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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Bienenbeuten umstellen



Imker2306
05.11.2014, 15:52
Hallo zusammen, ich hätte gern Eure Meinung/Tipps/Anregungen zu folgendem Vorhaben. Ich wollte schon seit längerem meinen Außenstand umgestalten damit die häßlichen Europaletten unter den magazienen verschwinden. Dieses Vorhaben ist nun aktueller denn je, da der kleine beutenkäfer als Larve im Boden überwintert. Meine Idee ist nun die Beuten zu verstellen und auf den Untergrund eine dicke Schicht groben Kies aufzubringen. Darunter natürlich ein Flies. darüber kommt eine Art Plattform aus dicken Douglasienbohlen. das ganze auf Punktfundamente in ca 30cm höhe. Soweit sogut, jedoch habe ich im Moment immer noch Bienenflug und kann die beuten nicht verstellen. Ist es kaltgenug habe ich bedenken das ich die Wintertraube störe und die Völker eingehen. Was würdet ihr mir raten, bzw wie würdet ihr vorgehen.
Für zahlreiche Tipps, im Voraus vielen dank.
gruß olaf

waldundwiese
05.11.2014, 16:26
. Was würdet ihr mir raten, bzw wie würdet ihr vorgehen.
Warten bis der Bienenflug vorüber ist, aber noch kein Frost herrscht. In dieser Zeit kann man die Beuten umstellen.

drohne
05.11.2014, 21:08
Der Olaf hat einen sehr schönen Bienenstand, einen prachtvoll gepflegten Garten und möchte immer noch verschönern, seine Ausrede, er rüste seinen Stand wegen der Käfer glaubt ihm vermutlich nicht einmal seine gutmütige Gattin. Aber was soll´s, helfen wir ihm doch, dafür bekommen wir aber ein Foto Olaf, abgemacht.


Was würdet ihr mir raten, bzw wie würdet ihr vorgehen.

Solange die Bienen immer noch fliegen und am Stand eingeflogen kannst sie unter keinen Umständen umstellen, dies geht erst ab einer längeren Winterruhe. Am besten wäre es nach besagter Winterruhe und ersten Vorbereitungen eines Reinigungsfluges, hier lockert sich die Traube, am Vortag des erwarteten Reinigungsfluges kannst zur Tat schreiten.

Eine andere Möglichkeit wäre die Völker bei einem befreundeten Imker einige Kilometer weiter weg aufzustellen, aber auch dort müssen sie für längere Zeit verbleiben.

Tja Olaf, leider keine gute Nachricht, an Deiner Stelle würde die zweite Alternative, also Quartier außerhalb des Flugradius wählen.

Josef

Imker2306
06.11.2014, 10:02
seine Ausrede, er rüste seinen Stand wegen der Käfer glaubt ihm vermutlich nicht einmal seine gutmütige Gattin

Hallo zusammen und danke für die schnellen Wortmeldungen. Sicher soll der Bienenstand etwas "aufgepeppt" werden jedoch ist dafür nie die richtige Zeit. Entweder die Bienen haben sich eingefogen oder sie sitzen in der wintertraube oder des ist schittwetter. Aber nun mit der Beutenkäferbedrohung gibt es kein zurück mehr! Außerdem wächst mir das gras von unten durch den gitterboden zu den bienen, wer will da schon mähen.

dafür bekommen wir aber ein Foto Olaf, abgemacht.

Selbstverständlich wird die ganze Aktion dokumentarisch festgehalten und in`s Forum gestellt.
Gruß Olaf

Jeffrey
06.11.2014, 10:07
Hallo,
ich würde es im Frühjahr machen, jetzt alles schön vorbereiten und dann warten, bis im Frühjahr das erste mal gutes Wetter vorhergesagt ist und dann morgends wenn es noch kühl ist die Beuten verstellen. Dann macht es auch nichts aus, wenn sich die traube lockert.
Gruß Jeffrey

