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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Fütterung im Dezember?



Frank_1846
25.12.2015, 12:14
Lieber Foristen,
zuerst einmal wünsche ich Euch ein friedliches Fest und schöne Feiertage und einen fleißigen Weihnachtsmann mit vielen Honigschleudern, Mittelwandwalzen und neuen Beuten im Sack.

Und dann belästige ich Euch gleich mal wieder mit einer neuen Frage:

Gestern habe ich eine Bekannte getroffen, die in einem großen Imkerbedarfsgeschäft arbeitet. Sie sagt, dass der Run auf Futterteig derzeit sehr groß ist, da alle Sorge haben, dass der harte Winter noch kommt und ihre Bienlein mit den verbleibenden Futtervorräten wegen des bis dato milden Wettters nicht auskommen werden. Sie rät mir daher dringend, jetzt Futterteig zu geben.

Was meint Ihr dazu? Rege ich meine Mädels dadurch nicht erst recht zur Brut an und sorge dafür für verbrauchte, hungrige Bienen?
Ich hab gerade gewogen, 37kg bei den zweitargigen (Zander-) Völkern, 23 kg bei den Einzargern. Soll ich Futterteig geben? Sie fliegen wahnsinnig stark, vor allem zu dem naheliegenden Senffeld und bringen Polen wie bekloppt.... Sie, bzw. die Teig-kaufenden Imker, haben mich ganz schön verunsichert. Könnt Ihr mir Rat geben?

Danke und viele Grüße
Frank

DN-Beute
25.12.2015, 14:57
Hallo Frank,
Ferndiagnose sehr schwer. Frage ist doch wieviel Futter ist noch drin?
Wenn zu wenig Futter drin sein sollte, was ist denn sinnvoller
Volk nicht verhungern lasse und zur Brut anregen, oder
Volk nicht zur Brut anregen und später verhungert :(
Schau nach wieviel Futter drin ist, wenn zu wenig dann füttern .

Frank_1846
25.12.2015, 15:35
Hallo Rudi,

danke für Deine Antwort. Öffnen möchte ich nur ungern, daher habe ich gewogen. Ich denke, dass pro Volk noch ca 10-12 kg Futter drin sein sollten.
Viele nützen aber wohl das "gute" Wetter, da die Bienen jetzt gut aufnehmen. Und da man nie weiß, wie lange und hart der Winter werden könnte, würde ich gerne von Euren Erfahrungswerten profitieren, ob füttern jetzt sinnvoll ist. Brüten weden sie jetzt vermutlich sowieso, rege ich aber durch das Füttern jetzt so stark an, so dass sie noch mehr brüten?

Viele Grüße
Frank

DN-Beute
25.12.2015, 15:49
Wenn da noch 10 / 12kg drin sind und das wären meine Bienen, würde ich bis ende Februar
garnichts machen. Danach sehen wir mal weiter.

Ortus
25.12.2015, 16:13
Zwei meiner Völker sind auch sehr leicht, habe bis dato noch nicht gewogen. Angenommen die haben 5 kg übrig, wie sollte ich da am besten füttern?

Lg clemens

Nils
25.12.2015, 16:38
Mein Leichtestes hat 9,7 kg - wer bietet weniger?
Ich frage mich nun auch, ob ich die letzten warmen Tage noch nutzen soll um entweder angewärmten Sirup per Gurkenglas zu verabreichen bzw. Futterteig. Mein Volk ist enorm stark und es wäre ein Jammer, würden sie verhungern...

DN-Beute
25.12.2015, 17:10
. Angenommen die haben 5 kg übrig,
wenn sie im Monat 2,5kg fressen würden, dann würde das reichen bis.........

Josef Fleischhacker
25.12.2015, 17:21
Gestern habe ich eine Bekannte getroffen, die in einem großen Imkerbedarfsgeschäft arbeitet. Sie sagt, dass der Run auf Futterteig derzeit sehr groß ist, da alle Sorge haben, dass der harte Winter noch kommt und ihre Bienlein mit den verbleibenden Futtervorräten wegen des bis dato milden Wettters nicht auskommen werden.

Lass Dich doch nicht zum Narren machen Frank, wenn noch + 10 Kilo drinnen sind reicht dies locker bis Ende März.

Mach folgendes, leg eine Windel hinein und beobachte so den Sitz der Wabengassen, erst dann, wenn die Wintertraube hinten anstößt, erst dann wird es knapp.

Tipp: Mach mit bei unserer ab Hl. Drei Könige startenden FuT Herstellung, mehr darüber nach den Feiertagen.

Josef

wolfimme
27.12.2015, 13:32
Hallo erstmal, bin neu hier und gleich mal eine Frage: Mein Imkerbedarf-Zulieferer hat gegen das Füttern von Futterteig protestiert, er meint, man treibt die Bienen dann hinaus zum Wasser holen. Wenn nachfüttern, dann nur mit Sirup. Was meinen die erfahrenen Imker dazu?
Wolfgang

Frank_1846
27.12.2015, 13:57
Willkommen, Wolfgang!
Ich denke, sie nehmen den Futterteig eher an. Und das Wasserholen sollte ja kein Problem sein - bei den Temperaturen.
Hast Du für Dich die Frage schon beantwortet, ob füttern?

