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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Futtertasche selbst herstellen



primlchen
08.10.2014, 11:30
Hallo liebe Imkerfreunde,

Es ist zwar erst Herbst, und der Winter ist auch noch dazwischen, trotzdem mach ich mir jetzt schon Gedanken zum Frühling. :t432

Genauer gesagt, über die Fütterung mit Futterteig.
Eigentlich möchte ich, so gut es geht, auf den Einsatz von Kunststoffen verzichten bzw. reduzieren. Es ist zwar nur eine halbe Gschicht, da ich den FuT derzeit auch in einem Plastikkübel (lebensmittelecht) lagere, ich versuche halt langsam Schritt für Schritt Alternativen zu finden.
Und so dachte ich daran, mir eine Futtertasche aus Holz zu basteln, statt den Futterteig in Plastiksackerl zu verpacken und damit zu füttern.

So, und nun meine Fragen dazu:

Kann man FuT überhaupt in solchen Taschen füttern? Sirup geht darin ja wohl gar nicht, wegen ertrinken und so?
Es gibt viele Bilder zu den Futtertaschen im Netz, sie sind entweder eine oder zwei Rähmchen breit, was ist da empfehlenswerter? Oder gleich beide Breiten basteln?
Kann man die Taschen für die Fütterung mit FuT jederzeit einsetzen?
Wie "dicht" muss die Tasche sein, soll man die z.B. mit Wachs ausgießen?
Ist es überhaupt sinnvoll, im Frühjahr ein Rähmchen aus dem Volk zu nehmen und dafür die Tasche reinzugeben?
Habt ihr Tipps für den Bau der Taschen? Worauf sollte man achten?
Welche Vor- und Nachteile seht ihr bei der Verwendung von den Futtertaschen?


Bin schon gespannt auf eure Antworten,

liebe Grüße,
Marion

Nils
08.10.2014, 11:47
Hallo Marion,

Der "Clou" beim Futterteig im Frühling ist ja, daß er oben drauf liegt, die Bienen also einen sehr kurzen Weg haben. Außerdem steigt die Wärme auf und die Bienen kühlen so beim Fressen nicht aus. Hängt der FuT nun in deiner Futtertasche am Rand, dann erreichen sie den Teig nur, wenn es auch warm genug dafür ist. Bei Kälteeinbrüchen werden sie die Tasche nicht mehr aufsuchen. Den oben aufliegenden FuT jedoch nach wie vor abnehmen, weil die aufsteigende Nestwärme den Teig und seine Umgebung wärmt.

So zumindest meine theoretische Überlegung dazu.
Ich kaufte mir im ersten Jahr eine Futtertasche aus Holz, sie war sogar dicht ohne daß ich es mit Wachs ausgiessen musste. Aber: nach kurzer Zeit des Gebrauchs (mit Zuckerwasser) fing das blöde Teil an zu schimmeln. Ich habs mittlerweile zur "thermischen Verwertung" in den Kachelofen geschoben...

Servus,

Nils

drohne
08.10.2014, 11:57
Bitte vergiss dies Marion, und zwar möglichst rasch, weder deine Bienen, noch du selber wirst damit glücklich werden. Wie immer gibt´s am Abend ein Foto, hab noch solche Futtertaschen als gewissermaßen Erinnerungsstücke aufbewahrt


So zumindest meine theoretische Überlegung dazu.

Ist völlig richtig!

Einzig wofür solche Futtertaschen infrage käme, dies mittlerweile allerdings verpönt ist, wäre Maischefütterung.


Ich habs mittlerweile zur "thermischen Verwertung" in den Kachelofen geschoben...

Bingo, waren bei mir ebenfalls Wärmespender und bin deswegen sogar froh darüber.

Josef

primlchen
08.10.2014, 12:12
Hmpft, ok, alles klar, habe verstanden. Aber was gäbe es für Alternativen zu den Plastiksackerln? Ich mag net scho wieder auf des Zeugs zurückgreifen müssen... :(

Lg Marion

honeyworld
08.10.2014, 12:14
Das einzige wo ich sie heuer verwendet habe war die Fütterung von Ablegern.
Da sind sie nicht so unpraktisch finde ich.
Natürlich Zuckerwasser.
Besonders beim Starten hat man ja noch genug Platz in der Zarge.

