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Thema: Cremehonig

  1. #31
    Moderator Avatar von Bienenfreund87
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    AW: Cremehonig

    Gibt es ein pauschales Rezept nachdem man rühren kann? 1-2 mal pro Tag je 3-5minuten auf wieviele Tage insgesamt?

    Langsam bereue ich es das ich mich mit dem Thema noch nicht wirklich beschäftigt habe
    Lg Daniel
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  2. #32
    Administrator Avatar von Josef Fleischhacker
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    AW: Cremehonig

    Noch vor den elektronischen Rührgeräten und nach dem Aufkommen der Cremehonige war es üblich frisch geschleuderte und auch schon gesiebte Honige vorerst zu impfen um folglich Kanne um Kanne zu lagern. Somit verhinderte man, dass selbst Honige die "ohne Pflege" wie z.B. Raps steinhart wurden. Das heute nach wie vor gültige Wort "impfen der Honige" resultiert daraus.

    So geht´s, ging´s bei mir: Kanne um Kanne (40 kg Gebinde) wurden abgelassen, vorerst nicht ganz befüllt, nun wurden etwa 2 kg Impfhonig zugeführt, das Ganze sorgfältig und langsam etwa eine Minute rühren. Der zugeführte Cremehonig geht mit dem frisch geschleuderten eine Verbindung ein, wird folglich nicht mehr hart.

    Benötigst nun eine Kanne so stellst diese an/zu einer Wärmequelle, folglich wird der Honig weich, darf aber nicht flüssig werden. Als nächstes nimmst einen Rührstab, eine ordentlich starke Bohrmaschine, einmal aufrühren, folglich in den Abfülltopf und nun eher rasch abfüllen, der Honig muss noch zäh raus fließen.

    Ist eine relativ einfache Sache und hab selber viele Jahre so gearbeitet, also ein Versuch wird Dich nicht reuen.


    Tipp: Um beim rühren der offenen Gebinde jedweden Schmutz wie Staub, Haare, oder was auch immer zu vermeiden nimmst immer den gleichen Deckel, dieser bekommt inmitten der Stärke des Rührstabes ein Bohrloch. Mit diesem Bohrloch kannst zudem auch ein wegspritzen von Honig verhindern, was zwangsläufig bei der Drehung passieren würde.

    Josef

  3. The Following 2 Users Say Thank You to Josef Fleischhacker For This Useful Post:

    Beespace (01.06.2020), Bienenfreund87 (31.05.2020)

  4. #33
    Moderator Avatar von Bienenfreund87
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    AW: Cremehonig

    Dankeschön Josef mit deiner Beschreibung kann ich etwas anfangen jetzt muss ich nur noch den richtigen Rühraufsatz finden für mich
    Lg Daniel
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  5. #34
    Administrator Avatar von Josef Fleischhacker
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    AW: Cremehonig

    Zitat Zitat von Bienenfreund87 Beitrag anzeigen
    ...jetzt muss ich nur noch den richtigen Rühraufsatz finden für mich
    Im Haugsdorfer Lagerhaus findest passendes, etwa ähnliches

    https://imkereibedarfshop.de/ruhrspirale

    aber aufpassen, je kürzer die Spirale ist -da genügen etwa 10 cm vollkommen- desto besser nicht nur für die Bohrmaschine, sondern auch bei der Entnahme, somit bleibt weniger Honig haften.

    Es darf keine scharfen Kanten haben, dies damit nur ja keine Plastikpartikelchen abgehobelt werden, also feilen und schleifen ist angesagt.

    Findest nichts passendes so fahr nach Sitzendorf zu

    http://es-tec.at/kontakt/

    der dortige Chef kann zaubern, sag ihm schönen Gruß vom Fahndorfer Imker.

    Josef

  6. #35
    Avatar von Beespace
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    AW: Cremehonig

    Zitat Zitat von drohne Beitrag anzeigen
    Noch vor den elektronischen Rührgeräten und nach dem Aufkommen der Cremehonige war es üblich frisch geschleuderte und auch schon gesiebte Honige vorerst zu impfen um folglich Kanne um Kanne zu lagern. Somit verhinderte man, dass selbst Honige die "ohne Pflege" wie z.B. Raps steinhart wurden. Das heute nach wie vor gültige Wort "impfen der Honige" resultiert daraus.

    So geht´s, ging´s bei mir: Kanne um Kanne (40 kg Gebinde) wurden abgelassen, vorerst nicht ganz befüllt, nun wurden etwa 2 kg Impfhonig zugeführt, das Ganze sorgfältig und langsam etwa eine Minute rühren. Der zugeführte Cremehonig geht mit dem frisch geschleuderten eine Verbindung ein, wird folglich nicht mehr hart.

