PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Restentmilbung - richtige Zeitpunkt



pfannie
08.11.2011, 20:00
Hallo, liebe Bienenfreunde!

Ich öffnete vor zwei Tagen ein Volk. Es war leichter Bienenflug. Ich konnte feststellen, dass in diesem Volk keine Brut mehr vorhanden ist So habe ich jetzt meine heurige Restenmilbung für den Samstag 12. November 2011 angesetzt. Ich werde mit Bienenwohl behandeln. Abgesehen vom Mittel, da muss jeder wissen was er nimmt. Ich bin vom Bienenwohl überzeugt. Wann werdet ihr heuer eure Restentmilbung vornehmen?

Mit freundlichen Grüßen

Thomas

drohne
08.11.2011, 20:21
Sei bitte nur nicht unvorsichtig Thomas, Du imkerst zwar im Waldviertel, aber lediglich ein Volk als Messlatte zu haben ist doch etwas dürftig. Selber verdampfe ich etwa zu Weihnachten OS.

Josef

Alpenimker
08.11.2011, 20:42
Der einzig richtige Zeitpunkt ist Brutfreiheit. Das gilt für alle Arten von Restentmilbung.
Natürlich ist das von gebiet zu Gebiet unterschiedlich. Wer auf Nummer sicher gehen will, der wartet noch ein wenig zu. Eile ist gar nicht so angebracht.

Ich warte auf einige Tage Dauerfrost und irgendwann an einem Tag mit etwa +5 Grad Ende November oder auch gerne im Dezember schlage ich zu.

Gruß,

Wolfgang

Milb
09.11.2011, 00:16
Brutfreiheit dürfte bei meinen schon gegeben sein
aber hier ist mittags noch Flugwetter.

Behandelt wird erst wenn es kälter ist
und sie nachher nicht mehr fliegen werden.

Ich will vermeiden das sie durch räubern , die Behandlung zunichte machen.

Gruß Milb

Norbee81
09.11.2011, 18:05
Hallo!

Gestern hab ich ein paar Völker angesehen, bei denen ich noch Brut vermutet habe.
Ergebnis war dass 1 von 6 noch verdeckelte Zellen hatte, die Bienen müssten Heute oder (wegen der Störung) Morgen schlüpfen.

Ich werd mir aber doch noch ein, zwei Wochen Zeit lassen, bis ich behandle- nicht dass ein Volk im Frühjahr zur Milbenschleuder wird:rolleyes:

Schönen Abend
Norbert

lupi
09.11.2011, 18:33
... Ich werd mir aber doch noch ein, zwei Wochen Zeit lassen, bis ich behandle- nicht dass ein Volk im Frühjahr zur Milbenschleuder wird:rolleyes:

Ich habe die letzten 10 Tage auch einen bemerkenswerten Anstieg der Milben verzeichnet.
Wie vermutet wurde ein Volk ausgeraubt, das Räubergitter hab ich zu spät angebracht.

Wir hatten Super Wetter für die Milben in letzter Zeit... bis zu + 15 Grad.

Ich warte eigentlich nur auf die Restentmilbung, aber den Wetteraussichten glaub ich muß ich damit mindestens bis Ende November warten.

Ich überlege mir einen Verdampfer zu borgen und mal ordentlich Rauch zu machen!

Die eigentliche Winterbehandlung würde ich dann auf Weihnachten verschieben.

Bjoern
09.11.2011, 21:09
Für mich ist die Restentmilbung jedes Jahr etwas aufregend; ich visiere immer Anfang Dez. an, um mit Bienenwohl zu behandeln und bin sehr erleichtert, wenn ich einen Tag mit 5°C erwische, das ist ja bei den Wetter-Kapriolen der letzten Jahre immer eine Art Pokerspiel... Nachschauen, ob noch Brut besteht, möchte ich zu dieser Zeit nur sehr ungerne, ich will die Immen nicht mehr stören, bzw. die Königin gefährden.
Viele Grüße,
Björn

drohne
09.11.2011, 21:12
Ich überlege mir einen Verdampfer zu borgen und mal ordentlich Rauch zu machen!

Mit einem Verdampfer solltest verdampfen und besser keinen Rauch machen, ansonsten hast vom Bienenstand nur noch ein Häufchen Asche übrig.

Soderle, und nun kommst damit in den Vernaderer-Thread, Ehre, wem Ehre gebührt!:010:

Josef

Norbee81
10.11.2011, 12:44
Hallo!


Ich habe die letzten 10 Tage auch einen bemerkenswerten Anstieg der Milben verzeichnet.

Das kann auch ein Zeichen dafür sein, dass die letzte (= stark befallene) Brut gerade schlüpft. Innerhalb dieser Zeit kann so der Milbenbefall auf den Stockbienen rasant ansteigen.

In diesem Zustand lasse ich meine Bienen nur ungerne allzu lange, darum strebe ich eine frühe Winterbehandlung an (...Brutfreiheit vorausgesetzt).
Wie schon gesagt, bei meinen Standorten wäre eine Behandlung schon bald möglich.

@Josef: Letztes Frühjahr habe ich einen Bienenstand besucht, bei dem bei einem Volk tatsächlich 2- 3 Rähmchen angekohlt und Waben teilweise abgeschmolzen waren:eek:. Das Volk hat geschwächt überlebt. Man sollte die Verdampfer also schon ein wenig im Auge behalten, egal welches Modell.

Gruß
Norbert

Marcel
19.11.2011, 20:24
So, die Völker sind bei mir endlich auch brutfrei und die Milben sind zum Töten freigegeben =)
Hier ein paar Bilder vorm Träufeln mit OS.
1037 1038 1039

Die Vöker sitzen nun eng in den Wabengassen.
Bin mit der Einwinterungsstärke voll zu frieden. (Rämchenmaß Dadant Blatt)
Alle Völker sind Ende Juli komplett auf Mw gesetzt worden.
lg

Bjoern
20.11.2011, 15:33
Hallo Marcel, gehe ich richtig in der Annahme, dass Du mit Api Live Var, auf Mittelwände kehren nach der Juli-Ernte und Restentmilbung mit Oxalsäure(Bienenwohl?) die Varroa bekämpfst?
Ein solches Konzept strebe ich fürs nächste Jahr auch an, darum würde ich mich über detailliertere Infos sehr freuen,
viele Grüße,
Björn

Marcel
20.11.2011, 17:38
ja genau richtig

Norbee81
20.11.2011, 18:18
Hallo Marcel,

Schöne Völker! Meine abgekehrten Völker sehen nicht so stark aus.
Jetzt braucht nur noch die Winterbehandlung hinhauen, wies dann weitergeht kannst dir ja schon ausmalen: genug Honigräume bereit halten und auf gute Tracht hoffen;)

ALV wird ja mit unterschiedlich gutem Erfolg angewendet, bei dir scheints gut zu funktionieren (..vielleicht auch wegen der einräumigen Kiste).

Schönen Gruß

bienechristian
20.11.2011, 19:10
guten Tag, Imkergemeinde.

Ich habe gestern mal wieder meine Böden kontrolliert, in dem einen Volk waren viele tote Bienen, ich hoffe, dass ist nichts dramatisches :) :( . Bei einem anderen Volk, liefen mehrere Bienen abseits der Traube rum, darf ich fragen, was das zu bedeuten hat, die "Bienen abseits" sahen auch ein bisschen lethargisch aus. Irgendwie so "abwesend". Bei einem dritten Volk, war die Traube nicht zu sehen, dort legte ich mich vor die Beute, um von unten in selbige hineinzusehen. Die Traube war tatsächlich unten und "hing durch". Ich hoffe es ist eine berechtigte Frage, wie behandele ich eine solche Traube mit der Träufelmethode? Ich habe keine Ahnung, "Spritze" ich das Bienenwohl "auf gut Glück" in die zu vermutende Wabengasse? Dankeschön

Salsa
20.11.2011, 22:22
Hallo,

Ich habe keine Ahnung, "Spritze" ich das Bienenwohl "auf gut Glück" in die zu vermutende Wabengasse?

Auf gut Glück würde ich nie spritzen :) :). ich würde eine Taschenlampe mitnehmen in die Gassen durchleuchten und versuchen genau die Bienen zu treffen, da sollte man was sehen, oder wenn das Licht nicht bis zum Boden durchkommt, dann sind Bienen drin :o. Bei zweizargig wird natürlich die oberste Zarge angekippt bzw zu Seite gestellt. Man soll vermeiden die Waben zu treffen.


Ich habe ne Frage wegen Brutfreiheit:
Meine Bienen haben noch keine Frost erlebt, da sie auf einer Insel im Bodensee stehen, laut Wetterbericht soll am 29.11 die ersten 0°-Temperaturen kommen und erst am 03.12 wird es -4° sein (am 21.10 bis 24.10 gab es Tiefstthemperaturen um den 2°, aber danach waren die Tiefstthemperaturen wieder um den 8°)
1) Kann ich am 09.12 trotzdem mit einer Brutfreiheit für die Restentmilbung rechenen? Diese Woche (20 Tagen vor dem Entmilbungstermin) waren die Tiefstthemperaturen gegen 3°?

Lg Salsa

bienechristian
21.11.2011, 09:27
Hallo,


Auf gut Glück würde ich nie spritzen :) :). ich würde eine Taschenlampe mitnehmen in die Gassen durchleuchten und versuchen genau die Bienen zu treffen,

könnte ich die Beute auch umkippen, und die Traube von unten "bespritzen"? oder wird das nicht so getan?

Salsa
21.11.2011, 14:46
könnte ich die Beute auch umkippen, und die Traube von unten "bespritzen"? oder wird das nicht so getan?

ich gehe davon aus, dass du nur eine Zarge hast! Die Traube wandert langsam nach oben, d.h. bis du mit dem Träufeln anfängst, hängt die Traube wahrscheinlich nicht mehr sehr unter den Rähmchen. Die handwarme OS läuft ja nach unten durch, d.h. wenn du nur den unteren Teil der Bienentraube bespritzt, kommen die oberen Bienen kaum in Kontakt mit der OS, aber wenn du von oben träufelst, dann läuft die OS durch die Traube nach unten und die meisten Bienen haben mehr davon.
aber wie gesagt, ich glaube in ein paar Tagen, wirst du die Traube auch von oben sehen können.

Rabe
21.11.2011, 15:26
Hi Salman,

Die handwarme OS läuft ja nach unten durch, d.h. wenn du nur den unteren Teil der Bienentraube bespritzt, kommen die oberen Bienen kaum in Kontakt mit der OS, aber wenn du von oben träufelst, dann läuft die OS durch die Traube nach unten und die meisten Bienen haben mehr davon.ich glaube, er wollte die Zarge zur Behandlung auf den Kopf stellen: "Upside Down" und danach wieder rumdrehen. Eine interessante Idee ...

Gruß Ralf

Palma40
21.11.2011, 17:24
Hi Salman,
ich glaube, er wollte die Zarge zur Behandlung auf den Kopf stellen: "Upside Down" und danach wieder rumdrehen. Eine interessante Idee ...

Gruß Ralf


das Problem ist halt, er muß die Zarge eine gewisse Zeit umgedreht lassen, aber ein Versuch ist es allemal wert.

Salsa
21.11.2011, 17:42
ich glaube, er wollte die Zarge zur Behandlung auf den Kopf stellen: "Upside Down" und danach wieder rumdrehen. Eine interessante Idee ...
Okay, ich dachte, mit Umkippen meint er die Kippkontrolle-Methode, so dass er durch den Winkel zwischen Zarge und Beutenboden nur den hängenden Traubenteil bespritzt.
Ich habe ja noch nie geträufelt, aber da ich mich gut eingelesen habe, habe ich mir erlaubt zu antworten ;)

bienechristian
21.11.2011, 18:44
ich glaube, er wollte die Zarge zur Behandlung auf den Kopf stellen: "Upside Down" und danach wieder rumdrehen. Eine interessante Idee ...


Hallo Ralf, in der Tat, ich wollte die Beute umdrehen und das voluminöse Teil der Traube beträufeln. Die Rähmchen sind sicherlich sowas von festgekittet, dass sich da dann bestimmt nix verschiebt. Man erwischt dann hoffentlich auch deutlich mehr als nur ein paar Bienen, schliesslich sah die Traube aus wie ein großer Haufen. Meinst Du, ich hätte(könnte) da Erfolg (haben). Aufgrund der Tatsache, dass ich mit DN in Segeberger Beuten (versuche zu) imkere(n) kann ich die Beute ja dann auch ein paar Tage/einen Monat auf dem Kopf stehen lassen?.?.?.
Das andere Problem, in einer doppelzarge(DN) sitzen die Bienen in der Traube zwischen Beute 1 und Beute 2, wie kann ich denn da der Varroa zuleibe Rücke, da ist mir noch nicht wirklich was gutes eingefallen. Hat die anwesende Imkergemeinde da einen (guten) Vorschlag?

Grüße

Salsa
21.11.2011, 18:55
hier kannst du dir ein Video von Simon anschauen, sowohl für einzargig als auch für zweizargig http://www.youtube.com/watch?v=TzjrQQHh7fI

Salsa
21.11.2011, 18:58
Damit wir aber beim Thema "richtigem Zeitpunkt" bleiben, möchte ich mit meiner Frage vordrängen ;)


Ich habe noch ne Frage wegen Brutfreiheit:
Meine Bienen haben noch keine Frost erlebt, da sie auf einer Insel im Bodensee stehen, laut Wetterbericht soll am 29.11 die ersten 0°-Temperaturen kommen und erst am 03.12 wird es -4° sein (am 21.10 bis 24.10 gab es Tiefstthemperaturen um den 2°, aber danach waren die Tiefstthemperaturen wieder um den 8°)
1) Kann ich am 09.12 trotzdem mit einer Brutfreiheit für die Restentmilbung rechenen? Diese Woche (20 Tagen vor dem Entmilbungstermin) waren die Tiefstthemperaturen gegen 3°?

