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Thema: Brutstopp für Behandlung durch Internierung der Königin

  1. #1

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    Brutstopp für Behandlung durch Internierung der Königin

    Auf mehrfachen Wunsch, habe ich diesen Thread aufgestellt und den Beitrag von Mado als Initialzündung benutzt.
    @Mado: Bitte um Verständnis, danke von Christian


    Hallo Chrigel,
    welche Lösung hättest Du denn für das Problemvolk um die Milben loszuwerden?
    Bisher hast Du sie uns noch vorenthalten.

    Meine Frage betrifft eben dieses Volk und nicht eine Varroabekämpfungsstrategie über einen längeren Zeitraum.

    Am Bedampfen ist noch kein Volk eingegangen, auch nicht nach Serienbedampfung.

    Gruß
    Manfred
    Geändert von Beehouser (04.01.2016 um 21:24 Uhr)

  2. The Following 2 Users Say Thank You to mado For This Useful Post:

    Janos (04.01.2016), Nils (04.01.2016)

  3. #2
    Avatar von Nils
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    AW: Milbenexplosion im Oktober/November 2015?

    Servus Manfred,

    Zitat Zitat von mado Beitrag anzeigen
    Meine Frage betrifft eben dieses Volk
    ...
    Lösung ... für das Problemvolk
    aus den abschweifenden und teil belehrenden Antworten erkennst du, daß keiner diese Frage beantworten kann. Nur gibts halt keiner zu
    Aus meinem bescheidenen und beschränkten Wissen ist der Sachverhalt bei deinem belasteten Volk eigentlich ganz einfach:

    1. die Milben müssen raus
    2. derzeit wirkt nur ein Mittel: Oxalsäure
    3. bei vorhandener Brut reicht einmal träufeln nicht aus (und ich stelle in Frage ob das bei Brutfreiheit nicht auch so ist)
    4. Ergo: du brauchst öftere Behandlungen
    5. es gibt dafür nur die Bedampfung.

    Manchmal ist es ganz einfach, auch wenn es (anderen) nicht gefällt...


    Hätte ich ein Volk wie deines wäre mein Motto: entweder bringe ich Euch durchs bedampfen um oder die Milbe killt Euch.



    Zitat Zitat von mado Beitrag anzeigen
    Hallo Chrigel,
    welche Lösung hättest Du denn für das Problemvolk um die Milben loszuwerden?
    Bisher hast Du sie uns noch vorenthalten.
    Christian, auf diese Antwort warte ich auch äußerst gespannt!

    Es ist ja nicht so daß Blockbedampfer blockbedampfen weil sie so viel Block, äh, Bock drauf haben.....
    Du tust immer so als würden sich Blockbedampfer das Leben leicht machen nach dem Motto, dann bedampfe ich halt noch einmal. Dem ist nicht so, ganz im Gegenteil. Wer gewissenhaft und gründlich bedampft macht sich das Leben sehr schwer!

    Zitat Zitat von mado Beitrag anzeigen
    Am Bedampfen ist noch kein Volk eingegangen, auch nicht nach Serienbedampfung.
    Das sehe ich auch so.


    Nils

  4. #3
    Avatar von Chrigel
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    AW: Milbenexplosion im Oktober/November 2015?

    Zitat Zitat von mado Beitrag anzeigen
    welche Lösung hättest Du denn für das Problemvolk um die Milben loszuwerden?
    Ich weiss, du willst für das einzelne Problemvolk einen Vorschlag - ich werde dies noch ausführen.
    Zuerst aber:
    Meine Ueberlegungen gehen in die Richtung eine Praxis zu entwickeln, die das Problem dieser "Milbenexplosion im Oktober/November " verhindert. Dabei dreht sich alles um den einen Punkt : Bienenbrut und Milbenbrut gehen Hand in Hand Deshalb betrachte ich die imkerlichen Eingriffe Brutbeschränkung( -verhinderung) und Brutentnahme als Kernelemente einer Betriebsweise, in der der Einsatz der Varroacide auf ein Minimum beschränkt werden kann.

