PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Aktuelle Futterreserven



Nils
26.12.2012, 17:56
Vermutlich wird Wolli jetzt gleich wieder mit der Peitsche drohen, aber die letzten frühlingshaften Tage nutzte ich, um mal einen ganz, ganz vorsichtigen Blick durch die Folie eines meiner Völker zu werfen.

Diese Störung hatte durchaus seinen Sinn, denn ich bin mir hier völlig im unklaren über die Futtersituation und Volksstärke. Und bei dem Flugverkehr erschien mir ein kurzer Blick vertretbar...

Hintergrund:
Das Volk wurde im Juli aus einem Apidea-Kästchen gebildet. Die Rähmchen samt legender jungen Königin wurden umgehängt und ein weiselloses Apidea wurde vor dem Flugloch zur Verstärkung abgeschüttelt. Das Volk wurde laufend in kleinen Dosen gefüttert - nicht zu viel damit das Brutnest nicht verhonigt.

So wurden insgesamt 5 Waben aufgefüttert bzw. für die Brut verwendet.
Zu Weihnachten besetzt dieses Volk 5 Wabengassen - siehe Foto

20723



(Rechts oben ist das Flugloch, ganz unten eine halb ausgebaute Mittelwand, danach Futter- und Brutwaben, außerhalb des Bildes ganz unten sind Isolierschiede um die Beute vor der Kälte zu schützen.)

Ich bin erstaunt über die vielen Bienen! Das Schwitzwasser an der Folie läßt vermuten, dass sie immer noch oder schon wieder brüten. Es ist die allererste Wintertraube die ich sehe...

Die letzte Durchsicht Anfang September ergab eine geschätzte Futtermenge von 6,5 kg. Dazu wurde laufend in kleinen Dosen noch 4 kg zugefüttert. Vermutlich wurde seit September durchgebrütet, also auch viel verbraucht. Ich hätte Anfang Oktober nochmal genauer schauen sollen...


Die Windel zu Weihnachten (siehe BILD) läßt vermuten, dass an diesen warmen Tagen viel Futter umgetragen wurde (2 Tage Gemüll).
20724
Das Flugloch ist wieder rechts oben.

Rechnet man durch das Brüten einen monatlichen Verbrauch von 2 kg Futter, dann hätte das Volk von September bis heute 8 kg Futter verbraucht und jetzt nur noch gut 2 kg Futter im Kasten. Das reicht theoretisch noch bis Ende Januar?

Was meint ihr - komme ich hier in Futternot? Wann ist es an der Zeit, hier einzugreifen? Ich könnte noch eine Futterwabe zuhängen, die ich noch in Reserve habe. Ansonsten bleibt nur Zuckerwasser oder -teig a la Josef.

Hätte nie gedacht, dass aus dem Volk überhaupt was wird….
Milben hats leider auch (ca. 1 / Tag); bis jetzt keine Winterbehandlung da noch in Brut (und aus Angst vor Wolli's Peitsche ;) ) Bisherige Behandlung: Api Life Var und OS-Dampf.

Danke für Eure Meinung,

Nils

Josef Fleischhacker
26.12.2012, 19:10
Von oben schaut das Volk sehr gut aus, Sorgen machen mir jedoch die frischen Wachskrümel auf der Windel welche schon an der hinteren Beutenwand zu sehen sind, ich denke hier werden schon sehr bald die Vorräte zu Ende gehen. Ist jedoch überhaupt kein Problem, für solche Fälle sind wir letztendlich ja da.

Bitte reinige die Windel und schieb sie wiederum für etwa eine Woche rein, somit bekommen wir Gewissheit und werden dementsprechend agieren. Vorsicht jedoch mit dem öffnen des Deckels, dies bedeutet für Bienen im Winter einen ungeheuren Stress, bekommen die Nosema ist einzig deren Herrchen Schuld, also sei auf der Hut.

Für mich wäre klar, weder flüssig, noch Futterwaben käme infrage, einzig eher weicher Futterteig und wenn´s geht ein Zwischenraum mit ASG Rahmen.

Josef

Malte Niemeyer
26.12.2012, 19:20
Hallo,

2 Kilo Futterverbrauch im Dezember wäre heftig viel, normalerweise fressen die da nur wenige hundert Gramm.

Um soviel zu verbrauchen, müssten die schon echt viel Brut machen.

Eventuell kannste das Gewicht des leeren Kastens schätzen und das Volk wiegen, an Wabenmaterial müsten etwa 100 bis 150 Gramm pro Wabe einberechnet werden und die Bienenmasse schätze ich auf 1 bis maximal 1,5 Kilo.

Meine Völker haben derzeit keine einzige Zelle Brut und sitzen größtenteils entweder ganz vorne oder ganz hinten, aber eigentlich nicht so lang gezogen über die Gassen.

Der stärkere Futterverbrauch müsste so in 2-4 Wochen starten, wenn der verstärkte Brutbetrieb wieder losgeht.

Mfg Malte Niemeyer

Josef war wieder schneller..

Nils
26.12.2012, 20:11
Danke Josef - Deine Antwort gibt mir Mut :-)
Die frischen Wachskrümel wurden nur während des Reinigungsfluges und des schönen Wetters "gemacht". Vorher war die Windel 3 Wochen drinnen und zeigte keine hellen Krümel - nur die braunen von der auslaufenden Brut (rechts oben).

Danke für die Nosema-Warnung! Dass dies eine Folge von Stress ist, war mir nicht klar! Ich werde nicht mehr aufmachen - höchstens für den Futterteig.

Windel ist gereinigt und wieder drinnen - ich zeige sie wieder in 1 Woche.
Josef, kannst du mir noch sagen was du mit ASG-Rahmen meinst? Ein Absperrgitter im Holzrahmen das ich drauflege um einen Abstand zu den Oberträgern zu bekommen (Platz für den Teig)?


Malte auch Dir Dank! :-)
2 Kilo war einfach mal eine Schätzung ins Blaue. Meines Wissens braucht ein Volk bis einschl. Januar je 1 kg, im Februar 2 kg und ab März 3kg-5kg pro Monat. Da sie aber durchgebrütet haben kalkulierte ich ab September mit 2kg. Wenns weniger sind wäre es mir nur recht :-)

Das Wiegen im Herbst habe ich leider verpaßt, da ich ja immer noch zufütterte. Das war blöde von mir, jetzt kenne ich das Herbstgewicht nicht. Aber ich kann ja jetzt nochmal wiegen und dann in einigen Wochen vergleichen! Hätte ich auch selber drauf kommen können - Danke Dir :-)
(Hoffentlich ist das Wiegen kein Streß für die Bienen? Ich habe nur eine Federzugwaage)

Du schätzt das auf 1-1,5 Kilo Bienen? Das wären dann ja 10 - 15.000 ??? Auf mehr als 6.000 Bienen hätte ich das jetzt nicht geschätzt…


Einen schönen Weihnachtsfeiertag noch,

Nils

P.S.: dass sie so lange sitzen liegt wohl einfach daran, dass seitlich keine geeigneten Waben mehr da sind.

Josef Fleischhacker
26.12.2012, 20:36
Danke Josef - Deine Antwort gibt mir Mut


Wirst noch staunen, zu gegebener Zeit wöchentlich mit Futterteig versorgt wird dies bis zur ersten Tracht ein sehr starkes Volk. Flüssig füttern geht weit bis in die Trachtflüge hinein nicht und lediglich eine Futterwabe wäre deutlich zu wenig.



Josef, kannst du mir noch sagen was du mit ASG-Rahmen meinst? Ein Absperrgitter im Holzrahmen das ich drauflege um einen Abstand zu den Oberträgern zu bekommen (Platz für den Teig)?

Richtig, dieser Rahmen dient einzig dazu um die Flade Futterteig bequem auflegen zu können. Hast keine zur Hand so besorg Dir unbedingt welche, ist auch für ASG eine tolle Sache.

Josef

Malte Niemeyer
27.12.2012, 12:08
Hallo,

wenn du vorsichtig zu werke gehst und das Volk langsam wieder absetzt, denke ich das das wiegen zu verkraften ist.

Okay, 15 000 Bienen wäre echt zuviel, vllt kannste eher 0,5 bis 1 Kilo an Bienengewicht einberechnen.

Solche Distanzrahmen für ASG sind echt gut. Im Winter lassen sich die Bienen schlecht nach unten Rauchen und mit dem Rahmen zerdrückt man bei der Winterhandlung oder beim futterteig geben keine Bienen.

Man muss nur im Auge behalten, das der Beespace zwischen den Oberträgern und dem ASG eingehalten wird.

mfg Malte Niemeyer

Nils
28.12.2012, 14:35
Morgen soll hier die Sonne scheinen. Vielleicht fliegen sie wieder? Dann wird gewogen, heute ist es zu windig für meine Grippe...
:SM_1_26::SM_1_31:

Ein ASG über der Traube - ist das wirklich so gut? Die sind doch aus Metall und leiten die Wärme aus der Traube ab? Oder ist das unproblematisch?

Wieviel Futtervorrat sollte ein Volk jetzt unbedingt haben?
Mit 6 kg sollten sie bis Ende März durchkommen - oder? (Januar 1 kg, Feb. 2kg, März 3 kg... ???)

@Josef
Auf deinen berühmten Futterteig bin ich schon gespannt. Nur habe ich keinen eigenen Honig, ich müsste also welchen zukaufen von dem Imker, von dem ich auch die Bienen gekauft habe.

Alternative wäre gekaufter Teig (Neopoll) - aber da brauchen sie wohl Wasser. Zwar ist an der Folie viel Schwitzwasser, ob das aber reicht?

Da ich die Futterwabe nun schon mal habe - sollte ich sie nicht trotzdem zuhängen? Bei Flugwetter evtl. Das gibt ihnen ja dann doch nochmal 1 Monat Zeit...

Was spricht dagegen, daß ich den Honig von o.g. Imker direkt verfüttere? Also Löcher in den Deckel stossen, umgekehrt auf die Traube stellen?

