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Salsa
06.12.2013, 14:25
Hallo Freunde,

schon gestern habe ich mit mehreren Imkern in unserem Verein gesprochen und alle haben die OxS-Behandlung schon durchgeführt.
Ich frage mich warum die Eile, meine Völker sind definitiv noch nicht alle aus der Brut, was kein Wunder bei dem letzten warmen Wetter ist. Bis zum 10. Nov. herrschten noch sommerliche Temperaturen, aber richtig frostig war erst vor zwei Wochen.

Es spricht vieles für eine spätere Behandlung:

1) große Wahrscheinlich der Brutlosigkeit
2) Je später, also je entfernter das Futter von der Wintertraube liegt, desto besser wird die OxS zwischen den Bienen durch Futteraustausch verteilt
3) je später man die Bienen aus dem Winterschlaf aufweckt, umso weniger wird ihr Kotblase belastet.
4) Die Bienen brauchen etwa einen Tag, bis sie den Eingriff neutralisieren. Die produzierte Wärme zum Ausgleichen könnte die Kö dazu bringen, mit dem ersten Stiften anzufangen

Das sind jetzt meine Punkte, die ich nicht 100% beweisen kann, aber für mich logisch klingen. Was spricht eurer Meinung nach für eine so frühe Behandlung? Ich meine, wer das Wetter beobachtet hat und weiß, dass die Brut 21 Tage braucht, sollte auch wissen, dass eine Behandlung in der letzten Woche zu früh ist, oder?

Ich habe auch einem Freund beim Verdampfen geholfen. Wir haben die Windel eingeschoben und als wir fertig waren, haben wir die erste Windel angeschaut und da lag eindeutig brauner Wachs aus Brutdeckeln drauf, also brutfrei waren die Völker nicht.


LG Salsa

Nils
06.12.2013, 14:55
Hallo Salsa,

von Brutfreiheit sind auch meine Völker noch weit entfernt! Ich kontrolliere täglich die Windel und jeden Tag ist wieder sehr, sehr viel braunes Krümelzeugs drauf. Die letzten Tage fing es evtl. an weniger zu werden, aber es ist immer noch recht viel.

Was ich aber gut verstehen kann ist, daß die Imker es gerne hinter sich bringen und dann einfach machen :-)
Für mich habe ich vor etwa in 2 Wochen die Windeln genauer anzuschauen und bei Völkern, die nach dieser Diagnostik vielleicht (!) brutfrei sein könnten zu bedampfen. Ich vermute aber, daß sie durchbrüten und eine völlige brutfreiheit nicht genau erwischt wird. Mal schauen.

Ich hoffe auch auf passendes Wetter, also etwas wärmer, nicht zu kalt (Bedampfung!). Typisches Weihnachtswetter halt ;)

Grüße,

Nils

fix
06.12.2013, 15:15
Kürzlich habe ich ein Vereinsmitglied getroffen, er hat die Winterbehandlung auch bereits gemacht und zwar einmalige OS-Träufelung. für mich unverständlich denn bei mir sind die Völker laut Windelbild noch alle in Brut, die einen mehr - zum Teil noch bis zu 6 Wabengassen - die anderen weniger, nur 2 - 3 Gassen Gemüll.

Ich kontrolliere auch jeden Tag, es kann nämlich jetzt schnell gehen mit der Brutfreiheit und die will ich nicht versäumen, damit die Bienen endlich ihre Ruhe haben.

Salsa
06.12.2013, 15:53
Ich vermute aber, daß sie durchbrüten und eine völlige brutfreiheit nicht genau erwischt wird. Mal schauen.
Das Wetter war bis jetzt gut, ich rechne ab dem 16.12. mit Brutfreiheit. Wir reden ja immer von der größten Wahrscheinlichkeit :) aber ab dem 25.11 kam die richtige dauerhafte Frostperiode (auch tagsüber Frost) und davor war mindestens eine Woche kalt und kein Flugwetter und damit keinen Frischpolleneintrag möglich. Damit sollten die Völker aus der Brutgehen. Bis Mitte Dezember soll es kalt bleiben, sodass die Kö keinen Grund haben wieder anzufangen. Im Gegenteil zum letzten Jahr bin ich dieses Jahr sehr optimistisch, dass eine Brutfreiheit bei allen Völkern doch stattfindet. Die Völker würden auch seit Langem nicht mehr von mir gestört ;)

Aber schaumamal, die Windel wird uns einiges verraten

LG Salsa

Milbi
07.12.2013, 17:48
Hallo Salsa,
ähnlich auch hier bei mir.
Das "Behandlungsfenster" ist irre klin, so richtig brutfrei sind die Völker in der Regel nur für 4-5 Wochen.
Ab Ende Dezember habe ich in den allermeisten Jahren Brut in den Völkern, zwar noch recht wenig, aber dennoch vorhanden.

Salsa
07.12.2013, 18:35
Herzlichen Dank Michael für deine Bestätigung.

auch heute mit anderen Imkern diskutiert, sie haben auch behandelt. Auf der einen Seite, will ich die Leute nicht zu sehr verunsichern, da 2. Behandlung generell nicht gut sein sollte, aber auf der anderen Seite möchte ich schon erwähnen, dass Ende November für dieses Jahr schon zu früh ist. Ich habe bis jetzt gesagt, dass einige meiner Völker sicher noch verdeckelte Brut haben, aber ich kann mit meiner Völkerzahl und Imkerzeit nicht sehr überzeugend rüberkommen :) Dazu denken auch viele, dass es bei mir nur wegen meiner Mischlingsbienen noch Brut vorhanden ist, aber meine Carnicas brüten genau so lange wie meine Buckis, letztes Jahr waren die Carnicas, die zuletzt aus der Brut kamen, aber das war meine Schuld wegen später Verfütterung und Behandlungen, da habe ich sie wahrscheinlich mit meiner Störungen länger "wach gehalten"

Palma40
07.12.2013, 18:44
Hallo Salsa und Michael,

Auch ich schließe mich eurer Meinung an, jetzt schon eine Restentmilbung durchzuführen halte ich definitiv für zu früh. Nach meiner Beobachtung der Völker, werde ich zwischen dem 17. und 19. Dezember die Restentmilbung vornehmen.

Chrigel
07.12.2013, 20:50
Bis Mitte Dezember soll es kalt bleiben, sodass die Kö keinen Grund haben wieder anzufangen.


LG Salsa

Das ist mindestens bei uns Wunschdenken. Bereits heute haben wir bereits wieder 6 Grad plus verzeichnet. Es wird eine mindestens einwöchige Schönwetterperiode geben und die Mittagstemperaturen werden auf 8 Grad steigen. Selbst auf 1000m werden die Bienen ausfliegen, wenn der Bienenstand am Mittag gut besonnt ist. An gut besonnten Bienenständen sollte bei uns mindestens in den nächsten Tagen eine OS Bedampfung durchgeführt werden. OS Träufeln erzielt bei diesen Temperaturen nicht die gewünschte Wirkung.
Ich Barbar werde voraussichtlich die Völker öffnen, eine MS Sprühbehandlung durchführen und auf die nötige Wabenzahl einengen. Ich stelle mich auf eine eher kurze Brutpause ein in einem viel zu milden Winter. Im Januar werden die Haseln bereits stieben und der erste Pollen wird eingetragen....und das in unserm rauhen Glarner Bergtal. In diesem Jahr ist alles anders...
Wer hält dem Propheten dagegen?
mfG Christian

lupi
07.12.2013, 21:37
Ich. :009:

b-chris
07.12.2013, 21:56
Hallo Salsa, ganz Deiner Meinung! Soweit ich mich an meine Ausbildung erinnern kann, sollen unbehandelte Völker erst im nächsten Winter zusammen brechen. Nicht diesen. Drum halte ich mich an meine eigene Regel: Restentmilbung frühestens am kürzesten Tag des Jahres plus maximal 8 Tage. Somit werde ich zudem auch dem Gesetz gerecht, welches eine Behandlung bis spätestens Jahresende vorschreibt.
Voriges Jahr hab ich aus Unsicherheit/Unwissenheit gar 2x bedampft (je 1 Gramm OX, Mitte Dezember und Mitte Jänner). Alle Völker haben überlebt und waren heuer wohlauf!

edlBee
08.12.2013, 09:18
Somit werde ich zudem auch dem Gesetz gerecht, welches eine Behandlung bis spätestens Jahresende vorschreibt.
In Welchen Gesetzt steht das?

b-chris
08.12.2013, 10:31
Gute Frage wo das steht.. :-) In meiner Ausbildung haben wir den Zeitrahmen gelernt in dem Behandlungen erlaubt sind. Werd versuchen das genauer zu recherchieren.

Josef Fleischhacker
08.12.2013, 11:07
Werd versuchen das genauer zu recherchieren.

Meines Wissens handelt es sich hier lediglich um Empfehlungen, zur Restentmilbung kann bei uns noch niemand gezwungen werden.

Josef

heuwender
08.12.2013, 11:29
Hallo b-chris!


Somit werde ich zudem auch dem Gesetz gerecht, welches eine Behandlung bis spätestens Jahresende vorschreibt.

Dem ungeschriebenen Gesetz, daß die Restenmilbung bei Brutfreiheit erfolgen soll, damit sie die bestmögliche Wirkung hat, wirst du damit allemal gerecht.
Einen ausreichenden Zeitraum zwischen Behandlung und Honigernte wie er zB von der Honigverordnung in D gefordert wird, hältst du damit auch ein.
Also wünsche ich viel Erfolg bei der Restentmilbung!

kuttel
08.12.2013, 11:52
Wohl nicht Gesetz aber Vorschrift !
Der Honig ist nicht verkehrsfähig wenn eine Behandlung mit den erlaubten Mitteln
nach dem 31.12. durchgeführt wurde.
Es ist also keine freiwillige Sache und auch nicht wegen der Wirksamkeit des Medikamentes
vorgeschrieben, denn es gilt z.B. auch für Milchsäure, die ja jederzeit wirkt (bei Brutfreiheit).
So ist es wenigstens in DE .

Nils
08.12.2013, 20:50
Meines bescheidenen Wissens nach ist es nicht vorgeschrieben eine Winterbehandlung zu machen. Es ist Pflicht, daß man als Imker gegen die Varroa vorgeht. Einige Behandlungsformen sind zugelassen und es ist festgelegt, daß Honig nicht verkauft werden kann, wenn das Volk nach dem 31.12. behandelt wurde. (bzw. 6 Monate?)

Wann man nun behandelt etc. ist nicht vorgeschrieben. Vieles wird hier als "Gesetz" verstanden, was es nicht ist. Viele Empfehlungen von Instituten werden als Gesetzt mißverstanden. Man muß genau schauen, was man wirklich müssen muß und was man dürfen darf.

Und dann darf man immer noch entscheiden ob man das Müssen läßt und lieber ungedarftes aber sinnvolleres tut.... ;)

Nils

fix
09.12.2013, 10:16
41341

So sehen bei mir noch die meisten Windeln aus, das Gemüll ist von einem Tag, also gestern wurde die Windel gereinigt.
Jede Menge Brutschlupf für diese Jahreszeit, d. h. verdeckelte Brut, eine Winterbehandlung für mich also noch nicht durchfürbar.

Nils
09.12.2013, 13:02
Servus Max,
danke für das Foto!
So ähnlich schauts bei mir auch aus - teilweise ist es sogar noch mehr Gemüll als auf Deinem Bild. Bis zu 7 Gassen sind bei mir vollgebröselt - und jetzt wirds wieder warm....

Aber ein Volk war gestern dabei, da waren die Brösel überwiegend hell - die Tage vorher waren sie dunkel. Mal schauen wie's weiter geht.

Grüße,

Alex

Salsa
09.12.2013, 16:51
Es wird eine mindestens einwöchige Schönwetterperiode geben und die Mittagstemperaturen werden auf 8 Grad steigen.
Auf nen Berg zu wohnen, hat nicht nur Nachteile :) Bei mir soll es in den nächsten Tagen nicht wärmer als heute (höchstens 7°) werden und heute sind nur wenige Bienen geflogen.

@Chrigel: Meinst du dass die Bienen in dieser Jahreszeit, also vor Mitte Dezember bei Höchsttemperaturen von 8° das Brutgeschäft wieder aktivieren? Nachts ist immer noch um den 0°!

Ich werde gleich noch die Windel reinigen und schaue was morgen runterfällt.

@Nils: Ich denke, wenn die Bienen jetzt anfangen zu stiften, dann hat man am 15.12 immer noch keine verdeckelte Brut und eine Restentwicklung sollte noch gut wirken.

LG Salsa

Salsa
09.12.2013, 17:08
So sehen bei mir noch die meisten Windeln aus, das Gemüll ist von einem Tag, also gestern
wurde die Windel gereinigt.

Könntet ihr was dazu sagen, ob die von euch am meisten gestörten Völkern, z.B. durch Behandlungen oder zu späte Fütterung, tendenziell am längsten brüten?

Ich werde mir das Daten in 21 Tage merken und die Windel kontrollieren. Dadurch kann man vielleicht sehen, ob die Völker bei den momentan Temperaturen von 8° wieder gestiftet haben, wer macht mit? :)

fix
09.12.2013, 18:57
Könntet ihr was dazu sagen, ob die von euch am meisten gestörten Völkern, z.B. durch Behandlungen oder zu späte Fütterung, tendenziell am längsten brüten?
Ich habe dazu leider keine Aufzeichnungen und auch keine außergewöhnliche Völker die öfter gestört wurden als andere.

Was sagen die Gemüllexperten zu den braunen Gemüllstreifen auf der Windel (Foto Bericht 17), sind es Brösel von Brutzellendeckeln (also Brut geschlüpft) oder von Futterzelldeckeln? Beim Zerreiben zwischen den Fingern fühlten sie sich bei mir nicht feucht oder klebrig an, also müsste es von Brutzellendeckeln stammen? Oder wie erkennt man sonst den Unterschied?

Nils
09.12.2013, 20:43
Servus Fix,
Brutzellendeckel müssten Kokonmaterial enthalten, Futterzelldeckel nicht. Irgendwer im Forum riet einmal diese Krümel mit dem Feuerzeug zu schmelzen, dann erkennt man was es ist....

Salsa:
Das ist shwer zu sagen, denn die Völker die am stärksten brüten habe ich natürlich auch häufiger behandelt. Bloß was ist Ursache, was Wirkung? Schwer zu sagen. Ich bedampfe, weil sie nicht aufhören zu brüten, und sie brüten, weil ich nicht aufhöre mit meinem Bedampfen zu stören???

Servus,

Nils

Josef Fleischhacker
09.12.2013, 20:52
Brutzellendeckel müssten Kokonmaterial enthalten, Futterzelldeckel nicht. Irgendwer im Forum riet einmal diese Krümel mit dem Feuerzeug zu schmelzen, dann erkennt man was es ist....


Gut kombiniert, aus dem Nils wird ganz sicher noch ein toller Vortragender! :n3:

Nun noch eine weitere Lektion für Dein schlaues Buch: Brutzellendeckel sind immer kreisrund, folglich und mit diesem Wissen sind die Windel selbsterklärend.

Josef

Palma40
09.12.2013, 23:08
Brutzellendeckel sind immer kreisrund, folglich und mit diesem Wissen sind die Windel selbsterklärend.

Meiner Meinung nach sind Brutzellendeckel die wir auf der Windel finden von Drohnenbrut oder von Weiselzellen die geschnitten werden, während die Deckel der Arbeiterinenbrut geschrotet werden, oder liege ich da falsch?

fix
10.12.2013, 09:22
Beim Zerreiben zwischen den Fingern fühlten sie sich bei mir nicht feucht oder klebrig an
Wer hat mit diesem Zerreiben zwischen den Fingern Erfahrung? Es wäre ein sehr einfache Analyse ob das Gemüll von Brutzellendeckeln oder von Futterzellendeckeln stammt. es ist jedoch schwierig zu unterscheiden, da die Zähigkeit des Wachses schnell mit Klebrigkeit von mit Futter behafteten Zelldeckeln verwechselt werden kann?

heuwender
10.12.2013, 18:31
Meiner Meinung nach sind Brutzellendeckel die wir auf der Windel finden von Drohnenbrut oder von Weiselzellen die geschnitten werden, während die Deckel der Arbeiterinenbrut geschrotet werden, oder liege ich da falsch?

Meines Wissens liegst du da nicht falsch.

Salsa
10.12.2013, 19:22
Ich werde mir das Daten in 21 Tage merken und die Windel kontrollieren. Dadurch kann man vielleicht sehen, ob die Völker bei den momentan Temperaturen von 8° wieder gestiftet haben, wer macht mit?
und da ich nicht so konservativ bin, kann ich natürlich auch jetzt oder zu Weihnachten Eier suchen ...auf der Windel

Nils
10.12.2013, 20:41
Hallo Max,

ich würde durch das Zerreiben keinen großen Unterschied merken. Beides ist klebrig und wenn es naß ist, könnte es auch Kondenswasser sein, das schon auf der Windel war?!

Josef,
auch auf meiner windel liegen Brutzellendeckel nur in zerschroteter Form, daher kann ich die Form nicht mehr feststellen. Und ich hoffe ich sehe auch keine runden Deckel, Drohnenbrut sollten sie jetzt nicht mehr haben...

Salso,
wenn du schon zu Weihnachten Eier suchst, dann kannst du gleich mal auf meiner Windel schauen *lach*
Folgendes Bild zeigt Gemüll von meinem Volk 18. Die Windel lag 2 Tage drinnen.
Das Gemüll ist eindeutig von Brutdeckeln, denn beim schmelzen floß nur wenig Wachs weg und es blieben viele Kokon-Krümel, die schnell verkokelten und eine schwarze Masse wurden.

Die Menge an Gemüll für 2 Tage finde ich schon recht ordentlich. Wieviele Bienen mögen hier geschüpft sein?
41464

Servus,

Nils

Salsa
10.12.2013, 23:07
wenn du schon zu Weihnachten Eier suchst, dann kannst du gleich mal auf meiner Windel schauen *lach*
Du Sau :)

Ich habe gerade Eier gesucht und tatsächlich zwei gefunden. Eins bei einem Ableger, der in 4 Gassen sitzt, und eins bei einem Volk, das in 8 Gassen sitzt. Bei allen anderen konnte ich keine Eier finden.
Ich habe die Wachskrümmel angekokelt (heißt das so?). Bei den vermuteten Brutzellendeckelwachskrümmeln (was für ein Wort!) wird es schnell schwarz und es stinkt sehr, bei den Futterzellenwachskrümmeln dauert es länger, bis es schwarz wird, aber das ist eigentlich logisch, je dunkler das Wachs ist desto mehr Verunreinigung ist drin. Ob die Verunreinigung nun aus Larvenkokons, Propolis oder Pollen etc. kommt, bleibt es unklar.

Chrigel
11.12.2013, 11:47
Wenn ihr zu Weihnachten Eier suchen/finden wollt, dann müsst ihr nur ein paar Tage ein schwarzes Blatt Papier einlegen. Das Auffinden von Eiern besagt dann aber höchstens, dass die Königin zur Eiabgabe stimuliert ist; inwieweit das Brutgeschäft wieder aufgenommen wird ist dadurch nicht klar bestimmt. Massgebend ist ein Temperaturanstieg im Zentrum. Dies kann aber auch, und das ist das Besondere, durch sehr tiefe Temperaturen im Aussenbereich und dadurch gestiegene Heizleistung der Traube bewirkt werden. Ich habe immer wieder erlebt, dass nach extrem tiefen Temperaturen beim Ausräumen des Totenfalls auffällig viele Eier auf einige Unterlagen gefallen waren.
mfG Christian

waldundwiese
11.12.2013, 15:01
Ich frage mich ernsthaft, in welch klimatisch begünstigten Regionen ihr eure Bienen stehen habt, dass sie jetzt (Mitte Dezember!) noch Brut pflegen.
Oder: Welche Bienenherkünfte pflegt ihr?

Hier gab es in diesem Winter schon mehrmals Frost und das sollte eine gut angepaßte Biene (zusammen mit der Länge des Tageslichtes) zur Einstellung der Brut bringen.
Meine Völker (Carnica) stehen auf 100 m und 350 m über NN und sind seit mehr als 4 Wochen völlig brutfrei.

Für mich ist die Brutfreiheit ein wichtiges Zuchtkriterium: Damit die Milbe weniger Erfolg hat und die Völker in langen Wintern (wie 2012/203) nicht eingehen.

fix
11.12.2013, 15:06
Meine Völker (Carnica) stehen auf 100 m und 350 m über NN und sind seit mehr als 4 Wochen völlig brutfrei.
Wie hast du festgestellt das die Völker absolut brutfrei sind?

waldundwiese
11.12.2013, 16:39
Wie hast du festgestellt das die Völker absolut brutfrei sind?
Zum Futterkranzprobe (zur Faulbrutuntersuchung) ziehen, alle Völker geöffnet und gleich geschaut, wie's mit der Volksstärke und Brut und Futter aussieht.

fix
11.12.2013, 18:24
.....alle Völker geöffnet und gleich geschaut, wie's mit der Volksstärke und Brut und Futter aussieht.
Danke für die schnelle Antwort!

Das ist natürlich die sicherste Methode. Wie deckt sich das mit dem Windelbild? Es müssten jetzt keine braunen Zellkrümel mehr abfallen, wenn doch dann sind sie definitiv von Futterzelldeckel?

waldundwiese
11.12.2013, 19:39
Wie deckt sich das mit dem Windelbild?
... habe keine Windeln drunter, kann also nix dazu sagen.

Salsa
11.12.2013, 22:25
Das Auffinden von Eiern besagt dann aber höchstens, dass die Königin zur Eiabgabe stimuliert ist; inwieweit das Brutgeschäft wieder aufgenommen wird ist dadurch nicht klar bestimmt.
Hallo Christian,
In der Monatsanweisung (http://www.imkerschule-sh.de/monatsanweisungen/2009/Monatsbetrachtung%20im%20Januar%202009) von Guido Eich stand folgendes:


Beginnt die Königin das kleine, geputzte Wabenareal in der Wintertraube mit Eiern zu belegen, ist das schnell passiert. Die Eiproduktion läuft aber trotz fehlender Ablagemöglichkeit weiter. Diese überschüssigen Eier lässt sie fallen. Diese kann man auf den Gemüllstreifen liegen sehen. Ein untrügliches Zeichen für Brutbeginn!

LG Salsa

Nils
12.12.2013, 09:39
Ich frage mich ernsthaft, in welch klimatisch begünstigten Regionen ihr eure Bienen stehen habt, dass sie jetzt (Mitte Dezember!) noch Brut pflegen.
Oder: Welche Bienenherkünfte pflegt ihr?
Hier gab es in diesem Winter schon mehrmals Frost und das sollte eine gut angepaßte Biene (zusammen mit der Länge des Tageslichtes) zur Einstellung der Brut bringen.

Servus WaldUndWiese,

meine Völker sind hier auf ca. 500 über NN, aber richtigen Frost (also auch tagsüber) hatten wir erstmals um den 28.11. für einige Tage. Vorher waren die Nächte kühl, aber selten unter 0 Grad. Somit dürfte um den 19ten der frühestmögliche Zeitpunkt für die Brutfreiheit sein.
Natürlich kann es auch an der Bienenrasse liegen, eine schöne Landrasse, standbegattet.
Oder an den häufigen Störungen durch die Bedampfung, bedingt durch die lange Brutphase und anhaltenden Milbenregen.
Oder durch die Verschiebung des Jahresverlaufs im Frühling? Oder, oder, oder....

Aber mich würde sehr interessieren, ob das "normal" ist für unsere Gegend. Man erhält jedoch keine vernünftigen Aussagen von den Imkern hier. Entweder sie schauen nicht, oder sie haben keine Windel drinnen, oder sie behaupten ihre Völker sind brutfrei obwohl sie es nicht wissen etc. pp.
Es ist ein Kreuz...