Chrigel
06.11.2014, 13:03
Hallo Olaf
Wie bei anderer Gelegenheit empfohlen gibt es keine bessere Zeit als November/Dezember, um Beuten dauernd oder auch nur vorübergehend umzustellen. Ich habe bekanntlich in dieser Bezeihung eine sehr pragmatische Einstellung.
In deinem Fall gilt es jetzt, das Baumateriel bereitzustellen, sodass du in wenigen Tagen die baulichen Massnahmen erledigen kannst.
Wenn du Beuten mit Gitterboden hast, dann sperrst du die Bienen für diese paar Tage kurzerhand ein. Das schadet ihnen in keiner Weise und du kannst die Arbeit ungestört angehen. Die aktuellen Temperaturen liegen auch bei dir unter 15 Grad, sodass weder die Gefahr von Ueberhitzen noch von grossem Durst besteht. Wenn du wegen Wasserbedarf Bedenken hast, dann sprühst du gelegentlich etwas Wasser von unten in die Völker oder steckst einen Schaumstoffstreifen ins Flugloch, den du mit Wasser tränkst.

Chrigel

Imker2306
06.11.2014, 16:01
In deinem Fall gilt es jetzt, das Baumateriel bereitzustellen, sodass du in wenigen Tagen die baulichen Massnahmen erledigen kannst.

Das ist schon erledigt!

Wenn du Beuten mit Gitterboden hast, dann sperrst du die Bienen für diese paar Tage kurzerhand ein. Das schadet ihnen in keiner Weise und du kannst die Arbeit ungestört angehen. Die aktuellen Temperaturen liegen auch bei dir unter 15 Grad, sodass weder die Gefahr von Ueberhitzen noch von grossem Durst besteht.
Das klingt gut und wird so umgesetzt.

Vielen Dank Chrigel, für den Tipp.
gruß Olaf

Imker2306
07.11.2014, 20:56
Hallo zusammen, ich wollte euch gern über den Stand der Arbeiten beim Projekt "Bienenpodest" unterrichten. Die Tipp`s von unserem Chrigel haben mir am besten geholfen und so sind wir Heute zur tat geschritten. Wie schon geschrieben lag das baumaterial schon bereit. Auch das Wetter war perfekt (eben für diese Arbeiten!) kalt,trüb, heute Morgen Minusgrade. Eben typisches Novemberwetter, keine Biene lies sich am Flugloch sehen. Also leise zu den Beuten geschlichen und die Klappen geschlossen. Anschließend die Magaziene wie rohe Eier ca 5m abseits gestellt und losgelegt. Boden grob bereinigt, Randsteine verlegt, Flies ausgelegt und groben Kies aufgebracht. leider konnte ich erst Nachmittag anfangen da ich aus der nachtschicht kam und erst eine Rund schlafen mußte ( man wird halt älter). Somit sind wir noch nicht ganz fertig geworden, die Restarbeiten werden morgen in der Früh erledigt. Die restichen Fotos gibt´s morgen.
gruß olaf

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drohne
07.11.2014, 21:04
Danke Olaf, Schönes noch schöner machen ist bei Dir und Deiner Familie offenbar eine Herzensangelegenheit!

Gleich neugierige Fragen, darf ich erfahren welche Art von Vlies da aufgebracht wurde und wie hoch in etwa der Kies aufbracht wurde?

Bin nun schon neugierig was der Gärtner Franz dazu sagen wird?

Josef

Imker2306
07.11.2014, 21:20
Gleich neugierige Fragen, darf ich erfahren welche Art von Vlies da aufgebracht wurde und wie hoch in etwa der Kies aufbracht wurde?


Hallo Josef, ja gern. Also der gemeine "Ossi" ist ja von hausaus ein Organisationsfuchs, ergo ist der Olaf mal schnell an der Straßenbaustelle vorbeigefahren und hab den Jungs einen Kasten Bier vorbeigebracht. Im gegenzug bekam ich von einer riesen Rolle dicken/weißen Flies welcher unter Straßen eingebaut wird, abgeschnitten. Ca 10mm dick und 5m breit.
Der Kies wurde Waagrecht abgezogen und liegt ca 10cm hoch. meiner Faulheit, bzw. der geringen Zeit wegen wurde auf intensive Untergrundbegradigung verzichtet, somit gleicht der kies einige Unebenheiten aus. Wenn die Beplankung drauf ist sieht es eh keiner mehr.
Die Bohlenlage ist auch schon zu 2/3 fertig, jedoch war es für ein foto schon zu dunkel. Als Holz kommt Douglasie zum einsatz da dieses Holz sehr witterungsbeständig ist und nur geölt werden soll.
gruß Olaf

PS.: das blaue was unter den frontsteinen hervorlugt ist der Rest einer Poolabdeckplane, die bei der Gelegenheit auch verbaut wurde. Die Kiesgröße beträgt 8-16mm Korngröße.

drohne
07.11.2014, 22:02
Alles klar Olaf und Danke für diese weiteren Infos, ich denke da wird selbst der mehr als strenge Gärtner Franz nichts zu meckern haben.


