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Thema: Studie "Zukunft Biene"

  1. #11
    Avatar von claudialener
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    AW: Studie "Zukunft Biene"

    Hallo Kurt

    Das ist mir natürlich schon klar. Brutlos im Juli wurden sie natürlich behandelt. Der Befall- trotz langer Brutzeit -ist aber bei mir doch geringer als letztes Jahr ende Oktober.....

    und wenn es wirklich keinen Unterschied gibt?.......die Vorstellung, die Stöcke 4-6 Monate absolut in Ruhe zu lassen, keine Störung zu verursachen, finde ich schon sehr attraktiv....Dass ich mir ständige Gedanken ob der Varroa mache? da ist es egel ob ich behandle oder nicht...die Sorgen sind immer da...ob alles Gut geht oder nicht...
    Liebe Grüße

    Claudia

  2. #12

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    AW: Studie "Zukunft Biene"

    Hallo Claudia, hallo Kurt,
    Ihr zwei seit da jetzt bei einem Thema, das exemplarisch ganz gut zu dem Problem passt. Lehrmeinung und praktische Erkenntnisse klaffen auseinander. Hat diese Studie tatsächlich doch mehr "Neues" ans Tageslicht gefördert als bisher angenommen? Stimmen die Emfehlungen der Insitute zur Bienengesundheit noch? Ich hoffe doch, dass die gut 2,5 Millionen Euro was gebracht haben. Einzig für zukünftge Metastudien wäre es doch ein recht teurer Spass gewesen. Ich habe es noch lange nicht fertig gelesen aber die Haupterkenntnis liegt doch darin, dass die Milbe das Problem Nr. 1 war, ist und sein wird... Was hilft die beste oder noch bessere Diagnose, wenn die Therapie gleich bleiben muss (die Milben müssen raus egal wie). Eine andere Möglichkeit wäre es, die Toleranzzucht mehr zu fördern. Teilweise sind klare Erfolge zu erkennen, von Völkern die mit der Milbe von sich aus besser zurecht kommen können. Solange diese Zuchtarbeit nur von einer Hand voll Idealisten, ohne ernsthafte Förderungen gemacht wird, wird der Fortschritt noch lange auf sich warten lassen müssen.
    Ich möchte auch in keiner Weise die Arbeit der Wissenschaftler die hier mitgearbeitet haben schlecht machen. Aber brauchen wir so was wirklich? Ist es eine Verschwendung von Fördermitteln die wo anders besser aufgehoben wären? Ich weiss es nicht! Ich mache mir nur so meine Gedanken dazu...
    lg Michael
    Am wichtigsten ist die Biene, alles andere ist primär.

  3. Folgender Benutzer sagt Danke zu Sturmimker für den nützlichen Beitrag:

    Arjen (17.11.2018)

  4. #13
    Avatar von WalterRojky
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    AW: Was habt Ihr heute gemacht?

    Hallo Bienenfreunde
    Eigentlich sollten wir froh sein wenn jemand Dinge untersucht und die Ergebnisse weitergibt. Es ist aber schon erstaunlich wieviel man schreiben kann (über 500 Seiten) um nicht wirklich viel zu sagen. Bei vielen Aussagen sollten wir besser unseren Verstand benutzen und an die Bienen denken wie sie in der Natur überleben. Den Fall Wabentausch: in der Natur schwärmen Bienen fast jedes Jahr und bauen sich ein neues zu Hause aus frischen Waben. Wir halten Sie bewußt auf den alten Waben weil es wesentlich mehr Arbeit macht einen Schwarm zu fangen. Mit der Aussage ob ein Wabentausch mit einem Drittel oder die Hälfte stellt sich für mich schon von Natur aus nicht, da ich soviel MW verwende wie die Bienen ausbauen. Ebenfalls aus der Natur heraus. Daß Bienen auf älteren Waben lieber sitzen mag mit der besseren Isolierung (da mehr Masse eine bessere Isolation bietet) zusammen hängen.
    Die andere Seite der Madailie: es machen gerade 6% der Imker bei diesen Versuchen mit! Was kann man sich bei so wenig Daten erwarten? Vergleiche welche Behandlung wann besser ist, hängt von so vieler verschiedenen Einflüssen ab daß ich diese kaum vergleichen kann. Fazit ist aber, man kann und will keinen der Erzeuger der Behandlungsgeräte aus die Füße treten. Es hat jede Behandlungsart seine Vorteile. Man kann diese aber nur unter gemeinsamen Vorgaben vergleichen und nicht auf Grund mehreren Umfragen.
    Selber versuche ich mit meinen Versuchen einen Weg mit meiner Betriebsweise gegen die Varroa zu finden und die Bienen möglichst wenig zu belasten. Dies sollte jeder für sich suchen und finden.
    mfg Walter

