Seite 2 von 7 ErsteErste 1234 ... LetzteLetzte
Ergebnis 11 bis 20 von 63

Thema: Umweltschutz ist nötig, aber mit Sinn und Verstand

  1. #11
    Avatar von bienehans
    Registriert seit
    31.05.2011
    Ort
    Südtirol
    Alter
    38
    Beiträge
    737
    Imker seit
    2011
    Wanderimker
    ja
    Rähmchenmaß
    Zander
    Danke Thanks Given 
    457
    Danke Thanks Received 
    134
    Thanked in
    Bedankt : 68
    Tops
    Erhalten: 42
    Vergeben: 651

    AW: Umweltschutz ist nötig, aber mit Sinn und Verstand

    Aber dass es von Jahr zu Jahr immer heisser wird das merkt ihr schon? Dass neue Tiere und Pflanzen aus dem Süden auftauchen die es in unseren Breitengraden nie
    gab ist fakt. Man kann heute in Gegenden Wein anbauen wo dies (nachgewiesen) seit Jahrtausenden nicht möglich war. Und das alles in wenigen Jahrzehnten?

    Aber ich möchte niemanden überzeugen, meiner festen Meinung nach ist es für die Menschheit eh schon lange zu spät - die Kurve werden wir nicht mehr kriegen.

    Ich hoffe nur die Bienen werdens überleben

    Grüße,
    Hannes

  2. #12
    Administrator Avatar von drohne
    Registriert seit
    18.01.2007
    Ort
    3710 Fahndorf 86
    Alter
    69
    Beiträge
    39.928
    Imker seit
    1976
    Heimstand
    JA
    Wanderimker
    Ja
    Rähmchenmaß
    ÖBW
    Danke Thanks Given 
    4.869
    Danke Thanks Received 
    7.099
    Thanked in
    Bedankt : 4.509
    Tops
    Erhalten: 3.438
    Vergeben: 2.104

    AW: Umweltschutz ist nötig, aber mit Sinn und Verstand

    Zitat Zitat von bienehans Beitrag anzeigen
    Aber dass es von Jahr zu Jahr immer heisser wird das merkt ihr schon?
    Schwer zu sagen, anhand meiner Trachtaufzeichnungen, insbesonders der Akazie dürfte dies jedoch zutreffen. Zu meinen Anfängen froren diese heiklen Blüten bei den Eisheiligen zu etwa 50 % ab, in den letzten 10 Jahren hatten wir keine Frostschäden mehr. Auch die einst in der Weidewirtschaft gefürchtete Schafskälte geriet nahezu schon in Vergangenheit.

    Imkerlich gesehen könnte diese Erwärmung auch etwas Gutes haben, also ich selber verteufle dies nicht unbedingt.

    Josef

  3. #13

    Registriert seit
    14.09.2010
    Ort
    5585 Unternberg
    Alter
    72
    Beiträge
    1.753
    Imker seit
    1987
    Heimstand
    .
    Danke Thanks Given 
    606
    Danke Thanks Received 
    806
    Thanked in
    Bedankt : 340
    Tops
    Erhalten: 411
    Vergeben: 131

    AW: Umweltschutz ist nötig, aber mit Sinn und Verstand

    Interessant.....
    wenn die Gletscher zurückschmelzen, kommen unter den Schneemassen Riesenbaumstämme zutage.
    Auch Eingangshöhlen kommen vor.
    Unser Gebiet heisst -oder hat geheissen, das Österreichische Sibirien und es kommen Ried- bzw. Grundstücksnamen
    wie Weinberg (z.B. Lindl und Fingaus Weinberg) vor.
    Auch Ötzi war tief unter Eis. War wärmer und hat sich eingefrostet. Glaube nicht, dass er im Todeskampf
    sich tiefer gebuddelt hat.
    Ich vermute, dass die Hitze Kälteperioden sich in großen Zeitabständen (sonst wären die Bäume unterm Gletscher nicht so mächtig)
    ändern.
    Mei....wenn ich so g`scheid wäre und es wüsste.