    Benötigst nun eine Kanne so stellst diese an/zu einer Wärmequelle, folglich wird der Honig weich, darf aber nicht flüssig werden. Als nächstes nimmst einen Rührstab, eine ordentlich starke Bohrmaschine, einmal aufrühren, folglich in den Abfülltopf und nun eher rasch abfüllen, der Honig muss noch zäh raus fließen.

    Ist eine relativ einfache Sache und hab selber viele Jahre so gearbeitet, also ein Versuch wird Dich nicht reuen.


    Tipp: Um beim rühren der offenen Gebinde jedweden Schmutz wie Staub, Haare, oder was auch immer zu vermeiden nimmst immer den gleichen Deckel, dieser bekommt inmitten der Stärke des Rührstabes ein Bohrloch. Mit diesem Bohrloch kannst zudem auch ein wegspritzen von Honig verhindern, was zwangsläufig bei der Drehung passieren würde.

    Josef
    Danke Josef das hört sich nach einem richtig guten "Rezept" an, ohne das man eine Woche lang täglich 5 Minuten durch rühren muss.

    Hat dieser frisch geimpfte Honig nach einem halben Jahr durch das impfen wirklich noch die Cremige Konsistenz nur noch einmal fließfähig bekommen und abfüllen? Ohne Kristallbildung usw? Das wäre ein Traum der wahr werden könnte
    Grüße
    Tom

  7. #36
    Administrator Avatar von Josef Fleischhacker
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    AW: Cremehonig

    Zitat Zitat von Beespace Beitrag anzeigen
    Hat dieser frisch geimpfte Honig nach einem halben Jahr durch das impfen wirklich noch die Cremige Konsistenz nur noch einmal fließfähig bekommen und abfüllen? Ohne Kristallbildung usw? Das wäre ein Traum der wahr werden könnte
    Damit ich da nicht falsch verstanden werde, ich schrieb

    Zitat Zitat von drohne Beitrag anzeigen
    Noch vor den elektronischen Rührgeräten und nach dem Aufkommen der Cremehonige war es üblich frisch geschleuderte und auch schon gesiebte Honige vorerst zu impfen um folglich Kanne um Kanne zu lagern. Somit verhinderte man, dass selbst Honige die "ohne Pflege" wie z.B. Raps steinhart wurden. Das heute nach wie vor gültige Wort "impfen der Honige" resultiert daraus.
    Mit diesem "vorerst impfen" hat man sich sofort cremigen Honig, vielmehr verhindert man ein steinhart werden der Honige. Würde nämlich dieser Honig steinhart werden, so könnte man diesen nur noch restlos verflüssigen um eben mit den heutzutage üblichen Methoden Cremehonig zu erhalten.

    Der eigentlich Rührvorgang und somit Versuch um cremigen Honig zu erlangen erfolgt erst nach dem anwärmen in der Kanne und eben mit der beschrieben Rührspirale. Das dies auch keine 100 % richtige Lösung sein kann einem sollte auch klar sein, kann jedoch eine erste Starthilfe für Imkerneulinge sein die nicht unbedingt das Wagnis einer sündhaft teuren Rührmaschine eingehen wollen und oft auch noch nicht können. Auch wird das Ergebnis manchmal Freude bereiten, das andere Mal eher enttäuschend sein.

    Josef

  8. #37

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    AW: Cremehonig

    Da die Rührspirale im Honig einen starken Widerstand aufbaut, sind zwei Dinge zu beachten. Die Bohrmaschine sollte stark sein, meiner Meinung nach 1500 Watt oder mehr, weil sie sonst durchbrennt.
    Den Schaft der Spirale muss man sehr fest einspannen, weil beim Durchrutschen des Bohrfutters Metallspähne entstehen. Landen diese im Honig, ist er wahrscheinlich nicht mehr verkehrsfähig.
    Besser ist es, eine Spirale mit 6-eckiger Aufnahme zu verwenden oder mit Geschick eine solche anzuarbeiten.

    Die starke Bohrmaschine braucht aber auch Drehzahl, um den Motor kühlen zu können.

    Alle diese Punkte kann man relativ preisgünstig umgehen, indem man den folgenden Rührvorsatz verwendet, der mit einer Mutter kommt, die anstelle des Bohrfutters auf die Welle der Bohrmaschine geschraubt wird, und die mit ihrer Form eine passende Aufnahme am Vorsatz antreibt.

    https://bienenzuchtbedarf-geller.de/...riebe-1-3.html

    Meine Maschine mit 800 Watt kommt damit aber vor allem bei niedriger Drehzahl an ihre Grenzen, wird heiß und stinkt. Da hilft die 1:3 Untersetzung, und dann volle Pulle, aber täglich nur kurz.