  5. #14
    Avatar von boerni_s
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    AW: Was habt Ihr heute gemacht?

    Zitat Zitat von WalterRojky Beitrag anzeigen
    ... Was kann man sich bei so wenig Daten erwarten? ...
    In den 4 Jahren wurden von ca. 1600 Imkereien mehr als 5200 Datensätze ausgewertet. Das ist schon eine recht ordentliche Stichprobe. Bei der Auswertung wäre noch interessant gewesen, welche Betriebsweise besonders gute Ergebnisse bringt, also welche Kombination an Faktoren die niedrigsten Verluste, welche die höchste bringt...


    Liebe Grüße
    Börni

  6. #15
    Administrator Avatar von drohne
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    AW: Was habt Ihr heute gemacht?

    Zitat Zitat von drohne Beitrag anzeigen
    Frage, woher kann man diese Studie bekommen und was kostet diese?
    Darf ich meine Frage wiederholen, gerne hätte ich diese Studie als Publikation erworben und +500 Seiten ausdrucken ist ja auch nicht das Wahre, eventuell hat doch noch jemand eine Idee woher ich diese bekommen könnte?

    Josef.

  7. #16
    Avatar von Noldi
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    AW: Studie "Zukunft Biene"

    Hammer für was wir alles Geld haben und auch welche Beträge. Heute saßen in NÖ beim VSH Workshop des Öst. Buckfastzuchtverbandes erfreulich viele zusammen (die Vorarlberger sind 7h angereist ...). Die Buckfastzüchter bezahlen sich alles selbst, manche 4 stellige Beträge pro Jahr aus der Privattasche ... Für"wirkliche" Varroatolleranzzucht ist kein Fördergeld da, für so etwas .... Unsummen. Statt dass man das Geld in ein gemeinsames VSH Zuchtprogramm von Buckfast- und Carnicazüchtern steckt ...

  8. #17
    Avatar von claudialener
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    AW: Was habt Ihr heute gemacht?

    Zitat Zitat von boerni_s Beitrag anzeigen
    welche Betriebsweise besonders gute Ergebnisse bringt, also welche Kombination an Faktoren die niedrigsten Verluste, welche die höchste bringt...


    Liebe Grüße
    Börni
    es gibt schon ein paar Hinweise dazu
    Zb( S 68)
    "Signifikant höhere Winterverluste erlitten Imkereien, die im Winter die Beuten isolierten (27,2%, Konfidenzintervall: 24,4-30,3%). Auch kleine Brutzellen (≤ 5,1mm) stehen im
    Winter 2016/17 im Zusammenhang mit einer höheren Verlustrate (32,4%, Konfidenzintervall: 26,9-38,5%). Weiter konnte ein geringerer Verlust bei zertifizierten Bio-Imkereien (19,7%, Konfidenz-intervall: 18,2-21,4%) im Vergleich zu konventionellen Imkereien (25,4%, Konfidenzintervall: 24-26,7%) beobachtet werden"

    oder ab S.69 1.4.7 Zusammenfassung von Risikofaktoren – Mehrjahresvergleich

    -"Der Transport von Bienenvölkern zu Trachten oder Bestäubungseinsätzen hatte in keinem der vier Jahre einen signifikanten Einfluss auf die Verlustrate"

    -"Von 2013/14 bis 2015/16 hatte die Drohnenbrutentnahme keinen signifikanten positiven oder negativen Einfluss auf die Verlustraten. Im Winter 2016/17 verzeichneten Betriebe, die keine Entnahme gemacht haben, signifikant geringere Verluste als Betriebe, die die Drohnenbrutent-nahme angewandt haben."