Norbee81
21.11.2011, 19:16
Damit wir aber beim Thema "richtigem Zeitpunkt" bleiben, möchte ich mit meiner Frage vordrängen ;)

Hallo!

Ab wann Brutfreiheit besteht, kann sogar von Stand zu Stand unterschiedlich sein. Wie es am Bodensee ausschaut traue ich mir deshalb nicht einfach so sagen. Grundsätzlich macht man die Winterbehandlung so um Weihnachten, wenns früher schon geht, ists auch gut.
Ich würde an deiner Stelle bei Imkerkollegen nachfragen, wie schon geschrieben ist das aber auch nur ein Anhaltspunkt. Ich habe einfach die "brutverdächtigen" Völker geöffnet und nachgesehen.

Bei der Dadant ist das ja eh sehr einfach. Mittags Deckel ab, mittlere Waben auseinander rücken und reinsehen, eventuell eine Wabe ein wenig herausheben und Bienen zur Seite streichen. Verdeckelte Zellen sieht man sofort.

Gruß
Norbert

Norbee81
21.11.2011, 19:40
Hallo Ralf, in der Tat, ich wollte die Beute umdrehen und das voluminöse Teil der Traube beträufeln. Die Rähmchen sind sicherlich sowas von festgekittet, dass sich da dann bestimmt nix verschiebt. Man erwischt dann hoffentlich auch deutlich mehr als nur ein paar Bienen, schliesslich sah die Traube aus wie ein großer Haufen. Meinst Du, ich hätte(könnte) da Erfolg (haben). Aufgrund der Tatsache, dass ich mit DN in Segeberger Beuten (versuche zu) imkere(n) kann ich die Beute ja dann auch ein paar Tage/einen Monat auf dem Kopf stehen lassen?.?.?.
Das andere Problem, in einer doppelzarge(DN) sitzen die Bienen in der Traube zwischen Beute 1 und Beute 2, wie kann ich denn da der Varroa zuleibe Rücke, da ist mir noch nicht wirklich was gutes eingefallen. Hat die anwesende Imkergemeinde da einen (guten) Vorschlag?

Grüße

Hallo!

Beim Volk das unten sitzt, einfach von oben träufeln. Wie schon von Salman geschrieben, hilft dabei eine Taschenlampe oder man schaut auf die Bodenunterlage wo das Volk sitzt. Sehr empfehlenswert ist es an eine Spritze einen dünnen, flexiblen Schlauch dran zu stecken. Damit kommt man sehr gut an alle möglichen Sitzpositionen der Wintertrauben dran.
Auf keinen Fall die Beute umgedreht stehen lassen. Wenn schon von unten träufeln, dann die Kiste hochkant aufstellen und mit Spritze und Schlauch, oder ähnlichem Gerät in die Wabengassen reinfahren und vorsichtig täufeln. Somit trifft es die Traube von der Seite und wenn man weit genug rein kommt auch von oben.

Bei 2 räumigen Kästen sitzen die meisten Völker zwischen den Zargen. Hier einfach Zargen trennen und die obere aufkippen (darauf achten dass sie nicht vorne runterrutscht...) Dann den unteren Teil der Traube beträufeln. Falls mehr als ein Viertel oben sitzt, auch den oberen Teil beträufeln- das geht so wie beim Volk das unten sitzt. Einfach in die Gassen der aufgestellten Zarge hineinträufeln, dazu auch hier die Spritze mit dem Schlauch ein wenig in die Wabengassen stecken.

Gruß
Norbert

Salsa
21.11.2011, 19:53
Hallo Norbert,


Ich würde an deiner Stelle bei Imkerkollegen nachfragen, wie schon geschrieben ist das aber auch nur ein Anhaltspunkt. Ich habe einfach die "brutverdächtigen" Völker geöffnet und nachgesehen.
Mein Problem ist, dass ich mich auf die Behauptung von den meisten nicht mehr verlassen kann, mir wurde alles mögliche erzählt. Der Eine meint ganz sicher, seine Bienen fangen Mitte Dezember zu brüten, das hat er auch nach geprüft, der Andere meinte seine Bienen waren in Oktober brutfrei. Meine waren bis November nicht brutfrei (Windeldiagnose). Ich muss wegen der Restentmilbung extra ca 800 km zu meinen Bienen fahren, daher wird es zu spät sein, wenn ich erst am Stand Brut feststelle.


Bei der Dadant ist das ja eh sehr einfach. Mittags Deckel ab, mittlere Waben auseinander rücken und reinsehen, eventuell eine Wabe ein wenig herausheben und Bienen zur Seite streichen. Verdeckelte Zellen sieht man sofort.
was ist da die absolute untere Temperaturgrenze, bei der man so was machen darf? Geht es auch bei 0°:eek:

LG Salsa

Norbee81
21.11.2011, 20:07
Hallo!

Ja, das geht auch bei Null Grad. Würd das aber nicht so machen wenns nicht unbedingt nötig ist. Aber anscheinend besser als sich auf diese Kollegen zu verlassen...
Am Besten du wartest noch mit der Behandlung.

Gruß
Norbert

edlBeeFit
21.11.2011, 20:20
Hallo Norbert,

Mein Problem ist, dass ich mich auf die Behauptung von den meisten nicht mehr verlassen kann, mir wurde alles mögliche erzählt. Der Eine meint ganz sicher, seine Bienen fangen Mitte Dezember zu brüten, das hat er auch nach geprüft, der Andere meinte seine Bienen waren in Oktober brutfrei. Meine waren bis November nicht brutfrei (Windeldiagnose). Ich muss wegen der Restentmilbung extra ca 800 km zu meinen Bienen fahren, daher wird es zu spät sein, wenn ich erst am Stand Brut feststelle.

was ist da die absolute untere Temperaturgrenze, bei der man so was machen darf? Geht es auch bei 0°:eek:

LG Salsa

Salsa, mir gehts wie Dir, ich meine die 800 km, ich warte noch, aber im Dezember muss ich nochmals die 1600km unter die Räder nehmen

jetzt wäre halt kein Schnee auf der Fahrbahn

Salsa
21.11.2011, 20:46
Salsa, mir gehts wie Dir, ich meine die 800 km, ich warte noch, aber im Dezember muss ich nochmals die 1600km unter die Räder nehmen
ich habe aber für die lange Strecke immer eine gute Ausrede, meine Freundin wohnt noch bei den Bienen, ähh ich meine meine Bienen leben bei meiner Freundin :p

Hamamelishonig
21.11.2011, 21:00
Hallo!

Sehr empfehlenswert ist es an eine Spritze einen dünnen, flexiblen Schlauch dran zu stecken. Damit kommt man sehr gut an alle möglichen Sitzpositionen der Wintertrauben dran.
Auf keinen Fall die Beute umgedreht stehen lassen. Wenn schon von unten träufeln, dann die Kiste hochkant aufstellen und mit Spritze und Schlauch, oder ähnlichem Gerät in die Wabengassen reinfahren und vorsichtig täufeln. Somit trifft es die Traube von der Seite und wenn man weit genug rein kommt auch von oben.

Bei 2 räumigen Kästen sitzen die meisten Völker zwischen den Zargen. Hier einfach Zargen trennen und die obere aufkippen (darauf achten dass sie nicht vorne runterrutscht...) Dann den unteren Teil der Traube beträufeln. Falls mehr als ein Viertel oben sitzt, auch den oberen Teil beträufeln- das geht so wie beim Volk das unten sitzt. Einfach in die Gassen der aufgestellten Zarge hineinträufeln, dazu auch hier die Spritze mit dem Schlauch ein wenig in die Wabengassen stecken.

Gruß
Norbert

mindest. 100ml Spitze, darauf eine stumpfe Nadel, damit ergibt sich ein feiner Strahl, der auch in die Wabengassen trifft. Auf keinen Fall eine spitze Injektionsnadel verwenden, das Verletzungsrisiko ist zu hoch. Die Spritze und Nadel gibts in jeder Apotheke. Und nicht auf die Idee kommen, die Bienen von unten zu bespritzen. Die Oxalsäurelösung tropft von selber nach unten und nicht überdosieren. Es ist kalt und die Bienen sollen keine Eisbienen werden (Eis am Stiel nützt uns nichts). Wichtiger ist, dass die Oxalsäurelösung auf 40 Grad angewärmt ist, nicht heisser aber auch eben nicht kalt.

1070

Damit dann zweimal jede Wabenwasse mittig abfahren und träufeln (es heisst träufeln und bewusst nicht duschen), das ganze Zügig durchfühen, bei Zweizargern unten beginnen und danach oben fortfahren, nach Möglichkeit keinen Rauch verwenden, aber den Smoker gríffbereit halten, es ist Winter, geflogen wird eh kaum und Panik haben die Mädels genug. Rauch nutzt nur, wenn offenes Futter da ist und sich die Mädels vollfressen können. Da dies fast nicht der Fall ist, löst Rauch nur Panik aus und löst die Wintertraube unnötig (verringert den Wirkeffekt)

Idealerweise arbeitet man zu zweit oder zu dritt, einer spritzt, einer öffnet die Beute und kippt, der dritte ist Handlanger und sorgt dafür, dass die Oxalsäure auf dem Stöfchen warm bleibt und Ersatzspitzen rechtzeitig gefüllt werden, je schneller es geht, desto verträglicher für die Mädels.

Hamamelishonig
21.11.2011, 21:56
übersehen wird in den Beschreibungen oft, wie dir Wirkung, also der Kontakt aller Bienen mit der Oxalsäurelösung entsteht.
Die äusseren Bienen werden beträufelt, sie werden nass, es wird ihnen schnell kalt, sie frieren sich den A..... ab. Um sich aufzuwärmen drängen sie nach innen in die warme Kern-Wintertraube. Dabei benetzen sie alle Bienen, an denen sich die äusseren Bienen reiben. Gefolgt vom Putztrieb der Traube putzt eine Biene die nächste. Das feine Haarkleid der äusseren Bienen ist stark benetzt, je wärmer die Oxalssäurelösung ist, desto besser funtktioniert die Benetzung der Bienen durch Aufhebung der Oberflächenspannung und die Zuckeraufnahme der Bienen wird erleichtert.

Der Zucker wirkt primär als Kleber. Wenn die Lösung auf den Bienen abkühlt klebt die Zuckerlösung mit der Oxalsäure auf den Bienen. Da der Zucker gerne geleckt wird, weichen die trockenen Bienen den nassen Bienen nicht aus sondern stürzen sich auf den Zucker. Dabei kommen die Bienen indirekt wieder mit der Oxalsäure in Kontakt.

Wichtig ist, dass es nicht zur Durchnässung der Wintertraube kommt. Zuviel Wasser können die Bienen zu diesem Zeitpunkt nicht aufwärmen und abtrocknen. Das Zuckerwasser ist nur Hilfsmittel/Trägerstoff für den Wirkstoff.

Die tiefen Temperaturen bei der Behandlung werden benötigt, um eine dichte, engsitzende Wintertraube zu haben, bei welcher ein guter Körperkontakt der Einzelbienen entsteht und somit alle Bienen schnell in den Genuss der Oxalsäure kommen.

Sitzt die Traube zu locker,

- tropft die Lösung ohne Wirkung auf die Windel durch
- kommen viele Bienen leichter an offenes Futter ausserhalb der Wintertraube, sind somit nicht so scharf darauf, schnell die Zuckerlösung aufzunehmen und die Kolleginen zu trocken
- unterkühlen die benetzen Bienen zu schnell, da keine wärmende, eng sitzende Traube vorhanden ist, die dann die benetzten Bienen trocknen
- bekommen nicht alle Bienen genug Wirkstoff ab, die Wirkung erzielt nicht das gewünschte Ergebnis

Daher: je Kühler, desto besser, weil die eng sitzende Wintertraube der Schlüssel des Erfolges ist


Zusatz (mein Ding): Ich löse den Zucker wie bei der Demeterfütterung in Kamilentee+etwas Vitamin C. Hierdurch kommt es noch zu einer Steigerung der Futteraufnahme. Dies ist allerdings mein persönliches Ding.

Bjoern
22.11.2011, 09:57
Hallo Stephan, mischt Du Dir die Oxalsäure selber an oder nimmst Du eine bereits flüssige Form? Und welche Konzentration nimmst Du?
Und kannst Du evtl. etwas zu den Vorteilen gegenüber Bienenwohl sagen?
Grüße,
Björn

waldundwiese
22.11.2011, 10:46
Ich bin zwar nicht Stephan, ....

Hallo Stephan, mischt Du Dir die Oxalsäure selber an oder nimmst Du eine bereits flüssige Form? Und welche Konzentration nimmst Du?
Habe sie sowohl selber angerührt, als auch eine fertige flüssige Form gekauft (Serumwerk Bernburg (http://www.serumwerk.com/de/tierarzneimittel/tierarzneimittel-fuer/varroosebek228mpfung-bei-bienen/)).
Man nehme immer eine 3,5%ige Lösung.


Und kannst Du evtl. etwas zu den Vorteilen gegenüber Bienenwohl sagen?
Ich konnte keinen Unterschied in der Wirksamkeit gegenüber Bienenwohl (was ich auch jahrelang appliziert hatte) erkennen. Lediglich der Preisunterschied ist gewaltig ....

kuttel
22.11.2011, 11:17
Ich bin zwar nicht Stephan, ....

Habe sie sowohl selber angerührt, als auch eine fertige flüssige Form gekauft (Serumwerk Bernburg (http://www.serumwerk.com/de/tierarzneimittel/tierarzneimittel-fuer/varroosebek228mpfung-bei-bienen/)).
Man nehme immer eine 3,5%ige Lösung.



