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Thema: Totale Brutentnahme 2016

  1. #11
    Avatar von Selurone
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    AW: Totale Brutentnahme 2016

    Bei der totalen Brutentnahme geht es nicht nur um die Wabenhygiene sondern in erster Linie um die Varroabekämpfung.

    Bei einem kleinen Völkerbestand reichen 2 Zanderzargen voll mit Bruträhmchen aus. Im letzten Jahr hängte ich mehr als 30 Bruträhmchen in 4 Zargen.

    Vorgehensweise:

    Eine leere Zarge, Boden, Deckel und Rähmchen mit Mittelwände, bzw. Anfangsstreifen herrichten. Die Brutscheune bleibt an ihrem ursprünglichen Platz bis zum Abend stehen.

    Die Bienen inkl. Kö werden aus dem dem stärksten Volk entnommen und in die leere Zarge hineingeschüttelt. Dabei fliegen sehr viele Sammlerbienen zur Brut zurück.

    Am Abend nach dem Bienenflug wird die Brutscheune verschlossen und auf einen entfernten Stand verbracht. Die einzargige Beute kommt an den alten Platz und wird am nächsten Tag angefüttert.
    Der brutfreie Einzarger kann 5 Tage später nach 5 Liter Futtergabe schon gegen die Varroa behandelt werden. Ich erledige das mit dem Oxamaten.

    Die Bienen in der Brutscheune ziehen jetzt Nachschaffungszellen und die Brut muß erst noch schlüpfen. Nach ca 3 Wochen nach dem Erstellen bedampfe ich 3 mal im Abstand von 2 Tagen auch diesen Varroaableger.

    Gibt es eine gute Nachschaffungs-Kö im Volk, darf sie bleiben. Ansonsten eine Dame zusetzen.
    Liabe Grüaß
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  2. Folgender Benutzer sagt Danke zu Selurone für den nützlichen Beitrag:

    Dommy (24.06.2016)

  3. #12

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    AW: Totale Brutentnahme 2016

    Guten Morgen Peter,

    deine Vorgehensweise klingt wunderbar einfach, danke für die Anregung!

    Was meinst du, bis wann im Jahr diese Aktion starten kann?
    Und wenn ich richtig verstehe, verdoppelst du ja so deine Völker jedes Jahr. Wie schaffst du das zu händeln?

    Neugierige Grüße
    DOMMY

  4. #13
    Avatar von Beehouser
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    AW: Totale Brutentnahme 2016

    Zitat Zitat von Selurone Beitrag anzeigen
    Bei der totalen Brutentnahme geht es nicht nur um die Wabenhygiene sondern in erster Linie um die Varroabekämpfung.

    Bei einem kleinen Völkerbestand reichen 2 Zanderzargen voll mit Bruträhmchen aus. Im letzten Jahr hängte ich mehr als 30 Bruträhmchen in 4 Zargen.

    Vorgehensweise:

    Eine leere Zarge, Boden, Deckel und Rähmchen mit Mittelwände, bzw. Anfangsstreifen herrichten. Die Brutscheune bleibt an ihrem ursprünglichen Platz bis zum Abend stehen.

    Die Bienen inkl. Kö werden aus dem dem stärksten Volk entnommen und in die leere Zarge hineingeschüttelt. Dabei fliegen sehr viele Sammlerbienen zur Brut zurück.

    Am Abend nach dem Bienenflug wird die Brutscheune verschlossen und auf einen entfernten Stand verbracht. Die einzargige Beute kommt an den alten Platz und wird am nächsten Tag angefüttert.
    Der brutfreie Einzarger kann 5 Tage später nach 5 Liter Futtergabe schon gegen die Varroa behandelt werden. Ich erledige das mit dem Oxamaten.

    Die Bienen in der Brutscheune ziehen jetzt Nachschaffungszellen und die Brut muß erst noch schlüpfen. Nach ca 3 Wochen nach dem Erstellen bedampfe ich 3 mal im Abstand von 2 Tagen auch diesen Varroaableger.

    Gibt es eine gute Nachschaffungs-Kö im Volk, darf sie bleiben. Ansonsten eine Dame zusetzen.
    Ist das Deine Vorgehensweise bei einem Volk? In eine Brutscheune würden bei mehreren Völkern doch alle Brutwaben kommen? Oder wie läuft das?
    Denn was mache ich mit den anderen Königinnen? Ich interpretiere - das Gleiche wiederum. Richtig?

  5. #14
    Avatar von Selurone
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    AW: Totale Brutentnahme 2016

    Nein, die Völker werden nicht verdoppelt.
    Auf einem Bock stehen 4 Völker. Sind alle Völker stark, ist es wohl sinnvoll die Brutwaben aus 2 Völkern zusammenzulegen.
    Bei den 10er Zanderzargen wären das 20 Brutwaben in 2 Zargen, Boden und Deckel. Natürlich können ein paar Brutwaben mehr in einer 3. Zarge eingehängt werden.

    Jedes abgekehrtes Volk inkl. Kö verbleibt am Abend auf seinem alten Platz, wird angefüttert und behandelt. Nur die Brutscheunen werden an einem entfernten Stand gebracht.

    Was meinst du, bis wann im Jahr diese Aktion starten kann?
    In diesem Jahr hoffe ich noch auf die momentane Lindenblüte. Nach der Blüte und eventuellen Schleudern, wird mit der Brutscheunenbildung und Behandlung begonnen.
    Also, etwa in 2 Wochen.