    Gruß
    Fritz

  4. #14
    Avatar von Bumble Bee
    Registriert seit
    27.12.2013
    Ort
    Niedersachsen
    Alter
    49
    Beiträge
    4.773
    Imker seit
    2014
    Heimstand
    Freistand
    Rähmchenmaß
    DNM
    Danke Thanks Given 
    1.223
    Danke Thanks Received 
    862
    Thanked in
    Bedankt : 566
    Tops
    Erhalten: 426
    Vergeben: 480

    AW: Umweltschutz ist nötig, aber mit Sinn und Verstand

    Es ist ein sehr emotional aufgeladenes Thema, Hagen hat aber die Fakten auf den Punkt gebracht. Warum zur Zeit die Durchschnittstemperaturen steigen ? Geologisch gesehen alles völlig im Rahmen, ich denke dieses Thema ist dermaßen komplex und durch die ganzen Forschungen haben wir eigentlich raus gefunden, das wir nichts wissen, jede Arbeit die veröffentlicht wird, bearbeitet nur ein kleines Feld, es kommt immer nur die Aussage , das Klima ändert sich. Man sucht nach Gründen, Co2 hmm ja spielt mit Sicherheit ein Rolle, sehr langfristige Sonnenzyklen ? Was ist mit der Menge an Wald die dieser Planet verloren hat, welchen Einfluss, mal abgesehen vom CO2 Speicher, hat er auf das Klima , den Wasserkreislauf und und. Es gab Zeiten wo die Eisbären am Nordpol ohne Eiskappe klar gekommen sind, das war der menschliche Einfluss kaum der Rede wert. Ich glaube es ist sehr viel gewonnen, wenn nicht alles nur auf Wachstum auf teufel komm raus ohne Rücksicht auf Verluste rausläuft, sonder wirklich nachhaltig mit der Umwelt und den Ressourcen umgegangen wird.
    Maybe if we tell people the brain is an APP.
    They will start using it..........
    Gruß,
    Volker

  5. Folgender Benutzer sagt Danke zu Bumble Bee für den nützlichen Beitrag:

    altbiene (30.06.2019)

  6. #15
    Avatar von aflicht
    Registriert seit
    01.02.2019
    Ort
    3034 (mitten im Wienerwald)
    Alter
    61
    Beiträge
    441
    Imker seit
    2019
    Heimstand
    ja
    Rähmchenmaß
    Dadant mod.
    Danke Thanks Given 
    84
    Danke Thanks Received 
    164
    Thanked in
    Bedankt : 88
    Tops
    Erhalten: 87
    Vergeben: 52

    AW: Umweltschutz ist nötig, aber mit Sinn und Verstand

    Zitat Zitat von Hagen Beitrag anzeigen
    ....

    ABER
    Der Medienhype der zur Zeit läuft ist sehr kritisch zu hinterfragen.
    Wir haben in der Atmosphäre 0,038% CO2.
    96% davon sind natürlichen Ursprungs, etwa durch Verrottungsprozesse.
    4% sind anthropogen, also vom Mensch verursacht.
    Das sind bezogen auf die Atmosphäre gerade mal
    0,00152% (also sehr wenig).
    Der Anteil von Deutschland liegt bezüglich dem vom Menschen verursachten Anteil bei etwas weniger als 3 %,
    was bezogen auf die Atmosphäre gerade mal 0,000046% aus macht.
    Das ist also verschwindend gering. Streicht man diesen Anteil, passiert einfach nichts, alles bleibt wie es ist.
    Die medialen Diskussionen über CO2 sind damit schon mal ins richtige Licht gerückt.
    Widerspruch!

    Das zeigt nur, wie man aus richtigen (??? ich kann sie nicht überprüfen) Zahlen völlig fasche Schlüsse ziehen kann.

