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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Schimmel



Nils
07.03.2013, 15:41
Hallo Leute,

heute ein unangenehmes Thema: Schimmel im Bienenstock!
Bei den heutigen 14 Grad konnte ich nicht anders und einen Blick durch die Folie werfen. An den Ecken auch mal kurz die Folie gelüpft und hineingeschaut um die nicht bienenbesetzten Randwaben auf Futter zu prüfen.

Dabei entdeckte ich, daß einige Oberträger wohl angeschimmelt sind. Die Waben jedoch nicht - wie es scheint:

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Auch vor dem Flugloch fanden sich einige (wenige) tote Bienen, die schon angeschimmelt sind:

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Und auf der Windel fand sich bei einem Volk ein seltsamer Haufen. Es könnte sich allerdings auch um Abrieb von ApiLifeVar handeln (mögilcherweise habe ich da einen Streifen übersehen?) Oder ist das Abrieb von schimmeligen Waben?
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Es ist meine erste Auswinterung und ich frage mich: ist das "normal"? Ich finde Schimmel einfach nur ekelig - und ungesund ist er obendrein...

Was sollte man jetzt (oder auch später) dagegen tun?

Ob Waben verschimmelt sind wird sich erst später zeigen, wenn ich mal "richtig" reinschauen kann...

Danke

Nils

Jeffrey
07.03.2013, 16:55
Hallo,
hattest du die Windel die ganze zeit drin? Dann brauchst dich nicht wundern, wenn die Waben Schimmeln. Boden offen lassen, dann schimmelt nichts. Falls doch, eine Wabe weniger rein udnlinks und rechts Platz lassen.
Gruß Jeffrey

Josef Gruber
07.03.2013, 19:16
Hallo Nils!

Folie weg = Schimmel weg

Heuer hab ich gänzlich ohne Folie eingewintert, aber den Boden geschlossen und wie's aussieht war die Entscheidung nicht schlecht.
Kein Schimmel, alle Völker leben, jedoch hat die "behagliche Stube" die Mäuse angezogen.

Schöne Grüße Sepp

Nils
07.03.2013, 22:17
Danke Sepp,

die Folie sehe ich auch schon recht zwiespältig an....
Dann ist bei dir zwischen Innendeckel und Oberträger... nichts?
Saugt sich dann der Innendeckel nicht mit Wasser voll und fängt an zu schimmeln?

Danke,

Nils

Selurone
07.03.2013, 23:45
Saugt sich dann der Innendeckel nicht mit Wasser voll und fängt an zu schimmeln?

Danke,
Kann schon passieren. Bei geöffneten Gitterboden aber nicht.
In der brutlosen Zeit gibt es auch kaum Kondenswasser. Brüten die Bees, dann gab dir Jeffrey den richtigen Tipp. Hier kann die Luft besser zirkulieren.

mahagugu
08.03.2013, 10:25
Verwendest du statt dessen Zeitungspapier oder Backpapier ?

Nur so eine Frage ...

Josef Fleischhacker
08.03.2013, 17:12
Ich glaube, dass der Hauptgrund die geschlossenen Böden sind.

Glauben heißt bekanntlich nichts zu wissen! :-k

Selber verwende ich Folien und hab auch hohe geschlossene Böden mit 10 ÖBW und dies nicht erst seit gestern, sondern zeitlebens solange ich imkere. Dies habe ich von der Imkerschule so übernommen, auch damals gab es keine offenen Böden, ich sehe auch keinen Grund dies zu ändern? wenn ich mich recht entsinne, imkert auch der Großimker Stefan Mandl mit geschlossenen Böden und eben auch Folie.

ich denke Feuchtigkeit ist eher wie bei Nosema der Fall, es gibt Plätze, zumeist Sutten, also tiefe Stellen wo es immer schon vermehrt zu Nosema kam. Abhilfe: Eckerl der Folie im hinteren Beutenbereich etwas umschlagen, ist ähnlich als würden wir unsere Fenster öffnen.