Danke für Euren Rat,

Nils

heuwender
28.12.2012, 15:44
Hallo Nils!
Hatten deine Hummeln im Hintern auch schon Reinigungsflug?!:D


Ein ASG über der Traube - ist das wirklich so gut? Die sind doch aus Metall und leiten die Wärme aus der Traube ab? Oder ist das unproblematisch?
Nils

Nix ASG. Wenn man einen Rahmen füs das ASG verwendet, der den Beespace herstellt, kann man das ASG heraus nehmen und den leeren Rahmen als Distanzrahmen einsetzen. Dann hast du mehr Platz für das Auflegen des FT.

Was spricht dagegen, daß ich den Honig von o.g. Imker direkt verfüttere? Also Löcher in den Deckel stossen, umgekehrt auf die Traube stellen?
Das funktioniert bei den jetzigen Temperaturen nicht. Damit der Honig auch aus dem Glas läuft, müßtest du den Honig in Wasser lösen, und damit gaukelst du den Bienen eine tolle Tracht vor. Sie würden ausfliegen und danach suchen. Du würdest sie somit aus dem Flugloch treiben. Die Bienen würden verklammen.
Sonst spricht nichts dagegen.


heute ist es zu windig für meine Grippe...

Gute Besserung!!!:SM_1_31:

Palma40
28.12.2012, 18:09
Nix ASG. Wenn man einen Rahmen füs das ASG verwendet, der den Beespace herstellt, kann man das ASG heraus nehmen und den leeren Rahmen als Distanzrahmen einsetzen. Dann hast du mehr Platz für das Auflegen des FT.



Hallo Heuwender,

Da mußt Du was falsch verstanden haben, es ging hier um den Beespace unter dem aufgelegten Päckchen mit Futterteig. Ich persönlich benutze das ASG aber nicht und lege das Päckchen direkt auf die Oberträger funktioniert genauso. Aber, jedem Tierle sei Plaisierle, wie es so schön auf schwäbisch heißt.

Malte Niemeyer
28.12.2012, 18:21
Hallo,

mich würds wundern, wenn die Bienen im Januar oder Februar anfangen Wildbau über den Oberträgern (Im Rahmen Hohlraum) zu bauen.

Deshalb wärs völlig Egal ob Beespace zwischen Oberträgern und dem Futterteig ist??

Mfg Malte Niemeyer

Palma40
28.12.2012, 18:31
Hallo,

mich würds wundern, wenn die Bienen im Januar oder Februar anfangen Wildbau über den Oberträgern (Im Rahmen Hohlraum) zu bauen.

Deshalb wärs völlig Egal ob Beespace zwischen Oberträgern und dem Futterteig ist??

Mfg Malte Niemeyer

genau Malte, seh ich auch so.

Josef Fleischhacker
28.12.2012, 18:57
Ein ASG über der Traube - ist das wirklich so gut? Die sind doch aus Metall und leiten die Wärme aus der Traube ab? Oder ist das unproblematisch?


Nein Nils, der Rahmen dient doch nur einzig um den Zwischenraum zwischen Rähmchenoberträger und Deckel zu erweitern, dies bringt etwa 15mm und somit ideal für die Futterteigflade.



Wieviel Futtervorrat sollte ein Volk jetzt unbedingt haben?

Nicht was es haben sollte zählt, sondern einzig was dem Volk bis zur ersten Volltracht zur Verfügung steht! Um jedoch Deine Frage zu beantworten, Waagstöcke zeigen von Anfang Jänner bis Ende März eine Abnahme von etwa 6 - 7kg.

Josef

heuwender
29.12.2012, 10:09
Hallo Heuwender,

...es ging hier um den Beespace unter dem aufgelegten Päckchen mit Futterteig.

Da muß ich tatsächlich was falsch verstanden haben, hmm. Na, wie dem auch sei!
Meine Meinung: FT im Winter mit kleinem Zugang direkt auf den Bienensitz und ASG raus.:SM_1_01:

Nils
29.12.2012, 11:35
@heuwender Jens
Ah, dass der Honig zu kalt ist, daran habe ich nicht gedacht.
Jetzt fängt der Anfänger in mir wieder zu spintisieren an: Könnte man nicht eine Leerwabe nehmen, auf den Tisch legen und angewärmten Honig in die Waben reinlaufen lassen? Diese dann (wenn nichts mehr tropft) ins Volk hängen? :-)

@alle
Das mit dem ASG habe ich dann missverstanden! Also nur den Rahmen ohne Gitter für mehr Platz zwischen Oberträger und Deckel. Allerdings habe ich einen Deckel der innen einen Hohlraum hat, den könnte ich mit dem Hohlraum nach unten aufsetzen. Den Teig dann direkt auf die Oberträger gelegt, Folie drüber, Deckel drauf. So müssts dann auch gehen, wenn ich denn eine flexible Folie habe. (Derzeit ist es eher eine starre Platte, oder wie ich das nenne soll....)

Jetzige Reserven:
Klar, es muß bis zur erste Tracht reichen. Oder eben bis zur Möglichkeit der ersten "normalen" Zuckerwasserfütterung. Mir gehts im ersten Jahr nicht so sehr um die Trachtnutzung - die Bienen müssen überleben, das ist mal das erste Ziel für den ersten Winter :-)

Aber das allerwichtigste ist mir jetzt (und in diesem Thread): wie erkenne ich auf der Windel wenn ein Volk vor dem verhungern ist! Morgen werde ich mal ein Bild der Windel machen und hier einstellen...

Es wäre mir ein Graus, hätte ich die Varroa mit Müh und Not überstanden und dann verhungern sie mir...

Servus,

Nils
:SM_1_31:

Palma40
29.12.2012, 11:51
[QUOTE=Nils;90498
Jetzt fängt der Anfänger in mir wieder zu spintisieren an: Könnte man nicht eine Leerwabe nehmen, auf den Tisch legen und angewärmten Honig in die Waben reinlaufen lassen? Diese dann (wenn nichts mehr tropft) ins Volk hängen? :-)

Nils
:SM_1_31:[/QUOTE]

Hallo Nils,
dies erinnert mich an meine Anfängerzeit, da hatte ich auch solche abstrusen Ideen. Nils tu´s nicht, ist eine Pazerei und Schmiererei außerdem geht es nur auf einer Wabenseite, denn wenn Du sie umdrehst, läufts auf der anderen Seite wieder aus, wenn die Wabe nicht schon vorher gebrochen ist. Außerdem läuft der Honig im Bienenstock wieder, durch die Stockwärme aus. Mach Futterteig wie Josef es macht und fülle ihn in Foliebeutel.

Nils
29.12.2012, 11:55
Keine Sorge Klaus - mangels Leerwaben kann ichs gar nicht ausprobieren :-)
Ist ja nur so eine Spintisiererei von mir.

Josef's Futterteig mit Honig von meinem Imker - so werde ichs wohl machen.
Ciao,
Nils

Josef Fleischhacker
29.12.2012, 12:54
Nils, Bienen gibt man niemals Honig und schon gar nicht im Winter, durch die Stockwärme wird Honig sehr weich, eine riesige Pickerei und Patzerei wäre die Folge


...mich würds wundern, wenn die Bienen im Januar oder Februar anfangen Wildbau über den Oberträgern (Im Rahmen Hohlraum) zu bauen.

Sie bauen auch nicht, erst wenn Massenhaft Jungbienen nachkommen geht´s wieder los, aber dann sind wir bekanntlich nicht mehr bei der Futterteiggabe.


Deshalb wärs völlig Egal ob Beespace zwischen Oberträgern und dem Futterteig ist??

So ist es, dafür bekommst nun ein Top! ;)

Josef

Malte Niemeyer
29.12.2012, 13:18
Hallo,

erstmal danke :toothy8:

Die Bienen besitzen ja nur über einen kurzen Zeitraum die Fähigkeit über ihre Wachsdrüsen Wachs herzustellen.

Und die ist bei Winterbienen ja lange abgelaufen :SM_1_19:

Ich würde auch mal schätzen, das sie erst anfangen Wild zu bauen, wenn alle anderen Zellen voll sind und das ist ja im Janaur bis anfang März eher selten der Fall.

Mfg Malte Niemeyer

Milbi
29.12.2012, 13:18
Halo Drohne,

Nils, Bienen gibt man niemals Honig und schon gar nicht im Winter, durch die Stockwärme wird Honig sehr weich, eine riesige Pickerei und Patzerei wäre die Folge
ich darf dir bei Gelegenheit eine andere Methode zeigen?
Habe leider keine Fotos, werde dies aber nachholen, wenn es soweit ist.

Josef Fleischhacker
29.12.2012, 13:44
... ich darf dir bei Gelegenheit eine andere Methode zeigen?


Eventuell noch im heurigen Jahr und auf diese Möglichkeit bin nun schon gespannt? Wenn´s funktioniert, was ich mir echt nicht vorstellen kann, so bist Kandidat für einen Top!:p

Josef

Nils
29.12.2012, 21:31
ich darf dir bei Gelegenheit eine andere Methode zeigen?
Habe leider keine Fotos, werde dies aber nachholen, wenn es soweit ist.

Auch mich würds noch in diesem Jahr interessieren wie du das machst Michael :-)


Zu meinem Völkchen habe ich noch ein bischen Fotomontage gemacht - hier die Ergebnisse.
Hier habe ich obige zwei Bilder (Windel und Traube) übereinandergeblendet
20999

Und hier auf der Windel eingezeichnet wo die Traube sitzt und wo die Rähmchen hängen.
21001

Ein aktuelles Windel-Bild wirds wohl morgen geben.
Ich glaube an obigen Bildern zu erkennen, dass die Bienen damit begonnen haben sowohl hinter (links) der Traube als auch an der oberen Randwabe Futterwaben zu öffnen. Dies taten sie nur am 24.12., vorher nicht. Bei der untersten Randwabe haben sie das noch nicht gemacht - wobei man sagen muß das unterste Rähmchen ist eine Mittelwand.

