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Thema: HMF beim Zuckerwasser?

  1. #1
    Avatar von maxmex
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    HMF beim Zuckerwasser?

    Hallo!
    Bislang habe ich beim Anrühren der 2:3-Zuckerlösung für's Einfüttern aus Gründen der Einfachheit immer heißes Wasser aus der Leitung (ca. 60 Grad) verwendet (und nötigenfalls noch mit dem Tauchsieder nacherwärmt). Letztens hat mir bei einem Imkerkurs der Vortragende jedoch gesagt, dass man kein heißes Wasser verwenden dürfe, da sich dann auch beim Zucker durch die Wärmeeinwirkung HMF bilden würde und dies den Bienen nicht zuträglich sei. Das hat mich nun doch einigermaßen überrascht, da ich HMF bislang nur mit Honig in Verbindung brachte. Vielleicht kann mir das hier jemand bestätigen oder ausführen, ob sich bei dieser aus meiner Sicht doch recht kurzen Erwärmung tatsächlich so viel schädliches HMF bildet und welche Auswirkungen HMF bei den Bienen im Winter hat.
    Danke und LG Max

  2. #2

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    AW: HMF beim Zuckerwasser?

    Hallo,
    durch Zucker, Wasser und Hitze entsteht kein HMF, das entsteht erst wenn Säuren im Spiel sind. Falls du z.B.: Zitronensäure dazu gibst dann darfst du nicht mehr erhitzen.
    Lg Manfred

  3. The Following 3 Users Say Thank You to ManfredH For This Useful Post:

    bienehans (17.12.2016), edlBee (16.12.2016), maxmex (20.12.2016)

  4. #3
    Avatar von Hagen
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    AW: HMF beim Zuckerwasser?

    Hallo Max,

    wie Manfred schon schreibt, bildet sich HMF nur wenn Säuren vorhanden sind.
    Wärme beschleunigt dabei die Reaktionsgeschwindigkeit.
    Wenn Du nur Wasser und Zucker verwendest, entsteht nur ganz wenig oder
    gar kein HMF, sofern das Wasser Neutral (ph = 7) oder leicht basisch ist (ph > 7)
    ist.
    Ich habe auch schon Zucker in warmem Wasser gelöst. Es ist alles gut gegangen.

    VG
    Hagen
    Ich glaube an die Unantastbarkeit und an die Würde jedes einzelnen Menschen. Ich glaube, dass allen Menschen von Gott das gleiche Recht auf Freiheit gegeben wurde. Ich verspreche, jedem Angriff auf die Freiheit und der Tyrannei Widerstand zu leisten, wo auch immer sie auftreten mögen.
    (Gelöbnis auf die Freiheitsglocke zu Berlin)

    "Ich bin bekannt für meine Ironie. Aber auf den Gedanken, im Hafen von New York eine Freiheitsstatue zu errichten,
    wäre ich selbst nicht gekommen.
    George Bernard Shaw

  5. Folgender Benutzer sagt Danke zu Hagen für den nützlichen Beitrag:

    maxmex (20.12.2016)

  6. #4
    Moderator Avatar von Malte Niemeyer
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    AW: HMF beim Zuckerwasser?

    Hallo,

    Bei Honig entsteht HMF ja auchnicht sofort sobald du Wärme einbringst. Das HMF entwickelt sich erst bei längerer Erhitzung bzw. übermässig warmer Lagerung. Ich denke wenn du dein Zuckerwasser anrührst und innerhalb der nächsten 2-3 Tage weg hast, sollte das keine Probleme geben, selbst wenn irgendwie Säure im Spiel wäre.

    Mfg Malte Niemeyer

  7. #5
    Avatar von maxmex
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    AW: HMF beim Zuckerwasser?

    Aaah, danke!
    Wenn ich das mit der Säure lese, denke ich, dass diese Aussage vielleicht dadurch missverständlich zustande kam, weil der Vortragende Demeter-Imker ist und daher standardmäßig Zitrone zum Futter gibt ...

  8. #6
    Administrator Avatar von fix
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    AW: HMF beim Zuckerwasser?

    Zitat Zitat von maxmex Beitrag anzeigen
    weil der Vortragende Demeter-Imker ist und daher standardmäßig Zitrone zum Futter gibt ...
    Was für eine Funktion oder Wirkungsweise hat die Zugabe des Zitronensaftes?
    Liebe Grüße Maximilian

    Fast alle befolgen diesselben Regeln
    und keiner weiß warum!