Sag mal, ich finde die Seiten vom Serumwerk wenig informativ. Gibt es da eigentlich eine Angebots-und Preisuebersicht, also auch mit den verschiedenen Mengen usw ?
Auch eine Moeglichkeit der Bestellung ohne den Weg ueber E-Mail bzw. Telefon ist wohl nicht vorhanden ?

Rabe
22.11.2011, 14:42
Hi,

Sag mal, ich finde die Seiten vom Serumwerk wenig informativ. Gibt es da eigentlich eine Angebots-und Preisuebersicht, also auch mit den verschiedenen Mengen usw ?
Auch eine Moeglichkeit der Bestellung ohne den Weg ueber E-Mail bzw. Telefon ist wohl nicht vorhanden ?wenn Du im Frühjahr über Deinen Verein bestellst, dann kostet das Oxuvar 5 € pro Packung. Wenn Du den Bestelltermin versäumst, dann kostet es in der Apotheke >20 € für dieselbe Packung.
Ich weiß nicht, ob der Endanwender es direkt ab Fabrik kaufen kann, denke aber nicht.

Hier steht noch mehr:
http://www.andermatt-biovet.de/p/oxuvar.phtml

Gruß Ralf

gartenmundl
22.11.2011, 17:19
Hallo, brauche noch ein paar Infos von Bienenwohlanwendern,
habe mir eine 500ml Flasche Bienenwohl gekauft mit Rüssel und möchte am Samstag behandeln. Leider hab ich mir keine Anleitung mitgenommen beim Kauf. Außerdem gehen ja die Meinungen sehr auseinander, was die Dosierung betrifft. Die Angaben, die ich so aufgenappt habe auf die Schnelle schwanken zwischen 8ml und 50ml.
Also hier nochmal meine Frage: Wie viel ml Bienenwohl pro Volk zur Restentmilbung bei einmaliger Anwendung?
Meine Völker sind zwei Kunstschwärme (Mai und Juli), die schon auf enger Wintertraube sitzen.
Vielen Dank im Voraus!
Raimund

Bjoern
22.11.2011, 17:32
Hallo, brauche noch ein paar Infos von Bienenwohlanwendern,
habe mir eine 500ml Flasche Bienenwohl gekauft mit Rüssel und möchte am Samstag behandeln. Leider hab ich mir keine Anleitung mitgenommen beim Kauf. Außerdem gehen ja die Meinungen sehr auseinander, was die Dosierung betrifft. Die Angaben, die ich so aufgenappt habe auf die Schnelle schwanken zwischen 8ml und 50ml.
Also hier nochmal meine Frage: Wie viel ml Bienenwohl pro Volk zur Restentmilbung bei einmaliger Anwendung?
Meine Völker sind zwei Kunstschwärme (Mai und Juli), die schon auf enger Wintertraube sitzen.
Vielen Dank im Voraus!
Raimund

Hallo Raimund,
ich selber nehme pro Volk die auf dieser Webside http://www.bienenwohl.com/anwendung.php angegebene Menge von ca. 8-10ml für die Restentmilbung.
Da mir persönlich aus der Originalflasche ein zu großer Strahl rauskam, (Gerade bei der Sommer/Herbstbehandlung möchte man ja alle Wabengassen behandeln) und ich zudem nicht immer die ganze Flasche erwärmen wollte,hatte ich mir eine PE-Laborflasche für kleines Geld im Internet besorgt und über einer Flamme die Austrittsöffnung verkleinert, was theoretisch auch bei der BW-Flasche gehen müsste.
Grüße,
Björn

waldundwiese
22.11.2011, 23:16
Auch eine Moeglichkeit der Bestellung ohne den Weg ueber E-Mail bzw. Telefon ist wohl nicht vorhanden ?
Meines Wissens nicht. Seinerzeit haben wir das zentral durch den Imkerverein bestellt.

bienechristian
23.11.2011, 09:27
angegebene Menge von ca. 8-10ml für die Restentmilbung.

Das ist wohl richtig, aber ist das nicht (ein bisschen) wenig? wenn man von er 3,5% Lösung ausgeht entspricht das einer Menge von 0,35g Oxalsäure. Ist das genug pro Volk?:rolleyes:

Bjoern
23.11.2011, 09:47
Das ist wohl richtig, aber ist das nicht (ein bisschen) wenig? wenn man von er 3,5% Lösung ausgeht entspricht das einer Menge von 0,35g Oxalsäure. Ist das genug pro Volk?:rolleyes:

Hallo Bienechristian,
die selbe Frage habe ich mir auch schon gestellt, hier wären Informationen über den Oxalsäuregehalt von BW interessant(wer weiß was darüber?), ansonsten würde ich mich lieber wieder auf die Herstellerangaben verlassen.
Viele Grüße,
Björn

Norbee81
23.11.2011, 20:48
Hallo Bienechristian,
die selbe Frage habe ich mir auch schon gestellt, hier wären Informationen über den Oxalsäuregehalt von BW interessant(wer weiß was darüber?), ansonsten würde ich mich lieber wieder auf die Herstellerangaben verlassen.
Viele Grüße,
Björn

Hallo!

Ich hab zwar nicht die Anleitung im Kopf, mein aber zu wissen warum so wenig Bienenwohl.

Die 10ml beziehen sich vermutlich auf das Behandlungskonzept Blockbehandlung! Hier wird auch bei der letzten Behandlung, die man Winterbehandlung nennen könnte, diese geringe Dosierung verwendet (gefällt mir nicht so wirklich, ständiges Stören des Volkes und doch nie eine ausreichende Wirkung...).

Bienenwohl bei einmaliger Anwendung im Winter habe ich immer mit der gleichen Dosierung wie gewöhnliche OS Lösung verwendet und empfehle es auch meinen Imkerkollegen so.

Gruß
Norbert

gartenmundl
23.11.2011, 21:28
Norbert,
das entsprächen ja dann eben so ca. 30-50ml wie z.B. bei Oxuvar, oder?

Mir erscheinen diese 8-10ml schon als sehr wenig bei einmaliger Anwendung, besteht Bienenwohl doch größtenteils aus Oxalsäure.

Gibt es weitere Meinungen?

Grüße
Raimund

Bjoern
25.11.2011, 15:56
Hallo,
ich habe heute nach einer Anfrage an den Produzenten folgende Antwort erhalten :
"Sehr geehrter Herr...,
danke für Ihrer Anfrage, welche immer wieder gestellt wird.

Bienenwohl ist kein pures Oxalsäuregemisch sondern hier handelt es sich um eine Emulsion mit verschiedenen bienenfreundlichen Inhaltsstoffen.

Alles was von Instituten und Gesundheitsapostel gepredigt wird, ist völlig unqualifiziert und größtenteils aus der Luft gegriffen. Ich kann Ihnen Imker nennen,

welche seit über 15 Jahren nur BW anwenden und nur 2% Verluste bei 80 Völker und mehr zu verzeichnen haban.

Durch Anwendung von BW, ab Frühling und mit einer Menge von nur ca. 10 – 15ml durch die sog. Blockbehandlung ( 4 Anwendungen alle 5 -6 Tagen), lässt sich dieses

verwirklichen. Auch bei der Restentmilbung, welche bis zum Januar durchgeführt werden kann, verwenden Sie nur 8-10ml. Mit dem Schwanenhals durch 5 – 6 Wabengassen,

ein Kinderspiel! Beim Bienenwohl verteilen sich kleinste Tröpfchen und baden nicht die Bienen – wie bei 40 oder 50 ml. Je nach Milbenbefall kann eine solche Maßnahme auch

in 14 Tagen wiederholt werden. Lernen Sie die Biologie der Milbe kennen und Sie werden unsere weltweit anerkannten Errungenschaften bald verstehen.

Ich wünsche Ihnen und den Imkerfreunden Erfolg und gesunde und vitale Bienen.

Mit Imkergruß

B. Dany "

Mmh, es erschliesst sich mir zwar nicht die Sachlage bis auf den Grund,
ich werde jedoch dieses Jahr bei der empfohlenen Menge, wie auch in den letzten beiden Jahren,(ich hatte die Völker jeweils gut durch den Winter bekommen) bleiben. Und dann habe ich noch genug Zeit bis zum nächsten Jahr, mich mit der Alternative der "normalen" Oxalsäure- Träufelung zu befassen - Erfahrungen anderer Imker sind da sehr hilfreich!
Viele Grüße,
Björn

Sebastian
25.11.2011, 16:22
Servus Björn,


ich werde jedoch dieses Jahr bei der empfohlenen Menge, wie auch in den letzten beiden Jahren,Bitte bedenke, dass Bienenwohl in Deutschland nicht zur Varroabehandlung zugelassen ist. Die Anwendung von nicht zugelassenen Tierarzneimitteln ist kein Kavaliersdelikt. Neben einer Strafe kann es Dir im Falle eine Kontrolle passieren, dass Dein Honig vernichtet werden muss.

lg,
Sebastian

Rabe
25.11.2011, 16:32
Mir erscheinen diese 8-10ml schon als sehr wenig bei einmaliger Anwendung, besteht Bienenwohl doch größtenteils aus Oxalsäurewie von den Vertreibern immer wieder geschrieben wird, sind es pro Behandlung 8-10 ml bei Blockbehandlungen (4-6 mal), also pro Behandlungsblock 32 - 60 ml. Ist das dann schonender, als einmal 30-50ml mit nur einmaligem Öffnen und Stören der Bienen?

Und diese Blockbehandlung soll mehrmals im Jahr erfolgen.

Gruß Ralf

bienechristian
25.11.2011, 17:39
Servus Björn,

Bitte bedenke, dass Bienenwohl in Deutschland nicht zur Varroabehandlung zugelassen ist.

Hallo, Sebastian, ich dachte das sei zugelassen?:eek: . Wenn Du Dich da genau auskennst, und es so beschreibst, als sei es für was anderes zugelassen, könntest Du informieren, für was das Bienenwohl zugelassen ist? Danke

Und, um Ralf's aussage aufzugreifen, ist es besser, oder wird es von den anwesenden Imkern empfohlen, eine einmalige Anwendung mit "etwas mehr Bienenwohl" zu nehmen, sprich ~30-40ml?

Danke

Sebastian
25.11.2011, 18:25
Hallo, Sebastian, ich dachte das sei zugelassen?:eek: . Wenn Du Dich da genau auskennst, und es so beschreibst, als sei es für was anderes zugelassen, könntest Du informieren, für was das Bienenwohl zugelassen ist? Gerne. Bienenwohl ist für genau gar nichts zugelassen - jedenfalls in Deutschland. Mittel, die zur Behandlung eines Parasitenbefalls, so wie wir ihn bei der Varroa vorfinden, eingesetzt werden sind rechtlich als "Arzneimittel" zu klassifizieren. An Nutztiere, von denen Lebensmittel gewonnen werden, dürfen grundsätzlich nur zugelassene Arzneimittel verabreicht werden. Bienenwohl ist derzeit in Deutschland nicht als Arzneimittel zugelassen.

Dasselbe gilt auch für Österreich, nur gab es bis vor etwa 6 Jahren eine Erleichterung für als "vermutlich harmlos" eingestufte Arzneimittel, die mussten keine vollständige Zulassung durchlaufen, da eine "Anmeldung" ausreichte. Diese wurde - meines wissens - für Bienenwohl durchgeführt. In Österreich sind diese Arzneimittel daher durch eine entsprechende Übergangsregelung noch legal im Verkehr. Dass heisst aber noch lange nicht, dass sie auch legal angewendet werden dürfen, denn dazu gibt es in Österreich ein eigenes Gesetz, das für lebensmittelliefernde Tiere explizit eine Zulassung verlangt (in erster Linie um zu verhindern, dass jede Apotheke ihre eigene Antibiotika-Mischung unters Volk bringen kann). Und die hat Bienenwohl nicht. Allerdings trifft das auch auf AS, OS und alle anderen Varroamittel ausser Apistan, Perizin und Apiguard zu.

Wir haben in Österreich daher die blöde Situation, dass streng genommen alles ausser Apistan, Perizin und Apiguard nicht legal einsetzbar ist. Aber in Österreich sehen wir nicht alles so eng, während man sich in Deutschland schon vor dem Kadi fürchten muss wenn man OS verdampft oder AS 85 statt 60 einsetzt.

lg,
Sebastian

bienechristian
25.11.2011, 18:43
während man sich in Deutschland schon vor dem Kadi fürchten muss wenn man OS verdampft oder AS 85 statt 60 einsetzt.


Also ist in Deutschland "nur" As 60 % und Oxalsäure zum träufeln zugelassen, oder selbiges gar nicht?

Danke für die Informationen!

Sebastian
25.11.2011, 19:03
Also ist in Deutschland "nur" As 60 % und Oxalsäure zum träufeln zugelassenSo ist es.

Aber ich bin keine Deutschland-Experte, ich beobachte die Situation nur aus der "Ferne"...

lg,
Sebastian

gartenmundl
28.11.2011, 10:27
Bitte an alle Bienenwohlanwender in Österreich (die dürfens ja verwenden:rolleyes:),

Welche Mengen Bienenwohl verwendet ihr bei der Restentmilbung im Dezember? Gleiche Menge wie bei Blockbehandlung? Gleiche Menge wie bei normaler Oxalsäure?

Björn und ich wären um weiteren Input dankbar.

Grüße
Raimund

Alpenimker
28.11.2011, 21:08
Raimund,

man nimmt die Halbliterflasche, dreht den Schwanenhals drauf und fährt durch die besetzten Wabengassen so schnell, wie man einen Bleistiftstrich zieht.

Diese Mengenangabe mag etwas ungewöhnlich sein, aber immerhin muss man dann nicht über Beutengrößen, Rähmchenmaß etc diskutieren.

Bei mir ist das dann ungefähr so, dass dem Schwanenhals zweimal das Material ausgeht, du kannst dir dann natürlich auch rausrechnen welche Menge das ist und sie zum Beispiel mit einer Spritze reintröpfeln.

