Ergebnis 1 bis 4 von 4

Thema: Nicht nur Bienen sterben; Ein Bericht in Epoch Times

  1. #1
    Administrator Avatar von Hagen
    Registriert seit
    23.05.2011
    Ort
    Mittenwald
    Alter
    49
    Beiträge
    4.405
    Imker seit
    2011
    Heimstand
    Bei mir im Garten
    Wanderimker
    Ja, teilweise.
    Rähmchenmaß
    Zander
    Danke Thanks Given 
    1.443
    Danke Thanks Received 
    2.094
    Thanked in
    Bedankt : 987
    Tops
    Erhalten: 846
    Vergeben: 827

    Nicht nur Bienen sterben; Ein Bericht in Epoch Times

    Hallo,

    so langsam dringt das Ausmaß der Problematik durch die Medien.
    Hier ein Bericht der in der Epoch Times steht:

    Zitat Zitat von Epoch Times

    Epoch Times19. October 2017Aktualisiert: 19. Oktober 2017 7:34



    Dramatischer Insektenschwund in Deutschland


    Kiloweise sammelten Forscher in den vergangenen 27 Jahren Insekten aus aufgestellten Fallen.
    Die Auswertung der Sammeldaten bestätigt: Die Insektenzahl schwindet vielerorts erheblich.
    Die Zahl der Fluginsekten ist in Teilen Deutschlands erheblich zurückgegangen. In den vergangenen 27
    Jahren nahm die Gesamtmasse um mehr als 75 Prozent ab, berichten Wissenschaftler aus Deutschland,
    Großbritannien und den Niederlanden im Fachmagazin „PLOS ONE“.



    Die Analyse bestätigt erste, im Sommer vorgestellte Ergebnisse. Nicht an der Studie beteiligte Experten
    sprechen von einer überzeugenden Arbeit, durch die bisherige Hinweise auf ein massives Insektensterben
    auf eine solide Basis gestellt worden seien.
    Der Deutsche Bauernverband ist hingegen der Meinung, dass die
    Studie mehr Fragen aufwerfe, als dass sie Antworten gebe.
    Die Publikation liefere den Beleg, dass der Schwund nicht nur einzelne Standorte betrifft,
    sondern „wirklich ein größerflächiges Problem“ ist, sagt Josef Settele vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ)
    in Halle, der nicht an der Untersuchung beteiligt war. Fachleute vermuten schon lange,
    dass die Zahl der Insekten in den vergangenen Jahren erheblich zurückgegangen ist. Verlässliche
    Daten sind allerdings rar.
    Caspar Hallmann von der Radboud University in Nijmegen (Niederlande) und seine Mitarbeiter werteten nun Daten aus,
    die seit 1989 vom Entomologischen Verein Krefeld gesammelt worden waren, also von ehrenamtlichen Insektenkundlern.
    Diese hatten in insgesamt 63 Gebieten mit unterschiedlichem Schutzstatus in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und
    in Brandenburg sogenannte Malaise-Fallen aufgestellt. Das sind zeltartig aufgestellte Netze, in denen Fluginsekten in einen
    Sammelbehälter geleitet und getötet werden.
    Die meisten Standorte wurden nur in einem Jahr des Studienzeitraums untersucht, einige in zwei, drei oder vier Jahren.
    Die Fallen wurden innerhalb einer Saison in regelmäßigen Abständen geleert. Für die Analyse wurde jeweils die
    Gesamtmasse darin gefangener Insekten bestimmt. Dann verglichen die Forscher, wie sich in einzelnen
    Lebensräumen – etwa in Heidelandschaften, Graslandschaften oder auf Brachflächen – die Biomasse über die
    Zeit verändert hatte.
    Die Methodik der Forscher sei in Ordnung, urteilen Fachkollegen. „Die Tatsache, dass an vielen Probestellen nur einmal
    Proben genommen wurden, spielt für die Validität der Daten keine Rolle“, sagt etwa Johannes Steidle von der
    Universität Hohenheim. Dies zeige auch eine Teilanalyse der mehrfach beprobten Standorte.
    „Sie kommt zum selben Ergebnis wie die Hauptanalyse mit allen Probestellen.“
    Insgesamt landeten 53,54 Kilogramm wirbellose Tiere in den Fallen – Millionen Insekten.

    Die Auswertung zeigte, dass im Verlauf der vergangenen 27 Jahre die jährliche Gesamtmasse im Mittel um gut 76 Prozent abgenommen hat.
    Am stärksten war der Verlust in der Mitte des Sommers, wenn am meisten Insekten herumfliegen. Er betrug knapp 82 Prozent.
    „Ein Schwund wurde bereits lange vermutet, aber er ist noch größer als bisher angenommen“, sagte Erstautor Hallmann.
    Auf der Suche nach möglichen Gründen für den Insektenschwund untersuchten die Wissenschaftler etwa den
    Einfluss von Klimafaktoren, der landwirtschaftlichen Nutzung und bestimmter Lebensraumfaktoren.
    Die Analyse brachte jedoch keine eindeutige Erklärung. So gab es insgesamt einen positiven Zusammenhang
    zwischen Insektenbiomasse und Temperatur – der im Untersuchungszeitraum festgestellte Anstieg der
    Durchschnittstemperatur von einem halben Grad Celsius sollte sich also, wenn überhaupt, positiv auf den
    Bestand an Insekten ausgewirkt haben.



