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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : 2te Milbenbekämpfung



Samuel
19.12.2012, 08:21
Hallo Leute, ich bin der Samuel,

es ist die Zeit gekommen um die 2te Milbenbekämpfung zu machen, muss ich auf etwas besonderes aufpassen?

Danke für die Hilfe

Josef Gruber
19.12.2012, 08:44
Hallo Manuell!


Für eine erfolgreiche Restentmilbung ist Brutfreiheit Grundvoraussetzung
Dann kommst drau an welche Mittel du ins Auge gefasst hast.



für's Träufeln von Oxaläure wär die Idealltemperatur bei ca. 0 Grad
Die Lösung gibt es fertig zu kaufen, kann jedoch auch selbst gemischt werden

für's bedampfen wären 2-5 Grad plus der Ideallfall

mit Mittel von Bayer und Co hab ich keine Erfahrung



Und natürlich auch die gesetzlichen Vorschriften beachten.

Und eine Windelkontrolle vor und nach der Behandlung zur Überprüfung der Wirksamkeit.

Wünsch dir viel Erfolg und schöne Feiertage
Gruß Sepp

newbie
19.12.2012, 11:34
Die Imkerschule empfiehlt 8C° als Aussentemp.
Ist 0C° nicht etwas zu heftig zum beträufen ?

Palma40
19.12.2012, 11:52
Die Imkerschule empfiehlt 8C° als Aussentemp.
Ist 0C° nicht etwas zu heftig zum beträufen ?

Hallo Robert,

da gehen die verschiedenen Meinungen weit auseinander, von +8 bis -5 Grad. Ich persönlich verdampfe bei Plusgraden und träufle bei Minusgraden, weil da die Bienen dichter sitzen und dadurch das Träufeln wirkungsvoller ist.

Tim89
19.12.2012, 12:19
Hallo,

ich für meinen Teil wollte letztes WE beträufeln. Da waren 5°C.
Ich hab das Unterfangen aber nach dem ersten Volk abgebrochen, da die Bienen aktiver waren als ich gedacht habe.
Nehme nächstes WE nochmal Anlauf und hoffe, dass die Temperaturen dann zumindest am Gefrierpunkt kratzen werden.

Grüße Tim!

Alpenimker
19.12.2012, 13:58
Hallo Bienenfreunde!

Wir haben gerade ein Grad plus. Jetzt warte ich noch auf meine Tochter, dann wird Mittag gegessen und danach wird geträufelt.

Ich halte Temperaturen um die Null Grad für sehr ideal und zwar genau deshalb, weil das Volk inaktiv ist.

Hat es mehrere Grade plus, schwirrt schon wieder manche Biene umher und wird dann ums Leben kommen.

Es ist auch vollkommen wurscht wenn es Minusgrade hat. Bei -10 macht es mir selber keinen Spass mehr, aber grundsätzlich macht das nichts aus, soferne sichergestellt ist, dass der Imker so vorsichtig hantiert, dass die Bienen nicht aus der Traube fallen.

Die Ideen mit den mindestens +5 bis zu +8 Grad halte ich für Nonsens, weil dann müsste ich mir wirklich überlegen auf die Winterbehandlungen zu verzichten, denn solche tropischen Temperaturen haben wir hier im Dezember normalerweise nicht. Wir leben auf 1200 Meter und im Schnee! :-)

Heuer verwende ich wieder Bienenwohl, es wird gerade auf etwa 30 Grad erwärmt und dann erhält jedes Volk etwa 15 ml in die besetzten Wabengassen, zart geträufelt.

Das alles dauert bei 30 Völkern kaum eine halbe Stunde und dann werden sie in Ruhe gelassen, bis das erste richtige Flugwetter vorhanden ist.

Ich verzichte auf eine Abfallkontrolle, weil ich sowieso nichts mehr mache.

Im Frühjahr erfolgt dann Futterkontrolle und bei der ersten Revision wird jede Wabe wieder ganz leicht mit 15%iger Milchsäure eingesprüht, ebenfalls ohne vorher oder nachher eine Milbenkontrolle zu machen.

