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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ideale Bienentränke



Verena Hagelkruys
23.01.2012, 14:01
Hallo,

wir haben bei zwei unserer Bienenstände eine Biotop und damit die ideale Bienentränke. Leider haben nicht alle Stände ( auch Wanderstände) nicht diesen Luxus.

Aufgrund des Risikos der Krankheitsverbreitung habe ich bisher von dem Aufstellen von Tränken abgesehen. Allerdings machen mir die Spritzmittel- und Glutationswasser- Geschichten ein wenig Kopfzerbrechen. Damit meine Bienen möglichst "sauberes" Wasser bekommen, überlege ich heuer wieder zu tw. mobilen Bienentränken zurückzukehren. Allerdings hat mir meine Vergangenheit gezeigt, dass unsere System nicht perfekt waren (Wassertonne mit Holzablauf).

Der März ist schneller im Lande als man denkt, daher bin ich hier sehr am Überlegen, wie ich damit umgehen soll. Wie sehen Eure Bienentränken aus ? Welches System funktioniert am besten ? Wie sind Eure Erfahrungen ? Würde Ihr im moment dazu raten oder abraten ?

anenanna
23.01.2012, 15:39
Hallo Verena,

ich habe immer eine Plasikwanne oder Zinkwanne nicht so groß hingestellt und mit Steinen gefüllt so das etwa 10l
Wasser rein passen und bei Regen überlaufen.

Dies wird gut angenommen, die 10 l hab ich im Auto wenn ich zum Stand fahre!

Bis denne Karlheinz

WalterRojky
23.01.2012, 16:55
Hallo Verena
Habe das schon einmal beschrieben, ein Plastikwanne mit Holzschwimmer, einen 25l Kanister mit Wasser und einen Esslöffel Salz kommt bei mir auf die Wanderstände. Das Salz wird von den Bienen gerne genommen und verhindert ein Kippen (Algenbildung) des Wassers.
Da es speziell im Sommer auf den Feldern sehr viel Wärme gibt muß ich allerdings alle 3 bis 4 Tage den Wasserstand kontrollieren.
mfg Walter

Chrigel
23.01.2012, 18:16
Hallo Verena

Meine Bienenstände stehen auch nicht in günstiger Nähe zu einem Gewässer. Das Mistwasser des Kuhstalls in der Nähe hatte eine besondere Anziehungsskraft.
Ich verwende zwei grosse Rako-Kasten. Sie fassen um die 50 bis 60 ltr. Auf dem Wasser liegt eine passende 2cm dicke Styroporplatte. Auf diese zu liegen kommt ein Kunststoffgitter und darüber eine 2 bis 3 cm dicke, gut durchnässte Torfschicht. durch das Eigengewicht ist die Durchnässung des Torfs gewährleistet. Der dunkle Torf wärmt sich schnell auf, ist wegen der Mineralstoffe beliebt und es gibt keine ertrinkenden Bienen. Ich habe noch nie eine trockengelegte Kiste erlebt. Das Wasser ersetze ich im zwei Wochenrhythmus.
Wichtig: Die Tränke unmittelbar neben dem Bienenhaus ist überdacht und von drei Seiten windgeschützt. Sie wird in meinem recht rauhen Klima bei tiefen Temperaturen noch gut beflogen.
1824

mfG Christian

miguelito
23.01.2012, 22:05
2Huehnertraenken ( Glockentraenken) aus Kunststoff, diese fassen 5 Ltr. Wasser, sind leicht zu reinigen, preiswert, robust, andere Tiere koennen nicht reinkacken und die Bienen koennen an der umlaufenden Kante gut trinken ohne zu ertrinken.
Muss natuerlich sagen , dass ich einen Beobachter vor Ort habe und es fuer mich nicht weit ist um nachzufuellen.
Gruss Michael

Verena Hagelkruys
23.01.2012, 22:21
Hallo Miguelito,

gerade habe ich mir Bilder von solchen Hühnertränken angesehen - die Idee für den Wanderstand wäre sehr gut. Weißt Du wie oft bei Deinen 5l Tränken nachgefüllt werden muss ?

@Chrigel& Walter: Morgen sehe ich mir Eure Lösungen an.

Danke für Eure Antworten. Falls noch wer andere Ideen hatte - nur her damit :SM_1_65:

miguelito
23.01.2012, 22:30
Hallo Sybill!
Die beiden reichen bei mir mit 15 Voelkern ungefaehr 1 Woche. Man kann ja beliebig mehr hinstellen, wenn es notwendig sein sollte.
Gruss Michael

OliverRoedel
24.01.2012, 01:53
Wenn es nicht friert ist sicherlich ein Tongefäss das beste. Dieses hält das Wasser frisch!Warmes Wasser tut den Bienen nicht gut, und kippt schneller um.Salz halte ich nicht für korrekt, habe gelesen früher war das üblich, aber Studien zeigten Salz als toxisch auf.Ich hab da mal einen Test mit reinem Wasser und Salzwasser gemacht, mit und ohne Zucker, das Ergebnis war immer gleich, die Bienen nehmen das Produkt OHNE Salz und lassen das mit Salz links liegen.Das beste ist fliessendes Wasser. Ein isolierter Tank oder ein Tongefäss mit einem "tropfenden" Wasserhahn z.B.Das ist sauber und frisch bleibt es auch.Hier in Brasilien sind diese Tongefässe üblich, sollte sich aber auch zum selbstbauen eignen. Gartenfachgeschäfte haben jede Menge Tongefässe. Aufbohren und einen Plastikhahn reingeklebt: fertig.Ich hab hier die Wassertränke (selbstspeisend) für die Ziegen, die nutzen die Bienen fleissig mit.

Josef Gruber
26.01.2012, 08:29
Hallo!

Ich habe mir vor Jahren eine Hühntränke aus Alu angeschafft.
Darauf stelle ich ein kleines Kunststofffass mit 30 Litern.
Da die Bienen am kalten Metall nicht trinken wollen, streue eine handvoll Laub darüber.
Ich hab's auch mit und ohne Salz probiert aber keinen Unterschied festgestellt.
Interessanterweise nutzen die Bienen diese Tränke nur im Frühjahr, wenn's
dann wärmer wird fliegen sie lieber zum 500m entfernten Bach.