    Das Problemvolk von Mado wäre ich ganz im obigen Sinne angegangen:
    Im Oktober/November hätte ich drei Massnahmen ergriffen, die der allgemeine Volkszustand nach deiner Beschreibung problemlos zugelassen hätte.
    1. Das Volk geöffnet und alle Brutflächen aufgerissen
    2. Die Königin gekäfigt und den Käfig inmitten des Volkssitzes in eine Wabe eingepasst.
    3. Das Volk bei diesem Eingriff erstmalig und nach 5 Tagen ein zweites Mal einer Sprühbehandlung unterzogen.
    Die Königin bei Eintreffen kühlerer Witterung freigelassen und den Käfig entfernt.
    Es gab wohl kaum je eine günstigere Witterungssituation für solche Eingriffe wie dieses Jahr. Ich würde dieses Vorgehen bei Temperaturen zwischen 5 und 10 Grad jederzeit ausführen.l

    @ Oliver
    Bei Milbenexplosion im Oktober November hat 5 B längst ausgespielt - darum geht es nicht. Auch bin ich weitab von einem romantischen Schwärmer für die gute alte Zeit. Berufsimker sind eine andere Gilde und hier im Forum kaum vertreten. Wie wir längst wissen, behelfen sie sich auf ihre Weise (Avignon lässt grüssen). Die Ansprechpartner sind in der Mehrzahl die Dorfimker mit beschränkter Völkerzahl. Sie sind die Adressaten meiner Ratschläge. Und sie haben es in der Hand aufwändiger zu imkern als die Berufsimker.

    Chrigel

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  6. #4
    Avatar von Chrigel
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    AW: Milbenexplosion im Oktober/November 2015?

    Zitat Zitat von Nils Beitrag anzeigen
    aus den abschweifenden und teil belehrenden Antworten erkennst du, daß keiner diese Frage beantworten kann. Nur gibts halt keiner zu
    Hier irrst du dich gründlich, weil ich zu ähnlichen Situationen in den letzten Jahren in meinem Vereinsgebiet beigezogen wurde und Völker nach verschiedenen Rezepten jeweils gerettet werden konnten.
    Und immer wieder höre ich das Gleiche ....wir wollen diese Bedampferei eigentlich auch nicht. Warum macht ihr euch dann nicht daran, andere Lösungen zu finden. Die Begründung "es geht heute einfach nicht anders" greift da zu kurz.
    Chrigel

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  8. #5
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    AW: Milbenexplosion im Oktober/November 2015?

    ich denke hier wird aneinander vorbeigeredet, da gleichzeitig über 2 Situationen diskutiert wird.

    a) Für das Volk von Mado, ist meiner Meinung nach jeder Versuch wert, es zu retten egal ob mit 10x Verdampfen oder mit AS oder Brutentnahme etc. Hauptsache man versucht das Volk noch zu retten und man lernt von der Situation. Mindestens ich habe es nicht so verstanden, dass Mado von Chrigel oder irgendjemand anderes dafür kritisiert wurde, im Gegenteil Hut ab für den Rettungsversuch!

    b) Die zweite Situation ist, wie man allgemein die Sommerbehandlung erfolgreich machen sollte mit wenig Säure und wenig Eingriffe wie möglich. Und hier bin ich der Meinung von Chrigel und ich praktiziere die TBE seit 3 Jahren mit bester Erfolg. Brutbeschränkung und wenig Behandeln ist mMn besser als zu vielen Behandlungen wegen den immer öfter vorhandener Restbrut, wo sich die Milben verstecken, doch die Bienen müssen dann mehrere Behandlungen aushalten. Und selbst wenn keine Völker daran sterben, unser Ziel soll bleiben, so wenig Behandlungen(smittel) wie möglich.
    Ich denke, nächstes Jahr wird es noch schwieriger mit Serienbedampfungen die Milben rechtzeitig raus zu bekommen und ich denke auch, dass selbst Nils irgendwann keine Zeit mehr für Serienbedampfungen finden würde, wenn er noch mehr Völker betreut. Also meine Bitte an den Serienverdampfer, reagiert bitte nicht so allergisch auf Chrigel's Ratschläge und sieht das nicht als Kritik an euch, sondern wie er oft schreibt als Vorschläge für die allgemeine Zielgruppe in diesem Forum: "
    Zitat Zitat von Chrigel Beitrag anzeigen
    Die Ansprechpartner sind in der Mehrzahl die Dorfimker mit beschränkter Völkerzahl
    Carnica und Buckfast in der 12er Dadantbeute

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  10. #6
    Avatar von Chrigel
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    AW: Milbenexplosion im Oktober/November 2015?