Servus,

Nils


P.S.: ach, noch ein Nachtrag:
wenn Bienen brutfrei sind - wie lange sind sie das in der Regel?
Legen sie nach dem 21.12. (Sonnwende) gleich wieder los?

Josef Gruber
12.12.2013, 09:51
Hallo Wald und Wiese!

Werden bei euch Herbst Futterkranzproben für ein Wanderzeugnis im Frühjahr akzeptiert.

Bei uns in der Steiermark wird kein Wanderzeugnis basierend auf eine vorjährige Futterkanzprobe ausgestellt.

Danke Sepp

waldundwiese
12.12.2013, 11:16
wenn Bienen brutfrei sind - wie lange sind sie das in der Regel?
Legen sie nach dem 21.12. (Sonnwende) gleich wieder los?
Ich habe gelesen (Bienenzeitung in den 70er Jahren - Analysiert zur damaligen Zeit m.E. in Thälermühle / Thüringen), dass die Völker ab Mitte Januar wieder ein Brutnest anlegen sollen.
Ob's stimmt, weiß ich nicht, weil ich das noch nie kontrolliert habe.



Werden bei euch Herbst Futterkranzproben für ein Wanderzeugnis im Frühjahr akzeptiert.
Ja.
Allerdings wird das Wanderzeugnis dann auch im Herbst des Vorjahres ausgestellt und ist 9 Monate gültig.
Ich brauch's Wanderzeugnis zeitig im Frühjahr, weil ich Völker verkaufe. Und die Imker wollen diese ganz zeitig im Jahr.

Palma40
12.12.2013, 12:46
Ich brauch's Wanderzeugnis zeitig im Frühjahr, weil ich Völker verkaufe. Und die Imker wollen diese ganz zeitig im Jahr.

Du meinst sicher das Gesundheitszeugnis, aber das ist ja kein Problem, es kann jederzeit ausgestellt werden.

Salsa
12.12.2013, 14:57
Zum Futterkranzprobe (zur Faulbrutuntersuchung) ziehen, alle Völker geöffnet und gleich geschaut, wie's mit der Volksstärke und Brut und Futter aussieht.
Hallo Wald&Wiese,

die Entnahme der Futterkranzproben waren vor der Wärmeperiode, die nach einer langen Schlechtwetterperiode auftauchte. Ich habe erwähnt, dass vor dem warmen Wetter auch bei mir einige Völker das Brutgeschäft ganz gestoppt haben, aber bei der folgenden Wärme wieder in Brut gegangen sind. Es war also nur eine kleine Brutpause.

Ich habe dir irgendwo schon mal geschrieben, dass ich wetten würde, dass deine Völker bei den warmen Wetter wieder in die Brut gegangen sind und ob du das überprüfen könntest, aber ich denke du hast meinen Beitrag übersehen oder keine Lust gehabt, die Völker nochmal zu stören :)

Selbst die Bienen von Chrigel, die aufgrund der hohen Lage (und vielleicht der Rasse) im Vergleich zu meinen Bienen ziemlich früh aus der Brut gehen, haben Ende Oktober noch gebrütet.



Ich frage mich ernsthaft, in welch klimatisch begünstigten Regionen ihr eure Bienen stehen habt, dass sie jetzt (Mitte Dezember!) noch Brut pflegen.
Oder: Welche Bienenherkünfte pflegt ihr?

Ich habe standbegatte Carnicas und Buckfast am gleichen Stand und bin mit deren Herkunft sehr zufrieden. Sie sind vital, sanft und gesund und haben mir in diesem komischen Jahr 80 kg Honig pro Volk durchschnittlich ohne Wanderung, ohne Raps, und ohne Drohnenschneiden beschert. Das sie solange brüten finde ich normal. Was sollen vernünftige Bienen dann bei reichem Pollenangebot und bei über 20 Tagen (Ende Oktober Anfang November) Flugwetter und mehreren Temperaturen bis 22° sonst machen? Zum Kuscheln in der Wintertraube wäre es eindeutig zu warm gewesen!


Aber mich würde sehr interessieren, ob das "normal" ist für unsere Gegend. Man erhält jedoch keine vernünftigen Aussagen von den Imkern hier. Entweder sie schauen nicht, oder sie haben keine Windel drinnen, oder sie behaupten ihre Völker sind brutfrei obwohl sie es nicht wissen etc. pp.
Es ist ein Kreuz...
So ging es mir immer, bis ich dann wirklich in ein paar Völker rein geschaut habe. Das mache ich jetzt nicht mehr, da ich auf der Windel viel lesen kann. Aber am Anfang wollte ich wissen, ob die Windel und meine Beobachtung der Wahrheit entsprechen. Mittlerweile glaube ich meiner Windel mehr als die Aussagen vieler Imker, deren Aussagen nicht mit ernsthaften Kontrollen beweisen können ;)
Was ich damit sagen soll, zweifle nicht an die Herkunft deiner Bienen wegen der vorhandener Brut, das ist nicht das A und O, was eine Bienenherkunft ausmacht. Wie gut die Herkunft deiner Bienen ist, kannst du anhand des gesamten Bilds von Gesundheit, Ertrag, Überlebensrate etc. feststellen.

Lg Salsa

Alpenimker
12.12.2013, 17:20
Vorgestern haben meine Lieblingstochter und ich unsere 25 Völker restentmilbt und zwar mit Bienenwohl, das auf etwa 30 Grad aufgewärmt wurde. Die Idee mit der Oxalsäureverdampfung habe ich wieder verworfen.

Bis Dezember zu warten hat sich bisher immer bewährt.
Leider haben wir schon wieder einen Ausfall von 4 Völkern zu verzeichnen. 2 wo alle Bienen tot am Boden lagen- und 2 mit Futterabriss. So verbleiben noch 21.

Die mit Abstand stärksten Völker waren die Buckfastvölker und ich bin guter Dinge, dass sie bequem durch den Winter kommen. Es gab auch keinen Buckfastausfall.

Es war so, wie einige Fachleute hier erwähnten. Die Völker, bei denen ich die Folie vergessen hatte, haben zwar die Futterzarge verkittet, aber das Wachs und Propolis war so spröde, dass es absolut kein Problem darstellte, die Futterzarge abzutrennen. Das konnte man ganz einfach mit dem Stockmeissel machen, wenn auch natürlich sehr vorsichtig.

Zum wiederholten Male werde ich wohl meine Strategie künftig ändern. Obwohl es viel Arbeit ist, habe ich einfach die besten Erfahrungen damit gemacht, alle Völker nach dem Abschleudern auf Mittelwände zu setzen.

Es ist ein Traum zu beobachten wie wunderbar die Waben ausgebaut werden, wie flott alles Futter angenommen wird und dass die meisten Waben nach drei Tagen bestiftet sind.

Diese Völker sind nicht nur wunderbar anzusehen, sie wintern auch mit Abstand am stärksten aus und die Behandlung gegen die unsägliche Varroa ist sehr einfach durchzuführen.

Trotzdem wir jetzt das siebte Jahr infolge verzeichnen, wo die Honigergebnisse immer noch schlechter wurden, gehe ich positiv gestimmt ins Jahr 2014.

Salsa
14.12.2013, 16:38
Hallo Freunde,

heute früh bei -3° habe ich meine letzte Schulaufgabe für dieses Jahr gemacht und restentmilbt.
Die letzten Jahre haben meine Damen gut vorgetäuscht :). Völker die in zwei Wochen eine oder gar keine Milbe runter fallen ließen, haben nach der Behandlung trotzdem ab 80 Milben verloren. Dieses Jahr versuchen meine Damen auch geringen Milbenbefall vorzutäuschen, die meisten haben keine Milben in den letzten Tagen verloren, den Rest eine einzige und ein "Ausreißer" hat 4.

Das Wetter war perfekt, -3° und Sonnenschein ohne Wind. Bei der ganzen Aktion ist eine einzige Biene geflogen, sonst haben sie eng gekuschelt und ich konnte in aller Ruhe in die Gassen leuchten und träufeln.

Ich habe festgestellt, dass die Windel getäuscht haben. Es sind mehr Gassen mit lebendigen Bienen besetzt, als Müllstreifen auf der Windel deutlich zu erkennen lassen! Die Randgassen scheinen zu wenig Müll zu produzieren!

Positiv überrascht war ich von der Völkergröße. Mein schwächtestes Volk besetzt 6 Gassen, eins besetzt 7, drei besetzen 8 und zwei besetzen 9 UND eins besetzt immer noch 11 Gassen, wobei die elfte Gasse nur wenig besetzt ist, aber immerhin 10 Gassen. Das habe ich nicht erwartet.

Ich hatte Sorgen wegen der Volksstärken, da ich meine Völker Mitte Juli auf Anfangsstreifen abgekehrt habe und im Herbst hängten die Völker nicht durch wie in den letzten Jahren zum gleichen Zeitraum, aber wahrscheinlich waren einige Waben nicht fertig ausgebaut und dort hat sich die Traube versteckt, sodass ich sie durch das Flugloch nicht sehen konnte.

Meine Ableger sehen auch alle gut aus. Der Ableger mit Vergiftungsverdacht wegen erhöhtes Totenfall und starkes Abflugs bei Kälte sitzt immer hin auf 5 Gassen und heute war er ganz ruhig bei der Kälte :) Ich bin optimistisch, dass er es schaffen wird.

Der Winter ist gerade begonnen, aber ich kann nun ruhig weinachteln. Ein tolles Gefühl, was ich die letzten Jahre leider nicht hatte, denn ich wusste, dass ich einiges falsch gemacht habe. Diese Jahr ist mir mindestens keine Schuld bewusst, und was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß...


Ich habe gerade Eier gesucht und tatsächlich zwei gefunden
Heute habe ich auch bei zwei Völkern Eier gefunden. Ist also höchste Zeit zur Restentmilbung. Urspünglich habe ich sie am 16.12. geplant.

LG Salsa

Nils
14.12.2013, 20:17
Hallo zusammen,

gestern fand ich bei einem Volk auch ein Ei auf der Windel - die fangen jetzt tatsächlich wieder an zu brüten? Oder haben sie nie aufgehört?

Jedenfalls habe ich mich heute nicht mehr halten können und angefangen die letzten Bedampfungen vorzunehmen. Nur 6 Völker schaffte ich bis der Nebel wieder herankroch und die Temperatur mit sich runter zog. Bei ca. 4 Grad bedampfen ist nicht schön weil mir die Bienen so derbarmen. Aber beim beträufeln wäre es auch nicht leichter, im Gegenteil. Also Oxamat drauf gesetzt und Dampf gegeben.

12 Völker folgen morgen noch, hoffentlich scheint morgen auch wieder die Sonne wenigstens zeitweise. Brutfrei werden sie wohl nicht ganz sein, das Gemüll hat immer noch einige dunkle Krümmel. Auch wenn es schon sehr deutlich weniger geworden ist. Aber zum geplanten Termin kann ich beruflich nicht weg. Ich wollte frühestens ab Mittwoch, da gehts nicht, ab Donnerstag wirds wieder kälter. Und bei null Grad bedampfen mag ich nicht...

Überrascht war ich von den nassen Folien bei zwei Völkern. Waschelnass, wie man hierzulande sagt. Ich denke da war es höchste Zeit da schon wieder offene Brut in Arbeit ist? Die Milben lauern bestimmt schon darauf in die Zellen zu schlüpfen! Ich bin gespannt, wieviele abfallen werden...


@Salsa
waren deine Bienen brutfrei - wenn ja, wie hast du das festgestellt?

Servus,

Nils

Nils
14.12.2013, 20:44
Ist es nicht fies, wenn man ihnen mitten im Winter einfach die Decke (Folie) wegzieht?
Wie beurteilt man so ein Volk? Die Unterträger waren nicht besetzt (durchs Flugloch geschaut keine Bienen zu sehen; 6-7 Gassen von oben).
41517

Die Windel ist nicht ganz dicht...
Schob sich eine Wolke vor die Sonne, war vom Dampf überhaupt nichts zu sehen.
41518

Harzer
14.12.2013, 22:14
1 Grad und mieses Wetter.....ich habe heute behandelt

Alle Völker sind OK , jetzt kann es Frühjahr werden:toothy8:

Josef Fleischhacker
14.12.2013, 23:09
Wie beurteilt man so ein Volk?

Grandios Nils, mir bleib soeben die Luft weg! :SM_1_11:

Ein wunderbarer Bienensitz, dieser befindet sich völlig korrekt inmitten der Zarge, das Nest ist geschlossen, die Überbauten gewährleisten ein sicheres übersteigen der Wintertraube, sieben Wabengassen und offensichtlich ein sehr starkes Volk, für mich das schönste Foto des bisherigen Winters.

Josef

Salsa
15.12.2013, 14:37
Hallo,

schöne Bilder Nils, war wohl benelig bei euch ;)

@Salsa
waren deine Bienen brutfrei - wenn ja, wie hast du das festgestellt?
Die Windel zeigt noch auslaufende Brut, aber meine Hoffnung ist, dass heute die letzte Brut schlüpft, da genau vor 3 Wochen die erste richtige Frost kam. Ich werde die Windel weiter in Auge behalten, hoffentlich fällt bald kein dunkles Wachs mehr runter.

Meine Gedanken waren folgendes:

a) Wenn meine Völker wegen des Temperaturverlaufs in der letzten Zeit überhaupt brutfrei werden, dann in der Zeit von 03. bis zum 16.12.:
41519
b) Am 10.12. war es bei uns wieder 9° und die ersten Eier waren auf der Windel zu sehen. Bis die Zellen mit den ersten Eiern als Versteck für die Varroa dienen können, dauert es bis zum 17.12.
c) So wäre der bester Zeitpunkt für den KO-Schlag am 16.12. Aber da ich denke, die geträufelte Säure braucht ein bis zwei Tage bis sie sich durch Futteraustausch in die ganze Traube verteilt, habe ich gestern am 14.12 geträufelt und hoffe morgen auf Brutfreiheit und durchsäuerte Traube :)


Bei ca. 4 Grad bedampfen ist nicht schön weil mir die Bienen so derbarmen. Aber beim beträufeln wäre es auch nicht leichter
Meine Meinung dazu:
Die Aktion finde ich wirklich nicht schlimm, wenn die Bienen ruhig bleiben. Meine Deckel schließen nicht überall dicht an und in der Beute herrschen außerhalb der Traube kaum Unterschied zu Außentemtparaturen. Das zeigen viele Temperaturmessungen in den Beuten z.B. bei der Online Zarge.

Selbst wenn einige Bienen am Rand der Traube frieren würden, tauen sie später auf und der Anschluss an der Traube geht nicht verloren. Sorgen mache ich mir eher bei Bienen, die die Traube verlassen und irgendwo in den Gassen oder schlimmer noch außerhalb der Beute klamm werden. Die haben keine Möglichkeit mehr, den Anschluss an die Traube zu finden und verenden mit großer Sicherheit.
Deswegen ist es mir sehr wichtig, dass die Bienen bei der Aktion ruhig bleiben und die Traube nicht verlassen. Um das zu erreichen bevorzuge ich tiefe Temperaturen um den 0°, da sitzen die Bienen eng in der Traube und bleiben ruhig.
Bei über 5° denken viele, dass es bienenfreundlicher ist, aber dabei verlassen mehr Bienen die Traube, was meiner Meinung nach für sie tödlich endet. Manche geben noch Rauch dazu und müssen Schleier anziehen etc. das finde ich kontraproduktiv. Den Bienen ist wahrscheinlich 5° oder -5° Außentemperatur in der Traube kein großer Unterschied, aber wenn die Traube unruhig wird und viele Bienen die Traube verlassen, dann haben mindestens die aufgeregte und weggelaufene bzw. abfliegende Bienen schlechte Karten zu überleben.

Das ist nur meine Vermutung und ich wollte es äußern, da ich oft höre, dass einige das Verdampfen dem Beträufeln nur vorziehen, weil sie die menschliche Vorstellung von Nasswerden auf Bienen übertragen, was ich wegen das oben erwähnte nicht so sehe. Verdampfen kann bienenfreundlicher sein, weil die OxS nicht so wie beim Beträufeln aufgenommen wird, aber die Störung an sich bei der Behandlung ist mMn ähnlich. Wenn Wärme beim Verdampfen die Traube auflockert und einige Bienen unruhig bleiben, dann kann das Verdampfen sogar störender sein als das Beträufeln. Bei kalten Temperatzuren sollte Träufeln besser wirken.

Ich hoffe, ihr könnt verstehen, was ich habe versucht zu erklären? :(, sonst fragt noch mal :)

LG Salsa

Salsa
15.12.2013, 15:07
die Überbauten gewährleisten ein sicheres übersteigen der Wintertraube
Übersteigen!, ich dachte das war ein Einzarger! Mir gefallen diese Überbauten nicht! stimmst der Beinenabstand zwischen Deckel und Oberträger? Bei meinen Dadantkisten gibt's kaum Überbau, aber ich verwende keine Folie mehr.

Nils
15.12.2013, 20:39
Hallo Salsa,

danke, ein toller Beitrag!
Deine Überlegungen zur Brutfreiheit haben Hand und Fuß und ich kann sie gut nachvollziehen.
Auch bei mir war die Behandlung evtl. einige Tage zu früh, aber das "verlorene Ei" von Volk 8 hat mich beunruhigt und ich hätte erst am Freitag behandeln können (viel Arbeit in der Arbeit). Daher zog ich es jetzt vor. Ich hoffe es war kein Fehler.

Auch was du mit dem "aus der Traube gehen" meinst ist klar verständlich. Tatsächlich habe ich heute bei einem Volk bemerkt, daß wohl in einer Randgasse nur tote Bienen an der Wabe hängen. Sie scheinen den Wärme-Anschluß nicht mehr gefunden zu haben. Es dürften gut 50 Bienen gewesen sein.
Dabei kam mir dann auch der Gedanke, was eigentlich passiert wenn die Bienen jetzt durch das Bedampfen aufgeregt herumrennen...

Die gestern Bedampfen zeigten auf der Windel daß sie im ganzen Stock unterwegs waren. Sie haben dann vom hinteren Bereich gleich einiges entdeckelt und wohl umgetragen. Ich hoffe, die Traube hat sich überall wieder vollzählig versammelt. Wahrscheinlich träume ich heute Nacht von zerissenen Trauben etc. :-(

Aufgeflogen ist heute nur eine einzige Biene, die konnte ich fangen und sie ist im Flugloch wieder verschwunden. Aber das Gesumme nach der Bedampfung ist deutlich lauter als vorher, nach 1-2 Stunden ist es wieder "normal".
Hast du beim Träufeln mal Vergleiche bzgl. des Gesumme gemacht?

Träufeln geht schon deutlich schneller als bedampfen, da hast du schon recht. Mir gefällt das Verfahren aber nicht so gut, weil man da ein Volk killen kann wenn man's falsch macht. Darum liebe ich die Bedampferei: da kann ich höchstens mich selber killen, aber nicht die Bienen!

Ja, stimmt, das Foto ist ein Einzarger. Warum gefallen die die Überbauten nicht?
Ich fördere sie im Herbst extra, in dem ich über der Folie den Deckel umdrehe, so daß ein Hohlraum entsteht. So können sie dicke Überbauten erstellen in dem sie die Folie hochschieben. Im Winter ist der Deckel daher immer "verkehrt" rum und wird dann später im Herbst mit Zeitungspapier gefüllt.

Ich liebe den Überbau, weil ich mir einbilde sie können so die Gassen leichter wechseln.

Servus,

Nils

Josef Fleischhacker
15.12.2013, 20:53
Übersteigen!, ich dachte das war ein Einzarger!

Gerade da sind diese Wachsbrücken wichtig, bei zwei Räumen können die Bienen zwischen den Zargen nämlich ganz automatisch wechseln.


Ich liebe den Überbau, weil ich mir einbilde sie können so die Gassen leichter wechseln.

Auch ich, ab dem Zeitpunkts des einfüttern werden diese auch nicht mehr entfernt.

Josef

Salsa
15.12.2013, 22:46
Tatsächlich habe ich heute bei einem Volk bemerkt, daß wohl in einer Randgasse nur tote Bienen an der Wabe hängen. Sie scheinen den Wärme-Anschluß nicht mehr gefunden zu haben. Es dürften gut 50 Bienen gewesen sein.
Das habe ich oft bemerkt, als ich noch Folien über die Völker hatte, da könnten die Bienen nicht über den Oberträgern rüber und müssen um die großen Waben zum Rest der Traube krabbeln, was sie oft nicht schafften, wenn die zu wenig sind.

Ich liebe den Überbau, weil ich mir einbilde sie können so die Gassen leichter wechseln.
Okay nun verstehe ich es. Du meinst der Überbau drückt die Folie hoch und hat mehrere Eingänge, wodurch die Bienen zu anderen Gassen durchkommen?
Bei mir ist zwischen Deckel und Oberträgern den Bienenstand vorhanden und ohne Überbau können die Bienen an jeder Stelle über die OT zu der nächsten Gasse wandern, wenn die Randgasse zu wenig besetzt ist und dort zu kalt wird. Deswegen gefällt mir der Überbau nicht, weil er diese Möglichkeit begrenzt, aber bei dir mit Folie ermöglicht der Überbau erst die Durchgänge über die OT. Ohne Überbau mit zwei Holzleisten wäre vielleicht nicht verkehrt, aber probiere es ohne Folie, du wirst das nicht bedauern!

Hast du beim Träufeln mal Vergleiche bzgl. des Gesumme gemacht?
Ja nachdem Beträufeln werden einige Völker lauter, das konnte ich hören. Ist aber normal und kommt erst vor, nachdem ich alles wieder zugemacht habe.

Mir gefällt das Verfahren aber nicht so gut, weil man da ein Volk killen kann wenn man's falsch macht. Darum liebe ich die Bedampferei: da kann ich höchstens mich selber killen, aber nicht die Bienen!
Wie kommst du drauf? Wenn du die richtige Konzentration nimmst 3,5er OxS kannst du kaum was falsches machsen, was zu viel ist rasselt runter, denke ich! Nur am Anfang habe ich genau gemessen, wieviel ich schon rein geträufelt habe, damit ich ein Bisschen gefühl dazu bekomme. Nun träufele ich einfach zweimal in jede besetzte Gasse und fertig, da kann ein Volk 30 ml bekommen während das andere 40 ml bekommt, ist egal, hauptsache ich beträufele die ganze Oberfläche der Traube von oben und wie gesagt, wenn ich zu viel gebe, fließt das durch, da die Traube gut isoliert, wie ein Schwarm, wenn man mit Wasser besprüht, da rollen die Wassertröpfchen am Rand runter.


Ja, stimmt, das Foto ist ein Einzarger. Warum gefallen die die Überbauten nicht?
Ich fördere sie im Herbst extra, in dem ich über der Folie den Deckel umdrehe, so daß ein Hohlraum entsteht. So können sie dicke Überbauten erstellen in dem sie die Folie hochschieben. Im Winter ist der Deckel daher immer "verkehrt" rum und wird dann später im Herbst mit Zeitungspapier gefüllt.

siehe oben, vielleicht eine holzleiste zwischen Folie und OT und du sparst dir die ganze Arbeit. Im Sommer ist es eh egal, nur bei der letzten Durchsicht, Überbau weg und Leisten rein, da hast du alles und spät im Jahr wird kein Überbau mehr errerichtet.

LG Salsa

Salsa
15.12.2013, 22:50
ab dem Zeitpunkts des einfüttern werden diese auch nicht mehr entfernt.
darf ich dir auch empfehlen, ohne Folie aber mit gewähleisteten Bienenabstand auszuprobieren, da sparst du dir das ständige entfernen von Überbau und die Bienen haben mehr Ruhe und mehr Möglichkeiten zum Übersteigen der Oberträger :)

Josef Fleischhacker
15.12.2013, 22:59
... und die Bienen haben mehr Ruhe

Eben nicht geschätzter Salman, die Bienen würden nämlich Rähmchen mit Deckel verbinden, somit würde jeder Eingriff bei einem ab- bzw. wegbrechen des Deckels zu einer ganz besonderen Unruhe führen.

