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Thema: Weisellos im Januar - was nun?

  1. #21
    Avatar von Nils
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    AW: Weisellos im Januar - was nun?

    Ich konnte heute nicht anders - ich mußte kurz mal den Deckel lupfen und rein schauen....
    Deckel auf, das Stückerl Zeitung vorsichtig abgenommen, Handy reingehalten, fotografiert, Handy raus, Zeitung drauf, Deckel drauf - keine 30 Sekunden. Die Bienen hatten nicht mal die Zeit (und auch keinen Grund) um aufzusurren...

    Das Volk ist heute extrem ruhig und sie sitzen - wie erwartet und erhofft - im Apidea! Siehe Foto.
    Entweder freuen sie sich jetzt über die neue Königin - oder sie haben sie abgestochen und freuen sich über die junge Königin die sie aus der Brut der Erstochenen nachziehen werden....
    Doch ich gehe davon aus, daß die Queen putzmunter ist
    Volk5_Tag1.jpg
    (Da ich das Handy schief hielt, mußte ich das Bild drehen damit ihr keinen schiefen Hals bekommt )

    Danke Josef für den Rat, zügig zu handeln! Ich denke der war goldrichtig. Ein unglückliches Volk ist jetzt wieder zufrieden - was will man mehr.


    Zu den Kritikpunkten....

    Warum habe ich nicht länger gewartet wie Chrigel vorschlug?
    Weil das Volk extrem unruhig war und die anzunehmende hoffnungslose Weisellosigkeit weiterhin für Unruhe gesorgt hätte. Diese Unruhe hätte zu mehr Bewegung, mehr Wärme und somit mehr Futterverbrauch des Volkes geführt. Dies wiederum würde die Bienenblase belasten. Höherer Totenfall könnte (!) die Folge sein.
    Darum habe ich Josefs Rat angenommen und sehr schnell gehandelt.

    Was ist, wenn ihnen das Futter im Apidea aus geht?
    Wie man auf dem Foto sieht sitzen die Bienen nicht alle im Apidea. Wenn das gesamte Volk in 2 Apidea-Zargen Platz hätte - was wäre das für ein Mickerling! Es würde eh nicht überleben. Das Volk ist aber sehr stark. D.h. der Großteil der Wintertraube sitzt nach wie vor in der normalen Zander-Zarge. Dort wird Futter bei Bedarf umgetragen und der "soziale Magen" der Bienen wird dafür sorgen, daß auch die allerletzte Biene ganz oben im Apidea keinen Hunger leiden muß.
    Außerdem ist es ein leichtes links und rechts vom Apidea Futterteig ala Josef zu plazieren, wenn das nötig sein sollte.

    Aber sie werden alle 13 Rähmchen des Apideas vollbrüten!!!
    Ja hoffentlich! Je mehr Brut desto besser. Desto schneller wandert die Königin nach unten, desto stärker wird das Volk, desto mehr Honig bringt es heim! Eine lange Brutpause, wie Chrigels Vorschlag es zur Folge hätte, würde das Volk jetzt total ausbremsen. Es wäre im Frühling kaum als Frühtrachtvolk brauchbar.

    Und ja, ich muß halt bis zu 13 Rähmchen in normale Zander-Rähmchen umhängen! Mein Gott!! Ja und?
    Würde ich die Arbeit an und mit meinen Bienen scheuen, dann hätte ich mir ein anderes Hobby suchen müssen!


    Ihr seht: man kann die Dinge auch immer von einer anderen Seite sehen.



    Ich halte Euch weiter auf dem Laufenden und danke Dir Josef nochmals für den Anstupser, es so zu machen.


    Nils

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  3. #22
    Administrator Avatar von drohne
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    AW: Weisellos im Januar - was nun?

    Zitat Zitat von Nils Beitrag anzeigen
    Ich halte Euch weiter auf dem Laufenden
    Das würde uns alle freuen, ist dies doch ein sehr lehrreicher Thread ist, vor allem auch deswegen weil man hier wiederum sieht wie sehr wertvoll intakte Apideas selbst zu Unzeiten sein können.

