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Thema: Ausgeräubert im November - kann ich noch etwas tun? Top Bar Hive

  1. #1
    Avatar von kiki_ohz
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    Ausgeräubert im November - kann ich noch etwas tun? Top Bar Hive

    Moin in die Runde,

    nach sehr gut gelaufener Varroabehandlung und viel Bienenflug im September/Oktober (Efeublüte) habe ich heute festgestellt, das 2 kleine Völker komplett ohne Futter sind und nur noch je 2-3 Handvoll Bienen übrig sind.
    Bei 2 größeren Völkern ist noch ein Rest Futter da, jeweils 3-4 Wabengassen besetzt, pro Wabenseite etwa die Fläche von 2 Händen mit Bienen besetzt.

    Habe soeben in jedes der beiden größeren Völker je 1,5l Sirup (fertigen von Ambrosia) reingestellt. Sonne schien, und die Bienen gingen sofort dran.
    Das Wetter bei uns in Norddeutschland soll in den nächsten Tagen noch recht mild sein mit bis zu 11° tagsüber, nachts nur wenig drunter.
    Habe die leise Hoffnung, dass sie darum noch Futter abnehmen.
    Bei den beiden kleinen Völkern habe ich die Abstandshalter zwischen den Top bars, unter denen die Bienen gerade sitzen, rausgenommen und durch in Wurstform gerollten Futterteig ersetzt. Morgen könnte ich denen auch Sirup (3:2?) anrühren (der fertige ist alle und ich muss erst weitere passende Gefäße basteln).

    Den ganzen Sommer über gab es immer wieder Phasen, in denen erhebliche stille Räuberei stattfand.
    Während und nach der Varroabehandlung (Nassenheider) hatten sie aber schön eingelagert, so dass ich nicht zugefüttert habe.
    Fluglöcher hatte ich eingeengt - vllt nicht genug :-/

    Es waren den ganzen Sommer sehr viele Wespen unterwegs, die habe ich auch im Verdacht.

    Ich bitte um Tipps oder Einschätzung der Lage.
    Das kleinste Volk werde ich wohl nicht retten können...aber bei den anderen will ich alles versuchen.

    Was ratet ihr mir?

    Liebe Grüße
    Kirsten

  2. #2
    Avatar von Salsa
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    AW: Ausgeräubert im November - kann ich noch etwas tun? Top Bar Hive

    Hallo,

    nicht das Futter, eher die geringe Bienenmasse, wird das größte Problem sein. Bei niedrigen Temperaturen werden 2-3 Handvoll Bienen schnell erfrieren, auch wenn sie auf Futter sitzen. Die Bienenmasse wird ja bis März noch abnehmen, daher geht man von minimal 4 besetzten Wabengassen aus, damit ein Völkchen eine Chance hat, den Winter zu überstehen.

    Auch wenn es gerade weh tut, ich würde sofort vereinigen. Jede nächste kalte Nacht kann bei dieser Bienenmasse schnell das Ende bringen.

    Lg Salsa
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  3. The Following 2 Users Say Thank You to Salsa For This Useful Post:

    kiki_ohz (26.11.2015)

  4. #3
    MaGa0815
    Gast

    AW: Ausgeräubert im November - kann ich noch etwas tun? Top Bar Hive

    Wie Salsa schrieb, Vereinigen ist die Lösung. Pack bei warmem Wetter die beiden schwachen jeweils vor eines der nicht so schwachen Völker und dann hoffen.

    Wenn es natürlich krankheitsbedingt ist, dann besser beseitigen.

  5. Folgender Benutzer sagt Danke zu MaGa0815 für den nützlichen Beitrag:

    kiki_ohz (26.11.2015)

  6. #4
    Avatar von kiki_ohz
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    AW: Ausgeräubert im November - kann ich noch etwas tun? Top Bar Hive

    Zitat Zitat von Salsa Beitrag anzeigen

    Auch wenn es gerade weh tut, ich würde sofort vereinigen. Jede nächste kalte Nacht kann bei dieser Bienenmasse schnell das Ende bringen.

    Lg Salsa
    Macht nix, wenn's weh tut. So ist die Sachlage nun mal. Ich geb noch nicht auf.

