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Thema: Mittelwände aus eigenem Wachs herstellen

  1. #11
    Avatar von honigmaul
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    Re: Mittelwände aus eigenem Wachs herstellen

    Hallo Bienenfreunde!

    Zur Wachsgewinnung möchte ich noch sagen:
    Die Wachsgewinnung im Sonnenwachsschmelzer gibt bei bebrüteten Waben eine schlechte Ausbeute.
    Ich weiche meine Waben vor dem Ausschmelzen (ausschmelzen mit Dampfwachsschmelzer, sodass der Draht erhalten bleibt) mehrere Tage in großen Fässern ein. Angeblich sollten sich dadurch die Puppenhäute mit Wasser vollsaugen und dadurch im Dampfwachsschmelzer kein Wachs aufnehmen können. Andersrum wird behauptet, dass bei der Dampfwachsschmelze die Puppenhaute so wie so Wasser aufnehmen und daher auch kein Wachs aufnehmen können. Jedenfalls wird durch das Einweichen eingelagerter Pollen und Futterreste ausgewaschen. Wenn man dann die übrigbleibende Brühe (Einweichwasser) betrachtet, wird man merken, dass da sehr viel Schmutz schon ausgewaschen worden ist. Bei Einweichen ergibt sich aber die Schwierigkeit, dass die Waben sehr gut schwimmen und daher beschwert werden müssen.

    Zur Verseifung des Wachses:
    Auch bei Verwendung von kalkarmen Wasser kommt es mehr oder weniger zu einer Verseifung des Wachses. Die Verseifung ist zu merken, wenn sich am Boden des Wachsblockes keine genau Trennlinie zwischen Schmutz- und Wachsschicht ergibt. Das Wachs ist in diesem Bereich grobkörnig und hat einen erheblichen Wassergehalt. In mehreren Büchern wird diese Schicht als "Zankschicht" bezeichnet. Der Imker sagt, es handelt sich um Wachs, der Aufkäufer sagt, eh handelt sich noch um Schmutz.

    Die Verseifung lässt sich vermeiden, bzw wieder rückgängig machen, indem man dem Wasser beim Erwärmen zur Klärung eine Säure zugibt. Dadurch wird angeblich der Kalk in Gips umgewandelt uns setzt sich vom Wachs ab (bin aber kein Chemiker).

    Immer ordentliche Gefäße aus Edelstahl oder Email verwenden. Kein Kupfer, Eisen oder Aluminiumgeschirr verwenden ansonsten verfärbt sich das Wachs.

    MfG
    Honigmaul

  2. #12

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    Re: Mittelwände aus eigenem Wachs herstellen

    Hallo Honigmaul,

    das mit dem Gips stimmt bei Schwefelsäure. Mit anderen Säuren geht es ähnlich allerdings kommt dann eben kein Calciumsulfat raus.

    Übrigens haben auf ihre Weise sowohl Imker als auch Wachsverarbeiter bzgl. der Grisselschicht recht. Ein Großteil ist noch Wachs und noch nicht Seife. Das Wachs ist aber nicht verwertbar. Deshalb machen alle Verfahren die diese Schicht reduzieren (Destilliertes/kalkarmes Wasser, Säurezusatz) durchaus Sinn.

    Viele Grüße vom naßkalten Mindelsee

    Michael
    Michael T. Mader
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  3. #13
    Avatar von Bienen Sepp
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    Re: Mittelwände aus eigenem Wachs herstellen

    Hallo Honigmaul!

    Du schreibst in deinem Beitrag

    Wachs sollte vor der Verarbeitung sterilisiert werden (120°C- 30 min), insbesondere wenn die Herkunft nicht einwandfrei bekannt ist, damit Faulbrutsporen abgetötet werden

    Ist es wissenschaftlich erwiesen, das dieses Temperatur und Zeitverhältnis wirklich alle Sporen tötet, oder
    soll jede Charge auf AFB Sporen untersucht werden.

