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Marcel
06.12.2010, 17:11
Morgen beginnt für mich der letzte Kampf gegen die Varroa fürs heurige Jahr!

Wer von euch wird den auch noch die Restentmilbung durchführen mit Träufeln oder Verdampfen?

Gibt es auch welche, die schon eine zweite Behandlung durchführen?

Ich persönlich bevorzuge Träufeln mit Oxalsäure(Apioxal)
lg

Melor
06.12.2010, 17:31
Morgen beginnt für mich der letzte Kampf gegen die Varroa fürs heurige Jahr!
Wer von euch wird den auch noch die Restentmilbung durchführen mit Träufeln oder Verdampfen?
Gibt es auch welche, die schon eine zweite Behandlung durchführen?
Ich persönlich bevorzuge Träufeln mit Oxalsäure(Apioxal)
lg

Hallo Marcel,
ich werde nächste Woche mit der Behandlung - auch träufeln - beginnen.
Was mich aber noch interessieren würde, vor dem Hintergrund wie effektiv die Behandlung bei Dir ausfällt, wie hoch ist Dein derzeitiger Milbenfall? Hast Du Zahlen hierzu?

Gruß Nikolaus

Marcel
06.12.2010, 17:44
Ganz ehrlich,
Ich kann dir im Moment keine Auskunft über meinen Befall geben.

Ich habe allen Völkern die Brutwaben Ende Juli entnommen, dann eine Woche später mit Bienenwohl beträufelt und da mir heuer der Verdacht kam, die Varroa kann nochmals stark zulegen, habe ich APL reingetan.

Jetzt kommt noch die Restentmilbung und die muss echt gut sein!
Da sind möglicherweise 2-3 Brutzyklen, wo sich die Varroa vermehren konnte. (Ende Sep bis jetzt)
Also kann ich mit 100- 500 Milben rechnen.

lg

Norbee81
06.12.2010, 18:00
Hallo!

Auch heute hab ich wieder nachgesehen, teilweise nicht eine einzige tote Laus auf den Bodeneinlagen, nach 2 Wochen (die Völker leben aber schon.. :lol: )
Diese Völker wurden am 25. 10. mit OS beträufelt, das war bei mir der erstmögliche Zeitpunkt und den hab ich gut genutzt.
3 Völker wurden im Sept. mit AS nachbehandelt, noch nicht geträufelt, die kommen dann in 2 Wochen dran.

Gruß
Norbert

Bienenpfarrer
06.12.2010, 21:41
Liebe Bienenfreunde,
ich habe mir die Temperaturprognosen für Eure Gegend angesehen. Macht Euch das Träufeln bei diesen Temperaturen keine Sorgen? Bei uns sind es knapp +1, demnächst geht`s wieder bergab unter -5 Grad, weswegen ich nicht träufeln werde bis zu einem deutlich wärmeren Wetter.
Gruß vom
Bienenpfarrer

Selurone
06.12.2010, 21:59
Liebe Bienenfreunde,
ich habe mir die Temperaturprognosen für Eure Gegend angesehen. Macht Euch das Träufeln bei diesen Temperaturen keine Sorgen? Bei uns sind es knapp +1, demnächst geht`s wieder bergab unter -5 Grad, weswegen ich nicht träufeln werde bis zu einem deutlich wärmeren Wetter.
Gruß vom
Bienenpfarrer

Dazu kann ich leider nichts sagen, aber ich hoffe auf 5 Grad Plus zum verdampfen.

Rabe
06.12.2010, 22:00
Hallo,

ich habe mir die Temperaturprognosen für Eure Gegend angesehen. Macht Euch das Träufeln bei diesen Temperaturen keine Sorgen? Bei uns sind es knapp +1, demnächst geht`s wieder bergab unter -5 Grad, weswegen ich nicht träufeln werde bis zu einem deutlich wärmeren Wetter.bei uns in der Gegend wird in Übereinstimmung mit Dr. Liebig bevorzugt bei leichten Minustemperaturen geträufelt, weil da die Bienen deutlich enger sitzen als bei Plusgraden. Die Wirkung ist besser und den Bienen macht das nichts aus, denn in der Traube ist die Temperatur gleich.

@Peter:
Mittwoch soll es ja auf 8°C plus hoch gehen.

Gruß Ralf

gärtner
06.12.2010, 22:42
Bei uns hier im Nordosten bleibt es diese Woche noch relativ mild (Tageshöchsttemperaturen um bis knapp unter 0 Grad) - ab Dienstag nächster Woche geht's aber wieder massiv in den Keller mit Tiefstwerten gegen -15 Grad, da wird es am Tag wohl auch nicht sonderlich warm werden.

Ich hoffe, morgen oder spätestens übermorgen die OS her zu bekommen, um dann SOFORT die Träufelung vorzunehmen. Ich werde auf keinen Fall mehr länger zuwarten, wer weiß, was uns der Winter noch bringt - und die Milben müssen so schnell wie möglich weg!

Gruß an alle Träufler und Verdampfer von
franz.

Marcel
07.12.2010, 13:30
So nun ist alles erledigt und ich kann mich beruhigt zurücklehnen und den langen Winter abwarten und mich weiterbilden.
Hoffentlich seit ihr jetzt auch so entspannt wie ich.

Alle meine Völker wurden heute mit 40 ml Oxalsäure beträufelt.
Manche mochten es überhaupt nicht, manche wares ziemlich egal als ich den Deckel hob.

lg

Selurone
07.12.2010, 19:02
Heute wäre zum OS Verdampfen der optimale Tag gewesen.
Bei Kaiserwetter und + 9 Grad hätte man der Varroa den Rest geben können.
Leider komme ich erst bei Dunkelheit nach Hause.
Mal sehen, wie das Wetter am Wochenende wird.

Rabe
08.12.2010, 11:42
Hallo Peter,

Heute wäre zum OS Verdampfen der optimale Tag gewesen.
Bei Kaiserwetter und + 9 Grad hätte man der Varroa den Rest geben können.bei uns war es gestern "etwas" nebelig und regnerisch, da hätte das keinen Spaß gemacht.

Gruß Ralf

Josef Fleischhacker
08.12.2010, 17:30
Auch beim Wagramer Bioimker und bei mir wurden heute bei passenden Wetter schon die ersten OS Tabletten verdunstet. Superl

Wenn man vom Bolzenschneider absieht, :n36: ging eigentlich alles völlig problemlos über die Bühne. Bin schon neugierig was da runter kommt.

Josef

heuwender
08.12.2010, 18:28
Bei uns regnet es schon fast den ganzen Tag. Aber ich hoffe, die Wetterfee hat recht. Dann könnte ich am Samstag scharf schießen und der Varroa ein aufs Fell brennen.


Wenn man vom Bolzenschneider absieht,

Hast du bei deinen Varroen erst noch die Fußnägel gestutzt :mrgreen: oder gabs Probleme mit dem Schloss? :shock:

LG Jens

mado
08.12.2010, 19:23
Habe gestern die Einlagen gereinigt und heute nochmals nachgesehen.
Bei 2 Völker waren Zelldeckel zu sehen! Ich nehme an, daß noch ein paar Bienen geschlüpft sind? Ausserdem lag noch 1 Varroa darauf.
Seit einer OS Verdampfung am 20.11. sind bei diesem Volk insgesamt 2 Varroen gefallen.



http://img841.imageshack.us/img841/5138/zelldeckelvolk16.jpg (http://img841.imageshack.us/i/zelldeckelvolk16.jpg/)

Uploaded with [URL=http://imageshack.us]I

Ich werde sie natürlich weiter beobachten.
Auf Grund des geringen Milbenfalls werde ich event. auf eine weitere OS Behandlung verzichten.

Manfred

Norbee81
08.12.2010, 20:13
Hallo!

Seit einer OS Verdampfung am 20.11. sind bei diesem Volk insgesamt 2 Varroen gefallen.
Wenn während der Verdampfung noch verd. Brut drin war, dann war da auch die Varroa drin, so könnte es dann sein dass diese Varroen noch immer im Volk sind und die 2 gefallenen Milben nicht viel aussagen (außer dass auf den Bienen nicht viele V. gewesen sein dürften).
Ich würd bei dem Volk noch Ende Dez. nachsehen ob Milben fallen. Dabei sollte in einer Woche nur eine Milbe ohne Behandlung abfallen weil es sich um ein sehr schwaches Volk handelt, soweit ich das sehe. Wenn nicht all zu viele Milben drin sind würde ich auf eine weitere Behandlung unbedingt verzichten und für absolute Ruhe fürs Volk sorgen.

Gruß
Norbert

mado
08.12.2010, 20:34
Hallo Norbert,
Auf dem Bild ist nur ein kleiner Ausschnitt der Einlage.
Der Ableger ist schon stärker, ausserdem ist das Gemüll nur von einem Tag.

Besten Dank für Deinen Tipp. Wie von mir schon erwähnt, werde ich den weiteren Verlauf
beobachten und falls notwendig im Dezember eine Verdampfung vornehmen.

Gruß
Manfred

Josef Fleischhacker
08.12.2010, 21:41
@ Heuwender,

der Wagramer Bioimker hat von seinen Vorfahren eine Scheune übernommen wo die Westseite geöffnete Wände hat, hier standen seit Urzeiten und wurden wieder Bienenstöcke aufgestellt, schaut sehr gut aus. Nachdem heute OS vergasen angesagt war und der gute Mann den Schlüssel verlegt hatte, kam kurzerhand der Bolzenschneider zum Einsatz.

Um seine Bienen bestens über den Winter zu bringen, kennt der Thomas aber wirklich nichts. Hätte uns in der hereinbrechenden Dämmerung dabei jemand beobachtet, so hätten nun der Thomas und Josef Quartier im Kichberger Gemeindekotter. Bolzenschneider, Seile, Kabeln, Stromgenerator usw. hätte uns als vermeintliche Bankomat Diebe überführt. :pfeif:

heuwender
10.12.2010, 19:08
Dachte ich mir's doch. Wenn Not am Mann ist, hält unseren Josef nichts auf! :n3:
Solch ein Pate ist für jeden Neuimker ein Fünfer im Lotto.
Da kann ich dem Wagramer Bioimker nur gratulieren.
Ich stehe ja schon in der Poleposition. Morgen ist bei uns ein Temperaturanstieg gemeldet. Da kriegt die Varroa eins auf die Mütze. Werde mir schon mal zur Sicherheit den Bolzenschneider ins Auto legen. 8)


LG Jens.