Josef

edlBeeFit
08.03.2013, 17:24
Abhilfe: Eckerl der Folie im hinteren Beutenbereich etwas umschlagen, ist ähnlich als würden wir unsere Fenster öffnen
Genau, Josef ein guter Tipp, das Eckerl muss aber schon ein rechtes Eckerl sein;) ich lege über dieses Eckerl dann einige Lagen Zeitungspapier, ist wie ein Filter oder Kondensator, wird feucht und trocknet aber auch wieder

Josef Fleischhacker
08.03.2013, 19:29
Das Thema war, warum Schimmel und nicht Nosema.

Danke, genau darüber rede ich auch!

Für Dein imkerliches Stammbuch: Schimmel und Nosema sind Fingerzeige dafür, dass die Betriebsweisen verbessert werden sollten! Nils als Suchender bat hier um Ratschläge, also übermittle ich ihm mein Fach- und kein Nichtwissen, oder gar Vermutungen, schon überhaupt nicht was mir "mein Freud der Berufsimker mit seinen 200 Völkern" sagt!

Zum plaudern haben wir unsere Plauderdecke, hier geht´s um fach- und sachkundige Ratschläge.

Josef

Hagen
08.03.2013, 19:48
Danke für die Tipps auch von meiner Seite.
Denn auch ich habe zwei Völker in denen Schimmel
aufgetreten ist.
Es hängt offenbar auch mit der Volksgröße zusammen.
Die zwei Völker waren zwar groß genug um über den Winter zu kommen,
sind aber die kleineren von den Völkern.
Der Tipp mit den "Eckerln" werde ich nun auch anwenden, denn auch
bei mir sind die Böden zu gewesen über den Winter.

Josef Fleischhacker
08.03.2013, 20:07
Wichtig zu sagen wäre noch, Folien haben durchaus ihre Berechtigungen, hier ist besonders der ständig abnehmbare Deckel hervorzuheben. Schon bei den ersten Futterkontrollen und Milbenbehandlungen im Herbst muss man immer wieder Deckel abheben, sind diese jedoch ständig verbaut und verkittet, ist dies imkerlich und natürlich auch für die Bienen mehr als ärgerlich. Auch im Frühjahr müssen immer wieder Waben gezogen werden, aus all den vielen Gründen möchte ich selber nicht mehr auf die Folien verzichten.

Beobachten wir mehrere Völker nebeneinander, erkennt man sehr schnell warum das eine Schimmel hat und das andere nicht, eben diese Völker sollten verglichen werden.

Josef

jonea
30.03.2013, 11:46
und wie soll jetzt mit diesen Waben verfahren werden?

Josef Fleischhacker
30.03.2013, 12:17
und wie soll jetzt mit diesen Waben verfahren werden?

Sind verdorben und somit unbrauchbar, also einschmelzen und das Wachs für den eigenen Wachskreislauf horten.

Josef

Nils
30.03.2013, 16:50
Beim letzten Kurs am Lehrbienenstand (Auswinterung) wurden Randwaben gezogen. Die Aussenseite war schön pelzig verschimmelt *bäh*. Aber am heftigsten fand ich, dass er diese Wabe wieder reingetan hat.
"Der Schimmel macht nix, das putzen die Bienen schon weg".
Naja, war ja noch alles voll mit wertvollem Futter.

Was macht ihr wenn ihr in diesen Tagen schimmelige Waben findet? Noch drinlassen bis es ausgefressen ist? Oder gleich weg damit, auch wenn 2 kg wertvolles Futter verloren gehen? Futter könnte knapp werden und bevor mir ein Volk verhungert würde ich es auch drinnenlassen. Aber ich finde Schimmel einfach nur *pfui* und würde diese Waben sofort rausnehmen. Lieber nochmal zufüttern.

Nils

Josel
30.03.2013, 18:56
Wenn ich jetzt vor der Wahl stehen würde bei den herrschenden Temperaturen hier (äh, 5cm Neuschnee...), würde ich wahrscheinlich auch die Wabe wieder ins Volk hängen, anstatt flüssig zuzufüttern. Was ich gestern leider tun musste.

Ansonsten, bei behaglicheren Temperaturen, bin ich konsequenter. Schimmelwaben entweder ganz weg oder ins Sonnenwachsding. Ich bin zwar bisweilen knauserig, aber so einer Futter Wabe würde ich nicht hinterhertrauern.

Ich hatte bei meinen Beuten noch keine Schimmelprobleme, die Beuten haben Gitterboden und unter dem Deckel liegt entweder ein Propolisgitter oder ein betagtes Küchenhandtuch.