Alpenimker
19.12.2012, 16:08
Meldung:

Beträufelung durchgeführt, alle Völker leben. Dies ist insoferne eine großartige Sache, weil man immer davon ausgehen kann, dass Völker, die um diese Zeit noch leben, auch auswintern werden.

Das eine oder andere wird vielleicht weisellos, aber sie kommen ziemlich sicher gut durch den Winter.

Ich bin zwar jetzt sehr zufrieden und glücklich, aber manches Volk hat bei mir eine sehr geringe Volksstärke. Manchmal glaubte ich nur eine Handvoll Bienen zu sehen, aber die Erfahrung sagt mir, dass das oft täuscht.

Die Völker erholen sich im Frühjahr wahnsinnig schnell. Wenn wir jetzt noch den Weltuntergang überleben, kann ich frohen Mutes ins Jahr 2013 blicken und wünsche euch natürlich dasselbe.

Nils
19.12.2012, 16:22
Glückwunsch Wolli, das freut mich für Dich und deine Bienen!

Palma40
19.12.2012, 18:04
aber manches Volk hat bei mir eine sehr geringe Volksstärke. Manchmal glaubte ich nur eine Handvoll Bienen zu sehen, aber die Erfahrung sagt mir, dass das oft täuscht.



ich glaube zu wissen, daß Du einräumig überwinterst. Da ist es immer schwierig die Volksstärke zu ermitteln, mit einer Taschenlampe in die Wabengassen leuchten hilft da einbisschen.

newbie
20.12.2012, 08:59
Ich halte Temperaturen um die Null Grad für sehr ideal und zwar genau deshalb, weil das Volk inaktiv ist.


Ich habe gedacht, eine gewisse Aktivität ist gerade bei der Beträufelung Voraussetzung da die Bienen sich ja gegenseitig putzen müssen?!
Da geht es doch nicht um "einweicken" der Bienen ... die sollen benetzt werden und sich gegenseitig putzen?! Und da braucht es doch eher etwas Aktivität....Oder versteh ich da was falsch?!
Und bei der Begasung ist es eher egal?!

Alpenimker
20.12.2012, 11:51
Robert,

sie bewegen sich in der Traube, selbst in der kältesten Zeit. Es findet ein reger Austausch statt, schließlich will sich keine komplett den Hintern abfrieren :)

Ich habs nur nicht so gerne, wenn es so warm ist, dass die Bienen auffliegen beim Öffnen. Aus diesem Grund halte ich Temperaturen von um die 0 Grad für ideal. Heute waren es schon wieder -10°C (!)

Zum Verdampfen kann ich wenig sagen, bin absoluter Verdampfungsgegner. Habe es noch nie angewandt und werde es nie tun. Es ist mir schlicht zu kompliziert, das wäre aber eine eigene Diskussion.

Ich möchte aber niemandem die Verdampfung ausreden, schließlich erzielt sie auch sehr gute Ergebnisse.

Beste Grüße,

Wolfgang

Palma40
20.12.2012, 12:04
Ich möchte aber niemandem die Verdampfung ausreden, schließlich erzielt sie auch sehr gute Ergebnisse.

Beste Grüße,

Wolfgang


Hallo Wolfgang,

ich habe vor 10 Tagen geträufelt, hätte aber lieber verdampft, nur die Temperaturen ließen es nicht zu und Heute habe ich die Fluglöcher kontrolliert und vom Totenfall frei gemacht. Also einen so starke einsetzenden Totenfall wie beim Träufeln hast man beim Bedampfen nicht. Verdampfen ist eindeutig schonender.

Nikita
24.12.2012, 22:51
Hallo Samuel,


es ist die Zeit gekommen um die 2te Milbenbekämpfung zu machen, muss ich auf etwas besonderes aufpassen?


ob es 5Grad plus oder minus sind ist beim Oxalsäure träufeln egal. Je kälter um so ruhiger sitzen die Bienen und außer ein oder zwei Kamikazefliegern bleiben alle ruhig.

Ob noch 20 oder 30Bienen in den Brutzellen sitzen oder nicht ist auch vollkommen egal. Du musst jetzt behandeln oder darauf verzichten, wenn Du den Honig vermarkten möchtest. Also drauf.