Norbee81
10.12.2010, 20:58
Hallo!

Auf dem Bild ist nur ein kleiner Ausschnitt der Einlage.
Der Ableger ist schon stärker.........

Aha, das is natürlich besser. Dann dürfte die Varroa im Volk im beschriebenen Fall aber auch ein geringeres Problem darstellen, wenn der Abfall nicht täuscht.
Ruhe und gute Versorgung der Völker haben in jedem Fall einen höheren Stellenwert als auch die letzte Laus aus dem Volk zu holen.

Gruß
Norbert

waldundwiese
11.12.2010, 19:27
Habe heute (bei +6°C) Oxalsäure verdampft. Alle Völker leben noch. Sie haben nach dem Verdampfen kräftig gebrummt. Letzes Jahr sah es diesbezüglich leider anders aus.

Josef Fleischhacker
11.12.2010, 19:54
Wenn sie jetzt noch leben brauchst Dir keine allzu großen Sorgen mehr zu machen, bin schon auf den Abfall neugierig, bitte in den nächsten Tagen zu berichten.

Josef

indycol
11.12.2010, 20:18
Hallo,

ja, habe auch heute verdampft, und ja, es leben auch noch alle :D
mußte ganz schön schwitzen um den Schnee halbwegs wegzuräumen, aber das kurze Aufbrausen hat mich total entschädigt

Grüß Euch
Indy

Josef Fleischhacker
11.12.2010, 22:21
Bei einem mir sehr guten Bekannten war am ersten Tag der Verdampfung infolge der heißen Pfanne natürlich kein Windel drinnen, dies wurde am nächsten Tag eingelegt und schon haben 52 Milben ihr Leben ausgehaucht. Bin schon neugierig wie es weitergeht.

Josef

donald2603
12.12.2010, 12:51
Moin,

ich habe gestern Oxalsäure geträufelt weil es die aktuellen Plusgrade anboten.

2 Völker waren wie im Lehrbuch. Die Traube genau zwischen erster und zweiter Zarge.
Nur mein Volk war wieder anders! Die Traube war in der zweiten Zarge direkt unter dem Deckel. Die zweite Zarge hatte ich ja recht spät aufgesetzt und deshalb ist die auch nur halb voll mit Nahrung. Dieses Volk hat die Futterreserven eigentlich unten. Sollte mich das beunruhigen oder machen die das schon?

Von den drei 6-Waben-Ablegern sahen 2 auch wirklich gut aus. Lediglich bei einem dachte ich erst der Kasten sei leer. Dann aber doch noch ein paar Bienen gesehen. Jedoch nichts im Vergleich zu den anderen beiden. Hab aber auch nicht weiter nachgeschaut, wollte sie bei dem Wetter nicht zu stark nerven.

Beste Grüße

Dennis

Josef Fleischhacker
12.12.2010, 17:26
Auch ich war heute bei plus 7 Grad, etwas Wind aus West und strahlendem Sonnenschein, also geradezu optimal passendes Wetter, mit den Verdampfern unterwegs. :n3:

Auf dem Foto sieht meine Arbeitsweise, in der Scheibtruhe steht der Stromgenerator, ein weit mehr als 10m langes Kabel führt zu einem Verteiler wo gleichzeitig bis zu fünf Verdampfer angeschlossen werden können. Da geht echt etwas weiter, innerhalb von 10 Minuten sind fünf Völker fertig, also pro Stunde werden bis zu 30 Völker behandelt.

Josef

http://img255.imageshack.us/img255/3536/generatorundverteiler.jpg (http://img255.imageshack.us/i/generatorundverteiler.jpg/)

waldundwiese
14.12.2010, 15:54
....., bin schon auf den Abfall neugierig, bitte in den nächsten Tagen zu berichten.
Bis heute, also nach 3 Tagen sind etwa 70-80 Milben pro Volk abgefallen.

Josef Fleischhacker
16.12.2010, 16:20
Hier mein Situationsbericht aus einem eisig kalten, aber sehr schönen sonnigen Tag: An den ersten beiden Tagen fielen bis zu 50 Milben herunter, Ausreißer hatten 70 und noch mehr. Bei der heutigen Kontrolle lagen nur noch 0 bis 3 Milben auf der Windel. Ich denke mich nun zurücklehnen zu können, werde aber dennoch einmal pro Monat die Windel ziehen.

Darf ich fragen wie es bei Milbenmäßig bei Euch aussieht?

Josef

indycol
18.12.2010, 15:32
Hallo,

ja, habe auch heute verdampft, und ja, es leben auch noch alle :D
mußte ganz schön schwitzen um den Schnee halbwegs wegzuräumen, aber das kurze Aufbrausen hat mich total entschädigt

Grüß Euch
Indy

Heute die Kontrolle nach 7 Tagen:
Minimum: 2 Milben
Maximum: 9 Milben

ja, jetzt geht eh nix mehr, und es kommt die Zeit der Erwartung....
im April schaun mir weiter

Grüß Euch

Indy

Norbee81
04.12.2012, 17:27
Hallo!

Heute wars endlich so weit, die meisten Völker wurden mit OS 3,5% beträufelt. Einmal muss ich noch ausrücken, für die letzten 6 Völker reichte die OS nicht die ich mit hatte:SM_1_46:

Da man ja beim Träufeln die Völker schön sieht, kann man sich eine genaue Einschätzung der Lage erlauben. Leider werden 2 Völker bald sterben, 4- 5 Schwache sind auch dabei, auf der anderen Seite waren wirklich schöne Wintertrauben zu sehen. Bis zum Frühjahr ists aber noch ein weiter Weg.

Die Dadantvölker sitzen auch tiefer im Kasten, dort hab ich eine Taschenlampe und die Bodenunterlage verwendet um zu sehen wo genau die Bienen sitzen. Bevor die Völker eingeschneit werden, kommen die Windeln heraus. Natürlich mach ich da auch einen kurzen Blick auf den Abfall.

Incl. Fahrtzeit zu 3 Ständen hat das Behandeln von 50 Völkern genau 1h 45 min gedauert, bei dem windigen und nassen Wetter reicht auch das;)

Gruß
Norbert

WalterRojky
05.01.2013, 19:02
Hallo Bienenfreunde
Habe heute meine Winterbehandlung beendet und möchte auf Grund des dramatischen Varroaabfalls berichten.

Meine ersten Behandlungen waren Ende Juli bereits abgeschlossen da ich am 5. August zu meinen Urlaub aufbrach. Es waren 2 AS-Behandlungen im Abstand von ca. 10 Tagen. Nach meinen Urlaub Mitte September wurde, auf Grund von viel Varroaabfall eine neuerliche AS-Behandlung durchgeführt. Nach 10 Tagen wurde die Varroatasse gereinigt, Behandlung war erfolgreich, viele Varroen lagen unten. Nach ca. weiteren 10 Tagen war die
Auszählung schlimm, da viele einen Abfall von mehr als 30 Varroen hatten und daher wurde nach einigen weiteren Tagen eine OS-Verdampfung durchgeführt. Damit war eigentlich die Behandlung für dieses Jahr zu Ende. Die Winterbehandlung mache ich üblicherweise immer um Weihnacht und Silvester.

Bei der heurigen Winterbehandlung war ich sehr überrascht, da ich nicht mit einen so hohen Varroaabfall (ohne Übertreibung – tausende) keineswegs gerechnet hatte. Selber ließ ich die Bienen in Ruhe und kontrollierte nur in Sachen Wetter ob bei den Ständen alles in Ordnung war.

Bis heute zählte ich 14 Völker als gestorben, verlassen oder tot und bin eigentlich froh, die OS-Behandlung gemacht zu haben, da ohne diese mit einen 100%-Ausfall hätte rechnen müssen. Der Abfall seit der letzten Behandlung ist derart hoch, dass die Bienen damit kaum eine Überlebenschance gehabt hätten.

Im Verein versuche ich immer wieder darauf hinzuweisen wie wichtig eine Kontrolle des Abfalls ist. Die jahreszeitlige Behandlung Ende Juli hat in meinem Bereich absolut nichts gebracht. Es gab offensichtlich so viel Zuzug von Bienen mit Varroen oder vielleicht auch Räuberei, dass eine spätere Behandlung sicher der Vorzug gegeben werden muß. Auch wenn man das Risiko mit Schlechtwetter einrechnet glaube ich, einen besseren Erfolg verbuchen zu können.

mfg Walter21546

Josef Fleischhacker
05.01.2013, 19:12
Wahnsinn Walter, nun wurden uns wieder die Augen geöffnet, herzlichen Dank für den sehr wichtigen Bericht.


... versuche ich immer wieder darauf hinzuweisen wie wichtig eine Kontrolle des Abfalls ist.

Einmal im Monat wird kontrolliert da kann kommen was will, nur so ist man ständig auf dem Laufenden.

Josef

Josef Gruber
06.01.2013, 10:06
Hallo Walter!

Danke für deinen Bericht, solche Bilder rütteln wach.

Bei mir schaut's heuer so aus:


auf drei Ständen war die zweimalige AS Behandlung erfolgreich
auf zwei Ständen hab ich schon Mitte Oktober das erste Mal eine Oxalsäure Bedampfung durchgeführt.
Und auch der nach der Restentmilbung Anfang Dezember sind bei diesen Ständen wieder wesentlich mehr Milben gefallen.
Grob gezählt zwischen 100 und 500 Milben.
viele Völker sind nicht aus der Brut gegangen, egal ob im Tal (350HM) oder am Berg (900HM) auf den Windeln ist schon wieder
Kondenswasser zu finden
werd in einer Woche nochmals die Windeln kontrollieren und wenn mehr als eine Milbe täglich fällt, Oxalsäure verdampfen?