Nils
08.10.2014, 12:30
Alternativen zu den Plastiksackerln?

Ich frage mich oft, was haben sie früher gemacht als es das elendige Plastik noch nicht gab?
Vielleicht weiss ja Josef Rat, denn er nimmt den Futterteig jedes Jahr her. Hast du, Josef, das schon immer mit Plastiksackerln gemacht?

Vielleicht wäre es möglich den Teig in Stoff zu wickeln? Ich weiß aber nicht, ob der Teig dann nicht doch durchsickert und runtertropft. Schließlich wird er dort oben gut erwärmt. Außerdem fressen die Bienen sicherlich den Stoff durch...

Oder du machst dir ein äußert schmalles, dünnwandiges Kasterl aus Holz, das du oben draufstellen kannst. Unten ein Loch rein als Zugang, das Kasterl füllen mit Teig... Aber ob es dann noch Platz hat auf den Oberträgern???
Gar nicht so einfach auf Plastik zu verzichten...


Nils

primlchen
08.10.2014, 13:56
Oder du machst dir ein äußert schmalles, dünnwandiges Kasterl aus Holz
Nils, genau der Gedanke kam mir grad beim Mittagessen. :) Quasi eine Futtertasche aus Holz zum oben drauf legen.


Aber ob es dann noch Platz hat auf den Oberträgern???
Auch daran habe ich gedacht, ich könnte mir folgendes vorstellen:

ein flaches Kasterl aus Holz, mit Deckel oben drauf. Auf der Unterseite ein Loch ausschneiden, in das Loch rein ein ganz feinmaschiges Drahtgitter (so eines wie auf den Fütterkübeln drauf ist) befestigen.
Damit das Ganze dann auch Platz zwischen Oberträger und Abdeckplatte hat, könnte ich den 3 cm hohen Holzrahmen verwenden, den ich für die AmS Behandlung (für einen Verdunstungsraum oben) gezimmert hab. Dann wären oberhalb ca 3 cm Platz, oder ist das für die Bienchen ein Problem im Frühling?

Allerdings, wie kommen die Bienen an den ganzen FuT ran? Die ganze Unterseite mit Drahtgitter machen? Oder brauchts überhaupt ein Gitter oder täten einfach ein paar kleine Löcher reichen, so dass die durchschlüpfen können?


den Teig in Stoff zu wickeln
Nils, du wirst mir unheimlich :) Diesen Gedanken hatte ich ebenfalls! Weiß aber nicht, ob Stoff eine gute Idee ist, den werden die Bienen möglicherweise anknabbern?

lg Marion

sergek
08.10.2014, 17:11
Hallo.
Warum immer neue Sachen erfinden wollen???
Es gibt doch die Adamfütterer wenn man mit flüssigem Futter füttern will.
Und wie Josef sagt: Den Futterteig einfach oben auf die Rähmchen legen.
MFG Serge

primlchen
08.10.2014, 17:21
Hallo.
Warum immer neue Sachen erfinden wollen???

Weil es Spass macht :) Ich imkere hobbymäßig, da kann ich auch ein bisschen basteln dafür :)

Jaaa, den Adamfütterer hab ich auch, aber der ist noch undicht fürs Flüssige. Geht der denn auch für den FuT?

Lg Marion

edlBee
08.10.2014, 18:59
Auf der Unterseite ein Loch ausschneiden, in das Loch rein ein ganz feinmaschiges Drahtgitter (so eines wie auf den Fütterkübeln drauf ist) befestigen.
Das kann so nicht funzen, ist ja kein geschlossenes Gefäss, gibt kein Vacuum, da läuft dir der ganze Sirup aus

edlBee
08.10.2014, 19:03
Vielleicht wäre es möglich den Teig in Stoff zu wickeln? Ich weiß aber nicht, ob der Teig dann nicht doch durchsickert und runtertropft. Schließlich wird er dort oben gut erwärmt.
Da trocknet der FT doch komplett aus, das Plastik ist ja darum gut weil es dicht ist und somit der FT nicht austrocknet, er ist nur an der stelle offen wo die Bienen annehmen

