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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Welches Winterfutter ist den Bienen genehmer?



Hannes
17.07.2013, 15:52
Das Honigjahr nähert sich dem Ende zu und vielerorts werden schon vorbereitung für die bevorstehnde Auffütterung getroffen.

Dabei kann das Winterfutter in zwei große Gruppen einteilen. Zum einen wäre da die übliche Fütterung mit Zuckerwasser, zum anderen gibt es die Fütterung mittels Sirup.

Beides hat seine Berechtigung, persönlich habe ich bis heute immer mit Zuckerwasser eingefütter. Zugegeben ist es arbeits-intensiver als die Fütterung mit Sirup.

Pro Zuckerwasser:
-Kosten günstig (reginal unterschiedlich, kann auch teurer sein als Sirup)

Contra Zuckerwasser:
-begrenzte Haltbarkeit (kann kippen und wird sauer)

Pro Sirup:
-einfache Weiterverarbeitung
-gute Haltbarkeit
-bis in den Frühsommer kein auskristallisieren

Contra Sirup
-höhere Kosten (reginal unterschiedlich, kann auch günstiger sein als Zucker)




Die Liste der Pro und Contras ist bei Gott nicht vollständig! Ich würde hier gern mit euch weiter Punkte in einer Diskusion erörtern.

Hannes

Palma40
17.07.2013, 18:43
Contro Sirup
-höhere Kosten

Hallo Hannes,

Bist Du Dir da sicher? Ich bekomme dieses Jahr bei der Abnahme von 1,4 t Sirup, den kg Preis zu 0,72 Cent.

Chrigel
17.07.2013, 19:57
Guten Abend
Die Frage von Hannes lautet: Welches Winterfutter ist den Bienen genehmer und nicht dem (rechnenden) Imker .
Da geht es also nicht um den Preis. Es sei denn Hannes setzt den Preis in Relation zu der Bienenfreundlichkeit des Futters und der Verabreichung.
Was den Bienen genehmer ist, kann ich trotz Verabreichung von x Tonnen selbst angerührten Zuckerwassers oder fertigem Futtersirup nicht beantworten.
Ich warte mal ab mit rechnen, möchte aber betonen, dass die Kalkulation miteinbeziehen muss, was schliesslich vom verabreichten Futter in den Waben lagert.
mfg Christian

sergek
17.07.2013, 22:36
Hallo Klaus.
Ich benutze auch Sirup, bezahle allerdings so um 1.10 Euro pro Kg. Wird aber nächstes Jahr mit einem 2 anderen Imker auch grössere mengen bestellen. Dann wird ich auch viel weniger bezahlen.
MFG Serge

Palma40
17.07.2013, 22:43
Da offensichtlich den Bienen, ob Zuckerwasser oder Sirup gefüttert wird ziemlich wurst ist und man sie auch nicht fragen kann, denke ich schon, dass man da als Imker rechnen darf.

Viktor
17.07.2013, 23:08
Hallo Hannes,

Bist Du Dir da sicher? Ich bekomme dieses Jahr bei der Abnahme von 1,4 t Sirup, den kg Preis zu 0,72 Cent.

Bei uns kostet der kg 0,68 Cent, ob 10kg oder 1,4t. Ich habe noch nie mit Zucker eingefüttert.
Gruß Viktor

Hannes
18.07.2013, 07:47
Bei uns kostet der kg 0,68 Cent, ob 10kg oder 1,4t. Ich habe noch nie mit Zucker eingefüttert.
Gruß Viktor

Bei mir ist es genau umgekehrt, Zucker beziehe ich für rund 0,68€/kg, Sirup hingegen etwas teurer.
Aber ich schließe mich Christian an, wir sollten die jeweiligen Vorteile in betracht ziehen. Denn die Kosten sind Regional stark schwankend, wie wir bereits festgestellt haben. Zudem kann durch den Preis keine Aussage getroffen werden, was für die Biene besser ist.


Obwohl ich ein Zuckerfütter bin fallen mir folgende Vorteile von Sirup ein:

-leichtere Weiterverarbeitung
-bessere Haltbarkeit
-bereits invertiert

Aber nun stellt sich mir die Frage wie überwintern die Bienen, welche mit Sirup eingefütter wurden. Ein weiteres Thema ist die Räuberei.

@Christian
ich möchte die Fütterung komplett durchleuchten, dies aber Schrittweise! Gibt es keine Unterschiede in der Verträglichkeit bzw. auch im Arbeitsaufwand der Biene (Invertierung), wäre der nächste Schritt zu durchleuchten wo landet mehr Futter in den Waben. Was dann zum Resultat hätte effizent zu "Füttern".
Welche Unterschiede sind dir aufgefallen, oder verhält sich beides gleich?

Hannes

meister-miezebien
18.07.2013, 08:40
Mhm ich weiß jetzt nicht, ob das für Euch interessant ist ?
Ich werfe die Frage ein, welcher Art von Futtersirup wird verwendet ?
Futtersirup kann man aus verschiedenen Ausgangsstoffen produzieren.


gruß

bernhard

Hannes
18.07.2013, 09:09
Servus Bernhard


Mhm ich weiß jetzt nicht, ob das für Euch interessant ist ?
Ich werfe die Frage ein, welcher Art von Futtersirup wird verwendet ?
Futtersirup kann man aus verschiedenen Ausgangsstoffen produzieren.

Danke für den Hinweis, soweit ich informiert bin gibt es Mais-Basis, Weizen-Basis. Es gibt aber sicher mehr als die 2, oder?

Hannes

Josef Fleischhacker
18.07.2013, 09:11
Falls möglich, so bitte ich den Hannes hier auch zu klären was der Grund dafür ist, dass konvi Kristallzucker relativ lange rieselig bleibt, während Bio-Kristallzucker innert weniger Wochen verklumpt?

