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Thema: Honig und vegane Ernährung, ist dies(er) vertretbar

  1. #11
    Administrator Avatar von Josef Fleischhacker
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    AW: Honig und vegane Ernährung, ist dies(er) vertretbar

    Zitat Zitat von andreasw Beitrag anzeigen
    Und was das Thema Honig betrifft: meiner Meinung nach essen nur die Militanten Veganer, die keine Ahnung vom Imkern haben, keinen Honig. Mit Argumenten kann man da nicht durchdringen.
    Ein Top für diesen wunderbaren Beitrag .

    Wie bitte könnte ich "militante Veganer" dennoch davon überzeugen, dass man nicht nur sich selber, sondern auch der Natur Gutes mit dem einen oder anderen Glas Honig macht. Ein ganz besonders wertvolles Argument hat Claudia schon angesprochen, nämlich die Verpackung, Honig benötigt nämlich keine Plastikverpackung.

    Josef

  2. #12
    Avatar von altbiene
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    AW: Honig und vegane Ernährung, ist dies(er) vertretbar

    Wozu muss ich mich vegan ernähren, wenn ich es dann mit hochprozessierten Lebensmitteln bezahle? Das kann doch so gut für die Umwelt auch wieder nicht sein.

    Hab gestern Spinatknödel gemacht und hab beim Essen gesagt, heute gibts was Vegetarisches.Na mehr hab ich nicht gebraucht, sind natürlich Eier drinnen Käse und Butter oben drauf. Die Rüge meiner Kinder kam sofort. Ich würde es nicht einmal schaffen vegetarisch zu Kochen,dazu schmeckt es mir zu gut.....
    Nach den Definitionen, die ich kenne, ist das doch vegetarisch. Es ist nur nicht Vegan.

    Ich fand in dem Thread mit der Biene die an sich unverschämte Unterstellung süß, ich würde mich nur nausreden mit den Schmerzen. Dass sich, wie es sich weiter in Post https://www.bienenforum.com/core/sho...l=1#post235669 anhört, bis nach Siegen scheint's noch nicht vorgedrungen ist, dass man Tiere auch anständig halten kann, finde ich schade. Die ebenso unverschämte, indirekte Unterstellung, ich würde mich automatisch als Fleischesser am Leid der Tiere beteiligen, finde ich nicht ganz so süß, aber Wildkatze kennt mich ja nicht.

    Ich bleibe dabei, wenn man darauf achtet, woher das Fleisch kommt, kann man es m.M.n. maßvoll gut essen. Und wenn ich mich vegetarisch ernähren will, tue ich das. Ich schaffe sogar vegane Gerichte, wie letztens die Kürbissuppe oder das Chili. Womit ich persönlich ein Problem habe ist, wenn die ach so tolle vegane Ernährung durch Sojaprodukte, für die extra Regenwald abgeholzt wurde zustande kommt. Und auf Gulasch oder gar Salami oder Mortadella oder andere Fleischersatzauswüchse aus Soja verzichte ich auch lieber, da darf es dann ein richtiges Rindvieh (oder Schwein) sein Dafür esse ich ganz gern Chili ohne Fleisch, dafür aber mit Grünkernschrot - probiert's es mal aus

    Im Übrigen bin ich der Meinung, wer Fleisch essen will, sollte auch in der Lage sein, das Tier entsprechend zu schlachten und zu metzgern. Ich glaub, wenn das jeder beherzigen würde, würden die Veganer sehr schnell sehr viel mehr werden
    HG
    Monika

    "Haben die Geschehnisse die Menschen geändert? Ich habe es nicht festgestellt. {...} Als ich mich entschloss Imker zu werden, da verwirrte mich die Menge der verschiedenen modernen Beutensysteme." Abbé Warré, 1948, Bienenhaltung für alle

  3. Folgender Benutzer sagt Danke zu altbiene für den nützlichen Beitrag:

    Oberlausitz (08.03.2020)

  4. #13
    Moderator Avatar von Bienenfreund87
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    AW: Honig und vegane Ernährung, ist dies(er) vertretbar