    -"Bei einer Varroabekämpfung mit Ameisensäure konnten wir in allen vier Wintern höhere Verlust-raten bei der Gruppe, die Kurzzeitbehandlung anwandte, feststellen."

    -"Zu signifikant geringeren Verlusten führte 2013/14 eine Behandlung mit Thymol in mehr als einem Monat. Verglichen mit Betrieben, die Thymol nicht anwandten, zeigte sich bei Betrieben, die Thymol mindestens einmal im Bienen-jahr verwendeten, kein Effekt auf die Verlustrate ihrer Bienenvölker. Der Gebrauch von anderen biotechnischen Methoden (wie Bann- oder Fangwaben) sorgte in den Wintern 2014/15 und 2016/17 für die gewünschten Erfolge in Form von geringeren Winterverlusten.
    Liebe Grüße

    Claudia

  9. Folgender Benutzer sagt Danke zu claudialener für den nützlichen Beitrag:

    RalfK (28.12.2018)

  10. #18
    Avatar von Arjen
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    AW: Studie "Zukunft Biene"

    Bei der ages Josef auf der Homepage!
    https://www.ages.at/themen/umwelt/bi...zukunft-biene/



  11. Folgender Benutzer sagt Danke zu Arjen für den nützlichen Beitrag:

    drohne (18.11.2018)

  12. #19
    Avatar von claudialener
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    AW: Was habt Ihr heute gemacht?

    Zitat Zitat von drohne Beitrag anzeigen
    Darf ich meine Frage wiederholen, gerne hätte ich diese Studie als Publikation erworben und +500 Seiten ausdrucken ist ja auch nicht das Wahre, eventuell hat doch noch jemand eine Idee woher ich diese bekommen könnte?

    Josef.
    Hallo Josef

    Ein paar gebundene Ausgaben wird die Ages schon haben, vielleicht geben sie eine raus? Ich wüsste momentan nicht, wo man sonst eine Publikation bekommen könnte. Ist vielleicht auch noch zu früh.......
    Liebe Grüße

    Claudia

  13. #20
    Avatar von claudialener
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    AW: Studie "Zukunft Biene"

    Ich probier schon ein paar wenige Dinge im Umgang mit den Bienen aus. Aber alles, was es so als Betriebsweise gibt, kann ich einfach ausprobieren. Durch solche Untersuchungen, kann ich mir es als Kleinimkerin zumindest ein bischen besser aussortieren ,oder bekommen zumindest ein feedback, ob es richtig war, etwas anderes zu machen als geschult wurde.

    Ich schneide zb seit 3 Jahren keine Drohnenbrut mehr......aber ist das wirklich positiv oder bilde ich mir das nur ein?Offensichtlich hab ich da das Richtige (für mich gemacht), jetzt hab ich es bestätigt bekommen.

    Immer wieder hab ich mir überlegt, die Bienen einzupacken im Winter ( ich habs schliesslich auch gerne warm), darüber werde ich mir auch keine Gedanken mehr machen....

    Aber das Bienenjahr ist sehr kurz. Durch das Ergebniss werde ich jetzt Überlegungen zb zur Hyperthermie( dieses Thema ist doch sehr präsent ) oder die Betriebsweise mit den Kleinzelligen einfach ad akta legen.Natürlich hab ich mir immer wieder überlegt,ob ich das vielleicht doch auch ausprobieren sollte. Das kann ich jetzt in meinem Hinterstübchen eher vergraben, denn zu denken und zu verbesser, bzw genauer zu beobachten, gibt es auch so noch mehr als genug.
    Liebe Grüße

    Claudia

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