    Die Problem anders betrachtet:

    die Entwicklung des CO2-Anteiles in der Atmosphäre in den letzten Jahrzehnten:

    301.jpg
    bei einer langfristigen (500.000 Jahre) Betrachtung wird der anthropogene (=durch Menschen verursachte) Anstieg mehr als deutlich:

    302.jpg

    und wenn keine "Bremse gezogen" wird gehts höchstwahrscheinlich so weiter:

    303.jpg

    Ob es am Ende der Kurve noch Menschen gibt?


    Quelle: https://scripps.ucsd.edu/

    Kritisch hinterfagen ist gut, also schaltet bitte Euren Verstand ein und lasst Euch nicht von falsch interpretierten Zahlen in die Irre führen.

    vlG
    Bernhard
    Man sollte keine Dummheit zweimal begehen, die Auswahl ist schließlich groß genug. (J.P. Sartre)
    Irrtum, Herr Sartre!
    Manche Dummheit ist zu schön, um sie nur 1x zu begehen.

  7. The Following 3 Users Say Thank You to aflicht For This Useful Post:

    bienehans (01.07.2019), marchauimker (10.10.2019), Mauerbiene (08.07.2019)

  8. #16

    Registriert seit
    15.04.2019
    Ort
    Wien
    Beiträge
    260
    Imker seit
    28.06.2019 ;)
    Wanderimker
    Nein
    Rähmchenmaß
    Zander Flachzarge
    Danke Thanks Given 
    61
    Danke Thanks Received 
    39
    Thanked in
    Bedankt : 20
    Tops
    Erhalten: 39
    Vergeben: 3

    AW: Umweltschutz ist nötig, aber mit Sinn und Verstand

    Ich denke, ich werde hier nicht weiterdiskutieren, weil das schafft nur böses Blut bzw. mir Kopfschmerzen

    Meine einzige Bitte wäre: kauft euch oder borgt euch das Buch The Uninhabitable Earth aus. Danach die ersten 50 Seiten lesen - MIR hat das die Augen geöffnet.

    Viel Spaß noch, ich schaue hier nicht mehr rein

    LG
    Andreas

  9. #17
    Moderatorin Avatar von Goldregen
    Registriert seit
    31.05.2016
    Ort
    Merklingen
    Alter
    61
    Beiträge
    1.542
    Imker seit
    Mai 2016
    Heimstand
    Merklingen
    Wanderimker
    nein
    Rähmchenmaß
    Zander ohne Hoffmann modifiziert 477x220
    Danke Thanks Given 
    486
    Danke Thanks Received 
    491
    Thanked in
    Bedankt : 286
    Tops
    Erhalten: 375
    Vergeben: 181