Die Bohlenlage ist auch schon zu 2/3 fertig, jedoch war es für ein foto schon zu dunkel. Als Holz kommt Douglasie zum einsatz da dieses Holz sehr witterungsbeständig ist und nur geölt werden soll.

Douglasie ist doch Tanne, oder? Verwittert und vermoost dies nicht sehr stark?

Josef

Imker2306
07.11.2014, 22:08
Douglasie ist doch Tanne , oder? Verwittert und vermoost dies nicht sehr stark?


Richtig, jedoch ist dieses Holz unempfindlich und vergraut nur wenn es unbehandelt bleibt. es entsteht eine s.g. Patina und keine Fäulniss. gegen moos muß man jedoch,in feuchter Umgebung etwas (mechanisch) unternehmen, da ist es egal was man für Holz einsetzt.
Gruß Olaf

gärtner
07.11.2014, 22:45
...und hab den Jungs einen Kasten Bier vorbeigebracht. Im gegenzug bekam ich von einer riesen Rolle dicken/weißen Flies welcher unter Straßen eingebaut wird, abgeschnitten.

Ach Ihr Ossis, auch nach 25 Jahren immer noch gut im Organisieren! Das erinnert mich ein bisschen an "Spur der Steine" - oder auch an meinen Schwiegervater...
Ich konnte das ja nie, aber auch in Österreich gab und gibt es gut funktionierenden Tauschhandel.

Bzgl. Aufbau passt das eh, hätte es ähnlich gemacht: Geo-Vlies + Kies ohne Nullanteile (ob 8/16, 16/32 oder auch eine feinere Körnung z.B. Pflastersplitt 2/5 ist Geschmackssache).

Das einzige was mir auffällt: ich hätte deutlich mehr Punktfundamente gesetzt! Ich hoffe, dass sich Deine Konstruktion nicht irgendwann einmal in der Mitte durchbiegt.

Grüße von franz.

PS: Hier ein Foto einer Holzterrasse, die ich im Sommer gebaut habe - ist aber nach allen Regeln der Kunst errichtet (inkl. 5 Jahre Gewährleistung):

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gärtner
07.11.2014, 23:06
Douglasie ist doch Tanne, oder?

Nein Josef, da liegst Du falsch.

Douglasie ist weder Tanne, noch Fichte, sondern: Douglasie (Pseudotsuga menziesii)!

http://de.wikipedia.org/wiki/Gew%C3%B6hnliche_Douglasie

Alle 3 gehören zwar zur Familie der Kieferngewächse (Pinaceae), Tannen und Fichten bilden aber jeweils eine eigene Unterfamilie (Abietoideae / Piceoideae), die Douglasien gehören aber zu den Lärchenartigen (Laricoideae), obwohl sie zugegebenermaßen als immergrüne Nadelbäume eher den Tannen oder Fichten ähneln als den Lärchen.

Douglasienholz ist gutes, relativ leichtes und relativ gut haltbares Bauholz. Verwittert natürlich auch relativ schnell bei Bodenkontakt, aber für eine Holzterrasse oder auch zum Bau von Bienenbeuten sehr gut brauchbar.
Eine allfällige Vermoosung ist aber nicht dem Holz zuzuschreiben sondern eher einem feuchten und schattigen Standort. Deshalb solche Sachen immer mit Gefälle und einem guten Abstand zum Boden bauen! Auch sollen aufliegende Dielenbretter nicht direkt ans Gebäude anstoßen, sondern es sollte ein Abstand von wenigstens 5 mm eingehalten werden, damit das Holz arbeiten und die Luft zirkulieren kann!

Grüße und ein schönes Wochenende!
franz.