Zappalot
08.10.2014, 19:19
Ich verstehe das Ganze mit dem Plastik garnicht.
Bisher habe ich 15 kg Futterteig als ganzes Paket gekauft und diesen selbst in Scheiben geschnitten. Das ist zwar mühselig - mit dem falschen Messer - aber bisher habe ich keine Alternative gefunden.
Diese Scheiben lege ich einfach oben auf die Rähmchen ohne irgendwelche Tücher oder so. Meine Beutendeckel haben eine extra Vertiefung für diese Fütterung und der Teig fliesst auch nirgends runter, sondern bleibt stabil auf den Rähmchen liegen.

Futtertaschen habe ich auch aber nur zur Reizfütterung für Ableger. Bisher sind mir darin aber zu viele Bienen unnötigerweise ertrunken, trotz diverser Korkenscheiben. Desegen habe ich noch einen Rahmen, der auf die Zargen passt, mit einem Loch. Dort kann ich so kleine mini "Gär"-Ballone umgekehrt in eine Halterung stecken, so dass immer Flüssigkeit nachfliesst, wenn die Bienen genug abgenommen haben. Dann gibts einmal eine Luftblase im Ballon und es läuft Futtersirup nach.

lg Zap

drohne
08.10.2014, 19:33
Nun, man sollte unbedingt berücksichtigen wozu und weshalb FuT überhaupt benötigt wird, meiner Meinung nach für lediglich zwei Fälle

* für Begattungskästchen

* zur Frühjahrsreizfütterung

hier reden wir über Frühjahrsreizfütterung. Erstmalig wurde ich 1976 beim Wiener Lehrbienenstand auf diese Methode aufmerksam gemacht, seitdem habe ich diese FuT Fladen im Einsatz. Ebenso lange versuche ich von den Sackerl wegzukommen, bisher leider vergeblich. Flache Schalen wie man sie bei Metro sieht, aber auch Tappergeschirr ist einfach zu teuer, zu unpraktisch und oft noch noch mehr Plastik als eben diese Sackerl.

Hier sieht man Rähmchen welche als Alternative zum Einsatz kamen, funktioniert aber leider nicht, der Grund dafür, FuT muss direkt über das Brutnest auf die Rähmchenträger gelegt werden.

http://www.bienenforum.com/forum/album.php?albumid=854&attachmentid=65941

Hier der Start mit FuT

http://www.bienenforum.com/forum/album.php?albumid=854&attachmentid=65927

Futterteig bereits verwertet

http://www.bienenforum.com/forum/album.php?albumid=854&attachmentid=65931

Josef

Zappalot
08.10.2014, 19:43
Nun, man sollte unbedingt berücksichtigen wozu und weshalb FuT überhaupt benötigt wird, meiner Meinung nach für lediglich zwei Fälle

* für Begattungskästchen

* zur Frühjahrsreizfütterung

hier reden wir über Frühjahrsreizfütterung. Erstmalig wurde ich 1976 beim Wiener Lehrbienenstand auf diese Methode aufmerksam gemacht, seitdem habe ich diese FuT Fladen im Einsatz. Ebenso lange versuche ich von den Sackerl wegzukommen, bisher leider vergeblich. Flache Schalen wie man sie bei Metro sieht, aber auch Tappergeschirr ist einfach zu teuer, zu unpraktisch und oft noch noch mehr Plastik als eben diese Sackerl.

Hier sieht man Rähmchen welche als Alternative zum Einsatz kamen, funktioniert aber leider nicht, der Grund dafür, FuT muss direkt über das Brutnest auf die Rähmchenträger gelegt werden.

http://www.bienenforum.com/forum/album.php?albumid=854&attachmentid=65941

Hier der Start mit FuT

http://www.bienenforum.com/forum/album.php?albumid=854&attachmentid=65927

Futterteig bereits verwertet

http://www.bienenforum.com/forum/album.php?albumid=854&attachmentid=65931

Josef

Hey Josef!
Kann deine Links leider nicht öffnen:
"Sie haben keine Rechte, um auf diese Seite zuzugreifen. Folgende Gründe könnten z.B. dafür verantwortlich sein:...."

drohne
08.10.2014, 19:48
Danke für den Hinweis, werde ich mir sofort ansehen.