    Also ich selbst hab mal 6 Monate Vegetarisch/Vegan gelebt. War irgendwie Zufall weil ich eigentlich Richtung Sonntagsbraten wollte, sprich unter der Woche kein Fleisch nur eben Sonntags. Daraus wurden dann 6 Monate ohne Fleisch. Was ich persönlich Schade finde ist das viele Vegane/Vegetarische Gerichte bzw Rezepte viel zu viel exotisches Zeugs benötigen welche von irgendwo her kommen. Dennoch respektiere ich jeden so wie er ist solang mir keiner was aufbrummen möchte tu ich es auch nicht. Ich persönlich kenne einige Veganer die Honig konsumieren, jedich dann nicht Supermarkthonig
    Lg Daniel
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  5. #14
    Avatar von aflicht
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    AW: Honig und vegane Ernährung, ist dies(er) vertretbar

    Zitat Zitat von claudialener Beitrag anzeigen
    ...Bio, Regional und ausgewogen steht bei mir Vordergrund.
    fast genau so... bei mir ist Regional noch weit vor Bio von weit weg. Leider wird machmal Bio mit esoterischen Unsinn zu abartig überhöhten Preisen angeboten... + die finden dann auch noch Idioten, die das Zeug kaufen.
    Es ist wahrlich net leicht, heute als kritischer Konsument einzukaufen und net in irgendeine Marketingfalle hineinzutappen.

    vlG
    Bernhard
    Man sollte keine Dummheit zweimal begehen, die Auswahl ist schließlich groß genug. (J.P. Sartre)
    Irrtum, Herr Sartre!
    Manche Dummheit ist zu schön, um sie nur 1x zu begehen.

  6. #15
    Avatar von Beespace
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    AW: Honig und vegane Ernährung, ist dies(er) vertretbar

    Wenn ich denn so ein Pfeffersteak esse das keins ist was für Chemie nehme ich denn da zu mir oder sind das alles Gewürze die so abgestimmt wurden das der Geschmack der slebe ist?

    Ich finde es auch irgendwie komisch wenn man vegetarisch oder vegan leben und essen will aus welchem Grund braucht man dann wieder den Namen Steak, Salami oder ..., dann heißt es eben Grünkernküchle oder sonst wie?

    Würde unsere Landschaft so aussehen wie sie aussieht wenn komplett auf Tiere verzichtet werden würde? Wenn jede Wiese für einen Acker weichen müsste fände ich das nicht schön zudem darf mans glaube ich auch nicht und wer kommt dann alle paar Wochen zum mähen, ein Elektrotraktor Dann doch lieber ein paar Rindviecher die das Gras und Gestrüpp kurz halten.
    Grüße
    Tom

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    altbiene (08.03.2020)

  8. #16
    Moderatorin Avatar von Goldregen
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    AW: Honig und vegane Ernährung, ist dies(er) vertretbar

    Meine Ausgangsfrage war ja: Vegane ausgewogene Rezepte. Bis jetzt kam keins, auch nicht von den bekennenden Veganern.
    Ich bin Hausfrau und muss jeden Tag kochen. Wohlbemerkt, jeden Tag. Und ich mag nicht jeden Tag Linsen essen. Ich mag auch nicht jeden Tag Räuchertofu. Mein Schwiegersohn ist Vegetarier. Er ißt wenigsens Käse und Milchprodukte und Eier. Also hab ich mittlerweile schon einige Mahlzeiten auf Lager. Und man kann auch vegetarisch super gut grillen. Es ist halt viel viel aufwändiger.

    Aber Vegan. Und bitte nicht abgepackt vegan. Ich esse auch keine Fertiggerichte aus der Tiefkühltruhe.

    Bei uns im Dorf kocht jemand Mittagstisch. Der kann wirklich gut kochen. Er hat jeden Tag ein Fleischessen und ein vegetarisches.
    Ich schau mir immer das vegetarische Menue genau an.... und es wiederholt sich alle Woche. Mir würde das zum Hals heraushängen.
    Beilagen mit Gemüse.... Gemüse mit Beilagen.

    Ich bin ein Genussmensch. Für mich ist Essen wichtig, gutes Essen, nicht die Menge und auch nicht unbedingt Fleisch. Aber es muss
    schmecken und sollte ausgewogen sein.