Von meinem Zuckerlieferanten Bio Service Zach weiß ich, dass das verklumpen weder in Wirtschafts- noch für Haushaltsküchen erwünscht ist, eben deswegen werden allen konvi Zuckerarten Mittel zugeführt die dies wirkungsvoll verhindern. Ich denke gerade wir Bienenzüchter sollten nicht zuletzt auch im Interesse unserer Schützlinge hier Licht ins Dunkel bringen.

Josef

Hannes
18.07.2013, 09:30
Hallo Josef


Falls möglich, so bitte ich den Hannes hier auch zu klären was der Grund dafür ist, dass konvi Kristallzucker relativ lange rieselig bleibt, während Bio-Kristallzucker innert weniger Wochen verklumpt?

Von meinem Zuckerlieferanten Bio Service Zach weiß ich, dass das verklumpen weder in Wirtschafts- noch für Haushaltsküchen erwünscht ist, eben deswegen werden allen konvi Zuckerarten Mittel zugeführt die dies wirkungsvoll verhindern. Ich denke gerade wir Bienenzüchter sollten nicht zuletzt auch im Interesse unserer Schützlinge hier Licht ins Dunkel bringen.
Josef

Danke für den Hinweis, ich glaube man kann schon erahnen wie umfangreich dieses Thema wird.


Ich denke gerade wir Bienenzüchter sollten nicht zuletzt auch im Interesse unserer Schützlinge hier Licht ins Dunkel bringen.


Genau das ist der springende Punkt und das Wort Schützlinge gefällt mir persönlich besonders.
Ich hoffe das wir zusammen mehr Licht in diesen Bereich, Fütterung, bringen.

Hannes

Hagen
18.07.2013, 09:33
Hallo in die Runde,

das ist ein sehr gutes Thema, denn ich befasse mich in diesem Jahr schon länger damit.

* Rechnen
Da schließe ich mich Christian an, denn es sind keine unerheblichen Summen die da anfallen.
Bei drei Völkern mag das gleichgültig sein, wenn die Anzahl aber steigt, wird es sehr relevant.

* Effizienz und Verträglichkeit
Hier habe ich trotz Suche leider nur wenig belastbare Aussagen gefunden.

* Zu den Preisen:
Ich habe Angebote eingeholt, und zwar von Zucker und Invertzuckersirup.
Letzteres auf Basis von Zucker und auch auf Basis von Weizen.
Mich wundern die Preise etwas, denn ich habe nichts gefunden
was günstiger als 0,85 € / kg ist, und das war Zucker aus ALDI, LIDL und
Co.
Problem: 400kg Zucker - an der Kasse ........:SM_1_39: - alleine 30kg waren schon ein Problem.
Jetzt hängt ein Schild dort: "Verkauf nur in Haushaltsüblichen Mengen" - Tja....

Ein Angebot hatte ich, das günstiger war. Ich wurde dann telefonisch kontaktiert und
man hat mich gefragt, ob die Ware in ein Silo oder als Schüttgut geliefert werden soll.
Mindestabgabemenge: ein Transporter voll (= 24t).

Nun bin ich beim Großhandel für Gewerbe und muss dort aber rund 1,0 € / kg zahlen.

Kurz um:
Wäre überaus Dankbar zu erfahren, wo es das für 0,68 € gibt.


* zu der Effizienz und Verträglichkeit

Bei dem Zeug auf Weizenbasis habe ich ein sehr schlechtes "Bauchgefühl",
weil ich da wieder nicht weiß, wie das Zeug hergestellt wird (da gibt es verschiedene Wege),
zudem weiß ich auch nicht wie und wo der Weizen angebaut wurde (obwohl ich das
bei den Zuckerrüben auch nicht weiß).
Bereits invertiert erscheint mir zunächst besser, denn das muss im Stock bei den
Bienen dann weit weniger erfolgen.

Ich habe bereits begonnen Zuckersirup selbst herzustellen;
in einem Einkochtopf (30l) in einer Konzentration von 3/1 = Zucker/Wasser.

Bin aber dankbar für jede bessere Lösung (günstiger, bereits invertiert, weniger Arbeitsintensiv).

meister-miezebien
18.07.2013, 10:53
@Hannes:

Futtersirup gibt es noch aus Zucker (Zuckerrüben bzw. Rohrzucker)

hier zum Beispiel:

http://www.hostettlers.ch/Futtersirup_de.html

@Josef/drohne:

Hast Du braunen Biozucker oder weißen Biozucker ?

Je dunkler der Zucker ist, desto mehr Melasse ist drin enthalten. Diese neigt zum Verkleben bzw. zum Verklumpen.
Bei jedem herkömmlichen Salz sind Rieselhilfen zugesetzt um es streufähig zu halten.
Bei Zucker ist es mir bis jetzt nicht bekannt, außer das hier bei der Produktion von herkömmlichen Zucker Hilfstoffe verwendet werden, die aber nicht gekennzeichnet werden müßen.


gruß

bernhard

Josef Fleischhacker
18.07.2013, 11:32
Hast Du braunen Biozucker oder weißen Biozucker ?

Einzig nur weißen!

Von der Herbstfütterung blieben mir einige Säcke übrig, mittlerweile wurden die bereits knochenhart, ist mir aber egal, kommen doch jeweils ganze Säcke ins Fass und rühren tut ohnehin die Tauchpumpe.

Josef

Alpenimker
18.07.2013, 12:56
Wo kann ich in Tirol Sirup um 0,68 Euro beziehen? Den hole ich sofort, heute noch!