wolfimme
27.12.2015, 14:08
Hallo Frank,
danke für die schnelle Anwort. Ja, ich habe jeweils 4 l Sirup über Adam-Fütterer gegeben und wurden auch ausgeschleckt. Nun habe ich die Fütterer wieder abgenommen und lasse die Bienchen in Ruhe.
Für mich als Neuling ist es katastrophal, jeder sagt einem etwas anderes. Auch die erfahrenen Imker widersprechen sich in vielen Dingen. Es ist schwer somit zu lernen und eine eigene Linie zu finden.
Trotzdem lassen wir uns nicht entmutigen :h430:
Wünsche Dir guten Beschluß und alles Gute für das neue Jahr.
Gruß Wolfgang

jakobleipzig
27.12.2015, 14:08
Er hat m.E. nach insofern recht, als dass Sirup am leichtesten abzunehmen geht, er hat die beste Konsistenz und Zusammensetzung. Wenn die Bienen sowieso fliegen, der winterlichen Wärme wegen, ist Wasserholen aber sicher kein Problem.

wolfimme
27.12.2015, 14:11
Danke Jakob und viele Grüße von Niederbayern nach Leipzig. Wünsche guten Rutsch und alles Gute für 2016.
Gruß wolfgang

Beehouser
27.12.2015, 20:45
Hallo Frank,
danke für die schnelle Anwort. Ja, ich habe jeweils 4 l Sirup über Adam-Fütterer gegeben und wurden auch ausgeschleckt. Nun habe ich die Fütterer wieder abgenommen und lasse die Bienchen in Ruhe.
Für mich als Neuling ist es katastrophal, jeder sagt einem etwas anderes. Auch die erfahrenen Imker widersprechen sich in vielen Dingen. Es ist schwer somit zu lernen und eine eigene Linie zu finden.
Trotzdem lassen wir uns nicht entmutigen :h430:
Wünsche Dir guten Beschluß und alles Gute für das neue Jahr.
Gruß Wolfgang

Füttern jeglicher Art ist im Dezember Kontraproduktiv. Es wird ein aüßergewöhnlicher Brutschub verursacht, der beim nächsten Kälteeinbruch für Probleme sorgen wird. Die Bienen wollen die Brut unbedingt versorgen, ergo entsteht dadurch ein höherer Futterverbrauch und somit ein noch höherer Futtermangel im Frühjahr.
Meine Devise: Bis Ende Januar bleibe ich ruhig. Dann kommt es auf das Wetter an. Ist es kalt und winterlich -> NICHTS tun. Kann bei uns oft bis Mitte März dauern. Manchmal aber auch nur bis Anfang Februar.
Erst wenn die Wärme es zulässt, dass die Bienen Haselpollen holen können, dann kann man, wie einige das tun auch wieder füttern. Aber in diesem Fall, muss bis zum Frühling gefüttert werden!
Dazu schaut auf das Thema "Reizfüttern".

Hier noch der Link:
http://www.bienenforum.com/forum/showthread.php?11952-Zweifelhafte-Reizfütterung&highlight=Reizf%FCtterung

Josef Fleischhacker
27.12.2015, 20:54
Mein Imkerbedarf-Zulieferer hat gegen das Füttern von Futterteig protestiert, er meint, man treibt die Bienen dann hinaus zum Wasser holen.

Der Mann scheint nicht unbedingt ein imkerlicher Fachmann (beinahe hätte ich ein deftigeres Wort verwendet) zu sein, nämlich gerade das Gegenteil ist der Fall, beim Futterteig müssen die Bienen nicht ins Freie, bei flüssiger Fütterung sehr wohl!

Josef

DN-Beute
27.12.2015, 21:15
....., beim Futterteig müssen die Bienen nicht ins Freie, bei flüssiger Fütterung sehr wohl!

Josef
Josef sei bitte so nett, wenn du mal 4 Minuten Zeit hast, und erkläre mal warum das so ist.
deine Aussage spricht gegen die Menschliche Logik. Von wegen Flüssigfutter hat Wasser,
Futterteig nicht, weil ist ja fest und nicht flüssig :(

Josef Fleischhacker
27.12.2015, 21:34
Von wegen Flüssigfutter hat Wasser, Futterteig nicht, weil ist ja fest und nicht flüssig

Flüssigfutter, sagen wir eine 3 : 2 Mischung, also eine relativ dicke Lösung, hat nun einmal zumindest ein Drittel Wasser, Bienen benötigen jedoch ihr Futter mit 15 - höchstens 20 % Wasser, somit muss das zuviel eben raus gebracht werden, im Stock entstünde zu hohe Feuchtigkeit. Nun bitte nicht zu sagen Sirup hätte weniger, auch wenn dies der Fall wäre, so muss auch dieser Sirup eingedickt werden.

Futterteig hat lediglich etwa 12 bis 15 Wasser, somit passt dies punktgenau und kann ohne Mühe und ohne ausfliegen zu müssen sofort eingelagert, oder den Larven verfüttert werden.

Josef

DN-Beute
27.12.2015, 21:54
Na endlich ist das Thema auch mal geklärt.
Jetzt muss dies nur noch verbreitet werden, dann passt das. ;)

Josef Fleischhacker
27.12.2015, 22:06
Wichtiger Nachtrag für wolfimme


Mein Imkerbedarf-Zulieferer hat gegen das Füttern von Futterteig protestiert, er meint, man treibt die Bienen dann hinaus zum Wasser holen.

Sag ihm bitte, die dünnen FuT Fladen liegen direkt auf den Rähmchen über der Brut, es geht somit keine Wärme verloren, zudem haben die Bienen dies selbst in der Wintertraube griffbereit.

