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Thema: Melezitose Honig nach auffüttern

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  1. #1
    Avatar von Hannes_btree
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    Melezitose Honig nach auffüttern

    Hoi Leute,

    ich habe ja schon in der 2ten Juli Woche abgeräumt und bereits ca. 10L Sirup aufgefüttert. 3-4te Juli Woche haben meine Damen fleißig Melezitose Honig eingetragen, obwohl ich sie bei der Ernte relativ stark geschröpft habe.

    Futterwaben würde ich sagen sind zu 1/4-1/3 mit Melezitose Honig gefüllt. Tlw. natürlich auch im Brutraum, da er schneller kristallisiert als umgetragen wird (dh. Melezitose-Gehalt > 10%). Relativ viele Schwarzsucht Bienen sind auch zu sehen.

    Der Melezitose Honig ist je nach Mineralstoffgehalt ja nicht gut verträglich für unsere (Winter)bienen und verursacht gerne die Ruhr, besonders in meiner recht hohen Lage und langem Winter.

    Ich habe jetzt die kurze Arbeit "Zementhonig im Honig- und Brutraum - was dann?" von Schweizer Zentrum Bienenforschung (1985) gelesen. Diese empfehlen min. 10L Futter einbringen (bereits geschehen) und Zementhonig so gut es geht aus dem Brutraum entfernen. Mit meiner Flachzargen Betriebsweise habe ich es da relativ gut und kann auch kleinere Eingriffe in den Brutraum machen.

    Meine Frage:
    - Irgendwelche anderen Methoden, welche ich vielleicht noch anwenden könnte? (Futterwaben komplett entfernen und neu auffüttern kommt nicht in frage, fehlen mir momentan die finanziellen Mittel)
    - Wie viel Brutfläche wäre euer Meinung momentan Optimal? (Imkere auf 2 FZ also Dadant)

    Ein Gedanke: Um für mehr Platz für Brut zu sorgen ohne Brutwaben mit Melezitose Honig zu entfernen, eine dritte FZ mit ausgeschleuderte trockenen Honigwaben unter das Volk zu stellen und diese im Herbst zu entfernen, wenn sich das Brutgeschäft langsam aufwärts bewegt hat.

    Cheers
    Hannes
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  2. #2
    Avatar von Josef Gruber
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    AW: Melezitose Honig nach auffüttern

    Hallo Hannes!

    Mir geht's gleich, Meli ohne Ende.
    Ca. 25% ist schleuderbar, der Rest bleibt in den Waben.

    Den Großteil meiner Wirtschaftsvölker hab ich in der ersten Juli Hälfte die komplette Brut entnommen.
    Bei diesen Völkern hab ich die wenigsten Sorgen, 6 Waben Zadant perfekt ausgebaut und den Honig
    tragen's brav nach oben.

    All jene die im Sommer ein Brutpause hatten (Königin entnommen, geschwärmt, umgeweiselt etc.)
    sind noch ohne Behandlung. Gleichzeitig mit der Bienenflucht kommt auch die Windel rein,
    Liegt der tägliche Abfall größer fünf, kommt recht bald die Ameisensäure.

    Meine 2Waben Ableger vom Mai haben nun auch die Brutraumzarge voll und z.T. schon
    einen Honigraum gefüllt. Die machen mir mehr Sorgen, da schon einige male mit Varromed behandelt.
    Rein rechtlich wär eine Verwendung von diesem Honig wahrscheinlich kein Problem, nur mein Bauchgefühl
    ist dagegen.

    Den nicht geschleuderten Meli Honig, werden wohl oder übel wieder umtragen müssen.
    Wenn die Tracht nachlässt bekommt jedes Volk eine oder zwei Zargen untergesetzt.
    Füttern wenn notwendig kommt im September.
    Nicht optimal, aber besser als unbebrütete Waben durch den Schmelzer jagen.


    Schöne Grüße
    Sepp

  3. #3
    Avatar von Nils
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    AW: Melezitose Honig nach auffüttern

    Servus Hannes,

    im Melijahr 2015 (glaube ich) war es ähnlich. Am Lehrbienenstand wurde empfohlen die bereits abgeräumten Völker nicht zu füttern sondern so lange zu warten, bis der eingetragene Meli-Honig verbraucht worden ist. Erst danach mit füttern beginnen.

    Das machte man am Lehrbienenstand dann auch so und hatte im Herbst die größte Mühe, noch genügend Futter in die Völker zu bringen. Sie nahmen es so spät nicht mehr gerne ab.

    Das hilft die jetzt auch nicht weiter, gell?
    Was wäre, wenn man zur Tracht hinzufüttert in der Hoffnung daß Sirup und Meli sich vermischen? Aber das ist nur ein Gedanke, keine Erfahrung damit...


    Servus,

    Nils
    Lieber glaube ich Wissenschaftlern, die sich mal irren -
    als Irren, die glauben sie seien Wissenschaftler...

  4. #4
    Avatar von Josef Gruber
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    AW: Melezitose Honig nach auffüttern

    Zitat Zitat von Nils Beitrag anzeigen
    Servus Hannes,

    im Melijahr 2015 (glaube ich) war es ähnlich. Am Lehrbienenstand wurde empfohlen die bereits abgeräumten Völker nicht zu füttern sondern so lange zu warten, bis der eingetragene Meli-Honig verbraucht worden ist. Erst danach mit füttern beginnen.

    Das machte man am Lehrbienenstand dann auch so und hatte im Herbst die größte Mühe, noch genügend Futter in die Völker zu bringen. Sie nahmen es so spät nicht mehr gerne ab.

