STUDIE / Der Genuss von Honig wirkt sich positiv auf die Gesundheit und das Immunsystem aus.

VON CHRISTINE HAIDERER
Honig verbessert die Leistungsfähigkeit, verringert Wadenkrämpfe und reduziert Heißhungerattacken auf Süßes und Knabbereien.
Das besagt eine aktuelle von der EU geförderte Studie in Kooperation mit dem Österreichischen Imkerbund. Dabei ersetzten 50 Teilnehmer aus Ober- und Niederösterreich acht Wochen lang Zucker und andere Süßungsmittel durch Honig (mindestens zwei Esslöffel pro Tag). Zum sonstigen Essverhalten gab es keine Vorgaben. Die Probanden wurden befragt und ihr Blut untersucht.

„Das Verblüffende war, dass beide Gruppen die gleichen Ergebnisse gebracht haben“, betonte der Honigreferent für NÖ, Josef Niklas, beim NÖ Landesimkertag. So führt Honig zu einer deutlichen Steigerung des Befindens. Kopfschmerzen, Schlaf- und Verdauungsprobleme nahmen ab und bei 23 Probanden auch das Gewicht (18 Personen legten hingegen zu). Zum anderen zeigte sich, dass der Körper besser belastbar ist. Zum Beispiel wurde die Anzahl der freien Radikale reduziert. Freie Radikale greifen Körperzellen an und können zu Krebs beitragen. Zudem wurden Zellen, die Tumor- und mit Viren infizierte Zellen unschädlich machen, um durchschnittlich 20 Prozent erhöht. Auf Cholesterin- und Triglyzeridwerte im Blut hatte der Honig keinen Einfluss.
Viele Stoffe – gemeinsam für die Gesundheit
Grund für die vielfältigen gesundheitlichen Vorteile ist laut Ernährungswissenschafterin Rosemarie Zehetgruber das Zusammenspiel der über 180 Inhaltsstoffe des Honigs. Honig besteht zu 75 Prozent aus Zucker (vor allem Frucht- und Traubenzucker), zu etwa 20 Prozent aus Wasser, aber auch aus verschiedenen Säuren, von Bienen zugesetzten Enzymen, Vitaminen und Mineralstoffen und vielem mehr.
In diesem Sinne wird Honig in der Volksheilkunde (etwa gegen Durchfall) und in der Apitherapie – einer Heilmethode zur Vorbeugung oder Behandlung von Krankheiten mit Bienenprodukten – eingesetzt. Ein spezieller Honig wird auch bei der Wundheilung (Hautabschürfungen, Verbrennungen, …) verwendet.

Ein herzliches Dankeschön der Redakteurin Christine Haiderer
Josef