    Vermutlich spiele die intensivierte Landwirtschaft samt dem Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln
    sowie der ganzjährigen Bewirtschaftung eine Rolle, erklären die Forscher
    .
    Untersucht haben sie dies aber nicht.
    Fast alle Untersuchungsstandorte – 94 Prozent – waren von landwirtschaftlich genutzten Flächen umgeben.
    Es sei denkbar, dass Insekten in den Schutzgebieten zwar zunächst gediehen, die Insekten dann aber auf den
    angrenzenden Ackerflächen verschwänden, heißt es.
    „Der dramatische Insekten-Rückgang zeigt, dass Schutzgebiete in nur noch sehr geringem
    Maße als Quellhabitate für die Besiedelung der Agrarlandschaft dienen können“, sagt Teja Tscharntke,
    Agrarökologe an der Georg-August-Universität Göttingen. Die Intensivierung der Landwirtschaft sei eine
    plausible Ursache für den Rückgang. Zu den Faktoren gehörten unter anderem große Felder, nur wenige schmale
    Feldränder und wenige Hecken und Gehölze.
    Der deutsche Bauernverband pocht hingegen auf weitere Untersuchungen. „In Anbetracht der Tatsache, dass die
    Erfassung der Insekten ausschließlich in Schutzgebieten stattfand, verbieten sich voreilige Schlüsse in Richtung
    Landwirtschaft“, sagte Generalsekretär Bernhard Krüsken. „Die neue Studie bestätigt und betont ausdrücklich, dass
    es noch dringenden Forschungsbedarf zum Umfang und den Ursachen des dargestellten Insektenrückgangs gibt.“
    Laut Settele vom UFZ könnten auch Klimaveränderungen nicht ganz als Ursache ausgeschlossen werden. „Zum
    Beispiel können klimatische Effekte auf der Landschaftsebene, wie höhere Temperaturen, in Kombination
    mit erhöhtem Stickstoffeintrag zu dichterer Vegetation und dadurch kühlerem Mikroklima führen,
    was Effekte kaschieren kann.“
    Was immer die Gründe für den Insektenschwund sind – sie haben einen weit verheerenderen Effekt als bisher erkannt,
    fassen die Autoren der aktuellen Studie zusammen. Der Verlust der Insekten wirke sich kaskadenartig auch
    auf andere Lebewesen aus und habe weitreichende Folgen für die Ökosysteme insgesamt. Die Ursachen und
    das geografische Ausmaß müssten dringend genauer erforscht werden.
    Dieser Ansicht ist auch Alexandra-Maria Klein, Landschaftsökologin von der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.
    Weitere Langzeitdaten seien nötig – aber wir sollten „nicht auf diese Ergebnisse warten, bis wir unsere
    Landnutzung ändern“, sagt sie. „Dies könnte für einige Insekten zu spät sein.“ (dpa)



    Es ist bedauerlich, dass der alleine schon temporäre Zusammenhang zwischen dem Einsatz systemischer
    Gifte wie die Neonicotinoide überhaupt nicht in Betracht gezogen werden.
    Über den Bauernverband erspare ich mir an dieser Stelle irgendwelche Anmerkungen.

    VG
    Hagen
    Ich glaube an die Unantastbarkeit und an die Würde jedes einzelnen Menschen. Ich glaube, dass allen Menschen von Gott das gleiche Recht auf Freiheit gegeben wurde. Ich verspreche, jedem Angriff auf die Freiheit und der Tyrannei Widerstand zu leisten, wo auch immer sie auftreten mögen.
    (Gelöbnis auf die Freiheitsglocke zu Berlin)

    "Ich bin bekannt für meine Ironie. Aber auf den Gedanken, im Hafen von New York eine Freiheitsstatue zu errichten,
    wäre ich selbst nicht gekommen.
    George Bernard Shaw

  2. The Following 4 Users Say Thank You to Hagen For This Useful Post:

    BeeMichi (22.10.2017), fix (19.10.2017), Franzheimer (20.10.2017), gärtner (19.10.2017)

  3. #2
    Administrator Avatar von Hagen
    Registriert seit
    23.05.2011
    Ort
    Mittenwald
    Alter
    49
    Beiträge
    4.405
    Imker seit
    2011
    Heimstand
    Bei mir im Garten
    Wanderimker
    Ja, teilweise.
    Rähmchenmaß
    Zander
    Danke Thanks Given 
    1.443
    Danke Thanks Received 
    2.094
    Thanked in
    Bedankt : 987
    Tops
    Erhalten: 846
    Vergeben: 827

    AW: Nicht nur Bienen sterben; Ein Bericht in Epoch Times

    Ich vergleiche immer ganz gerne
    Berichte aus verschiedenen Richtungen,
    insbesondere bei Medien, die
    unterschiedlich abhängig sind.