Die Lage des Brutnestes überrascht - dort war es bereits bei Bildung des Völkchens im Juli...
Zur Ergänzung noch das Gemüllbild das VOR dem obigen entstand: (3 Wochen Gemüll vor dem 24.12.)
Da wurde links noch nichts aufgedeckelt - erst am 24.12., als es warm wurde.

21002

Jedesmal wenn ich mir das Bild anschaue denke ich, daß da schon jetzt wohl etwas Not am Mann ist oder bald sein wird!

Morgen bringe ich Euch die aktuelle Windel....


Nils

Nils
30.12.2012, 15:01
Hier also wie versprochen ein aktuelles Windelbild meines Kleinvolkes.
Damit ihr nicht hochscrollen müsst nochmal als Zusammenfassung die Bilder in der richtigen zeitlichen Reihenfolge...

3 Wochen Gemüll in der Zeit Anfang Dezember bis kurz vor Weihnachten:
21005

1 Tag Gemüll zum 24.12., als gigantischer Flugverkehr herrschte
Dieses Gemüll alarmierte mich, weil überall entdeckelt wurde
21006

Das Gemüll heute per 30.12., das sind nun nur 4 Tage, aber ich hoffe das reicht.
21008
Wenn man genau schaut sieht man, daß nur noch rechts unten entdeckelt wurde.

Meine große Preisfrage lautet nun: ist dieses Volk in Futternot?

Gewogen habe ich es heute auch, leider haben sie es gemerkt. Nach dem Wiegen summten sie deutlich lauter als vorher :-( (am Flugloch gehorcht mit einem Stethoskop )

Ich wog es mit einer Zugwaage hinten, hob es ca. 1 cm an, die Waage zeigt 10 kg. Also wiegt der Kasten insgesamt 20 kg.
Als Leergewicht schätze ich 13 kg.
(5 Leerwaben a 0,37 kg, 1 Mittelwandrähmchen 0,2 kg, Boden 2,7 kg, Zarge 4 kg, , Deckel 1,7 kg, Bienen 1 kg, 2 selbstgemacht Isolierschiede ca. 0,8 kg = aufgerundet 13 kg Leergewicht)

Demnach wären also 20 - 13 = 7 kg Futter drinnen.

Die Wiegerei ist nicht sehr genau fürchte ich. Meint ihr das könnte passen mit 7 kg?

Wie erkenne ich jetzt ob das Volk kurz vor dem verhungern ist und ich dringend was tun muß?
Sollten tatsächlich 7 kg Futter drinnen sein (ich frage mich wo?), dann könnte das bis Ende März reichen und ich muß nichts tun. Allerdings trau' ich dem Braten nicht ganz...


Danke für Eure Hilfe,


Nils

gartenmundl
30.12.2012, 17:05
Hallo Nils,
Nachdem die Brösel ja noch rechts am Flugloch zu finden sind ist das Volk noch nicht akut in Futternot.
So würd ich das eimschätzen.

Nimm dir bitte das nächte Mal eine Tasse Glühwein mit zur Beute und wärm dir beide Hände dran. Dann hast nämlich keine frei um an der Beute rumzuruckeln.

Guten Rutsch!
Raimund

Ficht
30.12.2012, 19:57
Hi Nils!

Bringt dir vermutlich nicht viel aber bei mir schaut es genau gleich aus... Wobei zumindest bei einem Volk bin ich mir ziemlich sicher das es genug Futter hat!

heuwender
31.12.2012, 12:21
Hallo Nils,
Wenn du hinten wiegst, mußt du einberechnen, daß vorn der Bienensitz und hinten das Futter ist. Das bedeutet hinten ist die Kiste etwas schwerer.
Das sieht aus der Ferne nicht unbedingt üppig aus. Gut wirkt sich in dem Falle aus, daß die Bienen nochmal umtragen konnten.( Fluch oder Segen?) Wenn du aber von nur 5 kg Futter ausgehst, sollten sie es schaffen bis du FT auflegen kannst.
Günstig wäre , könnte der frische FT noch ein paar Wochen durchziehen.

Und von unschätzbarem Wert sind in solch heiklen Situationen die gefühlten 200 Jahre Imkererfahrung von Josef ( dem kaum eine Kleinigkeit entgeht ) und die zählt dann noch doppelt. Danke, da merkt man erst mal, was man nicht weiß!:SM_1_11:

Imker2306
19.12.2013, 13:44
Hallo zusammen, keine Ahnung ob meine Frage hier richtig ist oder in einem andern "Fred" besser aufgehoben wäre.
Also, Gestern war es wieder einmal nicht so arg kalt und einige neugierige Bienen stecken auch die nase vor die Tür. So dachte ich bei mir, könntest ja mal die Kippprobe an deinen Völkern machen und nach dem Gewicht schauen. Und siehe da ein Volk war bis auf zwei kümmerliche Randwaben [I]LEER[/I. In meiner (bzw. der Bienen) Not hab ich nun das Futtergeschirr oben auf und mein restliches Flüssigfutter ( 5kg) aufgefüllt. Heute beim Nachschauen war das Geschirr leer, sie haben alles dankbar angenommen. Muß ich befürchten das dieses Volk noch mal in Brut geht, hatt es eine Chance über den Winter zu kommen, hätte ich etwas anders/besser machen können?
Gruß Olaf



Hi Olaf, habe diesen Beitrag hierher verschoben! (Palma40)

edlBee
19.12.2013, 14:18
Muß ich befürchten das dieses Volk noch mal in Brut geht, hatt es eine Chance über den Winter zu kommen, hätte ich etwas anders/besser machen können?
Wenn sie es so gut angenommen haben, würde ich nochmals nachfüllen, dann hat es sicher eine gute Chance durchzukommen, egal ob sie in Brut gehen oder nicht

Imker2306
19.12.2013, 16:34
Hi Olaf, habe diesen Beitrag hierher verschoben! (Palma40

vielen Dank Palma!

Hagen
19.12.2013, 17:15
Hallo Olaf,

ich habe auch ein einziges Volk, das nun hinten sitzt.
Alle anderen Völker sitzen alle vorne und
haben noch volle Futterwaben bis nach hinten.

Das eine Volk verhält sich schon immer etwas sonderbar
und hat im Sommer kaum Futter angenommen.
Zudem dann auch noch umweiseln wollen, worauf ich
eine neue Kö einsetzte - und weiter Fütterte - bzw. es versuchte.
Jetzt bin ich bei diesem Volk auf "Notfütterung".
Es war ein Schwarm den ich eingefangen habe.
Ich setze hier Honig/Wasser - Gläser direkt
über die Traube (Lochdeckel).
Es wird angenommen.

VG
Hagen

gartenmundl
19.12.2013, 20:54
Hallo Nils,
nachdem hier dieser Thread wieder aktuell wurde, würd es mich jetzt schon brennend interessieren, wie es damals mit deinem Volk weiterging.
Dein letzter Beitrag dazu stammt ja aus 12/2012. Wie gings weiter? Hat das Futter gereicht?

Vielleicht liest es ja hier und kannst kurz berichten?

Grüße
Raimund

Nils
20.12.2013, 21:23
Hallo Raimund,

ich mußte erst ein wenig überlegen welches Volk es war. Ich hatte damals 2 ähnliche. Es war Volk 5.
Da ich es nicht mehr aushielt und es um Weihnachten sehr warm war (ich glaube an die 18 Grad) habe ich dem Volk an Silvester eine Futterwabe zugehängt. Diese hatte ich im Herbst einem Volk geklaut und als Notreserve gelagert.

Im März hatte es dann nur noch wenig Futter drinnen und ich gab 1 Liter Zuckerwasser. Dabei sah ich daß noch 1,5 Waben verdeckelt gewesen wären. Trotzdem fütterte ich dann noch 1 Liter Zuckerwasser dazu.

2 Monate später kamen sie in Schwarmstimmung, weil ich zu langsam erweitert habe. Ein Zwischenbodenableger hielt sie zurück, doch gleich nach dem wieder vereinigen wollten sie wieder auf Reisen gehen, also gabs einen Altköniginnenableger und einen Ableger mit Schwarmzelle. Aus dem einen Volk wurden also 3. Und der Altkö-Ableger brachte 9 kg Honig.

So hat jedes Volk seine Geschichte, ist schon interessant das alles Rückblickend zu beobachten...

Ciao,

Nils

ImkerH
23.12.2013, 00:58
Vielleicht noch eine Info von mir, wie ich es löse. Die Bilder von Nils kann ich voll bestätigen. So etwas kommt immer wieder bei Ablegern vom November bis März vor. Ich nehme hier einfach Futterteig, entweder selbst gemacht oder den von Apifonda, allerdings in 2,5 Kg Einzelpackungen abgepackt, um der Austrocknung entgegen zu wirken. Dieser wird dann auf die oberen Rähmchen, je nach Bedarf, in die unmittelbare Nähe der Bienen-Wintertraube verteilt, gelegt. Wichtige Erkenntnis dabei ist, dass der Raum oberhalb der Rähmchen, trotz Futterteig, sehr klein gehalten werden sollte, damit die Wärme erhalten bleibt. Der Futterteig wird sehr zügig angenommen (siehe Bild). So wurden einige Völker gerettet. Nicht bewährt hat sich das aufsetzen einer ganzen Zarge und dort den Futterteig dann platzieren. Die Wärme steigt auf und die Bienen verlassen die Wintertraube nicht.

Nachfolgend Bilder über derartige Aktionen bei zwei Völkern. Der Futterteig liegt unterhalb der Folie im Bee-Space. Die Bienen nehmen den Futterteig auch bei niedrigeren Temperaturen an. Bei derartigen Völkern sollte der Boden unbedingt geschlossen sein. So kann man auch im Winter fast jedes Volk notfüttern. Der FT muss aber immer direkt bei der Wintertraube platziert sein. Wenn er zu weit weg ist, funktioniert es nicht.

gartenmundl
23.12.2013, 10:01
@ Nils,
vielen Dank für den Bericht!