Gruß Sepp

Verena Hagelkruys
28.01.2012, 11:54
Hallo,

phhhuuu - da sind ein Menge guter Ideen dabei. Eine Tränke mit Torfschicht ist auch eine interessante Lösung. Tongefäss ist sicher ideal, aber für Wanderplätze wegen des Transportes eher für mich schwierig.

Ich denke, die Kompination aus Hühnertränke und darüber ein Art Regensammler (Regenfass) wäre am Wanderplatz eine ideale Lösung. Wasser habe ich bei den Bienen immer mit, im Notfall falls die Kombi trocken sein sollte, kann ich dann noch immer mit meinen mitgebrachten Wasser füllen.

Bei den Heimständen hätte ich aber gerne eine fixere Variante, allerdings ist leider ein Biotop nicht überall möglich. Aber auch hier mit einem Regenfass und darunter mit einem Gefäss zu arbeiten (zB. mit dem Torf, oder Holzschwimmer) könnte eine gute Lösung werden. Ich bin mir sicher ich, werde da noch ein wenig weitergrübeln ...

Danke für Eure Ideen, Ihr habt mich auf neue Lösungsansätze gebracht - falls es noch mehr Lösungen gibt, würde ich mich natürlich weiter auf Antworten freuen !

Selurone
28.01.2012, 12:09
Wenn es nicht friert ist sicherlich ein Tongefäss das beste. Dieses hält das Wasser frisch!Warmes Wasser tut den Bienen nicht gut, und kippt schneller um.Salz halte ich nicht für korrekt, habe gelesen früher war das üblich, aber Studien zeigten Salz als toxisch auf.Ich hab da mal einen Test mit reinem Wasser und Salzwasser gemacht,

Die Bienis mögen Salzwasser. Vieleicht liegt das an Eurem Salz, welche vieleicht nicht sooo gut schmeckt? ;) Oder die Brühe ist zu salzig. Mein Nachbar hat an seinem Stand eine alte Badewanne aufgestellt. Mit schöner schwarzer Moorerde, aus der Nähe, aufgefüllt und sogar bepflanzt. Jedes Jahr schüttet er ein 500gr Salzpäckchen, in Wasser aufgelöst in die Wanne. Die Bien fliegen die Brühe gerne an. Ist der Wasserspiegel gesunken, krabbeln die Bienen am Wannenrend umher und lecken an der Wannenwand....
Den Pflanzen macht das Salz scheinbar nichts aus. Wenn es zuwenig regnet, füllen wir mit Kannister die Wanne mit Wasser nach.

hans1111
29.01.2012, 12:44
Hallo Zusammen
Ich will auch mal meine Erfahungen Einbringen.
Über die Jahre Habe ich auch meine Erfahrungen mit verschiedenen Bienentränken gemacht.
Hühnertränke :
Bei mir wird sie nicht angenommen.Ich habe den Rand mit Moos abgedeckt,als Trinkhilfe,aber auch keinen Erfolg.
Offene Tränke:
Davon halte ich nichts mehr,wegen Verunreinigung.
Ausser sie ist abgedeckt.Korken ... habe letztes Jahr in Holland eine offene Tränke gesehen,die war mit Zapfen von Kiefern gefüllt.
Zur Zeit:
Da ich nur wenige Völker habe,habe ich durch meine Vögel deren Tränke mal bei den Bienen ausprobiert.
Ich habe diese mit der Halterung am Flugloch befestigt.
Meine Mischung :Obstessig mit Salz und Wasser.
Selbst im Hochsommer wird diese Tränke sehr gut angenommen.
Hintergedanken dabei waren.
Wie wir alle wissen ,fliegen die Bienen gerne für uns nicht so reine Tränken an,das ist aber darauf zurückzuführen,das dort sehr viele Mineralien enthalten sind.
Obstessig und auch Salz wird von den Bienen gut angenommen.
Zum anderen spare ich den Bienen weite Flüge,da es dierekt am Flugloch plaziert ist.
Weiter brauche ich keine Abdeckung,die Bienen können so Trinken ohne Kletterhilfe.
Es gibt diese Tränken in Kleiner und Grosser Ausführung.
Selbst die Grosse Ausführung braucht keine Steighilfe.
Da ich die Tränke ausserhalb angebracht habe sehe ich auch für die Honigernte keine Nachteile,weil ich ja nichts ins Volk einbringe,und die Bienen Selbst bestimmt ob sie diese Tränke nun annimmt,oder auch nicht.
Festgestellt habe ich ,das diese Tränke vor allem Nachts angeflogen wird.
Da die Wasseraustritts stelle sehr Klein ist,ist auch eine Verunreinigung als unwarscheinlich anzusehen.
Durch die Gabe von Mineralien sehe ich den Vorteil,das die Bienen einen besseren Schutz haben gegen welche Krankheiten auch immer.
IMG Hans

OliverRoedel
30.01.2012, 18:25
Die einzige Quelle die mir auf Anhieb eingefallen ist:


"Detrimental sugars

Waste sugar from the manufacture of sweets, etc., can be a very cheap source of sugar for beekeepers. Unfortunately, each batch will vary in the potential contaminates it contains. Flour or starch and salt are tho ingredients that may be present and are potentially toxic to bees, particularly as their concentration increases. Thus, using waste sugar should be conducted with caution."

Alles was ich über Salz gelesen habe ist, das eine minimale Zugabe von Salz gut sein kann, ABER in der Praxis ist dies kaum möglich und somit wird die gesunde Menge überschritten und zur toxischen!
Darum wird von der Gabe von Salz abgeraten.