Bei flüssiger Fütterung egal welcher Art auch immer müssen um Platz zu schaffen entweder Rähmchen entfernt werden, oder man muss eine weitere Zarge aufsetzen.

Kennt er sich nicht aus, so soll er bitte mit mir in Kontakt treten, auch im Forum kann er jederzeit Nachhilfe bekommen, mich ärgern solche Besserwisser.

Josef

Chrigel
28.12.2015, 10:05
Bienen benötigen jedoch ihr Futter mit 15 - höchstens 20 % Wasser, somit muss das zuviel eben raus gebracht werden,
bei flüssiger Fütterung sehr wohl!


Jetzt muss dies nur noch verbreitet werden, dann passt das. Rudi

Jetzt müsst ihr nur noch erklären, wie ihr euch den Vergang der "Entsorgung" des überschüssigen Wassers durch die ausfliegende Biene vorstellt.

Chrigel

Josef Fleischhacker
28.12.2015, 10:10
Das ist mir zu wissenschaftlich, oder musst besser die Bienen fragen, Fakt ist jedoch, dass Bienen bei flüssiger Fütterung unverzüglich ins Freie strömen, was beim FuT keineswegs der Fall ist. Uns Praktikanten wurde erklärt, die Bienen müssen das Wasser raus bringen, was mir auch logisch erscheint.

Josef

Nils
28.12.2015, 10:46
Also im Zweifel beides geben: Sirup und Teig, dann gleicht sich der Wasserbedarf und -überschuß aus???
(Nicht ganz ernst gemeint ;) )

Chrigel
28.12.2015, 11:00
Das ist mir zu wissenschaftlich - Uns Praktikanten wurde erklärt, die Bienen müssen das Wasser raus bringen, was mir auch logisch erscheint.

Deshalb habe ich hier nachgehakt. Mit Wissenschaft hat dies wenig zu tun, sondern nur mit allgemeinem imkerlichem Wissen wie Bienen dem Nektar bezw. dem Futter das überschüssige Wasser entziehen. Dies läuft nicht über Ausflüge. Die Bienen können dem Futter in der Honigblase kein Wasser entziehen, um es auf einem andern Weg auszuscheiden.
Dass Bienen bei flüssiger Fütterung ausfliegen hat einen einfachen Hintergrund. Kostproben des Futters gehen schnell durch das ganze Volk und geben eine nahe, ergiebige Trachtquelle vor. Darauf reagieren Trachtbienen im Winter besonders schnell, weil Ihr "Gedächtnis" von andern Infos unbelastet ist und der Reiz deshalb umso stärker.

Versteht mich richtig - dies ist kein Empfehlungsschreiben für Flüssigfütterung im Winter.

Chrigel

Astacus
28.12.2015, 11:12
Hallo,

irgendwie ist Füttern im Dezember zu einer Modekrankheit geworden. Einer schreibt dies in irgendeinem Forum und viele hüpfen auf den Zug auf und verbreiten Panik.

Josef hat schon die einzig richtige Antwort gegeben, stellt fest wo das Volk sitzt und ihr habt die Antwort, übers Internet kann keiner eine Aussage treffen sondern nur nach dem Mund reden.

Es müßte jeder, der selbst reflektiert, die Schuld bei sich selber suchen, die Natur hat den Winter (auch wenn es heuer wärmer war) als Ruhezeit auserkoren und diese Zeit sei unseren Bienen gegönnt.

Und nun mein Blick in die magische Kristallkugel: Im April wird gejammert, wie die vielen vollen Futterwaben verwertet werden sollen.

Gruß
Hans Peter

PS: Zitat Baron August von Berlepsch

Vor allem lernt Theorie,
sonst bleibt Ihr praktische Stümper Euer Leben lang.

Josef Fleischhacker
28.12.2015, 11:58
Versteht mich richtig - dies ist kein Empfehlungsschreiben für Flüssigfütterung im Winter.

Ganz im Gegenteil sogar, dies spricht sogar klar und deutlich gegen jedwede Fütterungen im Winter, ganz besonders gegen Flüssigfütterungen.


PS: Zitat Baron August von Berlepsch

Vor allem lernt Theorie,
sonst bleibt Ihr praktische Stümper Euer Leben lang.

Ist auch meine Devise und immer wieder empfehle ich macht Kurse, besucht imkerliche Schulen, geht in Ortsgruppen raus und nehmt bei jeder nur möglichen Veranstaltung teil, im Internet und auch nicht in Foren kann man sich lediglich austauschen, dazu sind diese ja auch da.

Josef

fix
28.12.2015, 13:35
Modekrankheit? Ich kenne mehrere Imker die mussten diesen Dezember einfach füttern. So einen milden Dezember wie dieses Jahr mit dieser hohen Bruttätigkeit hatte ich noch nie, ich muss deshalb auch einige Völker jetzt noch nachfüttern. Die meisten Dezember ist füttern witterungsbedingt sowieso nicht möglich, wenn nun einmal ein außergewöhnlicher Dezember dabei ist wie dieses Jahr und gefüttert werden muss und es auch gut funktioniert, deshalb ist man noch lange keiner Modekrankheit anheim gefallen :)

Das Windelbild mit dem Sitz des Brutnestes: Das sollte differenziert werden zwischen Warm- und Kaltbau, die Warmbauvölker wandern kaum nach hinten, das Brutnest bleibt meist den ganzen Winter vorne.

