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Thema: Zwei Ableger in einer Zarge, eine Königin legt nicht

  1. #1

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    Zwei Ableger in einer Zarge, eine Königin legt nicht

    Hallo zusammen,

    ich habe letztes Jahr zwei Ableger, die nicht so super waren, zusammen in einer Zarge in den Winter genommen. Der eine hatte drei besetzte Waben, der andere fünf. Ich weiß, das macht "man" nicht, Schwächlinge löst man auf. Und schwache Ableger am Jahresende, das gibt es auch (eigentlich) nicht.
    Es kommt vor, aber sie kamen mir nicht kränklich vor, da wollte wissen, ob es geht, sie zusammen zu überwintern. Ein Schied aus 6 mm Sperrholz war die Trennung. Die beiden haben sich links und rechts des Schieds aneinandergekuschelt und garnicht so schlecht überwintert.

    Als ich jetzt nachgeschaut habe, war der eine schön in Brut, der schwächere ganz ohne Brut.
    Da ich seine Königin gesehen habe, habe ich dem Reflex widerstanden, einfach das Schied zu ziehen. Ich habe ihn am Freitag separat in eine Ablegerkiste gesetzt, heute nachgeschaut: Stifte!

    Das Schied war bienendicht, aber sicher nicht geruchsdicht. Da spät im Jahr, wurde es auch nicht mehr verkittet.

    Jetzt meine Frage: Kann die Königin des schwächeren Ablegers durch die Pheromone der anderen Königin am Legen gehindert worden sein?

    Was mir auch aufgefallen war, der Ableger hat "geschleiert", d. h. eine größere Anzahl der Bienen hat die Flügel relativ langsam horizontal bewegt, so dass der Anblick etwas von einem weißgrauen Schleier über den Körpern der Bienen hatte. Die Bienen bewegten sich auch insgesamt etwas langsamer, wie gebremst. Sklenar nannte dieses Phänomen "Schleiern" und bezeichnete es als das Wehklagen über die nicht mehr vorhandene Königin, ein Zeichen der Weisellosigkeit (wenn ich mich richtig erinnere). Ich würde es gleichsetzen mit dem verzweifelten Händeringen über dem Kopf- irgendetwas wichtiges stimmt ganz und garnicht.

    Kann es sein, dass die Arbeiterinnen die Situation der nicht legenden Königin als bedrohlich erkennen?

    Futter war noch in den Waben. Die Bienen konnten nicht die Seiten wechseln, so dicht war das Schied schon. Die kleinen Fuglöcher jeweils ganz außen. Dies zur Situation.

    Hat jemand Ähnliches bei zwei Völkern in einer Beute schon beobachtet? Wenn es zu dieser Situation kommt, gibt es die eine Königin vermutlich bald nicht mehr.

    Kann jemand etwas dazu sagen?

    Grüße

  2. #2
    Administrator Avatar von Josef Fleischhacker
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    AW: Zwei Ableger in einer Zarge, eine Königin legt nicht

    Hier eine Empfehlung zu geben ist sehr schwer,lauern doch viel zu viele Risiken dahinter.

    Das Weisel richtige Volk ist in Ordnung und dies soll auch so bleiben, also ist hier jeder Eingriff absolut tabu. Einfach hergehen um den Schied zu ziehen ist sicherlich das gewagteste Unternehmen, eine ganz furchtbare Beißerei könnte die Folge sein, was mitunter der Tod der Königin wäre.

    Selber würde ich die sichere Schiene wählen, also die drei Waben des schwachen entnehmen um diese an der sonnigen Seite einer Wiese abzuklopfen. Die Bienen müssen sich nun beim starken Volk demütig einbetteln, somit kann schon nichts mehr passieren. Falls Platznot herrscht so kannst jederzeit Waben zuhängen.

    Wünsche gutes Gelingen und bitte berichten, ok.

    Josef

  3. #3

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    AW: Zwei Ableger in einer Zarge, eine Königin legt nicht

    Hallo Josef,

    klar, mit der Königin wird nicht viel los sein, daher muss man sich damit auch nicht zu sehr beschäftigen, verlorene Liebesmüh, und das schon seit dem Herbst...

    Danke für den Hinweis, Schwächlinge nicht mit gesunden Völkern zu vereinigen. Kann man nicht oft genug lesen.

    Ich habe, wie geschrieben, das Völkchen extra gestellt, und schaue noch eine Woche zu. Sind Brut und Brutbild OK, lasse ich es sich weiter entwickeln. Wirtschaftlich brauche ich auch dann keine großen Erwartungen hineinzusetzen.

    Ich werde berichten.

  4. #4
    Avatar von Dommy
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    AW: Zwei Ableger in einer Zarge, eine Königin legt nicht

    Zitat Zitat von Bienenhiasl Beitrag anzeigen
    Jetzt meine Frage: Kann die Königin des schwächeren Ablegers durch die Pheromone der anderen Königin am Legen gehindert worden sein?
    ...
    Hat jemand Ähnliches bei zwei Völkern in einer Beute schon beobachtet? Wenn es zu dieser Situation kommt, gibt es die eine Königin vermutlich bald nicht mehr.
    Hallo,

    ich habe jetzt zum dritten Mal einige Duo-Magazine überwintert. Die von dir geschilderte Situation, dass eine lebende Weisel in einem der Abteile überhaupt nicht legt, habe ich bisher noch nicht selbst erleben "dürfen".
    Allerdings scheint es Standard zu sein, dass eines der beiden Abteile immer schwächer ist. Vom reinen Bienenbesatz gleicht sich das zwar natürlich nach der Honigraumgabe rasch aus. Allerdings werden auch genau in diesen vorher schwachen Abteilen ganzjährig Naturbauwaben am langsamsten ausgebaut. Ich habe oft das Gefühl, als wenn die Bienen dort mit leicht angezogener Handbremse arbeiten...