Hagen
18.07.2013, 13:18
Wo kann ich in Tirol Sirup um 0,68 Euro beziehen? Den hole ich sofort, heute noch!

Machen wir eine Sammelbestellung?

VG
Hagen

Hephaistos
18.07.2013, 14:02
Hallo,

Dem Puderzucker wird gelegentlich Stärke als Rieselhilfe zugesetzt.
Beim "normalen" Kristallzucker, egal ob Konvi oder Bio wird normalerweise nichts beigemengt. Die Klumpen kommen von der Feuchtigkeit, die der Zucker zieht. Bzgl. Josef´s Frage: Entweder unterschiedlich gelagert, unterschiedlicher Feuchtigkeitsgehalt der Zucker oder einfach nur anders verpackt?

Gruß,
Hary

Chrigel
18.07.2013, 14:11
@Hannes:

Futtersirup gibt es noch aus Zucker (Zuckerrüben bzw. Rohrzucker)
hier zum Beispiel:

http://www.hostettlers.ch/Futtersirup_de.html
gruß

bernhard

Das ist mein Bienenfutter. Der Preis ist stolz wie die Schweizer Preise im allgemeinen.
Ich habe 600 kg abgeholt für ...Fr. 840.- oder € 680.- oder...man halte sich fest, falls man nicht gerade sitzt :€ 1.14/kg

Dafür erhalte ich ein erstklassiges Bienenfutter, das in den Waben bis ins Frühjahr, ob im Volk oder in den Reservewaben im Wabenkasten, bis in den Frühsommer nicht auskristallisiert und das ich bei diesjährigem Nichtgebrauch ohne Qualitätseinbusse auch im kommenden Sommer verfüttern kann.

Wenn ich nun eine grobe Kalkulation mache, indem ich die Faustregel anwende 1kg Futtersirup = 1kg Wintervorrat, dann rechnet sich der Sirupeinkauf gut. Für ein Kilo Feinkristallzucker zahle ich Fr. 1.20 oder in etwa 1 €. Auch bei der Zucker-wasserfütterung kann ich nach der Faustregel mit 1 kg Wintervorrat pro 1 kg Zucker in der Futtermischung 3 : 2 rechnen.
Die Zubereitung ist Knochenarbeit und entfällt.
mfg Christian

Hephaistos
18.07.2013, 14:27
Hallo nochmal,

nur so als theoretische Frage: Könnte man eigentlich auch Melasse füttern? Hätte man damit ähnliche Probleme wie beim Überwintern auf Waldhonig (lt. Wikipedia ca. 3% anorganische Salze in der Melasse)?

Gruß,
Hary

Hannes
18.07.2013, 14:33
Wo kann ich in Tirol Sirup um 0,68 Euro beziehen?

Eben nicht, Sirup Preise sind in Tirol höher.



Dafür erhalte ich ein erstklassiges Bienenfutter, das in den Waben bis ins Frühjahr, ob im Volk oder in den Reservewaben im Wabenkasten, bis in den Frühsommer nicht auskristallisiert und das ich bei diesjährigem Nichtgebrauch ohne Qualitätseinbusse auch im kommenden Sommer verfüttern kann.

Danke Christian, ein sehr interesanter Aspekt. Bei Futterwaben, mit Zuckerwasser, ist mir persönlich das gerade im Frühjahr beim einhängen vermehrt Zuckerkristalle am Stand zu sehen sind.

Werde diesen Punkt in meine pro Liste aufnehmen.

Josef Fleischhacker
18.07.2013, 14:56
Beim "normalen" Kristallzucker, egal ob Konvi oder Bio wird normalerweise nichts beigemengt.

Wo könnte man dies verlässlich hinterfragen, ob die Zuckerindustrie uns Imker Auskunft gibt bezweifle ich doch sehr?


Bzgl. Josef´s Frage: Entweder unterschiedlich gelagert, unterschiedlicher Feuchtigkeitsgehalt der Zucker oder einfach nur anders verpackt?

Bei mir liegt alles und ohne Ausnahme auf Paletten im Magazin, was jedoch auffällt sind die tatsächlich jeweils unterschiedlichen Verpackungssäcke?

Josef

Alpenimker
18.07.2013, 16:09
Die Zubereitung ist Knochenarbeit und entfällt.
Ja Wahnsinn. Wasser, gerne auch kalt, ins Fass, Wasserpumpe vom Baumarkt um 30 Euro einschalten, Zucker dazu. 15-30 Minuten laufen lassen, Währenddessen mit Frauchen Kaffee trinken, fertig. Der Zucker kommt aus der Schweiz, Samnaun, derzeit um 0,68 Euro.

Würde aber gerne Sirup nehmen, wenn es vom Preis her okay wäre.

Alpenimker
18.07.2013, 16:13
Machen wir eine Sammelbestellung? Würde ich sehr gerne, aber für heuer habe ich schon 300 Kilo Zucker geholt. Tut mir leid.

Josef Fleischhacker
18.07.2013, 16:33
@ Hagen

bei SB für Zucker, selbst für einige wenige Bioimker aus meiner Region sind wir bisher immer schon mehr oder weniger kläglich gescheitert, ich denke unser bisheriger Rekord dürfte bei lediglich vier Usern sein. Der Grund dafür dürfte der doch enorme Preisunterschied mit seinen saisonalen Schwankungen sein.

Josef

Chrigel
18.07.2013, 17:24
[QUOTE=Hannes;106396



Danke Christian, ein sehr interesanter Aspekt. Bei Futterwaben, mit Zuckerwasser, ist mir persönlich das gerade im Frühjahr beim einhängen vermehrt Zuckerkristalle am Stand zu sehen sind.