    AW: Umweltschutz ist nötig, aber mit Sinn und Verstand

    Das größte Problem ist und bleibt der Mensch. Im Moment wächst die Menschheit einfach zu schnell. Wer sagt aber schon gerne: Mensch du darfst dich nicht vermehren? Hatten wir ja schon in China, aber dann funktioniert ja unsere Rente nicht. Japan ist auch so ein Beispiel dafür. Also schieben wirs einfach auf andere Dinge, damit man der Wahrheit nicht ins Auge schauen muss. Viele Menschen, viel Verkehr, viel Abwasser, viel Fleisch usw. Aber unsere Wirtschaft braucht ja immer mehr Menschen, um zu wachsen. Es sollte also nicht mehr Wachstum sondern weniger Wachstum das Ziel sein.
    Wenn die junge Generation meint, wir Alten hätten nichts getan, dann muss ich sagen: als ich Kind war, konnte man in fast keinem Bach mehr baden. Heute kann man daraus trinken. Wenn man einen LKW in einer Halle hätte laufen lassen, dann wärst du innerhalb ein paar Minuten umgefallen und du hast vor lauter Qualm nichts gesehen. Heute könntest du Stunden neben den Auspuff sitzen und du würdest nichts merken. Jeder Fabrikkamin hat gequalmt, dass es eine große Freude war. Mit Altöl hat man Unkraut gespritzt. Es hat sich sehr sehr viel getan. Aber viele Menschen machen halt einfach viel Dreck und brauchen viel zu essen. Und dieses Problem löst sich nicht mit den Einsatz eines E-Autos. Hagen und auch die anderen bestreiten ja nicht, dass man viel für die Umwelt tun muss. Aber ob hier das E-Auto die Lösung ist? Ich bezweifle das. Unser Dorf ist zum Beispiel doppelt so groß wie vor 50 Jahren. Haben wir den doppelten Nahverkehr? Nein, sondern ganz genau denselben wie vor 50 Jahren, sogar genau dieselben Zeiten. Wo ist hier bitte der Fortschritt? Warum bewegt sie hier nichts? Warum gibt es da immer noch Konzessionen die vergeben werden? Wenn ich zu meiner Tochter mit Öffentlichen fahren möchte, dann brauche ich 3,5 Stunden, wenn überhaupt etwas fährt. Mit dem Auto grad mal 45 Minuten. Dann kostet mich diese einfache Fahrt 27 Euro. Wohlbemerkt einfach. Und wenn ich Pech hab, dann muss ich Übernachten, weil der Zug gestrichen wurde. Wenn der Staat wirklich etwas machen wollte, dann müßte er hier ansetzen. Macht er aber nicht, auch unsere grüne Regierung nicht. Warum nicht?
    Warum durfte die Bahn den gesamten Güterverkehr plus Gleise und Güterbahnhöfe dermaßen stark zurückfahren? Selbst, wenn eine Firma mit der Bahn die Lieferung wünschen würde, ist dies ganz selten mehr möglich. ttMan hat es letzten Sommer gesehen, als die Rheinschifffahrt nicht mehr möglich war. Wo war da die Bahn? Nirgends. Die Bahn ist Staatsbetrieb. Die Bahn macht sich mit eigener Spedition Konkurrenz. Solange der Staat solche Dinge beschließt, hat er eigentlich nicht das Recht von seinen Bürgern eine CO2 Steuer zu verlangen. Denn es geht ihm nicht ums Klima sondern nur ums Geld. In der Schweiz sieht die Sache anders aus. Die Schweizer können das.

    Nicht für das E-Auto zu sein, bedeutet ja nicht gleichzeitig, nicht für Umweltschutz zu sein. Es bedeutet doch nur, zu erkennen, dass es nicht das Gelbe vom Ei ist.

    LG Doris

  10. The Following 3 Users Say Thank You to Goldregen For This Useful Post:

    altbiene (01.07.2019), Hagen (02.07.2019), Tschiwi0 (01.07.2019)

  11. #18
    Avatar von Nils
    Registriert seit
    03.07.2012
    Ort
    Nördlicher Chiemgau, LK AÖ
    Alter
    51
    Beiträge
    6.825
    Imker seit
    2012
    Heimstand
    im Garten
    Wanderimker
    .
    Rähmchenmaß
    Zander
    Danke Thanks Given 
    2.507
    Danke Thanks Received 
    1.509
    Thanked in
    Bedankt : 833
    Tops
    Erhalten: 919
    Vergeben: 1.453

    AW: Umweltschutz ist nötig, aber mit Sinn und Verstand

    Was mich an diesem Thema immer wieder erstaunt, ja erschreckt, ist die Heftigkeit, mit der es diskutiert wid!
    Eigentlich müssten doch jetzt auch die letzten kapiert haben, daß was getan werden muß. Aber - so mein Eindruck - man wehrt sich mit Händen und Füßen dagegen ein zu sehen, wie schlimm es wirklich ist! Und damit meine ich nicht Politiker oder Wirtschaftsbosse sondern Hinz und Kunz von nebenan, die kleinen Leute.

    Daß die Jungen jetzt aufwachen sehe ich positiv. Nichts zu tun wäre, wie die Lemminge ins Verderben rennen. (Wobei ich sowieso nicht glaube, daß noch irgendwas zu verhindern ist, aber das ist ein anderes Thema).