Josef

drohne
08.10.2014, 20:03
werde ich mir sofort ansehen.

Tut mir leid meine Herrschaften, Maxl hat die Galerie aus Sicherheitsgründen vorerst geschlossen, ich denke er wird da Buckups machen.

Josef

primlchen
08.10.2014, 21:05
Das kann so nicht funzen, ist ja kein geschlossenes Gefäss, gibt kein Vacuum, da läuft dir der ganze Sirup aus
War vielleicht etwas mißverständlich formuliert, mir ging es mit der Frage zur Futtertasche mehr um die Reizfütterung mit FuT, nicht die Fütterung mit Sirup. Für das hab ich ja Gefäße - im Moment halt aus Kunststoff :)


Ich verstehe das Ganze mit dem Plastik garnicht.
Ich möchte es vermeiden, wo es geht und suche daher Alternativen dazu. Ist eigentlich ganz einfach :)


Diese Scheiben lege ich einfach oben auf die Rähmchen ohne irgendwelche Tücher oder so.
Das mag für den gekauften FuT funktionieren, bei meinem selbstgemachten glaub ich nicht, dass der einfach so liegen bleibt. Er ist zwar zäh, aber doch flüssig, mit der Zeit rinnt der sicher überall hin.


Bisher sind mir darin aber zu viele Bienen unnötigerweise ertrunken, trotz diverser Korkenscheiben.
Siehe oben, ich dachte dabei nur an die Fütterung mit FuT, nicht mit Sirup.


Dort kann ich so kleine mini "Gär"-Ballone umgekehrt in eine Halterung stecken,
Das ist noch eine Idee für die Flüssigfütterung! Ich hab zwar ein paar Gurkengläser für diesen Zweck aufgehoben, aber die riechen auch nach mehrmaligen Spülen in der Maschine noch so stark nach Essig, dass ich mir unsicher bin, ob die Bienen da das Flüssigfutter annehmen würden.
Es war im Bienenhaus noch so eine Flasche vom Opa da, da wurde mir gesagt, er hat damit gefüttert. Welchen Verschluß hast du für diesen Mini-Gärballon?


hier reden wir über Frühjahrsreizfütterung
Danke Josef, wenigstens einer der mich versteht :)


Hier sieht man Rähmchen welche als Alternative zum Einsatz kamen, funktioniert aber leider nicht, der Grund dafür, FuT muss direkt über das Brutnest auf die Rähmchenträger gelegt werden.
Eben deswegen war mein Gedanke, in dem Holzkästchen ein Loch mit Drahtgitter zu machen, und das dann genau über dem Brutnest zu platzieren. Also im Prinzip ein flaches Holzkasterl in der Größe eines Plastiksackerls, das könnte doch funktionieren?

liebe Grüße,
Marion

drohne
08.10.2014, 21:18
Er ist zwar zäh, aber doch flüssig, mit der Zeit rinnt der sicher überall hin.

Hier ist nun eine dringende Warnung angebracht, es stimmt nämlich tatsächlich Marion, wird FuT aufgelegt, so wird er infolge der Stockwärme sehr weich. Haftet er nun nicht am Sackerl, sondern wird ohne Plastik aufgelegt, so rinnt er unverzüglich die Waben runter, was zahlreichen Bienen das Leben kostet.


Eben deswegen war mein Gedanke, in dem Holzkästchen ein Loch mit Drahtgitter zu machen, und das dann genau über dem Brutnest zu platzieren. Also im Prinzip ein flaches Holzkasterl in der Größe eines Plastiksackerls, das könnte doch funktionieren?

Könnte funktionieren, allerdings müsste ein Sichtfenster angebracht werden welches anzeigt wann die nächste FuT Gabe fällig wird. In Summe aller Erwägungen ist eben das Sackerl die einfachste aller Möglichkeiten, leider!

Josef

primlchen
08.10.2014, 21:23
Haftet er nun nicht am Sackerl, sondern wird ohne Plastik aufgelegt, so rinnt er unverzüglich die Waben runter,
Eben, das glaub ich nämlich auch, das der da nicht einfach so "liegen" bleibt...