Je Volk ca. 30ml Oxalsäure (nach Vorschrift angemischt oder fertig) und einigermaßen gleichmäßig auf die Wabengassen verteilen.
Ich fange links an und gehe Gasse um Gasse weiter nach rechts, schaue dann wieviel noch übrig ist und verteile den Rest. Das Mittel wird mit 300Gramm Zucker angemischt, ist also sehr süß und die Bienen machen den Rest. Manche empfehlen bis zu 50ml je nach Volksstärke, bei mir gibt es 30 und fertig. Die Völker, die jetzt noch da sind halten auch durch (bei mir 100%).

Noch eine wichtige Kleinigkeit: Schütze Deine Gesundheit! Lange Gummihandschuhe und Schutzbrille tragen ist Pflicht. Atme den Kram nicht ein, mach die Arme lang. Es reicht, wenn Du siehst, wo die Spritze tropft und Du in etwa die Wabengasse triffst. Das Zeug ist süß, die Biene holen sich das schon...

Nimm warmes Wasser in der Flasche mit zum Stand und einen Eimer. Wasser zum Hände abwaschen und den Eimer, weil die Handschuhe kleben. Wenn Du Dir die Suppe auf die Klamotten spritzt, sobald Du zu Hause bist, runter damit, unter die Dusche und die Klamotten sofort in die Waschmaschine... Mama macht das schon, sonst stinkt es im Haus. Auf dem Weg nach Hause nichts essen, bis Deine Hände wieder richtig sauber sind...

Nicht lang gucken, Deckel auf, Folie runter, langsam reinspritzen, Folie rauf und Deckel zu. Fertig, der nächste Kasten....
Wenn Du allein bist keine Notizen, das dauert nur, hilft Dir nicht, denn Du kannst jetzt doch nichts mehr machen.

Bei diesem Wetter / Temperatur brauchst Du keinen Schleier, die eine oder zwei Kamikazeflieger verlieren schon kurz nach dem Start an Höhe...
Mit freundlichen Grüßen
Wolf.

Alpenimker
25.12.2012, 14:39
Hallo Wolfgang,

ich habe vor 10 Tagen geträufelt, hätte aber lieber verdampft, nur die Temperaturen ließen es nicht zu und Heute habe ich die Fluglöcher kontrolliert und vom Totenfall frei gemacht. Also einen so starke einsetzenden Totenfall wie beim Träufeln hast man beim Bedampfen nicht. Verdampfen ist eindeutig schonender.

Wieviel ml hast du denn geträufelt?

Ich habe 15 ml Bienenwohl geträufelt, das ist recht wenig.
Andere sprechen von 7 ml Oxalsäure pro Wabengasse, was mir viel vorkommt.

Palma40
25.12.2012, 17:20
Wieviel ml hast du denn geträufelt?

Ich habe 15 ml Bienenwohl geträufelt, das ist recht wenig.
Andere sprechen von 7 ml Oxalsäure pro Wabengasse, was mir viel vorkommt.

Hallo Wolfgang,

ja 7 ml ist so das Maß und so wende ich es auch an. Dies bedeutet, wenn man mit der Schwanenhalsflasche einen dünnen Strich über die Wabengasse zieht, erreicht man in etwa diesen Wert. Wie Du weißt verdampfe ich OS lieber, weil schonender aber die Temperaturen ließen es an dem Tag nicht zu und bis heiligabend wollte ich nicht warten. Als ich aber Gestern den starken Flugbetrieb dieser Völker gesehen habe war ich doch beruhigt.

Alpenimker
25.12.2012, 20:58
Freund Klaus,

ich weiß zwar, dass die Nordpreussen bis zu 100 ml in die Völker spritzen, glaube aber, dass sie besser zur Feuerwehr gehen sollten, da können sie noch mehr rumplanschen.

Mir kommt das zuviel vor.