Josef Fleischhacker
28.12.2015, 15:38
Das Windelbild mit dem Sitz des Brutnestes: Das sollte differenziert werden zwischen Warm- und Kaltbau , die Warmbauvölker wandern kaum nach hinten, das Brutnest bleibt meist den ganzen Winter vorne.

Hier haben wir offenbar Rähmchen bedingt verschiedene Erfahrungen, bei Kuntsch, Zander und ÖBW Warmbau wandern die Bienen definitiv nach hinten. Nahe Flugloch bildet sind im Spätherbst/Frühwinter die Wintertraube, diese wandert spitzkegelig und immer weniger, bzw. schmäler werdend nach hinten.

Josef

fix
28.12.2015, 16:39
Hier haben wir offenbar Rähmchen bedingt verschiedene Erfahrungen, bei Kuntsch, Zander und ÖBW Warmbau wandern die Bienen definitiv nach hinten.
Danke für die Richtigstellung! In meinen bisher bescheidenen Imkerjahren konnte ich noch bei den wenigsten Völkern eine Verlegung der Traube nach hinten beobachten.

Bumble Bee
28.12.2015, 16:53
Ist es nicht eher so das sie nur im Warmbau nach hinten wandern ? Bei meinen im Kaltbau wandern sie von rechts nach links oder umgekehrt je nachdem wo sie im Winter angefangen sind. Man könnte fast sagen das ein Vorteil des Warmbaues ist, das man recht gut am Bienensitz abschätzen kann wie es um das Futter steht. Das fällt mir bei meinen recht schwer ab und an, vor allem wenn man nicht weis auf welcher Seite sie gestartet sind.

Bienenerich
29.12.2015, 00:41
Ich habe auch einige Bienenvölker und das schon seit ca 40Jahren, aber ich hatte noch nie das Problem im DEZEMBER Völker füttern zu müssen. Meine Völker bekommen im Juli bis August pro Volk 15 Kg Zucker 2 zu 1 gemischt. Sollte mal ein Volk Dabei sein welches zu wenig Futter hat, ist es der Räuberei zum Opfer gefallen, und solche Schwächlinge braucht keiner.
Jede Fütterung um diese Jahreszeit ist unproduktiv und schadet mehr als es hilft. Egal ob ich Futterteig oder flüssig füttere, die Biene (Winterbiene) arbeitet sich ab und hat natürlich eine kürzere Lebenserwartung.
Auch die Biene hat ihr Recht auf Winterruhe, es ist doch schon genug, dass wir sie um diese Zeit mit der Varroabehandlung belästigen müssen.

Beehouser
29.12.2015, 08:24
Hallo,

...
Und nun mein Blick in die magische Kristallkugel: Im April wird gejammert, wie die vielen vollen Futterwaben verwertet werden sollen.


Heuer wird wohl eher über verhungerte Bienen gejammert, aber gerade deshalb: JETZT nicht füttern, erst wenn es im Februar/März wirklich knapp wird.
Die Fütterungsfehler kann man nicht jetzt sondern im Frühling ausgleichen.

Beehouser
29.12.2015, 08:30
Danke für die Richtigstellung! In meinen bisher bescheidenen Imkerjahren konnte ich noch bei den wenigsten Völkern eine Verlegung der Traube nach hinten beobachten.

Achtung Max, das geht mir auch so. Bei unserem Klima, mit den zwischenliegenden Warmtagen, habe ich festgestellt, dass die Bienen oft von außen zur Traube hin umtragen und nur wenig wandern.
Ist das Volk zu schwach, reicht die Wärme nicht, dann können die Honigholer verklammen und dann geht es dahin.

Ein Beweis dazu ist auch, dass die Randwaben am Ende des Winters leer sind. Letzten Winter habe ich skizzenhafte Aufzeichnungen der Brösel auf der Windel gemacht - und die Mädels wanderten vielleicht mal eine Wabengasse nach hinten.
Sie wollen nämlich am liebsten auf den braunen Brutwaben bleiben. Evtl. ist da auch immer ein Restchen Brut, was sie bannt.

fix
29.12.2015, 08:54
Auch die Biene hat ihr Recht auf Winterruhe
Von Winterruhe kann man bei diesem heurigen Dezember nicht sprechen, zumindest in unserer Gegend nicht, bei der Bienenhaltung kann man nicht alles verallgemeinern, fast jeden Tag fliegen sie bei uns und tragen Pollen.

Ich habe im Dezember einige Völker gefüttert (Sirup) und bin froh darum und mir ist egal was andere Imker darüber denken und geräubert wurden diese Völker überhaupt nicht! Sie brauchten witterungsmäßig und wegen der anhaltend starken Bruttätigkeit sehr viel Futter. Wenn der Winter ewig lang dauert und das Futter kanpp wird ist ein Volk zwar nicht verhungert, aber es kommt im Frühjahr ewig lange nicht in die Gänge weil sie die Bruttätigkeit stark zurückfahren müssen oder gar ganz einstellen.

Die Bienen haben noch ewig lange ihre Winterruhe wenn sich der Winter bis April hinauszieht. Diesen Dezember war eben die Winterruhe durch das warme Wetter von Haus aus nicht gegeben.

@Beehouser
Zum Thema Futter ausgleichen nur im Frühjahr, wenn sie es bis dahin genug Futter haben hast du recht :)

fix
29.12.2015, 09:10
Die Fütterungsfehler kann man nicht jetzt sondern im Frühling ausgleichen.
Von Fütterungsfehler würde ich dieses Jahr nicht sprechen, wieder auf unsere Gegend und die anhaltend warme Witterung bezogen, wir Imker sind keine Hellseher und können nicht vorhersehen wie stark und wie lange die Völker brüten und wie hoch dementsprechend der Futterverbrauch sich anheim stellt.