Aber sie leben noch alle und auch die Vorräte reichen für die nächsten Monate.

Schöne Grüße Sepp

fix
06.01.2013, 10:30
Im Verein versuche ich immer wieder darauf hinzuweisen wie wichtig eine Kontrolle des Abfalls ist
Kontrolle ist das allerwichtigste meine Erfahrung, in meinem 2. Imkerjahr habe ich diese Windelkontrollen nur etwas auf die leichte Schulter genommen und das hat erhebliche Probleme mit der Varroa nach sich gezogen, Seither ist die Windel ganzjährig drin und kontrolliert wird mind. die Woche einmal, das ganze Jahr (außer bei ganz tiefen Temps.) nach Behandlungen täglich. Seither habe ich keinen Ausfall durch die Milbe mehr.

Allerdings muss ich dazu sagen, bei mir ist es sehr bequem, da die Völker im Bienenhaus direkt neben dem Haus stehen und ich keinen entfernten Aussenstand habe und die so zahlreiche Windelkontrolle mit nur gut 20 Völkern noch in den Bereich Stressfreiheit eingestuft werden kann, trotzdem viel Arbeit, aber sie ist sehr wichtig und natürlich lehrreich, ich spare dadurch so manches Öffnen eines Volkes.

Meine Erfahrung ist - auch im Austausch mit anderen Imkern in unserer Gegend - dass die Milbe immer hartnäckiger wird und es wird immer schwerer sie aus den Völkern zu entfernen. Deshalb ist die stetige Kontrolle so wichtig.

Es könnte durchaus sein, dass die Milbe einen Weg gefunden hat sich viel schneller zu vermehren, es ist alles möglich, genau wie bei den Schnecken im Garten, da muss ich mich auch oft wundern wie und wo die immer wieder so schnell herkommen und in so kurzen Zeiträumen.

edlBeeFit
06.01.2013, 10:45
Dank Walters Bericht mache ich mir jetzt wirklich grosse Sorgen um meine Bienen

Brigitte
06.01.2013, 10:48
Hallo,

danke für Eure Berichte, auch ich bin alarmiert von den Wahnsinns-Abfallzahlen!

Ich habe den Eindruck, dass die Varroa heuer wieder besonders viel Vernichtungskraft hat und ich glaube, dass das an dem - zumindest bei uns - wunderschönen Sommer und dem sehr langen warmen Herbst gelegen hat. Die Bienen haben grosse Überwinterungsvölker aufgebaut und die Varroa auch.

Wenn ich nun die Windel richtig "lese" sind viele Völker letzte Woche noch in Brut gewesen.

Die Bilder von Walter rütteln auf und auch ich werde morgen wieder die Windeln kontrollieren, die dann 3 Tage in den Völkern waren und den Abfall zählen, ich nehme aber bereits im voraus an, dass ich dann nochmals bedampfen werde müssen.
Auch ich musste im November bei 2 Völkern bereits den Varroaabfall durch Bedampfen dezimieren, sonst wären die Völker schon verloren.

Da ich noch nicht lange Bienen habe, bin ich natürlich auch neugierig. Leider stelle ich fest, dass jedes Jahr scheinbar ganz anders verläuft.

Ich werde in den nächsten Tagen berichten!

Schöne Grüße
Brigitte

Palma40
06.01.2013, 11:04
Leider stelle ich fest, dass jedes Jahr scheinbar ganz anders verläuft.

Da hast Du wohl Recht. Ich habe Gestern bei einem Stand mit 12 Völkern (650m Höhe) die Varroakontrolle durchgeführt und war total überrascht, nicht eine einzige Milbe auf der Windel und bei 6 Völkern schon wieder Kondenzwasser, was auf Brut hindeutet. Allerdings muß ich sagen dieser Stand liegt mitten im Wald und in 2,5 km Umkreis ist mir kein Bienenstand bekannt. Bin sehr gespannt wie es auf meinen anderen Ständen aussieht.

edlBeeFit
06.01.2013, 11:14
Da hast Du wohl Recht. Ich habe Gestern bei einem Stand mit 12 Völkern (650m Höhe) die Varroakontrolle durchgeführt und war total überrascht, nicht eine einzige Milbe auf der Windel und bei 6 Völkern schon wieder Kondenzwasser, was auf Brut hindeutet. Allerdings muß ich sagen dieser Stand liegt mitten im Wald und in 2,5 km Umkreis ist mir kein Bienenstand bekannt. Bin sehr gespannt wie es auf meinen anderen Ständen aussieht.
Klaus du gibst mir wieder Zuversicht, Danke

Brigitte
06.01.2013, 11:20
Klaus du gibst mir wieder Zuversicht, Danke

Nach der Kontrolle bin ich wieder zuversichtlich! :D

LG
Brigitte

albert
06.01.2013, 11:21
Aufgrund der Zelldeckel, die ich auf den Varroatassen gefunden habe, sind die Völker definitiv in Brut, was eine Restentmilbung wieder einmal äußerst schwierig macht. Ich habe vor genau 3 Wochen hunderte Varroen mit Bienenwohl herunter geräumt. Jetzt musste ich erkennen, dass täglich wieder bis zu 10 Varroen purzeln und eine weitere Behandlung notwendig machten.

LG
Albert

mario
06.01.2013, 11:40
Aufgrund der Zelldeckel, die ich auf den Varroatassen gefunden habe, sind die Völker definitiv in Brut, was eine Restentmilbung wieder einmal äußerst schwierig macht. Ich habe vor genau 3 Wochen hunderte Varroen mit Bienenwohl herunter geräumt. Jetzt musste ich erkennen, dass täglich wieder bis zu 10 Varroen purzeln und eine weitere Behandlung notwendig machten.

LG
Albert

Jetzt wo du weist das deine Völker wieder in Brut sind oder sogar durchgebrütet haben, wie wirst du mit der Varrobehandlung weiter machen?

Dieses Jahr ist in vielen Gegenden durch die milden Temperaturen ein durchbrüten der Bienenvölker sicher ein grosses Problem für die Restentmilbung!

Schöne Grüsse

Mario

albert
06.01.2013, 11:47
Wie ich schon geschrieben habe, habe ich eine weitere Behandlung gemacht (Bienenwohl). Ich hoffe, dass die Völker einigermaßen auswintern. Im Mai nehme ich wieder sämtliche verdeckelten Brutwaben heraus, um so die Muttervölker vor der Tracht von der Varroa zu befreien. Mit den verdeckelten Brutwaben mache ich Sammelbrutableger, die ich sofort behandle, wie ich in der Jännerausgabe der Bienenzeitung beschrieben habe.

LG
Albert

Palma40
06.01.2013, 11:49
Jetzt wo du weist das deine Völker wieder in Brut sind oder sogar durchgebrütet haben, wie wirst du mit der Varrobehandlung weiter machen?

Das ist ein ernstes Problem. Als Behandlung bleibt ja nur das Träufeln oder OS-verdampfen und dabei erwischt man nur die aufsitzenden Varroamilben. Man muß vorausschauen und im Frühjahr Baurahmen einhängen und Drohnenbrut schneiden, frühzeitig Brutwaben zur Ablegerbildung entnehmen.


Ups, Albert war schneller!

Palma40
06.01.2013, 12:23
Mit den verdeckelten Brutwaben mache ich Sammelbrutableger, die ich sofort behandle, wie ich in der Jännerausgabe der Bienenzeitung beschrieben habe

Hallo Albert,

das interssiert mich, die Bienenzeitung hab ich nicht. Kannst du diesen Beitrag hier einstellen ?

albert
06.01.2013, 12:28
Servus Klaus,

Das ist ein 6-seitiger Beitrag. Ich schreibe nämlich heuer wieder die Monatsbetrachtungen. Mit der Veröffentlichung hier hab' ich kein Problem , wenn Josef einverstanden ist.

LG
Albert

Nils
06.01.2013, 12:36
@Walter
Dein Bericht ist sehr alarmierend! Mich würde interessieren, wieviele Milben denn bei diesen Völkern VOR der Oxalsäurebehandlung gefallen sind? (Natürlicher Totenfall pro Tag)

Wie Max so treffend schreibt ist eine ständige Milbenkontrolle wohl der einzige Weg mit dieser Plage halbwegs zurecht zu kommen.

@Albert
Monatsbetrachtungen sind immer gut und ich würde mich freuen, Deine hier zu lesen!


Nils

edlBeeFit
06.01.2013, 12:52
Ich hab sie schon gelesen, super

Hab sie in Bildformat, danke Albert

hannes12
06.01.2013, 12:56
Moin ,

habe ende Nov./anf . Dez. einen Tag um die 0° abgepaßt und geträufelt. Bei Kontrolle vor ca. einer Woche lagen bei einem ( von 18 ) 4/5 Milben. Die Stärke der V. ist allerdings ziemlich unterschiedlich.
Bin aber zuversichtlich , auch wenn das Frühlingswetter mir z.Z. wieder vollkommen gegen den Strich geht. Das Wetter haben wir eben nicht im Griff , unsere alte Schwäche .

Gruß hannes

Palma40
06.01.2013, 12:59
Servus Klaus,

Das ist ein 6-seitiger Beitrag. Ich schreibe nämlich heuer wieder die Monatsbetrachtungen. Mit der Veröffentlichung hier hab' ich kein Problem , wenn Josef einverstanden ist.

LG
Albert

Hallo Albert,
da hat der Josef sicher nichts dagegen. Schlage Dir vor, dafür ein neues Thema zu eröffnen mit dem Titel Deines Beitrags.

Josef Fleischhacker
06.01.2013, 13:04
Mit der Veröffentlichung hier hab' ich kein Problem , wenn Josef einverstanden ist.


Ist doch selbstverständlich und wir alle würden uns darüber freuen.

Astacus als unser damaliger Moderator hat dies Monat für Monat in unseren laufenden Arbeiten wunderbar eingefügt, wäre schön, könnten wir dies abermals so haben.

Josef

Josef Gruber
07.01.2013, 07:34
Hallo!