Hier mal das Zitat von der Bienenwohl-Seite, es stellt sich nur die Frage inwiefern Bienenwohl anders zu beurteilen ist, als die Oxalsäurelösung, ABER die Sache mit dem Schwanenhals und Bleistift kommt eindeutig vom Bienenwohl und so eindeutig dürfte dann auch die Überdosierung sein (!)

Zitat von Bienenwohl.com

http://www.bienenwohl.com/img/anw1.jpg
Wie dosiere ich richtig?
Die Behandlung mit BienenWohl erfolgt mit Hilfe des Schwanenhalses. Dieser wird auf die 500 ml Flasche aufgeschraubt und das BienenWohl® wird in einem Zug ohne Druck in die von Bienen besetzte Wabengasse geträufelt. Die optimale Menge: je nach Volkstärke ungefähr 10- 15 ml.

Dosieren (beträufeln) Sie BienenWohl so, als würden Sie mit einem Bleistift einen Strich ziehen, dann stimmt auch die Menge. Eine Behandlung nimmt nur wenige Minuten in Anspruch.http://www.bienenwohl.com/img/anw2.jpg

Weniger ist mehr!
Weniger ist mehr! Dosieren Sie BienenWohl® daher vorsichtig.

Nils
25.12.2012, 21:09
Vielleicht als Ergänzung:

als ich noch vor hatte mit BW im Dezember zu behandeln habe ich dort mal nachgefragt: die 10-15 ml beziehen sich auf das gesamte Volk (und nicht wie man evtl. auch meinen könnte auf die Wabengasse).

Nils
der eindeutige und unmißverständliche Formulierungen liebt...

Alpenimker
25.12.2012, 21:15
Nils,

und deshalb hast du bei einigen von uns einen Stein im Brett. Du wirst eines Tages ein Superimker.

Das meine ich ernst.

Du hast es richig erkannt.

Kleinwolli hat maximal 15ml geträufelt und bei den meisten Völkern weniger, weil sie nicht voll besetzt waren. Wir haben das also ziemlich ähnlich interpretiert :)

Weiters habe ich vor jahren die Sache mit dem Bleistiftstrich genau angesehen, nämlich den Schwanenhals aufgeschraubt und die verbrauchte Menge pro Wabengasse gemessen. Da kommt insgesamt tatsächlich nicht mehr raus als 15 ml pro Volk.

Palma40
25.12.2012, 22:31
Weiters habe ich vor jahren die Sache mit dem Bleistiftstrich genau angesehen, nämlich den Schwanenhals aufgeschraubt und die verbrauchte Menge pro Wabengasse gemessen. Da kommt insgesamt tatsächlich nicht mehr raus als 15 ml pro Volk.

Mein liebster Freund Wolli,

das habe ich, und das gebe ich gerne zu, nicht getan und deshalb nur eine Vermutung mit den 7ml pro Wabengasse. Ich werde mir Morgen einmal die Mühe machen und nach Deiner Messmethode dies nach messen. Hätte auch selber drauf kommen können. :SM_1_46: Danke. Bienenwohl wird sich, denke ich, aber von meiner selbst hergestellten 3,5 %igen wässrigen Lösung schon unterscheidet und vielleicht auch intensiver wirken.

Ficht
26.12.2012, 09:34
Hallo!

Meine drei Völker besetzen nur 3 bis 4 Wabengassen und die nur ca. Handbreit. Die Vernunft bzw. Das Wissen das mir in der Imkerschule vermittelt wurde sagt auf jeden Fall behandeln, mein Gefühl möchte aber das Häuferl Bienen nicht mit einer Behandlung belasten! Wenn.ich mir überleg, dass die Behanlung einige nicht überleben werden, bleibt nicht mehr wirklich was... :(

Was meint Ihr?
Danke für die Hilfe!