Ich versteh die Aufregung hier allgemein im Thread nicht, wieso man in so einem außergewöhnlichen Dezember nicht einmal eine Ausnahme machen soll und zur Sicherheit genau wiegen und futterknappe Völker einige Futtergaben geben soll. In normalen Jahren erübrigt sich das füttern im Dezember sowieso, weil es zu kalt ist um es überhaupt bewerkstelligen zu können.

Chrigel
29.12.2015, 10:15
Ich teile die Ansicht absolut - ausserordentliche Verhältnisse erfordern ausserordentliche Massnahmen.
Ich selber bin zwar nicht in der speziellen Situation, dass meine Bienen das Brutgeschäft nicht rechtzeitig eingestellt haben. Wäre es nicht so, dann könnte ich die Unsicherheit schlecht ertragen, dass die Völker nicht genügend Futter für die Durchwinterung aufweisen. So scheint mir jeder Eingriff richtig, der eine angespannte Futtersituation entschärft. Wenn ich andernorts lese, dass Völker in 24 h mehrere Liter Sirup abgenommen haben, dann scheint dort der Eingriff mindestens wirkungsvoll. Ob man trotz der milden Tage lieber zum Auflegen von Futterteig greift ist schliesslich eine "Temperamentsache".

Was aber nicht ausser Acht gelassen werden darf ist, dass zum jetzigen Zeitpunkt mit jeder Fütterung auch ein stärkerer Bruteinschlag einhergeht, insbesondere wenn die Bienen bereits Pollen eintragen wie im März. Dies wird die kommenden Monate, falls es zu einer grossen winterlichen Kälte kommt, für die Völker sehr anspruchsvoll machen. Von der Milbenproblematik wie sie aus den umfangreichen Schilderungen hier zu lesen sind im kommenden Sommer nicht zu sprechen.

Chrigel

Kuntzsch
29.12.2015, 15:11
Übrigens an alle Futterteig/ Ziplock fütterer
gerade beim Hofer Ziplockbeutel 3 Liter 10 Stk um 1,49!
Es gibt auch 6 Liter und 1 Liter
71178

LG Lisi

Beehouser
29.12.2015, 16:34
Von Fütterungsfehler würde ich dieses Jahr nicht sprechen, wieder auf unsere Gegend und die anhaltend warme Witterung bezogen, wir Imker sind keine Hellseher und können nicht vorhersehen wie stark und wie lange die Völker brüten und wie hoch dementsprechend der Futterverbrauch sich anheim stellt.

Ich versteh die Aufregung hier allgemein im Thread nicht, wieso man in so einem außergewöhnlichen Dezember nicht einmal eine Ausnahme machen soll und zur Sicherheit genau wiegen und futterknappe Völker einige Futtergaben geben soll. In normalen Jahren erübrigt sich das füttern im Dezember sowieso, weil es zu kalt ist um es überhaupt bewerkstelligen zu können.

OK, Max, "Fütterungsfehler" war vielleicht zu schroff formuliert, sagen wir es mal so: "nicht ganz ausreichende Fütterungseinschätzung im Spätsommer/Herbst" bzw. erhöhter Futterverbrauch durch einen zu warmen Herbst.
Für mich bleibt es aber dabei: Nachfütterung erst, wenn der Bruteinschlag, wie Chrigel es auch sagt, kein Risiko mehr darstellt.

DN-Beute
29.12.2015, 17:16
Mit den ersten 3 Sätzen gebe ich dir ja vollkommen Recht.
Ob das Nachfüttern unproduktiv und sogar schädlich ist stimme ich dir nicht zu.
Das die Winterbiene sich durch das Futtereinlagern kaputt arbeitet ist auch nur so eine Annahme.
zu dem ist Brut vorhanden, wenn überhaupt, dann hat die Biene da ihre Arbeit mit, das Füttern der Brut ist Arbeit.
Das die Biene ein Recht auf "Winterruhe" hat ist vollkommen klar. Das sie dieses Jahr aber nicht in selbige geht
ist aber doch der Imker nicht schuld. :(
Telefonier mal mit IHM da oben,
Er soll anderes Wetter machen,
da gibt's auch a Winterruh ;)

Beehouser
29.12.2015, 17:22
Mit den ersten 3 Sätzen gebe ich dir ja vollkommen Recht.
Ob das Nachfüttern unproduktiv und sogar schädlich ist stimme ich dir nicht zu.
Das die Winterbiene sich durch das Futtereinlagern kaputt arbeitet ist auch nur so eine Annahme.
zu dem ist Brut vorhanden, wenn überhaupt, dann hat die Biene da ihre Arbeit mit, das Füttern ist Arbeit.
Das die Biene ein Recht auf "Winterruhe" hat ist vollkommen klar. Das sie dieses Jahr aber nicht in selbige geht
ist aber doch der Imker nicht schuld. :(
Telefonier mal mit IHM da oben,
Er soll anderes Wetter machen,
da gibt's auch a Winterruh ;)

Rudi, Du bist nicht der Meinung, ist akzeptiert.
Wenn wir aber diskuttieren wollen, dann musst' Argumente bringen.
Ich halte gegen Dein einziges Argument: DER DA OBEN rechnet nicht damit, dass unten ein Imker seine Bienen füttert und den Bruteinschlag somit verstärkt.