Wenn ich mich recht erinnere sind es bei mir ca 30ml bei Zander.

Harzer
28.11.2011, 21:14
15% tige Milchsäure ist in Deutschland auch zugelassen und wenn ich nicht ganz falsch liege auch Apilife var

Alpenimker
28.11.2011, 21:18
Übrigens Raimund,


nicht vergessen das Bienenwohl handwarm aufzuwärmen und bei obigem Beitrag bedenken, dass Api Life Var nichts mit Restentmilbung zu tun hat, sorry Harzer

Salsa
28.11.2011, 21:30
15% tige Milchsäure ist in Deutschland auch zugelassen und wenn ich nicht ganz falsch liege auch Apilife var
Hallo Jörg,
Milchsäure verwindet man eher im Sommer im brutfreien Zustand, da werden die Bienen mit der MS "benetzt" (leicht besprüht). Für die Restentmilbung im Winter, wäre die MS ungeeignet. Die Bienen werden frieren und sterben, wenn man im Winter die Waben raus nimmt und die Bienen besprüht. Mit Oxalsäure träufelt man die handwarme OS auf die Bienen drauf, ohne die Wintertraube auseinander nehmen zu müssen.
Lg Salsa

Josel
28.11.2011, 22:22
Die tiefen Temperaturen bei der Behandlung werden benötigt, um eine dichte, engsitzende Wintertraube zu haben, bei welcher ein guter Körperkontakt der Einzelbienen entsteht und somit alle Bienen schnell in den Genuss der Oxalsäure kommen.

Sitzt die Traube zu locker,

- tropft die Lösung ohne Wirkung auf die Windel durch
- kommen viele Bienen leichter an offenes Futter ausserhalb der Wintertraube, sind somit nicht so scharf darauf, schnell die Zuckerlösung aufzunehmen und die Kolleginen zu trocken
- unterkühlen die benetzen Bienen zu schnell, da keine wärmende, eng sitzende Traube vorhanden ist, die dann die benetzten Bienen trocknen
- bekommen nicht alle Bienen genug Wirkstoff ab, die Wirkung erzielt nicht das gewünschte Ergebnis

Daher: je Kühler, desto besser, weil die eng sitzende Wintertraube der Schlüssel des Erfolges ist


Ich hätte mal eine Frage - wie kühl ist denn kühl? Tagsüber sind es derzeit 10 Grad, nachts null grad, und das Wechselspiel wird sich noch eine Weile halten. Träufeln also morgens bei Null, Mittags bei zehn oder abends bei fünf? Ab wieviel Grad (Richtung abwärts, versteht sich) haben die Bienen eine Wintertraube, die eng genug ist?

Palma40
28.11.2011, 22:30
Ich hätte mal eine Frage - wie kühl ist denn kühl? Tagsüber sind es derzeit 10 Grad, nachts null grad, und das Wechselspiel wird sich noch eine Weile halten. Träufeln also morgens bei Null, Mittags bei zehn oder abends bei fünf? Ab wieviel Grad (Richtung abwärts, versteht sich) haben die Bienen eine Wintertraube, die eng genug ist?

Hallo Josel,
abgesehen davon das ich garnicht mehr träufle, ist 10 grad zu warm fürs träufeln. Bei null oder auch 5 Grad da schenkt es sich nicht viel was die Wintertraube angeht. Besser bei Null Grad.

Airplay
28.11.2011, 22:42
Noch besser unter 0, da sitzt die Traube richtig eng. (Dr. Liebig)
MfG

Bjoern
28.11.2011, 22:51
Hallo,
erst hier im Bienenforum habe ich das erste Mal gehört, dass die optimale Temp. sogar unter Null°C liegen würde.
Ich frage mich aber, warum sich die Lehrmeinung von den mindestens 5°C so hartnäckig hält?
Grüße,
Björn

Rabe
29.11.2011, 14:42
Hi Björn,

erst hier im Bienenforum habe ich das erste Mal gehört, dass die optimale Temp. sogar unter Null°C liegen würde.
Ich frage mich aber, warum sich die Lehrmeinung von den mindestens 5°C so hartnäckig hält?
dann warst Du nie auf einer Veranstaltung von Dr. Liebig, sonst hättest Du das schon früher gehört.
Die Lehrmeinung ist nicht plus 5°C, es gibt Bilder, da wird bei -14,9°C geträufelt.

Das mit den +5°C schreibt immer nur einer vom anderen ab. Genau wie bei der 65%igen AS, die es so nicht zu kaufen gibt (nur 60% und 85%).

Gruß Ralf

Bjoern
29.11.2011, 15:33
Hi Björn,

dann warst Du nie auf einer Veranstaltung von Dr. Liebig, sonst hättest Du das schon früher gehört.
Die Lehrmeinung ist nicht plus 5°C, es gibt Bilder, da wird bei -14,9°C geträufelt.

Das mit den +5°C schreibt immer nur einer vom anderen ab. Genau wie bei der 65%igen AS, die es so nicht zu kaufen gibt (nur 60% und 85%).

Gruß Ralf

Hallo Ralph,
tatsächlich bin ich Dr. Liebig noch nie persönlich begegnet, wobei er doch auch "nur" ein Experte ist, nicht die Wissenschaft schlechthin repräsentiert. In der Imkerschulung unseres Vereins wurde von den+5°C gesprochen, auch die Arbeitsmappe "Grundwissen für Imker" gibt an, dass in einer Frostperiode nicht restentmilbt werden kann.
Aber die Argumentation von Dr. Liebig und Euch hier im Forum (gerade was die "Konsistenz" der Bienentraube und die Verteilung des Wirkstoffes betrifft), überzeugt mich durchaus, so dass ich die Behandlung nun ebenfalls bei Frost durchführen werde.
Viele Grüße, Danke für die wertvollen Hinweise,
Björn

Tschiwi0
29.11.2011, 20:10
......eine Originalflache eines anerkannten, genehmigten Oxalsäurepräparates in der Hand.
Hier kann man unter
ANWENDUNG folgenden Text lesen:
Bei weitgehender Brutfreiheit und Außentemperaturen [B]VON MINDESTENS +5 GRAD C[B] die effektivste Wirkung wird bei der Spätherbstanwendung ab Mitte Oktober bis Ende Jänner erreicht. .......darf zu keinem anderen Zeitpunkt angewendet werden. (Ausnahme bei der Jungvolkbildung.)
Füre beide Verfahren soll die Temperatur der Lösung zur Zeit der Anwendung ungefähr 25-30 Grad C betragen, um die Tempereatur-Schockgefahr für die Bienen so gering wie möglich zu halten. (Zit.Ende.)

Jetzt frag ich mich...soll ich mich nach dem Anwendungshinweis - oder der Forumsmeinung halten.
Jedenfalls hab ich heute bei 6 Grad behandelt.
Bei der Nacht hat es bei uns ohnehin schon -8 bis - 10 Grad. Da gehen die Bienen eh schon fast nicht mehr aus der Traube.

Mit Gruß
Fritz

Airplay
29.11.2011, 23:26
Hier ein Link ( Dr. Liebig und Dr. Pia Auermeier) http://www.imkerverein-lehrte.de/Downloads/aumeier.pdf auf der letzten Seite.

MfG Daniel

WalterRojky
30.11.2011, 08:01
Hallo Bienenfreunde
Ein gutes Lesewerk. Bis auf die Aussage, es gibt nicht zuwenig Drohnen im Volk, geht der Bericht genau in meine Betriebsweise ein. Die Behandlung, Ablegerbildung und auch ein Kehrschwarm mit entsprechender Behandlung ist die Zukunft für unsere Bienen. Sollte sich jeder zu Herzen nehmen.
Danke Daniel für diesen Link.
mfg Walter

waldundwiese
30.11.2011, 10:31
Hier ein Link ( Dr. Liebig und Dr. Pia Auermeier) http://www.imkerverein-lehrte.de/Downloads/aumeier.pdf auf der letzten Seite.

MfG Daniel
Danke für den link! :top:
Lediglich bei der Feststellung (letze Seite unten):

"Oxalsäure kann auch versprüht oder verdampftwerden. Beide Verfahren sind nicht zugelassen,wirken nicht besser als Träufeln und sind dazu noch

unnötig umständlich".

.... muß ich widersprechen: Verdampfen empfinde ich mit einem ordentlichen Verdampfer nicht umständlicher, als Träufeln. Und Verdampfen hat den großen Vorteil, dass man die Völker nicht öffnen muß.

Gast1
30.11.2011, 10:47
Die Darstellung des Betriebsweise-Projektes erfolgt so allgemein, dass es sich vermutlich aus diesem Grunde, würde es offen erläutert, rechtlich nicht bundesweit durchsetzen ließe. Oder gibt es inzwischen eine flächendeckende Zulassung von 85%-ger AS?
Oder verstößt das Projekt ggf. örtlich sagar gegen geltendes Recht?

Alfred

Tschiwi0
30.11.2011, 18:39
....da schau her!
Daniel...danke für den Link.
Ich verwende halt bei der AS Behandlung Ameisensäure 60% mit Schwammtuch von oben.
Wichtig ist der Erfolg, dass so wenig wie möglich von diesen Luderviechern übrig bleiben. Ich glaub, ich hab den Varroabefall so einigermassen im Griff.
Nachmals danke für die wertvollen Aumaier Schriftstücke.
Fritz

donald2603
30.11.2011, 19:31
Moin,

bei uns schwanken die Temperaturen immer zwischen 5-9 Grad. Wir wollten eigentlich am Wochenende um den 10. Dez. behandeln.

Ich weiss nicht ob die die Bienen schon Brutfrei sind, will sie aber auch nicht aufmachen und stressen, da die Beuten innen sehr stark verkittet sind und das nur Stress bedeuten wuerde.

Da die Behandlung dieses Jahr recht wichtig ist, moechte ich nicht falsch behandeln und unbedingt viele Varroen aus dem Volk jagen.

Sollte ich lieber noch warten oder behandeln?

Dennis

Hamamelishonig
30.11.2011, 19:58
noch zu warm (Gründe habe ich oben in zwei Beiträgen genaustens erleutert)

donald2603
01.12.2011, 00:05
Ja, hab den Beitrag natürlich gelesen und verstanden und das war mir im Grunde auch klar.

Dennoch.. Die Frage war eher wann denn die richtige Zeit ist. Es ist super warm für diese Jahreszeit, richtig kalt war es noch nie. Fraglich ist daher ob die Bienen dieses Jahr überhaupt die Brutfreiheit in meiner Region erreichen.
Tun sie das nicht wäre die Behandlung zwar nicht sinnfrei aber hätte nicht die erhoffte Wirkung. Zusätzlich wäre dann eine Behandlung im April mit den neuen Bienen mit Ameisensäure nötig.

himbeertom
01.12.2011, 14:33
noch zu warm

ja, genau, hier könnte die Crux an dem Problem liegen. Viele schreiben(ich glaube es auch) das nach der Wintersonnenwende die Bienen wieder in Brut "gehen". Durch den extrem trockenen November war es auch einheitlich etwas kühler als üblich. Jetzt scheint der Regen im Anmarsch zu sein. Regen bedeutet meteorologisch gesehen ja (meist) mildere Temperaturen. Was ist zu tun, wenn es ab jetzt(1.12.2011) bis zur Wintersonnenwende(21.12.2011) nicht mehr Richtung 0°C oder drunter geht. Welchen passenden Tag suche ich(Man sich) mir dann aus? Sagen wir mal pauschal den 15.12? oder sollte man sich dann einfach einen der kühleren Tage suchen?

MfG

Gast1
01.12.2011, 16:37
Derartige Wetterszenarien sind nicht einmalig und auch während der Anwesenheit der Varroa in Eu nicht neu.
Die Erfolgsgeschichte der Varroa verläuft kontinuierlich dynamisch.
Gleichermaßen kontinuierlich dynamisch wird der imkerliche Handlungs-Spielraum dagegen zu wirken immer enger:


...Der Behandler gibt dem Milb durch immer ausgeklügelteres Vorgehen unbewusst die Richtung seiner „Zwangs-Anpassung“ vor, deren Ergebnisse sich auf den Bien, der dafür gar nicht zuständig war, immer katastrophaler auswirken.
Wohin soll das führen, gingen dem Imker eines Tages effektive Einflussmöglichkeiten auf den Milb verloren, was dann?...

Das DBJ 12/2003 beschrieb die Situation in einem Bericht über die damalige Imkertagung in Donaueschingen u.a. wie folgt:

... „Es gab im vergangenen Jahr große Probleme“ meinte der Präsident „Aber noch werden keine schlagkräftigen Lösungen angeboten, noch werden die wahren Ursachen gesucht und verharmlost. Die existenzielle Unsicherheit der Imker ist groß und es steigt der Frust, da seine eigentlichen Institutionen nicht wirklich helfen können.
Es bleibt der ‚dumme’ Imker allein...

Eine neue Generation von Insektiziden kam inzwischen hinzu...

Da hilft eins: "wissenschaftlich" vera...meiern lassen!

Alfred

himbeertom
01.12.2011, 16:46
Eine neue Generation von Insektiziden kam inzwischen hinzu...



Hast Du auch noch andere Gedanken? Ewig und immer nur das eine Thema... Nur für Dich noch mal zur Information, hier geht es um "Restentmilbung - richtiger Zeitpunkt" Danke!

Des Weiteren muss ich Dir auch widersprechen, derartige Wetterszenarien sind einmalig, denn wie Du sicher auch in den Medien vernommen hast, ist es der trockenste November aller Zeiten Ergo gabs noch nicht so einen trockenen November, ergo => einmalig

MfG

Gast1
01.12.2011, 16:54
Ach Tom, ich hätte nicht gedacht, dass die vier Hauptfeinde des Sozialismus

Frühling
Sommer
Herbst
Winter

so langlebig sind und nun scheinbar auch systemübergreifend zu werden beginnen,
sogar für die "Restentmilbung".
Übrigens, wenn du bisher sogar immer die Rest-Varroen ermorden konntest, woher kamen/kommen dann regelmäßig die neuen?