Josef

Salsa
15.12.2013, 23:31
Eben nicht geschätzter Salman, die Bienen würden nämlich Rähmchen mit Deckel verbinden, somit würde jeder Eingriff bei einem ab- bzw. wegbrechen des Deckels zu einer ganz besonderen Unruhe führen.
Einspruch Euer Ehren, das passiert wenn der Bienenstand zwischen Deckel und Oberträger nicht stimmt. Denkst du im Ernst, dass ich und die meisten Dadantler, die keine Folie nehmen, ständig am Kratzen des Überbau arbeiten! Schade, dass ich kein Foto von der gestrigen Behandlung gabe! Die Oberträger sind ohne Folie so sauber wie nie mit Folie! Da ist einfach kein Überbau drauf und das auf die gesammten Oberträger! Glaub es mir bitte, da wird der Deckel nicht verbaut auch im Sommer nicht! Ganz selten muss ich kleine Brücken zum Deckel entfernen, aber wirklich selten und viel weniger als mit Folie, die ständig hoch gedrückt wird, um den Überbau zu ermöglichen!

Ich wiederhole mich jetzt zum gefühlten 100 Mal, probiert es einmal ohne Folie aber mit Bienenstand dazwischen und kontrolliert mal, wo ihr mehr Überbau abkrazen müsst!
Ich habe ja zuerst mit Folie geimkert und weiß daher wovon ich spreche, ist also nicht nur theoretisches oder nur gelesenes Wissen! Das gute Nebeneffekt ist ja auch, dass keine Randwaben mehr verschimmeln, wenn man mehr Futterwaben drin hat, als das Volk kontrollieren kann. Bei mir z.B 12 Waben und die Völker sitzen seitlich, trotzdem sind die Randwaben noch nicht verschimmelt. Mit Folie sind die RAndwaben bei kleineren Völkern schnell verschimmelt.

lupi
16.12.2013, 07:12
Was verwendest du denn dann auf deinen Beuten? Wie sieht der Aufbau aus?

Hannes
16.12.2013, 07:29
Was verwendest du denn dann auf deinen Beuten? Wie sieht der Aufbau aus?

Wie gehts den Südtirolern mit der Restentmilbung bzw. Behandlungsmittel??

LG übern Berg
Hannes

Salsa
16.12.2013, 08:20
Was verwendest du denn dann auf deinen Beuten? Wie sieht der Aufbau aus?
hier (http://www.bienenweber.de/Dadantbeute.html)sind meine Beuten bei Weber beschrieben. unter Punkt 6 ist der Innendeckel beschrieben. Der Innendeckel hat unten einen Rahmen und steht damit etwa 8 mm über den Oberträger, dadurch wird nichts verbaut. Nur wenn die Oberträger in der Mitte sich nach unten biegen oder der Deckel sich verzieht, dann entsteht Wildbau darunter, da der Bienenstnad nicht mehr gilt.

Nils
16.12.2013, 09:26
Hallo Salsa,

hast du "mit ohne Folie" dann keine nassen Deckel?
Klingt interessant und ich werds mal probieren, aber erst im Sommer :-)

Wenn du dann z.B. zur Winterbehandlung den Deckel abnimmst, hängen sie dann nicht teilweise am Deckel?




Okay nun verstehe ich es. Du meinst der Überbau drückt die Folie hoch und hat mehrere Eingänge, wodurch die Bienen zu anderen Gassen durchkommen?

Ganz genau so ist es. Folgendes Foto verdeutlicht es noch mehr. Manchmal übertreiben sie es, so daß ich den Oxamat gar nicht mehr aufsetzen kann wegen des Überbaus.

http://www.bienenforum.com/forum/attachment.php?attachmentid=41527&d=1387146474


Ja nachdem Beträufeln werden einige Völker lauter, das konnte ich hören. Ist aber normal und kommt erst vor, nachdem ich alles wieder zugemacht habe.
Hast du eine Ahnung wie lange sie dann ungefähr lauter sind? Beim Bedampfen sind sie nach 1 Stunde wieder deutlich leiser, nach 2-3 merkt man fast nichts mehr.


Wie erwartet ging mir heute Nacht ständig das Bild von Bienen durch den Kopf, die wegen meiner Bedampfung von der Traube abgerissen sind...
Beim o.g. Volk, bei dem ich in einer Gasse ca. 50 tote Bienen hängen sah, ist es tatsächlich so daß hier im vorderen Teil der Rähmchen kein Überbau ist. Die Zeitung über der Folie drückt die Folie direkt auf die OT. Erst im hinteren Teil ab der Mitte haben sie Überbau gemacht und ich hatte gedacht daß dies ausreicht. Da die Randgassen aber nicht bis so weit nach hinten besetzt sind, hilft ihnen das wohl nichts :(

Nun frage ich mich ob ich dieses Volk noch einmal stören soll um eine Holzleiste aufzulegen, wie du oben geschrieben hast. Womit schade ich dem Volk mehr: den Winter über ohne Überbau und ohne Möglichkeit die OT zu überqueren, oder jetzt noch einmal aufmachen (z.B. heute hats voraussichtlich 7 Grad) um eine Holzleiste aufzulegen?!? Ich könnte Mittag mal kurz von der Arbeit weg...

Servus,

Nils

lupi
16.12.2013, 09:33
Wie gehts den Südtirolern mit der Restentmilbung bzw. Behandlungsmittel??

LG übern Berg
Hannes


Hallo, Restentmilbung mit Os steht diese Woche an, ich hab keine Eile, dazu ist das Wetter auch nicht optimal, da ziemlich warm, Mittags immer um die 10 bis 12 Grad und leichter Flug zum Wasser holen. Ansonsten gibt es offiziell nichts neues. Persönlich bin ich froh dass ich keine As mehr verwende. Blutentnahme und Os reicht aus und hat auch Vorteile.

Chrigel
16.12.2013, 10:34
Hallo Salsa,
Nun frage ich mich ob ich dieses Volk noch einmal stören soll um eine Holzleiste aufzulegen, wie du oben geschrieben hast. Womit schade ich dem Volk mehr: den Winter über ohne Überbau und ohne Möglichkeit die OT zu überqueren, oder jetzt noch einmal aufmachen (z.B. heute hats voraussichtlich 7 Grad) um eine Holzleiste aufzulegen?!? Ich könnte Mittag mal kurz von der Arbeit weg...

Servus,

Nils

Hallo Nils
Mach dir deswegen keine Sorgen. Meine Hinterbehandler haben kaum Ueberbau und die Waben stehen im Warmbau. auf den Oberträgern liegt ein Deckbrett mit 8mm Abstand. Dazu wird oft behauptet, die Bienen könnten im Warmbau die Wabengassen schlecht wechseln, weil sie nicht über die Träger steigen könnten. Dabei wird ein wichtiges Merkmal fast aller Waben im Zentrum der Wintertraube übersehen - es gibt immer ein oder zwei Löcher in der Wabenfläche. Da die Bewegungen der Bienentraube über Tage oder Wochen erfolgen, "fliessen" die Bienen durch solche Durchgänge laufend dem Futter nach. Futterabriss und Verhungern neben vollen Futterwaben habe ich in meiner sehr langen Imkerszeit nie erlebt.
Wenn es dich beruhigt, dann lege die genannten Holzleistchen auf - den Bienen fügst du sicher keinen Schaden zu und dem Imker verhilfst du zu ruhigem (Winter-) Schlaf.

mfG Christian

Salsa
16.12.2013, 14:08
hast du "mit ohne Folie" dann keine nassen Deckel?
habe bis jetzt nicht bemerkt, aber wenn sie brüten dann ist Wasser auf der Windel und wenn es draußen friert tropft das Wasser am Fluglochrunter. Ich wunder mich immer, wie so viel Wasser entstehen kann. Ich habe ganz schlecht isolierte Beiten, ich kann unter dem Deckel und zwischen den 1/2Honigzargen, die ich zuzweit oft als eine Brutzarge missbrauche, durchschauen. Das Holz arbeitet und es gibt bei jedem Volk irgendwo einen Spalt, wo ich durchschauen kann! In einer Beute ist der Spalt so groß, dass ich die Traube dahinter mit den Bienen sehen kann. Ich bin da kein Vorbild in Pflegen von Zargen, aber hier sieht man, dass das "warm Packen" nicht so wichtig ist. Die Deckel waren, wie gesagt, seit der letzten Durchschau nicht überall wieder verkittet, die meisten konnte ich mit der Hand ohne Stockmeißel abheben, also sie lagen nur daruf und schließten nicht überall dicht. Ich werde im Februar diese Spalten vielleicht zukleben, da die Brut in Frühling wärme braucht, aber jetzt scheint den Bienen nicht zu schaden. Noch nie hatte ich solche riesige Völker.


Wenn du dann z.B. zur Winterbehandlung den Deckel abnimmst, hängen sie dann nicht teilweise am Deckel?
Schau bitte meinen Beitrag #85, der Außenblechdeckel ist mit 7 mm Abstand unterbelüftet, Isoplatte habe ich nicht überall, dann kommt der nur etwa 8 mm dicken Innenholzdeckel, darunter ist wieder 8 mm Bienenabstand und dann die Oberträger. Die Oberträger bleiben sehr sauber, da Dadant hat 19 mm dicken Oberträger, die sich kaum verbiegen, so bleibt der Bienenstand zwischen Deckel und Oberträger auch mit der Zeit bei 8 mm. Warum soll da verbaut werden? Warum wird zwischen der Randwabe und der Zargenwand nicht verbaut? Da wird auch nur verbaut , wenn der Bienenstand zur Wand nicht stimmt!

Hast du eine Ahnung wie lange sie dann ungefähr lauter sind? Beim Bedampfen sind sie nach 1 Stunde wieder deutlich leiser, nach 2-3 merkt man fast nichts mehr.
Ich habe auf der Zeit nicht geschaut, aber irgendwann danach waren sie auch leise, vielleicht nach 3 Stunden oder so habe ich nachgeschaut.

Nun frage ich mich ob ich dieses Volk noch einmal stören soll
Wie Christian erwähnt, diese Maßnahme ist als "Hilfe" zu betrachten. Starke Völker haben sowieso keine Probleme mitdem Übersteigen. Dass einige Bienen bei dir das nicht geschafft haben, ist eher ein Zufall und wird sich in diesem Volk kaum wiederholen. Aber ich bereue es nicht, dass ich Folien unpraktisch finde ;)

Übrigens ich habe heute wunderbaren Reinigungsflug bei 8° und Sonnenschein. Die Wassertränke kann man kaum noch sehen von Bienen, da alle hinwollen. Alles andere ist zugefroren, aber der gelangweilter Salsa hat ein warmes Wasser da rein gekippt :)


edit: Ein Foto von den oben genannten Spalten bei mir: Der war so groß, dass die Bienen bald daraus fliegen könnten :)
Soll kein Vorbild sein, aber nur um zu verdeutlichen, was ich meine mit dem Öffnen der Deckel bei der Restentmilbung. Das kann nicht so schlimm sein, also ob man mit öffnen Fenstern im Zimmer sitzt oder die Tür ganz aufmacht, ist fast das gleiche :)
41666

Hannes
16.12.2013, 15:32
Hallo, Restentmilbung mit Os steht diese Woche an, ich hab keine Eile, dazu ist das Wetter auch nicht optimal, da ziemlich warm, Mittags immer um die 10 bis 12 Grad und leichter Flug zum Wasser holen. Ansonsten gibt es offiziell nichts neues. Persönlich bin ich froh dass ich keine As mehr verwende. Blutentnahme und Os reicht aus und hat auch Vorteile.

Freut mich zuhören!!

kuttel
16.12.2013, 20:17
Blutentnahme und Os reicht aus und hat auch Vorteile.

Donnerwetter, da hast Du Dir aber eine filigrane Lösung ausgedacht. Machst Du das vielleicht doch nur bei Dir oder etwa bei jeder einzelnen Biene ;-)
Berichte mal näher darüber !

lupi
16.12.2013, 22:21
:SM_1_42::SM_1_42: Ajajai... die neue Technik bietet nicht nur Vorteile....

Salsa
18.12.2013, 01:19
Hallo

ich habe heute die Windel kontrolliert und bin etwa verunsichert. Ich habe am 14.12. mit OS beträufelt.
Drei Völker haben bis heute 57, 31 bzw 18 Milben runter geschmissen und der Rest hat nur 0 bis 10 Milben. Das ist unglaublich wenig und verunsichert mich. Letztes Jahr haben meine Völker jeweils über 80 Milben runter geschmissen.
Meine Völker haben dieses Jahr generell wenig Varroa gehabt, aber so wenig Milbenfall nach der Restentmilbung habe ich mir nicht vorstellen können.

Wie sieht es bei euch aus? habt ihr ähnliche Erfahrungen?
Kann das mit dem Wetter abhängen? Ich habe bei -3° geträufelt und sie saßen alle ruhig, doch gestern nach 2 kalten Tagen sind bei 8° viele Bienen raus geflogen und die Wassertränke war stark besucht.
Die Bienen holen ja Futter so in 3 bis 4 Tagen-Rhythmus und tauschen das aus. Wenn nun nur einzelne Bienen die OS aufgenommen haben, und bevor die OS durch gegenseitiges Futtern ausgetauscht wird, beim Flugwetter entsorgt oder mit Wasser verdünnt wird, dann könnte die Wirkung theoretisch schlechter werden. Kann jemand was zu meinen Gedanken sagen, oder gibt's Studien oder Erfahrungen dazu?

LG Salsa

Palma40
18.12.2013, 08:52
Wenn nun nur einzelne Bienen die OS aufgenommen haben, und bevor die OS durch gegenseitiges Futtern ausgetauscht wird, beim Flugwetter entsorgt oder mit Wasser verdünnt wird, dann könnte die Wirkung theoretisch schlechter werden. Kann jemand was zu meinen Gedanken sagen, oder gibt's Studien oder Erfahrungen dazu?


Hallo Salsa,

Ob es da Studien gibt ist mir nicht bekannt, aber ich kann Dich beruhigen. Ich gestehe, dass ich nach der Restentmilbung mit 3,5 %igen OxS, noch nie Milben gezählt habe, warum auch? Nach dieser Protzedur kann man sowie so nicht mehr machen und im Frühjahr wird eben fleißig Drohnenbrut geschnitten.

edlBee
18.12.2013, 10:01
Ich gestehe, dass ich nach der Restentmilbung mit 3,5 %igen OxS, noch nie Milben gezählt habe,
Bring ja auch sicher nichts, es ist nicht entscheiden was runterfällt, sondern was oben bleibt

Salsa
18.12.2013, 17:33
Hallo Palma und edlBeeFit

noch nie Milben gezählt habe, warum auch? Nach dieser Protzedur kann man sowie so nicht mehr machen und im Frühjahr wird eben fleißig Drohnenbrut geschnitten.

ich bin noch beim Lernen und zähle fleißig, um die Beurteilung der Milbenfall vor der Behandlung und die Wirkung von Behandlungen besser einschätzen zu können. Wie kann man sonst den Sinn solcher Behandlungen überprüfen.
Ich schneide keine Drohnenbrut und bei Naturbau geht das sowieso nur sehr schwer. Ich zähle nach der Behandlung, um kritische Völker im nächsten Jahr (ab Juli) im Auge zu behalten. Ich führe die Restentmilbung vor allem deswegen, damit ich bis zum Abschleudern keine Probleme mit den Milben bekomme und somit die Wirtschaftsvölker bis dahin in Ruhe lassen kann.

Ich habe nur das Gefühl, dass der natürlicher Milbenfall im Herbst überhaupt keine Schätzung auf die Milbenzahl im Volk ermöglicht. Vor der Restentmilbung lag der natürlicher Fall bei mir in diesem Jahr genau wie im letzten Jahr so bei etwa 1 bis 3 Milben in zwei Wochen! Doch im letzten Jahr kamen mindestens 80 Milben runter, während in diesem Jahr so gut wie nichts runtergefallen ist. Ich finde es voll komisch und kann's nicht nachvollziehen.
Ich denke, da spielen wieder einige Faktoren eine Rolle, die ich noch nicht kenne und es zeigt mir wieder wie unterschiedlich und flexible die Völker sein können, jedes Volk anderes und jedes Jahr anderes genauso wie bei den Milben. Da kann man kaum noch generelle Aussagen über die Völker betreffen... ABER ES BLEIBT DESWEGEN IMMER SPANNEND :)

LG Salsa

Palma40
18.12.2013, 18:00
Ich habe nur das Gefühl, dass der natürlicher Milbenfall im Herbst überhaupt keine Schätzung auf die Milbenzahl im Volk ermöglicht. Vor der Restentmilbung lag der natürlicher Fall bei mir in diesem Jahr genau wie im letzten Jahr so bei etwa 1 bis 3 Milben in zwei Wochen! Doch im letzten Jahr kamen mindestens 80 Milben runter, während in diesem Jahr so gut wie nichts runtergefallen ist.

Hallo Salsa,

Das deckt sich genau mit der Annahme von einem Faktor von 500 bei einem natürlichen Milbenfall im Herbst/Winter. Bei 3 Milben in 2 Wochen wären das 105 Milben im Volk. Ja die Milben sind es die uns Kopfzerbrechen machen und deshalb darf man da nicht locker lassen.Ich halte es für unbedingt erforderlich im Frühjahr Drohnenbrut zu schneiden, denn nur so kommt man nicht an die Schadensgrenze im Spätsommer. Auch mir macht das Drohnenbrutschneiden keinen Spaß, aber es muss sein.

edlBee
18.12.2013, 18:16
Ich habe nur das Gefühl, dass der natürlicher Milbenfall im Herbst überhaupt keine Schätzung auf die Milbenzahl im Volk ermöglicht. Vor der Restentmilbung lag der natürlicher Fall bei mir in diesem Jahr genau wie im letzten Jahr so bei etwa 1 bis 3 Milben in zwei Wochen! Doch im letzten Jahr kamen mindestens 80 Milben runter, während in diesem Jahr so gut wie nichts runtergefallen ist. Ich finde es voll komisch und kann's nicht nachvollziehen.
Aber schau Salsa, nochmals das was runtergekommen ist sagt Dir überhaupt nichts

Was wenn einige Tage vor der Restentmilbung einiges an offener Brut da war, dann sind jetzt vielleicht genau diese 80-100 Milben in der Brut und lachen sich was ab

Aber es ist natürlich schon wichtig die "Restentmilbung" nur die Kontrolle was runterfällt ist nicht aussagekräftig, und somit m. Meinung nach nicht notwendig

Nils
18.12.2013, 21:29
Es stimmt schon, entscheidend ist nicht was runterfällt sondern was noch im Volk verbleibt. Leider gibt es aber keine Methode, um das fest zu stellen.

Deshalb finde ich die Milbenzählung sehr wichtig und aussagekräftig. Allerdings nützt es nichts, die Windel mal eine Woche drinnen zu lassen und dann zu zählen. So mühselig es auch ist, ich halte die tägliche (oder meinetwegen 2-tägige) Zählung über mehrere Monate (!) für wichtig und aussagekräftig.

Wenn man den gesamten VERLAUF der Milbenentwicklung vor sich hat, kann man in etwa abschätzen was im Volk noch drinnen ist.
Sieht man aber nur den Abfall von 1 Woche, sagt das nur wenig aus.

Ciao,

Nils

Palma40
18.12.2013, 22:45
Deshalb finde ich die Milbenzählung sehr wichtig und aussagekräftig.

Hallo Nils,

erkläre uns doch Mal was dies Dir sagt und vor allem wie Du darauf reagierst.

Salsa
19.12.2013, 00:30
Hallo zusammen,

erkläre uns doch Mal was dies Dir sagt und vor allem wie Du darauf reagierst.
also ich kann jetzt nicht mehr nachvollziehen, was du Palma und edlBeeFit mit euren Aussagen vermitteln wollt?
Meint ihr jetzt wirklich, dass die Milbenzählung nach der Behandlung überflüssig ist und keinen Sinn macht?


Nach dieser Protzedur kann man sowie so nicht mehr machen
Man kann durch diese Prozedur jede Menge lernen. Es wundert mich Palma, dass vor allem du irgendwas "blind" macht, ohne genau zu wissen, was man damit erreichen kann. Auch wenn du danach nichts machen kannst, interessiert dich nicht, was du mit deiner Handlung den Milben und den Bienen angetan hast? Wenn du ein totes Volk findest, kannst du es auch nicht mehr retten, aber wenn du versucht, die Todesursache zu analysieren, dann ist diese Arbeit nicht umsonst und macht schon Sinn!
Meine ganze Einstellungen, die eine Restentmilbung betreffen, habe ich nur anhand der Bewertung solcher Behandlungen an meinen Völkern bilden können. Sonst können die Einstellung nur noch auf Theoretisches Wissen oder das irgendwo Gelesenes basieren, was nicht das Gelbe von Ei ist!

Bring ja auch sicher nichts, es ist nicht entscheiden was runterfällt, sondern was oben bleibt
Kannst du uns verraten, wie du sonst einschätzen kannst, was oben noch geblieben ist, ohne die Völker mitten im Winter nochmal stören zu müssen?

Das deckt sich genau mit der Annahme von einem Faktor von 500 bei einem natürlichen Milbenfall im Herbst/Winter.
Ist doch schön, wenn Ergebnisse von praktizierenden Imkern, wie Nils und mir :), sich mit Annahmen oder Behauptungen unserer Forscher decken oder widersprechen. Ist ja besser als wenn wir uns blind nur auf Aussagen von unserem gewissen Dr. Liebe-ich nicht verlassen, oder? Schau mal die wie Aussagen der Forscher und die Hersteller von Behandlungsmitteln nur auf Druck der praktischen Erfahrungen von Imkern geändert haben. Bei OxS-Träufelung gilt die Regel "nur ab 3° träufeln" nicht mehr und bei der Notwendigkeit einer Restentmilbung wurde die Aussage von 1 Milbe/Tag auf 1/2Milbe pro Tag korrigiert. Auf diese Korrektur sind die Wissenschaftler nicht von alleine gekommen und auch nicht durch Imker, die den Milbenfall und den Wirkungsgrad nicht genau kontrolliert haben!



Ich halte es für unbedingt erforderlich im Frühjahr Drohnenbrut zu schneiden, denn nur so kommt man nicht an die Schadensgrenze im Spätsommer. Auch mir macht das Drohnenbrutschneiden keinen Spaß, aber es muss sein.
Die Drohnenschneiderei ist ein anderes Thema, aber ich habe nie Drohnenbrut geschnitten und kam immer ohne klar. Ich kenne auch keinen Dadantler, der Drohnenbrut schneidet, auch sonst viele Imker kommen davon mittlerweile weg. Wenn die Winterbehandlung sitzt, kommen die Völker ohne Probleme bis Ende Juli klar. Wie oben erwähnt ich kontrolliere lieber die Wirkung der Restentmilbung und spare mir und die Völker die ganze Drohnenschneiderei. Was ist denn falsch dran?

Aber schau Salsa, nochmals das was runtergekommen ist sagt Dir überhaupt nichts
Das sagt mir schon was, aber nichts genaues. Darum gingen ja meine Aussagen oben. Wenn viele Milben runter fallen, dann sind viele Milben oben, die Frage ist nur, wie sieht das Verhältnis zwischen Abfall und überlebte Milben aus und welche Faktoren beeinflussen dieses Verhältnis. Um das besser zu verstehen zählen einige Imker fleißig und teilen ihre Ergebnisse zum Vergleichen mit anderen Imkern mit.

