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Thema: Das ist der Monat Februar

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    Das ist der Monat Februar

    Der Tag nimmt im Februar um 1 Stunde 42 Minuten zu.
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    Der Name Februar geht zurück auf das altrömische Reinigungs- und Sühnefest
    „Februa“. Es wurde von den alten Römern in der zweiten Monatshälfte zu
    Ehren des Hirten- und HerdengottesPan gefeiert, um diesen für ein fruchtbares
    Jahr gütig zu stimmen.
    Andere Monatsdeutungen sprechendavon, dass sich dieser Name von der
    römischen Göttin Juno Februata ableitet,die als Schutzherrin der leidenschaftlichen
    Liebe galt. In der Verehrungfür diese Göttin der Lust wurden
    orgiastische Feiern veranstaltet, an dievielleicht die Faschings- beziehungsweise
    Karnevalszeit erinnern mag.
    Von alten Kalendern überliefert istim deutschsprachigen Raum für diesen
    Monat auch die Bezeichnung „Hornung“.
    Sprachdeuter glauben, dassdiese Bezeichnung im typischen Februarwetter
    wurzelt, das das Erdreich oft
    beinhart beziehungsweise hornhart erstarren lässt.
    Andererseit wurde der Februar von unseren Ahnen auch mit „Taumonat“
    betitelt, da es ja in wärmeren Gegenden bereits zu tauen beginnt.

    Schwendtage im Februar:
    Verworfene Tage sind der 3., der 6., der 8. und der 16. Februar.

    Tierkreiszeichen:
    Im Februar sind der Wassermann (Aquarius), 21. Januar
    bis 19. Februar, und die Fische (Pisces), 20. Februar bis 20. März, dominant.

    Das Februar-Klima:
    Wenn auch im Februar die Tage bereits um rund eineinhalb Stunden „zugenommen“
    haben, gilt der zweite Monat im Jahr in der Regel noch als überaus
    kalt und frostig, so wie ihn sich die Bauern wünschen. Nicht umsonst heißt
    es nämlich: „Alle Monate im ganzen Jahr verwünschen einen schönen Februar“,
    denn ein zu früher Frühling könnte in der Natur falsche Hoffnungen
    wecken und damit Schaden bringen, weil zu früh aufgehende Saaten
    noch von strengem Frost heimgesucht werden können.
    Der Februar gilt als der trockenste Monat. 13 Tage beträgt im Mittel die
    Dauer größerer Trockenperioden. Es fallen in der Regel nur 4 % des Jahresniederschlages.
    Dennoch ist aber der Himmel zu 60 bis 70 % bedeckt. In normalen Jahren sind
    Mittagstemperaturen von über 0 °C sehr häufig, wenn es auch Rekordfrosttage geben kann, an
    denen nachts die Queck silbersäule unter –36 °C absinkt.
    Die mittleren Tagestemperaturen erreichen in Freiburg 6,4 °C, in Görlitz
    2,7 °C, in Schleswig 2,9 °C als Maximalwerte.
    Das Tagesminimum schwankt im langjährigen Vergleich zwischen –7,1 ° C (Fichtelberg) und 0 °C (Essen).
    Im Fichtelgebirge werden im Februar noch immerhin 20 Eistage gezählt,
    während man andererseits in Freiburg nur noch mit 3 und in München mit 7 Eistagen rechnen muss.
    Die Schneedecke ist in der Regel geringer als im Januar. Zwischen den Alpen und der Nord- und Ostsee
    schwankt die Höhe zwischen 16 cm (Warnemünde) und 14,4 cm (München).
    Die Niederschlagswerte sind mit 8 cm (Potsdam) und 12 cm (Wasserkuppe) gering.
    In Deutschland lässt sich die Sonne am längsten in Oberbayern blicken
    (insgesamt 83,9 Stunden). Als besonders sonnenarm gilt im Februar Mecklenburg-
    Vorpommern mit nur 63,8 Stunden Sonnenscheindauer.
    Während der Februarbeginn zumeist noch mit Schneegestöber überraschen
    kann, ist Mitte des Monats zuweilen der günstige Einfluss eines Hochdruckgebiets zu beobachten.
    Frühlingshafter gestaltet sich das Wetter jedoch erst zum Monatsende, wenn
    der Namenstag des heiligen Matthias (24. Februar) auf den Kalendern steht.
    Ein zu milder Februar kommt Feld wie Garten höchst ungelegen, da sie
    bei der Tier- wie Pflanzenwelt eine höchst gefährliche Erwartung auf einen
    baldig nahenden Frühling wecken.
    Tritt eine vorzeitige Blüh- und Vegetationsphase ein, können Spätfröste alles
    wieder vernichten, weil Blüten- und Befruchtungsschäden auftreten können.