Mich beflügelt das Gefühl, das die Varroa Bekämpfung von so manchen Imker vernachlässigt wird


bei den Ständen ohne Probleme hab ich aktive Imker als Nachbarn, wobei nicht alle mit AS behandeln
bei einen Stand mit erhöhter Varroa Behalstung hab ich einen Nachbarn, der zumindest im Sommer offene Reizfütterung durchführt
bei einen weiteren Stand hab ich einen Nachbarn der nach Gerüchten nur auf die Überwinterung seiner Schwärme setzt, der Rest erlebt
meist nicht das neue Jahr


Wir werden auch mit diesem Problem leben müssen, so lange sie es nicht zu bunt treiben ist man ziemlich machtlos.

Schöne Grüße Sepp

heuwender
07.01.2013, 08:42
Ist dieses Problem nun ein Fluch oder ein Segen?
Bring uns dieses Tun einer varroaresistente Biene näher und/oder bemänteln diese Imker damit nur ihre Faulheit?

bienechristian
07.01.2013, 08:44
Moin ,

Das Wetter haben wir eben nicht im Griff , unsere alte Schwäche .

Gruß hannes

Hauptsache das Problem auf andere schieben...

heuwender
07.01.2013, 09:03
Deine Nachbarnkollegen schenken sich die Kontrolle und die Behandlung oder gar den Aufwand von 5B nach Chrigel.
Du verstehst es als Herausvorderung und rechtlich gesehen scheinst du keine andere Wahl zu haben.
Du muß aus diesem Grund einen höheren Aufwand fahren und/oder mit Verlusten rechnen.
Ist dieses Problem nun ein Fluch oder ein Segen?
Bringt uns dieses Tun einer varroaresistente Biene näher und/oder bemänteln diese Imker damit nur ihre Faulheit?
Solltest du dich neben dem Ärger auch über die Begattung mit den Drohnen freuen, die diese Betriebsweise überleben ?

Sekt oder Selters? Es ist für mich ein Reizthema, aber ein interessantes.

Josef Gruber
07.01.2013, 10:49
Bringt uns dieses Tun einer varroaresistente Biene näher und/oder bemänteln diese Imker damit nur ihre Faulheit?
Solltest du dich neben dem Ärger auch über die Begattung mit den Drohnen freuen, die diese Betriebsweise überleben ?

Hallo Jens!

Gäbe es in Europa noch Bienen, wenn die Milbe nicht bekämpft würde?
Oder anders gefragt, gibt es Imker die gänzlich ohne Behandlung
und ohne Bienenkauf im Frühjahr über die Runden kommen?

Ich für mich werd's nicht riskieren auf die Behandlung zu verzichten.

Werde jedoch beim Zukauf von Königinnen solche mit einen hohen Zuchtwert in Bezug auf Varrotoleranz bevorzugen.
Und in weiterer Folge von solchen Völkern vermehren, welche mit der Varroa leichter zurechtkommen.

Paaren sich meine Königinnen dann mit Drohnen aus "varrotoleranten" Völkern macht dies
den Mehraufwand in der Herbstbehandlung wieder wett.

Schöne Grüße Sepp

heuwender
07.01.2013, 11:04
Hallo Sepp!

Ich bin mir ziehmlich sicher,daß die Biene in Europa die Milbe überlebt hätte, wenn der Mensch das durch sein Eingreifen nicht verhindert hätte.
Aber jetzt müsssen wir es so nehmen wie es ist.

Oder anders gefragt, gibt es Imker die gänzlich ohne Behandlung
und ohne Bienenkauf im Frühjahr über die Runden kommen?
Die Kunstschwarmbildung dürfte man auch als sanfte Varroabehandlung verstehen.
Bitte nicht falsch verstehen, ich gehe da auch kein Risiko ein. Und egal welchen Zwängen ein Nachbarimker unterliegt, sehe ich es als seine Pflicht an, die Varroa zumindest nach der Schleuderung ordentlich zu behandeln und danach vernünftig zu Füttern, um Räuberei zu unterbinden.

albert
08.01.2013, 09:10
Und egal welchen Zwängen ein Nachbarimker unterliegt, sehe ich es als seine Pflicht an, die Varroa zumindest nach der Schleuderung ordentlich zu behandeln und danach vernünftig zu Füttern, um Räuberei zu unterbinden.

Behandlung ist ein dehnbarer Begriff.
Ich bin aber sehr froh darüber, dass wir keine tschechischen Verhältnisse haben. Dort passiert die Varroabehandlung von Amts wegen. Ich hätte keine Lust, mir die Bienenvölker mit Amitraz-Aerosol vernebeln zu lassen. Ginge es nach dem Willen eines hohen österreichischen Imker-Funktionärs, sollten alle Imker mit Bayvarol behandeln, weil der Großteil nicht fähig ist, gegen die Varroa ordentlich vorzugehen (seine Worte). Wenn ich mir jetzt vorstelle das vorgeschrieben zu bekommen...

LG
Albert

Josef Gruber
08.01.2013, 09:30
Hallo Albert!


Ginge es nach dem Willen eines hohen österreichischen Imker-Funktionärs, sollten alle Imker mit Bayvarol behandeln, weil der Großteil nicht fähig ist, gegen die Varroa ordentlich vorzugehen (seine Worte)

kommt der aus meiner näheren Umgebung?

Eine andere Frage
Auf zwei meiner Stände sind die Völker ziemlich von der Reinvasion geplagt.
Heuer hab ich mir einer mehrmaligen Oxalsäureverdampfung geholfen.
Im nächsten Jahr überlege ich Mitte Oktober eine Langzeitbehandlung mit dem Nasenheider horizontal durchzuführen.
Und hoffe das:

dieser Verdunster auch bei den Temperaturen im Oktober/November noch ausreichend AS zur Verdunstung bringt
die um diese Zeit mitgebrachten Milben keinen Schaden anrichten
die Bienen den Brutbetrieb einschränken

Hast du schon Erfahrungen bzw. Rückmeldungen zu mit diesem Verdunster?
Oder bin ich auf dem Irrweg?

Schöne Grüße Sepp

Sebastian
08.01.2013, 09:38
die Bienen den Brutbetrieb einschränkenHat schon jemand versucht, ob man die Königin über die Wintermonate käfigen kann und so eine längere Brutpause erzwingen?

lg,
Sebastian

Ficht
08.01.2013, 09:43
kommt der aus meiner näheren Umgebung?
Muss fast sein, sonst kenn ich noch jemanden der das in jedem Kurs mehr oder weniger eindeutig zur Sprache bringt... :(

Ich hatte in den ersten zwei Dezember - Wochen 5 Milben, nachdem die Völker wie schon wo anders geschrieben sehr schwach waren (drei Wabengassen ca. handbreit) wollte ich die Völker nicht unnötig strapazieren. Jetzt tut es mir leid, weil bei dem stärkeren Volk wo auch ordentlich Flugbetrieb war, zählte ich gestern 8 Milben nach einer Woche...

Könnte das Indiz dafür sein, dass sie schon brüten?

LG

mario
08.01.2013, 10:11
Hallo Christian!

Bei den Temperaturen ist es sicher möglich das Sie wieder in Brut sind.
Habe auch schon einige Völker die wieder in Brut gegangen sind- laut Windel.

Schöne Grüsse

Mario

edlBeeFit
08.01.2013, 10:55
Hat schon jemand versucht, ob man die Königin über die Wintermonate käfigen kann und so eine längere Brutpause erzwingen?

lg,
Sebastian
Und wie soll sie dann mit der Traube mitwandern, um nicht zu verhungern

edlBeeFit
08.01.2013, 10:57
Wenn ich mir jetzt vorstelle das vorgeschrieben zu bekommen...
Würde ich sofort mit Imkern aufhören

Ficht
08.01.2013, 11:10
Wenn ich mir jetzt vorstelle das vorgeschrieben zu bekommen...

Wobei, wenn man die Vorgabe bekommt in z.B. KW 32 die Hauptbehandlung zu machen dann wäre das wahrscheinlich net so schlecht, weil die Chancen einer Reinfektion ja viel kleiner wären!?

edlBeeFit
08.01.2013, 11:35
Wobei, wenn man die Vorgabe bekommt in z.B. KW 32 die Hauptbehandlung zu machen dann wäre das wahrscheinlich net so schlecht, weil die Chancen einer Reinfektion ja viel kleiner wären!?
Ja aber vielleicht passt es nicht in mein Programm, sind ja nicht alle Stände am gleichen Klima-Standort usw. das würde nie funzen

Es kann nur Regional funzen, absprechen mit Imkernachbar, oder so wie bei mir;) das ich gleich die Behandlung der Nachbarn mit übernommen habe

Sebastian
08.01.2013, 12:30
Und wie soll sie dann mit der Traube mitwandern, um nicht zu verhungern..oder umgekehrt: verhungert das Volk, weil es die Königin nicht verlässt?

Wenn ich das wüsste, bräuchte ich hier ja nicht zu fragen, ob das schon jemand probiert hat.

Andererseits ist die Wintertraube wenn es wirklich kalt ist ohnehin nicht besonders mobil. Mit einer erzwungenen langen Brutpause könnte man sich vielleicht die Winterbehandlung sparen.

lg,
Sebastian

Palma40
08.01.2013, 13:47
Hab mir mal Gedanken gemacht. Wenn wir die Königin auf einer vollen Futterwabe mit Absperrgitter, ähnlich einer Bannwabe, also rund um geschlossen einsperren, könnte es funktionieren. Futter wäre genug da, die Bienen würden auch durch das ASG eine Wintertraube bilden. Käme auf einen Versuch an.

mario
08.01.2013, 17:32
Hab mir mal Gedanken gemacht. Wenn wir die Königin auf einer vollen Futterwabe mit Absperrgitter, ähnlich einer Bannwabe, also rund um geschlossen einsperren, könnte es funktionieren. Futter wäre genug da, die Bienen würden auch durch das ASG eine Wintertraube bilden. Käme auf einen Versuch an.


Brüten könnte die Königin aber dann trotzdem.