    Gruß Sepp

  4. #14
    Avatar von Sebastian
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    Re: Mittelwände aus eigenem Wachs herstellen

    Servus Sepp,

    Zitat Zitat von Bienen Sepp
    Ist es wissenschaftlich erwiesen, das dieses Temperatur und Zeitverhältnis wirklich alle Sporen tötet
    120°C/30min wird allgemein als sporenvernichtend angesehen, allerdings im Wasserdampf. Ich würde davon ausgehen, dass flüssiges Wachs mindestens ebenso effizient ist, da es ja eine höhere Wärmekapazität hat als Wasserdampf. Da das Wachs vor und nach der 120°C-Phase auch relativ hohe Temperaturen ausgesetzt ist, ergibt sich ein nicht unbeachtlicher Sicherheitsspielraum. Es gibt sogar eine Verordnung in Deutschland, wo diese Zeit/Temperaturkombination erwähnt wird (KLICK)

    Interessante Ergebnisse mit Sterilisationsversuchen von kontaminierten Holzteilen sind HIER zu finden. Man bemerke: wenn man Sporenfreiheit wünscht kann man sich das Abflammen sparen. Trotzdem wird dieses Verfahren im Sanierungsfall noch mir Erfolg angewandt, da es offenbar ausreicht den Sporendruck stark abzusenken, dann hat der Bien die AFB wieder unter Kontrolle.

    lg,
    Sebastian
    Schwarm drüber!

  5. #15
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    Re: Mittelwände aus eigenem Wachs herstellen

    Zitat Zitat von Reinhard
    ...die verarbeiten das eigene Wachs erst ab mind. 20 kg! Und so viel hab ich nicht auf einmal...
    Hallo Wachsfreunde,

    dann schließen sich eben einige gleichgesinnte zusammen.
    Wäre das nichts?
    Vielleicht werden es so rasch 20kg oder noch mehr.
    Und ihr könnt euch noch das Zellmaß (evtl. 5,3mm oder ein anderes) aussuchen

    Eine Alternative böte noch der Naturbau, nicht nur hinsichtlich Erregern sondern
    auch hinsichtlich des "Grundrauschens"...

    Gruß

    Alfred

  6. #16
    Avatar von Arjen
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    AW: Re: Mittelwände aus eigenem Wachs herstellen

    suche momentan nach einem wachsklärbehälter leider findet man sowas selten gebraucht ....

    Wie kann man es sonst noch keimfrei ... machen .....

  7. #17

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    AW: Mittelwände aus eigenem Wachs herstellen

    Diese Frage stelle ich mir auch.
    Ich habe auch vor einen eigenen Wachskreislauf zu starten.

    Ich habe aber schon gelesen, dass man hier eine Fritteuse verwenden kann bei der man das Thermostat ein wenig umbaut oder ersetzt.
    Hier könnte man erst bei 120 Grad entseuchen und dann bei 70 Grad ?? Mittelwände gießen.

    Das einzige Problem ist das Fassungsvermögen. Das ist - denke ich - bei den meisten Fritteusen überschaubar.
    Ist vor allem beim Entseuchen mühsam, wenn man viele kleine Chargen machen muss.

    Eine weitere günstige Methode könnte eine Induktionskochplatte, ein Topf und ein elektronisches Bratenthermometer sein.
    Liegt komplett bei max. € 100,-
    Grüße,
    Markus

  8. #18
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    AW: Mittelwände aus eigenem Wachs herstellen

    Induktionsplatte hätte ich auch Topf sowieso .... was wäre hier negativ dann würden es ja sehr viele so machen oder?

  9. #19
    Administrator Avatar von drohne
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    AW: Mittelwände aus eigenem Wachs herstellen

    Zitat Zitat von Arjen Beitrag anzeigen
    Induktionsplatte hätte ich auch Topf sowieso .... was wäre hier negativ dann würden es ja sehr viele so machen oder?
    Wir vom bienenforum.com distanzieren und von solchen Tipps, rascher als man denkt geht das Haus in Flammen auf.

    Josef

  10. #20

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    AW: Mittelwände aus eigenem Wachs herstellen

    Auch Öl kann sich entzünden wenn es zu stark erhitzt wird, dennoch wird in Kochbüchern immer wieder das erhitzen von Öl vorgegeben.
    Übrigens können auch Beuten beim Abflämmen in Feuer und Rauch aufgehen...
    Es kommt eben auf die Dosis (Temperatur) an.

    Und hier kommen die relativ kostengünstigen Induktionsaufstellkochplatten ins Spiel.
    Bei vielen dieser Platten kann man nämlich nicht nur die Stärke sondern auch die Temperatur (in größeren Abstufungen) einstellen.
    Diese wird mittels Thermostat am Topfboden abgegriffen und ziemlich gleichmäßig eingehalten.
    Wir nutzen dies zum langsamen Schmelzen von Gelatine.
    Grüße,
    Markus

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