    Nils

    Hallo Nils!

    Die Mengen, welche bei mir aktuell reinkommen würden das gesamte Brutnest zumachen.
    Daher kommt der Honigraum drauf, egal wie viel Arbeit es ist.

    Meine Überlegung ist: die Völker im Brutbereich eng zu halten, dass heißt für mich
    - geschiedet auf 2 Waben Zadant, darüber Absperrgitter + Honigräume
    - 1 Flachzarge Brutraum, darüber Absperrgitter + Honigräume

    in zwei, drei Wochen wird die Tracht wohl vorbei sein, dann möchte ich:
    - im Brutraum mit 3 Mittelwänden erweitern bzw. die zweite Flachzarge geben (wenn noch verfügbar mit ausgebauten Waben)
    - Honigraumzarge mit Meliwaben unters Brutnest geben und darauf hoffen, dass ein Großteil der Melikristalle beim umtragen schon ausgeschieden wird.
    - von oben in kleinen Mengen Sirup füttern

    Gruß Sepp

  5. Folgender Benutzer sagt Danke zu Josef Gruber für den nützlichen Beitrag:

    Nils (06.08.2018)

  6. #5
    Avatar von Hannes_btree
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    AW: Melezitose Honig nach auffüttern

    Hallo Leute,

    danke für die Rückmeldungen. Obwohl, wie auch Nils erwähnt, es jetzt nicht mehr hilft.

    Jo, auch in der Arbeit steht das es wichtig ist so viel wie möglich mit Zuckerwasser zusätzlich zu Füttern. Es gab aber auch einige Ausreißer, da je nach Wintersitz es trotzdem nichts hilft (Tabelle aus Schweizerisches Zentrum für Bienenforschung (1985))

    Bildschirmfoto 2018-08-06 um 11.29.52.png

    Weiteres wichtiges Zitat für mich (Schweizerisches Zentrum für Bienenforschung (1985))
    Die Auffütterung im Herbst mit genügend Zuckerwasser, d. h. 10 Liter Zuckerwasser 1:1 oder mehr, dürfte für die Bienen die nötige Menge bekömmlichen Futters für die Überwinterung darstellen, dies unter der Voraussetzung, dass es an der Stelle des künftigen Wintersitzes eingelagert wird. Der Imker kann somit bis zu einem gewissen Grad die Überwinterungschancen der Völker steuern, die auf melezitosereichem Honig überwintern müssen. Er sollte daher nach Möglichkeit für das Volk die entsprechenden Voraussetzungen schaffen, wie z. B. Zugeben von leeren Brutwaben oder evtl. auch Mittelwände. Ob die Bienen unter diesen Bedingungen die Mittelwände auch ausbauen werden, haben wir nicht geprüft.
    Ich hätte es ja erahnen können und mit dem Abräumen warten, hatte aber Angst das sie tlw. zu wenig drinnen haben und das Wetter nicht besser wird. Die letzten 3 Jahren hatte ich jedes mal Meli und habe es einfach beim Abräumen mitgenommen und eingelagert.
    Muss mir einfach angewöhnen erst viel später Abzuräumen, da Varroa technisch bei mir sowieso kein Problem ist.

    Werde jetzt einfach im Brutraum noch ein paar Waben rauswerfen und ausgebaute reingeben, so das ich zumindest 4-6 FZ Brutwaben habe.

    Cheers
    Hannes
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  7. Folgender Benutzer sagt Danke zu Hannes_btree für den nützlichen Beitrag:

    Nils (06.08.2018)

  8. #6

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    AW: Melezitose Honig nach auffüttern

    Ich hatte im August-September 2013 ähnliche Probleme. Sollte es wieder mal so kommen, werde ich unverzüglich abwandern und hoffen einen melezitosefreien Ort auf der Alm oder in einem anderen Tal zu finden...
    Hab zwar damals alle Melezitosewaben entnommen und Anfang September haben die Völker noch jeweils eine Zarge MW ausgebaut und eingefüttert. Auswinterung 100%, aber Spaß war das keiner.
    Gruß Martin

  9. Folgender Benutzer sagt Danke zu Zenz für den nützlichen Beitrag:

    Gebirgsimker84 (06.08.2018)

  10. #7
    Avatar von Hannes_btree
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    AW: Melezitose Honig nach auffüttern

    Hoi Martin,

    abwandern wäre vielleicht noch eine Option. Schaut in der näheren Umgebung aber überall so aus. Vielleicht könnte ich noch höher rauf (bin ja eigentlich schon auf 1.200m), aber eine Wanderkarte besorgen würde wahrscheinlich länger dauern. Anhänger bräuchte ich dann auch einen.

    Habe heute mal zum Brutbereich 2-3 leere Honigwaben gehängt, damit die Königin insgesamt min. 5-6 FZ Waben hat. Bei jedem Stock den Honigraum aufgesetzt mit leeren Honigwaben (nur 4 Stück pro Volk, habe leider nicht mehr). Hoffe sie bringen den Melezitose Honig noch bis ganz rauf in den Honigraum.
    MW bauen sie bei dieser Tracht anscheinend nicht wirklich aus, hatte noch vereinzelt welche drinnen, wurden nicht beachtet. Wildbau im Boden ist auch bereits schön Melezitiert.

    Kann jetzt nur noch hoffen, dass es bald aufhört. Leere Honigwaben habe ich leider keine mehr. Ansonsten muss ich anfangen Futterwaben zu schleudern.

    Cheers
    Hannes
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