Unser Salz hier in Brasilien ist Meersalz, ob das nun reiner/gesünder als Eurer Bergwerksalz ist, weiss ich nicht.
Wenn Ihr da andere Studien habt, bitte posten!

miguelito
30.01.2012, 20:08
Man soll ja den Bienen keine konz. Salzlake reichen, die wuerde uns auch nicht gut bekommen. Wenn man 9 Gramm Kochsalz in einem Liter Wasser aufloest, dann hat man eine physiologische Kochsalzloesung ( Ringerloesung), welche auch beim Menschen als Infusionsloesung benutzt wird und die ist bestimmt nicht giftig oder ueberkonzentriert.
Gruss Michael

OliverRoedel
30.01.2012, 21:38
Das Problem ist, dass die Biene unter gewissen Umständen Salz mag (Urin z.B.) aber dies nicht gut für sie ist. Wir mögen auch den Zucker, obwohl der nicht gut für uns ist.
Attempts to use commercial salt mixtures designed for vertebrates, such as Wesson’s salt mixture,
have proved to be unsatisfactory for honeybees and have resulted in depressed brood rearing (Nation
and Robinson, 1968; Herbert and Shimanuki, 1977). Salt mixtures designed for vertebrates have been
found to contain insufficient potassium and markedly excess calcium and sodium for insects including
honeybees (Herbert and Shimanuki, 1978b). The lack in insects of either a bony skeleton or need for
an active sodium pump to maintain body temperature provides good reasons why the calcium and
sodium requirements of bees should be substantially less than for mammals and birds.

Sebastian
30.01.2012, 23:05
Servus Oliver,


Das Problem ist, dass die Biene unter gewissen Umständen Salz mag (Urin z.B.) aber dies nicht gut für sie ist.Bei den von Dir angeführten Versuchen würde mich interessieren, ob die Bienen wirklich die Wahl zwischen normalem, unbehandeltem Wasser und dem gesalzenen hatten. Ich halte Deine Theorie, dass Bienen bei freier Wahl die für sie schlechtere Alternative wählen, nicht für besonders plausibel.

Die beschriebenen Effekte von Wasser mit Salzzusatz werden schon stimmen - aber die kann man nur beobachen wenn man die Biene zwingt, das Zeug aufzunehmen.

lg,
Sebastian

Ficht
31.01.2012, 08:33
Wir haben im Grundkurs auch gelernt, dass man den Bienen unbedingt eine Tränke anbieten muss sobald man sie im "Siedlungsgebiet" aufstellt. Wenn sie die Möglichkeit haben fliegen sie zu 90% zu den Pools.
Dort muss scheinbar etwas drinnen sein das die Bienen besonders durstig macht! :SM_1_19:

himbeertom
31.01.2012, 09:14
fliegen sie zu 90% zu den Pools.
Dort muss scheinbar etwas drinnen sein das die Bienen besonders durstig macht! :SM_1_19:

Üblicherweise Chlor (http://www.google.de/search?q=chlor&ie=utf-8&oe=utf-8&aq=t&rls=org.mozilla:de:official&client=firefox-a), ist auch ein "Salz", wenn man das so möchte.

MfG

Josef Fleischhacker
31.01.2012, 16:58
Dort muss scheinbar etwas drinnen sein

Noch so jung und schon solch ein Schelm, ab in die hinterste Ecke und für eine Stunde Winkerlstehen! :SM_1_08:

Josef

Salsa
31.01.2012, 22:01
Da ich nur wenige Völker habe,habe ich durch meine Vögel deren Tränke mal bei den Bienen ausprobiert.
Ich habe diese mit der Halterung am Flugloch befestigt.
Meine Mischung :Obstessig mit Salz und Wasser.
Selbst im Hochsommer wird diese Tränke sehr gut angenommen.
Hintergedanken dabei waren.
Wie wir alle wissen ,fliegen die Bienen gerne für uns nicht so reine Tränken an,das ist aber darauf zurückzuführen,das dort sehr viele Mineralien enthalten sind.
Obstessig und auch Salz wird von den Bienen gut angenommen.
Zum anderen spare ich den Bienen weite Flüge,da es dierekt am Flugloch plaziert ist.
Weiter brauche ich keine Abdeckung,die Bienen können so Trinken ohne Kletterhilfe.
Es gibt diese Tränken in Kleiner und Grosser Ausführung.
Selbst die Grosse Ausführung braucht keine Steighilfe.
Da ich die Tränke ausserhalb angebracht habe sehe ich auch für die Honigernte keine Nachteile,weil ich ja nichts ins Volk einbringe,und die Bienen Selbst bestimmt ob sie diese Tränke nun annimmt,oder auch nicht.
Festgestellt habe ich ,das diese Tränke vor allem Nachts angeflogen wird.
Da die Wasseraustritts stelle sehr Klein ist,ist auch eine Verunreinigung als unwarscheinlich anzusehen.
Durch die Gabe von Mineralien sehe ich den Vorteil,das die Bienen einen besseren Schutz haben gegen welche Krankheiten auch immer.
IMG Hans

Hallo Hans,

deine Methode werde ich gerne ausprobieren, da ich auch nur wenige Völker habe. Ich hoffe damit, dass meine Bienen weniger zu den Nachbarn fliegen. Könntest du die Zutatenmengen und den genauen Platz zum Anbringen noch genauer beschreiben, ein Foto wäre auch genial.

LG Salsa

OliverRoedel
31.01.2012, 22:29
Servus Oliver,

Bei den von Dir angeführten Versuchen würde mich interessieren, ob die Bienen wirklich die Wahl zwischen normalem, unbehandeltem Wasser und dem gesalzenen hatten. Ich halte Deine Theorie, dass Bienen bei freier Wahl die für sie schlechtere Alternative wählen, nicht für besonders plausibel.

Die beschriebenen Effekte von Wasser mit Salzzusatz werden schon stimmen - aber die kann man nur beobachen wenn man die Biene zwingt, das Zeug aufzunehmen.

lg,
Sebastian

Wie bereits geschrieben, habe ich Versuche mit Salz unternommen, das Ergebnis war schlicht und einfach, die Biene will alles nur kein Salz!
Ich denke einige haben "Erfolg" mit Salz, d.h. die Bienen nehmen das an (die Nachteile habe ich bereits gepostet), weil Euer Wasser aus der Leitung kommt. Wir haben hier in jeder Quelle und jedem Brunnen Mineralwasser. Nicht umsonst gibt es drei Mineralwasserabfüller hier in der Region. Mineralwasser hat "alles" was man braucht, im Gegensatz zu gechlortem Leitungswasser (igitt, das kann ich garnicht mehr ertragen).
Das Einzige was die Bienen hier neben salzfreiem Wasser annehmen ist Urin. Habe einige Tage immer an die gleiche Stelle gepinkelt und die Bienen haben das gut angenommen. Nur wenige meter gibt es einen Teich der von einer Quelle gespeist wird, also nichts mit Wassernot. Hier kann es aber auch meine Angewohnheit sein im Bienenhaus nur Tee mit Honig und Propolis zu trinken, was meinen Urin so atraktiv macht!?