Alfred

himbeertom
01.12.2011, 17:02
Übrigens, wenn du bisher sogar immer die Rest-Varroen ermorden konntest, woher kamen/kommen dann regelmäßig die neuen?


Tja, wenns nach Deinen Gedanken geht sicher aus den Insektiziden, direkt gebeamt von Bayer, BASF oder Monsanto.

@alle anderen

Wie haltet Ihr es mit der Restentmilbung bei wahrscheinlich warm bleibendem Dezember?

MfG

WalterRojky
01.12.2011, 17:23
Hallo Bienenfreunde
Wenn bis Ende Dezember keine Aussicht auf kältere Tage (was bedingt das die Königin aus der Eilage geht) kommen, bleibt nur Völker öffnen, wenn verdeckelte Brut vorhanden, diese entfernen und durch Futterwaben ersetzen, danach die Restentmilbung. Die wenige Brut zu vernichten ist sicher keine große Arbeit, sichert aber das Überleben des ganzen Volkes.
mfg Walter

himbeertom
02.12.2011, 09:45
Wenn bis Ende Dezember keine Aussicht auf kältere Tage ..., bleibt nur Völker öffnen, wenn verdeckelte Brut vorhanden, diese entfernen und durch Futterwaben ersetzen, danach die Restentmilbung. Die wenige Brut zu vernichten ist sicher keine große Arbeit, sichert aber das Überleben des ganzen Volkes.
mfg Walter

Danke Walter! das ist mal eine Ansage. Würdest Du alle Völker öffnen, oder pro Stand nur, sagen wir mal die Hälfte/ein zwei Völker?Ich hoffe es bleibt ein Konjunktiv, es wird bestimmt noch mal kälter.

MfG

Gast1
02.12.2011, 11:12
Daher weht also der Wind:

http://www.apis-ev.de/fileadmin/Infobriefe_2011/Infobrief_2011_27.pdf

WalterRojky
02.12.2011, 11:23
Hallo Himbeertom
Derzeit hat es bei uns schon die zweite Woche unter 0°C, daher besteht keine Gefahr für Brut in den Völkern. Vor 3 oder 4 Jahren glaube ich war es ein sehr milder Winter, hierwar die Gefahr von Brut gegebn, da habe ich aber zweimal OS verdampft im Abstand 12 Tagen, Verluste gabe es kaum. 2 Völker sind mir verhungert, wird nicht mehr vorkommen, dank der Idee von Josef, im Jänner mit Zuckerteig profilaktisch aufzulegen.
mfg Walter

Bjoern
02.12.2011, 22:04
Hallo,
kann jemand Euch sagen, wie lange es unter 0°C sein sollte?
Also - wieviele Stunden braucht die OS, um sich im kompletten Bien zu verteilen, um die Wirksamkeit zu erreichen, die wir uns wünschen?
Reicht es z.B.eventuell, zu Beginn einer frostigen Nacht zu behandeln, wenn es auch am nächsten Vormittag wieder taut?
Für sachdienliche Hinweise wäre ich sehr dankbar!
LG
Björn

Harzer
04.12.2011, 19:24
So, ich bin durch.Wenn sie noch Brut hatten wird es sich bis Weihnachten nicht ändern.

Ich hab die Oxalsäure angewärmt, wie es in der Beschreibung steht...auch wenn Pia was anderes sagt.

Ich habe 1, 2 und 3 Räumig eingewintert und die Völker sitzen auf 5 bis 16 Waben DM

schauen wir mal wie es weiter geht

Salsa
04.12.2011, 21:06
kann jemand Euch sagen, wie lange es unter 0°C sein sollte?
Also - wieviele Stunden braucht die OS, um sich im kompletten Bien zu verteilen, um die Wirksamkeit zu erreichen, die wir uns wünschen?
Reicht es z.B.eventuell, zu Beginn einer frostigen Nacht zu behandeln, wenn es auch am nächsten Vormittag wieder taut?
Für sachdienliche Hinweise wäre ich sehr dankbar!


@ Bjorn,

es reicht wenn die Temperaturen beim Träufeln unter 0°C sind. Es geht darum, dass die Wintertraube beim Träufeln so eng wie möglich sitzt, sonst würde die OS beim Träufeln bei lockerer Traube durch die Traube zum Boden runter tropfen und nicht in der Traube bleiben. Aber viel wichtiger als die Temperaturen ist die richtige Zeitpunkt und das ist die Zeit, in der die Völker brutfrei sind. Ohne Brutfreiheit erreichst du nicht den gewünschten Erfolg von der Behandlung. Also beim Verdacht auf vorhandener Brut, bleibt wie es oben erwähnt, nichts anderes übrig, als die Restbrut zu entfernen.

@ alle
ich fahre ca 800 km, um die Restentmilbung mit OS durchzuführen, daher ist es mir wichtig, dass es gut genug wirkt. Ich habe vor am 16.12. abends zu verdampfen und am 19.12 früh morgens zu träufeln.
Wenn ich nun am 16. die saubere Windel 3 Tage lang drin lasse und danach kein braunes Wachs auf den Windeln finde, kann ich dann sicher sein, dass diese Völker brutfrei sind?

Wenn ich braune Wachsstückchen finde, werde die Waben raus ziehen und eventuelle Restbrut entfernen. Aber bei den Völkern, bei denen nichts zu sehen ist, kann ich ihnen vielleicht das auseinander Reißen deren Wintertraube nicht sparen?
Ich bin noch kein Profi-Wildel-Leser, aber der Verdecklungswachs von Honigzellen ist nicht so braun sondern eher weiß oder?

VG Salsa

waldundwiese
04.12.2011, 22:50
Ich habe vor am 16.12. abends zu verdampfen und am 19.12 früh morgens zu träufeln.

:n32: ... warum denn verdampfen und träufeln? Entweder oder! "Viel hilft nicht viel"

... wenn nur "weißes Wachs" auf der Windel ist, dann sind die Völker brutfrei. Und Mitte Dezember sollten alle Völker brutfrei sein, wenn sie es trotzdem nicht sind, so gehören sie nicht in unsere Klimazone und die Evolution sollte sie selektieren .....

drohne
04.12.2011, 22:59
... wenn nur "weißes Wachs" auf der Windel ist, dann sind die Völker brutfrei.

Jungimker Achtung: Sehr oft wird auch "Dunkel verdeckelt", folgedessen findet mach auch "eher dunkle Wabengassen" vor.

Josef

Salsa
04.12.2011, 23:45
Hallo zusammen,

:n32: ... warum denn verdampfen und träufeln? Entweder oder! "Viel hilft nicht viel"

... wenn nur "weißes Wachs" auf der Windel ist, dann sind die Völker brutfrei. Und Mitte Dezember sollten alle Völker brutfrei sein, wenn sie es trotzdem nicht sind, so gehören sie nicht in unsere Klimazone und die Evolution sollte sie selektieren .....

Meine Bienen stehen auf der Reichenau im Bodensee, da gab es in diesem Jahr noch keine Frost, gestern hatten sie 14° C und rund herrum blüht Phacilie überall. Wäre ich eine in unsere Klimazone gehörige Biene würde ich unter diesen Bedingungen unbedingt brüten wollen, du nicht! :)
Du redest von "unserer Klimazone", die kann aber in Deutschland sehr unterschiedlich sein, da ich meine Bienen aber zu meinem Wohnort mit schleppe, sollte ich entsprechend der regionalen Unterschiede reagieren. Am Bodensee herrscht eine "mediterrane Zone", auch vom Jahr zu Jahr unterscheidet sich das Wetter sehr, würden wir bei Brut restentmilben, so wird die Milbe selektieren, und die selektiert nicht sondern vernichtet.

Ich will nicht wieder mit milbenüberlasteten Völkern starten, letztes Jahr musste ich im Juni Völker auflösen und bei manchen habe ich bis 9 Mal behandelt. Beim feuchten Wetter wirkt selbst die 85%er AS nicht genug (das muss ein Jungimker erst lernen). Daher will ich lieber einmal mehr verdampfen, auch wenn "viel nicht viel hilft" einmal verdampfen "schadet nicht"


Jungimker Achtung: Sehr oft wird auch "Dunkel verdeckelt", folgedessen findet mach auch "eher dunkle Wabengassen" vor.
Also bei ausschließlich "weißem Wachs" dürfen die Völker keine Brut mehr haben, habe ich dich richtig verstanden?
Wenn sie Honig "dunkel verdecklen" werden sie bestraft und ihr Brutnest wird vom W:snowman: durchsucht

drohne
04.12.2011, 23:54
Stimmt ganz genau Salsa, lieber einmal mehr verdampfen und somit auf der sicheren Seite sein, als einmal zu wenig, dies wäre nämlich fatal für Bienen und Dich, die Milben würden sich jedoch freuen.


Also bei ausschließlich "weißem Wachs" dürfen die Völker keine Brut mehr haben, habe ich dich richtig verstanden?


Ist richtig, aber sehr oft haben auch Futter-und Honigwaben dunkles Wachs, dieses wird bekanntlich aus den Zellrändern herangezogen.

Josef

Alpenimker
05.12.2011, 19:08
Achtung nochmal an alle Bienenwohl Restentmilber!

Es genügen 6-8 ml zur Restentmilbung. Für Ableger die Hälfte. Auf 30 Grad vorwärmen.

Nazulesen >>Hier<< (http://www.imkerhof-salzburg.at/portal/index.php?option=com_content&task=view&id=49&Itemid=69)

Rabe
06.12.2011, 06:53
Es genügen 6-8 ml zur Restentmilbung. Für Ableger die Hälfte. Auf 30 Grad vorwärmen.

Nazulesen >>Hier<< (http://www.imkerhof-salzburg.at/portal/index.php?option=com_content&task=view&id=49&Itemid=69)Bedeutet das dann jeweils ein ml pro Gasse? Oder wie können da 6-8 ml reproduzierbar, zuverlässig und gleichmäßig in 5-9 Wabengassen verteilt werden? Wie machst Du das? Da tropft doch schon mehr durch die Nadel, wenn man es nur anschaut.

Auch die Beleidigung von Liebig in Verbindung mit seiner Aussage, daß im Winter "zwei Mal träufeln ein Mal zu viel" ist, finde ich lustig, denn genau das macht der Verfasser auch, er behandelt ebenfalls nur ein Mal.

Gruß Ralf

Alpenimker
06.12.2011, 07:12
Hallo Ralf,

ganz ehrlich, ich will keine Diskussion darüber. So veröffentlich das der Generalimporteur für Österreich im Auftrag des Erzeugers und genau das habe ich hier erwähnt, damit es zu keinen Überdosierungen kommt.
Liebig ist mir in diesem Punkt so breit wie lang.

Verwendet wird wie angegeben der Schwanenhals. Dazu lässt man es ohne Druck herauslaufen bis es aufhört. Einmal die Flasche kippen und nochmal das ganze. Wer es so also zweimal macht hat ungefähr die angegebene Menge.

Will man ganz auf Nummer sicher gehen, dann hilft nur herausmessen.

Dazu verwende ich eine Spritze.

Im Fall von Wintertrauben träufle ich natürlich nicht in leere Gassen und mit einer Spritze kann ja tropfengenau geträufelt werden.

Ich erlaube mir am Ende anzumerken, dass man sich nicht wundern muss, wenn es manchmal zu Fehlwirkungen kommt, da heuzutage ja jeder Möchtergernepapst alles abändert und nach eigenem Gutdünken Rezepte zusammenstellt. Kombiniert mit einem übertriebenen Mitteilungsbedürfnis, kann das für Bienen sehr gefährlich werden.

Was die Dosierungen für unterschiedliche Produkte betrifft gibt es keine Diskussionen, sondern lediglich sehr klare und eindeutige Richtlinien. Wer sich nicht daran hält riskiert es Völker zu verlieren.

Gruß aus Tirol,
Wolfgang

Bjoern
06.12.2011, 09:05
Bedeutet das dann jeweils ein ml pro Gasse? Oder wie können da 6-8 ml reproduzierbar, zuverlässig und gleichmäßig in 5-9 Wabengassen verteilt werden? Wie machst Du das? Da tropft doch schon mehr durch die Nadel, wenn man es nur anschaut.


Gruß Ralf
Hallo Ralph,
Wäre das Mittel in Deutschland zugelassen, würde ich mit einer kleinen PE- Flasche , deren Schwanenhals durch Hitze über einer Flamme nochmals verengt worden wäre, sehr fein dosiert das BW verteilen. Hier steht jetzt eigentlich ein Smilie, geht aber aus irgend einem Grund bei mir nicht...
Grüße, Björn

himbeertom
06.12.2011, 09:17
Achtung nochmal an alle Bienenwohl Restentmilber!

Es genügen 6-8 ml zur Restentmilbung.

Das dürfte aufgrund der Oxalsäuremenge[Oxalsäure-Dihydrat ((COOH)2 · 2 H2O)] nicht ausreichend sein. Man träufelt(kippt:)) bei 6-8 ml "nur" ~1/4g Oxalsäure in ein Bienenvolk. Das erscheint mir definitiv zu wenig. Ich denke, um es vereinfacht zu sagen, bei der Menge muss sich jeder selbst im klaren sein, wieviel für jeden Einzelnen die richtige Menge ist...

Kennst sich einer genau mit den MHD(Mindesthaltbarkeitsdatum) aus? Kann ich die Flasche, bei trockener, kühler Lagerung auch im nächsten Jahr noch erfolgreich verwenden, oder wird die OS dezimiert?