    Beispiel: Ich mache ja meine Nudeln selbst mit der Nudelmaschine. Ich habe mir Kamutvollkornmehl gekauft und mit Wasser ( nach Anleitung eines Experten) Nudeln gemacht. Das war eine Pampe, fast nicht zu essen. Nun habe ich aus demselben Mehl die Nudeln mit Eiern gemacht.... eine wohlschmeckende Mahlzeit. Gut, vielleicht hätte ich im Reformhaus irgendwelchen Eierersatz kaufen können, mit dem es genauso funktioniert hätte.

    Was bedeutet eigentlich vegan: nichts von Tieren. Also auch kein tierischer Dünger. Kein Mist, kein Hornmehl, kein Guano.
    Kein Federkissen, keine Lederschuhe, kein Abkehrbesen mit Roßhaaren. Einfach nichts.

    Die Idee mit dem Blütenhonig fand ich gut. Die Bienen verarbeiten ja nur den Nektar der Pflanzen.
    Aber so ist es halt auch mit der Milch, da wird das Gras von der Kuh verarbeitet. OK, bei den Eiern wird es schwierig, ein Huhn frißt auch einen Wurm.
    Rein theoretisch dürfte ein Veganer auch kein Haustier halten. Weder Hund noch Katze. Denn ein Tier in ein Haus zu sperren ist alles andere als tiergerecht.

    Da ich aber sehr tolerant bin, darf jeder essen und tun was er möchte. Warum auch nicht. Wir sind doch kein "Einheitsmensch", sondern sehr unterschiedlich. Und das ist doch gut so, oder?

    LG Doris

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    altbiene (08.03.2020), Josef Fleischhacker (08.03.2020), Oberlausitz (08.03.2020)

  10. #17
    Avatar von altbiene
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    AW: Honig und vegane Ernährung, ist dies(er) vertretbar

    Zitat Zitat von Goldregen Beitrag anzeigen
    Was bedeutet eigentlich vegan: nichts von Tieren. Also auch kein tierischer Dünger. Kein Mist, kein Hornmehl, kein Guano.
    Dann dürfte man gar nichts mehr essen, denn die Tiere hinterlassen ihren Mist ja überall, die fragen uns nicht davor Meines Wissens bedeutet vegan Vegetarier ohne Milch und Eier, so steht's auch auf Wikipedia. Also jemand, der Pflanzen isst, aber keine Tierprodukte.

    Ich sehe Eier als problematischer an, wenn man diese ethische Einstellung hat, als Milch. Aus Eiern entstünde neues Leben. Milch kann im Überschuss produziert werden, das habe ich selbst schon getan Hat mir damals nicht geschadet, mochte nur niemand, außer den Kids Insofern sehe ich auch Waldhonig für mich nicht problematisch, weil der ist aus etwas, das die Läuse ausschwitzen, weil es für sie zu viel ist. Die brauchen das nicht.

    Zitat Zitat von Goldregen Beitrag anzeigen
    Kein Federkissen, keine Lederschuhe, kein Abkehrbesen mit Roßhaaren. Einfach nichts.
    Guter Punkt. Eine Kollegin hat letztens einen tollen Rock getragen, die wird dafür bestimmt oft blöd angemacht. Er war aus Rindsfell. Das Rind hat bestimmt jemandem auch gut geschmeckt. Ich weiß gar nicht, inwiefern die Tiere, wenn sie denn schon erlegt sind, heute noch verwertet werden. Die Indianer haben alles verwertet, nicht nur das Fleisch. Leder für Tipi und Kleidung, Sehnen für Bögen und als Nähfaden, Knochen für Werkzeuge (Nadeln etc.) und Schmuck. Wir heute wissen doch manches schon gar nicht mehr. Knöpfe aus Knochen sind "eklig", Sehnen verwerten ist viel zu aufwendig.

    Es gibt Leute, die "barfen" ihren Hund oder ihre Katze. Die lehnen Tierfutter ab, weil da ja "minderwertige" Sachen drin sind. Genau die Sachen, die sie postulieren, dass man dem Tier zum Füttern geben soll: Hühner mit Federn, Kaninchen mit Fell. Das enthalte Ballaststoffe. Da läuft doch etwas ganz gewaltig schief, finde ich.