Ab diesem Frühjahr will ich allerdings auf Plexiglas als Abdeckung umsteigen, ich rechne daher für nächstes Jahr schon damit, dass sich Schimmel zeigen wird.

Die Waben des Volkes, was mir letztes Jahr eingegangen ist, sind übrigens ziemlich schimmelig gewesen. Aber erst als ich die Beute im Frühjahr weg geräumt habe, direkt nach dem Ableben der Bienen war noch alles in Ordnung. Ich hatte daraus geschlossen ,dass sich Schimmel bei guter Durchlüftung und Anwesenheit von Bienen nicht oder weniger entwickelt.

schwabenimker
30.03.2013, 21:17
Ich hatte bei meinen Beuten noch keine Schimmelprobleme, die Beuten haben Gitterboden und unter dem Deckel liegt entweder ein Propolisgitter oder ein betagtes Küchenhandtuch.

Ab diesem Frühjahr will ich allerdings auf Plexiglas als Abdeckung umsteigen, ich rechne daher für nächstes Jahr schon damit, dass sich Schimmel zeigen wird.



Bei offenem Gitterboden hatte ich bisher noch nie Schimmelprobleme, wobei noch dazu gesagt werden sollte, dass mein Winterstand auf unserem heimischen Grundstück sehr gut belüftet ist. Ich schließe den Gitterboden nur im kalten Frühjahr (wie jetzt) während der Brutphase.
Generell arbeite ich schon seit Beginn an ganzjährig mit Folie. Bisher habe ich an keiner Wabe Schimmelspuren gefunden. Allerdings ist mein Holzdeckel nicht isoliert. Ich habe mir schon einige Male überlegt, ob ich ihn isolieren soll, fürchte mich jedoch vor mehr Schwitzwasser, das zu Schimmelbildung führen könnte.

Auf die Folie möchte ich nicht verzichten, um jederzeit schnellen Zugriff auf das Volk haben zu können, ohne zuerst noch den Verbau am Deckel entfernen zu müssen und ohne damit sehr viel Unruhe in das Volk zu bringen. Zudem denke ich, dass das Schwitzwasser von den Bienen aufgenommen wird.

Somit rechne ich nicht, dass Du Schimmelprobleme bekommen wirst, wenn Du auf eine Plexiglasabdeckung umsteigst, die sich vermutlich gleich verhält wie die Folie.

Stefan

Josef Fleischhacker
30.03.2013, 21:34
Somit rechne ich nicht, dass Du Schimmelprobleme bekommen wirst, wenn Du auf eine Plexiglasabdeckung umsteigst, die sich vermutlich gleich verhält wie die Folie.

Dies wird eine höchst spannende Sache werden, allerdings fürchte ich wird da gerade das Gegenteil eintreten.

Auch ich kenne trotz geschlossenem, allerdings Fluglöcher mit 38 x 4cm und lediglich den herkömmlichen Lüftungsgittern keinen Schimmel, ich vermute jedoch dies liegt ab der ersten FuT Gabe geöffneten 3 x 1 Lückerl, hier kann Luft ähnlich eines Fangs entweichen.

Josel sollte aber auch bedenken, Plexiglas ist relativ teuer und kann beim füttern nicht geöffnet werden, also ich hab Zweifel ob Plexi tatsächlich funktioniert? :-k

Josef

Josel
30.03.2013, 23:19
Josef, das verwunderliche ist, es war überhaupt gar nicht teuer. Es handelt sich um nur ein Millimeter dünnes Plexiglas in einer Standardgröße für bilderrahmen, die ungefähr meinen Beutenmaßen entspricht. Die gibts in 10er Packs.

Beim Einfüttern ziehe ich sie einfach ein Stück zurück. Dann stehen sie zwar außen aus der Beute heraus, aber höchstens ein bis zwei Zentimeter. Das kann man verschmerzen.

Ich kann mit einer leicht stabilen Abdeckung viel leichter arbeiten als mit Folie, ich denke, das ist Gewöhnung oder Geschmackssache.

Wenn wir hier wieder bienenfreundliche Temperaturen haben, mache ich mal ein Foto von den Dingern.