Ich kann euch gut verstehen, wenn ihr nicht zählt, denn ihr braucht das nicht und wisst genug über Bienen&Milben. Aber vor allem Anfängern bringt diese Zählerei wertvolle Erfahrungen und einen tieferen Blick in diese Problematik. Da würde ich niemanden davon abraten, nicht mehr zu zählen oder zu kontrollieren, wenn ich keinen besseren Vorschlag zu Kontrolle der Eingriffe und deren Wirkungen habe.

LG Salsa

edlBee
19.12.2013, 08:43
Meint ihr jetzt wirklich, dass die Milbenzählung nach der Behandlung überflüssig ist und keinen Sinn macht?

Ja meiner Meinung nach schon, was sagt mir wenn nach einer Behandlung alles voll Milben auf der Windel ist

Ich zähle auch aber vor der Behandlung, respektive wenn mehr als 5 pro Tag auf der Windel sind dann zähle ich auch da nicht mehr sondern handle

Aber sofort nach der Behandlung kontrolliere ich höchstens ob was gefallen ist, aber zählen tu ich da sicher nicht, weil es mir nicht sagen kann was noch oben ist


Aber vor allem Anfängern bringt diese Zählerei wertvolle Erfahrungen und einen tieferen Blick in diese Problematik. Da würde ich niemanden davon abraten, nicht mehr zu zählen oder zu kontrollieren, wenn ich keinen besseren Vorschlag zu Kontrolle der Eingriffe und deren Wirkungen habe

Ich würde auch niemanden abraten zu zählen, aber für mich nur vor der Behandlung

Weil was kann mir nach der Behandlung die zählerei sagen, wenn man ehrlich ist nicht viel

edlBee
19.12.2013, 08:53
Kannst du uns verraten, wie du sonst einschätzen kannst, was oben noch geblieben ist, ohne die Völker mitten im Winter nochmal stören zu müssen?

Ja gerne, wenn ich den natürlichen Totenfall nach ca. 3 Wochen nach der Behandlung anschaue

Palma40
19.12.2013, 09:13
Sorry Salsa,

Die Frage war nicht an Dich gerichtet.
Da Du nun aber darauf sehr ausführlich und mit großem Aufwand geantwortet hast, möchte ich Dich darauf hinweisen, dass sich meine Frage auf das Auszählen nach der Restentmilbung bezog.

edlBee
19.12.2013, 09:25
Deshalb finde ich die Milbenzählung sehr wichtig und aussagekräftig. Allerdings nützt es nichts, die Windel mal eine Woche drinnen zu lassen und dann zu zählen. So mühselig es auch ist, ich halte die tägliche (oder meinetwegen 2-tägige) Zählung über mehrere Monate (!) für wichtig und aussagekräftig.
Da hast Du natürlich Recht, mach ich auch so, aber nie zähle ich nach der Behandlung, weil das wirklich nicht viel sagt, respektive eher verwirrt

Ich zähle auch am liebsten 3 mal in 24 Stunden Rhythmus, aber eben vor der Behandlung, mit 3 wöchiger Pause nach der Behandlung

Fallen bei den 3 Kontrollen weniger als als 1 Milben pro Tag, dann mache ich sicher keine Behandlung

fix
19.12.2013, 09:38
Ich zähle so oft es geht, ich habe das gesamte Jahr mit der Lupe ca. jeden dritten bis fünften Tag gezählt und seit der Hauptbehandlung jeden Tag, aber es soll jeder machen wie er es für richtig hält. Ich bin viel zu neugierig als das ich nicht zählen würde, obwohl es sehr mühsam ist bei den vielen Völkern. Zählt man nicht genau verschätzt man sich schnell, denn auf die Schnelle betrachtet entpuppen sich bei genauem Zählen ein paar herumliegende Milben doch dann als 10 - 20 Stück oder sogar mehr.

Bei der diesjährigen Winterbehandlung war es einfach, sehr wenig Milben, bei einem Drittel der Völker bisher sogar gar keine und bei allen wenig Gemüll. Und lauter dunkle Milben fielen ab, das müsste heißen es schlüpfte keine Brut? Oder es waren keine Milben in der Brut?

Wenn obige Fragen mit ja beantwortet werden, wo kommen dann die wenigen dunklen Milben her? Normal sind um diese Zeit alle fortpflanzungsfähigen in der Brut, also waren die wenigen dunklen die abfielen, Milben, die auf den Bienen ihren Reifefraß absolvierten?

Palma40
19.12.2013, 17:30
Wenn obige Fragen mit ja beantwortet werden, wo kommen dann die wenigen dunklen Milben her? Normal sind um diese Zeit alle fortpflanzungsfähigen in der Brut, also waren die wenigen dunklen die abfielen, Milben, die auf den Bienen ihren Reifefraß absolvierten?

Hallo Max,

Ich denke Du hast Deine Fragen schon selbst mit ja beantwortet, würde ich auch so meinen. Auch Varroamilben sterben eines natürlichen Tod und fallen dann eben herunter. Anders ist es wenn die Bienen noch brüten, denn da kann es sein, wenn nur dunkle Milben fallen, dass das Volk weisellos ist.

fix
19.12.2013, 19:31
Auch Varroamilben sterben eines natürlichen Tod und fallen dann eben herunter
Danke Klaus für die Antwort!

Zu deinem obigem Zitat, ich machte die Winterbehandlung, es fielen nur dunkle Milber herab danach. Demnach war es kein natürlicher Abfall sondern ein künstlich herbeigeführter durch die OS-Behandlung.

Josef Fleischhacker
19.12.2013, 19:40
Zu deinem obigem Zitat, ich machte die Winterbehandlung, es fielen nur dunkle Milber herab danach. Demnach war es kein natürlicher Abfall

Fix, je dunkler die Milben, desto älter sind sie nun einmal.

Josef

Salsa
19.12.2013, 19:47
Hallo Klaus,

Auch wenn du danach nichts machen kannst, interessiert dich nicht, was du mit deiner Handlung den Milben und den Bienen angetan hast?
dieser Satz von mir war unglücklich ausgewählt, vor allem das Wort "antun" konnte weh tun. Ich entschuldige mich dafür. Ich wollte eigentlich nur fragen, ob dir die Wirkung auf die Milben und Beinen nach der Behandlung nicht interessiert.

LG Salsa

Palma40
19.12.2013, 19:49
Demnach war es kein natürlicher Abfall sondern ein künstlich herbeigeführter durch die OS- Behandlung .

Hallo Max,

Ich wollte damit nur sagen, dass dies auch dunkle Milben sind. Klar fallen diese dunklen jetzt nach der Behandlung.

Markus
20.12.2013, 09:54
Was macht man denn eigentlich, wenn jetzt die Völker durch das warme Wetter in Brut sind und man noch nicht behandelt hat? Behandelt man dann trotz Brut? Soll ja nicht gut wirken.

Mit welchen Folgen muss man dann im kommenden Frühjahr rechnen? Habe die Befürchtung, dass die Völker dann sozusagen kollabieren, wenn sie nicht ordentlich restentmilbt sind.

Grüße
Markus

Palma40
20.12.2013, 12:27
Was macht man denn eigentlich, wenn jetzt die Völker durch das warme Wetter in Brut sind und man noch nicht behandelt hat? Behandelt man dann trotz Brut? Soll ja nicht gut wirken.

Mit welchen Folgen muss man dann im kommenden Frühjahr rechnen? Habe die Befürchtung, dass die Völker dann sozusagen kollabieren, wenn sie nicht ordentlich restentmilbt sind.

Grüße
Markus

Hallo Markus,

Wenn Du dies versäumt hast, hole es schnell nach. So schnell kollabieren die Völker dann doch nicht, wenn Du vorher eine ordentliche Behandlung durchgeführt hast. Es geht ja darum die Völker im nächsten Jahr ohne Probleme bis in den Spätsommer zu bekommen, deshalb beginnt die Bekämpfung schon mit der Restentmilbung, wenn dann das Drohnenbrutschneiden und in der Folge die Ablegerbildung folgt, solltest Du Deine Völker problemlos in den Sommer bringen.

Milbi
20.12.2013, 12:34
Guten Morgen, Leute,
nach längerer Pause mal wieder was von mir:
Ich habe meine Völker ebenfalls behandelt, obwohl ich mich der Brutfreiheit einiger nicht sicher war.
Eigentlich bin ich mir sicher, dass einige wie immer durchbrüten werden.
Die Behandlung ergab dann einen moderaten Milbenfall, wobei es keinen quantitativen Unterschied zwischen brütenden und brutfreien Völkern gab.
Natürlich werden die brütenden Völker mit einer leicht höheren Milbenlast im Frühjahr starten, aber ich werde dies durch Kontrollen im Auge behalten.

Nils
20.12.2013, 21:11
Hallo Nils,
erkläre uns doch Mal was dies Dir sagt und vor allem wie Du darauf reagierst.

Hallo Klaus,
tschuldige die lange Antwortzeit....

Die genaue Beobachtung und Auszählung der Windel gibt mir ein Gesamtbild des Volkes. Es ist ja nicht nur das reine Zählen der Milben sondern auch die Beobachtung dessen, was noch auf der Windel liegt.

Läuft Brut aus, steigt die Milbenzahl, läuft weniger Brut aus, sinkt sie. Wird verdeckelt, liegen Wachsschuppen auf der Windel, ist viel Schwitzwasser auf der Windel könnte das auf offene Brut hindeuten.
Fallen nach der Behanldung viele Milben in kurzer Zeit oder tröpfelt es länger so vor sich hin?
Welche Milben fallen, helle, dunkle?
Viele Beobachtungen, die man unter einen Hut bekommen sollte.

Noch bin ich im Windellesen kein guter Fährtenleser, aber ich möchte das werden und trainiere daher fleissig. Ob meine Rückschlüsse stimmen oder nicht wird sich zeigen.

Ich denke man könnte (!) damit die Behandlung feiner Abstimmen, so daß sie wirkungsvoller ist. Allerdings tat ich dies heuer noch nicht, ganz einfach weil ich eh oft behandeln mußte, allein schon aufgrund der Zahlen.

Servus,

Nils


@Milbi:
was ist für dich "moderater Milbenfall""? Wieviele waren es denn ungefähr?

Palma40
20.12.2013, 23:01
Hallo Nils,

Das machst Du schon richtig so, ich mache es ja auch so, nur zähle ich nicht jede einzelne Milbe und vor allem nicht nach einer Behandlung, da genügt es mir zu erkennen ob die Behandlung gewirkt hat. Wichtig ist mir der natürliche Milbenfall und daran messe ich ob behandelt werden muss oder nicht.

Im Übrigen war meine Frage nicht präzise gestellt, ich ging davon aus Du zählst die Milben nach der Restentmilbung und da bin ich der Meinung dies kann man sein lassen.

Nils
21.12.2013, 14:14
Klaus,
ich bin vieeeeel zu neugierig, um da nicht genau zu zählen :-)

Nils
25.12.2013, 17:12
Heute gabs bei 2 Völkern Pollen zum Weihnachts-Frühstück :-)
Bei sehr geringem Bienenflug kamen fast alle Bienen mit Pollen heim. Unglaublich.
Die restlichen Völker haben diese Quelle wohl nicht entdeckt, flogen nur spärlich.

Was mir ein wenig Sorge bereitet: gut 7 Tage nach der Winterbehandlung scheint wieder mehr Brut auszulaufen: sehr viel dunkles Gemüll auf der Windel. Waren sie also bei der Abschlußbehandlung nicht wirklich brutfrei? Der Gemüllmenge nach ist es jede Menge die da schlüpft - und das schon die letzten 2-3 Tage.

Wie ist das bei Euch? Aber wahrscheinlich schaut kaum noch einer auf die Windel ;)


Servus,

Nils

Milbi
25.12.2013, 17:36
Hallo Nils,
doch doch.
Ich habe eben auf die Windeln geschaut.
Die liegen in der Garage aufgestapelt und sind noch alle vorhanden.

Palma40
25.12.2013, 18:19
Die liegen in der Garage aufgestapelt und sind noch alle vorhanden.

Und ich habe alle schon sauber gereinigt und aufgeräumt.

kuttel
25.12.2013, 20:28
Heute gabs bei 2 Völkern Pollen zum Weihnachts-Frühstück :-)
Bei sehr geringem Bienenflug kamen fast alle Bienen mit Pollen heim. Unglaublich.
Die restlichen Völker haben diese Quelle wohl nicht entdeckt, flogen nur spärlich.
....


Na dann schau mal genauer in der näheren Umgebung, ob da nicht irgendwas staubförmiges rumliegt.
Ich will Dir die weihnachtliche Freude nicht unbedingt verderben, freue mich mit Dir wenn es anders ist,
würde aber an alles mögliche denken, was sie da höseln können.
An Pflanzen fällt mir da kaum was ein, Efeu ist sicher lange vorbei und die frühesten Hasel sind, bei uns
zumindest, noch nicht soweit.
Aber wer weiss ....

Josef Fleischhacker
25.12.2013, 21:00
An Pflanzen fällt mir da kaum was ein

Die Schneerose-Christrose-Weihnachtsrose käme hierzu infrage, schaut´s Euch alle die herrlichen Fotos an

meister-miezebien
26.12.2013, 08:33
hm - also bei uns sieht man auf den Feldern wo Senf angesäht wurde noch gelbe nicht abgefrorene Blüten.
Aber ob es da was zu holen gibt, weiß ich nicht ?

gruß

bernhard

Tschiwi0
26.12.2013, 14:40
So, nun ein kurzer Bericht zur Varroabehandlung.
Der natürliche Totenfall an Varroen war äußerst gering. Ich habe auch Fachleute zur Begutachtung herangezogen.
Ich wollte eigentlich nicht einfach so sicherheitshalber *dreinfahren*, wenn nicht nötig.
Die Empfehlungen reichten von *nicht mehr behandeln* - bis mach es doch.
Ich hab es gestern mit einem gekauften (Name nicht genannt) - und nicht mit einem Selbstmischer - Oxalprodukt gemacht.
Brav wieder die Windeln eingelegt, und heute kontrolliert.
Und siehe da, es sind doch bis heute schon einige dunkle Milben gefallen.
Wohl keine große Anzahl - jedoch verschiedentlich -. einige.
Meine Behandlungen waren:
2 x Ameisensäure 60% Schwammtuch
1 x bedampfen - 1 Einheit 2 Gramm Oxalsäure (Tabletten)
1 x Restentmilbung 30 - 40 mg pro Einheit/je nach Stärke.
Wie gesagt - es sind auch nur einige - und nicht beängstigend.

Nun noch etwas:
Es gibt keine einheitliche Lehrmeinung bei der Behandlung - z.B. Träufelmethode.
Bienenwohl laut Empfehlung 10 bis 12 ml pro Behandlung
Liebig 30 ml bei schwachen - und 50 ml bei starken Völkern (das 4fache)
andere Empfehlungen um die 30 bis 40 ml pro Volk.
Auch die Temperaturempfehlungen lauten von 5 Minusgraden - besser als 5 Plusgraden und umgekehrt.
Da kennt sich Einer noch aus.

Gruß
Fritz

Norbee81
26.12.2013, 15:33
Hallo Fritz!

Nun noch etwas:
Es gibt keine einheitliche Lehrmeinung bei der Behandlung - z.B. Träufelmethode.
Bienenwohl laut Empfehlung 10 bis 12 ml pro Behandlung
Liebig 30 ml bei schwachen - und 50 ml bei starken Völkern (das 4fache)
andere Empfehlungen um die 30 bis 40 ml pro Volk.
Auch die Temperaturempfehlungen lauten von 5 Minusgraden - besser als 5 Plusgraden und umgekehrt.
Da kennt sich Einer noch aus.

Bei der Bienenwohl - Blockbehandlung (mehrere Behandlungen) werden je Behandlung diese 10 ml verwendet. Diese Blockbehandlung startet schon, wenn die Völker noch Brut haben.
Bei der einmaligen Träufelbehandlung dosiert man zwischen 30 und 50 ml. Diese Behandlung wird bei absoluter Brutfreiheit gemacht.
Am Besten wirkt die OS, wenn die Traube fest und eng sitzt. Das ist am ehesten bei Minusgraden der Fall. Dabei muss aber ganz vorsichtig geträufelt werden, damit die Lösung nicht an der Traube aussen runterläuft.
Verdampft wird bei ca 5 Grad. Die Bienen sollten nicht ausfliegen, aber locker sitzen.

Gestern früh hatten wir 0°. Da dachte ich mir, das wär ideal zum Behandeln, bevor es die Völker einschneit. So, dann Werkzeug eingepackt und los ging es. Am höchst gelegenen Stand dann die Überraschung: durch den Föhn zeigte das Thermometer 17° Plus an... und das bei nur 300 m Höhenunterschied!
Trotz aller Empfehlungen und Leitsätze hab ich den Stand beträufelt, die Völker saßen um 9 Uhr noch in den Trauben, einzelne Bienen flogen aber schon aus.
Leider musste ich ein sterbendes Volk entdecken- 2 Wabengassen, leicht verkotet. Vermutlich Varroaschaden. Dieses werde ich wegräumen sobald es tot ist und dann untersuchen. Schon vor Wochen lagen bei dem Volk viele tote Bienen am Flugloch.

Gruß
Norbert

gartenmundl
26.12.2013, 19:01
Bei der Bienenwohl - Blockbehandlung (mehrere Behandlungen) werden je Behandlung diese 10 ml verwendet. Diese Blockbehandlung startet schon, wenn die Völker noch Brut haben.
Bei der einmaligen Träufelbehandlung dosiert man zwischen 30 und 50 ml. Diese Behandlung wird bei absoluter Brutfreiheit gemacht.

Nur der Vollständigkeit halber:
Bei der Restentmilbung mit Bienenwohl empfiehlt Herr Dany ebenfalls nur 10-12ml, also wie bei der Blockbehandlung!
(siehe kleines Filmchen auf seiner Homepage!)

Grüße
Raimund

Josef Fleischhacker
27.12.2013, 17:19
Heute war auch ich mit Stromgenerator, heißen Pfannen und OxS Tabletten unterwegs.

Mit plus 7 Grad, noch etwas Föhn -somit konnte ich mir die Luvseite aussuchen- und etwas Bienenflug war das Wetter ganz genau passend. Morgen abermals noch die gleiche Aktion und ich kann mich schon beruhigt zurücklehnen. :n3:

42156

Josef

Tschiwi0
02.01.2014, 17:21
Im Beitrag 97 habe ich geschrieben, dass ganz wenige Milben gefallen sind.
Die Empfehlungen waren....ganz lassen bis *mach was* (Sicher ist sicher!)
So hab ich´s am 25.12. *gemacht.* Geträfelt mit Oxalsäurepräparat 3,5%.
Und siehe da, nicht nur der Schnee ist leise gerieselt.- Auch die Milben.
Obwohl es Diskussionen pro und kontra über Zählungen gibt ....ich habs gemacht.
So habe ich von meinen 16 kontrollierbaren Völkern 4.503 (ja, genau) Milben herunter geholt.
Der eingezogene Schwarm war mit 1.041 Stück der tatsächliche Sieger.
Die anderen Völker waren von 6 Stück bis 961 Stück.
So kann´s einem gehen. Trotz anerkannter Methode nach der Abschleuderung und laufender Fallkontrolle
im Herbst.
Wie sagt Kurt? Nicht was herunten ist ist aussagekräftig (Aussage kräftig) - sondern was noch oben ist.
Und da hoffe ich, dass es nicht mehr allzu viele Milben sind.
Gruß
Fritz

Salsa
02.01.2014, 17:41
Hallo Fritz,

danke für deinen Bericht. Ja so ist es voll kompliziert, daher ist es mir der Ansatz "sicher ist sicher" lieber :)
Ich könnte mir diesem Jahr die Restentmilbung bei den meisten Völkern eigentlich sparen, über mehr als zwei Wochen sind bei den meisten Völkern nur 1 bis 3 Milben gefallen, das kann ich selber nicht verstehen! Aber bei einigen kam auch reichlich was runter (ab 50 Stück), daher hat sich die Restentmilbung trotzdem gelohnt, finde ich.

Lg Salsa

Palma40
02.01.2014, 18:19
Ja so ist es voll kompliziert, daher ist es mir der Ansatz "sicher ist sicher" lieber

Genau so ist es Salsa! Wir können uns drehen und wenden wie wir wollen, ob mit oder ohne zählen, es bleiben immer Milben in den Völkern und damit ist die Restentmilbung von höchste Priorität!!!

Salsa
02.01.2014, 19:02
Genau so ist es Salsa! Wir können uns drehen und wenden wie wir wollen, ob mit oder ohne zählen, es bleiben immer Milben in den Völkern und damit ist die Restentmilbung von höchste Priorität!!!
Ja genau so sehe ich das auch und ich bin von meiner Sicht so was von überzeugt :) da ich meine eigenen Zahlen nicht sehr anzweifeln darf. Gerade bei der Imkerei, wo man auf eine Frage oft drei unterschiedliche Erfahrungsberichte erhält, können nur noch eigene Erfahrungen zu einer "einigermaßen sicheren" Meinungsbildung führen. Wenn ich die fast milbenfrei Windel nur in diesem Jahr anschauen würde, da brauche ich nicht mal zählen, würde ich schnell auf die Idee kommen, in den nächsten Jahren auf die Restentmilbung verzichten zu können! ABER das Gegenbeispiel vom letzten Jahr, wo bei ähnlichem natürlichen Milbenfall vor der Behandlung doch mindestens über 80 Milben nach der Behandlung runter gefallen sind, lässt mich von meiner Sicht nicht abbringen: Restentmilbung ist wichtig, egal was davor bei Kontrollen an Milben natürlich runter fällt.

b-chris
02.01.2014, 21:37
Auch bei meiner Restentmilbung am 28.12. sind bei einigen Völkern erstaunlich viele Milben gefallen, während davor kaum natürlicher Abfall zu erkennen war. Ich möcht die Gelegenheit der Restentmilbung nicht ungenutzt verstreichen lassen.

Nils
03.01.2014, 09:37
Hi Leute,
ich habe am 14./15.12 behandelt (OX-Dampf) - also vor ca 20 Tagen.
In dieser Zeit sind zwischen 1 und 82 Milben gefallen (allerdings fehlen hier noch die Zahlen der letzten 5 Tage).
Bei den meisten weniger als 10 Milben.

Hört sich zwar gut an, aber schon ungefähr nach 7 Tagen hatten sie wieder deutlich mehr und viel dunkles Gemüll auf der Windel, also fürchte ich daß sie zum Zeitpunkt der Behandlung nicht brutfrei waren. Ob da der OX-Dampf noch gewirkt hat?


Interessanter Weise hatte das Volk mit 82 Milben die 2 Wochen vor der Behandlung im Schnitt 0,42 Milben/Tag.
Das Volk mit 48 Milben hatte in der selben Zeit genau 0,0 Milben/Tag. Da hätte man meinen können daß eine Winterbehandlung entbehrlich wäre - scheint jedoch nicht der Fall zu sein!

Eine bekannte hatte die Windel nur 7 Tage eingelegt und keine einzige Milbe drauf. Sie wollte auf die Behanldung verzichten, hat sie dann aber doch gemacht. Über 80 Milben sind seither bei ihr gefallen.

Für mich heisst das nun, daß die Winterbehandlung wohl unverzichtbar ist....

Servus,

Nils

Palma40
03.01.2014, 11:11
Für mich heisst das nun, daß die Winterbehandlung wohl unverzichtbar ist....

