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Thema: Vorsichtige Schritte richtung Behandlungsfreiheit

  1. #1
    Avatar von Chrigel
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    Vorsichtige Schritte richtung Behandlungsfreiheit

    Vorspann:
    Bis vor 10 Jahren habe ich meine Völker nach koventioneller Methode mit je einem Thymovareinsatz im August und September und einer Winterbehandlung mit OS Träufelung im Vorwinter behandelt. Das Konzept passte und ich hatte keine Völkerverluste. Was mich dabei immer wunderte waren die grossen Unterschiede im Varroafall bei der Winterbehandlung. Oft stellte ich fest, dass ich bei einzelnen Völkern diese hätte weglassen können. Was mich je länger je mehr störte war, dass bei diesem Vorgehen jegliche Selektion auf eine Biene, die der Varroa etwas entgegenzusetzen hatte, vernachlässigt wurde. Ich scherte alles über einen Leisten, weil eine verlässliche Grundlage zum Vergleich der Völker nicht bestand.
    Mit der Strategie 5 B konnte ich eine einheitliche Ausgangslage für einen brauchbaren Vegleich schaffen. Alle Völker waren zum gleichen Zeitpunkt brutfrei und sämmtliche Milben sassen auf den Bienen. Mit dem Sprühen von MS/OS und einer Thymolbehandlung im September sollten die Milbenfallzahlen im Winter verwertbarer werden. Wiederum stellte ich fest, dass verschiedene Völker keine Winterbehandlung brauchten. Die Zweifel an der einheitlichen Wirkung der Mittel blieben allerdings. Der Selektionsgedanke trat dennoch vermehrt in den Vordergrund.
    In der Saison 2016 standen 5 Völker im Fokus. Sie sollten im Sommer 2017 nur noch einen Brutstopp von 23 Tagen erfahren und dann ohne Mitteleinsatz über den Winter 17/18 geführt werden. Leider mussten 3 dieser Völker im Mai 17 wegen SB vernichtet werden (schwacher Befund - Völker hätten problemlos saniert werden können (leider CH Gesetz)).
    Ein weiteres schwärmte, sodass für die erstmalige Behandlungsfreiheit nur noch ein Volk übrig blieb.
    Wir kennen es aus anderen Berichten, wo es als "letzter Mohikaner" betitelt wurde, weil es erst Ende Oktober von der Alp geholt wurde.
    Langer Rede kurzer Sinn : Der Star des Themas ist der "letzte Mohikaner" und seine Geschichte im Laufe dieser und hoffentlich auch noch der nächsten Saison. bis bald.
    Chrigel

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    apis sylvatica (17.03.2018), bienehans (11.03.2018), claudialener (20.08.2018), Dommy (11.03.2018), Kugelblitz (21.05.2018), Sturmimker (11.03.2018), Zenz (11.03.2018)

  3. #2
    Avatar von Beespace
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    AW: Vorsichtige Schritte richtung Behandlungsfreiheit

    Hallo Chrigel,

    bitte hilf mir mal was meinst du mit SB ich komm gerade nicht drauf.
    Bin gespannt wie es mit deinem Mohikaner weiter geht.
    Grüße
    Tom

  4. #3
    Administrator Avatar von drohne
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    AW: Vorsichtige Schritte richtung Behandlungsfreiheit

    Wäre reizvoll hier mitzumachen, drei bis fünf Völker könnte ich dafür ohneweiters auf einen externen Platz zur Verfügung stellen. Zwei VSH von vier sehr schönen Völkern, deren Königin ich im Spätsommer des Vorjahres von Stefan Mandl bekam wären solche Kandidaten, die anderen kämen aus meinem Bestand.

    Josef.

  5. #4
    Avatar von Chrigel
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    AW: Vorsichtige Schritte richtung Behandlungsfreiheit

    Zitat Zitat von Beespace Beitrag anzeigen
    Hallo Chrigel,

    bitte hilf mir mal was meinst du mit SB ich komm gerade nicht drauf.
    Bin gespannt wie es mit deinem Mohikaner weiter geht.
    SB ist Sauerbrut oder Europ. Faulbrut. In der Schweiz ist sie ein Dauerproblem. Leider wird ihr mit Massnahmen begegnet, die übers Ziel hinausschiessen. Aber das ist ein anderes Thema und das wollen wir hier nicht weiter ausführen.