OliverRoedel
30.03.2013, 23:26
Ventilation! Deckel aufbohren und eine Öffnung schaffen, dies am besten zusammen mit Gitterboden. Dann schimmelt es nicht mehr. Verschlossene Beuten, auch noch mit Plastikfolie unterm Deckel, sind meiner bescheidenen Meinung nach, absolut falsch. Feuchtigkeit bekämpft man mit Lüften!

OliverRoedel
31.03.2013, 18:26
http://www.focus.de/immobilien/energiesparen/tid-29284/lueftungssysteme-fuer-immobilien-kampf-dem-schimmel-so-vermeiden-sie-dicke-luft-_aid_910146.htmlwarum die Imker wohl glauben Bienen brauchen keine Ventilation...

winki
31.03.2013, 22:24
Hallio
Habe zwei Völker die ebenfalls verschimmelte Waben hatten und keine Königin mehr, im Dampfwachsschmelzer ausgeschmolzen und schweren Herzens dann weggeschüttet. meine Frage könnte man aus diesem Honigwasser auch noch einen Met ansetzten?

Palma40
31.03.2013, 22:29
Hallio
Habe zwei Völker die ebenfalls verschimmelte Waben hatten und keine Königin mehr, im Dampfwachsschmelzer ausgeschmolzen und schweren Herzens dann weggeschüttet. meine Frage könnte man aus diesem Honigwasser auch noch einen Met ansetzten?

Können tut man das schon, es soll ja Leute geben denen vor Garnichts graust. ;)

jonea
04.04.2013, 17:56
Auch ich kenne trotz geschlossenem, allerdings Fluglöcher mit 38 x 4cm und lediglich den herkömmlichen Lüftungsgittern keinen Schimmel, ich vermute jedoch dies liegt ab der ersten FuT Gabe geöffneten 3 x 1 Lückerl, hier kann Luft ähnlich eines Fangs entweichen.

Lieber Josef,

kannst du mir dies übersetzen bitte.

3x 1 Lückerl Fang wo?

FuT = Futterteiggabe???

Danke

Josef Fleischhacker
04.04.2013, 19:44
Können tut man das schon, es soll ja Leute geben denen vor Garnichts graust.

Ist der Schimmel wie auf dem Bild zu sehen lediglich auf den Trägerleisten, so spricht nichts dagegen diese Futterwaben auszuschneiden um Räubermet (Brandmet) anzusetzen. Ist natürlich ein heikles Thema, deswegen wurde ich auch schon mehrmals kritisch hinterfragt.


3x 1 Lückerl Fang wo?

Bitte guck Dir diese Bilder an, da erkennt man inmitten der Folie dieses Lückerl, wirk offenbar wie ein Rauchfang.

http://www.bienenforum.com/forum/showthread.php/7959-Futterteig-2013-reden-wir-dar%C3%BCber

Josef

Palma40
04.04.2013, 22:44
Ist der Schimmel wie auf dem Bild zu sehen lediglich auf den Trägerleisten, so spricht nichts dagegen diese Futterwaben auszuschneiden um Räubermet (Brandmet) anzusetzen.

Aber sicher nicht mit Honigwasser aus dem Dampfwachsschmelzer. :SM_1_02:

Nils
14.04.2013, 16:53
Hallo miteinander,

ich habe mal wieder eine Frage zu Schimmel-Waben….

Am Lehrbienenstand habe ich schon dick "bepelzte" Waben gesehen, die ganzflächig einen dicken Grauschimmelrasen hatten. Trotzdem wurden diese Waben wieder ins Volk zurückgegeben.

Heute habe ich meine Schimmelwabe (s.o.) rausgenommen. "Mein" Schimmel schaut anders aus. Vor allem der Oberträger ist betroffen, aber auch die untere Ecke der Futterwabe. Die Bienen haben wohl schon einen Teil abgeschrotet. Es sind schwarze Flecken, kein Grauschimmel-Rasen….

Könnte das vom ApiLifeVar stammen, das auf diesem Eck gelegen hat?


Was soll ich nun mit dieser Wabe machen? Ich habe sie herausgenommen, da die beiden benachbarten Waben noch voll verdeckelt waren und als Futterreserve reichen sollte.