    Was mir aber auch noch sehr große Sorgen bereitet ist:

    Zitat Zitat von andreasw Beitrag anzeigen
    Und wenn ich ganz aggressiv argumentieren darf: der einzige Grund, wieso das Thema derzeit aufkommt ist, weil die jungen Leute langsam groß genug sind sich zu organisieren und zu wehren, weil die Generation 50+ die letzten Jahrzehnte nichts unternommen hat obwohl die Fakten seit langem auf dem Tisch liegen. Diese Generation hat - sehr überspitzt formuliert - die Erde ausgeblutet und nachhaltig geschadet und meine Generation und die meiner Kinder leidet darunter. Das ganze ist also auch ein Generationenkonflikt.
    Hier wird aus einem wichtigen Thema plötzlich ein Generationen-Thema! (Damti meine ich nicht Andreas sondern allgemein die vorherrschende Meinung bei den Jungen). Und das finde ich äußerst gefährlich. Ein Riß quer durch die Familien, Jung gegen Alt, das dürfen wir keinesfalls zulassen! Hier ist ein aufeinander zugehen nötig - doch gegenseitiges Verständnis wird in den letzten Jahren wohl immer seltener...

    Die alten Deppen (also ich eingeschlossen) müssen die Jungen akzeptieren und sie unterstützen. Es ist ihre Welt, nicht mehr unsere.
    Die Jungen dürfen sich aber auch nicht der Illusion hingeben, sie würden jetzt großartig was in Bewegung setzen weil sie es sind die endlich mal was sagen! Das ist nicht so! Und auch sie haben von der Welt, die auf Kosten der Umwelt erschaffen wurde, sehr provitiert! Ohne den Fortschritt, der immer auf Kosten der Umwelt geht, wäre die Hälfte der Kids gar nicht hier, weil wir noch eine Kindersterblichkeit von anno dunnemals hätten.


    Der Unterschied zwischen früher und heute ist, daß früher das Thema Umwelt nicht zugelassen worden ist. Heute wird es zugelassen, ja sogar gefördert. Siehe Greta!

    Als ich in dem Alter war (ist ja gefühlt erst gestern gewsen), da wurde ich ausgelacht und verspottet, wenn ich mich einsetzte für Insekten und Vögel etc. "Die finden woanders noch genug", "sollen die halt woanders ein neues Nets bauen" usw. usf.
    Das Thema Umweltschutz war keines, es wurde verhindert daß es zum Thema wird. Auch und vor allem von den Medien.

    Heute ist es anders. Heute haben sich bereits viele Firmen so positioniert, daß sie mit dem Thema Umweltschutz eine Menge Geld verdienen können. Und darum - und nur darum - wird das Thema hintern den Kulissen gefördert. Nur deswegen sitzt Greta jetzt nicht mit einem Sack voll Schulverweisen immer noch allein mi ihrem Schild auf der Straße sondern reist quer durch Europa und wird mit Preisen und Auszeichnungen überschüttet.

    Das müsste man der Jugend klar machen, aber natürlich wird sie das nicht akzeptieren und die Bewegung als ihre eigene Leistung betrachten. Vielleicht werden sie es später mal verstehen, aber bis dahin bin ich hier schon nicht mehr da.

    Ich halte die aktuelle Umweltbewegung grundsätzlich für gut und bewundere die jungen Leute auch dafür. Greta finde ich toll. Aber sie tun mit auch alle leid, weil sie die Hintergründe nicht durchblicken. Sie bekämpfen ein System das sie nicht verstehen, weil wir alten das System auch nicht richtig verstehen.
    Greta und Co. müssten nicht (nur) für eine bessere Umwelt auf die Straße gehen. Sie müssten das grundlegendste aller System umkrempeln, das Geldsystem.

    Erst wenn die Jungen anfangen das Geldystem und das Wirtschaftssystem zu hinterfragen, erst wenn sie anfangen zu verstehen wie das funktioniert, erst dann wird man eine nachhaltige Änderung erreichen. Ansonsten wird das alles genau so in Vergessenheit geraten wie "Atomkraft nein Danke", "Jute statt Plastik" und all die Aussagen vergangener Umweltschützer, an die sich zwar meine Generation noch dumpf enstinnt, nicht mehr aber die Jungen.