    Chrigel

  6. #5
    Avatar von Chrigel
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    AW: Vorsichtige Schritte richtung Behandlungsfreiheit

    Zitat Zitat von drohne Beitrag anzeigen
    Wäre reizvoll hier mitzumachen, drei bis fünf Völker könnte ich dafür ohneweiters auf einen externen Platz zur Verfügung stellen. Zwei VSH von vier sehr schönen Völkern, deren Königin ich im Spätsommer des Vorjahres von Stefan Mandl bekam wären solche Kandidaten, die anderen kämen aus meinem Bestand.

    Josef.
    Die Zeichen der Zeit stehen auf vermehrtem Einsatz der Imker, die in ihren Beständen Völker mit einer höhern VSH selektionieren wollen. Die genetische Veranlagung dazu tragen auch Bienen unserer Bestände. Und möglicherweise haben sich auch unter den bisherigen Behandlungskonzepten solche Völker besser durchgesetzt als andere. Wir müsen vermehrt nach ihnen suchen. Das Risiko dabei Völker zu verlieren besteht nicht, wenn man den Milbenbefall periodisch überprüft.

    Chrigel

  7. #6
    Avatar von Chrigel
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    AW: Vorsichtige Schritte richtung Behandlungsfreiheit

    Am Flugloch des Testvolks : 15.9.17 und 10.3.18
    Bildschirmfoto 2018-03-11 um 14.55.18.jpg

  8. #7
    Administrator Avatar von drohne
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    AW: Vorsichtige Schritte richtung Behandlungsfreiheit

    Zitat Zitat von Chrigel Beitrag anzeigen
    Am Flugloch des Testvolks : 15.9.17 und 10.3.18
    Bildschirmfoto 2018-03-11 um 14.55.18.jpg
    Ganzzitat und bitte dies abermals zu bestätigen, dieses Volk hat nach dem 23 tägigen Brutstopp bis zum 10.03.2018 keinerlei Mitteleinsatz was auch immer erhalten!? Frage- oder Rufzeichen, was war hier angebracht?

    Josef

  9. #8
    Avatar von Chrigel
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    AW: Vorsichtige Schritte richtung Behandlungsfreiheit

    Zitat Zitat von drohne Beitrag anzeigen
    Ganzzitat und bitte dies abermals zu bestätigen, dieses Volk hat nach dem 23 tägigen Brutstopp bis zum 10.03.2018 keinerlei Mitteleinsatz was auch immer erhalten!? Frage- oder Rufzeichen, was war hier angebracht?

    Josef
    Der letzte Mitteleinsatz an diesem Volk erfolgte im November 2016
    Am 5.7.2017 wurde die Königin im Käfigrahmen Interniert.
    Am 28.7.2017 wurde das Volk auf MW (5.1mm) abgewischt.
    Es wurde 2017 nicht gegen Varroa behandelt und es wurden keinerlei Mittel eingesetzt.

    Chrigel

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    bienenhefti (11.03.2018), drohne (11.03.2018)

  11. #9

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    AW: Vorsichtige Schritte richtung Behandlungsfreiheit

    Zitat Zitat von Chrigel Beitrag anzeigen
    Der letzte Mitteleinsatz an diesem Volk erfolgte im November 2016
    Am 5.7.2017 wurde die Königin im Käfigrahmen Interniert.
    Am 28.7.2017 wurde das Volk auf MW (5.1mm) abgewischt.
    Es wurde 2017 nicht gegen Varroa behandelt und es wurden keinerlei Mittel eingesetzt.

    Chrigel
    Guten Abend Chrigel,

    ich habe jetzt eine Weile mit mir gerungen, ob ich das jetzt schreiben soll: Darf ich junger Spund ausgerechnet DIR eine Richtigstellung überhaupt vorschlagen...? Nun hoffe ich, du nimmst meine persönliche Meinung nicht als Angriff auf deine Kompetenz auf.

    Genau wie eine TBE werte ich einen künstlich herbeigeführten Brutstopp sehr wohl als Varroa-Behandlung. Zwar nicht als chemische, sondern als biologische.
    Richtig spannend für das die Einschätzung des VSH-Verhaltens werden für mich also deine Berichte sein, wie sich die Milbenlast deines Testvolkes im Laufe des Jahres entwickelt.

    Erwartungsvolle Grüße und schönen Sonntagabend wünscht
    DOMMY

  12. #10
    Avatar von Bumble Bee
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    AW: Vorsichtige Schritte richtung Behandlungsfreiheit

    Das ist wirklich eine spannende Sache, ich bin neugierig wie das weiter geht. Danke für den Bericht vor allem wenn es von dir kommt, hat es Hand und Fuß.
    Maybe if we tell people the brain is an APP.
    They will start using it..........
    Gruß,
    Volker

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