Fjonka
26.12.2012, 10:13
Hallo,
ich bin sonst eher mal im TBH-Teil des Forums, aber dort äußern sich nur Wenige über ihre Winterbehandlung, deshalb poste ich mal doppelt, denn ich würde gern von Verdampfungs-Erfahrenen etwas feedback haben (bin ziemlicher Neuling mit 1 Volk auf TBH)

Wir haben verdampft, da wir aufgrund von Wabenabrissen nicht zum träufeln öffnen konnten. Wir haben uns einen Verdampfer zugelegt, der uns am einfachsten bedienbar schien, und es WAR auch nicht schwierig.
Bisher ist unser Ergebnis: 2 Milben. Ich habe aber keine Idee, was so bei Anderen fällt und ob das bedeutet, daß wir nur so wenige haben, oder daß das ganze nicht richtig funktioniert hat.
Im letzten jahr hatten wir extrem viele Varroen und ein recht schwaches Volk, da fielen (beim träufeln) mehr, aber es fielen auch schon vorher viel zu viele Varroen, und das Volk hat den Winter nicht überlebt... aufgrund des extrem schlechten Wetters hatten unsere Sommerbehandlungen nicht angeschlagen :(
Hier könnt Ihr unser Gerät anschauen und einen genauen Bericht lesen http://fjonka.wordpress.com/2012/12/26/weihnachten-beim-bien/, über etwas feedback hier oder im Blog würde ich mich freuen

Fjonka
26.12.2012, 10:18
Hallo!

Meine drei Völker besetzen nur 3 bis 4 Wabengassen und die nur ca. Handbreit. Die Vernunft bzw. Das Wissen das mir in der Imkerschule vermittelt wurde sagt auf jeden Fall behandeln, mein Gefühl möchte aber das Häuferl Bienen nicht mit einer Behandlung belasten! Wenn.ich mir überleg, dass die Behanlung einige nicht überleben werden, bleibt nicht mehr wirklich was... :(

Was meint Ihr?
Danke für die Hilfe!

Diese Lage hatten wir im letzten Jahr- aber bei extrem starker Varroa-Belastung, da die Sommerbehandlungen wegen des üblen Wetters nicht angeschlagen hatten. Damals kam eine sehr erfahrene Imkerin zum gucken und träufeln, sie plädierte für behandeln, da unser Volk ohne Behandlung gar keine Chance hätte, meinte sie. Mit Behandlung KÖNNE es klappen. Wir haben unser Volk verlorebn, was aber sicherlich an der ectremen Vorbelastung gelegen hat.
Das hilft jetzt nur begrenzt, ich weiß, aber immerhin ist es ein Erfahrungswert- und mehr kann ich leider nicht beitragen. Vielleicht äußert sich ja noch Jemand, der erfahrener ist als ich.
Viel Erfolg wünsche ich jedenfalls.

Palma40
26.12.2012, 10:45
Mein liebster Freund Wolli,

das habe ich, und das gebe ich gerne zu, nicht getan und deshalb nur eine Vermutung mit den 7ml pro Wabengasse. Ich werde mir Morgen einmal die Mühe machen und nach Deiner Messmethode dies nach messen. Hätte auch selber drauf kommen können. :SM_1_46: Danke. Bienenwohl wird sich, denke ich, aber von meiner selbst hergestellten 3,5 %igen wässrigen Lösung schon unterscheidet und vielleicht auch intensiver wirken.


So heute habe ich also nachgemessen und komme so auf 30 - 40 ml je nach volksträrke. Ich denke das Bienenwohl doch intensiver wirkt als die 3,5 %ige wässrige OS-Lösung. Man kann es also nicht miteinander vergleichen. Wolfgang, nix mit Feuerwehr von 100 ml hab ich noch nie gehört wohl aber von 50 ml bei einem starken Volk. Ich für meinen Teil werde aber beim Verdampfen bleiben (schonender), so es die Temperaturen zulassen.

Nils
26.12.2012, 11:47
Hallo Christian,

von Anfänger zu Anfänger :-)

Den Kampf zwischen Hirn und Bauch kann ich absolut nachempfinden - mir geht es genau so.
Raten kann ich Dir nicht, entscheiden musst du selber.

Aber: für mich mit das Wichtigste ist die Zählerei. Also Windel rein und täglich oder alle 2-3 Tage auszählen wieviele Milben fallen. Dann hast du zumindest eine Ahnung, was im Volk los ist. Sonst ist es ein Blindflug.