Kann ich diese Wabe aufheben für Ableger? Der Rest der Wabe schaut einwandfrei aus. Oder belaste ich dann die Ableger mit Pilzsporen?



Hier einige Bilder der Wabe:
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Dieser seltsame Schimmel hat über den Winter auch die Aussenseite der Zarge befallen.
Außerdem hat die Zarge einen enormen Riss bekommen.
Soll ich die Zarge wechseln?
Der Riss zieht sich quer über die Vorderseite und weiter auf der halben linken Seite…
30063


Hier die Fluglochseite:
30064

Danke für Euren Rat!

Nils


P.S.: Achja, die Wabe war ziemlich feucht vom Kondenswasser. Ich habe sie in der Sonne getrocknet (bis nach 5 Minuten die ersten Bienen nachschauen kamen, was es denn da gutes gibt) und sie dann in eine verschlossene Zarge getan.

Nikita
14.04.2013, 17:31
Hallo Nils,
zu dem Riss:
Schraub eine Leiste ran, die Löcher vorbohren und die Beute (den Riss) zusammendrücken.
Wachs dürftest Du doch haben. Nimm einen Spachtel und kitte den verbleibenden Riss, dann den Heißluftfön drüber, damit das Wachs richtig haftet.
Den Restspalt auf der Innenseite verkitten die Bienen.

Gegen den Schimmel an der Beute außen hilft nur streichen - eine Oberflächenbehandlung z.B. mit Leinöl oder Lasur und stell Deine Beuten unter Dach sonst sind sie nach dem 6. Jahr verrottet.

Schimmel auf der Wabe auschneiden und heißes Seifenwasser drübergießen und abschrubben, würde ich machen, wenn Du die Futterwabe unbedingt verwenden möchtest.
Ich mache sowas sauber und löte eine neue Mittelwand ein...
Mit freundlichen Grüßen
Wolf.

Josef Fleischhacker
14.04.2013, 19:50
Der Rest der Wabe schaut einwandfrei aus. Oder belaste ich dann die Ableger mit Pilzsporen?

Dieser seltsame Schimmel hat über den Winter auch die Aussenseite der Zarge befallen.

Nils, diese beiden Fragen sprechen doch eindeutig für schon lange nicht mehr bewohnte Zargen, sondern klar für einen sehr feuchten Lagerraum, ich kann mir beim besten Willen einfach nicht vorstellen wie im Freien befindliche Zargen dermaßen nass sein könnten?

Selber habe ich bereits einige Waben von Ex Völkern für meine Feuerstelle vorbereitet, morgen gibt´s davon ein Foto.

Josef

Nils
14.04.2013, 20:58
@Nikita
Danke Wolf für deine Anleitung! Da bin ich ja mal gespannt was die Damen dazu sagen, wenn ich an ihrem Haus rumbohre und schraube! Auf Wachs und Heißluftfön wäre ich nicht gekommen!

@Drohne
Nein Josef, in dieser Zarge überwinterte ein Volk, wenn auch ein schwaches. Und die Zarge habe ich im letzten Sommer gekauft bei Holtermann. Eine andere Zarge von denen hat schon im Sommer einen langen Riß bekommen, den konnte ich vor dem Winter noch flicken. Der oben abgebildete dagegen entstand im ersten Winter.

Nils

OliverRoedel
15.04.2013, 12:25
@Nikita
Danke Wolf für deine Anleitung! Da bin ich ja mal gespannt was die Damen dazu sagen, wenn ich an ihrem Haus rumbohre und schraube! Auf Wachs und Heißluftfön wäre ich nicht gekommen!


Nils
Das mit dem Wachs würde ich nicht machen, da baust Du den Motten já ein Heim :-( Da hilft nur Zarge, trocknen und unter Druck leimen. Deine Zargen haben keinen Anstrich (öl, Farbe, Lasur)? Das kann nicht gut gehen, es sei denn Du lebst in der Sahara ;-) Auch sollte der Deckel eine Lüftungsöffnung haben, dann schimmelt es nicht mehr... Baukaufe eine neu Zarge, behandle die mit einem Dir genehmen Aussenanstrich und dann tausche gegen die kaputte. Bis zum Tausch kannst Du den Schlitz mit Klebeband dichten, das schützt vor Raub...