    Obiger Bericht findet sich z.B. hier auf Deutsch
    im russischen "Sputnik" wieder.
    Wer dies vergleichen möchte, findet
    den Link hier:

    https://de.sputniknews.com/wissen/20...er-armageddon/

    vg
    Hagen
    Ich glaube an die Unantastbarkeit und an die Würde jedes einzelnen Menschen. Ich glaube, dass allen Menschen von Gott das gleiche Recht auf Freiheit gegeben wurde. Ich verspreche, jedem Angriff auf die Freiheit und der Tyrannei Widerstand zu leisten, wo auch immer sie auftreten mögen.
    (Gelöbnis auf die Freiheitsglocke zu Berlin)

    "Ich bin bekannt für meine Ironie. Aber auf den Gedanken, im Hafen von New York eine Freiheitsstatue zu errichten,
    wäre ich selbst nicht gekommen.
    George Bernard Shaw

  4. #3
    Avatar von Bumble Bee
    Registriert seit
    27.12.2013
    Ort
    Niedersachsen
    Alter
    49
    Beiträge
    4.758
    Imker seit
    2014
    Heimstand
    Freistand
    Rähmchenmaß
    DNM
    Danke Thanks Given 
    1.222
    Danke Thanks Received 
    861
    Thanked in
    Bedankt : 565
    Tops
    Erhalten: 426
    Vergeben: 474

    AW: Nicht nur Bienen sterben; Ein Bericht in Epoch Times

    Ich lese dazu schon seit Anfang an die unterschiedlichen Zeitungsmeldung dazu, es ist sehr auffällig bei diesem Thema wie unterschiedlich das interpretiert wird, ich glaube die FAZ war es , dort wurde fast nur von einer Abhängigkeit mit dem Klima geschrieben, andere ließen das Klima so gut wie weg und schrieben nur etwas zu Pestiziden. Zu dem Grund konnte diese Studie leider ja keine Auskunft machen.
    Maybe if we tell people the brain is an APP.
    They will start using it..........
    Gruß,
    Volker

  5. #4
    Administrator Avatar von Hagen
    Registriert seit
    23.05.2011
    Ort
    Mittenwald
    Alter
    49
    Beiträge
    4.405
    Imker seit
    2011
    Heimstand
    Bei mir im Garten
    Wanderimker
    Ja, teilweise.
    Rähmchenmaß
    Zander
    Danke Thanks Given 
    1.443
    Danke Thanks Received 
    2.094
    Thanked in
    Bedankt : 987
    Tops
    Erhalten: 846
    Vergeben: 827

    AW: Nicht nur Bienen sterben; Ein Bericht in Epoch Times

    Hallo Volker,

    ja, diese Studie war nur auf das Phänomen des
    Rückgangs der Insektenanzahl ausgelegt.
    Es hilft hier aber, wenn man sich die Plausibilität
    solcher "Begründungen" anschaut.
    Gifte, mangelnder Lebensraum und mangelnde
    Nahrungsangebote sind als Grund eher plausibel
    als 1°C wärmeres Klima, wenn es 1°C überhaupt ist.

    Das "weg lassen" wichtiger Informationen, oder
    auch die Interpretation in eine bestimmte Richtung
    ist in den Hauptmedien schon seit längerem
    omnipräsent.
    Wenn man sich in einem Thema, gleichgültig welches,
    intensiv informiert, und dazu den pool der Mainstream-Medien
    zwangsläufig verlässt, stößt man zwingend und unausweichlich
    auf genau die Informationen, die in den populären Medien
    weg gelassen oder in eine bestimmte Richtung und zumeist
    falsch interpretiert werden.
    Letzteres um eine vorherrschende Meinung in der
    Masse der Bevölkerung zu generieren, die in diesem
    Falle den Interessen der Konzernen, die ihre Pestizide, GVO und Herbizide
    vermarkten wollen, zu entsprechen.

    VG
    Hagen
    Ich glaube an die Unantastbarkeit und an die Würde jedes einzelnen Menschen. Ich glaube, dass allen Menschen von Gott das gleiche Recht auf Freiheit gegeben wurde. Ich verspreche, jedem Angriff auf die Freiheit und der Tyrannei Widerstand zu leisten, wo auch immer sie auftreten mögen.
    (Gelöbnis auf die Freiheitsglocke zu Berlin)

    "Ich bin bekannt für meine Ironie. Aber auf den Gedanken, im Hafen von New York eine Freiheitsstatue zu errichten,
    wäre ich selbst nicht gekommen.
    George Bernard Shaw

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)

Ähnliche Themen

  1. Bienen Sterben in Florida
    Von RobZilla im Forum Krankheiten der erw. Bienen
    Antworten: 15
    Letzter Beitrag: 06.01.2012, 16:28

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  
This website uses cookies
We use cookies to store session information to facilitate remembering your login information, to allow you to save website preferences, to personalise content and ads, to provide social media features and to analyse our traffic. We also share information about your use of our site with our social media, advertising and analytics partners.