirbt/vergammelt. Aber auch hier gäbe es eine vom Imker bewusst herbeigeführte Ausnahme, dies wäre ein warmes und umgestülptes Futterglas direkt auf den Oberträgern, eben bewusstes rausfüttern bei Krankheiten.

    Soderle, nun bin ich hier raus.

    Josef

  7. #35
    Avatar von Der Bien
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    AW: Völkerverluste von 2020 auf 2021

    Zitat Zitat von Dommy Beitrag anzeigen
    Ich trau mich mal zurück zum Thema:

    Im Januar habe ich drei, letzte Wochen zwei weitere Kisten abräumen dürfen. Somit bin ich bei "von 24 auf 19".
    Damit bin ich bei uns offensichtlich bisher noch sehr glimpflich davon gekommen: Ich habe Meldungen mit "von 63 auf 25", "von 42 auf 20", "von 3 auf 0", "von 9 auf 6". Es gibt aber auch hier Imker, die bisher kein Volk verloren haben wollen.

    So ganz erklären erklärbar sind die Verluste zwischen Januar und März so für uns noch nicht: Die Völker der verschiedenen Imker waren wie immer behandelt und eingefüttert. Im Januar waren alle an den beiden schönen Tagen am fliegen, laut Windel unauffällig und überhaupt nicht klein. Dann kam der Februar mit bis zu - 20° C. Jetzt im März sind die "toten" Kästen weitestgehend bienenleer, viel Futter - aber keine Pollenwaben drin, keine einzige stehengebliebene Brutzelle, kein Kot auf den Waben, keine Weisel im (wenigen) Totenfall...

    Ein schönes Wochenende wünscht
    DOMMY
    Hallo Dommy,

    es lohnt sich, nachzuforschen, ob die Verluste im Warmbau stattfanden. Dort kann nämlich die Wintertraube nicht so gut dem Futter nachziehen, wie im Kaltbau. Sie muss im Warmbau über Rähmchen steigen. Gerade wenn schon Brutflächen angelegt wurden und dann ein Kälteeinbruch die Bienen bei der Brut festnagelt, ist das ein Problem.

    Also: Meine Frage - Warmbau bei den Verlust-Imkern deiner Region?

    Viele Grüße,
    Daniel

  8. #36

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    AW: Völkerverluste von 2020 auf 2021

    Zitat Zitat von Der Bien Beitrag anzeigen
    Hallo Dommy,

    es lohnt sich, nachzuforschen, ob die Verluste im Warmbau stattfanden. Dort kann nämlich die Wintertraube nicht so gut dem Futter nachziehen, wie im Kaltbau. Sie muss im Warmbau über Rähmchen steigen. Gerade wenn schon Brutflächen angelegt wurden und dann ein Kälteeinbruch die Bienen bei der Brut festnagelt, ist das ein Problem.

    Also: Meine Frage - Warmbau bei den Verlust-Imkern deiner Region?

    Viele Grüße,
    Daniel
    Auch eine Behauptung, die ich mit 60 Jahren Warmbau-Erfahrung nicht unterschreiben kann. Meine Warmbauvölker wechseln die Waben über den durchlässig gebauten Wabenrand oder die oft eigens geschaffenen Durchgänge in den Wabenflächen.
    Futterabriss und Verhungern neben vollen Futterwaben kenne ich nur aus den Forumsberichten.

    Chrigel

  9. Folgender Benutzer sagt Danke zu Chrigel für den nützlichen Beitrag:

    Dommy (28.02.2021)

  10. #37
    Avatar von Dommy
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    AW: Völkerverluste von 2020 auf 2021

    Zitat Zitat von Der Bien Beitrag anzeigen
    Hallo Dommy,

    es lohnt sich, nachzuforschen, ob die Verluste im Warmbau stattfanden. Dort kann nämlich die Wintertraube nicht so gut dem Futter nachziehen, wie im Kaltbau. Sie muss im Warmbau über Rähmchen steigen. Gerade wenn schon Brutflächen angelegt wurden und dann ein Kälteeinbruch die Bienen bei der Brut festnagelt, ist das ein Problem.

    Also: Meine Frage - Warmbau bei den Verlust-Imkern deiner Region?

    Viele Grüße,
    Daniel
    Hallo Daniel,

    die beiden höchsten Verlustmeldungen stammen tatsächlich von Imkern mit DNM-Maß im Warmbau. Nur:
    Es gab keine einzige stehengebliebene Zelle auf den Waben! Ein Futterabriss, weil Bienen "bei der Brut festgenagelt" waren, kann also ausgeschlossen werden.

    Danke für den Idee, ebenfalls viele Grüße
    DOMMY
    Nur wer nichts macht, macht nichts falsch.

  11. #38
    Avatar von Der Bien
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    AW: Völkerverluste von 2020 auf 2021

    Zitat Zitat von Dommy Beitrag anzeigen
    Hallo Daniel,

    die beiden höchsten Verlustmeldungen stammen tatsächlich von Imkern mit DNM-Maß im Warmbau. Nur:
    Es gab keine einzige stehengebliebene Zelle auf den Waben! Ein Futterabriss, weil Bienen "bei der Brut festgenagelt" waren, kann also ausgeschlossen werden.

    Danke für den Idee, ebenfalls viele Grüße
    DOMMY
    Hallo Dommy,

    dann einfach Futterabriss vor Brutbeginn, und das Rähmchen im Warmbau überwinden war auch ohne bereits bestehende Brut ein Problem?

    Ich kenne allerdings zugegebenermaßen die Warmbau-Futterabriss-These generell nur vom Hörensagen, imkere ja selber auf Dadant und damit Kaltbau, und will daher auch gar nicht Chrigels reichem Erfahrungsschatz widersprechen.

    Viele Grüße,
    Daniel

  12. #39
    Avatar von Dommy
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    AW: Völkerverluste von 2020 auf 2021

    Zitat Zitat von Der Bien Beitrag anzeigen
    Hallo Dommy,

    dann einfach Futterabriss vor Brutbeginn, und das Rähmchen im Warmbau überwinden war auch ohne bereits bestehende Brut ein Problem?

    Ich kenne allerdings zugegebenermaßen die Warmbau-Futterabriss-These generell nur vom Hörensagen, imkere ja selber auf Dadant und damit Kaltbau, und will daher auch gar nicht Chrigels reichem Erfahrungsschatz widersprechen.

    Viele Grüße,
    Daniel
    Hallo Daniel,

    das mit dem Verhungern kann wirklich nicht stimmen: Beim Verhungern gucken dich auf den Waben jede Menge Popos an. Wie ich aber geschrieben habe, sind die Kisten jedoch weitestgehend bienenleer. Die sind als zum Sterben ausgeflogen.

    Es sind übrigens Seegeberger-, Herold- und Hinterbehandlungsbeuten. Es wurde keine Winterbehandlung gemacht. Also kann auch geträufelte Oxalsäure nicht die Ursache für eine erhöhte Sterblichkeit verantwortlich sein.

    Ebenfalls viele Grüße
    DOMMY
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