    Zitat Zitat von Goldregen Beitrag anzeigen
    Da ich aber sehr tolerant bin, darf jeder essen und tun was er möchte. Warum auch nicht. Wir sind doch kein "Einheitsmensch", sondern sehr unterschiedlich. Und das ist doch gut so, oder?
    Ja.
    HG
    Monika

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  11. #18
    Avatar von Hannes_btree
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    AW: Honig und vegane Ernährung, ist dies(er) vertretbar

    Hoi,

    also persönlich bin ich seit ca. 8 Jahren Vegetarier, hat alles angefangen wie ich in Australien auf einer Fleisch Farm gearbeitet habe. Esse aber Fleisch und Fisch wenn ich es selber schlachte / fange, dass mache ich aber sehr selten im Jahr (vll. 1-2x). Drohnenbrut esse ich auch, was ja ein paar Leute hier im Forum wissen. Was ich etwas vermisse sind Innereien wie Leberknödel, Lungenstrudel und Milzschnitten.

    Ich zwinge es aber keinen auf, wenn ich wo zum Essen eingeladen bin sage ich auch nicht vorher das ich Vegetarier bin, weil sie mir dann meistens irgendwelchen Tofu oder einen anderen Fleischersatz andrehen wollen. Bei Grillereien usw. komme ich recht gut mit Salate, Mais, Zuchinni, Bratkäse etc. über die runden und keiner merkt es meistens, dass ich gar kein Fleisch gegessen habe.

    Veganer könnte ich nicht sein, liebe zu sehr meine Eier und Käse und auch natürlich Honig.

    Was bedeutet eigentlich vegan: nichts von Tieren. Also auch kein tierischer Dünger. Kein Mist, kein Hornmehl, kein Guano.
    Kein Federkissen, keine Lederschuhe, kein Abkehrbesen mit Roßhaaren. Einfach nichts.
    Wie bitte könnte ich "militante Veganer" dennoch davon überzeugen, dass man nicht nur sich selber, sondern auch der Natur Gutes mit dem einen oder anderen Glas Honig macht. Ein ganz besonders wertvolles Argument hat Claudia schon angesprochen, nämlich die Verpackung, Honig benötigt nämlich keine Plastikverpackung.
    Man müsste einen Veganer auch erklären, dass sehr viel an Bestäubung in der kommerziellen Landwirtschaft von Imkern abhängig ist. Keine Mandeln mehr, Rapsöl, manche Nüsse, Kiwi, viel Obst etc. natürlich gibt es die Wildbienen aber in den großen Feldern würde hier der Ertrag um einiges sinken.

    Cheers
    Hannes
    b.tree - Imkerei Web Applikation - https://info.btree.at/

  12. #19
    Avatar von Hagen
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    AW: Honig und vegane Ernährung, ist dies(er) vertretbar

    Hallo,

    mit Rezepten kann ich nun leider nicht dienen.
    Aber ich habe mal 4 Jahre lang (ca.) vegetarisch gelebt.
    Mir ging es darum, dem Tierelend in der Massentierhaltung
    keinen Vorschub mehr zu leisten.

    Man kann sich vegetarisch adäquat ernähren. Das ist eigentlich kein Problem,
    da hierbei ja Tierische Produkte auch möglich sind.
    Eier, Käse, Milch, Butter etc.

    Vegan ist dabei schon eher problematisch.
    Damit habe ich mich mal eingehend befasst.
    Insbesondere nachdem ein Bekannter von mir über seine Ernährung ausgiebig
    berichtete.
    Da war der Schrank voll von Nahrungsergänzungsmitteln....

    Mittlerweile kann ich sagen, dass auch eine vegane Ernährung möglich ist,
    sie ist aber schwierig und zeitaufwändig.
    Im wesentlichen sind es folgende Vitamine, Mineralien und Spurenelemente an denen
    es oft mangelt:
    Eisen, Jod, Vitamin D, Zink, Omega 3 Fettsäuren, Kalzium, Vit. B Komplex,
    Eiweiße und Selen (u.v.m.)
    Die Problematik ist nicht, dass in der veganen Nahrung diese Stoffe nicht enthalten wären,
    sondern dass diese oft nicht "bioverfügbar" sind. Das bedeutet, diese werden vom Darm nicht
    in ausreichender Menge aufgenommen, weil sekundäre Stoffe wiederum auch nicht oder zu wenig
    vorhanden sind.