Alternative: behandle nur 1 oder 2 Völker, so kannst du vergleichen.
Es gibt auch Behandlungsverfahren die verträglicher sind als OX-Träufelung (aber in D nicht zugelassen).

Mehr kann ich dazu nicht sagen, bin ja selbst im ersten Winter...

Servus,

Nils

Ficht
26.12.2012, 12:41
Hallo Nils! :D

Von dem ausgehend was du immer so schreibst, hast a gutes Gespür für die Bienen, deswegen hat deine Meinung trotz "Anfängerstatus" ein ordentliches Gewicht! ;)

Hab mir das auch so in etwa vorgestellt, heut noch die Windel rein, die nächsten zwei Tage kontrollieren. Wenn viele Milben abfallen, werd ich auf jeden Fall behandeln weil die Völker dann einen zu schlechten Start im Frühjahr hätten. Sollte der Abfall aber so ähnlich wie bei dir sein werd ich es bleiben lassen.
Auf die Möglichkeit nur ein oder zwei Völker zu behandeln wär ich jetzt gar nicht gekommen... warum eigentlich nicht!

hannes12
26.12.2012, 21:58
@ Fjonka ,

deine Feststellung , ' Für die Bienen ist Weihnachten nichts schönes ' solltest du doch noch mal überdenken.
Vermute mal das es ' schön ' für die Bienen in jedem Fall ist , wenn sie Weihnachten nur noch schön wenig Milben im Gepäck haben.

Gruß hanes

Hubertus
26.12.2012, 23:46
So nach langer zeit wieder mal ein Beitrag von mir


Letztes Jahr habe ich, die Winterbehandlung, mit Bienenwohl durchgeführt!
Etwas spät im Jänner da ich mich ja auch nicht sehr gut auskenne!
Mir kommt halt vor ist etwas schwierig da man die Dosierung nur abschätzen kann beim Träufeln.
Ausserdem kommt es mir etwas aufwendig vor die ganzen Bienenstöcke aufzureissen, hat bei mir schon etwas gedauert und kam mir eher aufwendig vor, kann auch sein das das wegen dem vielen schnee letztes Jahr war!
Milbenfall habe ich damals leider nicht wirklich Dokumentiert!


Heuer hab ich Oxalpulver veredampft
Bei einen übrigen Deckel für den Boden ein passendes Loch gebohrt und das Flugloch dicht gemacht
hab einfach den Deckel hinten ausgetauscht gerät reingeschoben und verdampft nach dem dritten volk hab ich dann den deckel hinten dann sofort wieder ausgetauscht und bin zum nächsten volk geht verdammt schnell
bei meinn eigenen beuten habe ich dann nur noch von vorne bedampft ein wenig schnee ums flugloch gestopft bedampft herausgenommen das offene loch mit schnee verschossen weiter zum nächsten
Also wenn man es sich anständig herrichtet nicht länger als drei minuten arbeiten pro volk mit windel putzen und flugloch zum schluss wieder frei machen

Hubertus
26.12.2012, 23:48
Also und zum Thema milbenabfall
habe nach vier Tagen die zuvor sauber geputzte Windel gezogen und im durchnitt so ca 300 milben gezählt bis auf ein volk das herausgestochen ist mit einer abgefallenen milbe

Fjonka
27.12.2012, 08:44
@hannes12

ja, wenn man das so sieht, dann hast Du sicher recht- allerdings ist es ganz bestimmt nichts schönes, Säure um die Nase gepustet zu bekommen :( - und das war, woran ich dachte.

@Hubertus: 300! Gut, daß die jetzt weg sind und viel Glück mit dem weiteren überwintern!

Hubertus
27.12.2012, 12:33
ja bitte korregieren wenn ich jetzt falsch liege
oxalsäure oder bienenwohl sind doch auch säuren glaube weder das eine noch das andere also auch das verdampfen ist angenehm für die Bienen
Trotzdem bin ich sehr froh das wir hier in Österreich, so glaube ich, zu 99 % mit biologischen mitteln arbeiten und nicht auf Antibiotiker oder sonstigen schwer abbaubare, oder schädliche medikamenten arbeiten!