Ich möchte nur warnen Salze und Mineralverbindungen einzusetzen. Studien haben die toxische Wirkung beschrieben und den negativen Einfluss auf die Brut! Die 9gr auf ein Liter sind sicher schon viel zu viel! In den Studien wird von "Spuren" gesprochen, dies sind Dinge im milligram Bereich die man Zuhause kaum korrekt mischen kann. Wie auch ein zitierter Artikel hier beschreibt, benötigt die Biene kaum Salz und Calcium weil sie eben ein Insekt ist, sie hat keine Organe die diese Stoffe in "Mengen" benötigen oder verwerten könnten.
Wer unbedingt Salz einsetzen will (warum auch immer) sollte eine Messerspitze in 10l oder besser 20l verwenden. Ich tu das nicht!

Ficht
01.02.2012, 09:35
Hallo!

Vielleicht etwas stümperhaft aber ich seh das so...

Ich glaube, dass die Tiere nicht so unmäßig sind wie wir Menschen, die wissen schon was "gut" für sie ist. Wenn ich da zB. an einen Kuhstall denke, ich hab noch nie eine Kuh vom Leckstein abbeißen gesehen... :SM_1_19:

Bringt mich grad auf eine super Idee!
Werde beim Bienenstand eine Salzlecke für das Wild installieren! Der dortige Jäger freut sich und meine Bienen vielleicht auch!

OliverRoedel
04.02.2012, 18:32
Hallo!


Ich glaube, dass die Tiere nicht so unmäßig sind wie wir Menschen, die wissen schon was "gut" für sie ist. Wenn ich da zB. an einen Kuhstall denke, ich hab noch nie eine Kuh vom Leckstein abbeißen gesehen... :SM_1_19:

Bringt mich grad auf eine super Idee!
Werde beim Bienenstand eine Salzlecke für das Wild installieren! Der dortige Jäger freut sich und meine Bienen vielleicht auch!

Nicht lernen ist wied rudern gegen den Strom, sondern LEHREN!
Wozu poste ich diese Studien wenn dann jemand dies zum Anlass nimmt das zu tun wovor die Studien warnen :SM_1_06:

Hab keine Kühe aber Ziegen: wenn ich denen zuviel Mais gebe schlagen die sich den Bauch voll, mit allen negativen Konsequenzen! Es gibt giftigen Pollen den die Bienen liebend gern sammeln und dann sterben....

Man kann halt nur die "Samen" auswerfen und nicht die Erde bestimmen auf die sie fallen....

Tschiwi0
04.02.2012, 20:52
Erstens-in meinem nun 25 igsten Bienenjahr hab ich fast alle Tränkmethoden durch.
Von der offenen Tränke bis zum stehen gelassenen offenen Dorfsack, wo die Bienen aus einer in
der Nähe des Bodens Sackschadstelle das Wasser aufgenommen haben. Der offene Sack hat die
oberste Schicht austrocknen lassen- wobei der untere Teil ziemlich *angesoffen* war.
Nun zum Salz.
Angrenzend an meinen Garten ist der örtliche Friedhof. Wie eben üblich, stehen hier die
Weihwasserbehälter zum Sprengen (weiss dafür keinen passenderen Ausdruck) der Gräber.
Im Frühjahr muss ich des öfteren mit abgeschnittenen Fichtenzweigen durch den Friedhof gehen, um
in die offenen Behälter diese als Steighilfe einzulegen. Ohne diese Steighilfe ertrinken darin die Bienen haufenweise.
So, nun zum Kern. Der Pfarrer streut beim Weihen des Wassers einige handvoll Salz ins große Weihwasserfass.
Fürs Wasser wird es u.a. den Sinn haben, dass es nicht *bricht*. Die Menge wird ausreichen, dass die Bienen dieses abgestandene, salzhältige (Weih)Wasser allen anderen Angeboten den Vorzug geben.
Anders kann ich mir die *Beliebtheit* des Weihwassers nicht erklären.
Also....Honig mit Segen- oder besser gesagt...nach dem Verzehr von 1kg Honig sind dir alle
Sünden nachgelassen.
Schönes Wochenende-
Fritz

P.S. Wolli, wir haben ca 20 Grad...kannst du mit mehr aufwarten?
Gruß von Salzburg....nach Tirol-und natürlich überall hin.

Norbee81
04.02.2012, 21:24
Hallo!

@ Fritz: Tja, Salz hilft auch bei -20°C nicht mehr;)

Ich finde mich in der glücklichen Lage, dass hier keine Bienentränke gebraucht wird. Wenn dann sollte das nur an einem Wanderstand nötig sein...
Aber ist es ein bienengerechter Standort wenn man übers Jahr mit künstlichen Tränken nachhelfen muss? Etwas unangenehm finde ich wenn meine Bienen im Garten am Komposthaufen sind, vermutlich lenkt sie da eine Tränke nicht ab, denn der Gartenteich mit Moos usw. wird erst im Sommer angeflogen.

Salz selber zuzufügen scheint ja verbreitet zu sein, wie sieht es da mit einem Leckstein aus?- den könnte man ja auch an einer Tränke integrieren, denn der hätte auch andere Mineralien zu bieten- wenn das den Bienen förderlich ist.

Gruß
Norbert

OliverRoedel
04.02.2012, 22:30
Attempts to use commercial salt mixtures designed for vertebrates, such as Wesson’s salt mixture,
have proved to be unsatisfactory for honeybees and have resulted in depressed brood rearing (Nation
and Robinson, 1968; Herbert and Shimanuki, 1977). Salt mixtures designed for vertebrates have been
found to contain insufficient potassium and markedly excess calcium and sodium for insects including
honeybees (Herbert and Shimanuki, 1978b). The lack in insects of either a bony skeleton or need for
an active sodium pump to maintain body temperature provides good reasons why the calcium and
sodium requirements of bees should be substantially less than for mammals and birds.