Imker2306
08.11.2014, 09:47
Guten Morgen zusammen. Wie versprochen nun die Bilder von den Restarbeiten zum Bienenstand. Wohl dem der so ein "Weibchen" hat welches mit Bohrmaschine und Akkuschrauber umgehen kann. In kaum einer Stunde waren die letzten bretter verlegt und die Bienen konnten an ihren alten Platz zurück. Es war auch keine Min zu früh denn jetzt scheint die Sonne und es verspricht ein herrlicher Tag zu werden. Kleiner Wehrmutstropfen, beim umstellen der Beuten bemerkte ich das diese wieder verdächtig leicht sind. Ich werde heute noch Revision machen!!
Gruß Olaf

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Imker2306
08.11.2014, 09:56
Nachtrag Baukosten:


24 Bretter 30mm stark/ 3m lang,
10 Kanthölzer 40X60 / 3m lang ca 400,- €
div. Edelstahlschrauben 120,-€
eine Kiste Bier für Flies 12,-€
2 Tonnen Kies 8-16mm 50,-€
----------------------------------------------------------------------------
Gesammtkosten 582,-€

Dafür bringt mich mein Weibchen um!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Gruß Olaf

Jeffrey
08.11.2014, 11:06
Hallo,
sieht richtig gut, allerdings geht das Arbeiten so doch voll auf den Rücken. Ich hätte es so geübt, dass du zum bearbeiten unten stehst, finde ich dann angenehmer.
Gruß Jeffrey

drohne
08.11.2014, 16:30
Schön, herrlich schön Olaf und gleich dazu ein großes Dankeschön für die Beschreibung inkl. Bilder! Bin mir sicher, bei Euch wird der Beutenkäfer nicht allzu viel Schaden anrichten können.

Josef

gärtner
08.11.2014, 17:49
Ein echt luxuriöser Bienenstand! Ich denke, ich sollte so was auch bauen.

Allerdings hatte ich schon die Idee, die Bienenplattform etwas höher (ca. 1 m) zu stellen und darunter einen Hühnerstall samt Auslauf einzurichten.
Dann hätt der Beutenkäfer auch nix zu lachen und die Drohnenbrut ließe sich auch einfach entsorgen (wobei ich nicht weiß ob die Hendln das Wachs vertragen)

Was haltet Ihr davon?

Grüße von franz.

miguelito
08.11.2014, 18:05
Hallo Franz!
Ich habe immer den ganzen Trester nach dem Ausschmelzen in den Huehnerstall geworfen. Da war noch Wachs drinnen, Brut, Schmutz, Pollen, tote Bienen. Das wird von den Huehnern alles entsorgt, ohne feststellbare Schaeden.
Gruss Michael

Und heiss war das Zeug auch noch.

moniaqua
08.11.2014, 18:25
Allerdings hatte ich schon die Idee, die Bienenplattform etwas höher (ca. 1 m) zu stellen und darunter einen Hühnerstall samt Auslauf einzurichten.

...(wobei ich nicht weiß ob die Hendln das Wachs vertragen)

Ich würd mehr um den Honig fürchten. Hühnerställe sind ganz schön staubig/dreckig und es riecht halt einfach, auch wenn er gut geführt ist.

Ich würd

Imker2306
08.11.2014, 19:04
(wobei ich nicht weiß ob die Hendln das Wachs vertragen)

Hallo Franz, sei versichert Hühner fressen ALLES! habe auch schon mal Drohnenbrut zum auspicken in den Hühnerstall gelegt inder Hoffnung das wachs wieder zu bekommen, nix zu machen die Viecher haben alles mit Rumpf und Stumpf aufgefressen. Anders war das mit der Meisenfamilie, die haben schön ordentlich Larve für Larve aus den Waben gezupft und somit ihre Jungen kugelrund gefüttert. Aber das war einmalig, ich weis das man keine Waben offen rumstehen lassen soll!!
gruß Olaf

cpbee
04.01.2015, 20:16
Hallo zusammen,

nochmals eine Frage zum Umstellen. Bei mir gibt es bei einem Stand "Probleme" mit dem Landbesitzer - er verkauft das Land und der neue Besitzer will partout keine Bienen... Nun ja, ein Ersatzplatz wurde schnell gefunden. Jetzt habe ich aber eine Frage:

- Wann wäre es denn am Besten die Kästen zu verstellen (es ist ja jetzt Januar). Stört das nicht die Wintertraube?