In Summe aller Erwägungen ist eben das Sackerl die einfachste aller Möglichkeiten, leider!
So schnell geb ich nicht auf :) Bei derzeit nur 3 Völkern kann ich mir den Luxus erlauben und hier was basteln, was funktionieren könnte, aber mir ist schon klar, dass die Sackerln halt bei mehreren Völkern das einfachste, schnellste und unkomplizierteste sind.


Sichtfenster angebracht werden
Guter Punkt, danke!

lg Marion

drohne
08.10.2014, 22:06
Tut mir leid meine Herrschaften, Maxl hat die Galerie aus Sicherheitsgründen vorerst geschlossen, ich denke er wird da Buckups machen.

Josef

Darf ich noch rasch anwesende User bitten in die Galerie zu sehen und ob dies nun für alle offen ist?

Danke Josef

Malte Niemeyer
08.10.2014, 22:35
Hallo,

Ich würd mir einen Holzrahmen von 2-4 cm bauen und den von unten mit Drahtgitter bespannen, dann müsste man nurnoch die Stellen an denen keine Bienen sitzen mit irgendwas abdecken und dort wo die Traube ist den Futterteig auflegen. Die Amerikaner benutzen solche rahmen und füllen sie mit geschmacklosem Bonbonteig..

https://www.youtube.com/watch?v=E_WLCc21-Hk

mfg Malte Niemeyer

Zappalot
08.10.2014, 22:47
Es war im Bienenhaus noch so eine Flasche vom Opa da, da wurde mir gesagt, er hat damit gefüttert. Welchen Verschluß hast du für diesen Mini-Gärballon?

Um ehrlich zu sein, ich hab keine Ahnung. Denn ich habe das Equipment ebenso von einem Altimker übernommen aber ich kann gerne einmal dazu Fotos machen wenn du magst.
Es funktioniert jedenfalls so, dass man so einen Verschluss in das Loch hängt, dort wo man auch beispielsweise normalerweise eine Bienefluch installiert hätte. Und oberhalb dieses Verschlusses kann man diesen Glasblaaon einfach umgekehrt hineinstecken.


Darf ich noch rasch anwesende User bitten in die Galerie zu sehen und ob dies nun für alle offen ist?

Ja, alles ist offen! Danke ;)

edlBee
08.10.2014, 23:59
Eben deswegen war mein Gedanke, in dem Holzkästchen ein Loch mit Drahtgitter zu machen, und das dann genau über dem Brutnest zu platzieren.
Ja schon, aber dann mit groben Gitter das die Bienen durch können, Du hast drum geschrieben Gitter wie bei den Futterkübeln

Der FuT sollte eben Kontakt haben zum Brutnest, wegen Wärme damit er eben gut angenommen wird, und da ist so ein
"Holzkästchen" nicht optimal

Aber Leute jetzt ist nicht Februar :-)

Nils
09.10.2014, 08:05
ein paar Gurkengläser für diesen Zweck aufgehoben, aber die riechen auch nach mehrmaligen Spülen in der Maschine noch so stark nach Essig, dass ich mir unsicher bin, ob die Bienen da das Flüssigfutter annehmen würden.

Doch, tun sie. Das funktioniert sogar sehr gut, einziger Nachteil: man braucht fast eine Leerzarge drüber, wenn man kein Spundloch im Deckel hat. Wärmt man den Sirup an, ist das evtl. eine Alternative zum Futterteig, zumindest für die Notfütterung... (um die es hier evtl. auch geht).


Danke Josef, wenigstens einer der mich versteht
Ahm, ich bin auch noch da!!!
:012:


*lach*



Die Amerikaner benutzen solche rahmen

Eine interessante Konstruktion - man könnte also einfach einen Zwischenboden umfunktionieren!
Doch das bringt mich auf eine Idee....

Mach dir doch einfach einen Drahtkorb aus engmaschigen, stabilen Draht. Unten ein Loch reinschneiden, damit die Bienen rein können. Den Boden des Korbes zudecken mit Butterbrotpapier, damit der Teig nicht rauslaufen kann. Als Deckel kannst du auch Papier verwenden. So auf die Bienen drauf, dann können sie durch das Loch in den Korb und fressen es - wie beim Plastiksackerl - immer weiter nach aussen auf. Das Papier werden sie abschroten, macht ja nix.
Aber ob Metall so viel besser ist als Plastik?