Das sagen wir ja schon lange. Es freut mich, dass Du nun auch zu dieser Erkenntnis gekommen bist.:SM_1_11:

Bienefix
03.01.2014, 11:48
Nun muss ich meinen "Senf" doch auch noch dazu geben und bin ganz Eurer Meinung.
Anfang Dezember hatte ich die Windeln für 5 Tage drin und in diesen 5 Tagen einen Gesamtmilbenfall zwischen 0 und 3 Milben, also durchaus überlegenswert, ob eine Behandlung überhaupt nötig wäre???
Frei nach dem Motte: "Nur eine tote Varroamilbe ist eine gute Varroamilbe" habe ich am 16. Dezember OS geträufelt.
Und siehe da: In zwei Wochen ein Gesamtmilbenfall zwischen 7 und 222 Milben pro Volk!!!
42194

Ohne Restentmilbung möchte ich mir die weitere Entwicklung der Milben in V2 oder V3 lieber nicht vorstellen und bin mir nicht sicher, wie sich diese Völker in der nächsten Saison entwickelt hätten.
Genau deshalb bin ich Fan der OS-Behandlung im Winter!

stefan mandl
03.01.2014, 17:01
Liebe Imkerkollegen!

Wir behandeln immer in den Weihnachtstagen.

Unsere Beuten haben einen isolierten Deckel, wenn man den anhebt und die Hand auf die Plastikfolie legt, merkt man durch die Waerme, ob das Volk noch Brut hat. Das geht aber nur bei isolierten Deckeln.

Zu dieser Zeit werden alle Voelker mit 3,5%iger Oxalsaeure auf 20%iger Zuckerloesungsbasis getrauefelt. Geht sehr schnell und bringt unsere Lehrlinge nicht um.

Ohne Winterbehandlung hat man im kommenden Jahr einen unnoetig hohen Milbendruck und ist ein Problem fuer seine Nachbarimker.

BG

Stefan mandl

Tschiwi0
03.01.2014, 17:05
Hallo Stefan Mandl-
In Deiner Betriebsgröße wird die Oxalsäurelösung in etwa solchen Mengen hergestellt, wie ich Futterlösung anrichte.
Also.....Eigenmischung- selbstverständlich.
Nun die Frage:
Normal ist die Lösung 1:1 Wasser und Zuckerlösung. Daher 50%.
Welchen Vorteil - bzw. welche Überlegung steckt in der 20% Lösung?

Gruß
Fritz

Salsa
03.01.2014, 18:28
Welchen Vorteil - bzw. welche Überlegung steckt in der 20% Lösung?
Hallo,
ich bin nicht Stefan, aber ich kann dir das aus meiner Sicht beantworten :)
je mehr Zucker in der Lösung ist, desto mehr Schaden bekommen die Bienen davon, aber auf der anderen Seite, je mehr Zucker in der Lösung ist, desto besser wirkt die Behandlung. die 20%er oder 30%er Zuckerlösung scheint genug zu wirken und weniger schaden an den Winterbienen anzurichten, daher wird sie oft bevorzugt.

@Nils und Bienefix:
vielen Dank für eure Berichte. Es freut mich sehr und ich fühle mich in meiner Beobachtungen endlich bestätigt, da ihr die gleiche Erfahrungen gemacht habt und die Ergebnisse eurer Behandlung auch genau kontrolliert habt. Nun kann mir jeder erzählen, was er will, ich habe genug Zeugen :)

LG Salsa

Beehouser
02.12.2015, 20:16
Das Thema möchte ich wieder aufwärmen.

Die Winterbehandlung naht. Wann legt Ihr los?

Ich plane das Wochenende vor Heilgabend, hoffentlich passt das Wetter, Eventuell mach ich es auch eine Woche früher.

Der Wetterdienst wird hoffentlich gute Prognosen abgeben.

Für die deutschen Kollegen empfiehlt sich das Varroawetter:

http://www.bienenkunde.rlp.de


Schönen Gruss, Christian

Chrigel
02.12.2015, 21:28
Ich werde morgen die seit 10 Tagen eingelegten Unterlagen kontrollieren und wo nötig abschliessend behandeln: Meine Premiere mit dem Oxamaten.
Die Völker eines Freundes, die an meinem Nebenstand überwintern, werden alle mit OS bedampft.
Damit wird dann Schluss sein für dieses Jahr.
Ich werde berichten.

Chrigel

immelieb
02.12.2015, 21:57
Ich habe vor am Wochenende mal in 5-6 Völker hineinzuspitzen und zu sehen wie es mit der Brut aussieht. Bei den momentanen Temperaturen von um die 10°C werden sie wohl noch Brut haben was eine Behandlung Schwierig macht.

Nils
03.12.2015, 10:02
Gestern wurden die Windeln nach 4 bzw. 5 Tagen kontrolliert. Die Gemüllmenge ist standortabhängig unterschiedlich.
Beim Hauptstand waren noch enorme Menge Brutgemüll darauf zu finden. Es muß also noch sehr viel Brut auslaufen. Auch frische Stifte waren wieder zu finden...

Ich blicke mal wieder in meine Glasku... ähm, nein, in meine Exceldatei mit den Temperaturen...

Am 21.11. fing bei uns die Kälte mit Nachtfrost an. Der Nachtfrost hielt genau 9 Tage lang an, tagsüber maximal 2-4 Grad.
Vielleicht (!) hat das die Königin dazu gebracht etwas zu bremsen? Dann drüfte so ungefähr am 24.11 plus 21 Tage = ca. 15.12.15 verhältnismässig wenig verdeckelte Brut im Volk sein.

Da aber nach 9 Tagen die Temperaturen wieder stark kletterten (Nachts 7 Grad plus, tagsüber um die 10), gehe ich davon aus daß ab dem ca. 01.12.15 wieder deutlich stärker gestiftelt wird. Ich glaube nicht daran, daß Völker überhaupt jemals komplett brutfrei sind. Und auch wenn die Tage kürzer sein mögen, diese milben Temperaturen wird die Königin wieder zum vermehrten Stifteln nutzen.

Somit wird diese vermehrte neue Brut ab 01.12 plus 9 Tagen = 10.12.15 verdeckelt werden. Und von da an wird die Menge der verdeckelten Brut konstant weiter gehen - so meine Annahme, denn es ist die nächsten 2 Wochen kein Winter in Sicht (Laut Wetterlügenbaron ;).

Und damit haben wir echt ein Dilemma! Ab 10.12. nimmt die verdeckelte Brut wieder zu, aber erst ab 15.12. läuft die jetzt vorhandene Brut vermehrt aus. Da die Queen weiter stifteln wird bei 10 Grad, wird das echt ein Problem....

Ich werde daher versuchen vor dem 10.12. das erstemal zu bedampfen um die danach verdeckelte Brut zu schützen und nach dem 15.12. das Zweitemal um die daraus schlüpftenden Milben zu erwischen. Und dann schau ma weida...


@Chrigel
Ich glaub's ja nicht, du konvertierst zu den Oxamat-Bedampfern? :-)
Was bringt dich dazu diese Form der Winterbehandlung an zu wenden? Ich lese aus deinen Zeilen heraus, daß du nur einmal bedampfen wirst?

Servus,


Nils

honeyworld
03.12.2015, 13:21
ca. 15.12.15 verhältnismässig wenig verdeckelte Brut im Volk sein.

Das ist auch meine Berechnung und ist im Kalender eingetragen.

Die nächsten Tage scheinen nicht besonders frostig zu werden.
Daher geht sich das dann im Dez. nicht mehr aus.
Jetzt müssen sich nur mehr die Bienen an unsere Berechnungen halten.:l435:

Chrigel
03.12.2015, 19:58
@Chrigel
Ich glaub's ja nicht, du konvertierst zu den Oxamat-Bedampfern? :-)
Was bringt dich dazu diese Form der Winterbehandlung an zu wenden? Ich lese aus deinen Zeilen heraus, daß du nur einmal bedampfen wirst?

Da unterliegst du einem Irrtum - ich muss nicht konvertieren. Ich habe mich nie dahingehend geäussert, dass ich das Verdampfen ablehne - Was ich ablehne ist das serienmässige Bedampfen von bis zu 20 mal (meine damalige Ausdrucksweise hat sich dir ja tief eingebrannt). Aber im Ernst, ich habe einen Oxamaten angeschafft wie an anderer Stelle schon früher geschrieben. Warum, ganz einfach, weil ich mit meinem rechten Arm zur Zeit keine schweren Waben halten kann. Somit bin ich nicht imstande, bei meinen 5B Völkern eine MS Sprühbehandlung durchzuführen. Das ist aber nebensächlich und ab heute gehört der Oxamat zu meinem Imkergerät wie die MS Sprühflasche.

Interessanter ist die heutige Erfahrung auf dem Stand, wohin ich 20 Imkersenioren eingeladen habe, damit sie sich mit neuem Gerät vertraut machen können. Bei meinen 5B Völkern musste ich ein einziges Volk einer abschliessenden Behandlung unterziehen. Die Unterlagen aller andern Völker zeigen dank mehrwöchiger Brutfreiheit kaum Milben. Die 4 verbliebenen Jungvölker aus 5 B sind ebenfalls bereits längere Zeit brutfrei und brauchen ebenfalls keine Nachbehandlung.
Die 8 Völker meines Freundes, der trotz unverdächtiger Windeln eine Behandlung aller Völker wünschte (was mir natürlich gegen den Strich ging), haben wir den Oxamaten eingesetzt. Nach 12 Tagen werden wir dort die Unterlagen kontrollieren.
Ein rundum erfreulicher Nachmittag, der in gemütlicher Runde in der warmen Wirtsstube ausgeklungen ist.
Und damit habe ich meine Arbeiten abgeschlossen und Ruhe bis anfangs März, denn erst dann wird die Sonne meine Bienen wieder wach küssen.

Chrigel

Nils
03.12.2015, 20:27
Servus Chrigel,

ich hatte mich schon gewundert als du vor kurzem ein Foto mit dem Oxamat zeigtest. Es ist noch das alte Modell, also ist es schon länger in deinem Besitz oder gebraucht gekauft?

Da es wohl heute deine Premiere war - was hältst du von diesem Gerät?

Es ist erfreulich zu hören daß sich deine Völker so milbenfrei entwickeln können! Darf ich fragen, wo du die Grenze ziehst ab der eine Nachbehandlung für dich erforderlich ist? Und wenn ich "kaum Milben" lese würden mich konkrete Zahlen auch brennend interessieren :)

Das mit deinem Arm zu hören tut mir leid. Falls du schon mal darüber geschrieben hast, habe ich es wohl nicht gelesen. Ich hoffe es ist eine bald vorübergehende Sache? Jedenfalls wünsche ich dir gute Besserung!

Tjaja, die barbarischen Oberbayern.... ;)
Servus,

Nils

Bumble Bee
03.12.2015, 21:54
Puh ich hoffe das ich endlich am We dazu komme mir die Windeln anzuschauen. Der Dezember ist bei mir immer ein Horrormonat arbeitstechnisch. Wenn die Völker wirklich Brutfrei sein sollten werde ich Montag (Ein Tag frei und nicht ausgebucht wie zur Zeit jedes We) die Endbehandlung machen. Ansonsten wie letztes Jahr um Weihnachten.(Und ich bedampfe auch, habe da letztes Jahr sehr gute Erfahrungen mit gemacht als letzte Behandlung)

Salsa
04.12.2015, 08:52
Hallo zusammen,

ist es nicht lustig, unter welchem Thementitel die "Eilmeldung" zur Restentmilbung verkündigt wird :)

Ich weiß nicht, wie viele von euch in hohen Lagen wie unser Chrigel imkern und mit welcher Bienenherkunft ihr imkert etc., aber bei mir wäre eine Restentmilbung vor Mitte Dezember sehr riskant, denn bis Ende der 3. Novemberwoche herrschte bei mir fleißiger Polleneintrag über mehrere Tage und davor fast ne Woche lang Temperaturen um die 18°, obwohl ich auf 550 Höhe imkere.

Die jetzigen wärmeren Temperaturen bis zu 10° tagsüber machen mir keine großen Sorgen, denn weder wird Pollen eingetragen noch bleiben die Nächte dauerhaft warm. Gerade bin ich bei -4° geradelt, da hat eventuelle offene Brut kaum Chancen, nicht ausgeräumt zu werden.

Mal wieder sieht man, wie sehr sich die Imker auf die 0° Grenze orientieren. Ich denke im inneren der Traube bekommen die Bienen (oder die Kö) nicht genau mit, ob draußen bei stillem Wind -5° oder +2 mit starkem Wind und großen Fluglöchern oder offenen Böden etc. herrschen.
Außerdem, wenn es den Bienen nur um Temperaturen gehen würde, dann würden die meisten Völker im Februar brutfrei sein, denn Februar ist der kälteste Monat bei uns! Dass das nicht der Fall ist, zeigt deutlich, dass die Bienen sich nicht nur an Außentemperaturen orientieren, sondern sicherlich u.a. auch an die ab- und zunehmende Tageslichtlänge.
Das Einstellen des Brutgeschäfts ist auch keine reine Kö-Entscheidung. Die Kö kann weiter stiften wie sie will und das macht sie oft fast zu jeder Zeit. Die Pflegebereitschaft des Volks entscheidet eher, ob diese Stifte oder offene Brut weiter gepflegt wird oder lieber ausgefressen wird. Im frühen Frühjahr geht man davon aus, dass bis 50% der Stifte ausgefressen werden, da wird im Winter wahrscheinlich auch nicht jedes Ei verdeckelt, was die Kö aus warmen Po mitten in der Traube verliert.

Wie hieß dieses Thread nochmal? :)

Lg Salsa

Nils
04.12.2015, 09:04
Wie hieß dieses Thread nochmal?

Ähh, Brutfreiheit? *lach*

Ist ein wenig OT, man möge es mir nachsehen. Aber ich glaube nicht daran, daß ein Volk jemals wirklich brutfrei ist. Das wäre ja auch gegen jede Logik. Die Bienen wären doch schön blöd, würden sie sich jede Möglichkeit der Nachschaffung nehmen. Falls der Königin was passieren sollte und sie wären brutfrei, dann wär's das gewesen. (Schon klar daß eine nachgeschaffte Königin im Dezember nicht begattet wird - obwohl....)

Daher glaube (!!!!) ich, daß jederzeit irgendwo irgendwelche Stifte "rumliegen", und sei es nur um für den Fall der Fälle gerüstet zu sein. Und wenn jetzt jemand behauptet, er hat im Dezember/Januar/Februar sein Volk kontrolliert und Brutfreiheit festgestellt .... ähm, mit Verlaub, das glaube ich nicht. Denn um wirklich sicher zu sein daß keine Brut da ist, wirklich jede Zelle gesehen wird ... dazu müsste man die Waben abschütteln.

Sicher wird es nicht viel Brut sein, aber selbst wenn nur 50 Zellen mit Brut vorhanden sind reicht es aus, um 50 oder mehr Milben zu verstecken...

Daher bewundere ich die OX-träufler schon sehr, die zielsicher genau an einem bestimmten Tag "alle" Restmilben mit nur einer Behandlung erwischen.


Meine OT-Gedanken zu Salsas Eile-mit-Weile ;)

Nils

Salsa
04.12.2015, 09:21
Daher bewundere ich die OX-träufler schon sehr, die zielsicher genau an einem bestimmten Tag "alle" Restmilben mit nur einer Behandlung erwischen. Na, was denkst du woher die "Ausreißer" im nächstem Jahr kommen :-D Und die Restentmilbung wirkt auch bei wenig Brut, nur halt nicht optimal

Ich glaube nicht, ich weiß es genau, dass Brutfreiheit in den meisten Völkern herrscht, denn ich habe genug und genau kontrolliert, um das zu wissen. Es reicht aus, wenn man die Bienen antippt und vertreibt, um alle Zellen genau zu kontrollieren, man muss nicht jede Wabe abstoßen. Nur gute Augen soll man noch haben.

Deine oberen Gedanken habe ich schon mal (von jemandem anderen) gelesen, aber warum soll (normalerweise ohne imkerlichen Störungen) eine Kö im Winter aus heiterem Himmel ausfallen, sodass die Bienen nachschaffen müssen! Eine schwächende Kö wird meist (im späten Sommer) still umgeweiselt und eine Kö stirbt nicht plötzlich ohne Grund einfach so. Ihre Legeleistung gibt langsam nach und das Volk hat genug Zeit, das zu merken und zu reagieren, ohne nachschaffen zu müssen. Nachschaffung kommt in der Natur (ohne Imkereingriffe) viel seltener vor, denn kein Raubtier ist auf die Kö so fixiert wie der größte Honigdieb mit Schleier :).

Chrigel
04.12.2015, 10:38
Restentmilbung - ohne Eile aber zum jetzigen Zeitpunkt bei meinen Bienen und in meiner Umgebung ist optimal, da alle Vorgaben für eine wirkungsvolle Behandlung erfüllt sind.
Dies zum aktuellen Zeitpunkt andern Imkern mit andern Bienen in anderer Umgebung zu suggerieren ist mir fern. Wenn ich an anderer Stelle von 5 Wabengassen Brut lese, dann sind das ganz andere Verhältnisse, die ich mir ehrlicherweise nicht wünsche und für die ich keine Ratschläge erteilen kann.

Chrigel

Nils
04.12.2015, 11:55
Dies zum aktuellen Zeitpunkt andern Imkern mit andern Bienen in anderer Umgebung zu suggerieren ist mir fern.

Ich denke das dürfte allen eh klar sein? Allen - bis auf einem *frech-grins*.
Viel interessante wäre dagegen, wie ihr die Brutfreiheit feststellt (ohne Waben ziehen). Ich orientiere mich nach dem Brutgemüll, wobei das ja über die offene Brut nichts aus sagt.

Und selbst bei meinen 3 Standorten, die nur ca. 8 km weit auseinander liegen, gibt es hier deutliche Unterschiede......


Nils

Beehouser
04.12.2015, 16:40
Nachdem hier ein paar Leute den Titel anmäkelten, habe ich diesen angepasst.

Salsa
04.12.2015, 19:51
Nachdem hier ein paar Leute den Titel anmäkelten, habe ich diesen angepasst. oh neiiiin, der Titel war doch gut und sinngemäß, fand ich

immelieb
04.12.2015, 23:48
Habe heute mal in 3 Völker gespitzt die einige Stifte auf der Windel hatten und habe lediglich "Brutnestchen" mit ca. 5cm durchmesser gefunden. da werde ich mich darauf einstellen, am Sonntag die Behandlung durchzuführen. Bei 2 meiner Völker werde ich auch mal probieren, mit Milchsäure zu Behandeln. Habe zwar bedenken, weil ich das Volk "auseinanderreißen" muss, aber als Junger Mensch muss man sich was trauen :-)

Stefan aus Au
05.12.2015, 19:11
servus zusammen,

heute bei 8°C und Sonnenschein war wieder Brutgemülle auf dem Varroabrett, ud zwar von 3 Bienengassen. Die brüten wieder!
Also warte ich noch bis Weihnachten, und werde dann restentmilben.
Habe heute auch im Imkerladen meines Vetrauens den Hinweis bekommen, dass man auch mit MS entmilben kann. Das Auseinaderziehen auch bei niedrigen Temperaturen soll keinen Einfluß auf das Volk und die Frühjahrsentwicklung haben.
Habt Ihr da auch solche Erfahrungen gemacht?

Grüße aus Au
Stefan

Chrigel
05.12.2015, 19:53
Im Hinterbehandler muss ich alle bienenbesetzten Waben aus dem Kasten nehmen und in den Wabenknecht hängen. Anschliessend wird Wabe um Wabe besprüht und wieder zurückgesetzt. Dies praktiziere ich seit Jahren im November oder Dezember bei Temperaturen über 5 Grad. im Bienenhaus. Herunterfallende Bienen werden aufgefangen und zurückgegeben. Allerdings gehen meine Dunklen schon sehr zeitig aus der Brut, sodass zum gewählten Zeitpunkt garantiert keine Brut mehr vorhanden ist.

Der Widerstand gegen eine MS Sprühbehandlung Mit Wabenziehen um diese Jahreszeit entspringt der "Imkerseele" und ist rein emotional begründet. Kein Gegner dieses Vorgehens kann dies mit erlittenen Verlusten oder entstandenen Schäden an den Völkern begründen (er hat es ja nie praktiziert!). Die Befürworter würden das Verfahren nicht anwenden, wenn sie nicht Erfolg damit hätten.
@Nils Es ist wie mit dem bayuvarischen (sprich barbarischen) Mehrfachbedampfen..wie leid mir da die Bienen tun..:SM_1_11:

Chrigel

Nils
05.12.2015, 20:10
Och Mensch Chrigel, jetzt hast du mir die Freude verdorben!
Ich wollte grad ähnliches dazu schreiben :)

So hat halt jeder "seine" Vorlieben. Und völlig gleich und schnurzpiepegal welche - wenn es damit klappt ist sie gut!

;)

Nils

Bumble Bee
05.12.2015, 21:46
Trotz der üblen Erkältung die mich jetzt seit über einer Woche quält, habe ich heute endlich mal die Windeln angeschaut, und nach Brutfreiheit sah das bei einigen Völkern noch nicht aus, aber es scheint massiv weniger zu werden. Ich denke das wird wieder so kurz vor Weihnachten wie letztes Jahr. Ich will mal hoffen das die Erkältung jetzt besser wird, und ich endlich mal wiegen kann, um das Futter mache ich mir wirklich etwas sorgen dieses Jahr.

Malte Niemeyer
09.12.2015, 20:06
Hallo,

wie schauts bei euch aus? Sind die Völker Brutfrei? bzw. ist die Brutfreiheit abzusehen?

Bei uns siehts eher schwierig aus.. Ich denke man muss ganz individuell behandeln und die andern dann später..

Mfg Malte Niemeyer

Salsa
09.12.2015, 20:22
Nicht für Nils :)

https://www.youtube.com/watch?v=N7woBhb_yJM&feature=em-subs_digest-g

pepsi
09.12.2015, 21:35
1.Welchen sinn hat es bei solch einer Jahreszeit(temp) die Völker aufzureissen.
Für was ist die leer Zarge die du auf das Völk stellst,..l.g pepsi

DN-Beute
09.12.2015, 22:14
Hallo Salsa,
danke für das Einstellen von Simons Video.
Kann man wieder einiges draus lernen, super!

Josef Fleischhacker
09.12.2015, 22:19
danke für das Einstellen von Simons Video.

Wie bitte darf man dies sehen und vor allem wie schaut dies rechtlich aus, mit Copy Verletzung möchte ich keine Probleme bekommen?

Josef

DN-Beute
09.12.2015, 22:29
Bin ich etwas überfragt, ich denke er geht auf YouTube öffentlich locker damit um.
Was ist wenn man nur den Link zu YouTube zu seinem Filmchen setzt.
Ist das genauso gefährlich? :( ich nix Ahnung, ich Metzger .

Salsa
09.12.2015, 23:37
Was ist wenn man nur den Link zu YouTube zu seinem Filmchen setzt.
nichts anderes habe ich gemacht, im Forum ist nur ein Link zum Youtube-Video, nur die Forumsoftware unterstützt das Abspielen von hier aus. Das Video selbst ist immer noch auf Youtube und nicht hier im Forum, das sieht man auch, wenn das Video läuft.

@Pepsi: Sei doch froh und dankbar, dass Simon sich die Mühe macht, alle Vorurteile ala' "Völker Aufreißen im Winter schadet sie" zu relativieren und uns zu zeigen, wie dieses Volk mit ganzer leeren Zarge drauf und trotz allen Durchsichten super da steht, wahrscheinlich besser als viele Völker, bei denen der Imker sich seit Oktober nicht mehr traut, rein zu schauen! Man muss und soll das nicht nachmachen, wenn man nicht versteht, was man genau tut und welche Folgen das hat, aber man kann anderen dankbar sein, wenn sie ihre Erfahrungen und Wissen mit uns teilen wollen, trotz meist ungerechter Kritik.
Simon weiß., was er macht und er kontrolliert nicht zum ersten mal seine Völker im Winter. Schau dir mal in Youtube seine Kontrollen in den letzten Wintern und du kannst vieles davon lernen, obwohl die Völker noch leben ;-)
Hier auch ein anderes Video von Gestern von Bernhard

https://www.youtube.com/watch?v=DcRLClNPuP0

Salsa
09.12.2015, 23:58
Ich werde am WE die Restentmilbung mit OxS-Träuflung durchführen. Außnahmerweise vor dem 15.12, da die letzten Tage warm waren und die Völker fleißig geflogen sind. Aber bei mir ist hab so schlimm, da mache ich mir wenig Sorgen, denn nachts gab es bei mir genug Minustemperaturen. Hier sind die Tiefsttemperaturen in Augsburg zu sehen, bei mir aufm Berglein oft noch einige Grade kälter.
http://www.wetteronline.de/wetterdaten/stadtbergen?pcid=pc_rueckblick_data&gid=10852&pid=p_rueckblick_diagram&sid=StationHistory&iid=10852&month=12&year=2015&period=4&paraid=TNLD

obi
10.12.2015, 06:04
hallo Malte,also ich hab bei einen Stand gut 4Monate keine Sonne und schon sieben Wochen brutfrei.