@ Herbert: Die Futterbatzen einfach so auf die Oberträger, also ohne Sackl?
Machst sich da jemand Gedanken wegen Houselanordnung?

Grüße
Raimund

ImkerH
23.12.2013, 18:49
Hallo Raimund,
ja, die Batzen je nach Mengen-Bedarf einfach auf die Oberträger legen (Bienen vorher bei Seite schieben) und mit der Abdeckfolie platt drücken. Die Tüte habe ich bisher nicht mitgegeben, weil die Apifonda-Masse sehr zäh ist. Die Bienen kommen von Unten und von der Seite sehr gut ran. Ferner kommt ein weiterer Vorteil ohne Tüte dazu, die Masse nimmt definitiv Feuchtigkeit aus der Beute auf, wird nur auf der Oberfläche weicher und für die Bienen leichter aufnehmbar. Bisher hatte ich damit die besten Notfütterungserfolge.

Raimund sehr gut beobachtet!
Die Houselanordnung praktiziere ich bereits seit Längerem. Die Schwarmneigung ist seither so gut wie weg. Man muss sie jedoch auch in jeder weiterer Zarge der Beute konsequent durchhalten. Mit der Kennzeichnung (Y unten mit Punkt) auf dem Oberträger ist dies jedoch kein Problem. Was jedoch auch sehr interessant ist, dass die Völker die „Houselmitte“ tatsächlich beachten. Ich hatte diese bei zwei Völkern testweise in das rechte oder linke Drittel der Zarge durch drehen der Rähmchen "verschoben" und das Brutnest hat sich nach Monaten auch verschoben. Man kann die Position des Brutnestes bzw. der Wintertraube vor dem Winter recht gut beeinflussen. Auf den beiden Bildern habe ich die Houselmitte und die Wintertraubenposition eingezeichnet, passt genau. Ich persönlich habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht und möchte darauf nicht mehr verzichten, zudem es auch ganz neben bei dem Naturbau der Bienen entspricht.

edlBee
23.12.2013, 19:30
Die Houselanordnung praktiziere ich bereits seit Längerem

Herbert, danke so gut konnte bis jetzt keiner die Houselanordnung Pragmatisch zeigen, also doch Auswirkung

Ich halte mich ja auch an eine solche Ordnung nur etwas anders, kommt von den Lagerbeuten her

Da wollte ich beim erweitern nicht immer wieder an beiden Seiten Umhängen, deshalb ja meine jetzt auch schon 2 Jährige Houselanordnung

Das stehende Y immer links, und ich hab auf alle Fälle keinen Nachteil sehen können, und ist viel einfacher zu halten

Beehouser
01.12.2017, 15:02
Dieser Thread hat ganz interessante Beiträge zur Houselanordnung.

Weiß jemand ob wir da anderweitig schon was haben? Wenn ja, könnte evtl. ein Mod einen schönen neuen Thread "Housel-Anordnung" basteln.

Josef Fleischhacker
01.12.2017, 17:25
"Housel-Anordnung"

Wer, oder was ist das?

Josef

boerni_s
01.12.2017, 21:20
https://www.bienenforum.com/core/images/misc/quote_icon.png Zitat von Beehouser https://www.bienenforum.com/core/images/buttons/viewpost-right.png (https://www.bienenforum.com/core/showthread.php?p=208851#post208851)
"Housel-Anordnung"



Wenn man die Wabe gegen das Licht hält, zeigen sie ein Y oder ein am Kopf stehendes Y. Housel, ein amerikanischer Imker, meint, dass die Anordnung der Waben im Stock so erfolgen solle, dass die Waben das Y jeweils Richtung Außenseiten zeigen und das am Kopf stehende Y Richtung Mitte. Also etwa in Stockmitte sollen die Waben anders herum angeordnet werden.
Ich hoffe, ich hab das so etwa richtig wiedergegeben.

https://www.youtube.com/watch?v=lONm_OulDOM&t=70s

Ich möchte anmerken, dass ich mich inhaltlich dazu nicht äußern kann, jedoch wird diese Anordnung von manchen Imkern eine sehr große Wichtigkeit zugeschrieben, vielleicht auch ein wenig zu viel an Wichtigkeit. (Housel-Anordnung hat keine Varroen, keine Schwarmneigung, vielfachen Honigertrag...)

Liebe Grüße
Börni

Spessartbiene
07.12.2017, 12:17
Weiß jemand ob wir da anderweitig schon was haben? Wenn ja, könnte evtl. ein Mod einen schönen neuen Thread "Housel-Anordnung" basteln.

Moin Christian,
ich habe mich schon mit dem Thema Housel-Positionierung befasst und konnte keinen einzigen Nachweis für das Housel-Positioning finden. Die Y-Ausrichtung ist zufällig.
Gruß,
Hermann

edlBee
07.12.2017, 14:15
Ich möchte anmerken, dass ich mich inhaltlich dazu nicht äußern kann, jedoch wird diese Anordnung von manchen Imkern eine sehr große Wichtigkeit zugeschrieben, vielleicht auch ein wenig zu viel an Wichtigkeit. (Housel-Anordnung hat keine Varroen, keine Schwarmneigung, vielfachen Honigertrag...)


Das hatten wir doch schon vor x Jahren durchgekaut, m. M. n. alles fauler Zauber, Ja ich hab das alles auch durchgetestet, und nichts hat sich bestätigt

Beehouser
07.12.2017, 15:29
Das hatten wir doch schon vor x Jahren durchgekaut, m. M. n. alles fauler Zauber, Ja ich hab das alles auch durchgetestet, und nichts hat sich bestätigt

Auch wenn Du das schon durchgekaut hast....

Ich habe da schon den Verdacht, dass es beim Einlöten der Mittelwände ein Thema dazu gibt.

Wegen Wachsmangel habe ich in 1,5DNM nur 1,0er Mittelwände eingelötet. Ich habe dabei variiert und zwar Hochformat bzw. Querformat. Ich musste feststellen, dass die Mädels die hochformatige Mittelwände tunlichst vermieden und die in querformat eingelöteten MW schneller annahmen.
Bei Hochformat ist die Houselanordnung total verdreht, das mögen die wohl nicht.

Eventuell ist es egal ob von oben nach unten verdreht.

Beehouser
07.12.2017, 15:33
Der Thread zur Houselanordnung liegt da:

https://www.bienenforum.com/core/showthread.php?9122-die-Waben-in-der-nat%FCrlichen-Anordnung-!!&p=209106#post209106

Könnte ein Mod da mal was schönes stricken?

Nils
24.01.2018, 13:05
Es wird wärmer die nächsten Tage - eine gute Gelegenheit mal wieder nach dem Futter zu schauen und die Völker zu wiegen!

Ein Volk habe ich (aus einem Apidea gebildet), das hat laut Hochrechnung aktuell ca. 4 kg Futter drin. Ich werde wiegen sobald die Beuten etwas trockener sind und überlege mir, ob ich dann etweder Teig auflege oder doch gleich mit Sirup flüssig füttere (Gurkenglas).
Die restlichen Völker dürften hochgerechnet noch genügend haben (Futterreserve laut letzter Wiegung abzüglich theoretischem Verbrauch).

Dazu eine Frage: ab wann würdet ihr notfüttern? (Menge Futerreserve)
Und wie würdet ihr das machen? (Teig oder flüssig?)

Servus,

Nils

Gebirgsimker84
24.01.2018, 15:11
Puh Nils. Mindestens 4Kg Futter sollten immer im Volk sein. Ich würde sagen höchste Eisenbahn etwas zu unternehmen. Um diese Jahreszeit würde ich zum umhängen von Futterwaben raten.

Bumble Bee
24.01.2018, 17:06
Heute wurde bei 15°c mal kurz in die Völker nach dem Futter geschaut, einem Volk habe ich eine volle Futterwabe aus einem anderem zugehängt, aktuell sind noch bis 12 Kg Futter in den Völkern, sehr sparsam sind sie dieses Jahr, die Völker sind gut in Schuss und haben eine normale Winterstärke. Die ersten Völker sind bereits in Brut, da wird der Futterbedarf langsam hoch gehen.

Hoffmann Michi
24.01.2018, 17:14
Heute wurde bei 15°c mal kurz in die Völker nach dem Futter geschaut, einem Volk habe ich eine volle Futterwabe aus einem anderem zugehängt, aktuell sind noch bis 12 Kg Futter in den Völkern, sehr sparsam sind sie dieses Jahr, die Völker sind gut in Schuss und haben eine normale Winterstärke. Die ersten Völker sind bereits in Brut, da wird der Futterbedarf langsam hoch gehen.

Das habe ich bei 9 Grad nicht getraut in die Völker zu schauen. Vom Gewicht her müsste das reichen.

Bumble Bee
24.01.2018, 18:23
Hätte ich auch nicht gemacht, bei 9°c, hier waren es ja 14- 15!°c kurz Deckel auf, mal kurz geschaut und angehoben. Ich wuste ja das ein Volk ende des Monats Futter brauchte deswegen hatte ich die Gunst der Stunde genutzt.

Josef Fleischhacker
24.01.2018, 18:58
Dazu eine Frage: ab wann würdet ihr notfüttern? (Menge Futerreserve)
Und wie würdet ihr das machen? (Teig oder flüssig?)

Bei meinem Lesebuch ist nicht nur die Sache klar, sondern zu 100% auch verlässlich, einzig die Windel sagt mir was Sache ist.

Steht das Volk/Traube hinten an der Rückwand an, so wird unverzüglich eine Flade Futterteig aufgelegt. Auf diese Weise verhungert mir nicht nur kein Volk, sondern hab gleichzeitig auch eine stets von mir erwünschte Reizfütterung.