Aber Leute jetzt ist nicht Februar :-)
Nein Klaus, aber der kommt früher als du denkst :)

Servus,
Nils

moniaqua
09.10.2014, 08:38
Aber ob Metall so viel besser ist als Plastik?

Es kann leichter wieder-verwertet werden und baut sich schneller ab. Außerdem kann es im Gegensatz zum Plastiksackerl mehrmals verwendet werden.

primlchen
09.10.2014, 09:30
aber dann mit groben Gitter das die Bienen durch können, Du hast drum geschrieben Gitter wie bei den Futterkübeln
Danke, das war mir eben auch unklar, ob die Bienen in das "Konstrukt" reinkönnen sollen zum Futter holen. :)


Ich würd mir einen Holzrahmen von 2-4 cm bauen und den von unten mit Drahtgitter bespannen
Danke Malte, das Video ist sehr hilfreich!


Denn ich habe das Equipment ebenso von einem Altimker übernommen aber ich kann gerne einmal dazu Fotos machen wenn du magst.
Das wäre super, wenn du ein Foto hättest davon, danke dir!


Doch, tun sie. Das funktioniert sogar sehr gut
Dann sind die Bienen offenbar unempfindlicher wie ich, ich tät kein Zuckerwasser mit Essiggeschmack trinken ;) Gut zu wissen, dann fang ich wieder an die Gläser zu sammeln. Ein Loch im Deckel hab ich, bräuchte also keine Leerzarge dazu.
Rein theoretisch könnte man doch auch den FuT mit dem Glas füttern können? Allerdings ist das Loch im Deckel halt vorgegeben, fraglich ob das Brutnest dann im Frühjahr genau da drunter ist...


Ahm, ich bin auch noch da!!!
Upsi :) Hätt dich glatt fast vergessen :D :goodman:


Mach dir doch einfach einen Drahtkorb aus engmaschigen, stabilen Draht.
Hm, aber da hab ich halt wieder das Problem, dass der FuT zu schnell austrocknet, denk ich.


Aber Leute jetzt ist nicht Februar :-)
Stimmt, aber jetzt hab ich Zeit, mir bis zum Februar was zu überlegen und zu basteln :)

Lg Marion

Malte Niemeyer
01.11.2014, 00:45
Hallo,

ich überlege, ob ich Futtertaschen aus Holz für nächstes Jahr baue. Die Seitenteile sollen mit 4 mm Sperrholz beschlagen werden. Außerdem soll sich die Tasche als Isolierschied verwenden lassen.. Ich will Deckel für die Futtertaschen bauen, damit sie im Winter dicht halten um die wärme zu halten.

Hat jemand von euch eine Bauanleitung?

Mfg Malte Niemeyer

Hagen
01.11.2014, 01:29
Hallo Malte,

ich habe mir schon mal eine Futtertasche selbst gebaut.
Die war aber nicht breiter als ein Rähmchen.
Den Oberträger habe ich knapp hinter den senkrechten
Rahmenstreben herausgeschnitten und dann mit dem
Drucklufttacker Passgenau Sperrholzplatten links und rechts
befestigt.
Das Fassungsvermögen war mir aber zu gering. Daher habe ich die
wieder verworfen.
Gedichtet habe ich die mit heißem Bienenwachs.

Das mit dem Deckel zur Wärmeisolierung verstehe ich aber nun nicht
ganz - kannst Du das näher erläutern?

Wenn du die breiter machen möchtest in dieser Art, kann ich Dir aber
gerne 3D Modelle und 2D Zeichnungen anfertigen.
Das geht recht schnell.
Oder Du sagst mir Dein gewünschtes Volumen und Dein Rähmchenmaß.

VG
Hagen

Malte Niemeyer
01.11.2014, 17:25
Hallo,

ich will sie etwa 3,2 cm breit machen plus 2x 4 mm Sperrholz. Dann passen sie als 10. Wabe in die Zargen. Es würden dann ca. 4 Liter bei Dadant reinpassen.