    Für mich steht felsenfest fest: die Umwelt wird nur dann wesentlich entlastet, wenn wir wieder eine heftige Wirtschaftskrise bekommen. Der beste Umweltschutz ist die Rezession. Aber auch das ist nur von kurzer Dauer! Es sei denn, die Jungen ändern das Wirtschaftssystem von Grund auf.
    Eine Mamutaufgabe. Dagegen ist das bischen Umweltschutz und Insektensterben ja fast schon Pillepalle...

    So, jetzt hab eich mich wahrschinlich wieder mal lächerlich gemacht, wie schon vor 30 Jahren, als ich den Leuten vorjammerte daß die Windschutzscheiben auch bei langen Fahrten sauber bleiben.

    Aber was weiß ich schon.
    Bin nur ein allmählich alt werdender Depp mit Wirtschaftsausbildung


    Nils
    Das sind die Weisen, die durch Irrtum zur Wahrheit reisen.
    Die im Irrtum verharren, das sind die Narren.


  12. The Following 3 Users Say Thank You to Nils For This Useful Post:

    Bumble Bee (02.07.2019), Hagen (02.07.2019), marchauimker (10.10.2019)

  13. #19
    Administrator Avatar von Hagen
    Registriert seit
    23.05.2011
    Ort
    Mittenwald
    Alter
    49
    Beiträge
    4.406
    Imker seit
    2011
    Heimstand
    Bei mir im Garten
    Wanderimker
    Ja, teilweise.
    Rähmchenmaß
    Zander
    Danke Thanks Given 
    1.443
    Danke Thanks Received 
    2.098
    Thanked in
    Bedankt : 988
    Tops
    Erhalten: 848
    Vergeben: 827

    AW: Umweltschutz ist nötig, aber mit Sinn und Verstand

    Hallo in die Runde,

    es freut mich, dass das Thema diskutiert wird.
    Und so lange wir uns auf einer rationalen Ebene bewegen,
    ist das auch sehr zu begrüßen.
    Ich begrüße auch die kontroversen Meinungen und Darstellungen.

    Zum Thema:
    Natürlich können wir so nicht weiter machen, und ich finde es gut, dass
    dieses Thema in den öffentlichen Fokus genommen wird.
    Wir verbrauchen Täglich 45 Supertanker Erdöl weltweit,
    das sind mehr als 14 Milliarden Liter (Pro Tag!).
    Das ist nicht tragbar, und nicht nachhaltig.

    Die eingeschlagenen Wege, die uns als Lösung präsentiert werden,
    sind aber nicht zielführend.
    Zudem wird vieles eben falsch dargestellt.
    (Vielleicht weil angenommen wird, dass der "Durchschnittsmensch" zu doof
    ist die wirklichen Zusammenhänge zu verstehen - ich weiß es nicht).

    Ein kleines Beispiel:
    Ich selbst heizte und heize (jetzt etwas weniger) mit Holz. Dafür ging ich in den Wald und ließ mir vom Förster
    Bäume, Windbruch etc. zuweisen.
    Er erzählte mir, dass wir in der Zeit des Mittelalters und davor einen "Linden und Eichenwald"
    hatten (in Rheinland-Pfalz).
    Durch die Abkühlung des Klimas in den darauf folgenden Jahrhunderten wechselte die
    Vegetation zu Gunsten von Buchen und Nadelhölzer.
    Auf die Frage hin wie er das wisse, fuhr er mit mir an zwei Stellen, an denen
    alte Siedlungen entdeckt wurden (was dort immer wieder vor kommt). Dort bestimmten Historiker gerade das Alter der Siedlungen
    anhand von Überresten von Holzkohlemeilern und Feuerstellen.
    Die Holzkohle überdauert in der Erde die Jahrhunderte, und anhand der Zusammensetzung
    der Kohle lässt sich das Alter dieser Siedlungen gut eingrenzen.
    Dementsprechend war es früher deutlich wärmer, was das Wachstum für Linden und Eichen begünstigt.