Ich hoffe Josef rügt mich nicht wegen des Doppelpostings!
Wenn jemand eine neuere Studie hat, diese ist aus 200x.

Tschiwi0
04.02.2012, 22:46
....die Frage wegen dem Bienen gerechten Standplatz liegt daneben.
Es gibt wenige Gebiete im Alpenländischen Raum, welche an Wassernot leiden.
So auch bei mir.
In 50 m ist ein natürliches Gerinne - in 150 m ein See - in wiederum 50 m ein Schotterfang mit stehendem
Gewässer - in 200 m ein Schotterfang mit Restwasser etc.
in 70 m der Dorfbrunnen,wo das Wasser auf Gesteine rinnt etc,
Könnte noch viele Wasserquellen in unmittelbarer Nähe meines Bienenstandes aufzählen.
TROTZDEM *fliegen*meine Bienen (im wahrsten Sinn des Wortes) auf die Weihwassergefäße.
Dass man da bestrebt ist, mit allen Mittel die Bienen auf eine *kontrollierte* Wasserstelle zu lenken, ist doch selbstverständlich. Oder für dich nicht? Na...siehste.
Da brauche ich den Standplatz nicht mit der Frage der Bienengerechtigkeit quälen.
Auch mein Wanderplatz ist mit Wasserstellen gesegnet. 2 stark rinnende Gräben und einige Tümpel in unmittelbarer Nähe. Trotzdem sind die meisten Wasserträgerinnen in einer alten Fahrspur, wo im Verhältnis nur eine geringe Feuchtigkeit zu sehen ist, anzutreffen. 20 m weiter - die gleiche Fahrspur mit der scheinbar gleichen Feuchtigkeit - und keine Bienen sind mehr vorzufinden. Was ist hier des Rätsels Kern?
Natürlich gibt es auch Fachlektüren, wo die Zugabe von geringen Mengen (Spuren) Salz ins Tränkewasser empfohlen werden.

Schönen Sonntag
Fritz

OliverRoedel
04.02.2012, 23:36
Was ist hier des Rätsels Kern?
Natürlich gibt es auch Fachlektüren, wo die Zugabe von geringen Mengen (Spuren) Salz ins Tränkewasser empfohlen werden.

Fritz

Da fragt man sich wirklich was die Biene an so manchem Getränk reizt. Kaffee zum Beispiel holen die sich hier jeden Tag aus dem Filter (ohne Zucker!!)!?

Die Fachliteratur hat, nicht nur in der Imkerei, das Abschreib-Syndrom, oder besser Problem. Jeder schreibt von jedem ab und so bleibt vieles gleich.
Besonders eben diese "verzwickten" Fragen kann kaum jemand beantworten.
Deshalb gebe ich kein Salz, bis eine Studie mir logisch erläutert warum diese australische Studie verkehrt ist. Warum soll ich es riskieren meine Bienen zu schwächen?
Pollen enthält übrigens in ausreichender (Bienen-)Menge Sodium. Oder hat da jemand andere Informationen?

Tschiwi0
05.02.2012, 06:52
Nur kurz zum Thema Fachmeinung und Lehrmeinung -
Passt zwar nicht zum Ausgangsthema - sondern soll nur als kurzer Verwirrungsvergleich dienen.
z.B. Oxalsäure in der bei uns zugelassenen Methode als Bienenwohl oder ApiOxal.
Erzeuger Anwendungsempfehlung: 25 bis 30 Grad bei einer Außentemperatur von + 5 Grad.
Fachleute Empfehlung : nicht erwärmen und Außentemperatur unter 0 Grad - weil kompaktere Bienentraube.

Fachmeinung 1: Oxalsäure Träufeln- maximal 1 mal mit Leitspruch * zwei mal ist einmal zuviel *
Fachmeinung 2: mehrmaliges Träufeln empfohlen.

Welcher Empfehlung/Meinung kann/will/muss/soll man da Glauben schenken?

Über dieses Thema (Verwirrbeispiele) könnte man ein eigenes Thema eröffnen. Leider würden da halt noch weitere *Meinungen* ans Tageslicht kommen, und die Verwirrung noch vergrößern.

Schönen Sonntag
(oder gibt´s da auch eine andere Meinung?)
Fritz

meister-miezebien
05.02.2012, 09:35
Vielleicht sollte man bei den verschiedenen bevorzugten Plätzen des Wasserholens folgendes bedenken:
Es gibt die Ansichten das Wasser nicht nur Wasser ist, sondern auch ein Informationsträger. :Bolt

OliverRoedel
06.02.2012, 12:22
Nur kurz zum Thema Fachmeinung und Lehrmeinung -
Passt zwar nicht zum Ausgangsthema - sondern soll nur als kurzer Verwirrungsvergleich dienen.
z.B. Oxalsäure in der bei uns zugelassenen Methode als Bienenwohl oder ApiOxal.
Erzeuger Anwendungsempfehlung: 25 bis 30 Grad bei einer Außentemperatur von + 5 Grad.
Fachleute Empfehlung : nicht erwärmen und Außentemperatur unter 0 Grad - weil kompaktere Bienentraube.

Fachmeinung 1: Oxalsäure Träufeln- maximal 1 mal mit Leitspruch * zwei mal ist einmal zuviel *
Fachmeinung 2: mehrmaliges Träufeln empfohlen.

Welcher Empfehlung/Meinung kann/will/muss/soll man da Glauben schenken?

Über dieses Thema (Verwirrbeispiele) könnte man ein eigenes Thema eröffnen. Leider würden da halt noch weitere *Meinungen* ans Tageslicht kommen, und die Verwirrung noch vergrößern.

Schönen Sonntag
(oder gibt´s da auch eine andere Meinung?)
Fritz

Aus diesem Grund ist ja der Zweifel der erste Schritt zur Erkenntnis! Da heist es lesen, lesen, lesen, dabei das denken nicht vergessen ;-) Und probieren...
Leider gibt es Dinge die man nicht so einfach probieren kann und dann gleich das Ergebnis vor Augen hat. Salz zum Beispiel, da braucht man viele Schwärme unter genauer Aufsicht mit und ohne Salz, um zu wissen was tut gut oder schadet.
Mir reicht da aber der Hinweis auf die fehlenden anatomischen Gegebenheiten der Biene (Insekten) um Salz zu verwerten.