Ich will unter den abgeschnitten Oberträger links und rechts jeweils ein Stück Leiste tackern, damit ich das rausgeschnittene Stück als Deckel wieder drauflegen kann. Dann könnte ich im Winter bei schwachen Ablegern eine Styroporplatte in die Tasche versenken und mit Deckel dicht machen und hätte so im Frühjahr eine bessere Wärmeentwicklung.

Die leisten sollen 2 cm dick und wie gesagt 3,2 breit werden.. Unten die Verbindung werde ich ausklinken und in dem Winkel verleimen. Dann kann ich von unten ins Seitenteil tackern und durch das Seitenteil wieder in den Unterträger.. Der Oberträger soll 15 mm dick werden und eventuell auch ausgeklingt werden.. Ich mach demnächst mal Fotos..

Mfg Malte Niemeyer

Imker2306
01.11.2014, 19:14
Das Fassungsvermögen war mir aber zu gering. Daher habe ich die
wieder verworfen.
Gedichtet habe ich die mit heißem Bienenwachs.

Hallo zusammen, ich habe meine Taschen doppelt so breit gemacht, sodas sie zwei Wabenbreit waren. Abgedichtet wurde, wie bei Hagen mit flüssig Bienenwachs. Funktionierte prima und durch die breitere Öffnung war das befüllen mit Sirup auch keine so arge Kleckerei. Einzig Schwimmhilfen müssen sein, bei mir Korkstücke.
gruß Olaf

primlchen
01.11.2014, 21:06
Hallo zusammen,

ich habe die beiden Themen hier zusammengeführt,

lg Marion

Beehouser
12.11.2014, 10:38
Hallo,

ich überlege, ob ich Futtertaschen aus Holz für nächstes Jahr baue. Die Seitenteile sollen mit 4 mm Sperrholz beschlagen werden. Außerdem soll sich die Tasche als Isolierschied verwenden lassen.. Ich will Deckel für die Futtertaschen bauen, damit sie im Winter dicht halten um die wärme zu halten.

Hat jemand von euch eine Bauanleitung?

Mfg Malte Niemeyer

Ich hatte mir diverse Futtertaschen gekauft. Vom Holtermann hatte ich welche, die hatten Sperrholzfaserplatten an den Breitseiten, die saugten sich dann voll, dehnten sich und wurden undicht. Die Folge war eine furchtbare Räuberei, weil das Futter unten aus der Beute rauslief.
Ich hatte leider nur das untere Drittel mit Wachs ausgegossen. Generell würde ich aber solche Futtertaschen nur noch in echter Holzqualität verwenden und auch komplett ausgießen.
Außer für Ableger verwende ich diese Futtertaschen nicht mehr und füttere von oben mit einem Dombehälter auf einem Spundloch.
Soweit meine Anmerkung zum Sinn von Futtertaschen und wenn Du die Preise im Imkereihandel anschaust, dann ist ein Kauf schon vom Materialpreis sinnvoller.

Warum möchtest Du die Taschen mit Deckel isolieren? Wenn es kühl ist, holen die Bienen nichts raus; wenn es warm ist, ist es egal.
Wenn ein Deckel oben auf ist, dann kommen sie evtl. nicht richtig rein.

Gruss, Christian

Malte Niemeyer
12.11.2014, 13:01
Hallo,

ich will die Tasche ganzjährig in den Völkern lassen und nur zum Füttern die Deckel rausnehmen. Dann kann ich damit schwache Ableger einengen oder dunkle Waben hinter den Taschen ausfressen lassen. Ich probier das mal aus. Wenns nicht taugt, das fliegen die Deckel in Ofen und die Taschen werden ganz normal benutzt.

Das 4mm Birkensperrholz hat mich im Großhandel knapp 2,70 pro Tasche gekostet. Die Leisten und Tackerklammern kommen noch dazu. Bin gespannt wie lange ich zum zusammenbauen brauche..

Mfg Malte Niemeyer

Malte Niemeyer
06.12.2014, 16:40
Hallo,

ich hab die Teile zugeschnitten und gefräst.

67448

67447

Die obere und die untere Eckverbindung wird in den Winkel verleimt, deswegen die Falz. Unten auch zur besseren Dichtigkeit. Links und Rechts werden etwa 3 mm Platz sein. Oben auf die beiden Auflagestücke kommt später der Deckel mit 20 mm Dicke.