Allerdings, dass muß ich wiederum berücksichtigen. Ihr da in der Kölner Bucht, habt ein anderes Klima. Lange harte Kälte gibt's bei Euch selten. Bei uns aber schon und
der Thread-Begründer ist auch hier bei uns angesiedelt.

DN-Beute
29.12.2015, 17:30
Ja, Christian, du hast ja Recht, ich habe jetzt nur hier an unser Klima gedacht.
Sorry, war ein Fehler.

Mir wäre auch lieber wir hätten Frost und die Bienen ihre Ruh

fix
30.12.2015, 09:09
Bei unserem Klima, mit den zwischenliegenden Warmtagen, habe ich festgestellt, dass die Bienen oft von außen zur Traube hin umtragen und nur wenig wandern.
Den ganzen Dezember habe ich beobachtet wie sie an Flugtagen Futter von hinten nach vorne zur Traube trugen (Warmbau), das sieht man sehr gut auf der Windel anhand des Zelldeckelgemülls (bei mir nur helle Waben). Genau wie bei dir ist die hintere Wabe bereits bei fast allen Völkern leer, sieht man auch gut bei den Zargen mit Schaufenter hinten. Ich habe diese hinterste leere Wabe entnommen denn sie schimmelt wegen dem Kondenswasser sonst meist sowieso.

Ich konnte bisher auch noch kaum beobachten das die Traube ihren Sitz stark verändert oder nach hinten wandert.

Nils
30.12.2015, 10:28
Bei Zander Kaltbau beobachte ich ähnliches - wir haben ja ähnliches Klima da wir nicht allzuweit auseinander sind.

Bei passendem Wetter wird von den äusseren Randwaben umgetragen. In den letzten Tagen fand sich am Rand der Windel regelrechte Häuflein hellen Wachses von den Randwaben. Auf diesem Windelbild nicht so ganz gut erkennbar, aber wenigstens ein bischen: ganz links wird umgetragen, rechts bzw. mittig sitzt die Traube:

71197

Im Laufe des Winters bleibt die Traube meist auf diesen Waben. Sie wandert höchstens ein wenig nach hinten. Bei einigen Völkern merke ich schon jetzt, daß das Brutgemüll vorne nicht direkt am Flugloch beginnt sondern 1-2 cm weiter hinten.
Sorgen mache ich mir dann, wenn sie ganz hinten angekommen sind - bzw. schon ein bischen vorher ;)

Ich finde es immer wieder interessant die Unterschiede zwischen Kalt- und Warmbau zu beleuchten!


Servus,

Nils

Josef Fleischhacker
30.12.2015, 19:47
Bei passendem Wetter wird von den äusseren Randwaben umgetragen.

@ Nils & @ fix

Bei passendem Wetter ja und durchaus, da kann sich die Wintertraube ohne weiters auf 35 cm und mitunter noch mehr ausdehnen. Aber, wird es kalt, ja sogar sehr kalt, so geht diese Wintertraube auf vier bis fünf Waben zusammen, sind nun nur noch 50 % der der ehemaligen Größe.

Was bedeutet dies nun: Fehlendes Futter von den Randwaben sind wohl kein Problem, die Problemzone ist jedoch das urplötzlich hinten fehlende Futter was locker 8 bis 10 cm Distanz betragen kann. Wird nun die Wintertraube infolge der Wärme vorne gefesselt -bekanntlich wird ja Brut vorne beim Flugloch abgelegt- und kann nicht mehr zum Futter zurück ohne die Brut zu verlassen, so könnte dieses Volk bei vollen Honigwaben verhungern.

Josef

fix
30.12.2015, 20:26
Ich finde es immer wieder interessant die Unterschiede zwischen Kalt- und Warmbau zu beleuchten!
Beim Kaltbau so denke ich haben es die Bienen im kalten Winter leichter der Wabe entlang nach hinten zu wandern, dagegen beim Warmbau müssen sie die Waben wechseln, was erheblich schwieriger sein dürfte.

Beehouser
30.12.2015, 23:32
@ Nils & @ fix
...-bekanntlich wird ja Brut vorne beim Flugloch abgelegt- ...
Josef

Nach meinen Aufzeichnungen sind die Brutbrösel auf der Windel sehr selten ganz vorne, eher im vorderen Drittel ja. Habe auch Völker die in der Mitte aber im Randbereich sitzen (Warmbau!).

Bumble Bee
31.12.2015, 09:24
Beim Kaltbau so denke ich haben es die Bienen im kalten Winter leichter der Wabe entlang nach hinten zu wandern, dagegen beim Warmbau müssen sie die Waben wechseln, was erheblich schwieriger sein dürfte.

Das habe ich bei mir noch nicht beobachtet, sie sitzen meist recht oder links am Rand in der Mitte der Waben, letzten Winter wanderten sie etwas weiter zur gegenüberliegende Seite. Dieses Jahr bisher verhaaren sie an der gleichen Stelle und tragen Futter um.

fix
31.12.2015, 09:47
Das habe ich bei mir noch nicht beobachtet, sie sitzen meist recht oder links am Rand in der Mitte der Waben, letzten Winter wanderten sie etwas weiter zur gegenüberliegende Seite. Dieses Jahr bisher verhaaren sie an der gleichen Stelle und tragen Futter um.
Welchen Bau hast du? Warm- oder Kaltbau oder beide? Ich denke Kaltbau.