MfG

Alpenimker
06.12.2011, 09:18
Wäre das Mittel in Deutschland zugelassen, würde ich mit einer kleinen PE- Flasche , deren Schwanenhals durch Hitze über einer Flamme nochmals verengt worden wäre, sehr fein dosiert das BW verteilen.

Björn,

wäre es zugelassen könntest du die Originalflasche mit dem um wenige Cent zu erstehenden Original-Schwanenhals der Firma verwenden und müsstest nicht herumbasteln um dann wieder eine falsche Menge drinnen zu haben :)

Spessartbiene
06.12.2011, 09:31
Servus,

ich habe noch nie restentmilbt und die letzten Jahre keine Winterverluste gehabt.

Meine gestrige Windelkontrolle nach 72h ergab bei meinen 6 Völkern einen natürlichen Milbentotfall von zusammen 3 - also insgesamt 0,5 pro Volk in 3 Tagen. Allerdings erfasst die Windel (bedingt durch die gekauften Böden) nicht die vorderen 3-5 cm des Bodens, also genau da wo momentan noch einiges runterkommen könnte.
Beim brutstärksten Volk der vergangenen 2 Jahre ist auch noch Brut vorhanden (Zelldeckel auf der Windel).
Ich tendiere nun stark dazu, wieder auf die Restentmilbung zu verzichten.

Würdet Ihr unter diesen Umständen zwischen den Jahren mit Oxalsäure behandeln? Mein ehemaliger Imkerpate berichtet von Königinnenverlust durch Oxalsäurebehandlung (träufeln).

Gruß,
Hermann

Alpenimker
06.12.2011, 09:36
Mein ehemaliger Imkerpate berichtet von Königinnenverlust durch Oxalsäurebehandlung (träufeln).
Es ist wirklich zum Durchdrehen. Wo kommt sowas her?

Oxalsäure wird doch auch gerne verwendet, eben weil dadurch noch nahezu keiner jemals eine Königin verloren hat.

Ich habe übrigens einmal eine Königin durch starken Wind verloren. Es war ein windiger Tag, am nächsten Tag sehe ich die Völker durch, da war eine Königin tot.
Bitte nicht beleidigt sein, aber das betrachte ich als Zufall ...

Spessartbiene
06.12.2011, 09:46
(...)Bitte nicht beleidigt sein, aber das betrachte ich als Zufall(...)

.. und um ehrlich zu sein neigt mein ehemaliger Imkerpate auch mal zu Überdosierungen und er hat generell höhere Verluste als ich.

... aber lassen wir das :-) ... würdet Ihr beim von mir oben geschilderten BEfall mit OS behandeln?

Gruß,
Hermann

edlBeeFit
06.12.2011, 09:52
Servus,

ich habe noch nie restentmilbt und die letzten Jahre keine Winterverluste gehabt.

Danke Hermann, für Deine Meldung

Denn ich werde auch keine Restmilben- Behandlung machen, ist vielleicht ein Fehler aber

Ich denke, das gehört zu meiner Selektion, 4 verschiedene Völker, respektive 4 verschiedene Kö

Mit denen wo im März noch da sein werden, werde ich weitermachen, und wenn ich Pech habe,
dann von vorne Anfangen müssen

Ich werde vermutlich oft neu anfangen müssen, bis ich das richtige Volk (Biene)habe

Alpenimker
06.12.2011, 10:21
Tjo Hermann,

da musst du grundsätzlich für dich entscheiden was du künftig willst.

Kurt zum Beipiel geht eher nach züchterischen Voraussetzungen vor und möchte selektieren. Willst du das auch, um eventuell auch künftig nicht Behandeln zu müssen, dann ist es überlegenswert auf die Restentmilbung zu verzichten, insbesondere weil der befall eh nicht so groß ist und weil du bisher gut damit gefahren bist.

Ich bin kein Züchter, sondern lediglich Königinnenvermehrer und mir ist es wichtig alle Völker, oder so viele wie möglich, über den Winter zu bekommen. Deshalb investiere ich pro Volk 10-15ml Bienenwohl und 45 Sekunden Arbeit.

Selektion ist für mich nicht so wichtig, die finde dann im Frühjahr statt, da weiss ich dann welche Völker am besten waren.

Salsa
06.12.2011, 11:58
mag sein dass ich so sehr von der Varroa traumatisiert bin, aber edlwolf, lass bitte deine Völker nicht alleine mit vielen Milben auskommen. Da spielt der Zufall MMN eine größere Rolle als die tatsächliche "Varroatoleranz"! Wenn ein Volk "zufällig" nur ein paar Milben im Winter mehr als die anderen hat, bis zum Spätsommer hat es Tausende Milben mehr als die anderen aber das heißt immer noch nicht dass es weniger varroatolenat ist!
Du könntest ja behandeln und trotzdem nach Befallsstärke selektieren, da müssen die Völker nicht alle gleich sterben. Mit bestimmter Milbenzahl im Winter überlebt kein Volk mehr! Wenn du aber wie Herman kaum Milben hast, dann ist es näturlich was anderes.

edlBeeFit
06.12.2011, 12:11
Salsa, Du weist ja ich bin 800 km weg...

Und die Bienen die jetzt geschädigt sind, hilfts eh nicht

Wenn ich doch noch nach Kärnten komme, werde ich mit Staubzucker behandeln

Wenn keine Brut vorhanden ist das fast so gut, man muss sich immer bewusst sein

Wenn es auch kein Kö sterben verursacht, jede Säurebehandlung hat natürlich Auswirkung auf die Bienen

@ Wolfgang Und weil ich eh keine Ahnung von Bienen hab ist eh alles Egal

Salsa
06.12.2011, 12:32
die Restentmilbung ist ja nicht wegen den Bienen, die gerade leben, es geht darum, dass die zukünftigen Bienen im Frühling und Sommer mit möglicht wenigen Varroa auf die Welt zu bringen. Und geanu weil du so weit weg bist, kannst du nicht regelmäßig den Milbenfall kontrollieren, daher ist es wichtig, dass du konsequent behandelst!
Hat Simon nicht den Staubzucker ausprobiert, so weit ich weiß, hat es nicht viel geholfen!
Das jede Säure Wirkung auf die Bienen hat, ist klar, die Kunst ist die Milben so gut wie alle zu treffen und die Bienen so wenig wie möglich zu beschädigen. Gute Medikamente haben auch Nebenwirkungen, aber bis man keine bessere Medikamente hat, nimmt man sie trotzdem, da man nicht schnell sterben will. :)

Klar hast du viel Ahnung und dir sind die Bienen nicht egal, sonst würde keiner deine interessanten Beiträge lesen und drauf antworten ;)

Rabe
06.12.2011, 14:32
Hi Tom,

Kennst sich einer genau mit den MHD(Mindesthaltbarkeitsdatum) aus? Kann ich die Flasche, bei trockener, kühler Lagerung auch im nächsten Jahr noch erfolgreich verwenden, oder wird die OS dezimiert?also wenn das Oxuvar mit dem Zucker angerührt ist, ist es definitiv nicht bis zum nächsten Jahr haltbar. Es könnte sein, daß Du das (daß es schlecht ist) dann auch beim Öffnen der Flasche riechst. :)

Und ich denke, beim BW ist das ähnlich.

Gruß Ralf

Alpenimker
06.12.2011, 14:57
Und ich denke, beim BW ist das ähnlich.

:n32: Meine Erfahrungen besagen, dass es mindestens 2 Jahre hält, also das Bienenwohl meine ich, mit den anderen Brühen kenne ich mich nicht aus.

Und Cornelius sagt, dass es noch länger hält.
Und ich verrate euch jetzt warum das so wichtig ist, was er sagt: Weil er nämlich Bienenwohl mitenwickelt hat.

:000: Gruß aus Tirol,
Wolli

edlBeeFit
06.12.2011, 15:01
:Und Cornelius sagt, dass es noch länger hält.
Und ich verrate euch jetzt warum das so wichtig ist, was er sagt: Weil er nämlich Bienenwohl mitenwickelt hat.

Das ist aber eine interessant Meldung;)

Hamamelishonig
06.12.2011, 15:35
Meine Erfahrungen besagen, dass es mindestens 2 Jahre hält, also das Bienenwohl meine ich, mit den anderen Brühen kenne ich mich nicht aus.

Und Cornelius sagt, dass es noch länger hält.
Und ich verrate euch jetzt warum das so wichtig ist, was er sagt: Weil er nämlich Bienenwohl mitenwickelt hat.

:000: Gruß aus Tirol,
Wolli

was offen zwei Jahre hält... was muss da alles drin sein, dass das bei der Zuckerkonzentration noch zu was zu gebrauchen ist....
aber ich habe bereits oben alles gesagt, was zu sagen war...

Alpenimker
06.12.2011, 15:43
Stephan du alter Schlawiner,

mir ist das vollkommen wurscht, ich bin Anwender und kein Entwickler.
Mir gefallen ein paar Punkte am Bienenwohl:


Hält lange
Irrsinnig einfach in der Anwendung
Funktioniert super

Insoferne ist es für mich ein klarer Fall, dass das Produkt auch jedem Anfänger empfohlen werden kann. Nicht vergessen, es geht hier um das Thema Restentmilbung, ich habe noch nie Bienenwohl als Hauptentmilbung verwendet, ausgenommen beim Abkehren der Trachtvölker auf Mittelwände. Da auch zur Hauptentmilbung! Noch nie auch nur ein einziges Volk verloren.

Selber traue ich mich noch nicht herumzupanschen, weil ich eben in dieses Produkt mehr Vertrauen habe, als in Mischungen die herumempfohlen werden und kein Mensch weiß, was da auf die Bienen zukommt.
Mir wäre nämlich ganz recht, wenn die Bienis die Sache überleben.

Wir können das aber gerne morgen Abend im Chat um 20 Uhr ausdiskutieren, wäre super wenn du kommst.

Hamamelishonig
06.12.2011, 16:19
da bin ich dabei ;-)

Aber zurück zum Thema: Gerade die von Dir als Positivmerkmal deklarierten Eigenschaften machen mich stutzig und nachdenklich

- keine Offenlegung der genauen Zusammensetzung
- extrem lange Haltbarkeit trotz hohen Zuckeranteil

Wenn ich heute hier wieder schreiben würde, dass ich meine Völker mit Ascorbinsäure und einigen anderen B-Vitaminen behandle und genau deshalb derzeit starke varroafreie Völker habe ist das genauso fahrlässig, weil weder die Anwendung genau beschrieben ist, noch die Rahmenbedingungen. Du empfiehlst zunächst kommentarlos ein Mittel und schränkst anschliessend die Anwendungsform ein.

Aber besser noch Bienenwohl als die Staubzuckerbehandlung, die mir heute schon wieder den Hals anschwellen lies...

Rabe
06.12.2011, 16:58
mir ist das vollkommen wurscht, ich bin Anwender und kein Entwickler.
Mir gefallen ein paar Punkte am Bienenwohl:


Hält lange
Irrsinnig einfach in der Anwendung
Funktioniert super
da ist das Oxuvar bis auf den ersten Punkt genauso gut. Und wie Stephan schrieb, ist die lange Haltbarkeit eher verdächtig.
Bei Oxuvar kosten 0,5 Liter 5 € bei Bestellung über den Verein. Die dort empfohlenen 50 ml pro Volk reichen, um damit 10 Völker ein Mal zu behandeln. Bei dem Preis und der Menge macht es dann überhaupt nichts aus, daß das Mittel nur 4 (8?) Wochen haltbar ist.

Gruß Ralf

Tschiwi0
06.12.2011, 17:07
.....lass die Halsschwellung wieder abklingen.
Über Staubzucker gibt es schon viele Erfahrungen - in pos. und neg. Richtung.
Trotzdem......

Link-Edit, drohne

[Schönen Abend
Fritz

Anmerkung: Ich bitte keine Links zu anderen Foren einzufügen, wenn, dann wollen wir selber dieses Thema besprechen, dazu sind wir letztendlich ja da.
Dankeschön
Josef

edlBeeFit
07.12.2011, 10:31
.....lass die Halsschwellung wieder abklingen.
Über Staubzucker gibt es schon viele Erfahrungen - in pos. und neg. Richtung.

Danke Fritz

hier ein
Youtube (http://www.youtube.com/watch?v=Y7C_pV9ig4c
) dazu

Alpenimker
07.12.2011, 12:28
- keine Offenlegung der genauen Zusammensetzung
- extrem lange Haltbarkeit trotz hohen Zuckeranteil

Du empfiehlst zunächst kommentarlos ein Mittel und schränkst anschliessend die Anwendungsform ein.

Ähm Stephan :n27:

Ich empfehle hier Bienenwohl, weil es das Mittel überall zu kaufen gibt, ganz offiziell, ich es verwendet habe und zwar fast tankwagenweise (na gut, übertrieben), noch nie irgendwelche Propbleme damit hatte, die Wirkung nach meiner Einschätzung optimal ist, und es noch dazu Minimum zwei Jahre hält, eher länger.

Und dann empfehle ich es noch gerade extra deshalb, weil ich schon zweimal hier gelesen habe, dass jemand wegen Bienenwohl ein Volk verloren hätte, was ich für einen absoluten Megablödsinn halte. Mit Bienenwohl kannst du zusammen mit der Königin eine Stockfete machen und es aus dem Schnapsglas trinken, da geht kein Volk drauf ;)

Wenn das Volk aber so oder so schon am Ende ist und man unbedingt irgendeinem Mittel die Schuld in die Schuhe schieben will, dann ist es doch gut vor dem letzten Atemzug noch ein paar Tropfen Bienenwohl zu verstreuen, weil dann waren die das.

Ich bin kein Chemiker und interessiere mich nicht mal für die Zusammensetzung. Einzig interessant wäre, wenn es ein ebenso gut wirkendes Mittel gäbe, das billiger zu bekommen ist.
Ich denke ehrlich in diesem Sinne und mit diesen Hintergründen darf ich es empfehlen.