Bin Deiner Meinung: der Sonntag war schön! Zumindest bis die Kinder ins Haus stürmten und fragten welch merkwürdige Geräusche aus dem Schlafzimmer kommen... da war dann Schluss mit dem schönen Sonntag! Es ist halt nicht alles einfach schwarz oder weiss...

Tschiwi0
06.02.2012, 13:27
....immer mehr.

http://www.bienenhelmut.de/Maerz.htm
http://www.diebiene.de/sro.php?redid=54126
http://www.diebiene.de/sro.php?redid=54126
http://www.imkerverein-lehrte.de/archiv/arch429.htm
http://www.imkerei-hoelzl.at/aktuelles.php

So ist einer der Schritte zur Erkenntnis, dass ich Keinem mehr Glauben schenken kann.
Wofür brauchen wir dann Foren mit gutem Gedanken und Ideenaustausch?
Bitte Was und Wem dürfen wir noch glauben. Die Gedanken einschalten hilft bei mir nicht.
Für die ausgereifte Wissenschaft fehlen mir Fissurare und Sulci im Obergeschoß.
Dass es ausser dem NaCl noch weitere anziehende Faktoren geben muss ist mir klar. Salz kann und
wird nur einen geringen Anteil haben. Sonst müsste es entlang von Strassen und Plätzen nur so von
Bienen in den Pfützen wimmeln, wenn ich sehe, wie viel Salz im Winter gestreut wird. Es ist mir schon klar, dass das Streusalz *vergällt* (alter Ausdruck) wird, um nicht als Speisesalz verwendet zu werden.
Vielleicht meiden die Bienen den beigemischten Bitterstoff?
Fragen über Fragen...und unterschiedliche Antworten.

Fritz

OliverRoedel
06.02.2012, 13:54
....immer mehr.

http://www.bienenhelmut.de/Maerz.htm
http://www.diebiene.de/sro.php?redid=54126
http://www.diebiene.de/sro.php?redid=54126
http://www.imkerverein-lehrte.de/archiv/arch429.htm
http://www.imkerei-hoelzl.at/aktuelles.php

So ist einer der Schritte zur Erkenntnis, dass ich Keinem mehr Glauben schenken kann.
Wofür brauchen wir dann Foren mit gutem Gedanken und Ideenaustausch?
Bitte Was und Wem dürfen wir noch glauben. Die Gedanken einschalten hilft bei mir nicht.
Für die ausgereifte Wissenschaft fehlen mir Fissurare und Sulci im Obergeschoß.
Dass es ausser dem NaCl noch weitere anziehende Faktoren geben muss ist mir klar. Salz kann und
wird nur einen geringen Anteil haben. Sonst müsste es entlang von Strassen und Plätzen nur so von
Bienen in den Pfützen wimmeln, wenn ich sehe, wie viel Salz im Winter gestreut wird. Es ist mir schon klar, dass das Streusalz *vergällt* (alter Ausdruck) wird, um nicht als Speisesalz verwendet zu werden.
Vielleicht meiden die Bienen den beigemischten Bitterstoff?
Fragen über Fragen...und unterschiedliche Antworten.

Fritz

Die Links beweisen ja wunderbar wie einer vom anderen abschreibt und niemand die Auswirkungen erforscht hat. Alle sagen das gleiche: Bienen suchen nicht das gesündeste Wasser aber "mineralhaltige" Wasser. Das bestätigt auch meine Beobachtungen, NUR das sie hier Salzwasser meiden und dann lieber natürliches Mineralwasser aus der Quelle aufnehmen.
Interessant wäre eine (weitere) Studie zu den Auswirkungen auf die Gesundheit der Biene und nicht was sie mag! Die Mehrheit der Zuckerkranken und übergewichtigen mögen Fast-Food, Limonaden und Süssigkeiten.
Es kommt halt nicht auf die Atraktivität an, sondern auf den Nährwert!

WalterRojky
16.02.2012, 18:05
Hallo Bienenfreunde
Bei der Durchsicht der Homepage über die Bienenkiste war auch ein Bild einer Bienentränke dabei. Sie ist einfach aufgebaut und wird mit herkömmlichen Futterkübel bestückt. Homepage: http://www.neuimker.de/5001.htm
mfg Walter

Alpenimker
17.02.2012, 15:31
Servus Walter, und all die anderen Leser,

das Problem bei einer Tränke ist ja immer ob sie angenommen wird oder nicht.

Die letzte von dir vorgestellte Variante lässt mich grübeln, weil wenn da die Sonne ein paar Tage auf den Kübel knallt, hmmmm

Was ist jetzt wenn die Tränke nicht angenommen wird?
Imkerfehler?
Falsch gebaut, die Salzdosis um 2,5 Prozent überschritten oder den Moosanteil völlig falsch eingeschätzt?

Bei mir wird seit Jahren keine Variante von Tränke angenommen und zwar deshalb, weil sie immer was besseres in der Natur finden, von dem sogar ich weiß, dass es in der Nähe vorhanden ist.

Es kommt also auf deinen Platz an. Ist da nix, nehmen sie selbst die dämlichsten Tränken an. Ist da was Tolles, nehmen sie keine an.
An einem unserer Außenstände nehmen sie sogar meine Tränke an, deshalb bin ich so überzeugt davon, dass es auf die Art der Tränke überhaupt gar nicht ankommt und dass die bessere Annahme der Tränke bei einem gewissen Salzgehalt eher etwas mit der Einbildung zu tun hat.

Selurone
17.02.2012, 20:58
...und dass die bessere Annahme der Tränke bei einem gewissen Salzgehalt eher etwas mit der Einbildung zu tun hat.

...und negative Auswirkungen auf die Bien konnte man bei uns auch noch nicht herausfinden. Vieleicht ist "unser Salz" doch ein wenig anderst als das Brasilianische. ;)

OliverRoedel
17.02.2012, 23:41
...und negative Auswirkungen auf die Bien konnte man bei uns auch noch nicht herausfinden. Vieleicht ist "unser Salz" doch ein wenig anderst als das Brasilianische. ;)

Sodium ist Sodium!