Josef

Bumble Bee
24.01.2018, 19:24
Bei meinem Lesebuch ist nicht nur die Sache klar, sondern zu 100% auch verlässlich, einzig die Windel sagt mir was Sache ist.

Steht das Volk/Traube hinten an der Rückwand an, so wird unverzüglich eine Flade Futterteig aufgelegt. Auf diese Weise verhungert mir nicht nur kein Volk, sondern hab gleichzeitig auch eine stets von mir erwünschte Reizfütterung.

Josef


Du hast die im Warmbau oder ?, Ist ne wichtige Info dazu.

Josef Fleischhacker
24.01.2018, 19:30
Du hast die im Warmbau oder ?, Ist ne wichtige Info dazu.

Ich hab nur 10er ÖBW Kaltbau, da wird Einräumig eingewintert, an Futter gibt es 10 bis allerhöchstens 11 kg.

Josef

Tschiwi0
24.01.2018, 21:00
Josef, das gefällt mir.
Nicht zu geizig entnehmen und die angeführte Futtermenge reicht bei mir allemal.
Ich füttere, dass im Oktober ca 7 Waben bei einräumiger Einwinterung in etwa Futter
beinhalten. Das ist beim Normalmaß ca 13 bis 14 kg.
Ich habe verschiedene Zargen und Beuten, sodass ich kein Taragewicht und somit auch
kein Nettogewicht feststellen kann.
Einzig die Hebeprobe kann ich durchführen.
Meine Versicherung ist die Windel. Die sagt mir die Zehrstreifen und den Totenfall.
Da kann ich einigermaßen den Stand der Dinge erfahren oder erraten.
Sonst sitz ich jetzt noch auf den Händen....zumindest in dieser Angelegenheit.

Gruß
Fritz

Bumble Bee
24.01.2018, 21:27
Ach klar Kaltbau, stimmt hatte ich ja auch so bei dir gesehen, wer lesen kann ist klar im Vorteil. Ich hatte da gerade was anderes vor Augen.

Josef Fleischhacker
25.01.2018, 20:12
Bei passendem Wetter gab es heute abermals eine Windelkontrolle, wie schon in der Vorwoche festgestellt, erreichten schon manche Völker beängstigend nahe die Rückwand, diese Völker bekamen auch schon die ersten FuT Fladen.

Hier eine Windel die dies bestätigt, das Volk hat gute sechs Wabengassen, die Kugelmitte hat bereits die Rückwand erreicht. Um mich nicht von einem Kälteeinbruch überraschen zu lassen wurden Fladen mit Gewichten von 80 bis 90 dag gegeben, diese Völker können nun aus dem Vollen schöpfen.

Josef

76842

Beehouser
26.01.2018, 08:35
Gestern habe ich mir mal frei genommen und die erste Gewichtskontrolle vorgenommen. Das Wetter mit 13°C (lt. Auto) war einigermaßen für diese Aktion.
Polleneintrag war auch von orange-farbigem Pollen. Das war kein Haselpollen, der wäre beige. Ich habe außer Christrose bei uns nichts gesehen, was in Frage kommt.

Zwei Völker waren sehr leicht und haben schon bedenklichen Schwund und bekamen nach der Kontrolle der offenen Beute die ersten Futterfladen verpasst. Alle anderen stehen noch gut da.

Dies mit einem weinenden Auge, denn der Winter kann noch 10 Wochen dauern, oder gar in einem Märzwinter enden. Zu starke Brutnester durch die Fütterung stimmen mich doch bedenklich.
Das lachende Auge sagt, vielleicht ist das auch gut und notwendig, das Thema Reizfütterung wurde schon woanders diskuttiert, wäre hier OT!

Beehouser
26.01.2018, 08:39
Bei passendem Wetter gab es heute abermals eine Windelkontrolle, wie schon in der Vorwoche festgestellt, erreichten schon manche Völker beängstigend nahe die Rückwand, diese Völker bekamen auch schon die ersten FuT Fladen.

Hier eine Windel die dies bestätigt, das Volk hat gute sechs Wabengassen, die Kugelmitte hat bereits die Rückwand erreicht. Um mich nicht von einem Kälteeinbruch überraschen zu lassen wurden Fladen mit Gewichten von 80 bis 90 dag gegeben, diese Völker können nun aus dem Vollen schöpfen.

Josef

76842

Josef, warum sind da so viele Bienen drauf. Ist die Windel nicht durch ein Gitter getrennt? Scheinbar hast Du einen anderen Aufbau des Bodens.
Deshalb redest Du immer von Windelreinigung um den Totenfall rauszubringen.
Bei meinen Beuten liegt der Totenfall oben auf dem Varroagitter. Die Windel ist darunter.

Noch ein Frage: Sind "10 dag " = 100g? Dann hast Du 8kg bzw. 9kg aufgelegt, oder?

Malte Niemeyer
26.01.2018, 08:42
Hallo,

bei mir sieht manchmal ählich aus. Allerdings ist mein Bodenschieber unter dem Gitter und einige Bienen verirren sich zwischen Schieber und Gitter..

ManfredH
26.01.2018, 09:06
Noch ein Frage: Sind "10 dag " = 100g? Dann hast Du 8kg bzw. 9kg aufgelegt, oder?
Hallo,
fast richtig, 10 dag sind 100g, aber 80 dag - 90 dag sind 0,8 - 0,9 kg oder 800g - 900g.
lg Manfred

Nils
26.01.2018, 09:29
Die Beuten sind bei mir zwar immer noch sehr naß, aber ich wog gestern auch einige Hungerkandidaten.
Der Verbrauche war nicht ganz so hoch wie befürchtet - oder war nur mehr Wasser im Holz? Das ist die Krux bei der Freiaufstellung, man weiß nie wie man den Wiegedaten vertrauen soll...

Mein Hungervolk hat jedenfalls noch gute 5 kg Futter intus. Es hat damit ca. 40 g pro Tag verbraucht. Da ich noch keinen Teig habe, außerdem heute nochmal Flugwetter zu erwarten ist, gab ich ihnen kurzentschlossen angewärmten Sirup im Gurkenglas. Direkt über der Traube ein Loch in die Folie geschnitten, 2 Hölzchen daneben und das Gurkenglas darauf. Bin gespannt, ob sie ihn abnehmen. Ich denke mir daß ein kurzer Stoß mit Flüssigfutter möglicherweise nicht so zur Brut anregt wie eine langfristige Gabe von Futterteig. Aber wissen tu' ich's auch nicht.
Das Glas kommt heute oder morgen wieder weg, das Loch in der Folie wird wieder zugeklappt und mit Zeitungspapier isoliert.

Die anderen Völker habe ich nur Stichprobenweise gewogen. Die meisten Völker haben noch 10 kg oder mehr intus, einige sind etwas darunter. Zwei oder drei schrammen bei der 7 kg Marke herum und werden nun genauer beobachtet.

Erfreulich war, daß meine Hochrechnung des Verbrauchs (ca. 80g/Tag) bei vielen Völkern recht gut gestimmt hat. Daher war die Überraschung meist eher positiv, wenn doch noch mehr Futter als erwartet im Volk war.


Anhand der Windel kann ich keine Not erkennen. So ein Windelbild wie Josef es oben zeigt, hatte ich in meinen 6 Jahren Imkerlehre noch nie! Wenn, dann wandert die Traube bei mir vielleicht mal einige cm nach hinten, aber noch nie habe ich erlebt, daß die Traube sooo weit hinten wäre.
Allerdings sehe ich auf der Windel regelmässig viele Wachskrümel im hinteren Bereich und interpretiere das dann damit, daß sie Futter von hinten nach vorne tragen.
Eine Verlagerung des Brutnestes so weit nach hinten ist bei meinen Bienen wohl auch deswegen ausgeschlossen, weil sie vorne viel Brut haben und diese nicht verlassen?!?

Servus,

Nils

liwal
26.01.2018, 10:29
Ob das Bild nicht verkehrt ist ?
LG liwal

Beehouser
26.01.2018, 11:40
Hallo,
fast richtig, 10 dag sind 100g, aber 80 dag - 90 dag sind 0,8 - 0,9 kg oder 800g - 900g.
lg Manfred

Rechnen müsste ich halt können. Danke!

Drohn55
26.01.2018, 14:25
Meine Windeln sehen ähnlich aus, allerdings sitzen die Magazine auf 2 Zargen. Solange sie noch nicht oben angekommen sind - und das sind alle definitiv noch nicht- mach ich mir um das Futter keine Sorgen.
Der Totenfall auf dem Gitter ist bei mir geringer - Gottseidank.

VG Wolfgang

Beehouser
26.01.2018, 16:01
Meine Windeln sehen ähnlich aus, allerdings sitzen die Magazine auf 2 Zargen. Solange sie noch nicht oben angekommen sind - und das sind alle definitiv noch nicht- mach ich mir um das Futter keine Sorgen.
Der Totenfall auf dem Gitter ist bei mir geringer - Gottseidank.

VG Wolfgang

Der Totenfall bei Josefs Windel ist völlig normal. Die Bienen sind im Moment zu faul, die Windel zu putzen, da gibt es wichtigeres.

Beehouser
26.01.2018, 16:05
Um mich nicht von einem Kälteeinbruch überraschen zu lassen wurden Fladen mit Gewichten von 80 bis 90 dag gegeben, diese Völker können nun aus dem Vollen schöpfen.

Josef



Wie ich gerade aufgeklärt wurde, sind das somit 800g bis 900g, da kann ich nicht sagen, dass diese Völker nun aus dem Vollen schöpfen. Da würde ich eher bei 2000g ansetzen.

Ich habe 1200 bis 1300g (120-130 dag) aufgelegt.

Josef Fleischhacker
26.01.2018, 18:17
Josef, warum sind da so viele Bienen drauf. Ist die Windel nicht durch ein Gitter getrennt? Scheinbar hast Du einen anderen Aufbau des Bodens.