Wäre ich der Entwickler von Bienenwohl würde ich selbstverständlich die Zusammensetzung auch nicht verraten, wenn ich nicht dazu gezwungen würde, da wäre ich ja beklopft.

Dann würde jeder Hobbypanscher die Soße selber zusammenmischen, in dem Sinne bin ich also gar nicht entsetzt.
Zu guter Letzt möchte ich sagen- mit deinem Wissen und jenem von Ralf würd ich wahrscheinlich auch was anderes nehmen, weil billiger. Aber ich mit meinem muss mich eben auf andere verlassen.

Bitte nicht aus jedem Buchstaben eine Doktorarbeit zu machen, danke ;)

Wolfgang

P.S. Björn vielen Dank für deine PN, ich denke dieser Aufsatz hat auch deine restlichen Fragen geklärt :)

Hamamelishonig
07.12.2011, 12:38
zeigt hervorragend die Durchführung...
Danke Fritz

hier ein
Youtube (http://www.youtube.com/watch?v=Y7C_pV9ig4c<br />) dazu

aber Du solltest auch Simons Meinung dazu posten, dass es eine runde süsse Sache wird :-)

Im Winter ist die Staubzuckerbehandlung doppelt riskant, da den Bienen hier Flüssigkeit (Zugang zu Wasser) fehlt. Für den Sommer ist diese Spielerei zum Bienenärgern ohne grössere Schäden am Volk machbar

edlBeeFit
07.12.2011, 12:43
zeigt hervorragend die Durchführung...

aber Du solltest auch Simons Meinung dazu posten, dass es eine runde süsse Sache wird :-)

Im Winter ist die Staubzuckerbehandlung doppelt riskant, da den Bienen hier Flüssigkeit (Zugang zu Wasser) fehlt. Für den Sommer ist diese Spielerei zum Bienenärgern ohne grössere Schäden am Volk machbar
Du weist so gut wie ich, das Links zu anderen FORUMS nicht erwünscht sind

Im Sommer mit Brut sicher nicht

Rabe
07.12.2011, 13:00
Du weist so gut wie ich, das Links zu anderen FORUMS nicht erwünscht sinddas braucht's auch nicht, steht doch schon bei Youtube im Begleittext zum Video:
Eine Behandlung mit Puderzucker - keine gute Methode um Varroa Milben im brütenden Volk in Schach zu halten.

Gruß Ralf

edlBeeFit
07.12.2011, 13:03
das braucht's auch nicht, steht doch schon bei Youtube im Begleittext zum Video:

Gruß Ralf

Eben, ich habe von Brutloser Zeit geschrieben


Eine Behandlung mit Puderzucker - keine gute Methode um Varroa Milben im brütenden Volk in Schach zu halten

Alpenimker
07.12.2011, 13:37
Aber Edlwolf und ich werden die Puderzuckermethode mit Sicherheit ausprobieren, da kann der Stephan schreiben was er will, gell Kurt :toothy8:
Das Video wurde ja schon begutachtet, da war der Simon Hummel noch im Kindergarten und ich betrachte die Puderzuckermethode zur Restentmilbung als eine echte Alternative.

Allerdings hat sie einen gravierenden Nachteil. Wenn man die Waben zupfen muss, wird das im Dezember kaum noch funktionieren.
Es gibt aber schon Vertreter dieser Methode, die behaupten es genüge den Puderzucker nur auf die Oberträger zu verteilen und natürlich auf die sichtbaren Bienen. Genaueres dazu ist mir leider nicht bekannt.

Rabe
07.12.2011, 13:41
Aber Edlwolf und ich werden die Puderzuckermethode mit Sicherheit ausprobieren, da kann der Stephan schreiben was er will, gell Kurt :toothy8:klar, wer nichts für ihn Neues ausprobiert, kann auch keine neuen Erfahrungen sammeln.

Gruß Ralf

edlBeeFit
07.12.2011, 13:56
Allerdings hat sie einen gravierenden Nachteil. Wenn man die Waben zupfen muss, wird das im Dezember kaum noch funktionieren.
Es gibt aber schon Vertreter dieser Methode, die behaupten es genüge den Puderzucker nur auf die Oberträger zu verteilen und natürlich auf die sichtbaren Bienen. Genaueres dazu ist mir leider nicht bekannt.

Doch schau hier (http://www.youtube.com/watch?v=DsZd9XppthI&feature=related
)

himbeertom
07.12.2011, 14:53
anderer Thread

edlBeeFit
07.12.2011, 15:00
Wir machen das in einen anderen Thread weiter, weil es da glaube ich nicht ganz richtig ist

Bienen Sepp
09.12.2011, 08:08
Hallo!

Bin ich einer der wenigen der verdampft.
Vorigen Samstag (3.12) stand bei mir die Restentmilbung am Programm, bei Temperaturen zwischen 1 + 4° C wurden
alle Völker mit einen gasbetriebenen Oxalsäureverdampfer behandelt.
In einer halben Stunde bin mit 10 Völkern fertig, brauche keine Volk zu öffnen und kostet fast nichts.
Auf der Windel lagen an die 50-150 Milben und bei vielen Völkern auch noch braune Zelldeckel.
Für mich ein Zeichen, dass noch nicht alle Völker aus der Brut sind, werde in drei Wochen
die Windel einlegen und schauen was da noch auf der Windel liegt.

Gruß Sepp

himbeertom
09.12.2011, 09:52
Für mich ein Zeichen, dass noch nicht alle Völker aus der Brut sind, ...

Danke, das ist informativ! Ich vermute aber gleichzeitig, dass Sie es dann auch nicht mehr werden, denn in 12 Tagen werden die Tage "schon wieder" länger...

MfG

Bienen Sepp
10.12.2011, 05:50
Hallo!

Ich werd zu Weihnachten nochmals die Windeln einlegen und wahrscheinlich den Verdampfer starten.
Aber was, wenn sie nicht brutfrei werden?
- hoffen das nicht alle zu viele diese Spinnentiere in den Völkern sind?
- öffnen der Völker und die Brutwabe entnehmen (will ich eher nicht)?
- im nächsten Jahr möglichst viele Drohnenwaben entnehmen?

Gruß Sepp

bienehans
10.12.2011, 14:36
Würde mich auch interessieren was man macht wenn sie durchbrüten. Ich warte immer noch auf Brutfreiheit und die Wintersonnwende steht vor der Tür.
Werde aber noch davor trotzdem mit Bienenwohl träufeln, auch wenn sie noch in Brut sind - ein paar Milben wirds ja doch erwischen!

Grüße
Hannes

Hamamelishonig
10.12.2011, 16:04
ist eigenlich vollkommen irrelevant. Viele meiner Kollegen haben bereits die Restentmilbung durchgeführt,
auch wenn die Temperaturen nicht idial waren,
auch wenn ggf. noch etwas Restbrut vorhanden war,
auch wenn die Bienen nicht optimal in der Traube sitzen.
Dann sollte man trotzdem die Behandlung durchführen, die man für richtig erachtet (dafür vor Einbruch der Dunkelheit, statt am Morgen, dass die kühle der Nacht die Bienen eher zusammenrücken lässt).

Die Empfehlungen, die Restentmilbung bei tiefen Temperaturen durchzuführen ist eine Empfehlung, die auf Basis der Erfahrung best möglicher Wirkung basiert. Kollegen in Regionen ohne lange Frostperioden (Irland, Südfrankreich, Italien, Südstaaten (USA) etc.) behandeln auch spätestens Anfang Dezember, auch wenn die Temperaturen dann noch höher sind als die bei uns üblicherweise der Fall ist.

Salsa
10.12.2011, 16:06
Hallo Hannes,

ich habe das gleiche Problem und wir sind bestimmt nicht die einzigen. Oben wurde empfohlen die Restbrut auszuschneiden. Bei meinen Bienen werde ich die Windel für drei Tage rein schieben und wenn braune Wachsstückchen (von Brutzellen) auf die Windel zu sehen sind, werde ich die Waben raus ziehen und die eventuelle vorhandene Restbrut ausschneiden, da bleibt mir nichts anderes übrig. Mir ist sehr wichtig, dass die Restentmilbung gut wirkt, und bei vorhandener Brut wirkt sie nicht. Die Bienen werden die ein paar Minuten Kälte vertragen, auch bei 0 °C kann man diesen einmaligen störenden Eingriff machen und damit die Bienen das ganze nächste Jahr entlasten.

LG Salsa

gartenmundl
10.12.2011, 16:14
Restbrut herauszuschneiden empfinde ich als einen sehr brutalen Eingriff. Glaube man schadet mehr als man Nutzen hat. Habe aber auch noch nicht lange Bienenerfahrung!

Grüße
Raimund

Sebastian
10.12.2011, 16:18
Servus Salsa,


werde ich die Waben raus ziehen und die eventuelle vorhandene Restbrut ausschneiden,das würde ich hübsch bleiben lassen, denn nichts liebt der Bien weniger als den Wabenbau umzukrempeln bzw. zu entfernen auf dem die Wintertraube sitzt. Als Wintersitz sind leider nicht alle Wabenareale geeignet, die Bienen können sich nicht einfach aussuchen wo sie die Wintertraube bilden. Daher schneide ihnen bitte nicht just die Waben weg, die sie für besonders geeignet befunden haben.

lg,
Sebastian

Salsa
10.12.2011, 16:27
Restbrut herauszuschneiden empfinde ich als einen sehr brutalen Eingriff. Glaube man schadet mehr als man Nutzen hat. Habe aber auch noch nicht lange Bienenerfahrung!

Hallo,
warum glaubst du das? In der kleinen Restbrut werden die ganzen Milben sehr konzentriert sein und die Brut wird höchstwahrscheinlich geschädigt sein. Die Milbenzahl verdoppelt sich ca je zwei Wochen, und wenn man mit ein paar Milben im Frühjahr anfängt und bis spät Sommer nicht mehr behandeln darf, dann kann man sich vorstellen was aus ein paar Wintermilben wird.

Ich bin auch Anfänger, aber wenn erfahrene Imker das so sehen und ich es nachvollziehen kann, dann verlasse ich mich einfach drauf, da ich nicht genug Bienen zum experimentieren habe und eigene Experimente wegen zu geringen Völkerzahl nicht aussagekräftig werden können.

Lg Salsa

Salsa
10.12.2011, 16:43
das würde ich hübsch bleiben lassen, denn nichts liebt der Bien weniger als den Wabenbau umzukrempeln bzw. zu entfernen auf dem die Wintertraube sitzt. Als Wintersitz sind leider nicht alle Wabenareale geeignet, die Bienen können sich nicht einfach aussuchen wo sie die Wintertraube bilden. Daher schneide ihnen bitte nicht just die Waben weg, die sie für besonders geeignet befunden haben.


Hallo Sebastian,

meine Bienen hatten noch keine Frost gehabt, sie sind auch vor wenigen Tagen raus geflogen und haben Pollen eingetragen http://www.wetteronline.de/cgi-bin/regframe?3&PRG=klimavar&ART=MAX&CONT=dldl&WMO=10929&LANG=de&BKM=Baden-Wuerttemberg/Konstanz. Den Eingriff wird nur bei verdächtigen Völkern eingeführt und wenn die noch Brut haben, dann ganz wenig und nur auf eine Wabe. Kann ich diese Wabe nicht einfach ganz raus ziehen, die Restwaben zusammen rücken und die Bienen drauf abschütteln, die Temperaturen werden um die 8°C sein.

Was würdest du sonst empfehlen, wenn sie noch brüten, Milben habe sie auf jeden Fall noch ne Menge!

LG Salsa

Sebastian
10.12.2011, 18:54
Servus Salsa,


Was würdest du sonst empfehlen, wenn sie noch brüten, Milben habe sie auf jeden Fall noch ne Menge!Keep Cool.
Kein Mensch schneidet im Winter an den Brutwaben herum. Wenn die anderen Imker mit konventioneller Varroa-Behandlung ihre Bienen über den Winter bekommen wirst auch Du es schaffen. Dein Plan mit dem Ausschneiden der Brut richtet fürchte ich ein mehrfaches an Schaden an als es jemals helfen kann. Mit ein paar Milben muss ein jedes Volk selbst fertig werden können.


lg,
Sebastian




يتحدد مصير النحلة الله

WalterRojky
10.12.2011, 19:15
Hallo Sebastian
Dieser Meinung bin allerdings nicht. Vergiss nicht das mit der Brut auch die Milbe brütet. Die wenigen Bienen die in dieser Zeit geboren werden, sind nicht wirklich für das Überleben wichtig. Die erhöhende Anzahl der Milben aber schon.
Man hat sicher auch noch die Möglichkeit mehrmals mit OS zu verdampfen, dies würde alle 4-5 Tage einige Milben killen. Die wenigere Arbeit und sicherere Methode wäre die Brut zu entfernen.
mfg Walter

Gast1
10.12.2011, 19:22
Was habt ihr (einige) gegen Selektionsbestrebungen der Natur.
Im besten Falle sterben die Biens und die Milbs, die eigentlich kein Imker haben möchte!
Oder?

Alfred

Norbee81
10.12.2011, 19:26
Hallo!

Hab erst kürzlich in einer Bienenzeitung gelesen, dass man in so einem Fall die Brut mit der Entdeckelungsgabel abdeckeln kann. Dann wird sie ausgeräumt und es kann folglich in brutfeiem Zustand behandelt werden.
Die Möglichkeit einer OS Blockbehandlung besteht natürlich auch noch, wobei ja das Verdampfen in Salmans Fall nicht möglich ist und (mit angepasster Dosierung!!) geträufelt werden müsste.

Am Montag werd ich mich an den nat. Abfall machen, meine Völker waren zum Glück schon vor einigen Wochen brutfrei.