Sind Vor-und Nachteile für die Varroa besser aber für die Frühjahrs-Tracht ein Nachteil,sind sicher eine Bienengeneration hinten nach!

oagi
10.12.2015, 08:08
Ich bin mit der Restentmilbung auch schon durch. Möglich machen das unsere lokalen Klimaverhältnisse. Hier ein Vergleich der tiefsten Temperaturen im November an meiner nächstgelegenen Wetterstation (Murau) mit Wien (Hohe Warte). Wobei mein Standwort nochmals um 150m höher liegt als die Station in Murau.

7098670988
Quelle: wetteronline.de

In Murau gab es im November insgesamt 17 Tage mit Frost, in Wien hingegen ledichlich 3.

Meine Völker wurden am 7.11 und am 5.12 mit Bienenwohl beträufelt. Am kommenden Samstag wird beurteilt wie viel nach der 2. Behandlung noch gefallen sind. Ein zweites mal wurden nur jene Völker behandelt, bei denen in der Woche vor dem 5.12. mehr als eine Milbe auf der Windel lag. Dies waren etwa 20% meiner Völker.

Titus

fichtenwald
11.12.2015, 11:58
Also, meine Bienen sind wohl Brutfrei, mehr oder weniger, Sitzen mittlerweile in einer Traube beisammen und warteten auf die Behandlung, welche ich mit Bienenwohl am 08.12 bei 2-3 Grad durchführte.

Sollte hoffentlich dann passen, Befall wird natürlich weiter noch kontrolliert.

Aber die Beuten bleiben vor erst einmal geschlossen...

Janos
12.12.2015, 13:43
So nach knappen 3 Tagen die Schieber kontrolliert und nur bei einem Volk über 1Milbe/Tag gefallen, alle anderen sind unter 1Milbe/Tag.
Das Volk mit über 1M/Tag wurde von mir ausschließlich mit ALV behandelt - alle anderen Völker bekamen 1x 14Tage AS im NassenheiderPro und dann ALV.

Auf allen Windeln habe ich noch feines braunes Gemüll, was ja auf schlüpfende Brut hindeutet.
Ein Volk hat wie es aussieht noch überdurchschnittlich schlüpfende Brut und auch deutliche Anzeichen, dass Futter umgetragen wird (hab ich bei den anderen Völkern kaum gesehen - weiße größere Deckel)
Was mich freut ist, dass alle Bienen noch da zu sitzen scheinen wo ich mir das gewünscht/vorgestellt habe -- vorne auf der Seite des ehemaligen Fluglochs.
Ein Volk wirkt etwas leicht und wurde vorgemerkt.

70995

Wenn der Faktor 500 grob stimmt, weiß ich jetzt auch was ca. nach der OS-Träufelung fallen müsste.

Richtigen Frost mit zweistelligen Minus hatten wir am 23-24.11. somit wären die ominösen 3Wochen am 14.-15.12. abgelaufen. Ich werde noch etwas dazugeben und dann ab dem 19.12. sobald das Wetter (kalt) passt behandeln.

Stefan aus Au
12.12.2015, 20:54
servus miteinander,

nachdem mein Volk scheint's dieses Jahr zum zweiten Mal aus der Brut läuft (endlich, möchte man sagen: tagsüber nicht mehr als 8°C, und nachts Frost), frage ich mich, ob ich überhaupt restentmilben soll - oder ob ich das mit meiner MS-Behandlung im November bereits erreicht habe.
Damals hab ich mit 2x MS gut 400 Milben aus dem Volk rausbekommen, trotz 2x AS im Sommer.
Der Varroafall ist seitdem sehr deutlich zurückgegangen: lag er Anfang November noch bei ca. 6 Varroas/Tag, ging er mittlerweile auf rechnerisch 0,2/Tag zurück: pro Woche seh ich also nur etwa eine Milbe auf dem Brett liegen.
Brutaktivität hat sich in den letzten Tagen von 3 Wabengassen auf eine reduziert.

Da stellt sich mir die Frage, ob ich bei einer so geringen Fallrate überhaupt noch etwas machen soll, oder die Beute bis zum Frühjahr zu lassen soll?.
Euer Rat ist mir als Neuling immer wieder sehr willkommen.

Grüße aus Au
Stefan

Beehouser
12.12.2015, 21:08
So nun habe ich meine Winterbehandlung heute bei 5°C Außentemperatur durchgeführt.
Alle waren ganz brav.

Vor einer Woche habe ich die Schieber gereinigt, heute bei der Kontrolle fand ich bei allen meist nur zwischen 1-5 Milben vor. Das stärkste Volk zeigt 10 Milben in einer Woche.
Auch kein Drama.
Nun bin ich gespannt, was die nächsten Tage runterkommt.

Brutgemüll fand ich sehr wenig, bei einigen gar nichts mehr. Waben habe ich keine gezogen, das widerspricht mir im Innersten.

Schönen Gruss, Christian

Bumble Bee
12.12.2015, 21:49
Ich habe es auch heute erl. bin mir bei 2 Völkern immer noch nicht im klaren ob die Brut raus ist, bei denen werde ich das zwischen den Feiertagen noch einmal wiederholen. Die etwas knapp mit Futter waren , haben sich 2,5 Kg Futterteig noch ein verleibt.
Das beste Volk hatte seit 3 Wochen ne Windel drin und es sind sagen und schreibe in dieser Zeit 3 Milben gefallen. Die wurden im September mit MS behandelt, war scheinbar sehr wirkungsvoll.

nickerlbien
12.12.2015, 21:58
Ich werde mit wahrscheinlich am Montag einen Oxamaten beim Erzeuger holen und dann vor Weihnachten behandeln.
Ich hoffe sie sind bis dahin brutfrei.

pepsi
12.12.2015, 22:27
schade ums Geld wennst dir den kaufst

nickerlbien
12.12.2015, 22:30
Warum meinst du das?

Josef Fleischhacker
12.12.2015, 22:31
schade ums Geld wennst dir den kaufst

Ist schon hart, jene User die den Oxamaten in Verwendung haben sind ausnahmslos zufrieden damit. Frage, hast Du damit eventuell schlechte Erfahrungen gemacht?

Josef

fix
13.12.2015, 09:33
schade ums Geld wennst dir den kaufst
Warum?

Meinem Geld hat er bisher nicht geschadet :)

mado
13.12.2015, 09:52
Ich werde mit wahrscheinlich am Montag einen Oxamaten beim Erzeuger holen und dann vor Weihnachten behandeln.
Ich hoffe sie sind bis dahin brutfrei.

Hallo Paul,
laß Dich von Deinem Vorhaben nicht abbringen. Das Geld ist gut angelegt.
Und wie Josef schreibt, sind die User welche einen Oxamat verwenden ausnahmslos ! sehr zufrieden. Er hat Recht !
Könntest eventuell mit einem Kollegen, welcher vielleicht nur ein od. zwei Völker hat, auch zusammenarbeiten.

Gruß
Manfred

Nils
13.12.2015, 10:46
Meinen Oxen möchte ich nicht mehr missen. Er ist jeden Cent wert.
Damit es nicht OT wird: ich hatte für kommendes Wochenende die Schlussbehandlung geplant (natürlich mit dem Oxen) weil es da 11 Grad bekommen soll. Nun sagt er jedoch sehr windig und Regen. Das wird echt schwierig.....

nickerlbien
13.12.2015, 12:39
Meine Kollegen träufeln alle.

Salsa
13.12.2015, 17:50
Gestern früh nach einer frostigen Nacht bei max. 7° alle Völker ausnahmslos mit 3,5er OxS beträufelt, auch die 4 Mini+Völkchen haben jeweils 10 ml bekommen. Alle Völker und Völkchen sind noch da und keins ist weisellos. Alle saßen ruhig und noch eng in der Traube, wobei ich zuerst wegen der hohen Temperaturen Sorgen hatte, dass sie nicht eng genug in der Traube setzen.
Keine einzige Biene ist geflogen. Milbenfall vor der Behandlung lag zwischen 0 und 1 Milbe über 3 Tage, nur ein Volk hatte satte 5 Milben über die 3 Tagen gehabt, warum auch immer. Im Sommer habe ich Mitte Juli eine TBH durchgeführt und abschließend 2x im brutfreien Zustand mit OX behandelt. Das gefällt mir und ich bleibe im nächsten Jahr bei diesem Konzept.

Mit der Stärke der Völker bin ich sehr zufrieden, die kleinsten Reserve-Völkchen saßen auf min. 4 Gassen, aber in langen Gassen, da sie sich jeweils eine Beute teilen und eine große gemeinsame Traube (von min 8 Gassen) um das Trennschied bilden. Die Wirtschaftsvölker sehen sehr gut aus, ich freue mich jetzt schon auf den Frühling.
Letztes Jahr war ein Ableger bei der Restentmilbung weisellos und saß nervös nur noch auf 3 Gassen, so dass ich ihn mit seinem Nachbarn vereinigen musste. Dieses Jahr musste ich zum Glück keine Waben ziehen. Jetzt darf Weihnachten kommen, mindesten wegen den Bienen habe ich bis März keine Sorgen oder Arbeit mehr :)

LG Salsa

DN-Beute
13.12.2015, 18:03
Wouw, Mini+ 10ml , hast gleich das Badetuch zum abtrocknen mit rein geschmissen.
Hast du keine Angst das die ersaufen ?
Das steht mir noch bevor. Ich dachte an eine 5ml Spritze mit ganz dünner Nadel und
einem halben ml pro besetzter Gasse :(

Salsa
13.12.2015, 18:14
Wouw, Mini+ 10ml , hast gleich das Badetuch zum abtrocknen mit rein geschmissen.
Hast du keine Angst das die ersaufen ? Die Mini+Völkchen setzen auf jeweils 5 oder 6 Gassen und jedes Völkchen bildet mit seinem Nachbar um das dünne Trennschied eine gemeinsame Traube von 11 bis 12 Gassen, also keine Sorge! Ich überwintere in den 12er Überwinterungs-Mini+System von Wagner und nicht in den normalen Mini+ mit 6 Mini+Waben. Das sind also ordentliche Völkchen :), die sich gegenseitig erwärmen und wo jedes Völkchen über mehrere Zargen 12 bis 18 Mini+Wäbchen hat.

Nur 10 ml für die Mini+Völkchen, weil ich generell weniger OxS nehme als oft empfohlen wird. Mein Nachbar träufelt bis 50 ml bei starken Völkern. Ich nehme meist nur 30, ABER ich träufle ganz ordentlich mit feiner Strahl und Taschenlampe, sodass kaum ein Tropfen die Traube verfehlt. Mitm feinen Strahl muss ich über jede Gasse 3x (über die inneren Gassen sogar 4x) fahren, bis die 30 ml leer sind. Mein Nachbar träufelt mit der Medizinflasche, also mit grober ungenauer Strahl, und nimmt keine Taschenlampe, obwohl er nicht ganz gut sieht. Da kann man davon ausgehen, dass er ab und zu in leeren Gassen träufelt, so sind die 50 ml auch ok und er hat damit gute Erfahrungen.

DN-Beute
13.12.2015, 18:52
Ist doch alles in Butter, du nimmst 10ml für 12 Rähmchen (das musst du einem dummen auch sagen)
und ich nehme 5ml auf 6 Rähmchen, dann sind wir doch schon wieder da, wo wir hin wollen ;)

Beehouser
13.12.2015, 19:08
Ist doch alles in Butter, du nimmst 10ml für 12 Rähmchen (das musst du einem dummen auch sagen)
und ich nehme 5ml auf 6 Rähmchen, dann sind wir doch schon wieder da, wo wir hin wollen ;)

Rudi, schau' mal in die Anleitung, da heißt es 20-50ml pro Volk und 0,6ml pro Wabengasse als Richtregel (Zander u. DNM). Bei Miniplus muss man mal halt runterrechnen.
Meine Miniplus-Ableger waren sehr stark, haben etwa 20ml bekommen, wogegen mein Miniplus-Altvolk in der Winterbeute die volle Ladung von 50ml erhalten hat.
Die waren von der Bienenmasse stärker als alle meine anderen Völker, was mich etwa erstaunt hat.

Marcel
13.12.2015, 19:16
Also, ich bin echt verwundert warum alle schon Restentmilben :(
Frühestens zu Weihnachten werde ich die Entmilbung durchführen.

DN-Beute
13.12.2015, 19:22
Also, ich bin echt verwundert warum alle schon Restentmilben :(
Frühestens zu Weihnachten werde ich die Entmilbung durchführen.
Wenn das weiterhin so warm bleibt hier bei mir, dann kann ich Weihnachten nochmal Brutentnahme machen ;)

Josef Fleischhacker
13.12.2015, 19:25
Also, ich bin echt verwundert warum alle schon Restentmilben

Ist offenbar ein Wettkampf, wer ist der Erste!

Selber habe ich ebenfalls Zeit, ich denke irgendwann zwischen Weihnachten und Hl. Drei Könige geht´s den Milben an den Kragen, dürfen also vorher noch unseren Weihrauch genießen.

Josef

DN-Beute
13.12.2015, 19:30
ich denke irgendwann zwischen Weihnachten und Hl. Drei Könige geht´s den Milben an den Kragen, dürfen also vorher noch unseren Weihrauch genießen.
Josef
Dem ist nichts hinzuzufügen, bin der gleichen Meinung.

Astacus
13.12.2015, 19:55
@Drohne,

die Hl. drei Könige halte ich schon fast für zu spät bei uns im Osten. Normalerweise gehen die Bienen schon mit der Wintersonnenwende bei uns wieder in Brut, wenn sie nicht ganz durchbrüten. Wenn man jetzt den 22. Dezember als Stichtag nimmt, wäre mit Neujahr schon wieder verdeckelte Brut vorhanden. Bei meinem Stand in Niederösterreich habe ich sie aus Zeitgründen heute behandelt und nächstes Wochenende kommen sie im Burgenland dran.

Heuer gehen sie aber viel stärker in den Winter, die meisten sitzen auf 8 Wabengassen und hängen bei 4°C und 2 zargiger Überwinterung noch durch.
71005

Nächstes Jahr wird wieder interessant werden und bis zur Frühjahrsrevision haben sie jetzt ihre verdiente Ruhe.

Gruß
Hans Peter

Chrigel
13.12.2015, 20:11
Also, ich bin echt verwundert warum alle schon Restentmilben
Frühestens zu Weihnachten werde ich die Entmilbung durchführen.

Meine Völker sind schon lange brutfrei und wurden schon im November abschliessend behandelt. Warum soll dies in diesen Tagen andernorts nicht auch möglich sein. Es ist eine Frage der Oertlichkeit und der gehaltenen Biene. So wie die Wetteraussichten für die Schweiz sind, spielt es wohl keine Rolle, wann im heurigen Dezember schlussbehandelt wird. Völker die zur Zeit brüten, werden auch zum Jahreswechsel kaum brutfrei sein. Vielleicht ist niemand unglücklich, wenn die Feiertage uneingeschränkt der Familie gehören und die Bienen bereits versorgt sind. Schneller als ihnen lieb ist kommt die Zeit wo die Liebsten wieder ins zweite Glied zurücktreten müssen...

Chrigel

Salsa
13.12.2015, 20:27
Also, ich bin echt verwundert warum alle schon Restentmilben
Frühestens zu Weihnachten werde ich die Entmilbung durchführen.
Das passt schon, man kann das nicht pauschal sagen, aber nach Weihnachten gehen einige in Brut und das weiß ich, weil ich früher Waben gezogen habe. Wie in 137# erwähnt, warte i normalerweise bis Mitte Dezember, aber vor einer Woche (ab dem 5.12) (http://www.wetteronline.de/wetterdaten/stadtbergen?pcid=pc_rueckblick_data&gid=10852&pid=p_rueckblick_diagram&sid=StationHistory&iid=10852&month=12&year=2015&period=4&paraid=TXLD) herrschten Reinigungsflüge und ich hatte Sorgen, dass einige wieder in Brut gegangen sind. Mit der gestrigen Entmilbung wäre die letzte Brut erst 5,5 Tage alt und die OxS hat min. 3 Tage Zeit, sich ins Volk zu verteilen bevor diese eventuelle Brut verdeckelt wird. 21 Tage vor der Behandlung (also am 21.11) begann ne Kaltwetterperiode mit Dauerfrost (nachts) bid -6°. Also habe ich die Behandlungszeit ausnahmsweise vorgeschoben, so dass sie nach dem Schlupf der letzten Brut vorm 21.11 aber vor der Verdecklung der ersten Brut am 5.12. liegt.
Nächstes Jahr im Juli, kann ich dir sagen, ob meine Einschätzung richtig lag :)

Außnahmerweise vor dem 15.12, da die letzten Tage warm waren und die Völker fleißig geflogen sind. Aber bei mir ist hab so schlimm, da mache ich mir wenig Sorgen, denn nachts gab es bei mir genug Minustemperaturen. Hier sind die Tiefsttemperaturen in Augsburg zu sehen, bei mir aufm Berglein oft noch einige Grade kälter.
http://www.wetteronline.de/wetterdat...=4¶id=TNLD

Heute hatten einige Völker, vor allem die kleineren, Schwitzwasser unter der Folie. Folie habe ich nur bei den kleineren Völkern, weil sie eine Beute teilen und ich die Völker bienendicht voneinander mit der Folie trennen kann. Das könnte ein Hinweis auf Brut sein, ich schätze junge offene Brut, aber ich habe nicht kontrolliert. Wenn in den nächsten 15 Tagen keine helle Milben fallen, dann könnte ich sogar Recht haben.

@ Beehouser: Kannst du bitte die Änderung des Threadstitel nicht rückgängig machen? Es hieß ja warum die Eile bei der Restentmilbung!

Bumble Bee
13.12.2015, 21:04
Ich denke das mit der Brutfreiheit variiert von Region zu Region, hier scheint es jetzt wirklich soweit zu sein, wenn ich auf die Windel schaue sieht es nicht mehr nach Brut aus. Aber ich werde event. noch eine 2. Behandlung zwischen den Feiertagen machen, je nach dem wie der Abfall in den nächsten Tagen aussieht.
(Die Beuten sind auch fast alle fertig, und dann macht der Imker auch 1-2 Monate Bienenfrei :D um dann spätestens im Februar wieder mit den Hufen zuscharen, wann es wieder losgeht )

Josef Fleischhacker
13.12.2015, 22:11
Das passt schon, man kann das nicht pauschal sagen, aber nach Weihnachten gehen einige in Brut und das weiß ich, weil

Salsa, was dir fehlt sind Zahlen, Daten und Fakten, sagt jemand etwas konkretes und dies erscheint mir als Fachkraft nicht als plausibel zu sein, so hinterfrage ich dies bekanntlich, mitunter wird dies sogar als Nonsens eingestuft, dein voriger Beitrag hat die Eignung hierzu.

Hier bitte nachvollziehbare Zahlen aus der Capaz Waage 2014/15



Fr
09.01.15

2,1
7,9

78,0
93,0
Restentmilbung


44,2

-0,7
-33,3


Details..





Do
08.01.15

-2,1
0,3

93,0
94,0



44,9

0,0
-32,6


Details..





Mi
07.01.15

-3,8
-0,9

81,0
93,0



44,9

0,1
-32,6


Details..





Di
06.01.15

-0,9
4,8

76,0
92,0



44,8

-0,3
-32,7


Details..





Mo
05.01.15

-0,3
2,1

87,0
93,0



45,1

-0,4
-32,4


Details..





So
04.01.15

0,9
3,9

82,0
93,0
Schnee


45,5

0,9
-32,0


Details..





Sa
03.01.15

1,8
4,2

80,0
93,0
Schnee


44,6

0,3
-32,9


Details..





Fr
02.01.15

-0,2
4,3

87,0
93,0



44,3

-0,1
-33,2


Details..





Do
01.01.15

-2,0
1,5

92,0
93,0



44,4

0,0
-33,1


Details..





Mi
31.12.14

-6,6
-2,8

78,0
90,0
Schneedach...


44,4

-1,4
-33,1


Details..





Di
30.12.14

-6,7
-1,8

70,0
93,0



45,8

-0,1
-31,7


Details..









Wir wissen bereits aus den Waagstockdaten, die Bienen flogen bis Weihnachten und kamen mit Pollenhöschen zurück, somit war offene Brut vorhanden. Ab Christtag änderte sich die Wetterlage mit Kälte und Schnee, somit wurde am Freitag, 09.01.2015 Restentmilbung durchgeführt.


21 Tage vor der Behandlung (also am 21.11) begann ne Kaltwetterperiode mit Dauerfrost (nachts) bid -6°. Also habe ich die Behandlungszeit ausnahmsweise vorgeschoben, so dass sie nach dem Schlupf der letzten Brut vorm 21.11 aber vor der Verdecklung der ersten Brut am 5.12. liegt.

Merke, eine Schwalbe macht noch keinen Sommer und über Nachtfröste Mitte November 21.11. lachen die Bienen, beenden aber keinesfalls ihr Brutgeschäft, dazu müssten deine und vermutlich auch meine Bienen in den Schweizer Bergen stehen.

Josef

Nils
14.12.2015, 09:17
Bei uns begann ab 21.11. der erste Nachtfrost. Er hielt ganze 9 Nächte lang an mit bis zu 6,5 Grad minus. Tagsüber 1-3 Grad plus.
Schon ab 30.11. begann wieder eine Warmphase mit Nachttemperaturen über 6 Grad. Seither gibt es in der Nacht manchmal frostige Temperaturen, tagsüber bis zu 12 Grad plus.

Auf der Windel finde ich viel Brutgemüll, das momentan etwas weniger wird. Daher könnte man meinen der Frost ab 21.11. zeigt Wirkung.
Wenn man jedoch genau schaut findet man auf der Windel immer wieder einzelne Stifte und fast ständig frische Wachsschuppen. So manches Volk hat derzeit auch klatschnasse Windeln bzw. Folien.

Für mich steht daher fest: Brutfrei werden die heuer nicht. Ab 15.12. mag die Zahl der verdeckelten Brutzellen zwar etwas zurück gehen, sie wird aber schon sehr bald wieder steigen, da die Frostperiode nur kurz war. Und es wird - zumindest bei mir- weiterhin stark gebrütet.

So zumindet interpretiere ich meine Windeln. Waben ziehen brächte Gewissheit - aber man muß ja nicht alles wissen ;)


Nils

nickerlbien
14.12.2015, 17:23
ich habe heute mit einem Imkerkollegen aus dem selben Ort geredet, dieser hat Waben gezogen und seine Bienen waren Brut frei.
Ich habe mir Heute den Oxamaten geholt und werde morgen bedampfen.

Bienalf
14.12.2015, 17:53
Heute ist mein Oxamat gekommen. Jetzt heißt es die Batterie ausbauen, richtig aufladen und wenn das geschehen ist die Behandlung durchführen.

Meine Bienen sind noch Anfang letzte Woche geflogen und brachten Pollen mit. Ich hoffe, daß die jetzigen Temperaturen Nachts im minus und am Tage bei 3-5 Grad die Völker aus der Brut gebracht haben.