Schöne Grüsse

Mario

Palma40
08.01.2013, 18:20
Brüten könnte die Königin aber dann trotzdem

Hallo Mario,

also meine Königinen brüten garnicht, die stiften:SM_1_13:. Spaß beiseite. Auf einer vollen Futterwabe hätten sie vorerst nicht die Möglichkeit Brut anzulegen, man würde Zeit gewinnen.

Sebastian
08.01.2013, 18:37
Servus Klaus,


Auf einer vollen Futterwabe hätten sie vorerst nicht die Möglichkeit Brut anzulegen, man würde Zeit gewinnen. bei voller Futterwabe besteht die Gefahr des kalten Sitzes, da die ja nicht anständig isoliert. Man müsste vermutlich verschiedene Varianten ausprobieren. Ideal wäre natürlich ein möglichst kleinflächiges Aufsteckgitter unter dem praktisch keine Bruttätigkeit möglich ist. Wie lange man das drinnen lassen muss/kann wird auch erst zu ergründen sein.

Wäre interessant zu wissen, wieviele Varroen 3 Monate Brutpause überstehen.

lg,
Sebastian

Palma40
08.01.2013, 19:03
Ideal wäre natürlich ein möglichst kleinflächiges Aufsteckgitter unter dem praktisch keine Bruttätigkeit möglich ist.

Hallo Sebastian,
dann müßtes Du das Aufsteckgitter immer wieder versetzen so wie die Traube wandert will, da das Volk sonst verhungert, weil es ja seine Königin schützen möchte. Kann mir nicht vorstellen mehrmals in die Wintertraube einzugreifen um das Gitter zuversetzen.

Sebastian
08.01.2013, 20:42
Servus Klaus,

Kann mir nicht vorstellen mehrmals in die Wintertraube einzugreifen um das Gitter zuversetzenich auch nicht - daher müsste man das so anlegen, dass das ohne Versetzen klappt. Im Oktober kommt es rein und so Ende Februar lässt man die Gute wieder ihre Arbeit verrichten.

lg,
Sebastian

Chrigel
08.01.2013, 21:24
daher müsste man das so anlegen, dass das ohne Versetzen klappt. Im Oktober kommt es rein und so Ende Februar lässt man die Gute wieder ihre Arbeit verrichten.


Im Kaltbau: Eine 1 cm dicke ASGtasche als Ersatzwabe in die zentrale Wabengasse des Wintersitzes gehängt müsste das Problem der wandernden Bienentraube lösen.
Im Warmbau: Da ist es schwieriger und liesse sich nur mit einem ASGrohr lösen, welches durch mehrere Wabenflächen des Wintersitzes geführt wird.

Meine Dunklen Bienen haben eine mindestens dreimonatige Brutpause vom Oktober bis tief in den Februar hinein. Diese hat aber wohl weniger einen Einfluss auf die Sterberate der Milben als auf die unterdrückte Vermehrung wegen fehlender Brut. Womit natürlich letztendlich das gleiche Ziel erreicht wird : Start im Frühling mit minimaler Milbenbelastung.
mfg Christian

Salsa
09.01.2013, 02:14
Hat schon jemand versucht, ob man die Königin über die Wintermonate käfigen kann und so eine längere Brutpause erzwingen?
Habe eine Diskusion dazu gefunden https://www.landlive.de/boards/thread/34452/page/2/

Hier noch ein Zitat davon:
Die noch rabiatere Methode ist die nach Chmara (der die Königinnen neuerdings
von Ende Juli bis Anfang April nicht mehr stiften läßt - bis auch die letzte Milbe tot ist).
Ich habe mal gelesen, dass einer vorgeschlagen hat: 3 Jahre lang diese Methode bei allen europäischen Völkern durchzuführen und schon verschwindet die Varroa aus Europa! Wenn die Varroa echt verschwindet würde ich einen Gesetzt dafür nicht ablehnen :)

ach wie schön das Imkern wäre :SM_1_09:"bis auch die letzte Milbe tot ist ..."

Nils
09.01.2013, 09:57
Guten Morgen,

ich hab's mir jetzt lange überlegt ob ich es überhaupt schreiben soll...
Als Anfänger steckt man ja voller verrückter Ideen. Aber wie schon Einstein sagte: "Erscheint eine Idee anfangs nicht als völllig verrückt, dann taugt sie nichts.".

Darum also doch hier mein Erlebnis im letzten Sommer und meine (gewagte) Interpretation....

Im Sommer 2012 -meinem ersten Bienensommer- habe ich versuchsweise einigen meiner Völker "Acidum formicicum D4" verabreicht. Also Ameisensäure in homöopathischer Form (Globuli). Diese gab ich zum Teil ins Zuckerwasser zum Teil einfach auf die Oberträger bzw. ans Flugbrett. Ziel war eigentlich die Varroa-Bekämpfung.

Im nachhinein (!!) hatte ich den Eindruck, daß die Bruttätigkeit daraufhin deutlich eingeschränkt wurde. Mit dieser Reaktion hatte ich nicht gerechnet und daher auch keine entsprechende Durchschau gemacht. Aber Wochen später war zumindest bei einem Volk nur noch wenig verdeckelte Brut vorhanden. Ich machte mir schon Sorgen wegen dieses Volkes (ich hatte hier auch entsprechend davon berichtet ;) ). Die Volksstärke brach deutlich ein. Später (Nov./Dez) war auf der Windel jedoch wieder Bruttätigkeit zu erkennen. (Gemüll-Menge und -Farbe). Das Volk sass dann auf überraschenden 6-7 Wabengassen und war nicht so schwach wie es mir (als Anfänger) am Flugloch vorkam.

Bei diesem Volk reichte eine zweimalige Bedampfung mit OS im November aus. Danach ist über Wochen hinweg keine einzige Milben mehr gefallen und auch jetzt finde ich nur noch alle 1-2 Wochen mal eine. (Gitterboden ist weitgehend frei)
Dieses Timing war jedoch nur ein Zufallstreffer und keine geplante Aktion.

Ob die homöopathische AS einen Brutstop verursacht oder nicht würde ich in diesem Sommer/Herbst gerne nochmal ausprobieren und euch dann berichten.

So kann ich leider selber nur raten, da -wie gesagt- die entsprechende Durchschau zu spät bzw. gar nicht erfolgte. Auch fehlt mir als 0-jähriger Jungimker sicher noch einiges an Erfahrung um das korrekt einzuordnen.

Trotzdem schreibe ich Euch davon, vielleicht mag es einer ja selber ausprobieren - oder es dient als Anregung für bessere Ideen. Kann auch sein daß jedes Bienenvolk anders darauf reagiert - wer weiß das schon so genau bei Homöopathie ;)

Und wer Homöopathie für Placebo hält - naja, der hat jetzt was zum schmunzeln ;)


Servus,

Nils

Ficht
09.01.2013, 10:12
Hallo Nils!

Bin begeistert! Werde das auch ausprobieren. Vorher aber ein paar Fragen...
Wann hast du die Globuli gegeben?
Und warst du wirklich so mutig und hast auf die ASB verzichtet?!
Wie viele Globuli hast du einem Volk ca. gegeben?

Bin von Studien - Berufswegen her ein Freund der Schulmedizin, weiss aber auch das Homöopathie, TCM und co. nicht wirklich was mit Placebo zu tun haben! Darum finde ich den Ansatz sehr spannend! Das ich da nicht selbst drauf gekommen bin... ;)

Nur so am Rande... Lustig ist das man Haustieren bei Milbenbefall "Propolis D12" verabreicht! :)

Nils
09.01.2013, 20:53
Hallo Christian,

wie gesagt, es ist eine (noch) gewagte Annahme meinerseits die getestet werden sollte...
Meine Völker wurden alle mit Thymol behandelt (Anfang August) und dann im Okt/Nov mit OS bedampft.

Das genannte Volk ist ein kleiner Schwarm von Ende Juni.
Anfang August wurde Thymol aufgelegt, am 22.08 die zweite Behandlung, am 14.09 die dritte Charge auf Anraten meines Paten.

Am 25.09. wurde die erwähnte Acid Formic. D4 gegeben. Dieses Volk erhielt die Globuli oben auf die Oberträger und direkt auf dem Flugbrett. Dort wurden sie umgehend von Bienen abgezüngelt...
Die Anzahl der Globuli spielt dabei keine so große Rolle, da hier ja nur 1x ein Informationsreiz gegeben wird. Ich schätze ich streute 10 - 15 Globuli, einige landeten auch auf der Windel...

Ca. 2 Wochen später (06.10.) war ich in Sorge, da das Volk zusehends an Masse verlor. Ich fürchtete schon ich habe sie mit den Globuli vergiftet...

Daher habe ich schnell mal 3 Waben gezogen. Auf der dritten (die Mittlere) fand ich eine kleine Fläche verdeckelte Brut, danach habe ich nicht weiter durchgeschaut, da die Königin da war. Es waren auf diesen 3 Waben keine Eier oder offene Brut zu sehen.

Sie sassen damals bereits recht eng und besetzten 7 Wabengassen. Hier ein Foto der mittleren Wabe (hier war auch die Königin unterwegs)

http://www.bienenforum.com/forum/attachment.php?attachmentid=13900&d=1349540878

Am 24.10. (4 Wochen nach der Acid.-Gabe) bedampfte ich das Volk mit OS. Die 7 Tage danach sind 260 Milben gefallen.
Am 01.11. eine weitere Bedampfung - es fielen ca. 50 Milben. Ab dem 7ten Tag nach der zweiten Bedampfung ist keine weitere Milbe mehr gefallen; erst wieder gut 3 Wochen nach der 2ten Bedampfung fiel 1 Milbe. Seither lagen noch 2 Milben auf der Windel.
Von August bis Dezember sind ca. 2.000 Milben gefallen.

Laut Windeldiagnose produzieren sie derzeit auf 6 Wabengassen Gemüll.
Ich vermute nach der Gemüllmenge und -farbe, daß bis vor den 16.12. Brut auslief - also sollte die Königin Ende Nov. noch gestiftet haben.