Ich könnte sicherlich noch ein paar Wochen rauspressen aber viel bleibt mir leider nicht mehr? Wann wäre der "ideale" Zeitpunkt.

Danke für Eure Hilfe.

Viele Grüsse,
Christian.

drohne
04.01.2015, 20:26
Jetzt, also Anfang Jänner solltest dies nicht machen, also unbedingt versuchen etwas Zeit zu schinden, zumal auch der neue Besitzer Jänner/Februar nichts, oder nahezu nichts machen kann.


Wann wäre der "ideale" Zeitpunkt.

Am besten wäre am späten Nachmittag und bei einbrechender Dämmerung nach einem Reinigungsflug im Februar. da könnte Nosemamäßig nichts mehr passieren, auch wird die Winterruhe nicht gestört. Also Wetter beobachten, gehen die Flüge los kannst die Beuten per Wandergurt binden und schon hast alles wesentliche vorbereitet.

Josef

Beehouser
11.01.2015, 07:08
Hallo,

habe im Garten einen ungünstigen Standplatz und würde einen Bienenkasten gerne um 20m verschieben.

Nachdem diese Tage wieder ein Wintereinbruch kommt, würde ich das Flugloch verschließen, dann verstellen und frühestens in 4 Tagen wieder öffnen.

Ist sowas machbar? Oder haben die Winterbienen den alten Standort gelernt und würden beim nächsten Flugtag zur alten Position fliegen, wäre ja nicht weit.

Vom neuen Standort müssten sie ums Hauseck fliegen.

Hat so etwas schon jemand gemacht?
Würden die Bienen, wie bei der Kellerhaft über die 4 Tage den alten Standort vergessen?

Gruss, Christian

Bumble Bee
11.01.2015, 08:30
Das würde mich auch interessieren, ich möchte 1 Stand um ca 3m verlegen mit Änderung der Flugrichtung.Der jetzige Standort war auf die Schnelle eine Notlösung.

Chrigel
11.01.2015, 10:48
Das würde mich auch interessieren, ich möchte 1 Stand um ca 3m verlegen mit Änderung der Flugrichtung.Der jetzige Standort war auf die Schnelle eine Notlösung.

Das ist ein kleines Problem: in einem ersten Schritt drehst du jetzt schon die Beute in die neue Flugrichtung.
Als nächstes wartest du geduldig die wärmern Tage ab. Wenn im März die Reinigungsflüge abgeschlossen sind, verschiebst du am Morgen eines zu erwartenden warmen Tages mit viel Bienenflug die Beute an den neuen Standort, und zwar in einem Schritt.
Wichtig ist, dass du den alten Standort für die Bienen unkenntlich machst, indem du ein grosses helles Tuch oder eine Plane über den alten Standort spannst. Nach zwei drei Tagen kannst du die Camouflage entfernen.

Chrigel

Chrigel
11.01.2015, 11:09
habe im Garten einen ungünstigen Standplatz und würde einen Bienenkasten gerne um 20m verschieben. Vom neuen Standort müssten sie ums Hauseck fliegen.
Würden die Bienen, wie bei der Kellerhaft über die 4 Tage den alten Standort vergessen?

Gruss, Christian

Das Verstellen von Bienenvölkern im Nahbereich ist im November/Dezember am einfachsten. Wie ich an anderer Stelle gelesen habe, sind deine Bienen ja bereits wie im Frühjahr geflogen. Damit werden sich viele Bienen den jetzigen Standort eingeprägt haben. Sie werden sich bei folgenden Flugtagen wieder dort einfinden, vor allem wenn der neue Standort 20m entfernt und offenbar zudem in "neuer Umgebung" steht.
Vergiss die Geschichte mit den 4 Tagen Einsperren bezw. Kellerhaft, das ist imkerliches Wunschdenken.

Aber du möchtest ja einen Vorschlag: Ich frage zuerst nach der Situation, die ich mir aus deiner Frage so vorstelle:
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Chrigel

Beehouser
12.01.2015, 08:14
Aber du möchtest ja einen Vorschlag: Ich frage zuerst nach der Situation, die ich mir aus deiner Frage so vorstelle:

So wie Du gezeichnet hast, wäre die Situation. Wie ich Dich verstehe, muss ich wohl aus dem Flugkreis? Wollte mir halt die Arbeit sparen, wenn es ginge.

