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Thema: Hoffnungs-(weisel)loser Ableger oder was?

  1. #1

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    Hoffnungs-(weisel)loser Ableger oder was?

    Liebe Imkerkollegen,
    Ich bin mit meinem Ableger ziemlich überfragt. Habe ihn Anfang Mai mit 2 Brutwaben + ansitzenden Bienen, einer Futterwabe und einer Mittelwand gebildet. Sie haben auch brav eine Königin nachgezogen, die aber, wenn überhaupt noch vorhanden, nie in Eilage gegangen ist. Zum Zeitpunkt des Begattungsflugs war das Wetter ziemlich kalt, gesehen hab ich die Dame auch nie, obwohl ich (zu?) oft nachgeschaut und gesucht hab.
    Zweimal Weiselprobe mit offener Brutwabe aus dem Herkunftsvolk blieb negativ, es wurde keine Königin nachgeschafft.
    Die längste Zeit war das Verhalten auch völlig normal, sie haben die Brut der Weiselproben aufgezogen und waren scheint's zufrieden und völlig friedlich. Erst seit ca. 14 Tagen reagieren sie beim Aufmachen unruhig, brausen beim Rähmchenziehen kurz auf und laufen hektisch rum, für mich eindeutige Anzeichen von Weisellosigkeit.
    Inzwischen ist fast alle Brut geschlüpft und ich weiß nicht, wie's weitergehen soll.

    Dazu zwei unbestätigte Thesen, die ich von Imkern gehört habe:
    - stimmt es, dass eine neue Königin nicht legt, solange noch alte (fremde) Brut vorhanden ist? Dann wären meine Weiselproben das Hinternis gewesen.
    - stimmt es, dass die Arbeiterinnen nicht drohnenbrütig werden, wenn zwar keine Königin, aber noch Brut, in diesem Fall nachgehängte, da ist? Aber dann hätten sie sich doch eine Weisel nachgezogen!

    Ich hätte begattete Königinnen zum Einweiseln im Apidea vorrätig, aber kann das noch was bringen? Was ratet ihr Erfahrenen mir?

    Hab übrigens letzten Freitag meine Prüfung zum Facharbeiter für Bienenwirtschaft erfolgreich abgelegt (bin ganz stolz), aber solche Problemstellungen tauchen natürlich in den Lehrbüchern eher nicht auf.

    Liebe Grüße und schönen Dank im voraus für eure Ratschläge.
    Gertraud
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  2. Folgender Benutzer sagt Danke zu Nosie für den nützlichen Beitrag:

    Florian (02.07.2014)

  3. #2
    Avatar von Nils
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    AW: Hoffnungs-(weisel)loser Ableger oder was?

    Hallo Gertraud,

    weder bin ich ein "erfahrener" noch ein Bienenfacharbeiter mit Prüfung :-) (Glückwunsch dazu!)
    Trotzdem gebe ich meinen Senf dazu:

    Könnte es sein daß die Königin noch da ist, aber aufgrund des schlechten Wetters nicht begattet wurde? Die Bienen sind zufrieden und haben ja eine Königin. Sie merken jetzt aber - da das Volk langsam überaltert - daß was nicht stimmt und werden "nervös".

    So einen ähnlichen Falle habe ich heuer auch: die Junge müsste schon längst legen, Weiselprobe negativ, Bienen ruhig.

    Ein Apidea einfach drauf zu setzen war mir zu riskant, also habe ich das Volk um einige Meter verstellt, am alten Ort eine neue Zarge mit Futterwaben und MW aufgestellt, darauf das Apidea. Nach 2 Tagen habe ich die Bienen vom alten Kasten abgeschüttelt und den alten Kasten weggeräumt. Die Bienen flogen dem neuen Kasten zu. Wie's ausgeht weiß ich noch nicht, ich habe noch nicht reingeschaut. Mittlerweile sind die Bienen wieder sehr ruhig - entweder haben sie die Königin angenommen oder sie gekillt und sich aus der Brut im Apidea eine NSZ gebastelt....

    Bin gespannt was die Erfahrenen dazu sagen.

    Nils

  4. #3
    Moderator Avatar von Malte Niemeyer
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    AW: Hoffnungs-(weisel)loser Ableger oder was?

    Hallo,

    häng nochmal Brut rein, wenn sie nach 2 oder 3 Tagen Nachschaffungszellen gebastelt haben, kannst die sie ausbrechen und im Käfig mit Zuckerteig eine Königin aus den Apideas zusetzten.

    Mfg Malte Niemeyer

  5. #4

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    AW: Hoffnungs-(weisel)loser Ableger oder was?

    Vielen Dank für eure Antworten. Ich lerne daraus, dass eine eventuell vorhandene, aber nicht legende Königin gar nicht so rasch das Bedürfnis zur Nachschaffung auslösen muß. Malte, deinen Rat werd ich befolgen. Wenn sie die Chance jetzt auch nicht nützen oder die unsichtbare Königin nicht doch noch in die Gänge kommt, dann löse ich auf.

    Nochmal zu meinen oben erwähnten zwei "aufgenschnappten" Thesen:
    - stimmt es, dass vorhandene fremde Brut eine neue Königin vom Legen abhalten kann? Ich halte das eher für falsch.
    - stimmt es, dass zugehängte Brut die Entwicklung der Eierstöcke von Arbeiterinnen ebenso verhindert wie eine vorhandene Weisel?
    Kann dazu jemand was sagen?

    lG
    Gertraud
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  6. #5
    Avatar von Milb
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    AW: Hoffnungs-(weisel)loser Ableger oder was?

    Zugehängte Brut hält nicht ewig vom Legen ab
    aber zögert die Drohnenbrütigkeit hinaus

    Aber hier keine Regel ohne die berühmte Ausnahme

    So ein Problemvolk würde ich nie mehr mit Käfig beweiseln

    entweder mit dem kompletten Begattungskästchen
    oder
    mit einer alten Königin in Zweitschlupfzelle

    Gruß Milb

  7. #6

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    AW: Hoffnungs-(weisel)loser Ableger oder was?

    Danke Milb. Rein interessehalber - wie funktioniert das mit der Zweitschlupfzelle? Hab mir sowas bei Tante google angeschaut, aber die Funktionsweise ist mir nicht ganz klar. Schlupfkäfig kenne ich, aber Zweitschlupfzelle? Ich nehme an, die Königin ist darin besser geschützt als beim normalen Gitterzusetzkäfig. Kannst du das bitte näher schildern?
    lg Gertraud
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  8. #7

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    AW: Hoffnungs-(weisel)loser Ableger oder was?

    Hatte ein ähnliches Problem bei einem Flugling-Ableger mit Brutwabe.
    Die Dame ging nicht in Brut, da es bei den Eisheiligen so kalt war. Inzwischen läuft es.
    Deshalb ist Weiselprobe zu machen ein guter Vorschlag, falls Weiselprobe negativ, nochmals Geduld üben.
    Gruss, Christian

  9. #8
    Avatar von Milb
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    AW: Hoffnungs-(weisel)loser Ableger oder was?


  10. #9
    Avatar von Hannes
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    AW: Hoffnungs-(weisel)loser Ableger oder was?

    Kann mich nur anschließen, nochmals eine Weiselprobe zu machen.

    Dann sieht man vermutlich was Sache ist, aus der Ferne deutet alles auf Weisellosigkeit hin.
    Selber habe ich aber auch schon beobachtet das die manche Dame länger braucht.

    LG
    Hannes



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