    Die 2 großen Völker teilen sich eine Top Bar Hive.
    Habe schon einmal (nach Königinverlust, sie war vom Hochzeitsflug nicht heimgekommen) in der TBH vereinigt, das ging sehr gut.

    D.h.: leere Waben raus, die beiden Völker zusammenschieben, Trennschied nachrücken?
    Die Königinnen fechten das unter sich aus?

    Das Vereinigen kann ich gleich morgen machen.
    Herzlichen Dank für die schnelle Antwort und Erklärung!

    P.S. Für Krankheit finde ich keine Anzeichen, nur für Hunger :-/

  7. #5
    Avatar von Beehouser
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    AW: Ausgeräubert im November - kann ich noch etwas tun? Top Bar Hive

    Zitat Zitat von MaGa0815 Beitrag anzeigen
    Wie Salsa schrieb, Vereinigen ist die Lösung. Pack bei warmem Wetter die beiden schwachen jeweils vor eines der nicht so schwachen Völker und dann hoffen.

    Wenn es natürlich krankheitsbedingt ist, dann besser beseitigen.
    Wir müssen berücksichtigen, dass Kirsten fast am Meer beheimatet ist.

    Da würde ich klimatisch bedingt mal den BumbleBee (bei Osnabrück) fragen.

    In meiner Gegend wären die Kleineren schon tot.

    Vereinigen würde ich die kleinen nicht mit den großen, denn das Problem wandert mit. Wenn überhaupt, dann die kleinen Völker vereinigen oder das Schicksal seinen Lauf lassen. Wenn Du glück hast, dann wird der Winter bei Euch da droben nicht so heftig.

    Wenn Du die "kranken" zu den Großen tust, könnten auch diese sterben, da die Viren mitwandern. Habe leider selbst schon die Erfahrung gemacht.

    Schönen Gruss, Christian

  8. Folgender Benutzer sagt Danke zu Beehouser für den nützlichen Beitrag:

    kiki_ohz (26.11.2015)

  9. #6
    Avatar von Beehouser
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    AW: Ausgeräubert im November - kann ich noch etwas tun? Top Bar Hive

    Zitat Zitat von kiki_ohz Beitrag anzeigen
    Für Krankheit finde ich keine Anzeichen, nur für Hunger :-/
    Die geringe Volkstärke ist ein Anzeichen für einen Virenbefall durch Varrose. Das ist so nicht erkennbar.
    Der Varrosetod äußert sich oft im Leerfliegen der Beuten.

    Wir groß waren die schwachen Völker über den Sommer? Hast Du Aufzeichnungen?

  10. Folgender Benutzer sagt Danke zu Beehouser für den nützlichen Beitrag:

    kiki_ohz (26.11.2015)

  11. #7
    Avatar von Oberländer
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    AW: Ausgeräubert im November - kann ich noch etwas tun? Top Bar Hive

    Hallo Kirsten,

    2 - 3 Handvoll Bienen sind zu wenig um über den Winter zu kommen, selbst wenn sie es schaffen würden, wären sie Kümmerlinge und du müßtest sie das ganze folgende Jahr über aufpäppeln.

    Also meine Vorgehensweise wäre folgende:
    Die zwei ganz schwachen Völkchen zusammen hängen, evtl. noch etwas Futter auflegen, am besten mit etwas eigenem Honig anreichern, dann ist die Abnahme etwas besser, gut isolieren und sie dem Schicksal überlassen... falls sie nach der Restentmilbung , bzw. bis zum Februar noch Leben, dann mußt ihnen Futterfladen a'la Josef oder ähnliches geben.

    Die zwei größeren Völker würde ich in Ruhe lassen, im Dez eine Restentmilbung, und evtl. nach dem Auswintern bald nach dem Futter schauen.

    Mit welchem Rämchenmaß arbeitest du eigentlich...!?
    Wieviel Futter hast eigentlich gefüttert...!?

    Nur dass man etwas genauer eruieren kann.

    Gruß Franz
    Bevor du den Pfeil der Wahrheit abschießt, tauche die Spitze in Honig.

  12. Folgender Benutzer sagt Danke zu Oberländer für den nützlichen Beitrag:

    kiki_ohz (26.11.2015)

  13. #8
    Avatar von kiki_ohz
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    AW: Ausgeräubert im November - kann ich noch etwas tun? Top Bar Hive

    Danke wiederum für eure Fragen und Tipps!