  9. #7
    Administrator Avatar von Josef Fleischhacker
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    AW: HMF beim Zuckerwasser?

    Zitat Zitat von fix Beitrag anzeigen
    Was für eine Funktion oder Wirkungsweise hat die Zugabe des Zitronensaftes?
    Davon ist man eigentlich schon längst abgekommen, mich wundert, wenn nun ein Vortragender solche Praktiken aufleben lässt.

    Manche Bieneninstitute, vor allem das ehemalige Wiener unter HR Roland Jordan und RR Zecha-Machly machten immer Versuche mit Sojamehl als Pollenersatz, verschiedenen Tees, aber auch mit Ascorbinsäure und Zitronensaft um die Bienen zu unterstützen, der Erfolg war zweifelhaft.

    Josef

  10. #8

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    AW: HMF beim Zuckerwasser?

    Da muss ich Josef und Malte Recht geben.
    Das Einbringen von Zitronensaft, Zitronensäure oder auch Ascorbin war Lehrmeinung, um das Futter mit
    *Vitamin C* zu ergänzen. Dies wurde schon lange als Fehlmeinung abgetan. Es hilft (angeblich) nicht, um
    Vitamin C zu lagern.
    Ein Vorkommnis aus meiner Anfangszeit.
    Ich habe - in welchem Buch weiss ich nicht mehr - gelesen, dass man pro Liter Futter ca. 20 Gramm - bis 25 Gramm
    Zitronensäure zusetzen soll/kann. Ich habe jene Zitronensäure gekauft, die man im Lebensmittelhandel für die
    Marmeladeerzeugung angeboten bekommt.
    Schon im Herbst ist mir aufgefallen, dass Futterkristalle, wie eben die Kristalle vom Feinzucker - am Boden und am Flugbrett
    gelegen sind.
    Ein Fachmann hat mir erklärt, dass dies eben durch diese *künstliche* Zitronensäure passiert. Ich habe nie mehr irgend einen
    Zusatz zum Futter verwendet und hatte auch seit dieser Zeit kein solches Phänomen mehr beobachten können.
    Nochwas zum Eingansthema.
    Es wird bei Vorträgen oftmals zuviel Privatemeinungseigentheorie und Selbstgebasteltwissenschaftliches den Imkern vermittelt.
    Das Ärgste war einmal ein Vortragender der erklärte, dass es die Apistanstreifen (in Deutschland Bayvarolstreifen) als
    Schwiimhilfe bei der Auffütterung verwendet. Da müssen alle Bienen drüberlaufen und die Wirkung ist gegeben.
    Da hab ich mich vom Sitz erhoben....und bin auch mit erhobenem Kopf wortlos aus dem Schulungsraum entfleucht.

    Gruß
    Fritz

  11. #9
    Avatar von maxmex
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    AW: HMF beim Zuckerwasser?

    Mhm ... jetzt bin ich aber doch noch auf eine wissenschaftliche Quelle gestolpert, wo davon abgeraten wird, Zucker mit heißem Wasser zu lösen:

    http://bienenstand.at/publikationen/...en-und-larven/

  12. #10
    Moderator Avatar von Malte Niemeyer
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    AW: HMF beim Zuckerwasser?

    Hallo,

    naja wissenschaftliche Quelle? Ob die wirklich untersucht haben was passiert? im Artikel wird davon ausgegangen das Futter über 30 Tage bei 40 Grad lagert? Wer investiert soviel Energie um Futter warm zu lagern? Für gewöhnlich wird Der Zucker in 1:1 oder 3:2 aufgelöst. Wenn das Wasser heiß aus der Leitung kommt hats maximal 70 Grad. Wenn das wasser mit der gleichen menge Zucker gemischt wird, sind es nur noch 35 Grad. In der Regel sinkt die Temperatur in nicht isolierten Behältern innerhalb von wenigen Stunden auf die Umgebungstemperatur ab.

    In der Demeter Imkerei wird soviel Honig wie möglich in den Völkern belassen. Wird doch mal zugefüttert, soll der Zucker möglichst nah an den Honig kommen. Deswegen wird versucht mit Säure den gleichen PH wert von Honig nachzubilden. Genauso wird teilweise geringe Mengen Kochsalz und andere Spurenelemente zugesetzt. Manchmal setzten die Demeter Imker Kamillentee zu um dem Futter Geruch und Geschmack zu geben. Teilweise wird davon ausgegangen das das Futter dann besser angenommen wird, bzw. im Winter kein verhungern auf verdeckelten Waben stattfindet.

    Mfg Malte Niemeyer

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