Werde diesen Punkt in meine pro Liste aufnehmen.[/QUOTE]

@ Hannes
Beachte, dass du diesen Punkt meiner Erfahrung mit "meinem" Sirup nicht telquel übernehmen kannst, da Sirup nicht gleich Sirup.Ein Kollege hat vor wenigen Jahren einen Sirup aus dem Ausland verfüttert - Die Unterlagen sahen im Frühjahr aus wie frisch eingekiest und auf den Futterwaben war die Verdeckelung grossflächig aufgerissen, die Zellen aber nicht geleert und voller Kristalle.

@ Alpenimker
Wenn der Wohnort 35 km vom Bienenstandort entfernt ist, gehen der Ablad von Zucker, das Einfüllen in den Zuber zur Zubereitung, das Abfüllen in die Transportgefässe, das Aufladen und der Transport zum Bienenhaus etc auch einem rüstigen Pensionisten in die Knochen. Da empfinde ich die 20 kg Brics mit praktischem Auslasshahn, im Betrieb per Lader auf mein Gefährt gestellt und direkt ans Bienenhaus gefahren, als eine echte Erleichterung, was ich natürlich nicht auf dich jugendliches Kraftpaket übertragen möchte....
mfg Christian

Hannes
04.09.2013, 09:46
Hallo zusammen,

aus zeitlichen Gründen und weil mich die Neugier packte habe ich heuer die Fütterung mit Sirup vorgenommen.

Der Preis pro kg betrug 0,73€ für die Abholung mußte ich nur 12km fahren.
Abgefüllt wurde das Sirup in 30l Kanister mit Ablaufhahn (3 Stk. für 9€).


Zur Fütterung:
Die Annahme war sehr gut und ging sehr rasch, bei Ablegern schon fast zu schnell. Hier muss man unbedingt auf das Brutnest achten, Gefahr des "verhonigen".
Im Vergleich, so kommt vor, bessere Verwertung. Es landet mehr Futter in den Waben. Auch bei langsamer Abnahme keine Probleme, das das Futter hält und nicht sauer wird. Nachteilig ist das höhere Gewicht im Vergleich 1l Sirup zu 1l Zuckerwasser.

Mein Fazit:
Aus der Sichtweise eines beruftätigen Familienvaters kann ich sagen, die Fütterung stellte sich einfach und für mich zügig dar. Für mich der große Vorteil lag darin, wenn ich Abends nach Hause kam brauchte ich nur den Kanister nehmen ins Auto und ab zu den Bienen.
Zeitlich ein enormer Vorteil, auch wenn das Rühren eine Maschine erledigt.
Wobei ich hier nochmals darauf hinweisen möchte das 1l ca. 1,3 -1,4kg wiegt, bei 30l können das dann schon über 40kg sein. Diesbezüglich sollte man von vorn herein kleiner Gebinde verwenden bzw. große Gebinde nicht ganz füllen.
Bezüglich Räuberei konnte ich nichts nennenswertes feststellen.

Die Anschaffungskosten bewegen sich im Rahmen mit 73 Cent je Kilo, Feinkristallzucker hätte ich um den selben Preis bezogen. Zudem mußte ich nur 12km für die Anschaffung zurück legen.

Wie die Bienen nun auf diesem Futter Überwintern bleibt abzuwarten. Sollte das Ergebnis zufriedenstellend sein bin ich gern wieder dazu bereit, bei der Sammelbestellung des Tiroler Landesverband mit zu machen.

Palma40
04.09.2013, 11:29
Wobei ich hier nochmals darauf hinweisen möchte das 1l ca. 1,3 -1,4kg wiegt, bei 30l können das dann schon über 40kg sein.

Hallo Hannes,

Dies erinnert mich an meine erste Fütterung mit Futtersirup. Da hatte ich mir extra 40 Liter Fässer gekauft mit Ablasshahn und seitlichen Griffen zum Tragen, nach dem Befüllen konnte ich sie nicht mehr bewegen. :SM_1_06:

Heute habe ich einen 1000 Litertank im Hof stehen und fülle die Futtereimer dort ab.

Was die Räuberei angeht, ist die Gefahr nicht so hoch wie bei Zuckerwasser, dies ist auch meine Erfahrung.

edlBee
04.09.2013, 11:41
Die Anschaffungskosten bewegen sich im Rahmen mit 73 Cent je Kilo, Feinkristallzucker hätte ich um den selben Preis bezogen. Zudem mußte ich nur 12km für die Anschaffung zurück legen.
Hannes, würde mich schon interessieren, wo das mit dem Preis zu bekommen ist, und ob da jeder tanken kann, auch ich auf der Durchreise??? Hab genug 25 Liter Kanister

Hannes
04.09.2013, 11:49
Hallo Kurt,

das ganze ging über eine Sammelbestellung des Tiroler Landesverband, abgeladen wird in Tirol an 3 Stellen zu je einem bestimmmten Termin. Dabei kommt ein Tankzug zur Abladestelle und fertig vor und zu alle Imker ab. Das heißt diese Quelle ist versiegt, auch für die Durchreise läßt es sich nur schwer planen da der Abladetermin erst kurzfristig erfolgt (ca. 5-7 Tage zuvor).

Ablade Orte sind Telfs/Pfaffenhofen , Innsbruck und irgenwo im Tiroler Unterland (ich glaub Jenbach).

Die Info erfolgt immer im Bienen Aktuell

Beste Grüße Hannes

Josef Gruber
04.09.2013, 13:53
Hallo!

Ich verwende den Sirup von Agrana und bin in fast allen Belangen zufrieden.
Und er eist preislich mit Zucker vergleichbar.