Aber destotrotz der Beobachtungen, müsste es für die Bienentraube im Winter eigentlich leichter sein, den Waben entlang nach hinten zu wandern (Kaltbau), als die Waben zu wechseln (Warmbau)?

Bumble Bee
31.12.2015, 12:30
Ich habe nur Kaltbau, ich nehme an das dass der Grund ist warum ich bisher keine Wanderung nach hinten beobachtet habe. Kann es sein das da auch die Lage der Fluglöcher eine Rolle spielt ? Ich habe zur Zeit nur sehr schmale Fluglöcher in der Mitte der Beute.

Chrigel
31.12.2015, 12:48
Bei meinen Völkern im Warmbau, Kastenwand an Kastenwand im Bienenhaus, sitzen je zwei Völker immer "aneinandergeschmiegt". Abgesehen davon, dass dies den Heizstoffverbrauch reduziert kommt es nie zu einem Futterabriss. Die Mitte des Wintersitzes verschiebt sich höchstens um eine Wabe nach hinten - sobald im März die Sonne die Kastenfront aufwärmt, erfolgt eine Bewegung richtung Flugloch und von der Kastenwand weg.
Unterlagen zweier benachbarter Völker am 28.12. - Sie wurden am 3.12. frisch eingeschoben.
71203

Chrigel

fix
31.12.2015, 14:23
Ich habe nur Kaltbau, ich nehme an das dass der Grund ist warum ich bisher keine Wanderung nach hinten beobachtet habe. Kann es sein das da auch die Lage der Fluglöcher eine Rolle spielt ? Ich habe zur Zeit nur sehr schmale Fluglöcher in der Mitte der Beute.
Ich habe nur Warmbau, zumindest den Winter über und Fluglöcher aller Arten, von mittig bis beide Seiten. Ich kann Fluglochmäßig keinen Unterschied feststellen, allerdings wird man unterscheiden müssen ob hoher Boden oder niedriger Boden?

Denn bei letzteren sitzt die Traube näher am Flugloch, bei meinen hohen Böden zum Beispiel, kann wegen des sehr niedrigen Mäusekeils 0,8 cm und dem folgenden Aufstiegkeil kaum Licht in die Beute dringen. Oder richtet sich die Traube nach dem Luftzug? Dann wäre noch der Faktor ob offener Boden oder nicht hinzuzuziehen. Ich habe keinen offenen Boden.

Chrigel
31.12.2015, 14:39
Es ist logisch, dass wir jetzt Ende Dezember immer weiter vom "Füttern im Dezember" abdriften. Es beginnt sich hier alles um den Wintersitz, dessen Lage und allfällige Wanderung im Laufe des Winters zu drehen. Man sollte dies unter einem eigenen Thema besprechen und dort die eigene Erfahrung schildern, denn mit Füttern hat das nur noch wenig gemeinsam.
Chrigel

fix
31.12.2015, 15:04
Servus Christian!

Ich bin eine Ausnahme, denn ich muss wissen wo die Traube im Dezember sitzt, denn dann weiß ich wo ich das Futterglas plazieren muss :)

Scherz beiseite, du hast recht wir sind leicht ins OT geschossen und es wäre ein interessanter Thread wo die Traube im Winter sitzt und wie sie wandert.

Josef Fleischhacker
01.01.2016, 19:10
Weil hier immer wieder über erhöhten Futterverbrauch des heurigen bisher relativ milden Winters gesudert und gejammert wird, hier bitte meine exakten Daten.

* 46,5 kg betrug das Gewicht der Capaz Waage am 1.11.2015

* 43,2 kg waren es am 31.12.2015, somit ein Minus von lediglich

3,2 Kilos und dies bei zwei ganzen Verbrauchsmonate. Ziemlich ähnlich verlief das Gewicht der zweiten Balkenwaage, ist also keine Fehlmeldung und somit glaubhaft.

Bekanntlich füttere ich stets etwa 10 Kilo pro Volk, somit wären noch 6,8 Kilo drinnen, was locker bis weit in den Feber hinein reicht, aber dann komme ich bekanntlich mit FuT, was aber eine andere Geschichte ist.

Josef

Kap Horn
02.01.2016, 09:20
Hej

Auch hier in Suedschweden war der Winter...bisher keiner. Letzter Reinigungsflug war Mitte Dezember bei 12 Grad plus!
Zum ersten Mal seit vierzig Jahren fuetterte (fluessig) ein Imker hier ein Volk zu dass Ende Dezember Brut hatte.

Habe mal einen Bericht von Kanada gelesen wo man ca 1000 Völker in einer beheizbaren Halle hatte...laut ihren Beobachtungen liegt die "optimale" Temperatur bei 5 - 10 Grad.
Wird es wärmer so steigt die Aktivität und somit der Futterverbrauch, wird es kälter, so geht mehr Heizmaterial drauf.

http://capabees.org/content/uploads/2013/02/winteringpdf.pdf

Beehouser
02.01.2016, 16:25
Weil hier immer wieder über erhöhten Futterverbrauch des heurigen bisher relativ milden Winters gesudert und gejammert wird, hier bitte meine exakten Daten.

* 46,5 kg betrug das Gewicht der Capaz Waage am 1.11.2015

* 43,2 kg waren es am 31.12.2015, somit ein Minus von lediglich

3,2 Kilos und dies bei zwei ganzen Verbrauchsmonate. Ziemlich ähnlich verlief das Gewicht der zweiten Balkenwaage, ist also keine Fehlmeldung und somit glaubhaft.