    Ich möchte damit nicht sagen, dass unser "Ressourcen-wasting" keine Kehrtwende braucht.
    Denn wir müssen Lösungen finden und können so nicht weiter machen.
    Nur die Begründungen hinken, und Elektromobilität verschlimmert das ganze mit Sicherheit.

    Eine weitere Geschichte:
    Ich saß am Frühstückstisch an einem Samstag.
    Im Hintergrund lief das Radio. Der Nachrichtensprecher sagte, es sei der wärmste November
    seit Wetteraufzeichnungen.
    Ich glaubte das nicht, denn ich hatte das Gefühl, dass es ein eher ungemütlicher und
    nasskalter November war.
    Ich bin also ans Internet, und habe digitalisierte Wetteraufzeichnungen gesucht.
    Ich bin fündig geworden, unter anderem bei Klostern.... eigentlich bin ich "zugeschüttet" worden mit Informationen.
    Ich fand innerhalb weniger Minuten 5 Dokumente in denen in den 60er Jahren
    an verschiedenen Standorten im gleichen Jahr wärmere November-Monate dokumentiert waren.

    Es handelte sich also um eine Falschmeldung.
    Warum machen die Medien das?

    Es machen sich die wenigsten die Mühe, auch wenn diese Mühen nur klein sind,
    etwas zu hinterfragen.
    Nach dem Motto: "was in den Nachrichten kommt, muss ja stimmen".

    Ja, der CO2 Gehalt in der Luft ist gestiegen.
    Die Ursache liegt aber nicht isoliert an den Autos und Kraftwerken.
    Es ist auch darin begründet, dass Wälder Quadratkilometerweise abgeholzt werden.
    Das sagen aber die Medien wiederum nicht, denn das würde wieder den
    Großkonzernen nicht passen.
    Das (vor allem) natürlich entstehende Kohlendioxid sollte von Pflanzen wieder
    verstoffwechselt werden, und damit gebunden werden.
    Wenn es aber immer weniger Pflanzen (Bäume) gibt, die dieses Kohlendioxid
    als Kohlenstoffquelle nutzen, bleibt es in der Luft.
    Das ist das Problem - zumindest das größere Problem.
    Die 4% vom Mensch die dieser direkt emittiert ist dabei recht klein.
    Die Wirkung der Rodungen ganzer Landstriche ist viel schlimmer, denn
    das verhindert die Wiederaufnahme des Kohlendioxids aus der Luft, und zwar auch
    das Kohlendioxid, das durch Verrottung entstanden ist und nicht aus dem Kamin
    oder dem Auspuff eines Fahrzeugs kam.

    Mir ist wichtig, dass wir uns nicht blenden lassen und einen Knopf an die Backe nähen lassen,
    um uns vor einen Karren spannen zu lassen, der wiederum irgendwelchen
    Großkonzernen nützt, die dafür (auch) wieder mal Kriege führen ließen und Kriege führen lassen.
    Uns muss bewusst werden, dass das Elektroauto Konzernen nützt, aber unserer Umwelt mehr schadet
    als Verbrennungsmotoren (Diesel oder Benzin ist dabei egal).
    (Am besten wären Wasserstoffautos - in welcher Form auch immer. Aber an Wasserstoff
    der überall hergestellt werden kann, verdienen die Ölkonzerne nichts).

    Man kann nur ein komplettes Bild bekommen, wenn man verschiedene Standpunkte
    einnimmt und diese verschiedenen Standpunkte, Blickwinkel und Meinungen
    berücksichtigt.

    In diesem Sinne, vielen Dank für die verschiedenen Meinungen und Sichtweisen.
    Diese sind immer eine Bereicherung.