Zusammenfassung:
25.09. - Acid Formic. D4
06.10. - keine offene Brut (jedoch nur 3 Waben gezogen) Tag 11 nach Acid Form.
24.10. - OX (Tag 29 nach Acid Formic) - möglicherweise keine verdeckelte Brut mehr? Spekulation!
01.11. - OX
08.11. - kein Milbenfall mehr über Wochen!
Mitte/Ende Nov - die Königin stiftet vermutlich
25.11 - 16.12. - lt. Gemüll lief in dieser Zeit Brut aus

THEORETISCH könnte man daraus ableiten, daß die Königin Ende September eine Pause einlegte und ich zufällig am 24.10. eine Phase erwischte, in der keine/wenig verdeckelte Brut vorhanden war. Da Anfang Dezember laut Gemüll Brut auslief muß die Königin jedoch bis Ende Nov. gestiftet haben.

Eine sichere Aussage ist jedoch nicht möglich, da ich am 06.10. keine vollständige Durchschau gemacht habe. Möglicherweise war ja auf der letzten Wabe doch noch offene Brut - und alles hier ist ein Hirngespinst meinerseits....

Darum folgende Idee:
Vor dem Abschleudern eine Gabe Acid Formic. D4 geben, 3 Wochen später (z.B. zur Ernte oder beim einengen etc.) gründlich auf Brut prüfen. Wenn tatsächlich brutfrei: 1-2x mit OS bedampfen!


Alles Gute,

Nils

Sebastian
10.01.2013, 09:03
Servus Nils,


Und wer Homöopathie für Placebo hält - naja, der hat jetzt was zum schmunzelnIch schmunzle bereits ganz gewaltig.

Was Du da treibst, ist allerdings nicht Homöopathie, sondern Zeitverschwendung (aber wozu ist sonst ein Hobby da?). Du verabreichst ein homöopathisches Präparat. Homöopathie ist aber etwas Anderes.

lg,
Sebastian

Nils
11.01.2013, 09:23
Servus Sebastian,


Du verabreichst ein homöopathisches Präparat. Homöopathie ist aber etwas Anderes.


Wenn Du mir ein "Repertorium für Insekten" empfehlen kannst will ich gerne nach homöopathischen Gesichtspunkten behandeln. Leider gibt es sowas nicht.

Und daher muß man es machen wie Herr Hahnemann der zu seiner Zeit auch kein Repertorium hatte: Mittel anwenden und schauen was passiert. Was ich mache ist eine Mittelprüfungen - also grundlegenste Basis-Homöopathie....

Nils

Sebastian
11.01.2013, 09:42
Servus Nils,


Was ich mache ist eine Mittelprüfungenwenn ich mich recht erinnere hat der Hahnemann die Mittelprüfung mit der Urtinktur gemacht, nicht mit den Potenzen (wobei D4 in bestimmten Fällen durchaus noch im klassisch pharmakologisch wirksamen Bereich sein kann).

Die Frage ist nur: was hat der Hahnemann mit den Erkenntnissen aus der Mittelprüfung gemacht?
Vielleicht sagt Dir das Simile-Prinzip etwas - das ignorierst Du in Deinem Experiment vollkommen.

Daher hat das was Du machst nichts mit Homöopahtie zu tun. Das ist aber nicht weiters schlimm, denn die Annahmen die der Homoöpahtie zu Grunde liegen haben sich ohnehin als Irrtum erwiesen.

lg,
Sebastian

Nils
11.01.2013, 09:56
wenn ich mich recht erinnere hat der Hahnemann die Mittelprüfung mit der Urtinktur gemacht, nicht mit den Potenzen

Du erinnerst dich nicht recht - Mittelprüfungen werden meist mit C 30 Potenzen gemacht.


denn die Annahmen die der Homoöpahtie zu Grunde liegen haben sich ohnehin als Irrtum erwiesen.
Auch das ist ein Irrglaube - aber ich habe mir abgewöhnt über Homöopathie-Grundlagen zu diskutieren und beende daher diese sinnlose Diskussion zumal wir sonst sehr schnell OT werden...

Servus,

Nils

Sebastian
11.01.2013, 10:38
Servus Nils,


Du erinnerst dich nicht recht - Mittelprüfungen werden meist mit C 30 Potenzen gemacht.nun habe ich nachgesehen (ist ja doch eine Weile her ;-)): in der "Allgemeinen Homöopathischen Zeitung" aus dem Jahr 1850 berichtet der Hahnemann-Schüler und Proband Dr. Franz Hartmann: "Die Arzneimittelprüfungen an denen ich Theil genommen habe, wurden nur mit Urstoffen und Urtinkturen angestellt;..."


ich habe mir abgewöhnt über Homöopathie-Grundlagen zu diskutierenIch finde medizinhistorisch ist das nicht uninteressant. Das geozentrische Weltbild ist heute genauso obsolet, trotzdem ist es interessant zu untersuchen, wie die Menschen damals ihre empirischen Erfahrungen zu deuten versuchten, dabei zahlreiche Irrwege verfolgten, an diesen mit aller Verbissenheit festhielten und wie lange und mühsam der Prozess neuer Erkenntnis sein kann.

lg,
Sebastian

Selurone
11.01.2013, 13:58
Wie lange lebt eigentlich so eine Varroa? Wäre es denn nicht möglich, die brutlose Zeit in einem kalten Keller oder Lager zu verlängern (Reinigungsflug?) und dort die Varroa ohne verschiedene Mittelchen absterben zu lassen?

albert
11.01.2013, 14:04
Sommervarroen leben 6-8 Wochen, Wintervarroen 6-8 Monate. Kennen wir das nicht von irgend woher? Das mit der Verlängerung der brutlosen Zeit wird zwar wahrscheinlich die Varroa vernichten, das Bienenvolk aber gleichzeitig auch.

LG
Albert

Selurone
11.01.2013, 15:03
Wintervarroen 6-8 Monate
Das ist nicht gut!!!:(

Brigitte
11.01.2013, 15:42
Hallo,

nachdem ich am Montag nochmals bei 3 Völkern bedampfen musste, habe ich es nun ein bißchen satt, den halben Winter Varroen auf weissen Tassen zu zählen, Notbedampfungen durchzuführen und mir um die Bienen Sorgen zu machen, wegen der Invasion im Spätherbst. Die Oxalsäurebedampfungen sind ja für die Bienen auch nicht gut!
Ich wollte die Bienen im Herbst nach der letzten AS-Behandlung und Einfütterung nicht mehr stören, daher habe ich die Völker nicht mehr aufgemacht, wozu auch.

Nun habe ich meinen Plan geändert und vor - mich nächstes Jahr zu überwinden, an einem "warmen Tag" Ende Oktober, oder November die Völker kurz aufzumachen, alle Restbrut zu entfernen und in einem Streich gleich mal Oxalsäure zu träufeln. Die Restbrutentfernung schien mir bisher zu brutal, aber die Störungen durch die Bedampfungen sind ja auch nicht ohne und von zu kurzer Wirkungsdauer bei Brut im Volk...

Mit der Restbrutentfernung sollten die Bienchen dann bis Ende Dezember keinen zu hohen Varroenbefall mehr zusammenbekommen. Vielleicht wäre es dann sogar möglich bei manchen Völkern die Restenmilbung im Dezember überhaupt auszulassen? Wenn sie nach der Restbrutentfernung nicht mehr mit brüten beginnen würden, müsste eigentlich Ruhe sein mit der Vermehrung der Milbe.
Die Imkerschule hat uns das auch schon geraten, habt Ihr schon Erfahrung damit, ob das läuft?

LG
Brigitte

Palma40
11.01.2013, 15:57
Ich wollte die Bienen im Herbst nach der letzten AS-Behandlung und Einfütterung nicht mehr stören, daher habe ich die Völker nicht mehr aufgemacht, wozu auch.

Hallo Brigitte,

kann Dich verstehen, ich störe die Bienen auch nicht gerne, aber gerade im Herbst, wo ja die Reinvasion stattfindet ist die Varroakontrolle besonders wichtig und dies nicht nur einmal. Dann natürlich auch, wenn nötig die entsprechende Behandlung. Mit OS-träufeln wirst Du zu dieser Zeit nicht allzuviel erreichen, weil die Völker noch viel Brut haben und auch viel zu locker sitzen. Also bleibt nur noch mehrmals bedampfen oder AS Langzeitbehandlung.

edlBeeFit
11.01.2013, 17:19
Mit OS-träufeln wirst Du zu dieser Zeit nicht allzuviel erreichen, weil die Völker noch viel Brut haben und auch viel zu locker sitzen
Doch, sie hat ja geschrieben das sie die Restbrut entfernt und gleichzeitig beträufelt

Finde ich eine gute brauchbare Lösung

Sebastian
11.01.2013, 17:48
Servus Albert,


Sommervarroen leben 6-8 Wochen, Wintervarroen 6-8 Monate.ich kenne diese Angaben nur aus 2. Hand aus diversen Foren etc. habe aber nirgends einen Verweis auf die Quelle gefunden. Kennst Du Untersuchungen, die sich mit der Populationsentwicklung der Varroa während der brutlosen Zeit beschäftigen?

lg,
Sebastian

Palma40
11.01.2013, 17:59
Doch, sie hat ja geschrieben das sie die Restbrut entfernt und gleichzeitig beträufelt

Finde ich eine gute brauchbare Lösung

Hallo Kurt,

nach Deiner Methode, dann aber übers ganze Jahr gesehen ist es vielleicht brauchbar, wollen wir aber erst noch testen.