    Meteorologische Februar-Rückschau:
    Dass der Februar ein richtiger Wolf im Schafspelz sein kann, hat zum Beispiel
    der Februar des Jahres 1956 bewiesen. Damals waren der Dezember wie der
    Januar von äußerster Milde gekennzeichnet, doch just am 10. Februar fielen
    in weiten Teilen Deutschlands nachts die Temperaturen unter –24 °C,
    in der folgenden Nacht sogar auf –27,1 °C ab. Kein Wunder, dass dann
    ab der zweiten Monatshälfte die Tagesmitteltemperaturen die 9-Grad-Minus-
    Marke kaum verließen.
    In Südosteuropa kennt man auch heutzutage noch den Brauch, am Lichtmesstag,
    also dem 2. Februar, symbolisch eine Bärengestalt zu „interviewen“,
    denn alten Tierbeobachtern zufolge sollen die Braunbären an diesem
    Tag erstmals ihre Höhlen verlassen, um nach dem Wetter Ausschau zu halten.
    Wenn es zu Lichtmess frostig ist und Raureif hat, so fühlen die Bären
    den Frühling nahen, ist es im Gegensatz dazu mild, verschwinden sie wieder
    in ihren Höhlen. Einen zu milden Februarbeginn deutet aber auch der
    Dachs als ein Scheingefecht zwischen Winter und Sommer, denn eine alte
    Bauernregel besagt:
    Sonnt sich der Dachs in der Lichtmesswoch’,
    schlüpft er hernach vier Wochen ins Loch.
    Der Dachs tut es also dem Braunbären gleich.
    Ein absoluter Februar-Kälterekord von –24,9 °C beziehungsweise –27,1 °C
    wurde am 10. und 11. Februar des Jahres 1929 in Mitteldeutschland gemessen.

    Phänologie – der Kalender der Natur:
    Niemand sagt es ihnen, doch auf sie ist immer Verlass: auf Zaubernuss
    (Hamamelis japonica) und Seidelbast (Daphne mezereum). Diese beiden unter den wenigen
    Vorfrühlingsblühern lassen sich selbst durch Kälte nicht beeindrucken.
    Die Zaubernuss rollt zwar ihre Blatter ein, wenn es ihr allzu frostig wird,
    kommt aber die Sonne, dann tut sie so, als ob nichts gewesen wäre. Die Heimat
    der Hamamelis mollis wie der Hamamelis japónica ist China. Ein bisschen
    Sonne und der Halbschatten eines größeren Laubbaumes sind für sie ideal.
    Gerne im Schutz von Bäumen steht auch der Seidelbast. Großen und kleinen
    Insekten bietet die Seidelbastblüte eine willkommene Vorfrühlingsnahrung.
    Verlässliche Vorfrühlingsboten sind auch die Stare. Ihre Rückkehr aus
    Afrika lässt sich im Rheinland zumeist in der ersten Februarhälfte erwarten.

    Blütezeit im Garten:
    Im Garten fangen zu blühen an: Schneeglöckchen, Alpenveilchen, Krokus,
    Winterjasmin, Winterling, Golderle, die Hecken- und die Kornelkirsche.

    Aussaat- und Pflanzkalender:
    Gefragt sind im Februar vor allem in Mittelgebirgs- wie Hochgebirgsgegenden
    für eine vorzeitige Aussaat Folienbeet, Glashaus und das Frühbeet, denn
    die Aussaat im Freien ist höchstens für Spinat und Gartenkresse empfehlenswert.
    Im Folienbeet kann man Pflück- und Schnittsalat, unter Glas Endivien, Blumenkohl,
    Kohlrabi, Sommerlauch, Tomaten, Puffbohnen, Rotkohl, Knollensellerie,
    Blumenkohl und Artischocke sowie Glockenrebe, Löwenmaul, Studentenblume
    und Verbene aussäen.

    Allerlei nützliche Ratschläge für Garten, Haus und Hof:
    Aus den alpenländischen Gegenden ist überliefert, dass gerade in der Zeit vom
    31. Januar bis zum 2. Februar Bäume gefällt werden sollen, um davon Balken
    und Bretter zu sägen. Dieses Holz soll sich nämlich eine halbe Ewigkeit
    halten, ohne zu faulen oder wurmig zu werden.
    Bis Ende Februar soll der Baumschnitt abgeschlossen sein, wobei darauf
    zu achten ist, dass man dies nicht gerade an Frosttagen unternimmt. Rindenverletzungen
    sollen mit Baumwachs behandelt werden. Auch die Blütensträucher
    sollen – außer Forsythien, Blutjohannisbeere, Magnolie und Zierkirsche – zurück geschnitten werden.
    Bei den vom Vorjahr vorrätigen Samen soll man eine Keimprobe machen,
    was in einem Topf am Fensterbrett geschehen kann.


    Geändert von Malte Niemeyer (29.01.2017 um 13:16 Uhr)
    Die beste und sicherste Tarnung ist immer noch die blanke und nackte Wahrheit,
    die glaubt niemand! Max Frisch

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