    Grüße.

  9. Folgender Benutzer sagt Danke zu Bienenhiasl für den nützlichen Beitrag:

    andreasw (01.06.2020)

  10. #38
    Moderatorin Avatar von Goldregen
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    AW: Cremehonig

    Jetzt wurde ja schon viel geschrieben über Cremehonig. Und trotzdem habe ich das Gefühl, eigentlich noch gar nichts zu wissen.

    Meinen Frühjahrshonig, fast ausschließlich Raps und sehr hell, habe ich sofort ohne impfen gerührt. Solange, bis es mein Rührer fast nicht mehr geschafft hat. Dies war so ca nach 1 Woche der Fall. Dann habe ich ihn nochmals bei ca 15 Grad stehen lassen und er wurde richtig hart. Danach wurde er im wärmeschrank auf 25 erwärmt, einmal durchgerührt und abgefüllt.
    Es ist ein richtig guter, sehr feincremiger Honig geworden.

    So und nun mein Problem.
    Der Sommerhonig. Eine Mischung aus allem was kreucht und fleucht. Blüten halt.
    Er hat ewig nicht angefangen zu kristalisieren. Dann wurde erleicht trübe und ich habe gerührt und gerührt und gerührt. Irgendwann habe ich einfach aufgehört zu rühren und wollte ihn feste werde lassen. Wurde er aber nicht, war immer sehr dickflüssig aber nicht cremig und grobe Kristalle drin.
    Also erwärmt und über einen Seihsack gesiebt. Nach dem Abkühlen habe ich nun geimpft. Und wieder gerührt. 3 Tage. Der Honig ist dickflüssig, ist aber nicht cremig. Und dann dickflüssig abgefüllt.
    Ich hab soviel gelesen, so widersprüchliches. Wie sagt man so schön 3 Imker 5 Meinungen.
    Nach dem Impfen nur 3 mal rühren und das lange oder 6 mal am Tag ganz kurz rühren usw.

    So, nun zu meiner eigentlichen Frage. Ich habe jetzt gelesen, dass man impfen soll, dann kurz rühren, ab ins Glas und dann 3-4 Wochen in den Kühlschrank.
    Durch die Kälte findet der Kristallisationsprozess langsam statt und es bilden sich sehr feine Kristalle. Nicht die grobkörnigen von der schnellen Kristallisation. Stimmt diese These?
    Ich hab schon öfters auch hier im Forum gelesen, dass der Honig abgekühlt wird beim (vor dem) rühren. Nur wann ist dann der richtige Zeitpunkt zum Rühren, wenn ich keine groben Kristalle möchte.

    Wann "überrührt " man einen Honig? Ich hätte oder müßte diesen Honig bestimmt 4 Wochen täglich 3 mal rühren, damit es Cremehonig wird. Aber dann ist er doch überrührt oder nicht?
    Leider lohnt sich bei meinen paar Völkern keine Cremewunderrührmaschine.

    LG Doris

  11. Folgender Benutzer sagt Danke zu Goldregen für den nützlichen Beitrag:

    Ortus (29.11.2020)

  12. #39
    Administrator Avatar von Josef Fleischhacker
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    AW: Cremehonig

    Das Problem ist nicht die Doris, auch nicht die fehlende Cremehonigrührwundermaschine, sondern die Bestandteile des Honigs. Ist der Anteil von Fructose (Fruchtzucker) zu hoch, dies wäre . z.B bei Akazien-, Edelkastanie-, Linden-, Waldhonighonig der Fall so kannst rühren, rühren und abermals rühren, dies wird niemals ein g´scheiter Cremehonig werden.

    Anders hingegen bei Glukose (Traubenzucker) diese Honige eignen sich bestens um Cremehonig zu erzeugen, hierzu passende Honigsorten sind Obstblüte, Raps. Sonnenblume. Empfehlenswert wäre infrage kommende Honige unmittelbar nach der Ernte zu analysieren, nur so kannst absolute Sicherheiten bekommen.

    Weise Ratschläge wie Honig kühlen, frosten, etc. ist absoluter Nonsens, zudem besteht die enorme Gefahr, dass sich solche Honige zweiteilen, unten wäre harter kristallisierter Honig, oben der dünne flüssig bleibende Anteil, schaut nicht sonderlich gut aus.

    Josef

  13. Folgender Benutzer sagt Danke zu Josef Fleischhacker für den nützlichen Beitrag:

    Goldregen (18.11.2020)

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