    VG
    Hagen
    Ich glaube an die Unantastbarkeit und an die Würde jedes einzelnen Menschen. Ich glaube, dass allen Menschen von Gott das gleiche Recht auf Freiheit gegeben wurde. Ich verspreche, jedem Angriff auf die Freiheit und der Tyrannei Widerstand zu leisten, wo auch immer sie auftreten mögen.
    (Gelöbnis auf die Freiheitsglocke zu Berlin)

    "Ich bin bekannt für meine Ironie. Aber auf den Gedanken, im Hafen von New York eine Freiheitsstatue zu errichten,
    wäre ich selbst nicht gekommen.
    George Bernard Shaw

  14. The Following 2 Users Say Thank You to Hagen For This Useful Post:

    Bumble Bee (21.09.2019), Oberlausitz (09.07.2019)

  15. #20
    Administrator Avatar von Hagen
    Registriert seit
    23.05.2011
    Ort
    Mittenwald
    Alter
    49
    Beiträge
    4.406
    Imker seit
    2011
    Heimstand
    Bei mir im Garten
    Wanderimker
    Ja, teilweise.
    Rähmchenmaß
    Zander
    Danke Thanks Given 
    1.443
    Danke Thanks Received 
    2.098
    Thanked in
    Bedankt : 988
    Tops
    Erhalten: 848
    Vergeben: 827

    AW: Umweltschutz ist nötig, aber mit Sinn und Verstand

    Zitat Zitat von Nils Beitrag anzeigen
    [...]

    Ich halte die aktuelle Umweltbewegung grundsätzlich für gut und bewundere die jungen Leute auch dafür. Greta finde ich toll. Aber sie tun mit auch alle leid, weil sie die Hintergründe nicht durchblicken. Sie bekämpfen ein System das sie nicht verstehen, weil wir alten das System auch nicht richtig verstehen.
    Greta und Co. müssten nicht (nur) für eine bessere Umwelt auf die Straße gehen. Sie müssten das grundlegendste aller System umkrempeln, das Geldsystem.

    Erst wenn die Jungen anfangen das Geldystem und das Wirtschaftssystem zu hinterfragen, erst wenn sie anfangen zu verstehen wie das funktioniert, erst dann wird man eine nachhaltige Änderung erreichen. Ansonsten wird das alles genau so in Vergessenheit geraten wie "Atomkraft nein Danke", "Jute statt Plastik" und all die Aussagen vergangener Umweltschützer, an die sich zwar meine Generation noch dumpf enstinnt, nicht mehr aber die Jungen.
    [...]

    Nils

    Ja genau das ist der Punkt und die Wurzel des Problems.
    Danke Nils!!!

    VG
    Hagen
    Ich glaube an die Unantastbarkeit und an die Würde jedes einzelnen Menschen. Ich glaube, dass allen Menschen von Gott das gleiche Recht auf Freiheit gegeben wurde. Ich verspreche, jedem Angriff auf die Freiheit und der Tyrannei Widerstand zu leisten, wo auch immer sie auftreten mögen.
    (Gelöbnis auf die Freiheitsglocke zu Berlin)

    "Ich bin bekannt für meine Ironie. Aber auf den Gedanken, im Hafen von New York eine Freiheitsstatue zu errichten,
    wäre ich selbst nicht gekommen.
    George Bernard Shaw

Seite 2 von 7 ErsteErste 1234 ... LetzteLetzte

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)

Ähnliche Themen

  1. Winterbehandlung nötig?
    Von Rainerklaus im Forum Bienenschädlinge
    Antworten: 10
    Letzter Beitrag: 21.12.2017, 16:17
  2. Fracking oder Umweltschutz?
    Von Zumo im Forum Initiative Neonicotinoide
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 12.05.2015, 17:29
  3. Schwarmstimmung - dringend Hilfe nötig
    Von Markus im Forum Arbeiten im Mai
    Antworten: 9
    Letzter Beitrag: 03.05.2015, 20:36

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  
This website uses cookies
We use cookies to store session information to facilitate remembering your login information, to allow you to save website preferences, to personalise content and ads, to provide social media features and to analyse our traffic. We also share information about your use of our site with our social media, advertising and analytics partners.