Lediglich gab's im letzten Bienenjournal einen Beitrag worin Maisstärkesirupe
in der Frühjahrsentwicklung schlechter sein sollten.
Wer weiß genaueres?

Schöne Grüße Sepp

Hannes
04.09.2013, 14:06
Hallo Sepp

und bin in fast allen Belangen zufrieden.

da du schreibst in fast allen, wo siehst du Nachteile??

Über die Frühjahrsentwicklung kann ich dir genaueres nächstes Jahr sagen.

Hat sonst noch jemand damit Erfahrung??

Palma40
04.09.2013, 14:38
Hat sonst noch jemand damit Erfahrung??

Also ich füttere schon mehrere Jahre Sirup, sowohl zur Wintereinfütterung als auch zur Aufzucht von Ablegern, so wie ich es sehe nur Vorteile. Die Frühjahrsentwicklung steht der Zuckereinfütterung in nichts nach.

Hannes
04.09.2013, 15:00
Die Frühjahrsentwicklung steht der Zuckereinfütterung in nichts nach.

Hallo Klaus,

bis jetzt habe ich auch nichts gegenteiliges gehört. Meiner Meinung nach ist die Fütterung schon eine Erleichterung.
Bei Biobetrieb sieht es dann doch anders aus, oder gibt es BioSirup?

LG
Hannes

Palma40
04.09.2013, 15:29
oder gibt es BioSirup?

Gegenfrage: Gibt es Heute noch Bio-Honig?

Josef Gruber
04.09.2013, 15:41
Hallo!

Bezüglich Frühjahrsentwicklung kann ich keinen Unterschied zum Apiinvert feststellen.
Im letzten Frühjahr haben alle das Frühjahr erlebt, 6% waren weisenlos und nochmals 10% waren nicht besonders stark.

Nachdenklich gestimmt hat mich nur der Beitrag im letzten Bienenjournal.

Die Nachteile:
Agrana hat heuer den Sirup in Gebinden ähnlich des Apiinverts ausgeliefert, grundsätzlich ist mir dies lieber als die vorjährigen Kanister.
Jedoch halten die Tragegriffe vielfach nicht, und der Ausgießer kann nicht im Karton geklemmt werden was in Folge zu einer Patzerei führt.
Beide Punkte sollten im nächsten Jahr verbessert werden.

BIO Sirup gibt's meines Wissens nur beim Kellmann preislich natürlich höher, aber leistbar und er liefert auch nach Österreich.

Schöne Grüße Sepp

Hannes
04.09.2013, 15:43
Danke Sepp,

um was ging es da im Bienenjournal genau?

Patzerei darf nicht sein, da geb ich dir vollkommen recht. Dies gehört in jedem Fall verbessert.

LG Hannes

edlBee
04.09.2013, 16:21
Agrana hat heuer den Sirup in Gebinden ähnlich des Apiinverts ausgeliefert, grundsätzlich ist mir dies lieber als die vorjährigen Kanister.
Sepp aber die Kanister gibt es immer noch, hab die heuer noch so genommen, aber die neue Verpackung auch gesehen

Aber zum Nachfüllen sind dann die Kanister besser

Hephaistos
04.09.2013, 16:25
Hallo,

also ich füttere schon ewig den Sirup; als Winterfutter, für Ableger und auch für die Apideas. Nur vor 3 Jahren verwendete ich selbst angerührtes Zuckerwasser, da ich den Zucker zu einem unschlagbaren Preis erhielt. Nachteile vom Sirup kenne ich keine, der größte Vorteil ist für mich der fehlende Geruch in Bezug auf Räuberei.

Gruß,
Hary

Hagen
04.09.2013, 16:50
Kennt jemand das Apigold?
Das überlegte ich mir, war aber dieses Jahr schon dabei den Zucker
zu verarbeiten (ich meine natürlich den Kristallzucker, nicht Thomas :SM_1_39:)

Für kommendes Jahr wollte ich dann doch Apigold in Erwägung ziehen, denn die Zuckerpanscherei
ist schon recht Arbeitsintensiv.

LG
Hagen

Josef Gruber
04.09.2013, 21:13
Hallo!

Im Deutschen Bienenjournal 09 2013 gibt es folgenden Artikel:

Weniger Brut mit Stärkesirup

Amerikanische Forscher haben herausgefunden, dass mit Stärkesirup gefütterte Völker im Frühjahr weniger Brut aufweisen als Kontrollvölker, welche mit Zuckersirup gefüttert wurden.
Es ist jedoch unbedenklich für die Überwinterung und es wird eingeräumt, dass in der USA auf Stärke basierendes Futter häufig mit hohen HMF Werten belastet war.

Ich mach mir nicht allzugroße Sorgen, oder gibt's ähnliche Berichte?

Schöne Grüße Sepp

Hannes
05.09.2013, 12:39
Hallo Sepp ich muss zugeben dies ist gänzlich an mir vorbei gegangen. Danke für die Info.

Ich mach mir auch keine all zu große Sorgen, doch binich gespannt auf das Ergebnis im Frühjahr.


Für kommendes Jahr wollte ich dann doch Apigold in Erwägung ziehen, denn die Zuckerpanscherei
ist schon recht Arbeitsintensiv.