Letztes Jahr habe ich nach Weihnachten mit Bienenwohl behandelt und hatte keine Verluste. Mal sehen ob sich die Investition rechnet.

Ich hatte ja noch genug angebrochenes Bienenwohl. Aber ich habe gelesen, daß man das nicht verwenden soll, weil es giftige Substanzen bildet.

Ich nehme an, daß das einer Kollegin passiert, die fast alle Völker verloren hatte.

Viktor
14.12.2015, 19:21
Meine Oxalsäure träufel Flasche ist auch heute über meinen Beinen geschwärmt. Mal sähen was noch runterkommt. :SM_1_75:
Gruß

nickerlbien
15.12.2015, 17:46
So Heute Nachmittag hab ich meinen Oxamaten eingeweiht.
Dies ist meine erste Winterbehandlung und gleichzeitig meine erste Verdampfungsaktion.
Ein Imkerkollege hat interessiert zugesehen.
Jetzt muss ich nur mehr meine Überwinterungsbeuten am Außenstand bedampfen.
Ich bin schon gespannt auf das Ergebnis.

Viktor
15.12.2015, 21:36
Hallo.
Heute nachgeschaut und bei einem Volk sind die meisten gefallen, das waren ganze 3 st. Bei den meisten waren es 0. Viktor kann ruhig schlaffen. :SM_1_09:

Grinsekatze
16.12.2015, 17:42
Hallo Viktor!
Habe auch OS geträufelt, das Ergebnis schauderhaft.
Ein Volk hat ganze 8 Stück fallen gelassen was mich sehr beruhigt hat, aber beim zweiten hat es mich fast vom Sessel gehauen.
Obwohl ich mich brav an die vorgegebene Entmilbung gehalten habe, habe ich ganze 200 Stück beim zweiten Volk gezählt.
Bin jetzt etwas beunruhigt. Mein Imkerpate hat gemeint, dass das Rettung in letzter Minute war ......
Im Frühjahr werde ich mehr wissen.

Grüße,
Ursula

Bumble Bee
16.12.2015, 19:05
Ich bin noch nicht dazu gekommen, auf die Windeln zu schauen, würd auch gern wissen, was da runter gekommen ist. Aber es wird einfach zu früh dunkel, das ich es zur Zeit einfach nicht schaffe, oder regnet mal wieder.... brmmmml

Beehouser
16.12.2015, 20:12
Hallo.
Heute nachgeschaut und bei einem Volk sind die meisten gefallen, das waren ganze 3 st. Bei den meisten waren es 0. Viktor kann ruhig schlaffen. :SM_1_09:

Hallo Viktor,

wärst Du so nett und würdest nach einer Woche Einwirkzeit nochmal zählen und aufsummieren?
Ich mache das dieses Wochenende, da ich letzten Samstag geträufelt habe. Werde meine Zahlen dann auch mitteilen.
Danke, viele Grüße, Christian

Viktor
16.12.2015, 21:33
Werde meine Zahlen dann auch mitteilen.
Ok. Versprochen.

Salsa
18.12.2015, 03:23
Wie jedes Jahr, der Milbenfall vor der Behandlung sagt nicht immer viel aus, was die Völker noch an Milben mit sich über den Winter schleppen.

Ich habe vor der Behandlung und nach der Behandlung Milben gezählt. Ganz unterschiedliche Zahlen und wie immer weiß ich nicht wieviele Milben in den Völkern noch sind, aber ich freue mich, dass die Behandlung so gut gewirkt hat. Hier einige Zahlen zum Milbenfall bei einigen Völkern bei mir:

Milben über 3 Tage vor der Behandlung | Milbenfall über 5 Tage nach der Behandlung
1|24
1|43
2|59
1|55
0|25
1|51
5|317
1|120
1|317
1|120
1|237
0|155

Salsa, was dir fehlt sind Zahlen, Daten und Fakten, sagt jemand etwas konkretes und dies erscheint mir als Fachkraft nicht als plausibel zu sein, so hinterfrage ich dies bekanntlich, mitunter wird dies sogar als Nonsens eingestuft, dein voriger Beitrag hat die Eignung hierzu.
Ich verstehe nicht was du damit sagen willst und was die Daten eines einzigen Capaz-Volks beweisen sollen, Ich habe nicht gesagt, dass ALLE Völker nach Weihnachten brüten!
Wenn ich Waben ziehe und sehe, dass einige Völker bei mir nach Weihnachten wieder anfangen zu brüten, dann weiß ich dass dies kein Nonsens ist. Ich habe in den letzten Jahren Waben gezogen und weiß daher wovon ich rede. Nonsens ist eher, wenn ich nach vielen Imkerjahren immer noch nur vermuten kann...
Siehe auch Daten von Imkerfreunden, die kontrollieren.

Hallo Salsa,
ähnlich auch hier bei mir.
Das "Behandlungsfenster" ist irre klin, so richtig brutfrei sind die Völker in der Regel nur für 4-5 Wochen.
Ab Ende Dezember habe ich in den allermeisten Jahren Brut in den Völkern, zwar noch recht wenig, aber dennoch vorhanden.

Ich bin froh die Restentmilbung hinter mir zu haben, denn ab dem 31.12. darf man in D nicht mehr behandeln und nach meiner in diesem Jahr wegen des Wetters ausnahmesweise "zu früheren" Restentmilbung am 12.12. herrschten warme Temperaturen und Reinigungsflüge. Und es wird immer wärmer http://www.wetteronline.de/wettertrend/stadtbergen und der Tag wird wieder länger!

Nils
18.12.2015, 11:44
Danke Salsa

für die interessanten Daten.
Jedenfalls hat sich die Behandlung bei allen Völkern gelohnt :)

Den natürlichen Milbenfall bestimme ich immer nur über einen langen Zeitraum, mindestens 10 Tage. Bei 3 Tagen ist es derzeit nicht unbedingt aussagekräftig.
Als Imker tappt man ja ständig im Dunkeln. z.B. kann man nun sagen bei deinem Volk mit 5 / 317 hat die Behandlung nicht richtig gewirkt, weil es ja viel mehr sein müssten. Vielleicht haben sie noch Brut?
Man könnte aber auch sagen, während der 3 Tage ist die letzte Brut ausgelaufen und es waren deshalb 5 Milben und jetzt hast du "alle" erwischt.

Genauso gehts mir beim bedampfen: man weiß zwar wieviele gefallen sind, aber man weiß nie, wieviele hätten fallen können....
Ich habe vor 2 Wochen bedampft und bie manchen Völkern ist seither keine einzige Milbe gefallen. Sind die Völker nun milbenfrei? Oder sind die Milben alle in der Brut, die sicher noch vorhanden war? Wer kann das schon sagen...



Servus,

Nils

Salsa
18.12.2015, 12:46
Vielleicht haben sie noch Brut?
Das ist gut möglich, ich habe leider 2 helle Milben nach der Behandlung gefunden und dunkle Wachskrümmel sind bei den meisten Völkern zu finden. Und du hast auch Recht, dass eine Kontrolle für 3 Tage nicht aussagekräftig ist, denn wegen den häufig auftretenden kleinen Brutpausen im Herbst bei mehreren Völkern, entstehen Zyklen und Zeiten an denen die meisten Milben entweder gerade in der Brut sind oder halt gerade geschlüpft, dachdem sie sich nach einer Brutpause sich gesammelt haben und dann auf die erste Brut gestürzt haben.

Sind die Völker nun milbenfrei? Oder sind die Milben alle in der Brut, die sicher noch vorhanden war? Wer kann das schon sagen...
Das werden wir nie wissen, wenn wir keine Waben ziehen, aber auf der anderen Seite, was soll man sonst machen, wenn man keine Waben ziehen will? Noch zu warten bei diesem Wetter bringt nichts und ab Ende Dezember ist Schluss mit Behandlungen. Restbrut schneiden mag ich nicht und ich werde das wirklich als allerletzte Option nehmen, daher behandele ich und behalte im Kopf, dass ich noch öfter kontrollieren muss.
Zur Not könnte ich ja nochmal verdampfen, nur einige Völker gar nicht zu behandeln wegen den geringen natürlichen Milbenfall vorher halte ich für schlechte Option.

Ich bin aber optimistisch, dass die Behandlung ausreichend ausgewirkt hat und ich keine weitere Behandlungen mehr brauche. Ich habe ja auch im Herbst den Milbenfall kontrolliert und da ist kein Volk aufgefallen auch das Problemvolk nicht.

Es bleibst spannend...

10° Grüße :)

Salsa

Beehouser
18.12.2015, 20:40
...einigen Völkern bei mir:

Milben über 3 Tage vor der Behandlung | Milbenfall über 5 Tage nach der Behandlung
1|24
1|43
2|59
1|55
0|25
1|51
5|317
1|120
1|317
1|120
1|237
0|155



Vermutlich müsste man die Milbenzahl in Bezug auf die Brutwabengassen setzen und damit auf die Volksstärke. Hättest Du die eventuell protokolliert?
Ich könnte mir vorstellen, dass ein starkes Volk einfach mehr Milben fallen lässt.

Ich habe die besetzten Wabengassen vor der Behandlung gezählt und nach einer Woche die Milben, das war ungefähr Dein Bild. Morgen werde ich mal die Milben eine Woche nach der Behandlung zählen.
Da ich neugierig war, habe ich bei ein paar Völkern bereits nach einem Tag die Windel gezogen und das Stärkste hatte die meisten Milben. Morgen werde ich mal genauer Zahlen liefern. Allerdings bin ich ein OS-Träufler.

gartenmundl
19.12.2015, 18:53
Hallo alle miteinander,
Keine Ahnung ob es jetzt hier reinpasst, aber ich habe eine ganz banale Frage:

Sind Wachsschuppen auf der Windel im Dezember ein Indiz dafür, dass wieder oder noch Brut verdeckelt wird?

Besten Dank!

Beehouser
19.12.2015, 23:00
Hallo,

nun mal meine Milbenzahlen Winterbehandlung 2015

1. Spalte Totenfall nach einer Woche 12.12.15
2. Spalte Milbenfall nach OS-Träufelung eine Woche später 19.12.15
3. Spalte bei Behandlung besetzte Wabengassen
4. Spalte berechnet Milbenfall (2.Spalte) geteilt durch besetzte Wabengassen (gerundet)

2 | 130 |6 22
4 | 100 |6 17
5 | 50 |4,5 11
1 | 50 |7,5 7
10 | 90 |6,5 14
4 | 48 |5 10
1 | 20 |5 4
0 | 30 |4,5 7
0 | 67 |3 22
1 | 12 |5 2
0 | 14 |5 3
3 | 3 0 |6 5
3 | 100 |4 25
0 | 20 |4 5
0 | 100 |7,5 13
5 | 160 |6 27
0 | 30 |4 8
1 | 80 |4 20
2 | 5 |7,5 1

Viele Grüße, Christian

Viktor
20.12.2015, 00:08
Hallo Christian. Also so Detailliert werde Ich es nicht machen.
Heute bei einem schönen Tag habe Ich die Schieber kontrolliert. Es sind nicht viele Milbe gefallen. von 0 bis 10-12. Aber es gibt auch ein ausreißer. http://up.picr.de/24021553cp.jpg . Bei diesem Volk werde Ich nach par Tag noch mal kucken wie es aussäht.
Sonst sind die Schieber wieder draußen.
Gruß Viktor

Josef Fleischhacker
20.12.2015, 15:12
Pardon bitte, hier ging eine wichtige Frage unter


Sind Wachsschuppen auf der Windel im Dezember ein Indiz dafür, dass wieder oder noch Brut verdeckelt wird?

Nein, das Eine, hat mit dem Anderen nichts zu tun. Wachsschuppen erzeugen bekanntlich junge Baubienen, finden diese Bienen keine Abnehmer für deren Wachs, so fällt dies eben bedeutungslos zu Boden.

Josef

Janos
20.12.2015, 15:59
Heut gleich mit dem Sonnenaufgang geträufelt. Hatte hier auch Frost und einiges an Reifen auf den Wiesen und Beuten.

Das sieht nicht so aus als wenn es besser werden würde. Teilweise schöne Traube, teilweise lockerer - richtig aufgeflogen sind sie nicht.


Hab wieder volle Kisten. 9-11 Gassen belegt.


hier ein paar Bilder
https://www.dropbox.com/s/ys9ypw7edzgb6vq/IMG_4708.JPG?dl=0


https://www.dropbox.com/s/j160qphab9mohm0/IMG_4710.JPG?dl=0


eine einem musste ich sogar ankippen :thumbsup:
https://www.dropbox.com/s/bs7uhoc1p95kw40/IMG_4717.JPG?dl=0
https://www.dropbox.com/s/gfa6jv26ef8kuoi/IMG_4716.JPG?dl=0

Beehouser
20.12.2015, 17:06
...und einiges an Reifen auf den Wiesen und Beuten.



Hallo Janos,

wieviele Reifen legst Du immer so auf eine Beute? :l435:

Das ist immer das mit dieser Autokorrektur....

Schönen Gruss, Christian

Beehouser
20.12.2015, 17:12
Hallo Christian. Also so Detailliert werde Ich es nicht machen.
Heute bei einem schönen Tag habe Ich die Schieber kontrolliert. Es sind nicht viele Milbe gefallen. von 0 bis 10-12. Aber es gibt auch ein ausreißer. http://up.picr.de/24021553cp.jpg . Bei diesem Volk werde Ich nach par Tag noch mal kucken wie es aussäht.
Sonst sind die Schieber wieder draußen.
Gruß Viktor

Hallo Viktor,

das sind so überflogen 70 Milben.
Ich habe die Milben nicht übergenau gezählt. Alles über 50 Milben habe ich in 10er Schritten aufsummiert.
Für eine ganz genaue stückweise Zählung habe ich bei größeren Mengen einfach keine Zeit und keine Lust.
Eine Milbenzahl von 0-12 ist natürlich sehr wenig, hoffentlich sind sie wirklich außer Brut.
Schönen Gruss, Christian

Josef Fleischhacker
20.12.2015, 22:47
Hab wieder volle Kisten. 9-11 Gassen belegt.

Schaut sehr gut aus und mich wundert, dass du als Dadantler den Bienen beachtliche 11 Ganzwaben (Bild Nr. 1) drinnen lässt, meine fristen mit lediglich 10 ÖBW ihr traurig/tristes Leben!

Josef

Janos
20.12.2015, 23:48
Tja es wird geklotz und nicht gekleckert

2 Gründe - Futterwaben kann man immer brauchen (kein Futterteiggefummel im Frühjahr) & Wabenhygiene im Frühjahr

gepresst wird später

Viktor
21.12.2015, 00:37
, hoffentlich sind sie wirklich außer Brut.
Schönen Gruss, Christian
Hallo Christian.
100% nicht, aber 98% sage ich mal Ja; sie sind noch ohne verdeckelte Brut.
Gruß Viktor

Josef Fleischhacker
21.12.2015, 21:22
2 Gründe - Futterwaben kann man immer brauchen (kein Futterteiggefummel im Frühjahr) & Wabenhygiene im Frühjahr

Na ja Herr Janos, darüber sollten wir uns in einem anderen Thread unterhalten, hier nehmen wir dies lediglich zur Kenntnis. :-k

Aber passt schon, Deine Rähmchen sehen sauber aus, eben wie es sein soll.

Josef

mado
25.12.2015, 07:24
AW: Restentmilbung, warum die Eile

Josef,
das ist Frage. Am 22. 12. war wieder ein Flugtag und alle !!! 27 Völker am Heimstand habe gelben Pollen vom nahe gelegenen Senffeld (ca. 100 m) eingetragen. Auch die "Spätheimkehrer" nach 15 Uhr 30 kamen noch vollgepackt.
Restentmilbung ja od. doch nur Teilentmilbung?
Bei einem Teil der Völker lagen sowohl am 22. als auch am 24. 12. Brutzelldeckel in mehreren Wabengassen auf der Stockeinlage.
Bei einigen Völkern fallen Milben, sodaß eine Restentmilbung wohl erst nach dem Auslaufen der letzten Brut zielführend sein wird.
Durch das ausgesprochen ungünstig warme könnte es auch sein, daß sie schon erneut in Brut gehen.

Selbst die 4 eingewinterten "Apidea" Völkchen haben gestern gelben Pollen eingetragen.

Diese Völkchen haben jeweils 20 Apidea Rähmchen. 10 Rähmchen in einer Zarge aus Hartschaumstoff.
2 Zargen übereinander, und 2 Völkchen nebeneinander, eingepackt in einer normalen EHM Zarge.
Eins fliegt nach vorne aus, das andere nach hinten. Sie besetzen ca. 12 - 14 Rähmchen.
Die Bedampfung erfolgt ebenfalls mit dem Oxamat, 2 Völkchen gleichzeitig.

Jetzt hoffe ich, daß das ungünstige warme Wetter doch noch einige Tage anhält, die restliche Brut ausläuft und ich die Restentmilbung durchführen kann, bevor neue Brut verdeckelt wird.

Gruß
Manfred

(Ich wünsche allen noch schöne Weihnachtsfeiertage)

Josef Fleischhacker
25.12.2015, 09:25
Am 22. 12. war wieder ein Flugtag und alle !!! 27 Völker am Heimstand habe gelben Pollen vom nahe gelegenen Senffeld (ca. 100 m) eingetragen.

Auch ich hab gestern die Tage 22., 23. und 24. Dez als Flugtage eingetragen, auch heute kam wiederum die Sonne sehr kräftig heraus, wird also abermals ein starker Flugtag. Ich hab da aber keinen Stress, die Weihnachtsfeiertage sind Ruhetage, am kommenden Montag werden die Windel getauscht, wenn notwendig, so wird vier Tage nachher OxS verdampft.

Josef

honeyworld
25.12.2015, 10:12
wenn notwendig

Darf ich fragen wann das ist?
Was muss in den vier Tagen fallen?

Josef Fleischhacker
25.12.2015, 10:28
Was muss in den vier Tagen fallen?

Ist bei mir immer das gleiche Spiel, von 0 bis 5 bleib ich gelassen, ab 5 Milben wird agiert, laufe also nicht jeder Milbe hinterher.

Hier macht sich der ZWA deutlich bemerkbar, ab der Schwarmzeit gibt es eine 100 %ige Brutpause.

Josef

Beehouser
26.12.2015, 07:41
Ist bei mir immer das gleiche Spiel, von 0 bis 5 bleib ich gelassen, ab 5 Milben wird agiert, laufe also nicht jeder Milbe hinterher.

Hier macht sich der ZWA deutlich bemerkbar, ab der Schwarmzeit gibt es eine 100 %ige Brutpause.

Josef

Möchte auf die Auswertung von Salsa und mir verweisen. Die Völker hatten teilweise weniger als 1 Milbe/Tag natürlichen Totenfall und dann fielen doch eine ganze Menge (300 oder 150) Milben.
Bei mir bleibt die Winterbehandlung obligatorisch.

DN-Beute
26.12.2015, 08:40
Die Völker hatten teilweise weniger als 1 Milbe/Tag natürlichen Totenfall.
dann hatte dein Volk noch kräftig Brut, wo sich die Milben drin aufhalten, klar, oder ? ;)

Janos
26.12.2015, 09:09
Warum?

Wenn Liebig & Co recht hat , dann sind bei 1er/Tag ca 500 drin --- passt doch

nickerlbien
26.12.2015, 18:20
Heute habe ich das 2. mal mit dem Oxamaten behandelt. Ich bin sehr zufrieden mit dem Gerät.
Mit einem 2. Gerät ginge es aber um einiges schneller, da man wärend der eine läuft, bereits den anderen vorbereiten könnte.
Milben sind pro Volk ca. 30 bis 60 gefallen grob gezählt.
Eine Ausreißer hatte ich allerdings bei meinen Minis. Da waren bei einem ca. 100 gefallen. Für ein so kleines Volk also schon sehr viel.
Brut dürfte auch schon wieder gepflegt werden, da unter jeder Folie Wassertropfen standen.
Ich bin schon gespannt wie viele Milben diesmal fallen werden

Oberländer
26.12.2015, 19:23
Hallo...
ich bin von dem Oxamat etwas entäuscht, er funktioniert ganz gut wo ich eine Stromversorgung habe, aber mit 12 V (Auto) versagt er, mit Batteriebetrieb ist das Gerät in meinen Augen als Ungenügend einzustufen, evtl. habe ich ein defektes Gerät, das muß ich aber noch abklären, werde weiter berichten...

Gruß Franz

fix
26.12.2015, 19:34
Mit einem 2. Gerät ginge es aber um einiges schneller, da man wärend der eine läuft, bereits den anderen vorbereiten könnte.
Milben sind pro Volk ca. 30 bis 60 gefallen grob gezählt.
Ich arbeite mit 3 Geräten, das geht Ruck-zuck, ich lasse allerdings den Oxamaten 8 - 9 Minuten auf der Zarge, meiner Beobachtung nach wirkt dies besser als die 5 oder 6 Minuten laut Beschreibung, denn dann entfleucht beim Abheben keine OS-Wolke.

Ich habe an jedem einzelnen Gerät eine mechanische Eieruhr angebracht (Baumarkt 5.- Euro), diese klingelt nach 9 Minuten und läutet mir ein, dass die Behandlung dieses Gerätes auf dieser Beute zu diesem Abschluss gebracht worden ist.

nickerlbien
26.12.2015, 19:42
[QUOTE=Oberländer;168712]Hallo...
ich bin von dem Oxamat etwas entäuscht, er funktioniert ganz gut wo ich eine Stromversorgung habe, aber mit 12 V (Auto) versagt er, mit Batteriebetrieb ist das Gerät in meinen Augen als Ungenügend einzustufen, evtl. habe ich ein defektes Gerät, das muß ich aber noch abklären, werde weiter berichten...

Also bei mir hängt er an der Traktorbatterie. Also nicht direkt dran, sondern am Anschluss vom Starter und an einer beliebigen Masse(Frontladerkonsole). Bei mir funktioniert das einwandfrei, keine Reste im Verdampferkännchen.
Auch bei 2 Tabletten ist alles verdampft.

nickerlbien
26.12.2015, 19:45
Ich warte immer bis kein Dampf mehr zu sehen ist.

Nils
26.12.2015, 21:06
ich bin von dem Oxamat etwas entäuscht, er funktioniert ganz gut wo ich eine Stromversorgung habe, aber mit 12 V (Auto) versagt er, mit Batteriebetrieb ist das Gerät in meinen Augen als Ungenügend einzustufen,

Das kann ich nicht bestätigen. Ich habe zwei Batterien im Einsatz, mit beiden funktioniert es einwandfrei. (also jeweils nur eine an einem Oxamat). Allerdings habe ich beim Kauf darauf geachtet, daß die Batterien für große Stomentnahmen geeignet sind. Der Oxamat zieht ja doch 10 A.
Leider versagt nun eine der beide Batterien nach 3 Jahren den Dienst. Grob geschätzte 1.000 Bedampfungen habe ich damit gemacht. Vielleicht kann ich es nochmal wiederbeleben, aber im Moment hat es nur noch 10 Ah Kapazität statt 50 Ah. Das merkt man nach 8 Bedampfungen dann deutlich, da der Lüfter nicht mehr so hoch dreht.

@Paul:
ich habe 2 Oxamaten im Einsatz, klappt super und man ist ständig beschäftigt. Und falls doch zwischendurch mal 1 Minute Zeit bleibt, kann man Milben zählen ;)


Servus,

Nils
der heute auch bedampft hat, aber noch nicht mit der Winterbehandlung fertig ist...