Chrigel
12.01.2015, 11:09
Wie ich Dich verstehe, muss ich wohl aus dem Flugkreis?

Nein, musst du nicht. Du kannst nur nicht in einem Umzug die Sache bereinigen. Als erstes kannst du die Beute jetzt wie folgt (roter Pfeil) verschieben

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Den alten Standort machst du wie im Posting 28 für die Bienen unkenntlich. Wenn möglich lässt du die Beute hier bis zum Reinigungsflug, sodass sich die Bienen auf diesen Standort orientieren.

Wenn sich aufgrund der Witterung normaler Sammelflug eingestellt hat, verschiebst du die Beute bei warmem Wetter an ihren definitiven Standort (blauer Pfeil) mit der empfohlenen Tarnung des Zwischenstandortes und unter vorläufiger Beibehaltung der Flugrichtung.

Chrigel

Schwaeble
12.01.2015, 21:38
Danke Chrigel für deine Beiträge. Ich glaube du hast meine Bienen gerettet. Ich wollte eigentlich kommende Woche auch ein Volk um ca. 20m verstellen. Dringend notwendig ist es nicht es erschien nur mir der beste Zeitpunkt, da dieses Volk eh schon länger nicht mehr geflogen ist und vermutlich auch die nächsten Tage nicht wird. Selbst am Samstag bei fast 16Grad ist es nicht geflogen, summt aber noch und war auch zur OS-Behandlung noch ganz gut beinander. Mir geht es eigentlich nur darum, dass ich an diesem Platz 2Magazine auf einer Palette habe, irgendwie wackelig ungeschickt und überhaupt. am anderen Platz wär noch ein schöner Platz auf einem stabileren Bock frei. Anstatt der 2Magazine auf der Palette hätte ich in Zukunft eine meiner Lagerbeuten hinstellen, die hat auch schon gleich Füsse. Also meine neue Überlegung wäre nun, da der Zeitpunkt jetzt ungünstig ist, ich warte bis zur Schwarmzeit, stelle eines der Völker (das stärkere oder das schwächere?) an den neuen Platz auf den Bock zu den anderen Magazinen und lasse die Flugbienen die nicht bleiben wollen dem zurückgeblieben Volk zufliegen? Ist das eine blöde Idee? Wie wird das Volk reagieren, dass die fremden Bienen aufnehmen soll? Wie würdet ihr vorgehen?

Gruß Georg Schwaeble

Beehouser
26.10.2017, 14:19
Ganz aktuell möchte ich vor der kommenden Kältewelle noch vier Völker ins Winterquartier bringen.

Das Winterquartier ist ein ruhiger Platz, etwas unter Aufsicht, damit die Diebe im Frühling nicht zuschlagen. Im Naturschutzgebiet ist mir die Sache zu einsam...

drohne
26.10.2017, 19:44
Ganz aktuell möchte ich vor der kommenden Kältewelle noch vier Völker ins Winterquartier bringen.



Jetzt wäre der ganz genau passende Zeitpunkt, die Bienen sind noch aktiv und fliegen nahezu täglich.

Eh schon wissen, nach Flugeinstellung rasch die Völker zumachen, per Gurt sichern und nun kann die Reise ins neue Quartier beginnen. Dort angekommen bleiben die Völker für etwa eine halbe Stunde geschlossen stehen, nun kannst die Fluglöcher öffnen, klappt wunderbar.

Josef

Beehouser
28.10.2017, 20:04
Jetzt wäre der ganz genau passende Zeitpunkt, die Bienen sind noch aktiv und fliegen nahezu täglich.

Eh schon wissen, nach Flugeinstellung rasch die Völker zumachen, per Gurt sichern und nun kann die Reise ins neue Quartier beginnen. Dort angekommen bleiben die Völker für etwa eine halbe Stunde geschlossen stehen, nun kannst die Fluglöcher öffnen, klappt wunderbar.

Josef

Hat heute morgen mit Sohni gut geklappt. Der Teenager entwickelt sich zum Frühaufsteher und macht dem Papa den ruhigen Morgen unruhig.... :-)