    Zitat Zitat von Bienenhiasl Beitrag anzeigen
    Was mir auch aufgefallen war, der Ableger hat "geschleiert", d. h. eine größere Anzahl der Bienen hat die Flügel relativ langsam horizontal bewegt, so dass der Anblick etwas von einem weißgrauen Schleier über den Körpern der Bienen hatte. Die Bienen bewegten sich auch insgesamt etwas langsamer, wie gebremst. Sklenar nannte dieses Phänomen "Schleiern" und bezeichnete es als das Wehklagen über die nicht mehr vorhandene Königin, ein Zeichen der Weisellosigkeit (wenn ich mich richtig erinnere). Ich würde es gleichsetzen mit dem verzweifelten Händeringen über dem Kopf- irgendetwas wichtiges stimmt ganz und garnicht.
    Na das klingt ja toll: Habe ich noch nie von gehört, muss ich unbedingt mal drauf achten!

    Danke und liebe Grüße
    DOMMY

  5. #5

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    AW: Zwei Ableger in einer Zarge, eine Königin legt nicht

    "Toll" ist was anderes. Das Klagen muss der Mensch hinter dem Kasten auf sich beziehen.

  6. #6

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    AW: Zwei Ableger in einer Zarge, eine Königin legt nicht

    Zitat Zitat von Dommy Beitrag anzeigen
    Hallo,

    ich habe jetzt zum dritten Mal einige Duo-Magazine überwintert. ...

    Danke und liebe Grüße
    DOMMY
    Hallo Dommy,

    was sind Duo-Magazine, steht dahinter eine Art Doppelvolk-Betriebsweise, zwei Völker in vertikal geteilten Halbkästen? Werden denen gemeinsamen Honigräume aufgesetzt?
    Ich bräuchte mal etwas Aufklärung, gerne in einem separaten Thread.

    Grüße, Matthias.

  7. #7
    Avatar von Dommy
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    AW: Zwei Ableger in einer Zarge, eine Königin legt nicht

    Zitat Zitat von Bienenhiasl Beitrag anzeigen
    Hallo Dommy,

    was sind Duo-Magazine, steht dahinter eine Art Doppelvolk-Betriebsweise, zwei Völker in vertikal geteilten Halbkästen? Werden denen gemeinsamen Honigräume aufgesetzt?
    Ich bräuchte mal etwas Aufklärung, gerne in einem separaten Thread.

    Grüße, Matthias.
    Hallo Matthias,

    ein Duo-Magazin ist genau das, was du da gemacht hast - sofern ich dich richtig verstanden habe: Zwei Völker nebeneinander in einer Zarge, geteilt durch ein bienendichtes Schied und jeweils mit eigenem Flugloch.
    Wenn du wissen willst, wie genau das funktionieren soll, google doch mal nach "Trio-Magazin" vom Peschetz! (Gibt´s sicherlich irgendwo als PDF zu laden.)

    Liebe Grüße
    DOMMY

  8. #8

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    AW: Zwei Ableger in einer Zarge, eine Königin legt nicht

    OK, Danke, den Begriff kannte ich nicht. So habe ich das gemacht. Kenne es aber nicht als so geplante Völkerführung mit gemeinsamem Honigraum. Ich werde mal gockeln.
    Grüße.

  9. #9

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    AW: Zwei Ableger in einer Zarge, eine Königin legt nicht

    hab das auch im Laufen ,im Mai 2 Brutableger mit Schwesterköniginnen jeweils 2 Fluglöcher.
    sind in der Mitte nur mit ASG getrennt als nur die KO die Arbeiterinnen kommen zusammen.
    Is eine DD-Zarge 12er haben gut überwintert und haben jetzt jeweils 3 Rahmen Brut.
    Glaube nicht das das hinhauen wird,hab auch schon mal 3KOim Volk gesehen setzte sich auch nicht durch.

  10. #10

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    AW: Zwei Ableger in einer Zarge, eine Königin legt nicht

    Die beiden Königinnen legen das ganze Jahr über normal? Nach tradierter Meinung ist das ja ein unnatürlicher Zustand, in der Hauptsaison, spätestens in der ersten ganzen Saison nach dem Schlupf. Wenn sie könnten, würde eine der anderen den Garaus machen. Wobei Dadant ja viel Platz bietet.
    Bei zwei Hähnen, Vater und Sohn, habe ich erlebt, dass der Sohn das Zepter übernommen hat, der andere Hahn ist vor Kummer so krank geworden, dass er weg musste. Die Natur kennt eigentlich keine Gnade, der stärkere setzt sich durch.
    Daher wundern mich die Betriebsweisen mit zwei oder mehr Königinnen während der Saison, bzw. wunderte es mich nicht, wenn die eine die andere Königin dominierte. Wie Dommy oben geschrieben hat, die Völker idR deutliche Unterschiede in der Stärke haben. Bei ASG als Trennung können die Bienen ja sogar ihre Lieblingskönigin wählen.

    Ich denke, dass der Vorteil für den Züchter darin liegt, immer das Stärkere von zweien oder dreien auswählen zu können, also direkt das Schwächere verwerfen zu können, ohne Völker auflösen zu müssen.

    Grüße.

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