Bekanntlich füttere ich stets etwa 10 Kilo pro Volk, somit wären noch 6,8 Kilo drinnen, was locker bis weit in den Feber hinein reicht, aber dann komme ich bekanntlich mit FuT, was aber eine andere Geschichte ist.

Josef

Wir hatten hier über Wochen Fönlage mit warmer Luft, wie ich heute erfahren habe, sind viele Völker nun stark in Brut, als ob morgen bei uns die Kirschblüte begänne, das Gegenteil ist der Fall, es wird nun kalt.

Meine Imkerkollegen unken, dass das Futter nicht reichen wird. Es ist wohl durchaus notwendig, zumindest in unserem Klima, sich über Futterteig-Vorräte ab Ende Januar/Februar Gedanken zu machen, und ggfs. bereitzulegen.
Ich hoffe auf eine kühle Wetterlage, die die Bienen zum Sparen bringt.

DN-Beute
02.01.2016, 16:47
Der Josef wollte doch sowieso am 6. Januar mit uns hier im Forum einen Futterteigkurs abhalten.
Am Montag wird Staub- und/oder Puderzucker gekauft. Bei uns hier gibt es nur Puderzucker.

wer keinen kaufen möchte,kann Mamas Schlagwerk Kaffeemühle nehmen
und normalen haushaltzucker malen, ist das selbe ;)

Josef Fleischhacker
02.01.2016, 17:51
Der Josef wollte doch sowieso am 6. Januar mit uns hier im Forum einen Futterteigkurs abhalten.

Ist richtig und wird auch wie es hier alljährlich der Fall ist so gemacht. Am Freitag, den 8. Jän. bekomme ich den schon bestellten frischen Puderzucker, ab Samstag wird gerührt, geknetet und eingesackerlt.



wer keinen kaufen möchte,kann Mamas Schlagwerk Kaffeemühle nehmen
und normalen haushaltzucker malen, ist das selbe

Nö, aber wirklich nicht, feinen Puderzucker wie er für Zuckerbäcker eine Grundvoraussetzung darstellt bekommst so garantiert nicht hin. Bedenke bitte, bei Puderzucker ist das Volumen um etwa 50% mehr als bei profanen Staubzucker und dies soll schon was heißen.

Tja Rudi, wennst nach FuT Auflage auf der Windel feine Brösel findest, so hast die Bestätigung meiner Aussage.

Josef

Oberlausitz
02.01.2016, 18:02
bei Puderzucker ist das Volumen um etwa 50% mehr als bei profanen Staubzucker

Ach herrje, das es da einen Unterschied gibt ist mit neu. Würde es denn mit dem Staubzucker auch funktionieren? Ich weiß gar nicht ob ich da das richtige bestellt hab.

schöne Grüße Ronny

Josef Fleischhacker
02.01.2016, 18:08
Ach herrje, das es da einen Unterschied gibt ist mit neu.

Ist so und schon vor Jahren habe ich dafür den Beweis angetreten indem zwei Säcke, also jeweils ein Sack Staub- und ein Sack Puderzucker Seite an Seite gelegt wurden, dauert etwas, aber bei Gelegenheit such ich das Foto heraus. In solchen Dingen geht mir unsere Marion ab, sie hatte alles und jedes jederzeit unter Kontrolle.


Würde es denn mit dem Staubzucker auch funktionieren? Ich weiß gar nicht ob ich da das richtige bestellt hab.

Staubzucker ist natürlich besser wie nichts, kommt allerdings an Puderzucker niemals heran. Zerreibe zwischen Daumen und Zeigefinger beide Produkte, sofort wirst den Unterschied erkennen.

Josef

DN-Beute
02.01.2016, 18:19
Es gab, ob es das noch gibt weiß ich nicht, diesen Zucker mit Reis- oder Meismehl, damit er nicht verklumpt.
Bevor ich diesen Zucker zu Teig verarbeite wird er bei mir eh nochmal gesiebt. Dann merkst auch richtig
dieses 50% mehr Volumen. Wenn er so richtig luftig und locker ist.

Josef kleine Mengen kannst du schon zu Staub/Puderzucker mit der Schlagwerk Kaffeemühle so wie auch den
gekauften mahlen, probieren solltest du es mal, nur für 10kg brauchst 3 Wochen Urlaub, da gehen doch immer nur 60
Gramm rein.

Beehouser
01.12.2017, 14:48
Im Moment, der Not geschuldet, füttere ich ein Volk mit Zuckersirup und das seit 4 Wochen. Das Volk hatte (vielleicht durch Räuberei) fast kein Futter mehr, so dass ich mich gezwungen sah, Anfang November nochmals das Futtergeschirr aufzusetzen. Das Futtergeschirr ist extrem dick nach oben isoliert mit einer Fließdecke in der aufgesetzten Zarge.
Letztes Wochenende war das Volk (welches nicht klein ist!) noch gut im Geschäft und hat noch ca. 5 kg abgenommen.

Inzwischen habe ich noch 5 Futterwaben aufgetrieben. Bei der anstehenden Kälte werde ich erst zur Winterbehandlung versuchen die Waben einzubringen.
Die Zeit bis dahin besteht aus hoffen und bangen, dass sie es schaffen.

Hat jemand von Euch im Winter Futterwaben eingehängt. Wäre es gut diese etwas mehr als Zimmertemperatur aufzuwärmen? Das wäre so erst mal mein Plan.