@Hagen
..ich kann nur sagen vom Arbeitsaufwand betrachtet ist der Sirup schon im Vorteil gegenüber dem Zuckerwasser

edlBee
05.09.2013, 13:01
Kann nur sagen, bei uns in der Schweiz ist Zucker eindeutig am billigsten, darum kann ich nicht vestehen das der Sirup so extrem teuer ist

Zucker Kg immer unter einen € aber Sirup je nach Volumen und Verpackung per Kg 1,85€ bis über 2€

WalterRojky
05.09.2013, 19:00
Hallo Kurt
Der Preis steigt so lange, so lange die Kunden kaufen.
Wirtschaftlich mußt Du die Schmerzgrenze des Kunden erreichen. Solange er kauft ist diese nicht erreicht und der Preis wird sich wieder erhöhen ==> Wirtschaft!
Stört mich eigentlich wenig da meinen Bienen der eigene Honig bleibt und ich weder Zeit für die Fütterung noch Geld für Futter aufwenden muß.
mfg Walter

Viktor
05.09.2013, 19:04
Habe heute noch mal 300 kg Sirup geholt, 0,68 Cent pro kg. http://www.imkertechnikwagner.de/
Gruß Viktor

Palma40
05.09.2013, 19:06
Stört mich eigentlich wenig da meinen Bienen der eigene Honig bleibt und ich weder Zeit für die Fütterung noch Geld für Futter aufwenden muß.

Hallo Walter,

da bist Du in einer glücklichen Lage, ist aber nicht in jeder Gegend zu verwirklichen. Ich habe es vergangenes Jahr versucht so wie Du es schon einmal beschrieben hast, aber der Blütenhonig reichte bei weitem nicht.

Malte Niemeyer
05.09.2013, 19:44
Hallo,

hab nur kurz reingeguckt und die oberen Beiträge nicht gelesen....

Wir haben vor ca. 2 Wochen Halsüberkopf die Ableger füttern müssen, weil die wirklich ganz kurz vor knapp waren. wir haben den Ablegern die auf 5 Dadantwaben saßen bei ca. 20-25 Grad ungefähr 3-4 Liter Zuckerwasser gegeben. Die Lösung war etwas über 3:2 also ca. 65% Zucker zu 35 % Wasser. Die Ableger haben schnell abgenommen und wir haben uns gedacht: Gerettet!

Paar Tage später haben wir bei 2 Ablegern neue Königinnen einweiseln wollen und was haben wir gesehen? Der ganze Zucker war in den Waben auskristallisiert. Kurze allgemeine Ratlosigkeit. Dann die Lösung: Der Kristallzucker ist 100% sacharose. Normalerweise invertieren die Bienen den genauso wie Nektar auch, während des Trocknungsprozesses zu Glucose, Fructose und ein teil Restsacharose die bleibt. Weil wir aber so dickflüssige Lösung bei so gutem Wetter und der geringen Bienenmasse gegeben haben, war keine Kraft da um die Sacharose zu invertieren und deshalb ist die Umarbeitung unvollständig verlaufen. Und wegen der zuckerzusammensetztung mit mehr sacharose und zu wenig Fructose kristalisierte das Futter aus.

Mit ferigsirup wäre uns das nicht passiert, weil der größtenteils aus Fructose und einem teil Glucose und Sacharose besteht. Allerdings haben wir jetzt weniger gefüttert und bei warmen Wetter nurnoch 1:1 Lösung dann war das alles kein Problem.

Mfg Malte Niemeyer

Viktor
05.09.2013, 19:47
Habe heute gleich ein wenig gefüttert.
Hier paar Bilder.
http://up.picr.de/15739278qd.jpg

http://up.picr.de/15739280uk.jpg

http://up.picr.de/15739281mv.jpg

http://up.picr.de/15739283wg.jpg
Gruß

Selurone
05.09.2013, 19:53
Papi, da sind keine Bilder. Da ist alles schwarz.

Viktor
05.09.2013, 20:30
Habe es geendert. probire mal jetzt.
Gruß

Chrigel
05.09.2013, 20:42
Kann nur sagen, bei uns in der Schweiz ist Zucker eindeutig am billigsten, darum kann ich nicht vestehen das der Sirup so extrem teuer ist

Zucker Kg immer unter einen € aber Sirup je nach Volumen und Verpackung per Kg 1,85€ bis über 2€

Kleine Korrektur, Kurt
H's Futtersirup, nach meiner Erfahrung das geeignetste Produkt in der Schweiz, kostet im Grundpreis € 1.25 und in meiner Bezugsmenge von 600 kg € 1.10. Feinkristallzucker im 25 kg Sack war dazumal nicht unter € 1 zu bekommen.

Wir hatten im letzten Winter hier im Forum eine Meinungsverschiedenheit, weil von einem User behauptet wurde, das Futter sei im Winter in den Völkern allgemein kristallisiert. Das Winterfutter aus "meinem" Sirup ist in überschüssigen Waben, die ich für die Jungvölker verwende selbst im Sommer noch nicht im geringsten kristallisiert.
mfG Christian

kuttel
05.09.2013, 21:22
Habe heute gleich ein wenig gefüttert.
Hier paar Bilder.
http://up.picr.de/15739278qd.jpg

http://up.picr.de/15739280uk.jpg

http://up.picr.de/15739281mv.jpg

http://up.picr.de/15739283wg.jpg
Gruß

Hallo,

kannst Du Deine Futter-Technik mal beschreiben oder ist das schon irgendwo beschrieben?
Ich finde das mit den Plastebeuteln interessant und in einigen Fällen nachahmungswert.
Bitte sei so nett !

Hannes
05.09.2013, 21:23
das Futter sei im Winter in den Völkern allgemein kristallisiert.

Hallo Christian,

Kristalle habe ich aber auch schon bei Futterwaben mit Zuckerwasser gesehen.

Hagen
05.09.2013, 21:41
Kristalle habe ich aber auch schon bei Futterwaben mit Zuckerwasser gesehen.

Ich auch - und zwar gerade aktuell.
Ist das schlecht?