Chrigel
11.01.2013, 18:39
ich kenne diese Angaben nur aus 2. Hand aus diversen Foren etc. habe aber nirgends einen Verweis auf die Quelle gefunden. Kennst Du Untersuchungen, die sich mit der Populationsentwicklung der Varroa während der brutlosen Zeit beschäftigen?
Hallo Sebastian
In ihrer Diss. macht Verena Schneider Angaben dazu.
Hier der entspr. Abschnitt:
2.1.8 Lebenserwartung der Varroen
Die adulten Weibchen leben im Sommer theoretisch ebenso lang wie ihre
Bienenwirte, das heißt etwa drei bis acht Wochen. In Feldpopulationen wird das
Durchlaufen von zwei bis drei Reproduktionszyklen als wahrscheinlich erachtet
(Martin und Kemp 1997, Calderón 2009), danach sterben sie.
Die Milben können ohne ihren Wirt nicht länger als 18 – 70 Stunden (Sammataro
2000) überleben. Die Männchen, sowie weibliche Milben, die das Adultstadium vor
dem Schlupf der Biene nicht erreicht haben, sterben in der leeren Wabenzelle.
Noch Lebende werden von Arbeiterinnen sofort getötet und der gesamte Inhalt
wird ausgeräumt (Calderón 2009).
Pro Jahr bringt eine Varroamilbe (in gemäßigten Zonen) zehn bis 15 Generationen
hervor (Solignac 2005).
mfG Christian

edlBeeFit
11.01.2013, 19:30
Zitat von edlBeeFit

nach Deiner Methode, dann aber übers ganze Jahr gesehen ist es vielleicht brauchbar, wollen wir aber erst noch testen
Hat MMn nichts mit meiner Methode zu tun Klaus;)

Wenn sie, wie sie schreibt, die Restbrut entnimmt, kann sie doch die restlichen Milben gut mit träufeln eliminieren

Sebastian
11.01.2013, 19:47
Servus Christian,


In Feldpopulationen wird das
Durchlaufen von zwei bis drei Reproduktionszyklen als wahrscheinlich erachtet
(Martin und Kemp 1997, Calderón 2009), danach sterben sie.Danke für den Hinweis - habe mit die Diss schon besorgt! Direkte Antwort auf die Frage, wie lange die Milben in einem brutfreien Volk überleben findet sich zwar auch hier nicht, aber doch Hinweise, dass die Tierchen grundsätzlich nicht sehr langlebig sind.

lg,
Sebastian

Palma40
11.01.2013, 19:54
Wenn sie, wie sie schreibt, die Restbrut entnimmt, kann sie doch die restlichen Milben gut mit träufeln eliminieren

Abgesehen davon, daß ich Restbrut niemals ausschneiden würde, sitzen die Bienen viel zu locker um diese Zeit und ein mehrmaliges beträufeln mit einer 3,5 %igen Lösung kann ich nur empfehlen, wenn sie die Völker los haben will. Außerdem wäre mit einmal träufeln die Reinvasion auch nicht bekämpft.

edlBeeFit
11.01.2013, 20:13
Abgesehen davon, daß ich Restbrut niemals ausschneiden würde, sitzen die Bienen viel zu locker um diese Zeit und ein mehrmaliges beträufeln mit einer 3,5 %igen Lösung kann ich nur empfehlen, wenn sie die Völker los haben will. Außerdem wäre mit einmal träufeln die Reinvasion auch nicht bekämpft.
Nach Deiner Meinung könnte man dann überhaupt nur im -° Temperaturbereich OS träufeln.....................
Du hast aber doch schon öfters im letzten Jahr bei weit höheren Temperaturen geträufelt, oder änderst Du jetzt Deine Meinung über OS

Sebastian
11.01.2013, 20:16
So, jetzt hab ich endlich was halbwegs Handfestes gefunden.

Fazit: das Verhältnis Milbe:Biene ändert sich während der brutlosen Zeit nicht dramatisch. D.h. beide Spezies überleben ungefähr gleich lang. Tendenziell ist die Milbe im Vorteil, da es ihr gelingen kann auf eine "frische" Biene zu wechseln wenn die "eigene" das Zeitliche segnet. (Parasitology (http://journals.cambridge.org/action/displayJournal?jid=PAR) / Volume 114 / Issue 02 / February 1997, pp 151-157 und Apidologie Volume 32, Issue 3, 2001, Pages 223-229)

Damit würde eine künstliche Verlängerung der winterlichen Brutpause keine Reduzierung des Varroabefalls mit sich bringen.

Allerdings vermehrt sich auch die Milbe während dieser Zeit nicht und übers Jahr gesehen gibt es in Summe weniger Milben. Dass sich daraus ein Ersatz für eine Winterbehandlung basteln lässt erscheint mir nicht allzu plausibel.

Ganz verwerfen will ich die Idee aber auch nicht. In Kombination mit einer OS-Behandlung 2 Wochen nach dem Käfigen hat man zu Saisonbeginn beinahe Varroa-freie Völker. Wär auch was wert.

lg,
Sebastian

Palma40
11.01.2013, 20:26
Du hast aber doch schon öfters im letzten Jahr bei weit höheren Temperaturen geträufelt, oder änderst Du jetzt Deine Meinung über OS

Hallo Kurt,

da muß ich Dir wiedersprechen, ich habe niemals 3,5%ige OS geträufelt außer zur Restentmilbung im Winter. Was ich schon probiert habe, solltest Du am besten wissen. :009:

edlBeeFit
11.01.2013, 22:21
Was ich schon probiert habe, solltest Du am besten wissen.
Ok Klaus, da hab ich mich wohl getäuscht

Aber ich habe schon x Mal Blockbehandelt und alle Völker leben noch;) und wie, auch die meiner Nachbaren und andere

Salsa
11.01.2013, 22:58
Hallo,

Abgesehen davon, daß ich Restbrut niemals ausschneiden würde, sitzen die Bienen viel zu locker um diese Zeit und ein mehrmaliges beträufeln mit einer 3,5 %igen Lösung kann ich nur empfehlen, wenn sie die Völker los haben will. Außerdem wäre mit einmal träufeln die Reinvasion auch nicht bekämpft.
Meine Erfahrungen mit 3,5er OS Träufeln im Spätherbst (wenn die Bienen noch Brut haben und locker sitzen) stimmen mit den Aussagen von Klaus überein.



Damit würde eine künstliche Verlängerung der winterlichen Brutpause keine Reduzierung des Varroabefalls mit sich bringen. ...

Ganz verwerfen will ich die Idee aber auch nicht. In Kombination mit einer OS-Behandlung 2 Wochen nach dem Käfigen hat man zu Saisonbeginn beinahe Varroa-freie Völker. Wär auch was wert.

schade, das eine künstliche Verlängerung der Brutpause alleine nicht ausreicht, aber auch ich würde die Idee nicht wegwerfen, vielleicht lässt sich mit bienenfreundlichern Mitteln (z.B. Puderzucker oder OS-Verdampfung) der Varroadruck sehr runter kriegen.

Lg Salsa

Palma40
11.01.2013, 23:01
Aber ich habe schon x Mal Blockbehandelt und alle Völker leben noch und wie, auch die meiner Nachbaren und andere

ja Kurt, ich weiß sehrwohl das Du geträufelt hast als Blockbehandlung, aber eben nicht mit 3,5 %iger Oxalsäurelösung und das macht den Unterschied.

Brigitte
12.01.2013, 18:41
Hallo,

ich wollte eigentlich nur 1 x OS träufeln, weil ich die Restbrut vorher entfernt hätte, da macht es doch keinen Sinn eine Blockbehandlung durchzuführen soviel ich weiß. Die Zeit der Reinvasion müsste halt schon vorbei sein, schätze mal eben Ende Oktober, Anfang November.

Und wenn die Restbrut entfernt wäre, hätte ich außerdem noch weitere 8-9 Tage Zeit, die OS zu träufeln, wenn es denn sein müsste dass die Witterung so gar nicht passt. z.B. zu warm dafür ist.

Ich möchte den Bienen eigentlich was ersparen. Nach dieser Methode müsste ich sie nur einmal stören: eben Restbrut entfernen, 1x OS träufeln. Ende Dezember würde ich dann - wenn wirklich wieder zuviel Abfall wäre, mit letzter Behandlung abschließen.

Hat das schon jemand - oder in ähnlicher Form probiert?


LG
Brigitte

Palma40
12.01.2013, 19:44
Nach dieser Methode müsste ich sie nur einmal stören: eben Restbrut entfernen, 1x OS träufeln. Ende Dezember würde ich dann - wenn wirklich wieder zuviel Abfall wäre, mit letzter Behandlung abschließen.

Hallo Brigitte,
dann würdest Du aber Deine Winterbienen zweimal duschen und dies kann ich Dir mit 3,5 %igen OS nicht empfehlen. Womit träufelst Du denn ? Wenn Du Bienenwohl nimst kann ich nicht mitreden, habe ich noch nie angewendet.

Brigitte
13.01.2013, 11:10
Hallo Klaus,

ich hätte an normale 3.5 % ige OS-Lösung gedacht(Fertiglösung aus der Flasche) im Spätherbst 1x geträufelt. Wenn der Abfall im Dezember noch zu hoch wäre, hätte ich dann 1x verdampft und fertig.:)

Bienenwohl verwende ich nicht, weil ich Bioimkerin bin.

LG
Brigitte

albert
13.01.2013, 11:32
Wenn mit dem Abschleudern die verdeckelte Brut entfernt wird, dann mit OS (wie auch immer) behandelt wird und in der brutfreien Zeit (Ende Nov - Mitte Dez) nochmals, dann funktioniert das sehr wohl. Die Bienen, welche die erste Behandlung abbekommen haben leben - mit Ausnahme der Königin - bei der 2. Behandlung sowieso nicht mehr. Daher ist das Argument mit der 2maligen Behandlung zu vernachlässigen.

LG
Albert

Palma40
13.01.2013, 11:37
ich hätte an normale 3.5 % ige OS-Lösung gedacht(Fertiglösung aus der Flasche) im Spätherbst 1x geträufelt. Wenn der Abfall im Dezember noch zu hoch wäre, hätte ich dann 1x verdampft und fertig.

Hallo Brigitte,

dann machs doch umgekehrt, Os im Herbst verdampfen, da hast Du die Möglichkeit nach Bedarf das Verdampfen zu wiederholen und im Dezember träufelst Du zur Restentmilbung ein mal.

Palma40
13.01.2013, 12:31
Hallo Albert,

beachte bitte wann Brigitte die Restbrut entfernen möchte !



Nun habe ich meinen Plan geändert und vor - mich nächstes Jahr zu überwinden, an einem "warmen Tag" Ende Oktober, oder November die Völker kurz aufzumachen, alle Restbrut zu entfernen und in einem Streich gleich mal Oxalsäure zu träufeln.