    Zitat Zitat von Nils Beitrag anzeigen
    ... und danke Dir Josef nochmals für den Anstupser, es so zu machen.
    Dies war auch nur möglich weil ich Dich und Deinen Einsatz in Sache Biene schon relativ lange beobachte und auch wusste, dass fünf brauchbare Apideas griffbereit stünden und diese ja auch sinnvoll verwertet werden sollten.

    Kannst mir glauben, einen absoluten Neuling würde ich dies ganz sicher nicht raten, sondern wie eben Chrigel auch zuzuwarten und den Lauf der Dinge beobachten.

    Josef

  4. Folgender Benutzer sagt Danke zu drohne für den nützlichen Beitrag:

    Nils (01.02.2016)

  5. #23
    MaGa0815
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    AW: Weisellos im Januar - was nun?

    Zitat Zitat von drohne Beitrag anzeigen
    Gscheiterl, erst schweigen, nachher höhnisch reden, also das hab ich schon gerne
    Einspruch euer Ehren, das war nicht als besserwisserisch gedacht sondern eher unter dem Motto, Lernen durch Handeln. Jeder der einmal was falsch gemacht hat, dem wird dies beim nächsten mal nicht mehr passieren -wobei es ja auch da welche geben soll, die gegen ihr besseres Wissen handeln

  6. #24
    MaGa0815
    Gast

    AW: Weisellos im Januar - was nun?

    Zitat Zitat von Nils Beitrag anzeigen
    Und ja, ich muß halt bis zu 13 Rähmchen in normale Zander-Rähmchen umhängen! Mein Gott!! Ja und?
    Nils, keine Sorge, die musst du nicht umhängen. Deine einzige Aufgabe besteht darin, in etwa 14 Tagen zu schauen, dass die Königin nicht mehr in die Apideas kann. Also die Königin nach unten verfachten, Absperrgitter drauf und Apidea darüber. dann laufen die Waben von allein aus. Bis zur Honigraumgabe ist es dann Brutfrei und kann entnommen werden.

    Wichtig ist nur, dass genug Bienen vorhanden sind die auch unterm Apidea in den Waben sitzen bzw. noch besser wäre Brut. Ansonsten könnte die Königin bei einem Kälteeinbruch vom Volk abgeschnitten werden und unterkühlen/erfrieren.

  7. #25

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    AW: Weisellos im Januar - was nun?

    Hallo,

    wenn früh beobachtet wird das ein Volk Weisellos ist, dann ist das ja zumeist schon mehr als die halbe Miete. Wenn dann noch Apideas in Reserve stehen, perfekt.
    Ich halte es so wie ein Fluglehrer seinerzeit mal sagte:
    Keep it Short and Simple:
    Klar führen viele Wege nach Rom.
    Mein Vorschlag wäre gewesen:
    Auf alle Fälle eine Königin zusetzen in dieser Jahreszeit, da Drohnenbrütigkeit aus imkerlicher Sicht keinen Dinn macht, eher ein Rückschritt bzw der erste Schritt zum Volkverlust ist, wenn nicht gehandelt wird.
    Ich hätte auf das Apidea sowie auf das Volk zur Beruhigung und zur Vorbereitung kurze Rauchstlssd gegeben, nach kurzer Zeit die Königin im Apidea gesucht und dann nur diese Zarge, wie auch beschrieben wurde, aufgesetzt. Die anderen Bienen der 2 restlichen Apidearäumchen auf das Volk geschüttelt, und alles schnell wieder verschlossen. Da es ja warm war wäre nichts passiert. Ein kurzer Notringriff ins Volk bei mehr als plus 5 Grad ist kein Beinbruch, absolut ok.
    Das Volk hätte nun eine vollwertige Königin gehabt und 2-3 Tage später hätte ich auch das letzte Apidearäumchen geleert und diese Bienen ebenfalls mit dem Volk vereinigt (abschütteln).
    Die leeren bzw Futterwaben des Apidea kann man immer wieder weiterverwenden.
    Gruss Tom und Euch allen ein schönes Karneval/ Faschingswochenende

  8. #26

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    AW: Weisellos im Januar - was nun?