Spessartbiene
15.04.2013, 12:52
Bei der gestrigen Revision landeten wieder wie jedes Jahr mehrere Waben in den Ausscheider-Pool. Einige kann ich noch einschmelzen, andere werd' ich gleich verbrennen.
Die Ursache ist klar die Feuchtigkeit in meinen Styroporbeuten - trotz ständig offenem Gitterboden. Während die Völker im freien ohne Wabenverluste auskamen, sieht es bei den Völkern in der Hütte schlechter aus.
Aus diversen Gründen müssen diese Beuten aber vorerst in der Hütte bleiben. Was kann ich also tun?

Wäre es sinnvoll die Folie im Winter gegen ein überlappendes Leinentuch oder Zeitungspapier zu ersetzen, welches die Feuchtigkeit wie ein Docht nach außen leiten könnte?

Gruß,
Hermann

OliverRoedel
15.04.2013, 13:00
Loch im Deckel mit Fliegengitter. Darauf achten, dass die Bienen das nicht zukitten, manche tun das. Lässt sich aber leicht abkratzen, auch von aussen. NIEMALS Folie, Lappen, Stroh oder sonstwas, was Feuchtigkeit aufnimmt und dann schimmelt, oder Schwitzwasser (Regen) in der Beute verursacht. Die Feuchtigkeit muss RAUS! Schaut Euch mal Nester der wilden Bienen an. Die haben Abflüsse im "Boden" und Ventilationsöffnungen im "Dach"... Wer glaubt das Bienen na Kälte eingehen, kann einen Flug nach Kanada buchen und einen dortigen Imkerkollegen besuchen, dessen Beuten ALLE ein Loch im Deckel haben. Seitdem verliert er kein Volk mehr. Ohne Wasser in der Beute friert auch nichts. Gibt es keinen Schimmel, Ameisen, Motten und Pilze fressen das Holz nicht etc. Woher kommt bloss diese Isolierideologie?

Spessartbiene
15.04.2013, 13:07
Woher kommt bloss diese Isolierideologie?
Hi Oliver,
das Stytopor hab' ich nur wegen dem Gewicht. Bin Rückenpatient :( .
Gruß,
Hermann

Josef Fleischhacker
15.04.2013, 18:54
Hier sehen wir ein Foto von stark verkoteten Waben, da dürfte wohl Nosema, Malphigamöbe und möglicherweise sogar APV im Spiel sein. Solche Waben werden unverzüglich und völlig sekundär wie viel Futter da noch vorhanden ist an Ort und Stelle dem roten Hahn übergeben.

An sich bin bei Wachs sehr heikel und bücke mich um jedes noch so kleine Stückerl Wildbau, bei kranken, bzw. Ex Völkern endet das heikel sein.

30070

Josef

OliverRoedel
15.04.2013, 20:18
Hi Oliver,
das Stytopor hab' ich nur wegen dem Gewicht. Bin Rückenpatient :( .
Gruß,
Hermann
Lass Dich mal von Bienen am Rücken stechen das hilft... Styropor ist ja nicht schlimm, sofern die Ventilation stimmt...

Nils
15.04.2013, 21:14
dem roten Hahn übergeben.


Jetzt weiß ich endlich was es mit dem roten Hahn auf sich hat!:)

Sedel
15.04.2013, 21:35
Also ich habe folgende Erfahrungen gemacht:
Schimmel bildet sich mit Holzbeuten und Folie erst dann wenn der Gitterboden mit der Windel verschlossen wird. So kann sich mehr Kondeswasser, vor allem am Rand bilden. Dieses kann dann nicht von den Bienen wenn sie zur Wintertraube geschlossen sind "entsorgt" werden. Daher bildet sich bei mir gelegentlich am Rand Schimmel.

Nils
15.04.2013, 22:11
Josef,
auf den Bildern deiner Waben sieht man ja deutlich den pelzigen Grauschimmel.
Auf meiner Wabe (s.o.) finden sich aber schwarze Flecken, vor allem auf dem Holz. Ist dir (oder jemand anderem) schon mal sowas untergekommen? Was ist das für Schimmel?
In den Zellen drinnen fand ich auch Grauschimmel - nur das schwarze Zeug irritiert mich total...

Servus,

Nils