Gruß
Norbert

Sebastian
10.12.2011, 19:38
Die wenigen Bienen die in dieser Zeit geboren werden, sind nicht wirklich für das Überleben wichtig.Da gebe ich Dir natürlich Recht. Ich glaube nur, dass das entfernen der Waben auf denen die Wintertraube sitzt ein sehr riskantes Unterfangen ist, das das Risiko nicht wert ist. Die von Dir vorgeschlagene OS-Behandlung sollte aber ausreichen - es gibt genug Imker die eine OS-Behandlung im Winter machen egal ob vollständig brutfrei oder mit kleinen Brutnestern und die kommen damit auch zurecht.


Brut mit der Entdeckelungsgabel abdeckeln kann. Dann wird sie ausgeräumt und es kann folglich in brutfeiem Zustand behandelt werden.Das ist zwar arbeitsaufwändig, aber klingt ganz vernünftig!

lg,
Sebastian

Palma40
10.12.2011, 19:40
Hallo!

Die Möglichkeit einer OS Blockbehandlung besteht natürlich auch noch, wobei ja das Verdampfen in Salmans Fall nicht möglich ist und (mit angepasster Dosierung!!) geträufelt werden müsste.

Gruß
Norbert

Hallo Norbert,
wie so soll das nicht in Salmans Fall möglich sein? Natürlich kann er bedampfen als Blockbehandlung.

Hamamelishonig
10.12.2011, 20:16
Das ist zwar arbeitsaufwändig, aber klingt ganz vernünftig!

Mit Vernunft hat das aber nichts zu tun... sowas braucht man keinem zu raten

Salsa
10.12.2011, 21:39
Hallo zusammen,


Wenn die anderen Imker mit konventioneller Varroa-Behandlung ihre Bienen über den Winter bekommen wirst auch Du es schaffen.
Nachdem ich mein zwietes Volk wegen Varroa im Juni schon auflösen musste, und öfter die Konventionelle Behandlung ohne ausreichendem Erfolg praktiziert habe, verlasse ich mich nicht mehr so sehr drauf. Meine Bienen haben nichts dafür, wenn ich sie auf eine Insel mit feuchtem Klima stelle, aber die konv. Behandlung wo anderes entwickelt wurden. Das liegt dann in meiner Verantwortung, andere Alternative auszuprobieren und raus zu finden, was in meinem Fall am besten passt.

يتحدد مصير النحلة الله
قَالَ رَجُلٌ يَا رَسُولَ اللَّهِ: أَعْقِلُهَا وَأَتَوَكَّلُ أَوْ أُطْلِقُهَا وَأَتَوَكَّلُ قَالَ: اعْقِلْهَا وَتَوَكَّلْ

Was habt ihr (einige) gegen Selektionsbestrebungen der Natur.
Alfred, ich verstehe dich nicht! Wenn wir nicht behandeln, sterbt die Biene, oder hast du schon Varroa-resistente Bienen?

Brut mit der Entdeckelungsgabel abdeckeln kann. Dann wird sie ausgeräumt und es kann folglich in brutfeiem Zustand behandelt werden. Klingt nicht so aggressiv wie Ausschneiden, aber die Bienen müssen aufräumen. Je nachdem wie groß die Brut ist, werde ich schneiden oder entdeckeln

wie so soll das nicht in Salmans Fall möglich sein? Natürlich kann er bedampfen als Blockbehandlung.
Weil der oben genannte in D lebt, da ist nur Träufeln erlaubt, und weil er nur eine Woche bei seinen Bienen ist :)

Ich weiß, vielleicht denken viele, dass ich es mit der Varroa-Behandlung übertreibe, aber nachdem ich bis 9 mal behandelt habe und immer noch einen großen Varroalast habe, möchte ich einfach mindestens einen Teil meiner Völker im Frühling begrüßen können. Ich glaube, erfahrene Imker gehen mit Verlusten besser um, aber für mich und bestimmt auch für viele Anfänger wäre ein Verlust der Völker im ersten Jahr ganz schon deprimierend. Da bin ich nicht sicher, ob man danach das Handtuch nicht schmeißt!

LG Salsa

Palma40
10.12.2011, 22:43
Weil der oben genannte in D lebt, da ist nur Träufeln erlaubt, :)

LG Salsa


ja da kann ich auch nur :).

Hamamelishonig
10.12.2011, 23:13
wir haben in D tausende Imker, die zum Grossteil zum Glück nach der bewährten Standardmethoden arbeiten.

Standard heisst bei uns z.B. Hohenheimer Behandlungskonzept und da wird jetzt geträufelt (z.B. Oxuvar) und sonst nichts am Volk gemacht!

Bei den anderst lautenden Tipps vergeht mir das :-)

Keine Panik !

gartenmundl
11.12.2011, 00:00
Salsa,
9-mal schon behandelt und immer noch so Varroadruck dass du Brut rausschneiden musst bzw. willst??? Ich kenne deine Situation nicht wirklich, auch denke ich wirst du nach bestem Wissen und Gewissen handeln, aber trotzdem kommt mir dieser Spruch in den Sinn: "Man kann ein Volk auch zu Tode behandeln".
Traue deinen Mädels auch mal was zu, ich glaube die können besser ohne uns als wir es glauben.

Grüße
Raimund

Kramer
11.12.2011, 11:32
Ein Imkernachbar hat am Freitag geträufelt.Temperatur 12 Grad. Er sagt es hätte sicher keine Brut mehr. Ich bin je länger je mehr verunsichert, was Sinn macht. Ich halte das Oxuvar bereit aber deutsche Forscher sagen, die ideale Temperatur sei bei Minusgraden.
mfG Ulrich

Rabe
11.12.2011, 11:58
Ich halte das Oxuvar bereit aber deutsche Forscher sagen, die ideale Temperatur sei bei Minusgraden.das stimmt, die ideale Temperatur ist bei Minusgraden, aber wenn Du bei Plusgraden träufelst, wirkt es immer noch um einiges besser, als gar nicht behandeln.

Gruß Ralf

Roland94
11.12.2011, 13:09
Auf dem Beipackzettel steht aber etwas anderes. Da steht das es mindestens 3 Crad haben soll und nicht irgendetwas von Minustemperaturen. Wie kommst du darauf dass es Minusgrade haben soll?

Rabe
11.12.2011, 13:15
Hallo Roland,

Auf dem Beipackzettel steht aber etwas anderes. Da steht das es mindestens 3 Crad haben soll und nicht irgendetwas von Minustemperaturen. Wie kommst du darauf dass es Minusgrade haben soll?dann fangen wir jetzt die ganze Diskussion wieder von vorne an oder wie? Lese doch bitte mal den ganzen Thread von vorne. Die Begründung kam schon mehrmals.

Gruß Ralf

Roland94
11.12.2011, 13:31
Lese doch bitte mal den ganzen Thread von vorne. Die Begründung kam schon mehrmals.
Den Tread habe ich schon von Anfang an verfolgt. Aber trotzdem wirkt das Oxuvar um einiges besser bei über 5° als wenn es schon Minusgrade hat. Ich verstehe auch nicht wieso es besser sein sollte. Bringt eigentlich keine Vorteile sondern nur Nachteile. Sobald es keine Brut mehr gibt und es über 5° hat soll man behandeln lernt man ja auch überall. :les:

Norbee81
11.12.2011, 20:09
Hallo!

Weiter oben hab ich Salman geraten nicht zu verdampfen, weil er wie er selbst begründet hat, seinen Stand in D hat ( er wusste also schon was ich meinte)- in dem Fall ist verdampfen nicht zugelassen. Als Alternative hab ich das Abdeckeln der Brut genannt, dann könnte man mit sehr guter Wirkung träufeln.Mir wär das zu viel Aufwand und die Störung des Volkes passt mit gar nicht, ich würd hier in A verdampfen..

Bedenklich ist die Aussage, dass schon 9 mal behandelt wurde. Ich hab einen überfürsorglichen Kollegen, der hat auch schon öfter behandelt. Das Ergebnis ist aber - seine Völker haben noch immer Milben:eek:. Vielleicht sollte man im Zusammenhang einer Behandlung öfter mal die tatsächliche Notwendigkeit prüfen.
Ein anderer Kollege wieder behandelt nur 2 mal, im Juli und im Winter und das mit überdurchschnittlichem Erfolg.

Bei meinen Völkern hat bisher die 2 malige AS- Schwammtuchbehandlung (Wirkung gut, bin aber dennoch mit der AS unzufrieden..) und das einmalige Träufeln (bevorzuge ich) oder Verdampfen immer sehr gut gewirkt. Zwischenzeitlich ist selbstverständlich ein höherer Milbenbefall vorhanden. Im Sinne der Völkerbeurteilung hab ich da nix dagegen.

Was ganz ohne Winterbehandlung passieren kann, sollte heute jedem Imker bekannt sein- Völkerverluste im nächsten Juli- Oktober.

Gruß
Norbert

Rabe
11.12.2011, 22:30
Den Tread habe ich schon von Anfang an verfolgt. Aber trotzdem wirkt das Oxuvar um einiges besser bei über 5° als wenn es schon Minusgrade hat. Ich verstehe auch nicht wieso es besser sein sollte. Bringt eigentlich keine Vorteile sondern nur Nachteile. Sobald es keine Brut mehr gibt und es über 5° hat soll man behandeln lernt man ja auch überall. :les:Das sind doch nur pauschale Behauptungen ohne irgendeinen Beleg oder eine Erklärung. Wie viel Erfahrung hast Du mit dem OS-Träufeln? An wie vielen Völkern hast Du beides schon probiert und die abgefallenen Milben gezählt und verglichen?

Daß man das Behandeln mit Oxuvar bei über 5°C überall lehrt, stimmt so pauschal auf jeden Fall nicht. Warst Du schon überall dabei, wo über die Restentmilbung geschult wurde? Wenn Du nicht verstehst, warum es besser ist, dann hast Du die Begründung nicht gelesen oder nicht verstanden.

Hast Du Belege für die behaupteten Nachteile (welche?) und warum es bei höheren Temperaturen besser wirken soll? Dann zeige sie, sonst bleiben es unbelegte Behauptungen und da glaube ich den Imkern, die ich kenne und die Zahlen vorlegen können, mehr als einer Werbebroschüre/Produkt-Beilage. Die haben das nämlich an vielen Völkern untersucht.

Gruß Ralf

Airplay
12.12.2011, 12:56
Hier ein Link ( Dr. Liebig und Dr. Pia Auermeier) http://www.imkerverein-lehrte.de/Downloads/aumeier.pdf auf der letzten Seite.

MfG Daniel



Hier noch einmal Roland94 :eek:

MfG Daniel

Alpenimker
12.12.2011, 20:17
In meinem Imkerleben habe ich bisher nur sehr selten im Winter Völker verloren! Es gab Futterabrisse. Zum Beipiel ein Volk saß ganz rechts und hätte überall sonst Futter gehabt. Es gab auch Königinnenverluste.

Aber es gab eigentlich kaum Momente, wo ich mir großartig Vorwürfe machen musste oder wollte.

Das war bis am letzten Samstag, dem 10.12.11 so, da hat sich dann meine Welt verändert.

Von 22 Völkern waren 4 tot. Die Bienen alle tot am Beutenboden, bei zweien davon nur noch die Königin mit Hofstaat auf den Waben, auch tot.
Ein weiteres Volk wird noch sterben.

Natürlich habe ich die Bienen beaugapfelt, ich konnte keine Varroa finden. Was jetzt genau der Fehler war, weiß ich bis jetzt noch nicht, es waren alles ziemlich die stärksten Völker und selbstverständlich sind sie nicht verhungert.

Die sind knallvoll mit Futter.

Allerdings betrifft es nur Völker an einem Außenstand wo ich nicht so oft hinkomme. Zu Hause habe ich keinerlei Verluste.

Einerseits suche ich natürlich den Fehler jetzt bei mir, andererseits wäre ich schon froh, wenn es hoffentlich nicht an der Varroabehandlung lag, denn es handelt sich um Völker die nach der Abschleuderung auf Mittelwände abgekehrt wurden und einmal eine Bienenwohlbehandlung bekamen um die Milben abzuräumen.

Ich will jetzt hier keine große Bienenwohldiskussion, denn wir sollten beim Thema bleiben, ich möchte euch lediglich übermitteln, dass es nicht genügt über Restentmilbungen zu plauschen, sondern man sollte sie auch machen und jetzt brennt langsam der Hut.

Salsa
12.12.2011, 20:31
das tut mit leid Wolfgang,

ich hoffe du kriegst bald die Ursache raus und kannst deinen Verlust schnell ausgleichen.

LG Salsa

Harzer
12.12.2011, 20:31
Ich habe den Rest meiner Oxalsäure einen Freund geschenkt und ihn gestern beim behandeln geholfen

Zwei seiner Beuten waren leer und er war sehr froh den Rest entlich behandelt zu haben

Die Beute bei Minusthemperaturen zu öffnen ist für die Bienen kein Problem...warum auch, unten ist sie eh offen

Wichtig ist es, das sie eng sitzen um die Säure weiter zu geben, dann wirkt sie auch gut

Hamamelishonig
13.12.2011, 11:46
zusammengestellt meine Utensilien zur Restentmilbung, da es heute noch 8 Grad hat,ist es viel zu warm, um die Behandlung durchzuführen.

http://www.bienenforum.com/forum/entry.php/58-Mite-rest-control-Restentmilbung-durch-Oxalsäurelösung-Träufelmethode

ab dem Wochenende soll der Frost wiederkommen...

Bjoern
13.12.2011, 17:39
Von 22 Völkern waren 4 tot. Die Bienen alle tot am Beutenboden, bei zweien davon nur noch die Königin mit Hofstaat auf den Waben, auch tot.
Ein weiteres Volk wird noch sterben.



Lieber Wolli,
Dir zunächst mein Mitgefühl.
Denkst Du daran, Bienen zur Untersuchung einzuschicken?

Viele Grüße,
Björn