    Danach entwickeln sich die Völker bei ständigen Futterfluss noch hervorragend.

    Wie schaffst du das zu händeln?
    Nicht jedes Volk entwickelt sich gut und wird dann mit einem anderen vereinigt.
    In den letzten Jahren hatte ich schwer mit der Gesundheit zu kämpfen und so konnten nur wenige Völker bearbeitet werden. Ich habe also noch Kapazitäten frei. 2 Stände und die Klotzbeuten sind überhaupt nicht besetzt.

    ps: Die zurückfliegende Sammlerbienen pflegen natürlich auch die fremden Brutwaben, also aus 2, 3 oder mehr Völker.
    Liabe Grüaß
    Peter

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  6. #15
    Avatar von edlBee
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    AW: Totale Brutentnahme 2016

    Zitat Zitat von Selurone Beitrag anzeigen
    Nur die Brutscheunen werden an einem entfernten Stand gebracht.
    Warum? diese schlüpfenden Bienen fliegen ja nicht zurück

    Du machst das wegen der Varroa, damit weniger Re- Invasion stattfinden kann
    Ich mache das am selben Stand, und behandle dann rechtzeitig
    Gruss Kurt edlinger

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  7. #16

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    AW: Totale Brutentnahme 2016

    Sehr ihr ein Problem beim Abkehren ausgebaute und MW zu mischen?
    Wenn nein, wie würdet ihr anordnen.
    Mittig die ausgebauten oder abwechseln?
    Grüße
    Dietmar

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  8. #17
    Avatar von Selurone
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    AW: Totale Brutentnahme 2016

    Warum? diese schlüpfenden Bienen fliegen ja nicht zurück
    Da hast du schon recht. Aber da sind auch noch die alten Sammelbienen, welche die Brut pflegen. Die Wahrscheinlichkeit des Verfluges zu den schon behandelten Völker (gerade auch von den Drohnen) und damit die Gefahr der Reinvasion ist am behandelten Stand größer, als bei den bis 3 km entfernten Standes.

    Im letzten Jahr saßen auf den Bienen der Brutscheune mindestens 1 Milbe auf, auf vielen sogar 2 Varroen und auf manchen 3 Milben. Da soll sich keine Biene zu den schon behandelten Völkern verirren. Diese Varroa-Bienen werden erst nach dem Schlupf der gesamten Brut mit dem Oxamaten bedampft.
    Liabe Grüaß
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  9. #18
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    AW: Totale Brutentnahme 2016

    Ich lasse die Bienen nur Anfangstreifen ausbauen. Bestimmt ist es aber auch kein Fehler, ausgebaute Waben oder Mittelwände zu den Abgekehrten einzuhängen.
    Bei schon ausgebauten Waben muß die Varroa-Behandlung rechtzeitig erfolgen. Hier wird die Mutti schon nach der ersten Futtergabe mit dem stiften beginnen.
    Liabe Grüaß
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    honeyworld (24.06.2016)

  11. #19

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    AW: Totale Brutentnahme 2016

    Sorry Doppelpost.
    Grüße
    Dietmar

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  12. #20

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    AW: Totale Brutentnahme 2016

    Hallo Nils,

    ich mache die totale Brutentnahme auch schon viele Jahre. So gehe ich vor:

    1. Schritt: Königinnen kommen in die Bannwabe (für 10 Tage)
    2. Schritt: nach 10 Tagen werden die Königinnen freigelassen - die Brutwaben (1 Stk. pro Volk) wird an einem anderen Standort einem (oder mehreren) weisellosen Ablegervolk (ab nun Varroavolk mit WP) aufgesetzt.
    3. Schritt: nach 10 Tagen werden die Königinnen entnommen (gute werden in 2 Waben Ableger verfrachtet der Rest gehimmelt).
    4. Schritt: nach 4 Tagen Honigernte, die letzte Drohne (24. Tag) schlüpft, erster Behandlungstag - schlupffreie Varroazeit beginnt. Behandlung kann alle 2-3 Tage mit AS, OS, OX-Dampf etc. erfolgen. Ich beende die Behandlung wenn keine Varroa mehr fällt.
    5. Schritt: nach weiteren 4 Tagen (also 2 Tage bevor die erste Brut wieder schlüpft) wird die gesamt Brut entfernt und die Königinnen dazugesetzt. Auf der entnommenen Brut ist nun keine offene Brut mehr, die WZ werden ausgebrochen. Brut wird den Varroaablegern aufgesetzt.
    6. Schritt: Füttern

    zu den Varroaablegern: Behandlung erfolgt alle 9 Tage, da wird auch immer eine neue WP gegeben, Königin darf keine schlüpfen. Hier habe ich auch wahlweise die Möglichkeit eine Königin in einer Bannwabe dazuzugeben, dann aber wird diese Brut vernichtet (das sind möglicherweise die resistentesten Milben).
    In Summe muss ich mir am Ende der Behandlung sicher sein, dass die Varroa unten ist, am besten es fallen nach 9 Tagen weniger als 10 Varroa, dann darf die Königin frei stiften.

    lg
    Gerhard

  13. Folgender Benutzer sagt Danke zu marchauimker für den nützlichen Beitrag:

    Nils (30.06.2016)

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