Mein letzter Versuch (besten dank an Marion die mir diese Studie nannte und gleich übersetzte, falls sie hier mitliest):

Stammt aus "Considerations in Selecting Sugars for Feeding to Hoey Bees" aus American Bee Journal, February, 1977, Vol. 117 (2): 76, 77

Die Quelle zu der getroffenen Aussage ist folgende Piskovoi, F. R., V. A. Shibidko, and K. K. Borisov. 1964. (Poisoning bees with common salt) (Rus) Pchelovostvo 84:32.

Übersetzt: " Piskovoi et. al. fanden heraus, dass gewöhnliches Tafelsalz, Natriumchlorid, in Leveln so niedrig wie 0,125% in Zuckersirup Ruhr und Sterblichkeit in gehaltenen Bienen auslösten. Bienen in Überwinterungskolonien mit Honigvorräten, die 0,35 bis 1,16% Salz enthalten, sterben frühzeitig."

Ich hab bis jetzt noch keine Studie gesehen die besagte Sodium sei gut für Bienen! Warum sollte ich es also einsetzen?

Selurone
18.02.2012, 07:49
Übersetzt: " Piskovoi et. al. fanden heraus, dass gewöhnliches Tafelsalz, Natriumchlorid, in Leveln so niedrig wie 0,125% in Zuckersirup Ruhr und Sterblichkeit in gehaltenen Bienen auslösten. Bienen in Überwinterungskolonien mit Honigvorräten, die 0,35 bis 1,16% Salz enthalten, sterben frühzeitig."

Ich hab bis jetzt noch keine Studie gesehen die besagte Sodium sei gut für Bienen! Warum sollte ich es also einsetzen?

Guten Morgen Oliver
Es ist auch nicht zur Wintereinfütterung gedacht, sondern nur als Bienentränke im Frühling und Sommer. Es soll auch nicht als das Non Plus Ultra angepriesen werden.
Und bekannt ist, Salz ist nicht gleich Salz. Das lässt sich auch im Internet gut nachlesen. Kochsalz, Jod- und Fluoridsalze sind sogar im höchsten Maße ungesund. Natürliche Kristallsalze wären an ihrer Stelle besser. Je nach dem Abbaugebiet kann Salz verschiedene andere Salze, Spurenelemente oder Mineralien enthalten, die eben auf den empfindlichen Organismus unerwünschte Nebenwirkungen entfalten können.

Natürlich kann Salz der Tränke hinzugefügt werden. Wer aber Bedenken hat, sollte es bleiben lassen.

meister-miezebien
18.02.2012, 08:00
Hier kann ich dem Peter nur beistimmen.
Man muß nur selber mal verschiedene Salze probieren und man wird mit Erstaunen festellen, das Salz nicht gleich Salz ist.....

gruß

bernhard

OliverRoedel
18.02.2012, 21:03
Guten Morgen Oliver
Es ist auch nicht zur Wintereinfütterung gedacht, sondern nur als Bienentränke im Frühling und Sommer. Es soll auch nicht als das Non Plus Ultra angepriesen werden.
Und bekannt ist, Salz ist nicht gleich Salz. Das lässt sich auch im Internet gut nachlesen. Kochsalz, Jod- und Fluoridsalze sind sogar im höchsten Maße ungesund. Natürliche Kristallsalze wären an ihrer Stelle besser. Je nach dem Abbaugebiet kann Salz verschiedene andere Salze, Spurenelemente oder Mineralien enthalten, die eben auf den empfindlichen Organismus unerwünschte Nebenwirkungen entfalten können.

Natürlich kann Salz der Tränke hinzugefügt werden. Wer aber Bedenken hat, sollte es bleiben lassen.

Wenn ich Sodium mit was auch immer mische und dann zu mir nehme, habe ich dann nicht Sodium zu mir genommen? Der Rest interessiert (erstmal) nicht.
Die Studien sprechen von der toxischen Eigenschaft von Sodium auf Bienen. Nicht von "Unreinheiten" oder weiteren Mineralstoffen.
Also Sodium ist Sodium. Auf dem Markt gibt es unterschiedliche Formen (der Reinheit) von Seisesalz. So ist "Salz" nicht gleich "Salz". Aber immer noch deren chemische Formel "Sodium" in allen "Sodium"!

Natürlich sollte Salz nicht gegeben werden weil deren Hauptbestandteil SODIUM toxisch für Bienen ist. Wer aber bedenken gegenüber diesen Studien hat und es trotzdem verfüttert schädigt seine Bienen.

meister-miezebien
19.02.2012, 07:37
Servus Oliver,

ich möchte Dich mal hier indirekt aus einem anderen Beitrag nachzitieren:
"Bevor man etwas diskutiert muss man die Begrifflichkeiten definieren, sonst redet man aneinander vorbei."

Also Sodium ist ein Begriff für pures Natrium, wird auch im Englischen meines Wissens so bezeichnet. Natrium ist ein hochreaktives Metall und kein Salz.
Natrium pur ist für Niemanden gesund.

Und mit Salz(e) allgemein sind chemische Verbindungen in Kristallgittern gemeint.
Oder dann im engeren Sinn das uns bekannte industriell hergestellte Speisesalz(Kochsalz), das im Supermarkt erhältlich ist und wir zum Kochen benutzen.
Dies ist meist jodiertes Natriumchlorid mit einem Trennmittel um die Rieselfähigkeit (Rieselhilfe) zu erhalten.


gruß

bernhard

miguelito
19.02.2012, 11:31
Hallo!
Und die Rieselhilfe ist nur deshalb notwendig, weil das Speisesalz(NaCL) nicht rein ist, sondern auch noch andere Salze enthaelt, welche hygroskopisch sind und alles durch die Luftfechtigkeit verklumpt.
Gruss Michael

meister-miezebien
19.02.2012, 14:51
Servus Michael,

ich benutze seit Jahren ein Salz ohne Rieselhilfe geht auch ohne Probleme.
Ist also nicht notwendig, sondern eine Bequemlichkeit.
Aber ich höre jetzt auf damit weil wir komplett vom Thema weg sind, nicht das doch noch ein Mod kommt und uns rügt.:D

gruß

bernhard

OliverRoedel
19.02.2012, 22:10
Servus Oliver,

ich möchte Dich mal hier indirekt aus einem anderen Beitrag nachzitieren:
"Bevor man etwas diskutiert muss man die Begrifflichkeiten definieren, sonst redet man aneinander vorbei."