Stimmt, meine Böden sind völlig anders, sind geschlossen, eben deswegen wird von vorne eine Windel eingeschoben, hierauf landet alles was von oben kommt. Ist mir sehr wichtig, auf einem Blick kann ich erkennen was im Volk Sache ist.


So ein Windelbild wie Josef es oben zeigt, hatte ich in meinen 6 Jahren Imkerlehre noch nie! Wenn, dann wandert die Traube bei mir vielleicht mal einige cm nach hinten, aber noch nie habe ich erlebt, daß die Traube sooo weit hinten wäre.


Das ist eben der große Vorteil einer einzargigen ÖBW Betriebsweise, die Wintertraube bildet sich stets vorne beim Flugloch,nun wandert diese Kugel sukzessive nach hinten dem Futter nach. Wurde nun von vorne bis hinten das Futter verbraucht, so steht das Volk an der Rückwand an, somit ist auch schon höchste Zeit für eben diese Notfütterungen.

Notfütterungen sind keineswegs immer notwendig, hierzu gibt es viele Faktoren, Ursache kann sein

* viel Brut im Spätherbst, verursacht durch Grünbrachen

* junge Königinnen legen sehr gerne bis weit in den Winter hinein

* Unruhe und somit erhöhter Futterverbrauch, hier sind vor allem die Vögel daran Schuld


Wie ich gerade aufgeklärt wurde, sind das somit 800g bis 900g, da kann ich nicht sagen, dass diese Völker nun aus dem Vollen schöpfen. Da würde ich eher bei 2000g ansetzen.

Es ist ja schon hinlänglich bekannt, wird einmal FuT aufgelegt, so gibt es Woche für Woche und natürlich bei passendem Wetter weitere Fladen. Dies geht nun so lange, bis sich das Volk mit Beginn der Obstblüte selber versorgen kann.


Weil angemerkt wurde dies wären relativ viele Bienen, ist keineswegs so, diese Windel ist seit Monatsanfang drinnen, also alles im grünen und normalen Bereich

Josef

fix
26.01.2018, 19:17
So ein Windelbild wie Josef es oben zeigt, hatte ich in meinen 6 Jahren Imkerlehre noch nie! Wenn, dann wandert die Traube bei mir vielleicht mal einige cm nach hinten, aber noch nie habe ich erlebt, daß die Traube sooo weit hinten wäre.

Es sieht so aus, dass laut Windelbild von Josef die Traube mitsamt dem Brutnest nach hinten gewandert ist? Die Königin hat also in die leer gewordenen Futterzellen ihre Eier gelegt und damit rutschte das Brutnest in Richtung Rückwand.

Siehe Windelbild Seite 6, Beitrag Nr. 53

Josef Fleischhacker
26.01.2018, 19:25
Es sieht so aus, dass laut Windelbild von Josef die Traube mitsamt dem Brutnest nach hinten gewandert ist? Die Königin hat also in die leer gewordenen Futterzellen ihre Eier gelegt und damit rutschte das Brutnest in Richtung Rückwand.

Siehe Windelbild Seite 6, Beitrag Nr. 53

Hast richtig erkannt, die nunmehr leeren Zellen dienen bei unerwarteter Futtergabe a la FuT von oben als höchst willkommene Gelegenheit zur vermehrten Eiablage. Erfolgt dies nun Woche für Woche, so lebt das Volk gewissermaßen in einem Schlarafenland, siehe hiezu auch das Gesetz der 40 Tage.

Wenn ich nun "von oben" schrieb, so ist dies immens wichtig, FuT von unten ist "aus dem Auge und somit aus dem Sinne".

Josef

Drohn55
27.01.2018, 11:30
Der Totenfall bei Josefs Windel ist völlig normal. Die Bienen sind im Moment zu faul, die Windel zu putzen, da gibt es wichtigeres.

Sag ich doch, ich mach mir da auch keinen Kopf ...

Wolfgang

Tschiwi0
27.01.2018, 13:23
Wiegekontrolle durch aufheben/ halbseitig.
Obwohl 9 streifig - kein Gewichtsproblem. Natürlich werden
alle Völker im Wochenrythmus aufgehoben.
Was hätt ma früher gemacht?
Meine Windelkontrolle: Grundplatte Plexiglas, als Windel und Saugmaterial am Boden
Raiba Serviette 2 fach und darüber 1 Lage Küchenrolle. Darüber ein 1 cm hoher Rahmen, bespannt
mit dem Verstärkungsgitter der Trockenbauer.
Die verhältnismäßig filigranen Rahmen konnte ich in unserer Werkstatt mit dem Rahmenklammerer
(klammert die Ecken) machen und der Schwiegersohn/meine Tochter haben eine Trockenbaufirma.
So bin ich ganz trocken - hab keine Schimmelwaben.
Nochwas: Bei mir *wintern* sich Bienen oft hinten ein und fressen sich nach vorne.
Früher habe ich die Waben nach vorne gerichtet und weiter aufgefüttert.
Jetzt.....ist`s mir völlig egal. Mein Motto: ich muß nicht immer g`scheiter sein und den Bienen
meinen Willen aufdrücken. Funktioniert auch gut.

Fritz,

...der gespannt auf die Reaktionen in der BIENE aktuell - betreffend der Monatsanweisung.
Ich bin auf die Fortsetzung gespannt. Das wird wieder kontroversiell werden.

Nils
29.01.2018, 11:58
Das ist eben der große Vorteil einer einzargigen ÖBW Betriebsweise, die Wintertraube bildet sich stets vorne beim Flugloch,nun wandert diese Kugel sukzessive nach hinten dem Futter nach. Wurde nun von vorne bis hinten das Futter verbraucht, so steht das Volk an der Rückwand an, somit ist auch schon höchste Zeit für eben diese Notfütterungen.


Ob ÖBW oder Zander (einzargig), es dürfte kein großer Unterschied sein. Und dennoch habe ich noch nie(!) ein Volk gehabt, das dermaßen weit nach hinten gewandert ist wie auf deinem Bild. Ich habe das ehrlich gesagt alle die Jahre nie verstanden, warum das bei dir so ist!
Aber vielleicht ist mir jetzt ein Licht aufgegangen!

Der Unterschied zwischen uns ist folgender: Du fütterst im Herbst auf ca. 8 (??) kg Reserve auf. Ich dagegen auf mindestens 17 kg!
Deine Völker haben wesentlich weniger Futter und dies wird wohl überwiegend auf den Rähmchen mit Brut hinten eingelagert. Deine Randwaben dürften recht rasch futterleer sein. Also müssen sie dem Futter hinterher wandern.

Bei mir wird Futter von den Randwaben umgetragen, was regelmässig bei wärmerer Witterung auf der Windel zu erkennen ist. Daher braucht es keine Wanderung der Traube, bei mir "wandert" das Futter! Eine Wanderung des Volkes nach hinten würde bei mir wohl erst im Frühling stattfinden, aber bis dahin geht es eh schon wieder aufwärts und das Brutnest wächst schneller, als das Volk wandern würde!

So zumindest meine Theorie dazu :) Was hältst du davon?

Wieder mal ein klassisches Beispiel dafür, daß Effekte in der Imkerei NIE isoliert betrachtet werden können sondern IMMER nur im Zusammenhang mit der speziellen Betriebsweise verstanden werden können. Das ist etwas, was es einem Anfänger sehr schwer macht, die Imkerei zu verstehen. Als ich das dann nach 2 Jahren (?) kapiert hatte und zu jeder Beschreibung die genaue Betriebsweise hinterfragte, war das ein Feuerwerk der Erkenntnisse für mich!
Allerdings machte ich mich dann mit der vielen Fragerei äußerst unbeliebt ... ;)

Servus,

Nils

Josef Fleischhacker
29.01.2018, 12:29
Der Unterschied zwischen uns ist folgender: Du fütterst im Herbst auf ca. 8 (??) kg Reserve auf. Ich dagegen auf mindestens 17 kg!
Deine Völker haben wesentlich weniger Futter und dies wird wohl überwiegend auf den Rähmchen mit Brut hinten eingelagert. Deine Randwaben dürften recht rasch futterleer sein. Also müssen sie dem Futter hinterher wandern.

Ist richtig so, ich füttere bewusst wehr wenig und bis allerhöchstens 11 kg ein, mehr bracht es bei uns auch nicht, siehe die schon seit vielen Jahren regelmäßig abgegebenen Waagstockdaten.

Mit 17 Kilos hast die Waben relativ voll gefüttert, also gut 1,7 pro Wabe, was bei Zander schon sehr viel ist. Gäbe es nun nach der Fütterung bis in den Oktober hinein ungewöhnlich starke Trachten, so könnte sehr schnell ein verhonigen der Völker drohen, in diesem Falle würde Brut ausgeräumt und die Völker kalt sitzen. Ich will nun nicht den Teufel an die Wand malen, auch kenne ich Deine Trachten nicht, sondern lediglich auf gewisse und nicht unerhebliche Gefahren hinweisen.

Du hast sicherlich schon bemerkt, meine Futterteigaktionen, also Teig zubereiten und Teig ab Mitte Feber geben, haben zumindest den gleichen Stellenwert wie die obligaten Herbsteinfütterungen, dies gehört ganz einfach zu meiner Betriebsweise dazu.

Josef

Nils
29.01.2018, 12:41
Mit 17 Kilos hast die Waben relativ voll gefüttert, also gut 1,7 pro Wabe, was bei Zander schon sehr viel ist. Gäbe es nun nach der Fütterung bis in den Oktober hinein ungewöhnlich starke Trachten, so könnte sehr schnell ein verhonigen der Völker drohen, in diesem Falle würde Brut ausgeräumt und die Völker kalt sitzen. Ich will nun nicht den Teufel an die Wand malen, auch kenne ich Deine Trachten nicht, sondern lediglich auf gewisse und nicht unerhebliche Gefahren hinweisen.