(War nicht sehr viel - nur wenige Zellen)

VG
Hagen

Chrigel
05.09.2013, 21:57
In der warmen Jahreszeit spielt das eine unbedeutende Rolle - entweder lösen die Bienen die Kristalle auf, da es warm ist und sie ja Zugang zu Wasser haben oder sie tragen diese einfach hinaus, was uns dann verborgen bleibt. Wenn ich im Hinterbehandler eine Wabe mit kristallisiertem Futter hinters Fenster zum Ausputzen gebe, dann liegen jeweils viele Kristalle auf dem Kastenboden.
Im Winter ist kristallisiertes Futter für die Bienen eine Krux. Es mangelt an Wärme und an Wasser - die Folge sind breite Kristallstreifen im Gemüll und möglicherwiese Futtermangel.
(Ich möchte aber die Diskussion, ob das Futter im Winter in den Waben kristallisiert ist oder nicht, auf keinen Fall neu aufleben lassen)
mfG Christian

Hagen
05.09.2013, 22:22
Hallo Christian,

nein, Diskutieren möchte ich da nun auch nicht.
Aber eine Frage hätte ich:
Würdest Du die Waben mit Futterzellen in denen
kristallisiertes Futter erkennbar ist herausnehmen?

VG
Hagen

Chrigel
05.09.2013, 22:37
Hallo Hagen
Ihr habt ja in diesem Jahr das leidige Problem mit der Melezitose - Futter das als Winterfutter ungeeignet ist.
Aus Zuckerwasser- oder Sirupfütterung kann unter normalen Bedingungen keine Kristallisation so kurz nach der Einlagerung eintreten. Es muss sich also entweder um altes Futter oder Melezitose handeln. Da würde ich die Wabe sicher nicht im Ueberwinterungsbereich des Volkes belassen, als Randwabe würde sie wohl bis im November noch leergeräumt.
mfG Christian

Palma40
05.09.2013, 22:48
kannst Du Deine Futter-Technik mal beschreiben

Hallo Hartmut,

Diese Technik wende ich auch hin und wieder an, allerdings in kleineren Portionen von etwa 1 Liter Sirup. Einmal als Notfütterung oder auch bei Ablegern wenn die erste Zarge mit Waben gefüllt ist. Dazu wird bei mir ein Gefrierbeutel mit einem Liter Sirup gefüllt und zu geschweißt. Am Volk wird dieser Beutel flach auf die Oberträger gelegt und mit der Schere Löcher oder auch kleine Schnitte oben in den Beutel geschnitten. Man glaubt es kaum, aber der Beutel wird fast leer gelutscht.

Palma40
05.09.2013, 22:55
als Randwabe würde sie wohl bis im November noch leergeräumt.

Dies sehe ich genau so wie Christian und deshalb hänge ich ganz bewusst, wenn Melizitosehonig anfällt, jeweils Waben mit Melizitosehonig links und rechts als Randwabe ein.

Viktor
05.09.2013, 23:08
Hallo,

kannst Du Deine Futter-Technik mal beschreiben oder ist das schon irgendwo beschrieben?
Ich finde das mit den Plastebeuteln interessant und in einigen Fällen nachahmungswert.
Bitte sei so nett !
Hallo Hartmut.
Es gibt ein Film, ist aber auf Russisch. http://www.youtube.com/watch?v=vS9_f3UyWv0
Soll es noch Fragen geben. Bitte kein Problem.
Gruß Viktor

Hannes
06.09.2013, 09:20
Ich auch - und zwar gerade aktuell.
Ist das schlecht?

Hallo Hagen,

ich kann mich da nur Klaus und Christian anschließen, in so kurzer Zeit kristalisiert Zuckerwasser NICHT aus.
Die besagte Wabe von dir würde ich an den Rand ziehen.

Hannes

Hagen
06.09.2013, 09:46
Alles klar,
Danke, das werde ich dann mal tun.
Es waren in der Tat vereinzelte Zellen Melezitosehonig
sichtbar beim Schleudern.
Allerdings bei weitem nicht so viel wie in anderen Regionen.
Ich werde die Waben in denen ich so etwas erkenne nun an den Rand ziehen.

Danke und Gruß,
Hagen

Jojo
10.09.2013, 22:51
Welches Winterfutter ist den Bienen genehmer

HONIG!!!

Ich weiß, völlig unsinnige Antwort auf die Frage und das noch dazu von einem Grünschnabel, aber das ist meiner Meinung nach das einzige Futter, dass den Bienen nicht schadet und ihre Abwehrkräfte stärkt ;)

Palma40
10.09.2013, 23:21
aber das ist meiner Meinung nach das einzige Futter, dass den Bienen nicht schadet und ihre Abwehrkräfte stärkt

Hallo Jojo,

Dies muss man schon etwas differenzieren. Wald- und Tannenhonig eignen sich gar nicht als Winterfutter. Futtersirup welches als solches deklariert ist, schadet unseren Bienen aber absolut nicht.

Hannes
12.09.2013, 18:14
@Jojo

Da kann ich dem Klaus nur recht geben.
Auf "Zementhonig" verhungern sie sogar, weil die Bienen selbst nicht mehr aus den Waben bekommen.

Hannes

Norbee81
12.09.2013, 18:38
Hallo!

Bisher hatten meine Völker immer unterschiedlich hohe Anteile Waldhonig zum Überwintern im Kasten. Heuer nach der späten, starken Waldtracht überwintern alle Völker die nicht auf MW gesetzt wurden rein auf Waldhonig. Das ist immerhin die Hälfte. Ich meine dass das kein Problem sein wird, eher könnte es Probleme geben weil diese Völker total verhonigt sind und kaum Brut aufgezogen haben.