    "wenn" nicht wird im ersten Satz!!

  9. #27
    Avatar von Nils
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    AW: Weisellos im Januar - was nun?

    Hallo miteinander,

    wie versprochen ein abschließendes Update, was aus meinem weisellosen Volk geworden ist...

    Rückblick: Ende Januar war die Königin tot vor dem Flugloch, das Volk laut und aufgeregt. Tags darauf stellte ich ein 3-stöckiges Apidea ins Volk, es wurde rasch ruhig. Das Apidea wurde unten leicht geöffnet und einfach auf die Oberträger bzw. dem Überbau gestellt. Die Aktion dauerte keine 3 Minuten.

    Wie gings weiter?
    Im Februar habe ich am Volk nicht viel gemacht. Immer wieder etwas Teig zugefüttert und sie ansonsten in Ruhe gelassen.
    Im März entfernte ich die unterste Zarge, sie war komplett leer bis auf wenige Pollenfleckerl und ich war froh, die alten Waben einschmelzen zu können. Das Brutnest oben prüfte ich damals nicht, um die Königin nicht zu gefährden.

    Zeitnot war dann der Grund, weshalb ich schließlich erst gestern Abend dazu gekommen bin, das Volk "auszuwintern". Das hätte schon vor 2-3 Wochen passieren sollen, aber mei - der Imker hängt halt leider nicht nur vom Wetter ab sondern auch vom Terminkalender

    Ich nahm das Apidea ab und stellte es zur Seite. Somit war der Weg frei zum Brutnest in der Zander Zarge. Dort war auf 7 Rähmchen Brut in allen Stadien zu finden, ettliches lief gerade aus. Leider mußte ich die unansehnlichen Randwaben entfernen obwohl bereits einiges an frischem Nektar eingetragen war. Nachdem ich die Königin herumspazieren sah konnte ich auf diese Zarge ein ASG legen. Darauf kam bereits der Honigraum und die verbliebenen 2 Apidea-Zargen mit auslaufender Brut. In 2 Wochen kann ich das dann leere Apidea endgültig entnehmen.

    Da im Volk kaum noch Futter vorhanden war (ich schätze mal keine 3kg), kamen in den HR auch noch 2 fette Futterwaben (Melizitose und Waldhonig) vom Vorjahr. Sie sollten das Volk auch durchs ASG locken. Da heute schönstes Flugwetter sein soll hoffe ich, daß sie noch etwas vom nahen Rapsfeld eintragen bevor die Kältewelle kommt. Den geklauten frisch eingetragenen Naktar in den Randwaben hängte ich über der Folie zum ausfressen ein, mal schauen ob sie so weit rauf gehen.

    Da ich mit dem auswintern bereits äußerst spät dran war, wunderte es mich nicht bereits ein frisch bestiftetes Spielnäpfchen zu sehen. Es war das Einzige (das ich sah) und ich hoffe sie lassen es jetzt erst mal bleiben mit dem zusätzlichen Raumangebot. An den Unterträgern war bereits jede Menge Unterbau angebracht mit verdeckelter Drohnenbrut. In dieser entnommenen Brut fand ich schließlich auch 2 Milben...

    Mit diesem Volk möchte ich nun die zweiräumige Betriebsweise ausprobieren, also 1 Brut- und 1 Honigraum. Trotz meiner ASG-Aversion

    Resüme:
    Aktion gelungen ohne viel Aufwand - daß der Imker zeitlich geschlampt hat, dafür können die Bienen ja nix
    Schau ma moi, was der Schwarmtrieb nun weiter macht...

    Servus,

    Nils

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  11. #28
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    AW: Weisellos im Januar - was nun?

    Zitat Zitat von Nils Beitrag anzeigen
    Resüme: Aktion gelungen ohne viel Aufwand
    Na wunderbar und Danke für den Bericht.

    Man sieht hier wie sehr einfach es ist selbst zu Unzeiten bei weisellosen Völker Königinnen zuzugeben, hätte Nils diese Aktion nicht gewagt, so wäre dieses bereits jetzt schon sehr schöne Volk mit Sicherheit ein Drohnenbrütler geworden.

    Josef

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