Die Papierheftklammern sind nur fürs Foto da drin, die fertigen Taschen werden mit 30 oder 40 mm Druckluftklammern verbunden.

Achja später kommt natürlich vorne und hinten eine 4mm Sperrholzplatte drauf.

Mfg Malte Niemeyer

Wasti123
30.11.2015, 22:17
wow sieht schonmal sehr gut aus ;-) als Wände kann man alte Schrankrückwände nehmen oder enthalten die irgendwelche Gifte ?

oagi
30.11.2015, 22:30
Saubere Arbeit Malte!

Eine Frage dazu: Dichtest du die Futtertaschen dann noch irgendwie zusätzlich ab?
Ich hab einige ältere Futtertschen die nicht abgedichtet wurden. Durch das ständige Quellen und Schrumpfen auf Grund der Feuchtigkeit sind irgendwann Risse (Fugen) entstanden und wenn ich jetzt Zuckerwasser einfülle tropfts. Muss mir überegen womit ich die am besten abdichten kann...

Titus

Wasti123
30.11.2015, 22:38
Wenn man die neuen Seitenwände mit Silikon "anklebt" und fest tackert sollte doch alles dicht sein ....

Viktor
30.11.2015, 23:34
https://www.imkertechnik-wagner.de/catalogsearch/result/?q=futter
Hallo Malte. Kuck mal hier. Lohnt sich es überhaupt mit den Futtertasche anfangen selbst machen?
Gruß

meister-miezebien
01.12.2015, 06:44
Servus Viktor,

bin zwar nicht Malte, aber bei den fertigen von Holtermann fehlt der Falz bzw. die Auflage für den Deckel.
Außerdem verwendet er anstatt einer Hartfaserplatte eine Sperrholzplatte als Seitenwände.
Darum wird sie Malte selber machen.


gruß
bernhard

Viktor
02.12.2015, 00:25
fehlt der Falz bzw
Bernhard. Das ist kein Problem, zwei leisten ein wenig Leim. Mus Ich doch Dir nicht erklären.


Außerdem verwendet er anstatt einer Hartfaserplatte eine Sperrholzplatte als Seitenwände.
Wo ist der unterschied, werden doch mit Harz versiegelt. https://www.imkertechnik-wagner.de/shop/zubehoer/beutenzubehoer/kunstharzsiegel.html Erwärmt braucht man ca. 18gr. pro Tasche.
Gruß Viktor

meister-miezebien
02.01.2016, 19:35
Servus Viktor,

hier bin ich Dir noch eine Antwort schuldig.:n99:
Der Unterschied besteht darin, das die Sperrholzplatte wesentlich stabiler und langlebiger ist, als die Hartfaserplatte.
Die Hartfaserplatte wird von den Bienen auch zum Teil abgetragen bzw. zerfressen, daß ich bis jetzt bei der Sperrholzplatte noch nicht gesehen habe.
Darum werde ich mir auch welche aus Sperrholzplatte machen.

gruß
bernhard

Zenz
22.06.2017, 11:57
Hallo,

ich will die Tasche ganzjährig in den Völkern lassen und nur zum Füttern die Deckel rausnehmen. Dann kann ich damit schwache Ableger einengen oder dunkle Waben hinter den Taschen ausfressen lassen. Ich probier das mal aus. Wenns nicht taugt, das fliegen die Deckel in Ofen und die Taschen werden ganz normal benutzt.

Das 4mm Birkensperrholz hat mich im Großhandel knapp 2,70 pro Tasche gekostet. Die Leisten und Tackerklammern kommen noch dazu. Bin gespannt wie lange ich zum zusammenbauen brauche..

Mfg Malte Niemeyer

Hallo Malte. Verwendest du die Futtertaschen mit den Deckeln noch? Hättest du ein Foto von einem fertigen Stück? Möchte mir für meine Dadant Blatt welche im Winter machen und möchte diese im Frühjahr-Sommer auch als Schied bzw. Einengung im Brutraum verwenden. Und dazu finde ich das verschliessen praktisch!?
Gruß Martin