    Rähmchenmaß= Top bar hive
    Da nur ca. 3 Glas Honig entnommen, nicht gefüttert (außer bei einem der jetzt großn Völker nach Räuberei im Sommer, die haben dann top aufgeholt).
    Entmilbung mit Nassenheider Ende August (schwieriges Wetter, mal warm genug, dann regnerisch, immer im Wechsel, aber warme Tage abgepasst und beim Nassenheider nachfüllen etwas 85%ige AS zugegeben, super funktioniert, Milbenfall wie vorher errechnet).
    Keine zweite Entmilbung, da normaler Totenfall Ende September nur 0,25-0,5 Milbe pro Tag und Volk.

    Super Nektareintrag den ganzen September/Oktober, sogar noch erste Novemberhälfte, habe viel Efeu, der nach und nach aufblühte.
    ich meine, ich habe im Oktober geguckt wegen Futter, genauen Termin hab ich nicht. Da sah es gut aus.

    Die beiden kleinen Völker sind die, die ich dies Jahr habe schwärmen lassen.
    Wie Drohne schon öfter hier schrieb, danach waren sie wie "blutleer".
    2 der Schwärme habe ich in die zweite TBH einlogiert, dort hatten sie sich toll entwickelt und bilden jetzt auch die beiden größeren Völker, die noch recht munter sind, aber mMn viel zu wenig Futtervorrat haben (die andern 2 Schwäme habe ich eingefangen und weitergegeben)

    Habe noch mal rekapituliert, was ich vorhin beobachtet habe: das kleinste wirds nicht schaffen, die sind abgängig.
    Wie "beseitige" ich sie am sinnvollsten, ohne Krankheiten in Umlauf zu bringen?

    Das größte muss es alleine versuchen.
    Das mittelgroße werde ich mit dem zweitkleinsten vereinigen.

    Habe die Varroawindeln drunter, mal schauen, was sich morgen im Gemüll findet.
    Bin nicht überzeugt, dass es starker Varroabefall ist, aber who knows, wir hatten dermaßen warmes Wetter Ende Oktober bis jetzt, teilweise 20° im November!
    Verkrüppelte Flügel konnte ich nicht beobachten.

    2 Gläser Honig hatte ich Frühjahr entnommen, davon ist noch da, zum Untermischen.
    Futterfladen schaue ich gleich mal hier im Forum nach.

    Danke!

  14. #9
    Avatar von Beehouser
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    AW: Ausgeräubert im November - kann ich noch etwas tun? Top Bar Hive

    Zitat Zitat von kiki_ohz Beitrag anzeigen
    Die beiden kleinen Völker sind die, die ich dies Jahr habe schwärmen lassen.
    Ganz typisch, die "alten" Völker haben die größte Milbenbelastung. Die Bienen schwärmen und lassen vermilbte Brut zurück.
    Unser hiesiger Katastrophenwinter 2014/15 zeigt genau solche Bilder.

  15. Folgender Benutzer sagt Danke zu Beehouser für den nützlichen Beitrag:

    kiki_ohz (26.11.2015)

  16. #10
    Avatar von Bumble Bee
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    AW: Ausgeräubert im November - kann ich noch etwas tun? Top Bar Hive

    OHZ und OS tun sich da wohl nicht so viel vom Wetter. Wir haben hier in den letzten Jahren meist nicht die ganz tiefen Temperaturen, meist pegelt das um die -3 bis irgendwas im + Bereich mit Wind und Feucht ist es auch meist. Und oft dauert dieses Wetter recht lange wenn im Süden schon die ersten Bienen unterwegs sind.

    Also wenn das kleinste so klein durch Räuberei geworden ist würde ich es aus dem Bauch heraus wie Franz machen.Vereinigen mit Futter dabei, vielleicht zum Wochenende, es wird zwar Regen geben , aber die Temperaturen sollen bis auf 10 ° rauf gehen.
    Vielleicht kannst du im Notfall von dort auch Futtervorräte rüber hängen.
    Wenn da Verdacht auf irgendwelche Krankheit besteht, sollte man es lassen.

    Nach den Milben würd ich definitiv schauen, die Behandlung war dieses Jahr nicht so einfach, mit dem Nassenheider war ich sehr unzufrieden.

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    kiki_ohz (26.11.2015)

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