    Im Thema Restentmilbung hat Viktor einen wegweisenden Beitrag geschrieben, so kurz und einleuchtend, dass niemand darauf eingetreten ist. Er passt ausgezeichnet in diesen thread
    Hallo an alle.
    Am 03.12.15 wegen dem das die Kö. nicht aufgehört hatte zu stiften. Habe Ich sie in ein Zusetz Käfig gesperrt. Heute nach 23 Tagen habe Ich das Jung Volk mit MS besprüht und die Kö. freigelassen. Die Kö. ist Quicklebendig und keine Brut mehr. Futter noch genug. Das Volk macht ein Guten eindruck.
    Gruß Viktor
    Chrigel

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    Zenz (04.01.2016)

  12. #7
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    AW: Milbenexplosion im Oktober/November 2015?

    Zitat Zitat von Viktor Beitrag anzeigen
    Am 03.12.15 wegen dem das die Kö. nicht aufgehört hatte zu stiften. Habe Ich sie in ein Zusetz Käfig gesperrt. Heute nach 23 Tagen habe Ich das Jung Volk mit MS besprüht und die Kö. freigelassen.
    Die Idee die dahinter steckt ist ja nicht unbedingt dumm, allerdings, dies muss man sich immerhin anfang Dezember erstmals getrauen.

    @ Viktor, verrate uns da bitte mehr darüber, vor allem welcher Käfig kam da zum Einsatz?

    Josef

  13. #8
    Avatar von Chrigel
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    AW: Milbenexplosion im Oktober/November 2015?

    Zitat Zitat von drohne Beitrag anzeigen
    Die Idee die dahinter steckt ist ja nicht unbedingt dumm, allerdings, dies muss man sich immerhin anfang Dezember erstmals getrauen.
    Ja was denn jetzt, Josef? Die Idee ist klug und schafft die Voraussetzung, dass die Dezemberbehandlung zur wirksamen Restentmilbung wird.
    In deinem Nachsatz steckt dann auch gerade noch der Aufhänger für die weiterführende Ueberlegung : Warum muss das erst anfangs Dezember sein?
    Und schon sind wir mittendrin in den von mir angesprochenen betrieblichen Massnahmen wie sie ua. in der aktuellen CH BZ ausgeführt werden:
    Schaffen von Brutfreiheit zur (einmaligen) wirksamen OS Behandlung. Der geeignete Zeitpunkt wird vom Imker nach Kenntnis seiner Bienen und den lokalen Verhältnissen festgelegt.

    Chrigel

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  15. #9
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    AW: Milbenexplosion im Oktober/November 2015?

    Zitat Zitat von Chrigel Beitrag anzeigen
    Ja was denn jetzt, Josef? Die Idee ist klug und schafft die Voraussetzung, dass die Dezemberbehandlung zur wirksamen Restentmilbung wird.
    Gefällt mir sehr, ich werde nun Mod Beehouser bitten diesbezüglich einen eigenen Thread zu starten.

    Zur Info, bei mir war bisher ab ZWA, 5 B und KuS Schluss mit Brutverhinderung, Viktor´s Idee -oder wer immer da dahintersteckt- könnte doch noch einige Wochen nach der fertigen Auffütterung, also in etwa Okt. und sogar bei passender und beobachteter Wetterlage im Nov. und dies sogar im großen Rahmen erfolgen.


    Josef

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    Bumble Bee (04.01.2016), Chrigel (04.01.2016)

  17. #10
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    AW: Milbenexplosion im Oktober/November 2015?

    Sehr interessantes Thema, wäre schön wenn es dazu einen Thread geben würde damit man es auch wieder findet. Bei mir festigt sich immer mehr der Gedanke trotz der etwas höheren Materialschlacht und Mehrarbeit dieses Jahr 5B durchzuführen. Auch die hier beschrieben Methoden scheinen mir bei unseren meist chaotischen Wetterlagen sinnvoller zu sein als nur auf AS zu setzen. Das letzte Jahr hat es mir vor Augen geführt was ein schmaler Grad die AS Behandlung sein kann. Nach Kontrolle der Windeln habe ich immer noch kein gutes Gefühl bei ein paar Völkern, das Verdampfen im Dezember hat definitiv gewirkt es rieselte nur so auf die Windeln. Sehr erschreckend. Die Schwärme und Ableger die ich dieses Jahr mit MS behandelt haben sind alle recht Stark in den Winter gegangen und bei diesen Völkern habe ich auch bei weiten nicht so viele Milben gehabt, bei zweien habe ich auf eine Winterbehandlung sogar verzichtet, da kamen in 2 Wochen gerade mal 2 Milben runter.

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