Das ist mir bewußt Josef, darum ist die Herbsteinfütterung bei mir auch immer mit viel Wiegerei verbunden. Ich glaube letztes Jahr habe ich das Futtergeschirr mindestens 5x weggeräumt und dann nach 1 Woche doch wieder drauf gepackt, weil doch wieder einige kg fehlten. Da brauchts schon etwas Fingerspitzengefühl.

Nicht die späte Tracht war letztes Jahr ein Problem sondern bei einem Volk die Räuberei. Das Volk bediente sich bei einem anderen Volk und hatte letztendlich dann auf 10 Zanberwaben an die 19 kg Futter intus! Klar, daß es danach (August) nicht mehr gefüttert wurde. Waben habe ich aber auch nicht entfernt, da ich nach dem Abschleudern nicht mehr in die Völker fasse. Jetzt hat es noch 11 kg Futter, die Volksgröße ist durchaus geschrumpft, aber nicht direkt klein.

Servus,

Nils

Nils
07.03.2018, 10:30
Die letzten Tage nutze ich zum wiegen der Völker. Ganz bin ich noch nicht durch, eine Handvoll will heute noch gewogen werden...

Soweit scheint noch alles in Ordnung zu sein. Nur einzelne Völker brauchten einen Teigfladen - sicherheitshalber.
Ein Volk hat noch sehr viel Futter drin, sitzt aber seitlich und ist schon arg weit hinten angelangt. Da überlege ich ob ich trotz des vielen Futters evtl. auch noch einen Teigfladen gebe. Das Volk ist auch nicht sondelrich stark, wie es laut Windel scheint...

Insgesamt werde ich jedoch mit den Futtervorräten nicht bis Mitte April auskommen. Etwa 1/3 meiner Völker muß bis dahin gefüttert werden, wenn ich den Verbrauch in dieser Zeit auf 100g / Tag hochrechne. Das Futter muß ab nun sehr genau im Auge behalten werden!!!
Ich rechne frühestens ab Mitte April, wenn nicht gar Ende April, mit nennenswerten Einträgen. So wie die letzten Jahre halt auch...
Vielleicht kommt der Frühling heuer aber schneller? Wäre schön, aber bezgl. Futter sollte man sich nicht darauf verlassen.

Interessant ist der Verbrauch seit Anfang des Jahres bis Anfang März. Ich habe mir den 2-Monatsverbrauch für jedes Volk ausgerechnet und in einen Lageplan der Völker eingetragen. Schön zu erkennen ist, daß Völker bei denen der eisige Ostwind besonders gut hinkommt auch meßbar mehr verbraucht haben. Windschattige Völker dagegen deutlich weniger.

Man kann daraus interessante Rückschlüsse ziehen und seine Standorte überdenken.

Spitzenverbrauche war ein Volk das in den 2 Monaten 5,3 kg Futter verbraten hat.
Sparmeister ist ein Volk mit nur 1,3 kg Verbrauch.


Servus

Nils

Josef Fleischhacker
07.03.2018, 20:11
Bei passendem Wetter gab es heute abermals eine Windelkontrolle, wie schon in der Vorwoche festgestellt, erreichten schon manche Völker beängstigend nahe die Rückwand, diese Völker bekamen auch schon die ersten FuT Fladen.

Hier eine Windel die dies bestätigt, das Volk hat gute sechs Wabengassen, die Kugelmitte hat bereits die Rückwand erreicht. Um mich nicht von einem Kälteeinbruch überraschen zu lassen wurden Fladen mit Gewichten von 80 bis 90 dag gegeben, diese Völker können nun aus dem Vollen schöpfen.

Josef

76842

Bei diesem Volk kam heute große Freude auf, nicht nur ermöglichte die gegebene Flade Futterteig das Überleben des Volkes, sondern dies trug auch noch zur Harmonie des Volkes bei. Beim heutigen öffnen und weiterer FuT Gabe waren massenhaft Bienen rund um diese Flade verteilt, alle waren sie glücklich und summten zufrieden.

Hätte ich die große Futternot nicht anhand der Windel erkannt, so wäre dieses stolze Volk schon längst im Bienenhimmel, Schuld wäre einzig ich alleine.

Josef

fix
08.03.2018, 08:54
Schuld wäre einzig ich alleine.
Respekt Josef für die klare Aussage,

genau meine Meinung, verhungert ein Volk ist der Imker die Ursache, mir sind in meinem ersten Imkerjahr zwei Völker von 18 Völkern verhungert, absolut meine Schuld und Unerfahrenheit, seither verhungerte bei mir kein einziges Volk mehr.

Gebirgsimker84
08.03.2018, 10:40
Sich selber Fehler eingestehen können die wenigsten. Hut ab :SM_1_59:

Josef Fleischhacker
08.03.2018, 10:54
Sich selber Fehler eingestehen können die wenigsten. Hut ab :SM_1_59:

Danke meine Herren, ist aber so. Bienen können leider nicht wie viele andere Tiere vor Hunger schreien, auch sieht man deren vernachlässigten und geschundenen Körper nicht, sie sterben einen einsamen und stillen Tod.

Wäre schön, würden diese wenigen Worte auf einen fruchtbaren Boden fallen.

Josef

Nils
08.03.2018, 12:23
Aus dem aktuellen Infobrief

http://bienenkunde.rlp.de/Internet/global/themen.nsf/0/5B300A625864EBCEC1257FD5002FCF0D/$FILE/Infobrief%202018%2002.pdf


TrachtNet:
Futterverbrauch: 3 kg von Jahresbeginn
bis Ende Februar. Das ist der Mittel-

wert aus mehr als 200 Trachtwaagen in

Deutschland. Ähnlich lag der Verbrauch

auch in Vorjahren.



Eine interessante Aussage. Mein Schnitt liegt bei ca. 3,8 kg von Jahresende bis Anfang März.
Also etwas mehr als im Landesschnitt - geschuldet dem oberbayerischen Wetter?

Allerdings liegt der bayerische Durchschnitt bei 2,5 kg (siehe http://dlr45.aspdienste.de/cgi-bin/tdsa/tdsa_client.pl). Es sind aber nur 9 Völker berücksichtigt. Da habe ich ja noch mehr Völker...

Servus,

Nils

Nils
12.03.2018, 09:41
In den letzten 4 Tagen habe ich fast 30 kg Sirup verfüttert.
Es wundert mich, daß hier sonst niemand von knappen Futterreserven berichtet?

Habe ich zu schlecht eingefüttert oder bin ich zu übervorsichtigt? Die Gefütterten haben (vorher) 5-7 kg Futter drinnen gehabt.
Da bei uns bis Mitte April nichts reinkommen wird, werden sie noch gut 5-6 kg davon verbrauchen. Das ist mir zu knapp...

Wenn's blöd läuft - und der Wetterbericht sagt das ja schon an - wird es Ende März nochmal kalt. Wer weiß wie lange es dann dauert bis man wieder füttern kann. Ich füttere JETZT jedenfalls weiter - lieber im April überschüssige FW entfernen, als Völker wegräumen weil sie verhungert sind.


Nils

Goldregen
12.03.2018, 10:46
Es fällt mir als Anfänger einfach noch schwer zu sagen, wieviel Futter sie noch drin haben. Ich hab keine Waage und es ist bei uns noch viiiiiel zu kalt, die Völker zu öffnen. Deshalb habe ich zur Vorsicht Futterteigfladen aufgelegt. Und hoffe einfach, dass sie diese Fladen auch annehmen. Jedes Volk hat schon davon rausgevespert, aber bei weiten nicht so viel wie bei Josef. Meine Bedenken: Wenn es nochmal richtig kalt wird, dann sind die Fladen eventuell zu weit weg von der Bienentraube und es kommt zum Futterabriss. Bei euch tragen die Bienen schon Pollen ein. Meine fliegen zwar, aber ich hab noch kein Pollenhöschen gesehen .Sollte ich mich sorgen oder sind wir einfach auf der Schwäbischen Alb, wo die Natur noch nicht soweit ist? 800 m, kein Föhn und einfach nur kalter Ostwind? Und wie sieht Sonne aus? Fix schreibt, der März sei zu trocken. Ich warte sehnsüchtig drauf, ein wenig in meinem Garten zu arbeiten. Aber hallo, der Boden ist stellenweise noch gefroren und dort wo er aufgetaut ist, ist es triefend nass. Außentemperatur 7 Grad und Regen.
LG Doris

Oberlausitz
12.03.2018, 11:14
Also ich hab gestern bei schönstem Sonnenschein und Temperaturen bis zu 14°C (in der Sonne) und ohne Wind, reingeguckt. Alle Völker haben noch 3-4 beidseitig volle Futterwaben drin. Zusätzlich liegenden Fladen oben drauf. Also um's Futter, denke ich, brauche ich mir keine Sorgen machen. Auch saßen die Völker recht locker und besetzten ca. 7 Waben.
Schöne Grüße Ronny

Drohn55
12.03.2018, 11:18
Guten Morgen,

Deine Mädels stehen ja wesentlich "höher" als meine z. B., Chemnitz hat so um die 350m ab Meereshöhe. Bei uns blühen eben schon Krokus & Co, während ca. 100m höher außer Schneeglöckchen noch nichts sichtbar ist. Und bei 800m liegt im Erzgebirge zumindest stellenweise noch Schnee ...
Also, was soll's.
Auch ich habe, nach Blick durch die Folie, FT aufgelegt, hab es ja geschrieben. Meine sitzen im Magazin auf 2 Zargen à 10 Waben DNM und zumindest in der oberen war kein Futter mehr sichtbar. Sollten sie unten noch welches haben, so ist es ja in Ordnung. Dieses Futter wird bis Anfang Mai spätestens weg sein ... wenn nicht, werden die entsprechenden Waben entfernt.
Ich reiße die Völker jetzt auch noch nicht auf, wie gesagt, Blick von oben genügt erst mal.

Das kann ich bei meinen Hinterbehandlern so natürlich nicht machen. Die haben aber mehr Futterreserven als die freistehenden Magazine, weil auf der letzten Wabe immer noch ein Kranz sichtbar ist und die Mädels nur drauf rumspazieren. Also keine Not.