Die Melezitosetracht ist in den Honigräumen gelandet, von da her ist in den Bruträumen alles in Ordnung. Auf den Randwaben gab es in 2011/12 keine Schwierigkeiten beim Überwintern mit Melezitosehonig. Allerdings wurde er im Frühjahr teilweise wie Kristallzucker ausgeräumt.

Nach diesem Winter wird sich zeigen ob meine Bienen in Zukunft Weihnachten und Silvester mit Honig oder Stärkesirup feiern werden.


Schöenen Gruß
Norbert

Palma40
12.09.2013, 19:27
Nach diesem Winter wird sich zeigen ob meine Bienen in Zukunft Weihnachten und Silvester mit Honig oder Stärkesirup feiern werden.

Hallo Norbert,

Wenn die Bienen im Winter genügend Flugtage von Petrus, für einen Reinigungsflug bekommen, dann ist auch der Waldhonig kein Problem. Ohne Flugtage ist die Nosema allerdings vor programmiert.

kuttel
12.09.2013, 22:39
Hallo Norbert,

Ohne Flugtage ist die Nosema allerdings vor programmiert.

Hallo Klaus !
Bist Du Dir da sicher, dass es dann Nosema ist ? Nosema ist ja eine Krankheit, ich bin eher der Meinung, dass es sich um keine Krankheit
sondern ganz einfach um eine Überlastung der Kotblase handelt, verursacht durch den hohen Mineralstoffgehalt des Waldhonigs.

Palma40
12.09.2013, 23:09
Hallo Klaus !
Bist Du Dir da sicher, dass es dann Nosema ist ? Nosema ist ja eine Krankheit, ich bin eher der Meinung, dass es sich um keine Krankheit
sondern ganz einfach um eine Überlastung der Kotblase handelt, verursacht durch den hohen Mineralstoffgehalt des Waldhonigs.

Hallo Hartmut,

Nein sicher ist dies nicht. Sicher aber ist, wie Du schon sagst, die Kotblase ist überlastet, dadurch kommt es zum Abkoten innerhalb der Beute was verschiedene Erkrankungen hervorrufen kann, unter anderem eben die uns bekannteste Nosema.

Hannes
13.09.2013, 07:35
dadurch kommt es zum Abkoten innerhalb der Beute

Ganz genau Klaus,

durch den Putztrieb der Bienen, welche dann den Kot aufnehmen, ist die Ruhr meist schon vorprogrammiert.

Hannes

Norbee81
13.09.2013, 14:04
Hallo!

In guten Lagen mit Föhneinbrüchen werden die Bienen wohl ab und zu ausfliegen können. An einem Stand bei mir wird das jedoch bestimmt nicht der Fall sein. Es gab Winter wo von Mitte Oktober bis Mitte März nur Bienen zum sterben rausflogen, weil es für Reinigungsflüge zu kalt war. Dort hatte ich jedoch schon Völker die nur Sirup bekamen und dennoch Ruhr hatten, wogegen die mit Waldhoniganteil unauffällig blieben.

Wenn Bienen nur gut auf "leichtem" Sirup überwintern, dann gibt es neben der Varroa doch noch viele Schwierigkeiten. Für meinen Standort ist es aber wichtig waldhonigfeste Bienen zu haben, die einzige Massentracht ist hier der Waldhonig. Vom Blütenhonig ist schon im Spätsommer nichts mehr da, ob geschleudert oder verbraucht- nebenbei kristallisiert der je nach Sorte steinhart aus.

Bei Zuckerwasser oder Stärkesirup konnte ich keine Überwinterungsunterschiede feststellen, daher bekommen meine Völker seit ein paar Jahren den nicht invertierten Sirup.

Gruß
Norbert

Palma40
13.09.2013, 15:21
Dort hatte ich jedoch schon Völker die nur Sirup bekamen und dennoch Ruhr hatten, wogegen die mit Waldhoniganteil unauffällig blieben.

Hallo Norbert,

Klar, kann es auch bei Sirupfütterung zur Ruhr kommen, nämlich wenn es tatsächlich lange keinen Flugtag im Winter gab, aber die Bienen halten es ohne Toilette viel länger damit aus.

Jan Wirth
28.10.2015, 10:08
Moin moin,

hier herrscht ein so reger Austausch, da weiß ich gar nicht auf welche Aussage ich eingehen soll, deswegen schildere ich hier mal meinen Fall und meine Futtererfahrungen.


Vor zwei Jahren ist mir mein erster Bienenstamm komplett gestorben. Ein Profiimker schaute sich das ganze an und sagte mir, das sich mein selbstgemischtes Futter zu schnell kristallisiert hat. Die Kristalle haben den Darm meiner Bienen zerstört und fanden somit ihren Tod. Das war erst mal ein Schock für mich, mischte ich doch seit 8 Jahren selbst.

Bin dann ziemlich schnell auf fertiges Futter umgestiegen. Nach einigen Pleiten bin ich auf das Bienenfutter von http://www.kellmann-produktion.de/ gestoßen.

Das Futter kann man zu jeder Jahreszeit, sowie als Zwischenfutter benutzen. Ich verwende seit einiger Zeit nur noch Apikel Bio-Nassfutter, wobei sich meine Bienen zwar einige Zeit daran gewöhnen mussten, jedoch nach ein paar Wochen wieder gesund und munter waren.

Der Shop führt auch Bienenfutter auf Weizen- sowie auf Saccharosebasis, wobei ich diese beiden Varianten noch nicht ausprobiert habe. Des Weiteren beziehe ich meinen Imkerzubehör von Kellmann.

Wäre schön wenn jemand auch dort bestellt, möchte nämlich wissen was andere von dem Angebot halten.

Mit freundlichen Grüßen

Jan