LG
Brigitte


Wenn mit dem Abschleudern die verdeckelte Brut entfernt wird, dann mit OS (wie auch immer) behandelt wird und in der brutfreien Zeit (Ende Nov - Mitte Dez) nochmals, dann funktioniert das sehr wohl. Die Bienen, welche die erste Behandlung abbekommen haben leben - mit Ausnahme der Königin - bei der 2. Behandlung sowieso nicht mehr. Daher ist das Argument mit der 2maligen Behandlung zu vernachlässigen.

LG
Albert

so wie Du dies hier schilderst funktioniert es auch, da bin ich mir ganz sicher, aber nicht bei einer Restbrutentnahme Ende Oktober Anfang November, da haben wir ja schon Winterbienen und die leben noch bei der zweiten Dusche im Dezember. Außerdem verwendest Du Bienenwohl.

albert
13.01.2013, 19:00
Servus Klaus,
Deine Ausführungen stellt niemand in Frage. Ich habe auch extra davon geschrieben, es mit dem Abschleudern zu machen. Ich weiß nicht, warum man erst auf Reinfektionen im Oktober warten soll. Da leben viele Völker schon nicht mehr, bzw. nützen Behandlungen auch nichts mehr. Bei einer Parasitierung von mehr als 15.000 Varroen im Oktober (absolut realistisch, wenn im Juli nichts gemacht wird) ist das Volk sowieso dahin. Ob Bienenwohl oder OS pur macht keinen gravierenden Unterschied!

LG
Albert

Palma40
13.01.2013, 19:24
Hallo Albert,

da sind wir uns zu 100 % einig, wer nach dem Abschleudern nichts gegen die Varroa unternimmt dem ist nicht zu helfen.

Salsa
15.01.2013, 18:53
Hallo Brut- und Varroaexperte,

ich habe bei der Restbehandlung zwei Ausreißer. Einer davon ist ein Ableger, bei dem in zwei Wochen nach der Restbehandlung etwa 900 Milben runtergefallen sind. Diesen Ableger möchte ich auflösen und daraus kleine KS für die Begattung bilden.

Ich überlege es mir, ob ich diesem Ableger nach der langen Frost doch eine Träufelung verpasse und frage mich ob er vielleicht nach der Frost brutfrei wird! Er hat sein Brutgeschäft aufgenommen (habe zur Weihnachten Stifte auf der Windel besichtigt) aber nun herrscht seit dem 11.01. Dauerfrost und sie soll bis Ende Januar bleiben mit Temperaturen von max. 0° und min. -13°.

Stiftet die Kö bei Minustemperaturen weiter? Wenn nicht, dann soll Anfang Februar keine verdeckelte Brut mehr vorhanden sein! Was meint ihr?

LG Salsa

Milb
15.01.2013, 23:39
Also jetzt gönne den Bienen mal ihre Ruhe
wenn Du ihn auflösen willst,
kannst Du die Ableger, bei Beginn der Eilage, mit Milchsäure besprühen.

Warum nochmal träufeln ?
Es muss nicht immer so ausgehen, wie letztes Mal

Gruß Milb

Salsa
16.01.2013, 01:34
Hallo Milb,

ich werde aus diesem Ableger kleine Begattungskunstschwärme bilden, die ich am gleichen Stand nach einer Kellerhaft stelle. Erfahrungsmäßig verlassen einige Bienen ihre KS beim Öffnen der Begattungskästchen und fliegen zum alten Stand zurück oder betteln sich bei benachbarten Völkern ein. Die Behandlung der KS erfolgt einige Tage später. Ich wollte vermeiden, dass zurückfliegende Bienen Milben in anderen Völkern verteilen. Deshalb wollte ich die Schwächung durch eine zweite Behandlung im Kauf nehmen.

das andere Ausreißer mit 200 Milben werde ich in Ruhe lassen, nur bei diesem Ableger mit über 900 Milben wollte ich was unternehmen, am liebsten bevor ein Milbenaustausch mit anderen Völkern stattfinden kann.

LG Salsa

Milb
16.01.2013, 09:26
Hallo Salsa

sei mir nicht böse
aber du entwickelst ein Phobie

angenommen er hatte 1500 Milben und die Behandlung wirkte zu 98%
dann sind noch ca 30 Milben im Volk was sollen die bei Verflug anrichten ??

Mache die KS indem du die Waben mit MS ein sprühst und dann erst ab fegst.

Aber in einem hast DU Recht,
falls der Ableger bei der zweiten Träufelung drauf geht,
hat er auch keine Milben mehr

Gruß Milb

edlBeeFit
16.01.2013, 09:34
sei mir nicht böse
aber du entwickelst ein Phobie
Das hab ich mir schon lange gedacht, ist ja nicht nur hier sondern auch in anderen Forum

Salsa
16.01.2013, 15:46
Danke euch beiden für die netten Antworten!

Weil dieser Ableger definitiv nicht brutfrei war, geheich nicht davon aus, dass die Behandlung zu 98% gewirkt hat.
Deine Tipps und Kritik sind angekommen, nicht ganz ohne Schmerzen, aber wenn das ein Anlass für Freude bei unserem lieben EdlbeeFit ist, dann verkrafte ich das schon..

LG Salsa

Milb
17.01.2013, 22:36
Hallo Salsa

Sei nicht böse
im Grunde weißt Du wo Du stehst
Bleib wie Du bist :-)

Gruß Milb

PS Kurt der Verweis auf andere Foren war nicht fair und noch dazu unnötig

edlBeeFit
18.01.2013, 09:00
PS Kurt der Verweis auf andere Foren war nicht fair und noch dazu unnötig
Sorry Salsa, war nicht so gedacht, war nur ein Hinweis auf Deine extreme Hysterie was behandeln angeht, was schon leicht an eine Phobie grenzt

Tschiwi0
01.12.2013, 17:55
So, nun kram ich das Thema wieder aus.
Ich hab gestern geschrieben, dass ich heute mit der *Bedampfung* beginnen werde.
So habe ich zuerst die mit Gitter abgedeckten Windeln bezüglich des Varroa-Befalls kontrolliert.
Es klingt beinahe unglaubwürdig - aber es sind vom 15.Oktober bis dato in allen 18 Völkern zwischen
1 Milbe und 12 Milben gefallen.
Ich werde doch nicht der Einzige sein, der ohne Milben *dasteht*?
Ich werde auch nicht die Milben ausgerottet haben? (Ironie aus)
Kann mir dieses (scheinbare) Phänomen wer erklären?
Was würdet ihr in solch einem Fall tun?

Fragen über Fragen ....und das nach 26 Jahren.

Gruß
Fritz

edlBee
01.12.2013, 18:01
Es klingt beinahe unglaubwürdig - aber es sind vom 15.Oktober bis dato in allen 18 Völkern zwischen
1 Milbe und 12 Milben gefallen.
Fritz so ist es mir Ende Oktober auch gegangen, ein einziges Volk wo ich wirklich Milben gefunden habe??? aber ich hab natürlich nach meinen Konzept das ganze Jahr über behandelt, Sprich alle 3 Monate geträufelt, oder MS gesprüht

Josef Fleischhacker
01.12.2013, 18:25
Was würdet ihr in solch einem Fall tun?

Gar nichts mehr, zumal Windeldiebe wie Ameisen, Ohrenschlüpfer, Speckkäfer sich schon längst zurückgezogen haben ist das gesehene Ergebnis doch durchaus glaubwürdig.

Selber würde ich die Windel reinigen, in etwa vier Wochen abermals kontrollieren und fertig. Völker die jetzt noch leben erleben auch das Frühjahr, also lehne Dich zurück, oder mach eine Reise nach Teneriffa, hast Dir ja redlich verdient.

Josef

Palma40
01.12.2013, 18:37
Es klingt beinahe unglaubwürdig - aber es sind vom 15.Oktober bis dato in allen 18 Völkern zwischen
1 Milbe und 12 Milben gefallen.

Dass Milben fallen, beweist doch, es sind Milben in den Völkern und davon kann man noch einige ausmerzen. An Deiner Stelle Fritz würde ich auf die Restentmilbung so Mitte Dezember, trotz der wenigen Milben nicht verzichten.

Salsa
01.12.2013, 18:41
Hallo zusammen,

Sorry Salsa, war nicht so gedacht, war nur ein Hinweis auf Deine extreme Hysterie was behandeln angeht, was schon leicht an eine Phobie grenzt

aber ich hab natürlich nach meinen Konzept das ganze Jahr über behandelt, Sprich alle 3 Monate geträufelt, oder MS gesprüht
Entschuldigung angenommen ;) :D

Kann mir dieses (scheinbare) Phänomen wer erklären?
Bei mir lag über 3 Wochen bei mehreren Völkern auch nur eine einzige Milbe. Ich habe es so begründet, dass die meisten Milben gerade in dieser Zeit in der Brut versteckt sind, denn bei mir war es so...

Mitte Oktober war es ziemlich kalt, da wurde das Brutnest sehr kleine gehalten, manche Völker sind ganz aus der Brut gegangen. Ende Oktober bis 10. November war es wieder warum und alle Völker waren wieder stark in Brut. Diese Brut läuft erst gerade aus, davor waren die meisten Milben in der Brut versteckt.
Ich kann dieses Jahr aber generell zu wenig Milben feststellen...

Lg Salsa

Kap Horn
18.01.2014, 12:56
Hej

Die das Neuseeländische Ministerium for Agriculture hat noch eine (erweiterte) Schrift herausgegeben...zum Teil allgemein gehalten, zum Teil ins Detail gehend. Alles in allem bei 120 Seiten sehr viel gesammelte Information...http://www.biosecurity.govt.nz/files/pests/varroa/control-of-varroa-guide.pdf.

Eine wesentlich kuerzere: http://www.biosecurity.govt.nz/pests-diseases/animals/varroa/paper/varroa-treatment-options.htm

Ich bin dann mal beschäftigt... http://www.wuerziworld.de/Smilies/les/les5.gif

Kap Horn