VG Wolfgang

Chrigel
12.03.2018, 11:36
Guten Morgen,


Das kann ich bei meinen Hinterbehandlern so natürlich nicht machen. Die haben aber mehr Futterreserven als die freistehenden Magazine, weil auf der letzten Wabe immer noch ein Kranz sichtbar ist und die Mädels nur drauf rumspazieren. Also keine Not.

VG Wolfgang

Der Blick durchs Fenster beim Hinterbehandler beruhigt den Imker, wenn es so ausschaut:
77060
chrigel

Rainerklaus
12.03.2018, 12:05
Hallo aus dem Odenwald,

ich habe am letzten Freitag meine Stöcke gewogen und festgestellt, das sie in 40 Tagen 4 kg Futter verbraucht haben.
Bei Volk 1 und 3 sah es ziemlich knapp aus.
So wog Volk 1 nur noch 31kg und Volk 2 nur noch 28kg. Abzüglich 26 kg für Zanderbeute verblieben an Restfutter nur noch 5kg bzw. 2kg.
ich habe sogleich jeweils 2,5 kg Apiinvertbeutel aufgelegt.
heute Morgen kontrolliert, und alles wurde rutzputz vertilgt.
Sollte ich nochmals 2,5 kg auflegen?

Nils
12.03.2018, 12:26
Hallo allerseits,

reingeschaut habe ich auch bei keinem Volk, die Waage und die Windel reichen auch völlig aus um die Neugier des Imkers zu befriedrigen.
Obwohl ich von einem Imker hörte der gestern alle seine Völker durchgeschaut hat! Na, jetzt weiß ich wenigstens von ihm, wie es vermutlich in meinen Völkern auch ausschaut :)

Ein Volk habe ich, da ist laut Waage die Reserve kaum noch vorhanden. Es hat zwar Teig aufgelegt bekommen, aber sie haben erst einen kleinen Teil aufgefuttert. Im Sackerl ist ein 5-Mark-Stück großes Loch zu sehen, mehr nicht. Nun befürchte ich, daß ein Volk trotz Futterteig verhungern könnte! Ganz einfach, weil sie ihn nicht so schnell abbauen können.

Hat da wer Erfahrung? Kann ein "leeres" Volk trotz FuT verhungern?
Ich habe es mir leicht gemacht und einfach neben dem Fladen nochmal ein Loch in die Folie geschnitten und ein Glas mit warmen Sirup drauf gestellt. Es beruhigt, wenn über Nacht 800g Sirup "drin" sind...

Servus,

Nils

Beehouser
12.03.2018, 17:12
Hallo allerseits,
...

Hat da wer Erfahrung? Kann ein "leeres" Volk trotz FuT verhungern?
...
Servus,

Nils


Ja, wenn Wasser fehlt und der FUT zu trocken ist.

Beehouser
12.03.2018, 17:17
Hallo allerseits,

reingeschaut habe ich auch bei keinem Volk, die Waage und die Windel reichen auch völlig aus um die Neugier des Imkers zu befriedrigen.
Obwohl ich von einem Imker hörte der gestern alle seine Völker durchgeschaut hat! Na, jetzt weiß ich wenigstens von ihm, wie es vermutlich in meinen Völkern auch ausschaut :)
Nils

Ich habe gestern bei 20 Grad alle durchgesehen. Die meisten hatten nur Stifte. Nur ein gelbliches Volk hatte bereits Rundlarven,
die Kälte hatte die meisten doch vom Brüten abgehalten. Aber nun geht es richtig los.
Ein nochmaliger Wintereinbruch mit zweistelligen Minusgraden wäre ungeschickt.

Chrigel
12.03.2018, 17:19
Ich kenne diese Situation nicht, aber ich würde Nägel mit Köpfen machen:
Eine Futterwabe mit 2 bis 3 kg Gewicht im Hause auf Zimmertemperatur bringen, die untere Hälfte entdeckeln, in der Zarge eine Randwabe entfernen, die erste besetzte Gasse öffnen und dort die Futterwabe einhängen.
Ein Prozess am Volk, der in 2 Minuten erledigt ist.
Wenn man zu dogmatisch am "Nichtöffnen" eines Volkes hängt, geht das allerdings nicht.

Chrigel

Josef Fleischhacker
12.03.2018, 17:28
Ja, wenn Wasser fehlt und der FUT zu trocken ist.

Da ist mir der Beehouser zuvorgekommen, gekaufte Futter Teige, z. B. Apifonda, trocknen sehr rasch aus und werden folglich knochenhart, bei solchen Teigen droht der Hungertod. Allerdings können bei zu großer Schlitzöffnung auch unsere selbstgemachten Futterteige ziemlich trocken werden, eben deswegen macht man bei Fladen nur einen eher kleinen Schlitz, zudem das Lückerl nach unten, nun ist ein eintrocknen nicht mehr möglich.

Josef

fix
12.03.2018, 19:19
Hat da wer Erfahrung? Kann ein "leeres" Volk trotz FuT verhungern?

Völker die schon länger weisellos sind nehmen Futter entweder zögerlich oder gar nicht mehr ab.

Josef Fleischhacker
13.03.2018, 11:31
Komme soeben aus dem Bienengarten zurück, zwar gibt es etwas Bienenflug, leider bietet die Natur noch keine wirklich gute Trachten. Bäume blühen noch überhaupt keine, im Gegensatz zum Vorjahr, wo Mitte März bereits die Dirndln sehr intensiv blühten, lassen sich diese auch diese noch Zeit. Sorgen hab ich deswegen keine, Dank FuT sind die Völker wohl versorgt, für zwei weitere Wochen liegen noch Fladen griffbereit.

Josef

Nils
19.03.2018, 14:22
Zum Thema Notfütterung schreibt der Bienenweber einen interessanten Artikel:

https://www.facebook.com/Bienenweber/posts/1564848493563376

Josef Fleischhacker
19.03.2018, 16:34
Bienenweber geht hier von Apifonda Futterteig aus, er generalisiert also, offenbar kennt unser 10 : 1 : 1 Futterteig-Rezept nicht.

Aber immerhin, er empfiehlt Apifonda Sirup und denkt dabei offensichtlich an sein Geschäft.

Josef

Goldregen
19.03.2018, 17:53
Ich bin dieses Jahr aber irgendwie unglücklich mit meinem Futterteig. Mir läuft sehr viel aus und dann liegt alles unten auf der Windel.
Ich hab auch schon den Plastikbeutel mit einerFleischverpackung getauscht. Ich meine so flache Plastikschalen. Ich hab da den Teig reingefüllt, mit Frischhaltefolie oben verschlossen und unten eine kleine Lücke reingeschnitten. Aber auch da läuft mir der Futterteig am Anfang aus.
Soll ich ein Brett oder sowas ähnliches auf mein Bodengitter legen, damit die Bienen dann am Boden den Teig fressen können?
Was hab ich falsch gemacht? Ich hab mich genau ans Josefs Rezept gehalten. Ich verlier fast die Hälfte des Teigs im Beutel. Komischerweise nur an 2 Stöcken, beim dritten ist alles ok.

LG Doris

Josef Fleischhacker
19.03.2018, 19:27
Was hab ich falsch gemacht? Ich hab mich genau ans Josefs Rezept gehalten. Ich verlier fast die Hälfte des Teigs im Beutel. Komischerweise nur an 2 Stöcken, beim dritten ist alles ok.

Bei den Plastikschalen haftet der Teig nicht wie in den Sackerln, machst nun unten besagtes Lückerl so rinnt der Teig ähnlich einem Trichter aus.

Bei den Fladen hast ein Lückerl von nur wenigen Zentimetern, an allen Seiten haftet der Teig an, ein abrinnen ist somit völlig ausgeschlossen, die Bienen arbeiten sich ring/kreisförmig immer weiter.

Josef

Goldregen
20.03.2018, 08:45
Bei mir ist halt auch bei den Sackeln soviel rausgeronnen, dass nur noch eine "flache Flunder" übrig war. Ich weiss nicht, ob da die Bienen noch reinkommen und Futter holen können. Deshalb dann die Idee mit den Plastikschalen. Ich hab meinen Futterteig auch ein wenig nachverdickt, aber auch der rinnt raus.

Wenn ich auf das Boden-Gitter was Flaches draufleg, können die Bienen den Teig dann am Boden aufnehmen?
Ohne Windel wäre das Ganze eine Riesensauerei auf dem Boden. Ich habe unter meinen Beuten gepflastet.

LG Doris

Josef Fleischhacker
22.03.2018, 19:09
Bei mir ist halt auch bei den Sackeln soviel rausgeronnen, dass nur noch eine "flache Flunder" übrig war. Ich weiss nicht, ob da die Bienen noch reinkommen und Futter holen können. Deshalb dann die Idee mit den Plastikschalen. Ich hab meinen Futterteig auch ein wenig nachverdickt, aber auch der rinnt raus.

Mit der Antwort hab ich bewusst etwas gewartet, nämlich bis zum heutigen Tag und somit der 3. Futterteiggabe.

Hier ein heutiges Foto

77107

Man sieht hier links vom Volk aus gesehen also hinten die erste FuT Ration, in der Vorwoche wurde die zweite Flade aufgelegt, dieses Volk konnte somit aus dem Vollem schöpfen. Freude zu sehen macht, wie die Bienen rund um den FuT aufgefädelt sind um Teig abzutragen. Bei keiner dieser beiden Fladen auch bei allen anderen Völkern findet man nicht ein einziges Tröpfchen FuT welches abgeronnen wäre.

Ähnlich wie im Schlaraffenland haben auf die Bienen und ich sage bewusst, bewährte Weise, stets frisches und bekömmliches Futter zur Hand. Wir haben heute bereits den 21. März, nach wie vor blühen weder Dindln, noch Mandeln, was bekanntlich die ersten Frühblüher bei den Sträuchern und Bäumen sind.

Josef