    Kurz um:
    Eine adäquate vegane Ernährung erfordert ein tiefes und fundiertes Wissen über Ernährung
    und zudem auch deutlich mehr Zeit für die Ernährung.

    Ich für mich selbst kann sagen, dass ich diese Zeit nicht habe.

    Wie gesagt; vegetarisch ist dagegen überhaupt kein Problem.
    (Wobei ich mir ein Steak oder einen guten Burger gerne schmecken lasse).

    VG
    Hagen
    Ich glaube an die Unantastbarkeit und an die Würde jedes einzelnen Menschen. Ich glaube, dass allen Menschen von Gott das gleiche Recht auf Freiheit gegeben wurde. Ich verspreche, jedem Angriff auf die Freiheit und der Tyrannei Widerstand zu leisten, wo auch immer sie auftreten mögen.
    (Gelöbnis auf die Freiheitsglocke zu Berlin)

    "Ich bin bekannt für meine Ironie. Aber auf den Gedanken, im Hafen von New York eine Freiheitsstatue zu errichten,
    wäre ich selbst nicht gekommen.
    George Bernard Shaw

  13. Folgender Benutzer sagt Danke zu Hagen für den nützlichen Beitrag:

    Arjen (10.03.2020)

  14. #20
    Avatar von andreasw
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    AW: Honig und vegane Ernährung, ist dies(er) vertretbar

    Ich möchte gerne auf ein paar Punkte wieder eingehen.

    Verpackung: Ja klar, auf meinem Foto ist viel Plastik zu sehen. Das ist schlecht. Aber hat nichts mit vegan zu tun, das hat man genauso, wenn man abgepackten Käse, Wurst o.ä. kauft. Und Manche Dinge muss man einfach einvakuumieren in einer Salzlauge wie das Tofu, das ist ja bei Haloumi genauso

    Prozesiertes Essen: Jein. Auch hier stimme ich voll zu. Das ist garantiert ungesund. Aber auch hier hat es nichts mit vegan zu tun. Ich habe explizit diese drei Produkte als Beispiel gebracht, weil sie garnicht bzw wenig prozessiert sind. Das Pfefferfilet ist ausgezeichnet und die Zutaten sind alle top. Da hat jede Fertigpizza vom Billa mehr ungesundes Zeug drinnen.

    Rezepte: Sorry, aber da macht ihr euch es einfach. Ich kann ja nicht erwarten, dass hier jemand ganze Rezepte niederschreibt, zumal ich ja auf eine Website mit Rezepten verlinkt habe. Es gibt ausgezeichnete Bücher zB https://www.amazon.de/Immer-schon-ve...dp/3850338568/ - das sind alles Rezepte aus unterschiedlichen Herren Länder die immer schon vegan waren. Und das ist ja genau der Punk: Schweinsbraten mit Knödel hernehmen und den Schweinsbraten durch Tofubraten zu ersetzen funktioniert nicht. Vegetarisch oder Vegan ernähren heißt, die Ernährung komplett umzustellen. Und das geht wunderbar, wenn man sich darauf einlässt

    Ganz oder garnicht vegan: das ist ja genau das, was ich initial sagte. Wenn man "militant vegan" ist, dann ist das zwar vielleicht ethisch bewunderswert, aber ich halte es für sehr unpragmatisch und man braucht viel zu viel Zeit dafür. Das muss man sich leisten können.

    Im Endeffekt hat mir das Experiment gezeigt wie viel Fleisch und Wurst man ist, ständig und überall, und das zu reduzieren und durch Qualität zu ersetzen, bringt schon sehr viel.

    So und jetzt gehe ich zurück zu meinem selbstgebackenem Gugelhupf (Rezept: Kronen Zeitung Rezeptsammlung was sonst?) der mit frischen Eiern und Butter gemacht wurde - einfach weil ich Lust darauf hatte

    guglhupf.jpg

    Mahlzeit!

  15. Folgender Benutzer sagt Danke zu andreasw für den nützlichen Beitrag:

    Beespace (11.03.2020)

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