Bumble Bee
26.12.2015, 23:02
So ich bin auch durch, am 24. Vormittags war die letzte Behandlung dieses Jahr , morgen werde ich die Windeln noch mal Kontrollieren. Die erste Entmilbung sah ganz gut aus, 2 Völker vielen von der Menge der Milben etwas aus dem Rahmen, deswegen hatte ich mich zu einer 2. Behandlung entschlossen. Mal sehen was jetzt noch so runterkommt. Nach den Windeln sah es so aus als wenn sie Brutfrei waren, bei einem Volk möchte ich behaupten das immer noch auf einer Waben Brut vorhanden ist. Desweiteren habe ich bei 2 Völkern noch je 2.5 Kg eingefüttert bei den vorherrschenden Temperaturen wurde das auch noch sehr gut abgenommen. Jetzt kann der Winter noch kommen, alles gut. Kein Verlust bisher, 2 Schwächlinge die aber auch wohl gut über den Winter gehen, ich werde in Zukunft späte Kunstschwärme definitiv stärker bilden.

Oberländer
27.12.2015, 00:00
[QUOTE=Nils;168724]Das kann ich nicht bestätigen. Ich habe zwei Batterien im Einsatz, mit beiden funktioniert es einwandfrei. (also jeweils nur eine an einem Oxamat). Allerdings habe ich beim Kauf darauf geachtet, daß die Batterien für große Stomentnahmen geeignet sind.

Hallo Nils,
ich hab direkt an meinem Auto angeschlossen, hab das Auto sogar laufen gelassen, aber der Oxomat hat nicht zugeschaltet, da steht man vor seinen Beuten und nix funktioniert, das ist doch etwas ärgerlich, daher mußte ich an diesen Ständen meine Winterbehandlung mit Oxuvar betreiben, obwohl eine Verdampfung jetzt eine bessere Wahl gewesen wäre...

Vermutlich ist mein Gerät Fehlerhaft, ich werde mich deshalb an Alfranser wenden, ich möchte hier keine falsche Angaben machen, vmtl. ist in meinem Fall doch ein Defekt für das versagen des Gerätes zuständig - ich werde berichten.

Gruß Franz

Viktor
27.12.2015, 00:32
Hallo an alle.
Am 03.12.15 wegen dem das die Kö. nicht aufgehört hatte zu stiften. Habe Ich sie in ein Zusetz Käfig gesperrt. Heute nach 23 Tagen habe Ich das Jung Volk mit MS besprüht und die Kö. freigelassen. Die Kö. ist Quicklebendig und keine Brut mehr. Futter noch genug. Das Volk macht ein Guten eindruck.
Gruß

mado
27.12.2015, 06:51
Leider versagt nun eine der beide Batterien nach 3 Jahren den Dienst. Grob geschätzte 1.000 Bedampfungen habe ich damit gemacht. Vielleicht kann ich es nochmal wiederbeleben, aber im Moment hat es nur noch 10 Ah Kapazität statt 50 Ah. Das merkt man nach 8 Bedampfungen dann deutlich, da der Lüfter nicht mehr so hoch dreht.

Servus Nils,
vielleicht hast Du auch eine "wartungsfreie" Batterie. Wenn ja, dann ziehe den Aufkleber welcher die Batterie "wartungsfrei" macht ab. Öffne die Zellenverschraubungen. Bei meiner 70Ah Batterie hat bei allen Zellen zwischen 60 bis 100 cm3
dest. Wasser gefehlt. Die Platten sind schon freigelegen was die Lebensdauer der Batterie sehr verkürzt.

Ich arbeite auch mit 3 Oxamat. Mit der 70 Ah Batterie sind 20 Bedampfungen mit 3 Geräten noch immer einwandfrei möglich.
Eine weitere 45 Ah Batterie sorgt für Zeiteinsparung bei 5 Pultständer und zwei Einzelvölker.

@Oberländer
Hast Du Dein Gerät schon einmal ohne OS und nicht auf einem Volk stehend eingeschaltet? Pfännchen herausgenommen,
leuchtet die Lampe? Ist bei laufendem PKW Motor event. die Spannung mehr als 12 Volt?
Bei der Einkaufsfahrt zum Alfranseder hat ein Kollege seinen vermeintlich defekten Oxamat zur Kontrolle mitgenommen.
Ergebnis: seine Batterie hatte keine Leistung. Gerät war in Ordnung.

Gruß
Manfred

Viktor
27.12.2015, 18:48
Quicklebendig und keine Brut mehr. Futter noch genug. Das Volk macht ein Guten eindruck.
http://up.picr.de/24097740rf.jpg Und das ist in 24 h .Runter gekommen.
Gruß

Nils
27.12.2015, 20:34
Uups - ein wenig viel.
Ich schätze mal das sind 800-1000 Milben?

Beehouser
27.12.2015, 20:37
Uups - ein wenig viel.
Ich schätze mal das sind 800-1000 Milben?
Im Winter 2014/15 war das bei uns wenig. Die Völker mit solchen Bildern kamen alle durch.
Will aber hier nichts verharmlosen...

Janos
27.12.2015, 20:43
jetzt heißt es weiter beobachten

71176

Nils
27.12.2015, 21:19
So, es ist geschafft! Mit den heutigen 3 Bedampfungen habe ich die Winterbehandlung 2015 abgeschlossen.
Mühsam war es heuer, nicht weniger mühsam als letztes Jahr. Dabei waren es in Summe zwar deutlich weniger Milben, doch diese weniger Milben waren nur äußerst mühsam und zäh aus den Völkern zu bringen.

Anfang Oktober und Anfang November gab es zwei neuerliche Anstiege der Milbenzahlen, die ich bisher noch nie erlebt hatte. Fast hatte ich das Gefühl, ich fange wieder von vorne an...

Insgesamt 33.400 Milben beförderte ich in diesem Jahr über den Jordan. Im Durchschnitt 723 pro Volk.
Dabei hatte das Volk mit den meisten Milben 2.091 Stück, das mit den wenigsten Milben bisher 155.
Die Zahlen der heutigen Bedampfung sind natürlich hier noch nicht enthalten - aber ich hoffe sie verändern die Statistik nur noch marginal.

Die Winterbehandlung startete Anfang Dezember und brachte bis heute 1.500 Milben raus - das sind 32 pro Volk.
Den Durchschnitt versauen mir dabei 5 Völker am Aussenstand - allein diese 5 Völker haben fast dieHälfte der Winterbehandlungsmilben. Hier war die Milbenexplosion besonders schlimm - siehe den entsprechenden Thread hier im Forum.

Bei 6 Völkern bin ich mir noch unsicher, ob ich nicht vielleicht doch noch einmal bedampfen sollte. Hier sind seit der letzten Bedampfung nochzu viel Milben gefallen für meinen Geschmack.
4 Tage habe ich ja noch Zeit bis 31.12. :)

Trotzdem behaupte ich jetzt einfach mal: ich habe fertig!

Nils

DN-Beute
27.12.2015, 21:24
.....demnach müsstest du 46 Völker haben ? ;)

Beehouser
27.12.2015, 21:29
.....demnach müsstest du 46 Völker haben ? ;)

Rudi, gegen den Nils sind wir alle Waisenknaben...:b020

DN-Beute
27.12.2015, 21:50
Jouh, Christian, den Verdacht habe ich auch.
Aber Hut ab, für die Arbeit, die er sich macht! Sie ist lobenswert.!

Viktor
27.12.2015, 23:52
Uups - ein wenig viel.
Ich schätze mal das sind 800-1000 Milben?
Das spielt jetzt keine rolle mehr. Die sind auf der Windel und jetzt im Mülleimer. Dem Volk geht es gut bei mir :009:
Gruß

Salsa
28.12.2015, 00:52
Ich bin froh die Restentmilbung hinter mir zu haben, denn ab dem 31.12. darf man in D nicht mehr behandeln und nach meiner in diesem Jahr wegen des Wetters ausnahmesweise "zu früheren" Restentmilbung am 12.12. herrschten warme Temperaturen und Reinigungsflüge. Und es wird immer wärmer http://www.wetteronline.de/wettertrend/stadtbergen und der Tag wird wieder länger!

Ich habe testweise die Völker mit den meisten Milben am 20.12. bedampft. Aber ich konnte keinen erhöhten Milbenfall nach der Bedampfung feststellen. In den letzten 7 Tagen nach der Bedampfung sind wenig Milben gefallen sowohl bei den a) am 12.12 nur 1x beträufelten als auch bei den b) am 12.12 beträufelten und nochmal am 20.12 bedampften Völkern.

Entweder hat meine erste Behandlung ausreichend gewirkt oder die Milben sind momentan in der umfangreicheren Brut versteckt und lassen sich von meiner Bedampfung nicht beeindrucken. Ich bin gespannt, ob die weiteren Kontrollen weiter so wenig Milbenfall zeigen. Nötig war die Bedampfung nicht, aber ich wollte sehen, ob sie noch mehr Milben runter holt.

DN-Beute
28.12.2015, 08:45
..... oder die Milben sind momentan in der umfangreicheren Brut versteckt und lassen sich von meiner Bedampfung nicht beeindrucken..
Das dies der Fall ist, braucht man dir doch nicht zu sagen, du imkers doch lange genug um das zu wissen :)

honeyworld
28.12.2015, 09:55
Salsa, was machst du wenn Mitte Jänner die Zahl wieder steigt.
Lass mich raten.
Dampf ablassen....
Ich halte dieses Verbot einer Behandlung nach Jahreswechsel höchst bedenklich in Anbetracht der schwankenden Klimabedingungen.
Bis Ende Jänner sollte es möglich sein.

Salsa
28.12.2015, 10:52
Salsa, was machst du wenn Mitte Jänner die Zahl wieder steigt.
Lass mich raten.
Dampf ablassen....
Ich halte dieses Verbot einer Behandlung nach Jahreswechsel höchst bedenklich
Diesmal falsch geraten :)

Ich merke mir diese Völker, um sie nochmal ab Juni zu kontrollieren. Wie gesagt, eine weitere Behandlung ist nicht nötig, selbst wenn viele Milben zur Zeit der Behandlung in der Brut waren, denn selbst der natürliche Abfall vor der Behandlung war in Ordnung und die Behandlung hat gut gewirkt, trotz allem! Milben fallen nicht vom Himmel, wenn große Belastung da ist, dann fallen welche auch bei brütenden Völkern ab, aber halt weniger. Die Milbenzahl bei mir lässt noch einen großen Raum zum Warten, Testen und Lernen, daher die zweite Test-Bedampfung, auf die ich auch verzichten konnte. Ich brauche aber noch lange nicht die Notbremse ziehen und nochmal behandeln, was dann bedeutet, dass ich keinen Honig in 2016 von diesen Völker ernten dürfte.

Ob dieses Gesetzt Sinn macht oder nicht, kann ich nicht ändern und brauche ich momentan auch nicht.

LG

Nils
28.12.2015, 10:56
Servus Salsa,


In den letzten 7 Tagen nach der Bedampfung sind wenig Milben gefallen

als Zahlendompteur würde mich natürlich seeeehr interessieren, wieviele Milben diese "wenigen" sind?
Wieviele sind in den 7 Tagen nach deiner Testbedampfung noch gefallen?

Danke Dir :)

Nils

Salsa
28.12.2015, 11:01
Wieviele sind in den 7 Tagen nach deiner Testbedampfung noch gefallen?
sage ich dir heute Abend, :) aber im Voraus kann ich einschätzen: weniger als 50 Stück, was ich eher noch als Nachwirkung von der ersten Träufelbehandlung.

Noldi
28.12.2015, 12:02
Lest mal die Zulassungen der Mittelchen. Da steht in manchen Wartezeit 0 Tage und nichts von Jännerverbot ...

Josef Fleischhacker
28.12.2015, 12:03
Heute erfolgte bei mir der Start, verdampft wird mittels GTM, bin schon neugierig was da runter kommt.

Gestern wurden die Windel getauscht, der sehr geringe Totenfall entfernt, die Kunststofffluglöcher gegen Mäusegitter getauscht, sind wiederum die obligaten ASG.

Josef

waldundwiese
28.12.2015, 18:45
Heute erfolgte bei mir der Start, verdampft wird mittels GTM, bin schon neugierig was da runter kommt.
...habe so an den Weihnachtsfeiertagen behandelt und war einmal entsetzt, dass die Völker wieder Brut pflegen und zum Anderen, dass nach jetzt immerhin 3 Tagen de facto fast keine Milben gefallen sind. Sind die inzwischen alle in der Brut? Das wäre eine Katastrophe!
Ich ärgere mich maßlos, weil die Völker Ende Oktober/November brutfrei waren.... hätte ich mal da behandelt....

DN-Beute
28.12.2015, 18:52
Ist das Volk stark genug und der Sitz der Bienen kein fester dann hol die Brut doch raus,
Dann hast du sie fast Milbenfrei. Brut bekommen die wieder neue.

Nils
28.12.2015, 20:41
weil die Völker Ende Oktober/November brutfrei waren.

Das liest man jetzt öfters - aber bist du dir da sicher?
Wären sie bei mir Oktober/November brutfrei gewesen, dann hätte ich keine Milben mehr. Denn zu der Zeit wurden sie im 4-Tages-Abstand bedampft. Zwar merkte ich Anfang Nov. einen Milbenanstieg - aber es ging danach munte weiter mit dem Milbenfall.....

Brutfrei muß anders sein. ;)

Servus,

Nils

Atomic
28.12.2015, 23:10
Ab Donnerstag sind laut Wetterbericht Minusgrade für eine Woche angesagt, d.h. so um den 21. Jänner wäre dann wieder eine Möglichkeit der Brutfreiheit. Aber ist das wirklich so?
Mit Ende Jänner ist doch das Tageslicht wieder deutlich länger, gehen die Völker dann nicht so oder so in Brut?

Salsa
29.12.2015, 01:34
Wieviele sind in den 7 Tagen nach deiner Testbedampfung noch gefallen?
Außer meiner Freundin hast nur du es geschafft, mich bei frostigen Temperaturen um Mitternacht nach Draußen zu schicken :)

Ich habe in meinem alten Beitrag einen Tippfehler gefunden. Die rot markierte Zahlen waren falsch(die Zeile davor wiederholt) eingetragen, die fettmerkierte Zahlen daneben sind die richtigen. Ich habe eine Spalte daneben eingefügt, die die Milbenzahl mittlerweile über 8 Tagen nach der Bedampfung darstellt. Wenn die Zahl blau ist, dann wurde das Volk am 12.12 beträufelt und am 20.12 testbedampft. Wenn die zahl normal schwarz ist, dann wurde das Volk nicht bedampft, sondern nur am 12.12 beträufelt.


Milben über 3 Tage vor der Behandlung | Milbenfall über 5 Tage nach der Behandlung | Milbenzahl nach 8 Tagen und über 8 Tage nach der Behandlung
1|24 | 16
1|43 |58
2|59 |67
1|55 |57
0|25 |12
1|51 |51
5|317|44
1|120 |60
1|317 90 |62
1|120 41 | 75 komischer zu später Milbenfall!
1|237 | 80
0|155 | 67

Ich kann keinen deutlichen Zusammenhang erkennen.

Beehouser
29.12.2015, 16:48
Hallo,

Milbenfallzahl - Ergänzung (OS-Träufelung am 12.12.15)

1. Spalte natürl. Milbentotenfall nach einer Woche 12.12.15
2. Spalte Milbenfallzahl nach OS-Träufelung eine Woche später 19.12.15
3. Spalte Milbenfallzahl am 28. bzw. 29.12.15

2 | 130 | 30
4 | 100 | 40 (Windel mit Schwitzwasser)
5 | 50 | 25
1 | 50 | 30
10 | 90 | 20
4 | 48 | nicht erhoben
1 | 20 | nicht erhoben
0 | 30 | nicht erhoben
0 | 67 | 15
1 | 12 | 8
0 | 14 | 4
3 | 30 | 3
3 | 100 | 9
0 | 20 | 2
0 | 100 | 15
5 | 160 | 25
0 | 30 | 25 (Windel mit Schwitzwasser)
1 | 80 | 15
2 | 5 | 4


inzwischen sind auch Windeln mit Schwitzwasser dabei, nun geht's wohl bald mit Brutgeschäft los.


Viele Grüße, Christian

Chrigel
29.12.2015, 18:28
Die 8 Völker meines Freundes, der trotz unverdächtiger Windeln eine Behandlung aller Völker wünschte (was mir natürlich gegen den Strich ging), haben wir den Oxamaten eingesetzt.

Am 3.12. haben wir, wie sich gestern gezeigt hat, den Oxamaten völlig unnötig eingesetzt. Wir haben gestern die Unterlagen der 8 Völker kontrolliert. Nach fast vier Wochen haben wir insgesamt 23 Milben ausgezählt. Mein wenig erfahrener Freund hat meinen damaliger Widerstand gegen die Bedampfung damit eingesehen...Alle 8 Völker sind ohne Brut und sitzen ausnahmslos auf den vordersten 6 Waben. Die Bienen sitzen aber nicht sehr eng und von den hintersten Waben wird Futter nach vorne gebracht.

Von meinen 5 B Völkern habe ich am gleichen Datum auch drei Völker bedampft. Das war einigermassen berechtigt, hat doch jedes dieser drei Völker mehr als das Total der Völker meines Freundes fallen lassen - aber nicht mehr als 50 Milben. Das hätten diese Völker zwar auch ohne die Behandlung im nächsten Jahr hingekriegt, da ich bei diesen einen rigorosen Drohnenschnitt durchführen werde.
Chrigel

Bumble Bee
31.12.2015, 13:57
So ich habe gerade mal die Windel der Völker kontrolliert, und ich muss sagen da ist bedeutend mehr runtergekommen als letztes Jahr. Ich gehöre ja nicht zu den Milbenzählern, aber was dort gerieselt ist ist schon ordentlich, ich hoffe das der Milbendruck damit auch runter ist. Ich habe die Windeln gereinigt und werde das noch etwas im Auge behalten.

meister-miezebien
31.12.2015, 18:13
Servus miteinander,

heute habe ich die Restentmilbung bei den Mädels gemacht.
Und auch die Windeln kontrolliert und saubergemacht, die jetzt mehrere Wochen nonstop drin waren.
Was mir auffällt, daß der Milbenabfall so unterschiedlich ist, obwohl am gleichen Stand, gleiches Volksalter, gleiche Behandlung.
Das ist mir bis jetzt noch nie so aufgefallen wie dieses Jahr.
Naja mal schauen wie der Milbenfall in einer Woche aussieht.

gruß
bernhard

DN-Beute
31.12.2015, 19:52
Hallo Bernhard,
vielleicht findest du eine Antwort auf das "warum" bei einem Rückblick
wie die Ableger gebildet wurden ;)

Bienalf
01.01.2016, 08:02
Ich habe am 30.12. die Endbehandlung durchgeführt. Zum ersten Mal den Oxomat eingesetzt. Letztes Jahr hatte ich die Endbehandlung mit Bienwohl gemacht. Der Erfolg war keine Volksverluste.

Meine Völker waren bei der Behandlung alle gut entwickelt und wohlauf.

Die Arbeit mit dem Oxomat war sehr entspannt und einfach durch zu führen. Der einzige Aufwand den ich hatte war der Ausbau des KFZ Akku und die volle Aufladung. Nach einer Stunde Vorbereitung und Nachbereitung eingeschlossen war die Arbeit abgeschlossen.

meister-miezebien
01.01.2016, 08:47
Servus Rudi,

hm beim Heimstand z.Bsp. sind es 3 Wirtschaftsvölker, die 2013 im August als Kunstschwarm mit Königin gebildet wurden.
Also ich denke da hat die Art der Bildung keinen Einfluß mehr.

gruß
bernhard

DN-Beute
01.01.2016, 09:04
...keine Brutwaben dabei ?
....dann auch keine Milben dabei.
..bleibt immer noch offen woher sie kommen, diese Mistviehcher?

DN-Beute
01.01.2016, 09:33
OXAMAT OXALSÄURE verdampfen !
Welche Atemschutzmaske nehmt ihr, um die feinen Partikel nicht einzuatmen ?
Reichen diese einfachen weissen Kappen mit dem Gummi dran bzw. dem Metallteil
auf der Nase als Klemme ?

Atomic
01.01.2016, 09:39
3M Vollmaske mit Filter 6057 und 5935 und Filterdeckel 501

Bei den einfachen weissen Kappen sehe ich keinen Sinn, wenn dann ordentlich, noch dazu wo ich mit dem Varrox verdampfe.

http://solutions.3maustria.at/wps/portal/3M/de_AT/PPE_Austria/Arbeitsschutz/Produktkatalog/~/3M-Arbeitsschutz/Atemschutz/Gase-D%C3%A4mpfe-Masken/Filter?N=5549793+3294857488&rt=r3

(http://solutions.3maustria.at/wps/portal/3M/de_AT/PPE_Austria/Arbeitsschutz/Produktkatalog/~/3M-Arbeitsschutz/Atemschutz/Gase-D%C3%A4mpfe-Masken/Filter?N=5549793+3294857488&rt=r3)

irish260402
01.01.2016, 09:44
OXAMAT OXALSÄURE verdampfen !
Welche Atemschutzmaske nehmt ihr, um die feinen Partikel nicht einzuatmen ?
Reichen diese einfachen weissen Kappen mit dem Gummi dran bzw. dem Metallteil
auf der Nase als Klemme ?

Die Dinger sind besser als gar nichts, aber keine 100%-ige Dichtigkeit.
Am besten gehst Du dem gut sichtbaren Nebel der manchmal aus den Beuten oder Flugloch austritt aus dem Weg. Beim Abnehmen des Oxamat von der Beute dampft es auch manchmal etwas nach.

Gruß
Uwe

Drohn55
01.01.2016, 10:59
Ich nehme Atemschutzmaske FFP 3 - so heißt das Ding wohl ...
das gibt es im Handel für Arbeitsklamotten und -schutz zu kaufen, ist "Pfenglkram"

Wolfgang

P.S. meine müßte nunmehr erneuert werden ...

Bumble Bee
01.01.2016, 11:06
Ich nehme Dräger RD90 Kombifilter, super genial aber man sieht auch immer etwas wild aus... Kartuschen mit Partikelfilter und Filter gegen organische/anorganische Säuren und Lösungsmittel.

Nils
01.01.2016, 11:14
Wichtig zu wissen ist in diesem Zusammenhang, daß OXDampf eigentlich kein Dampf sondern ein Feinstaub ist. Also brauchst du einen Filter für Staub, nicht für Dampf. Staubfilter werden in Partikeldichte-Stufen eingeteilt. Für OX-Staub wird in allen Sicherheitsdatenblättern Stufe 2 (FFP-2) vorgeschrieben. Wenn du sicher gehen willst nimm einen FFP-3.

Den größten Schutz hast du jedoch, wenn du den OXAMAT anwirfst gleich in Windrichtung weg zu gehen und erst wieder zu kommen, wenn der Staub "weg" ist.

Beim Abheben des Oxamat halte ich stets die Luft an so lange bis die Folie wieder drauf ist.

Im Bienenhaus ist eine Maske sehr empfehlenswert, da hier der Staub nicht so leicht abziehen kann.


Servus,

Nils

Atomic
01.01.2016, 12:31
Beim Abheben des Oxamat halte ich stets die Luft an so lange bis die Folie wieder drauf ist.


Es geht aber nicht nur um den Atemschutz, sondern auch um den Schutz der Schleimhäute und Augen, darum habe ich mich gleich für die Vollmaske entschieden, ausserdem kann man hier zügig arbeiten.

daniel.84
01.01.2016, 12:52
Es geht aber nicht nur um den Atemschutz, sondern auch um den Schutz der Schleimhäute und Augen, darum habe ich mich gleich für die Vollmaske entschieden, ausserdem kann man hier zügig arbeiten.

Verwende auch eine 3M Maske mit den entsprechenden Filteraufsätzen.
Atemwege, Augen sollten eh klar sein, Haut sollte man auch schützen!
Deswegen verwende ich noch Handschuhe und gebe die komplette Bekleidung nach dem Behandeln zur Wäsche.

Juliawi
01.01.2016, 14:34
Min. FFP3 ist bei der Oxalsäureverdampfung Pflicht!

Nils
01.01.2016, 14:53
Nein, FFP 2 ist ausreichend.