Also Sodium ist ein Begriff für pures Natrium, wird auch im Englischen meines Wissens so bezeichnet. Natrium ist ein hochreaktives Metall und kein Salz.
Natrium pur ist für Niemanden gesund.

Und mit Salz(e) allgemein sind chemische Verbindungen in Kristallgittern gemeint.
Oder dann im engeren Sinn das uns bekannte industriell hergestellte Speisesalz(Kochsalz), das im Supermarkt erhältlich ist und wir zum Kochen benutzen.
Dies ist meist jodiertes Natriumchlorid mit einem Trennmittel um die Rieselfähigkeit (Rieselhilfe) zu erhalten.


gruß

bernhard

Der Körper nutzt und braucht Sodium/Natrium, woher bezieht er das? Vom Natrium Chlorid! Hier Wiki zu Sodium und dem (menschlichen) Organismus:

Sodium is an essential nutrient that regulates blood volume, blood pressure, osmotic equilibrium and pH (http://www.bienenforum.com/wiki/PH); the minimum physiological requirement for sodium is 500 milligrams per day.[47] (http://www.bienenforum.com/forum/#cite_note-r31-46) Sodium chloride (http://www.bienenforum.com/wiki/Sodium_chloride) is the principal source of sodium

Sodium is also important in neuron (http://www.bienenforum.com/wiki/Neuron) function and osmoregulation between cells and the extracellular fluid (http://www.bienenforum.com/wiki/Extracellular_fluid); their distribution is mediated in all animals by Na+/K+-ATPase (http://www.bienenforum.com/wiki/Na%2B/K%2B-ATPase).[53] (http://www.bienenforum.com/forum/#cite_note-52) Hence, sodium is the most prominent cation in extracellular fluid: the 15 liters of it in a 70 kg human have around 50 grams of sodium, 90% of the body's total sodium content.


Wie wird denn Salzgehalt auf Nahrungsmitteln angegeben? Sodium x mg!
Wenn die Studien von Sodium sprechen meinen die das Sodium was aus dem Kochsalz kommt! Wie bereits gesagt, was da noch in dem Kochsalz ist, spielt eine Nebenrolle (kann sogar noch giftiger sein als das Salz ansich).

Sollte jemand Studien zu Salz und Bienen haben würde mich das sehr interessieren. Habe bis heute nur negatives gelesen. Ausser die alten Hinweise in vielen Büchern, es sei Salz zu geben weil die Biene das mag. Aber wie bereits gesagt, was man mag und was gut ist sind zweierlei Dinge.

Kinkajou
21.02.2012, 17:55
also ich hab mir ja auch eingebildet eine Bienentränke trotz vorhandenem Biotop zu baun um beobachten zu können ob sie lieber Wasser mit Salz mögen! - hab einfach nen kübel im Boden vergraben Torf reingegeben mit Moos abgedeckt und ca 10 lt. Wasser mit einem Teelöffel unjodierten Meersalz befüllt. das ganze ca 1 m vom Biotop entfernt!!!! - so konnte ich das geschehen tage beobachten und bin zum Entschluss gekommen das sie nicht scharf auf Salz sondern auf die darin enthaltenen Mineralien sind! man kann sagen das ungefähr ein Prozent der Bienen zur Tränke flogen! ..... bin mir aus Bodenkundlichen Aspekten sicher das im Naturkreislauf aufgrund der vielen landwirtschaftlichen 'Missgeschicke' (dezent u vorsichtig ausgedrückt) einfach die Mineralien fehlen!!! .... welcher Bauer bringt schon außer N P K sonst noch was auf den Boden raus?

OliverRoedel
21.02.2012, 18:45
also ich hab mir ja auch eingebildet eine Bienentränke trotz vorhandenem Biotop zu baun um beobachten zu können ob sie lieber Wasser mit Salz mögen! - hab einfach nen kübel im Boden vergraben Torf reingegeben mit Moos abgedeckt und ca 10 lt. Wasser mit einem Teelöffel unjodierten Meersalz befüllt. das ganze ca 1 m vom Biotop entfernt!!!! - so konnte ich das geschehen tage beobachten und bin zum Entschluss gekommen das sie nicht scharf auf Salz sondern auf die darin enthaltenen Mineralien sind! man kann sagen das ungefähr ein Prozent der Bienen zur Tränke flogen! ..... bin mir aus Bodenkundlichen Aspekten sicher das im Naturkreislauf aufgrund der vielen landwirtschaftlichen 'Missgeschicke' (dezent u vorsichtig ausgedrückt) einfach die Mineralien fehlen!!! .... welcher Bauer bringt schon außer N P K sonst noch was auf den Boden raus?

Das deckt sich mit meinen Beobachtungen und den durchgeführten Studien. Die Biene sucht Salz(e) nur wenn es in der Natur fehlt. Deshalb kann eine Leitungswassertränke auch nicht so optimal sein, wie eine Fütze oder Quelle.
Meine Bienen nemen nicht im Traum Salz an (weilwir in einer Moneralwasser Region leben). Und ich werde es auch nicht geben, weil giftig.
Bleibt eine Frage offen: was mache ich wenn wirklich keine Mineralquelle zur Verfügung steht. Der Pollen fehlt (enthält Mineralien) etc. ?
Baue ich eine Tränke mit Torf? (Kompost)Erde?
Mineralsteine für Rinder oder Nagetiere/Vögel werden ja als gefährlich eingestuft.

katja a
21.03.2012, 11:59
Hallo,
meine Tränke besteht aus einer großen transparenten Lagerkiste aus dem Ikea Hamburg (http://www.meinprospekt.de/hamburg/ikea-de), die ich ein wenig umgebaut habe. Ich hab sie auch mit Steinen gefüllt und einen Ablauf bei etwa 7 Liter eingebaut. Regelmäßige Kontrolle des Wassers ist natürlich das A und O. Bisher hat aber alles hingehauen und es ist noch keine Füllung gekippt.. toi toi.
Katja